Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
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  • Jäger und Sammler

    28.07.2016, Robert Orso
    Da findet man gerade mal ein(!) Exemplar einer bisher noch nie beobachteten Lebensform und schwups - schon wird sie aufgeschnitten und untersucht.

    Ich bin kein Unterwasser Experte, aber für mich hat das ausgesehen als ob der Stil noch dazu gehört. Man hätte also quasi nur den "Kopf" abgerissen.

    Ich verstehe die Neugier. Mich interessiert auch worum es sich dabei handelt, aber das einzig bekannte Exemplar zu töten halte ich nicht für gute Wissenschaft. Das ist schon ganz nah an der Motivation mancher Jäger das letzte Exemplar einer Art zu erlegen um der Geschichte der Welt auf ewig den Stempel aufzudrücken.

    Ich habe beim Tauchen gelernt: Nur gucken, nicht anfassen!

    Für eine DNA Probe hätte auch ein ganz winziges Stückchen gereicht.
  • Apollo-Astronauten sterben öfter an Herz-Kreislauf-Krankheiten

    28.07.2016, Hans-Michael Hönig
    Das Ergebnis dieser sogenannten Untersuchung ist für mich total unseriös. Aus einer so geringen Zahl von Personen Rückschlüsse zu ziehen würde sich für jeden ernsthaften Wissenschaftler verbieten. Unabhängig davon ist die Untersuchung auch noch sachlich falsch, da die Astronauten von Apollo 8 bis 17 (= 10 Missionen) den Erdorbit verlassen haben - was einer Gesamtzahl von 30 Astronauten entspricht. 3 Astronauten sind an Herz-Kreislauferkrankungen gestorben - also 10 Prozent und nicht etwa 43 Prozent.
  • Erfahrungen aus der Elektrotechnik

    27.07.2016, macnesium
    Ich bin Doktorand in der Elektrotechnik und kurz vor der Abgabe meiner Dissertation. Meiner Erfahrung nach haben Veröffentlichungen die einen Peer-Review-Prozess durchlaufen haben mehr Quallität als die meisten Doktorarbeiten. Von daher ist es meiner Meinung nach durchaus sinnvoll in seiner Doktorantenzeit eine solche Veröffentlichung anzustreben und in der Doktorarbeit weiterzuführen. Bei uns ist auch mindestens eine solche Veröffentlichung verpflichtend.
    Darüberhinaus sollte man sich auch die Frage stellen, ob die Quallität nicht zwangsweise leidet, wenn im Hintergrund ein starres Universitätssystem steht. Es ist mitunter gar nicht so einfach Förderungen für die "richtigen" Forschungsbereiche zu bekommen, wenn andere Fachbereiche, welche die entsprechenden Gremien dominieren, sich das wenige Geld gegenseitig zuschaufeln, was in Deutschland für universitäre Forschung übrig ist.
  • Beschreibt "Studenten" wirklich gut Promovierende

    27.07.2016, Daniel Münch
    Mussten die "students" des Originals kommentarlos mit "Studenten" übersetzt werden? So vielfältig die Ansprüche an Dissertation und mündliche Prüfung sind, so unterschiedlich sind auch die Umstände, unter denen es passiert. Manche promovieren in starkt strukturierten Programmen, die tatsächlich einem Studium ähneln (und im angelsächsischen Raum üblich sind). Andere sind wissenschaftliche Mitarbeiter*innen, mit eigenen Aufgaben in Lehre oder akademischer Selbstverwaltung. Betreuen Abschlußarbeiten von Studierenden, koordinieren Forschungsprojekte, organisieren Tagungen,...
    Oder sie promovieren quasi als Hobby parallel zum "Brotjob". Da wäre der Begriff "Promovierende" oder "Doktorand*innen" sicherlich besser gewählt, da breiter. Ich promoviere an einem Lehrstuhl und trotz relativ studentischer Lebensweise (wohnen im WG-Zimmer, Mittagessen meist in der Mensa) sehe ich mich nicht mehr als Student, und manchen anderen (nicht allen) geht es ähnlich. Sogar manchmal auch jene, die von den Universitäten als Promotionsstudierende verwaltet werden.
    (von den Problemen durch das generisch-maskuline Studenten statt Studierenden ganz zu schweigen)
  • Wechseljahre - Lebensphase

    27.07.2016, Maria Linhardt
    Ich stimme da zu, dass die Wechseljahre eine Lebensphase sind. Eine Frau muss das einfach akzeptieren und die Unterstützung von Familie und Freunden ist nicht zu unterschätzen. Was auch sehr wichtig ist, wie individuell die Fälle sind und dementsprechend auch die Behandlung. Ich hatte zum Glück kaum Probleme, für meine Schwester dagegen hat sich plötzlich alles geändert. Wenn die Beschwerden sehr schlimm sind, ändert sich einfach die Lebensqualität - sie konnte nicht schlafen, sie hatte jeden Tag Angst, was passieren kann, wenn sie im Büro ist. Ich bin mir nicht sicher, ob das die Ursachen für ihre Stimmungsschwankungen waren oder die Stimmungsschwankungen an sich zu den Beschwerden gezählt werden können. Sie hatte auch eine ganz negative Einstellung zu der Hormonersatztherapie und wollte auf keinen Fall damit anfangen. Ich habe für sie einen Yoga Kurs gebucht, dazu hat sie Phytoserms genommen (Isoflavon Dr. Böhm) und nach einiger Zeit ist ihr schon viel besser gegangen. Ich finde es ist auch eine große Verantwortung für die Ärzte selbst, die müssen sich rechtzeitig informieren, was solche Studien betrifft. Und die Entscheidung, ob und welche Hormonersatztherapie nötig ist, hängt von der Patientin ab. Es ist sehr invdividuell bei jeder Frau, was helfen kann.
  • Erstaunlich

    27.07.2016, peter
    selbst 60° heißem Wasser und Pulverwaschmittel gegenüber ist der Schleim gut beständig. Zu Schmierzwecken für höhere Belastungen ist er allerdings nicht geeignet, da unter höherem Druck die Schmierwirkung stark nachlässt.

    Im eingetrockneten Zustand erscheint der Schleim für die ersten Sekunden der neuerlichen Benetzung mit Wasser sogar wasserabweisend.
  • Vielleicht in der Uckermark?

    26.07.2016, Tom
    Auch in Mecklenburg-Vorpommern könnte es dafür Regionen geben....
  • zu 4. Replik - von Fritz Kronberg

    26.07.2016, Brunhild Krüger

    Sehr geehrter Herr Kronberg,
    ich war wirklich überrascht zu lesen, was Sie aus meinen Zeilen herausgelesen haben, was ich damit meinen könnte. Die Abschaffung der Menschheit z. B. liegt NICHT in meiner „Logik“.

    Doch ich sehe auch z. B. im „Frankenstein“ das Bild eines verantwortungslosen Wissenschaftlers, der glaubt, alles, was er tun kann auch tun zu dürfen, und der ethische Vorgaben für die Arbeit nur als Hemmschuhe der Wissenschaft abqualifiziert.

    Sie werden überrascht sein, wenn ich Ihnen versichere, dass ich leidenschaftliche Wissenschaftlerin (Physikerin) bin, die natürlich (!) wissenschaftsoptimistisch denkt und mich immer wieder über alle echten Fortschritten der Wissenschaft freue, ja geradezu begeistert bin, was heute seitens der Wissenschaft an positivem für die Menschheit und die Erde als Ganzes möglich ist.

    Ebenso kann man sicher nicht leugnen, dass die von Ihnen erwähnte Risikoabwägung nicht immer funktioniert, dass Schäden nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden können bei moderner wissenschaftlicher Arbeit und dass deshalb jeder Eingriff seitens der modernen Forschung und Wissenschaftsanwendung in die Biosphäre SEHR GUT ÜBERLEGT SEIN MUSS.

    Ich bin sogar so optimistisch zu glauben, dass wir es gerade auch mit Hilfe der Wissenschaft schaffen können, die von den Menschen bisher schon verursachten Schäden an der Erde (Plaste in den Weltmeeren, Atommüll, Raubbau an der Natur für Rohstoffe usw.) wieder zu beseitigen.

    Deshalb habe ich ja gerade darauf verwiesen, dass die leider sehr starken außerwissenschaftliche Interessen von Wissenschaftlern nicht das Vertrauen in die Wissenschaft stärken (gefälschte Messungen, Gefälligkeitsgutachten, manipulierte Studien) und habe gemeint, dass die ethischen Aspekte der Wissenschaft - die Verantwortung der Wissenschaftler - hier im SPEKTRUM eine größere Rolle spielen sollten.

    Übrigens fand ich auch die Formulierung in der Überschrift - dieses „DOCH“ - sehr interessant!

    Ich hoffe, mit dieser Antwort können wir uns etwas annähern? Ansonsten wäre eine Fortsetzung unserer Diskussion außerhalb der Kommentarfunktion von SPEKTRUM vielleicht möglich.

    Herzlichst
    Ihre
    Brunhild Krüger
  • Flügelmorphologie und Gleitzahl

    26.07.2016, Jürgen Leonhardt, Mannheim
    Die Riesenvögel haben mich als alten Segelflugpiloten sehr beeindruckt. Die Angaben im Text über die Aerodynamik beziehungsweise das vermutete Flugverhalten und Leistungsvermögen der Supergleiter erscheinen mir dagegen weniger überzeugend.
    Zunächst eine Bemerkung zum Gleitverhalten. Sie schreiben, der Sandersi konnte aus 45 Meter Höhe mehr als einen Kilometer gleiten. Das entspricht einem Gleitwinkel von mehr als 1:200! Die besten „Superorchideen“ der heutigen Segelflugzeuge mit Spannweiten von 25 Metern und mehr schaffen so um die 1:60. Nun gut, möglich ist (fast) alles, aber mir scheint der Wert für den Vogel doch ein wenig hoch gegriffen. Wichtiger für Menschen aber, die sich mit der Paläontologie der Vögel beschäftigen, scheinen mir die Klärung gewisser Details bei der Erklärung der Morphologie der großen Segler.
    Die Flächenbelastung spielt meines Erachtens nicht die große Rolle, wie der Text das vermuten lässt.
    Vögel - und natürlich auch Segelflugzeuge – können bei gleicher Flächenbelastung völlig unterschiedliche Flügelgeometrien haben.
    Ein Segler mit 10 Meter Spannweite und einer Flügeltiefe von einem Meter hat die gleiche Flächenbelastung wie ein solcher mit 20 Meter Spannweite und nur 0,5 Meter Flügeltiefe. Letzterer hat eine große Streckung und ist für schnelle Fliegen besser geeignet als Ersterer.
    Entscheidend für schnelles Fliegen bei guter Gleitzahl ist zunächst einmal nur die Streckung. Der Grund dafür liegt meines Wissens in der Verringerung des Randwirbels am Flügelende. Dieser so genannte induzierte Widerstand entsteht bei beim Druckausgleich zwischen Flügelunterseite (Überdruck) und -oberseite (Unterdruck), der den Energie fressenden Randwirbel erzeugt. Je länger der Flügel und je schmaler das Flügelende, desto kleiner der Randwiderstand und desto besser die Gleitzahl.
    Was in diesem Zusammenhang noch interessant ist: Die Flächenbelastung spielt bei den Supergleitern schon eine Rolle, aber nicht so wie man laienhaft vielleicht vermuten würde (je leichter, desto besser).
    Moderne Supersegler nehme bei sehr gutem Thermikwetter Wasser in ihre Tragflächen auf, um die Flächenbelastung und damit Fluggeschwindigkeit bei gleichem Gleitpfad zu erhöhen (die so genannte „Penetration!“). Das geht natürlich zu Lasten einer höheren Sinkgeschwindigkeit in Metern pro Sekunde und ist daher keine Option für langsames Fliegen im Aufwind. Dafür ist die kleinere Spannweite der Kondore mit der größeren Flügeltiefe besser geeignet. Aber selbst die versuchen mit allen Tricks – dem Spreizten der Randfedern – den induzierten Widerstand zu verringern.
    Fazit: Hohe Streckung (und hohe Flächenbelastung!) ist die Option für den schnellen Geradeausflug, möglichst ohne Kreisen in Aufwinden.
    Kleine Streckung mit geringer Flächenbelastung ist eher die Wahl für den langsamen, kreisenden Flug in der Thermik.
    Ich hoffe, Sie können sich für Ihre Forschung einen Reim darauf machen.
    Angebracht dennoch ein Besuch bei den großen Segelflugzeugbauern, zum Beispiel bei Alexander Schleicher in Poppenhausen in der Rhön, oder bei den Akademischen Fliegergruppen an den Technischen Hochschulen in Braunschweig, Darmstadt, Karlsruhe oder München.
  • Expertise

    26.07.2016, Heinrich Sauer
    Endlich ein Experte, der die Bezeichnung Experte verdient! Deutlich sagt Herr Dreßing, dass Expertise Zeit, Information und langwierige Analyse benötigt. Keine Schnellschüsse aus der Hüfte. Äußerten sich alle Experten so und später, dann wenn die Bedingungen erfüllt sind, sähen Politikeräußerungen, Stammtischdiskussionen und Talkshows besser aus.
    Wir alle sollten den echten Experten Mut machen, sich zu äußern.
  • Verantwortung von Wissenschaft

    26.07.2016, Rainer Biermann
    Das Lesen dieses Beitrages hinterlässt einen extrem faden Nachgeschmack. Einerseits ist es wohl verständlich, dass Herr Dreßing als Wissenschaftler von einem Bündel von "unspezifischen und ubiquitär vorkommenden" Risikofaktoren spricht und gegen eine Stigmatisierung von psychisch Erkrankten arbeitet. Andererseits kann es ihm schon rein theoretisch gar nicht gelingen, Hasstaten, die das eigene Leben und das Leben vieler anderer beenden, von psychischer Erkrankung zu trennen. Wenn Herr Dreßing meinte, eine solche Tat sei kein akuter psychischer Krankheitszustand, dann hätte er wohl seinen menschlichen Verstand mit seiner wissenschaftlichen Karriere an den Nagel gehängt. Solche zwar eher seltenen, aber doch extrem exzessiven Ausbrüche individueller, auf Selbst- und Fremdhass basierender Gewalt erzeugen völlig verständlicherweise ein großes öffentliches Echo und einen hohen Informationsbedarf. Es ist ehrenwert, Menschen mit psychischen Erkrankungen vor falschen Verdächtigungen zu schützen, jedoch hat Herr Dreßing aus meiner Sicht auch die Verantwortung, der Öffentlichkeit die Ursachen einer solch exzessiven Gewalt aufzuzeigen. Gibt es biologische, familiär-sozialisatorische oder gar gesellschaftlich-ideologische Ursachen für dieses "Bündel an Risikofaktoren"? Man weiß zum Beispiel, dass Menschen, die mit Gewalt zu absolutem Gehorsam erzogen wurden oder die frühe und/oder sehr massive Ausgrenzungserlebnisse erfahren haben, eine psychische Verarbeitung zeigen, die einige der von ihm genannten Risikofaktoren erzeugt. Wenn Herr Dreßing meint, dass hier die Datenlage zu unklar sei, dann soll er doch bitte zu Forschung in diese Richtung auffordern. Ich sehe eine große Verantwortung bei den Wissenschaftlern, die Ursachen solch exzessiver Gewalt zu erforschen um letztlich der Gesellschaft Hinweise zu geben, wie sie sich präventiv davor schützen kann.
  • "gewaltverherrlichend"

    26.07.2016, MarcGyver
    Spiele wie "Counter-Strike" und seine Nachfolger zählen übrigens als "gewaltdarstellend". Wären sie gewaltverherrlichend, wären sie nach §15 JuSchG in Deutschland verboten und der Erwerb (soweit ich weiß auch der Besitz) wären strafbar.
    Die nächstschwächere Stufe wäre eine Indizierung durch die BPjM, was bedeutet, dass man sie als Volljähriger legal erwerben und besitzen darf, was allerdings in Deutschland dann nur mit Altersnachweis und "unter der Ladentheke" geht, weil in diesem Fall jegliche Werbung für solche Spiele verboten ist.
    Die aktuellen "Counter-Strike"-Ableger sind allerdings nicht einmal indiziert, können also von jedem Volljährigen legal erworben werden und die Spiele dürfen auch beworben und in einschlägigen Medien erwähnt werden.

    Leider sieht man das sehr oft, dass die Bezeichnungen (vermutlich, um reißerisch zu klingen) falsch verwendet werden. Dadurch bekommen wahrscheinlich auch, ersichtlich an manchen Kommentaren, Menschen mit höchstens wenig Einsicht in solche Spiele eine falsche Vorstellung davon, worum es in solchen Spielen geht und denken teilweise, dass sie wegen der Gewaltdarstellung gespielt werden.
    Aus persönlicher Erfahrung ist es tendenziell eher so, dass die Gewalteffekte in den Optionen so weit wie möglich reduziert werden, weil sie die Übersicht beeinträchtigen können. Man will in solchen Spielen vorrangig anderen Spielern mit seinen Reflexen und Taktiken und seiner Hand-Augen-Koordination überlegen sein (weshalb sie auch ziemlich wettkampforientiert sind) und da können überflüssige Grafikeffekte stören.
  • Schwamm zum Reinigen??

    25.07.2016, Dirk Müller-Paul
    Das mit dem Schwamm glaub ich nicht. Auch heutzutage reinigen sich die Menschen in sehr vielen Ländern einfach mit Wasser - und der linken Hand. Meist noch aus einem Eimer - hier ist fliessendes Wasser in einer Rinne schon wesentlich besser! Moderner sind Schläuche - oder gleich die Düse in die Schüssel eingebaut, wie heutzutage z.B. in der Türkei zu finden. Sehr angenehm!
    Ein Schwamm wäre extem unhygienisch. Die linke Hand wurde einfach zum Tabu erklärt. Die Resultate draus kennen wir auch heute noch selbst in unserer Gesellschaft.
    Im Übrigen braucht das männliche Gemächt auch etwas Platz...die Sitzposition ist schon etwas merkwürig, wenn MANN pinkeln will...eigentlich müsste vorne alles rauslaufen!?
  • Sprache

    25.07.2016, Dirk Müller-Paul
    Ganz entscheidend zur Kooperation ist der Faktor Sprache. Ich denke, allein aus dem Erfolg des Tieres Mensch kann man implizit schliessen, dass er diese in komplexer Form beherrscht haben muss.
    Wobei "Sprache" allgemein Kommunikation meint - und die kann bekanntlich auch nonverbal sehr effizient sein. Man beachte nur die Jagdstrategien von rudeljagenden Raubtieren.
    Deswegen wird "Sprache" m.E. viel zu oft modern-anthropozentrisch gewertet und nur auf komplexe Lautbildung reduziert, weil der moderne Mensch sehr viel Intuition und Körpersprache verlernt hat.
    Ich gebe meinem Vorschreiber zum letzten Satz absolut Recht, nur wurde m.E. eine neue Dimension erreicht mit der Einführung von Massenvernichtungs-Fernwaffen. Es werden damit ja leider nicht nur die Aggresiven gegenseitig ausgelöscht, sondern meist die friedlicheren Kooperativen.
  • Verschiedene Messmethoden, verschiedene Resultate

    25.07.2016, Bruno Egli, Goldach (Schweiz)
    Im Beitrag werden zwei Methoden zur Messung der Lebensdauer von Neutronen beschrieben. Im ersten Fall werden Neutronen in einer „Flaschenfalle“ eingesperrt, und ihre Zerfallsrate durch Auszählen nach einem bestimmten Zeitintervall bestimmt. Bei der zweiten Methode wird ein Neutronenstrahl durch eine „elektromagnetische Falle“ geleitet und die beim Zerfall frei werdenden Protonen gezählt. Dass die Messungen verschiedene Resultate liefern, ist offensichtlich auf die Verschiedenheit der Messmethoden zurückzuführen. Was zeigen die Messresultate wirklich? Im ersten Fall die Zerfallsrate freier, statischer Neutronen in einem begrenzten, feldfreien Raum. Im zweiten Fall die Zerfallsrate von strömenden Neutronen in einem elektrischen Feld, eventuell auch in anderem Volumen. Bei der zweiten Methode sind die Randbedingungen also anders als im ersten Fall. Meines Erachtens stellt sich daher zunächst die Frage: Wie verhalten sich die Neutronen in der „Flaschenfalle“, wenn dort gleichzeitig ein elektrisches Feld angelegt wird? Andererseits wäre auch die Anzahl Protonen als gültiges Mass für die Zerfallsrate zu hinterfragen. Abgesehen von einem etwaigen relativistischen Effekt (der erst bei einer Strahlgeschwindigkeit von 13,7 Prozent der Lichtgeschwindigkeit die Abweichung erklären würde), könnte die Bewegungsenergie aus dem Strahl einigen Protonen (1 Prozent würde genügen!) ermöglichen, die Austrittsbarriere der elektrischen Falle zu überwinden und so das Resultat verfälschen. Jedenfalls legen die Messresultate nahe, dass das Elektrofallen-Ergebnis auf Grund der grossen Streubreite eher fehlerbehaftet ist. Interessant wären daher Messungen mit der elektromagnetischen Falle unter Variation der elektrischen Feldstärke oder der Strahlgeschwindigkeit oder des Messvolumens. Sollten sich dabei Streubreite und Abstand des Resultats zum Flaschenfallenwert etwa proportional ändern, wäre wohl die Ursache für die Diskrepanz der Messresultate gefunden.
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