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Lesermeinungen - Spektrum der Wissenschaft - Seite 1

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Historisch Problematisch ?...

    21.03.2019, Daniel Hage
    Zitat: "das Wiensche Verschiebungsgesetz kann aus Plancks Quantenmechanischer Beschreibung von Strahlung abgeleitet werden"...
    Wenn aber Wien sein verschiebungsgesetz anno1893 veröffentlicht hat , so konnte er das damals eben noch nicht, da Planck seine Quantenbeschreibung von Elektromagnetischer Strahlung erst im Dezember 1900 an die Öffentlichkeit brachte und auch den Namen Quantenmechanik oder allgemeiner Quantenphysik, gab es anno 1893 (und auch1900) noch nicht - oder täusche ich mich da ??
  • Bevölkerungsexplosion - Probleme noch nicht gelöst

    19.03.2019, Dr. rer.nat. Wolfgang Epple
    Es ist verständlich, wenn zur Bevölkerungsentwicklung der Menschheit endlich einmal „Lichtblicke“ transportiert werden.

    Die Reduktion auf CO2“-Bilanzen von Eltern und Kindern und deren Kindern zeigt die ganze absurde Tendenz der Verkürzung auf das Mainstream-Thema „Treibhausgase“, Klima bzw. Klimaschutz.

    Selbst unter Berücksichtigung aller berechtigter Kritik an reduktionistischer Sicht zeigt der „ökologische Fußabdruck“ der Menschheit insgesamt, dass wir längst unter Gesichtspunkten der Gerechtigkeit unter den heute Lebenden, der Gerechtigkeit gegen die noch Ungeborenen, und besonders unter dem Gesichtspunkt eines „gerechten Teilens“ der Erde mit dem Außermenschlichen Leben („wildlife“), zu viele sind, und dass es beileibe nicht genügt, bereits eine - längst nicht sichere, sondern nur prognostizierte - Stagnation bei 8 oder 11 Milliarden Menschen schon als Erfolg zu feiern. Gerade das rasante Bevölkerungswachstum ist zusammen mit dem weiterhin in jedem einzelnen Falle ökonomisch gefeierten Wirtschaftswachstum weiterhin der Hauptgrund für sogenannte Rebound-Effekte, die jede Effizienzsteigerung, etwa bei der Landnutzung, durch technische Fortschritte zunichte machen; siehe aktuellste Forschungsergebnisse mit diesem ernüchternden Resümee: „(…) Eine wirksame Naturschutzpolitik braucht Konzepte gegen Bevölkerungswachstum und für nachhaltigen Konsum (…)“. (Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig vom 04.03.2019 zur Publikation: Marques, A., et al. (2019). Increasing Impacts of land use on biodiversity and carbon sequestration driven by population and economic growth. Nature Ecology and Evolution, doi:10.1038/s41559-019-0824-3). Und weiterhin gilt:

    1) Selbst bei geringem Wachstum oder stagnierender Bevölkerung geht der Raubbau an der Natur weiter, wie wir am Landverbrauch (im ökologischen Neusprech: „Landnutzungswandel“ ) für Siedlung, Industrie und Verkehr auch in entwickelten Ländern sehen: täglich noch immer über 60 Hektare alleine in Deutschland https://www.umweltbundesamt.de/daten/flaeche-boden-land-oekosysteme/flaeche/siedlungs-verkehrsflaeche#textpart-2.
    Alleine die rasante Verstädterung wird in den kommenden 10 Jahren weltweit etwa 300000 ha fruchtbarste Ackerfläche verschlingen, auch in Ländern, deren Bevölkerung nicht mehr stark wächst (u.a. Beispiel China), - das ist annähernd die Fläche Deutschlands (!): https://www.mcc-berlin.net/de/news/meldungen/meldungen-detail/article/verstaedterung-verschlingt-300000-kmx00b2-fruchtbarsten-ackerlands.html
    Dabei ist Wüstenbildung durch Übernutzung oder falsche Nutzung nicht einmal berücksichtigt.

    2) Man kann zwar die immer noch wachsende Armut der „Abgehängten“ auf der Erde verleugnen oder mit Prozentzahlen schönschreiben; die Verteilung von Vermögen und Einkommen ist dennoch weiterhin höchst ungerecht (und übrigens ein Teil der Erklärung, weshalb das erwähnte rasante Bevölkerungswachstum in Afrika nicht zu gleichlaufender Erhöhung der Verbrennung fossiler Rohstoffe durch diese Menschen führt); das Verteilungs-Problem erfordert enorme Anstrengungen und scheint im Moment fast unlösbar. Wer sich interessiert: https://www.oxfam.de/ueber-uns/aktuelles/2018-01-22-82-prozent-weltweiten-vermoegenswachstums-geht-reichste-prozent, oder aktuell die Armut-Folgen-Beleuchtung im neuesten Weltwasserbericht der UN https://www.unesco.de/presse/pressematerial/un-weltwasserbericht-2018



    3) Klimaschutz ist nicht diffus gleichsetzbar mit umfassend verstandenem Naturschutz. Es ist deshalb sehr die Frage, ob die Generation „Friday for Future“ mit Blick auf das derzeit fast ausschließlich medial getrommelte Thema Klimaschutz von ihren prominenten Unterstützern gut beraten ist. Offenbar wird nicht perzipiert, wie der Tunnelblick auf nur einen Aspekt der umfassenden Krise den notwendigen Blick aufs Ganze einschränkt, wenn nicht geradezu verhindert; einige Fakten seien herausgegriffen: Schon heute sind etwa 80 % der eisfreien Landmasse der Erde vom Menschen beeinflusste Anthrome (Watson et al. (2016): Catastrophic Declines in Wilderness Areas Undermine Global Environment Targets Current Biology 26, 1–6), die Tendenz des raschen Wildnisverlustes ist dabei ungebrochen. Auf mehreren Feldern sind die planetarischen Grenzen für den Menschen definitiv überschritten, Biodiversitätsverlust gehört dabei on top der Agenda; das Gewicht unserer Nutztiere auf der Erde überwiegt schon jetzt das Gewicht aller Wildtiere der Erde um ca das 20-fache…Umfassende Gerechtigkeit, ein gerechtes Teilen dieser Erde mit dem „wildlife“ müsste also eingehen in die Überlegungen der Zukunft der Menschheit, auch in Überlegungen zur Entwicklung und Steuerung der Weltbevölkerung.

    In der Tat: Einfache Formeln und eine hier latent, möglicherweise ungewollt suggerierte Entwarnung mögen gut klingen, helfen aber nicht weiter. Das Bevölkerungswachstum bleibt eines, wenn nicht angesichts der nach wie vor bestehenden Folgen das drängendste Problem der Menschheit. Auch unter eudämonistischen und gerade unter ethischen Gesichtspunkten.
  • Weltbevoelkerung

    19.03.2019, Margit Alm
    Dieses ist wohl das dringendste Thema, dass die Menschheit heutzutage beschaeftigen soll. Wir sollten fuer eine Zeit sogar nur eine TFR von 1 haben, 1 Kind pro Frau, damit wir schneller auf eine kleinere Bevoelkerung zurueckkommen. Population Counts (UK) hat eine Grafik veroeffentlicht, wonach eine TFR von 1 uns maximal 8 Mrd Menschen gibt und danach geht es zunaechst langsam, dann schnell abwaerts. Trotzdem dauert es ca 100 Jahre lt dieser Grafik bis wir dort sind, wo wir zu meiner Geburt waren.
    Das Wichtigste ist Familienplanung und Emanzipation sowie Modernisierung in den sog. armen Laendern. Sie brauchen echte Hilfe und Aufklaerung, um sie auf eigene Fuesse zu stellen. Wanderung erreicht das nicht. Vor Ort helfen ist ein 'muss'. Ausserdem glaube ich, dass diese Leute nichts lieber wuenschen, als zu Hause bleiben zu koennen und dort friedlich und auskoemmlich zu leben.
  • Kindersterblichkeit nicht überbewerten

    18.03.2019, Joa Falken
    In vielen Ländern Afrikas liegen die Geburtenzahlen bei 5 bis 6 je Frau. Wenn eins frühzeitig stirbt, bleiben immer noch 4 bis 5 übrig. Ich denke nicht, dass sich dieselben Menschen für deutlich weniger Kinder entscheiden würden, z.B. für 2, wenn das Überleben aller Kinder gesichert wäre.
    Eher ist wohl so, dass kulturelle Fortschritte, die mit niedriger Kindersterblichkeit einhergehen, inder Regel auch die Fertilität reduzieren.
    Das heißt dann aber auch: Maßnahmen, die gezielt darauf abstellen, den Frauen zu helfen, weniger von ihnen nicht gewünschte Schwangerschaften einzugehen, sind der effizienteste Weg, das Bevölkerungswachstum zu reduzieren. Wegen der "demografischen Dividende" führt das daann in umgekehrter Wirkrichtung zu mehr Wohlstand und - auch - weniger Kindersterblichkeit.
  • Epizentrum?

    18.03.2019, Fritz Kronberg
    Da dürfte es sich wohl eher um das Zentrum der Explosion handeln!
  • Kurz und ohne Qual

    18.03.2019, Henning Martens
    Eigentlich eine gute Methode sein Leben - und das des Nachbarn - schnell und ohne langandauernde Qual zu beenden. Das geht so schnell, das selbst der Nachbar es gar nicht bemerken würde.
  • Die leere Menge ist nicht Nichts

    17.03.2019, Hans-Jürgen Steffens
    Mathematisch ist am Artikel (natürlich) nichts auszusetzen. Die Sprachregelung, die leere Menge als Nichts zu beschreiben, ist jedoch zu kritisieren. Die leere Menge ist ein Mengenobjekt wie jede andere Menge auch. Sie unterscheidet sich von anderen Objekten allein dadurch, dass die Aussage "X istElementVon leerer Menge" stets falsch ist. Daraus zu folgern, dass die leere Menge als Nichts anzusehen sei, führt zu Verständnisstörungen. Dies beginnt mit dem Problem, zwischen der leeren Menge und der Menge, die (nur) die leere Menge enthält, zu unterscheiden. Wie sollte die Menge, die nur die leere Menge enthält, die also "Nichts" enthält, sprachlich unterschieden werden von der leeren Menge, die ja auch nichts enthält?

    MfG H.-J. S.
  • Offiziell Rattenfrei

    17.03.2019, Michael wüst
    Vieleicht sollte man lieber die Ratten unterstützen, währe doch wissenschaftlich viel interessanter zu beobachten wie sie sich evolutionär entwickeln da Tierarten wie die Seevögel sowieso am Aussterben sind da sie dem vernichtungsfeldzug des Menschen nicht gewachsen sind.
  • Sylvesterß

    16.03.2019, Rudi Knoth
    Nun denn sollte man damit nicht zum Jahreswechsel rumballern. Nur wer will denn bei sich zu Hause sowas hochgehen lassen? Dann sind das Haus und das Auto doch auch reichlich beschädigt. Ebenso der nächste Supermarkt etc. Polenböller machen doch auch schön Krach.
  • Gletschereis im Meer

    15.03.2019, Ulrich Foelsche
    Der Artikel räumt auf mit einem hartnäckigen populären Irrtum, der meist auch noch mit größter Überzeugung weiter verbreitet wird - sogar in Schul- und Lehrbüchern.
    Die Erklärung, warum Eisberge aus Süßwasser bestehen, ist aber auch hier nicht ganz richtig. Sie stimmt zwar für Meereis, das tatsächlich durch das Gefrieren von Meerwasser gebildet wird. Eisberge entstehen aber nicht auf diese Weise, sondern durch das "Kalben" (Abbrechen) von Gletschern. Da das Gletschereis aus komprimiertem Schnee besteht, ist der Salzgehalt von vornherein minimal. Tafeleisberge, die von den großen Eisschelfen der Antarktis abbrechen, können zwar an ihrer Unterseite auch einen gewissen Anteil an angefrorenem Meerwasser aufweisen, dieser ist aber nur von untergeordneter Bedeutung.
  • Freut euch doch!

    14.03.2019, Christian Zenkl
    Als Meteorologe & Co-Autor darf ich alle beruhigen. Die amtlichen Messdaten sind einfach die harten Fakten und jede Kritik geht diesbezüglich ins Leere. Die Studie macht keine Aussagen über die alpine Klimazukunft, bis auf die Anmerkung, dass bei weiter steigenden THG Emissionen langfristig mit einer Erwärmung zu rechnen wäre. Die 50a T Stagnation (Winter alpin) und nur dieser 30a T Rückgang zeigen ganz klar, dass sich das dynamische Klimasystem nicht auf CO2 Emissionen reduzieren lässt und wir sagen damit nichts über die nähere Klima Zukunft aus. Klimatologie ist keine Religion!
  • Primzahlenverteilungsmuster und die Kunst

    13.03.2019, Daniel Torbohm
    Einen Interessanten Ansatz hierzu bietet evtl. auch ein befreundeter Künstler der dem Thema Primzahlenverteilungsmuster eine eigene Seite gewidmet hat.

    Hier beschreibt er: Die Verteilung der Primzahlen gilt in der Mathematik als chaotisch. Die herrschende Meinung besagt, dass die Primzahlen keinem System, keiner Ordnung, keinem Muster folgen, bzw. dass ein solches Muster bisher nicht gefunden wurde.

    und sagt: Seit Jahrtausenden besteht in der mathematischen Forschung die Sehnsucht, in der Verteilung der Primzahlen eine Ordnung zu finden.

    Und sagt: Ich habe also ein Muster entdeckt und arbeite an dessen Visualisierung

    Mehr unter: https://primzahlenverteilungsmuster.com
  • Wir exportieren unseren Luxus

    12.03.2019, Miriam Missura
    Guten Tag Frau Grams
    Sie haben sich auf unsere regionalen gesellschaftlichen Verpflichtungen konzentriert. Was aber im deutschsprachigen Raum mit bester medizinischer Versorgung vergessen geht ist, dass unsere Masernherde wiederum in Gebiete exportiert werden, die nicht diesen Luxus haben. 2010 schätzten epidemiologische Hochrechnungen die Anzahl Maserntoter auf über 100'000 Personen, ein wesentlicher Anteil davon Kinder, hauptsächlich in Asien und Afrika. Es wird Zeit, dass die Impfgegner-/innen sich ihrer weltweiten Verantwortung bewusst werden: Die Masern sind ausrottbar, so wie die Pockenimpfung dies bis in die 80'er Jahre vormachte. Möchte heute jemand die Pocken wieder einführen, damit die Kinder irgend ein Karma erfüllen können? Echt?
    In zwanzig Jahren werden wir bei den Masern hoffentlich auf eine erfolgreiche Ausrottungskampagne zurückblicken und die Impfung archivieren können. Der amerikanische Doppelkontinent hat es vorgemacht und die Masern ausgerottet. Aber leider scheint das langfristige, globale und evidenzbasierte medizinische Denken bei den Impfgegner-/innen zu fehlen und Verschwörungstheorien oder verschrobene medizinische Ideen herrschen vor. Auch ich habe mich während meinem Veterinärstudium in Homöopathie und alternativen Heilmethoden weitergebildet und diese "Easy-Methoden" so eingängig gefunden, bis ich in der Grundlagenforschung genügend ausgebildet war, um diesen Nonsense als Placebo-Wirkung zu identifizieren. Aber eben: Statt Bauchgefühl braucht es für solche medizinischen Entscheidungen eine naturwissenschaftliche Ausbildung und evidenzbasierte Denkleistung und davon haben die Impfgegner-/innen zu wenig. So wie die meisten impfenden Eltern, aber diese übernehmen sinnvollerweise die Empfehlungen der Spezialist/-innen.
    Freundliche Grüsse
  • Ärgerlicher Artikel,

    12.03.2019, Dietmar Schorr
    Ich finde den Beitrag recht ärgerlich, weil er wieder das gleiche Mantra darstellt. Klimaschutzprojekte nutzen nicht viel. Ja, ich gebe Ihnen recht, dass man zuerst reduizeren und vermeiden soll, aber den klimaneutralen Erdgastarif (der übrigens 2007 von mir erfunden wurde, hat so überhaupt nichts mit Ökostrom zu tun. Wie der Name schon sagt: Ökostrom ist Strom und wird für das Betreiben elektrischer und elektronischer Geräte benutzt, während Erdgas zum Heizen und teilweise auch zum Kochen verwendet wird. Wie soll das eine durch das andere ersetzt werden. Zudem sind eher die Leute, die Klimaschutzzertifikate kaufen, am Thema Ökologie interessiert und auch sensibilisiert und emittieren generell weniger als andere Menschen in der gleichen Gehaltsklasse. Und immer das pseudoreligiöse Argument des Ablasshandels. Liebe Autorin, sie sind nicht nur für die Sachen verantwortlich, die sie verursachen, sondern auch für die Dinge, die sie durch schludrige Recherche verhindern.
  • Unendlich viel Bier nach Feierabend

    11.03.2019, Teja Mildner
    Dieses Thema begegnete mir schon früh durch den Wettlauf des Achilles mit der Schlidkröte. Es dauerte lange, bis mir endlich klar wurde, weshalb da ein scheinbarer Widerspruch vorliegt. Wir denken hier einfach zu naiv und meinen, dass unendlich viele Teile selbstverständlich auch ein unendliches Gesamtes ergeben müssten. Das ist eben nicht so. An einem einfachen Beispiel kann man das besser verstehen lernen. Man nehme eine Strecke und teile sie in der Mitte. Die linke Hälfte teile man wieder in der Mitte, und so immer weiter. Da wird es sehr schnell einsichtig, dass dieser Prozess unendlich oft wiederholt werden kann, ohne dabei aus der ursprünglichen Strecke herauszufallen. Da sind also unendlich viele Teilstücke, und sie liegen dennoch alle nebeneinander in einer endlichen Strecke!
    Statt der Strecke können wir auch Bier nehmen, oder einen Zeitabschnitt. Die obige Aufteilung eines endlichen Stücks lässt sich auch hier durch Halbieren in unendlich viele Teilstücke zerlegen.