Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • Ziemlich kalt

    10.12.2017, Norbert Fiks
    Zitat: "... wie eine Kyronik-Firma im amerikanischen Scottsdale menschliche Körper in Stickstofftanks bei minus 296 Grad Celsius lagert". Sensationell. 23 Grad unter dem absoluten Nullpunkt. Oder sind hier etwa -295 Grad Fahrenheit gemeint?
    Stellungnahme:
    Vielen Dank für den Hinweis, das haben wir übersehen. Offensichtlich sind Grad Fahrenheit gemeint.

    Mit freundlichen Grüßen, d. Red.
  • Begründung, bitte.

    10.12.2017, Salcin
    Welchem Bananenequivalent entspricht denn das durchschnittliche Lecken an Uranerz?

    Gibt es auch eine Vergleichsbasis zwischen Bananen und HF elektromagnetischer Strahlung im 2,4 GHz bzw. 5GHz bereich? -also Wlan?
  • Als ich die Überschrift las, wettete ich mit mir selbst - und gewann (fast).

    09.12.2017, Hans-Jürgen Steffens
    Solche Artikel können eigentlich nur Naturwissenschaftler schreiben frei von ideologischer Bildung (besser: Verbildung).

    Ich selbst benutzte für die vom Autor adressierte Frage der Ungleichverteilung bisher das Bild der Geschwindigkeitsverteilung von Gasteilchen bei gleichen Bedingungen (d.h. gleicher Temperaur). Es gibt rel. wenige sehr schnelle, relativ wenige sehr langsame und die Mehrheit liegt irgendwo um den Durchschnitt herum (der der mittleren Energie entspricht).

    Die Energieübertragung von Teilchen auf Teilchen entspräche in der oben beschriebenen Simulation den untereinander gemachten Geschäften. Was hier fehlt sind die "Aktiengeschäfte", insofern finde ich die experimentelle Simulation besser. Ein zweiter Nachteil: Den Teilchen fehlt das "Gedächtnis". Sie haben m.a.W. kein "Sparbuch" und setzen immer "alles auf einen Stoß".

    Was mich freut: Dass diese Prozesse, die quasi unabhängig vom Wirtschaftssystem zur Ungleichverteilung führen, hier mit mehr impact beschrieben werden.

    Was mich wundert (ein klein wenig deprimiert): Dass die Computersimulation schon bald 20 Jahre zurückliegt und die Ergebnisse bisher so wenig Eingang in öffentliche Diskussionen gefunden haben.

    Wer mit offenen Augen durch die Geschichte geht, weiß, dass das Problem des Reichtums seit Beginn der schriftlichen Überlieferung adressiert worden ist. Denken Sie nur an das geflügelte Wort "Reich wie ein Krösus". Oder "Eher geht ein Tau durch ein Nadelöhr als dass ein Reicher in den Himmel kommt" (ebenfalls aus biblichen Zeiten). (Btw: Das Zitat in der übl. Formulierung mit "Kamel" anstatt "Tau" beruht auf einem Übersetzungsfehler).

    Eine letzte Bemerkung: Elaboriertere Gesellschaftssimulationen wie die geschilderte werden in einigen Jahrzehnten zum politischen Tagesgeschäft gehören und zu einer rationaleren Politik führen.

    MfG H.-J. S.

    P.S.
    Wie meine Wette aussah: Ich hatte vermutet, dass Vince Ebert etwas der Geschwindigkeitsverteilung direkt analoges verargumentiert hätte.

  • Was noch nicht ist, kann (und wird) noch werden!

    09.12.2017, Ludwig Knoblauch
    Niemand kann in die Zukunft sehen - welcher Mensch hätte ahnen können, welche weltweite Umwälzung mit den lächerlichen 8-Bit Singleboardern vor über 40 Jahren begann. Ich (70) bin lebenslanger fanatischer SF-Leser und technischer Software-Entwickler gewesen. Das, was sich SF-Autoren damals mit größtmöglicher Phantasie auf dem Gebiet der Informationstechnologie ausdenken konnten, wurde weit übertroffen - nicht nur was die Leistungsfähigkeit der Maschinen betrifft, sondern vor allem deren Anwendung in allen Lebensbereichen und die radikale Abhängigkeit unserer Zivilisation von dieser Technologie.

    Wenn heute Leute mit scheinbar drastischen Spekulationen vor dem warnen, was zwingend auf der Roadmap der Waffenentwickler liegt und mit Hilfe der IT möglich sein wird, dann ist nur eines dazu anzumerken: es wird viel, viel dicker kommen. Dieses Video ist keine Panikmache, sondern spiegelt den verzweifelten Willen, das Unaufhaltsame aufzuhalten. Unaufhaltsam, weil: a) es technisch möglich sein wird, b) es den Mächtigen die Durchsetzung ihrer Ziele verspricht c) der militär-industrielle Komplex daran verdienen wird.

    Ein Kleinreden nach dem Motto "Das funktioniert ja heute alles noch nicht" erinnert mich an Douglas Adams' "Gefahr-Sens-O-Matic-Brille" für Zaphod Beeblebrox. Die wurde bei Gefahr einfach schwarz und undurchsichtig. Aber auch die plötzliche Verdunkelung des Gesichtsfeldes kann man ja zumindest als Warnung ansehen - und so erlebe ich auch heute die massenhafte Vogel-Strauß-Reaktion von Politik, Medien und Öffentlichkeit als Warnung: irgendwie spüren alle, dass da was Übles auf uns zukommt - und wer möchte da schon hinschauen? Doch nur diese ewigen Schwarzseher. _Die_ sind es doch, die einem den Tag verderben. Alles andere wird schon nicht sooo schlimm sein.
  • Die Ursache der Gottesidee

    09.12.2017, Bernd Boeske
    Die Ursache der Gottesidee -, die lediglich als Fiktion anzusehen ist, weil kein Nachweis einer materiellen Existenz möglich ist, - sind die materiellen Beziehungen wie die materielle Existenz des Menschen, der nach den Ursachen von Natur und Gesellschaft fragt. Die Erhaltungssätze der Physik, insbesondere das Energieerhaltungsgesetz, lassen nichts Immaterielles zu, so daß auch unsere Gedanken und unser Bewußtsein als etwas Materielles bzw. Energetisches anzusehen sind und damit die Idee von den Geistern und Göttern lediglich falsche Vorstellungen von Natur und Gesellschaft beinhaltet.

    https://wordpress.com/view/wartenaufdiegrosseliebedotcom.wordpress.com
  • Aber die Computersimulation stützt doch gerade die Linken...

    09.12.2017, dazydee
    Wenn ich das richtig verstanden habe, haben die Autoren der verlinkten Veröffentlichung auch an einigen Stellschrauben ihres Modells gedreht und je nachdem kamen Vermögensverteilungen mit mehr oder weniger Ungleichheit heraus.

    Eine Dämpfung der Ungleichverteilung konnte z.B. erreicht werden:
    - durch Beschränkung der Geschäfte (in Größe oder durch örtliche Beschränkung).
    - durch Steuern

    Einfach gesagt: Uneingeschränkter globaler Handel mit niedrigen Steuern (besagter Turbokapitalismus) fördert Ungleichverteilung.


    Die Politik kann also nach dem Modell nie ganz Ungleichverteilung verhindern, aber über Handelsbeschränkungen und Steuern sehr wohl ihr Ausmaß mitbestimmen.
  • An der Wissenschaft vorbei

    09.12.2017, Thomas I.
    Da weiss man gar nicht, wo man anfangen soll.
    1. Wird hier einer einzigen Studie, die darüber hinaus aus einer Computersimulation besteht (deren Aussagekraft immer mit Vorsicht einzuschätzen sind), allgemeine uneingeschränkte Aussagekraft unterstellt.

    2. Scheint die Studie Annahmen und Verhältnisse aus unserem Wirtschaftssystem als Annahmen zu übernehmen (Aktienhandel vs. Alltagsgeschäfte, mit ähnlichen Eigenschaften wie in der Realität). Dann muss man sich nicht wundern, wenn das Ergebnis ähnlich ist, wie das, was in der Realität beobachtet werden kann. Von "natürlich" kann dann nicht die Rede sein. Es gibt/gab sowieso auch Gesellschaften, deren Wirtschaftsordnung komplett anders funktioniert. (siehe z.B. David Graeber: "Schulden")

    3. Ist die korrekte Interpretation des Ergebnisses damit genau die Bestätigung der Aussage dass das Wirtschaftssystem eine autokatalytische Dynamik besitzt, also Reiche unterstützt und Arme benachteiligt. Anders könnte sich kein stabiles Ungleichgewicht zwischen beiden ausbilden. Und das ist genau die Kritik an unserer derzeitigen Wirtschaftsordnung.

    4. Die entscheidende Größe lautet ökonomische Mobilität: "Wie sehr hängt das Einkommen der Kinder von dem der Eltern ab".
    Es gibt soziologische Studien, die (ohne Computersimulationen, dafür aber mit echten Daten) schlüssig darlegen, dass es zwischen verschiedenen Nationen und damit zwischen verschieden ausgestalteten Wirtschaftssystemen durchaus Unterschiede in der ökonomischen Mobilität gibt. Es gibt also Einflussmöglichkeit. (https://www.brookings.edu/wp-content/uploads/2016/07/02_economic_mobility_sawhill_ch3.pdf)

    5. Ist die Frage eher, ob wir als Gesellschaft das so hinnehmen wollen oder aktiv dagegen arbeiten. Ist es gerecht, dass Kinder aus Armen Familien mit großer Wahrscheinlichkeit arm bleiben werden und die aus Reichen Familien reich? (Was zB nach der Studie in 4. (die nicht die einzige dieser Art ist) anzunehmen ist.)
  • Worum geht es hier eigentlich?

    09.12.2017, Martin Anacker
    Die Ungleichheit ist also nicht von der Politik verursacht. So weit, so gut. Aber geht es denn in der ganzen Debatte nicht vielmehr darum, dass es Aufgabe der Politik sein sollte die Ungleichheit im Nachhinein etwas in Richtung mehr Gleichheit zu korrigieren, damit die Unterschiede zwischen Arm und reich nicht immer größer werden?
  • Probleme mit der Wahrnehmumg ?

    09.12.2017, C.von Rossitz
    "Wenn also wieder einmal Sahra Wagenknecht und Roger Köppel bei Anne Will zu cholerischen Irren mit Schnappatmung mutieren".

    Nun , Herr Ebert - enrweder habe Sie noch nie "Anne Will" mit Sahra Wagenknecht gesehen und vermuten bloß mal... oder Ihre Wahnehmung ist etwas schief.

    Gerade Frau Dr. Wagenknecht wird n i e "cholerisch mit Schnappatmung" und "irre" ist sie schon gar nicht.

    Ihr Beitrag grenzt insoweit an Beleidigung. Beleidigung ist strafbar.
  • Invasive Arten: Der Welt Menschenplage weitet sich aus

    09.12.2017, Reika
    "Invasive Arten: Floridas Schlangenplage weitet sich aus"

    Immer häufiger sind in Spektrum.de Artikel über "invasive" Arten zu beobachten.

    Für mich zunehmend erstaunlich, dass der invasivsten Art - nicht nur in Florida - sondern auf dem ganzen Globus, dem Homo sapiens, solch eine ausführliche Würdigung bisher erspart geblieben ist.

    Und welche Konsequenzen würden diesem dann drohen. Denn eines ist sicher:

    Für die einheimische Fauna sind das schlechte Nachrichten, denn die MENSCHEN nehmen zunehmend den Platz an der Spitze der Nahrungskette ein und verdrängen dort Alligatoren und den vom Aussterben bedrohten Floridapanther, eine Unterart des Pumas. Selbst die Krokodile können den MENSCHEN zum Opfer fallen.
  • Auch der Verbraucher…

    09.12.2017, Georg
    Und trotzdem man weiß, dass nicht-einheimische Lebewesen sehr große Einflüsse auf das heimische Ökosystem haben können macht man kaum etwas dagegen. Erst wenn es zu spät ist wie im Falle der Tigerpython, erregt es ein wenig Aufmerksamkeit.

    Vielleicht sollte man grundsätzlich den Handel mit nicht-einheimischen Arten (Tiere und Pflanzen) stärker regulieren und darauf drängen, gebietsheimischer Flora und Fauna den Vortritt zu geben. Wenn dann die Kreuzotter entkommt, dann hat es keine schlimmen Auswirkungen auf das System in Deutschland. Und ein heimische Feld-Ahorn sieht auch besser aus im Garten als ein exotischer Japanischer Zier-Ahorn, Rainfarn passt besser als die Kanadische Goldrute.
  • Frau Yangyang Cheng, danke für Ihre ausfühliche Erklärung.

    09.12.2017, Gerhard Ditsch
    Ich denke, daß es weitaus produktiver und auch sicherer wäre, diese Collider in (West-)Europa zu bauen, als in China.

    Es wäre mir ganz und gar nicht geheuer, solche Maschinen in einem Ein-Parteien-Land zu bauen. Wo die Bewegungs- und Informationsfreiheiten derart eingeschränkt sind und der Chef so etwa bestimmen könnte : "Danke ! Jetzt wo ihr das Ding gebaut und eingestellt habt, gehört es uns, ihr arbeitet nur noch für uns". Natürlich nicht ganz so hart ausgedrückt... Dafür haben sie "feinere" Methoden.

    Auch der zu erwartende und unumgängliche Technologietransfer sollte schon alle Ampeln auf Rot blinken lassen und die Alarmsirenen anwerfen !
    In "unerlaubtem Technologietransfer" ist China ja sowieso schon Weltmeister. Sprich Industriespionage, Hacker, Viren und sonstige Malware.

    Ich nannte willentlich Westeuropa - weil es mir in östlichen Gegenden Europas auf längere Zeit leider auch nicht ganz sicher erscheint, Verzeihung bitte : Mit Polen knirscht es, und die Länder in der östlichen Nordsee befürchten russische Besatzung, Furcht die nicht ganz unbegründet ist :-( . Rußland einen solche Super-High-Tech-Installation gerade vor ihre Westgrenze zu setzen, könnte ihnen eine zusätzliche Anlockung werden. Den russischen Bären lieber nicht aufwecken.

    Man wird mich jetzt paranoisch nennen. Aber die Welt ist nicht rosa wie viele Leute es sich vorstellen wollen, nichts und niemand ist da "lieb und nett" wie man es uns vormachen will. Da ist Hebel gegen Hebel, Druck gegen Druck. Die rosarote Brille absetzen, bitte.
    Wie ich Frau Yangyang Cheng zwischen den Zeilen zu verstehen denke, ist in China leider niemand vor nichts sicher. Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.
  • Auch der Mensch rottet Vögel aus.

    09.12.2017, sigma
    Stellungnahme:
    Ja: http://www.spektrum.de/news/hier-sterben-europas-voegel/1401882
    http://www.spektrum.de/news/die-staaten-machen-sich-zu-komplizen-des-toetens/1074433
    http://www.spektrum.de/news/gefaehrliche-reise/943829
  • Ich würde das Video nicht als "Panikmache" bezeichnen...

    09.12.2017, Norse Hygg
    eher als sehr dystopische, aber durchaus realistische, Zukunftsvision.

    Man muss kein Experte sein um zu verstehen, dass die im Video dargestellten technischen Vorgänge der Aufnahme und Analyse von Daten, die die hoch-automatisierten Systeme (in diesem Fall die Drohnen), derzeit noch nicht umgesetzt sind. Aber ich finde schon, dass man sich den im Video angesprochenen grundlegenden Problematiken bewusst werden sollte und darüber jetzt diskutieren muss, idealerweise solange die Technik noch nicht in der Lage ist, die dargestellten Funktionen zu erfüllen.
  • Ideologische Disskusion

    08.12.2017, Udo Schreck
    @ Klaus Schröder

    Was passiert wenn Terroristen die Elektronik von Autos auf einer dicht befahrenen Autobahn mittels Störsender manipulieren?

    Die Early-Adopters wird es immer geben. Diese kaufen sich auch einen Spinner, weil es gerade „in“ und „hip“ ist. Ich halte sie für Schwachmaten.
    Car-Sharing wäre für mich keine Option: Ich will MEIN Auto mit MEINEN Gerüchen, MEINEN Flecken, MEINEM Müll -oder eben auch nicht, mit MEINEN Sitzbezügen, MEINER Musik, MEINEN Einstellungen, MEINER Anhängerkupplung, MEINEM Design.

    Außerdem will ich völlig unautonom den verbotenen Feldweg fahren, um Schlaglöcher drumrum oder auch nicht, zum Kompostplatz mit oder ohne vollen Kofferraum, in die Waschanlage wann es mir passt, und den verschlungenen Waldweg bis an das Ufer des Rheins.
    Elektroautos finde ich toll weil sie leise sind, ein extremes Drehmoment haben und keine Schaltung brauchen.
    Den Hauptvorteil sehe ich aber in einer echten UNABHÄNGIGKEIT von gewissen ölfördernden Staaten, deren Kultur ich zutiefst ablehne, und in der Vermeidung von lokalem Ruß.
    Ansonsten gilt:
    Stickoxyde werden maßlos überbewertet, an den menschengemachten Klimawandel glaube ich nicht, egal wie euphorisch unsere Regierung diesen Unsinn verzapft. Beweise GEGEN den menschengemachten Klimawandel gibt es genug; aber nur dort wo die „Expertisen“ NICHT von der Regierung in Auftrag gegeben wurden.
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