mehr als 450 Planeten haben die Astronomen seit 1995 entdeckt, die um fremde Sterne kreisen. Die Liste bekannter Exoplaneten verlängert sich also im Mittel etwa alle zwei Wochen um einen Neuzugang. Die Öffentlichkeit nimmt diesen Fortschritt kaum zur Kenntnis, so sehr hat sie sich bereits daran gewöhnt. Für Schlagzeilen würde allenfalls noch die Entdeckung einer zweiten Erde sorgen. Oder die Kontaktaufnahme mit einer außerirdischen Intelligenz – vor der allerdings der bekannte Astrophysiker Stephen Hawking warnt, wie kürzlich in der Rubrik »Vermischtes« in den Tageszeitungen zu lesen war.
Der Erkenntnisfortschritt vollzieht sich jedoch in kleinen, zähen Schritten. Die
Wissenschaftler feilen weiter an den Techniken zum Nachweis ferner Planeten.
Und da jedes Verfahren mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen behaftet ist, ergibt sich noch kein konsistentes Bild davon, wie Planetensysteme entstehen und aufgebaut sein könnten. Eines ist aber gewiss: Der Blick nach außen hilft uns, mehr über die Herkunft und Geschichte unserer kosmischen Heimat, des Sonnensystems, zu lernen. Zu den Überraschungen, die uns die Neuentdeckungen von Exoplaneten bescheren, gehören zum Beispiel »Geisterfahrer«, die ihr Zentralgestirn in »falscher« Richtung umrunden (S. 14). Und in unserer Titelgeschichte berichtet René Heller, wie sich die Suche nach Exoplaneten über die so genannte Transitmethode optimieren ließe (S. 30).
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Im Artikel »Das Iapetus-Rätsel ist gelöst« in SuW
4/2010, S. 40 – 49, hat sich
im »Iapetus-Steckbrief«
auf S. 41 ein Druckfehler
eingeschlichen: Die Oberfläche
der Erde beträgt
5,1 · 108 km2 und nicht
5,1 · 107 km2. Wir danken
unserem Leser KLAUS GEIER
für diesen Hinweis.
Die über mehrere Länder verteilte Teleskopanlage LOFAR zur Untersuchung
des Radiohimmels
bei Wellenlängen von zwischen 1 und 30
Meter erreicht mit Hilfe
eines in Echtzeit arbeitenden
...
Beobachtungen mit dem Zehn-Meter-Keck-Teleskop auf Hawaii zeigten vor einigen
Jahren, dass sich die Struktur der Wolken in Neptuns Südpolarregion innerhalb weniger
Stunden ändert. Astronomen...
Mit Hilfe des bei optischen und nahinfraroten Wellenlängen arbeitenden
Interferometers CHARA ist es amerikanischen Astronomen gelungen, die
Verfinsterung des Sterns Epsilon Aurigae detailliert zu...
Planeten um andere Sonnen, die von der Erde aus gesehen einmal während ihres Orbits
vor ihrem Zentralstern vorbeiziehen, eröffnen eine bis vor Kurzem ungeahnte Palette
an Möglichkeiten zu ihrer...
Nach dem berühmten Stern T Tauri wird eine Klasse junger veränderlicher Sterne
genannt. Aber der Stern selbst hat auch einige Überraschungen zu bieten. So haben
neueste Beobachtungen gezeigt, dass...
Die Himmelsdurchmusterung des Sloan Digital Sky Survey (SDSS) hat große Datenmengen
über Zwerggalaxien verfügbar gemacht. Deren statistische Analyse zeigt, wie
differenziert diese bisher kaum...
Ähnlich wie bei unserer Sonne treten Flecken auch bei vielen anderen kühleren Sternen
auf. In manchen Fällen, wie bei der Hauptkomponente des Doppelsterns
GSC 2038.0293, nehmen Sternflecken...
Das Jahr 2009 erbrachte einen verhaltenen Aufwärtstrend der Sonnenaktivität. Nach
der Auswertung aller Daten steht nunmehr fest, dass die Sonne ihr Aktivitätsminimum
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wirft Mensch und Natur aus dem Takt. Welche Folgen der Verlust der Nacht hat, welche
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