Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • es geht nicht um frau glover

    16.11.2014, gerald pasiciel
    es geht nicht um frau glover und ihre haltung zur gentechnik, oder welche positionen sie auch immer vertreten mag. es geht um eine politische instituition.
    wenn die europäische kommission den posten des wissenschaftlichen chefberaters
    abschafft, dann doch nicht weil irgendwelche ngos das wollen.
    das ist selbstverstaendlich eine politische entscheidung.
    da ist doch jemand in die argumentative falle geraten.
    das ist gaengige parteipolitik, der immerwaerende wahlkampf. man versucht den politischen gegner zu diskreditieren.
    mit der eher simplen argumentation: "die gruenen verbaende wollten es ja so."
    wie einfach die welt doch ist ...
    es geht aber, wie immer gerade in der europaeischen politik, um den jeweiligen einfluss den wirtschaftliche und politische kraefte haben.
    da haben jedoch, nach wie vor, unweltschutzverbaende so gut wie keinen.
    man braucht sich nur die bekannten zahlen ueber lobbyismus in der eg ansehen.
    etwas weniger religioeser eifer und eine differenziertere sicht waere angebracht gewesen, herr fischer!
    ( zugegeben, dieser offene brief war natuerlich eine steilvorlage fuer etwaige politische konkurrenten und ist mindestens als politisch naiv zu bezeichnen.)
  • Ein schlimmer Schritt zurück in Richtung Mitttelalter

    15.11.2014, Dr. J. Götz
    Man kann den wissenschaftlichen Experten nur zustimmen, dass die Abschaffung dieser Funktion ein ganz schlimmer Schritt zurück ist - und zwar in Richtung Mittelalter.
    Grundsätzlich sollte die Wissenschaft frei bleiben von politischer Gängelei und - da die Initiative von den Grünen ausgeht, ist politischer Fundamentalismus zu unterstellen.
    Fakt ist, dass Politiker Beratung zu wissenschaftlichen Entwicklungen brauchen, da sie in der Regel diese Kenntnisse nicht haben und auch nicht die Zeit und Möglichkeit, sich diese anzueignen im politischen Tagesgeschäft. Aus genau dem Grund ist die wissenschaftliche Fachberatung der Politik durch ausgewiesene Experten so notwendig. Es stellt sich die Frage, ob sich die EU- Kommission zukünftig etwa durch ein der deutschen Ethikkommission vergleichbares Gremium - wie bei der deutschen Energiewende - beraten lassen will. Hierzu verweise ich auf den vor geraumer Zeit im Spektrum erschienenen Beitrag von Herrn Prof. Klein: die Ethikkommission war in der Mehrheit gerade nicht mit auf dem Gebiet von Energiefragen gestandenen Ingenieuren, Naturwissenschaftlern und Technikern besetzt. Das Ergebnis bekommen die Stromkunden jetzt zu spüren: laut Mitteilung vom Statistischem Bundesamt am 9./10. Oktober haben sich die Stromkosten für die privaten Verbraucher seit 2000 fast verdoppelt (+92%). Es ist im Rahmen dieses Kommentars nicht möglich, alle Sachzusammenhänge detailliert auszuführen, worauf hingewiesen werden soll, ist: politische Entscheidungen dürfen nicht von Wunschdenken geprägt sein, sondern auf solidem Fundament von Wissenschaft, Ingenieurskunst und anderem Fachwissen beruhen. Genau das wird mit der Entscheidung aber in Frage gestellt.
  • Ein guter und ehrlicher Artikel!

    15.11.2014, Dr. Thomas Potuschak
    Fuer den Poster vor mir: Anne glover wurde nicht als "befangen" eingestuft, sie vertritt den wisenschaftlichen Konsenus, der sich halt leider nicht dem Zeitgeist entspricht.
  • Vorbehalt auch gegen Umweltkommissar Vella

    15.11.2014, Dr Hans-Joachim Scheel
    wenn die wissenschaftliche Chefberaterin der EU abgesetzt wird, weil man sie als befangen einstufte, muss man auch den neuen Umweltkommissar Vella genauer unter die Lupe nehmen. der ehemalige maltesische Touristikminister ist in Korruptionsfälle verwickelt und gilt als Befürwörter des Vogelmord an ziehenden Singvögeln auf Malta. solche Leute gehören nicht auf solche Positionen, weil sie äusserst unglaubwürdig sind
  • Danke ! Endlich !

    15.11.2014, Michael
    Sehr guter und Neutraler Artikel zum Thema.

  • Koranfragment

    14.11.2014, howetzel
    Unter Ma VI 165 wird im Katalog von nur einem

    "Kufisches Koranfragment, enthaltend Sure 17,37-36,57"

    und nicht vom Koran gesprochen
  • Stellungnahme zu "Die antike Mathematik"

    14.11.2014, Peter Jonke
    Im Heft "Spektrum der Wissenschaft" 5/14 wird auf Seite 95 das oben erwähnte Buch vom Rezensent Heinz Klaus Stick sehr gelobt. Ich kann nur der Aussage, dass dieses Buch gute Bilder enthält, zustimmen. Leider sind sehr viele Fehler in Formeln enthalten und die in der Beweisführung gewählten Bezeichnungen (von Punkten, Strecken, Winkeln) passen mit der in den Zeichnungen enthaltenen nicht zusammen. Ich habe den Eindruck, dass die Texte diktiert und nicht immer richtig verstanden wurden. Eine Auflistung von Fehlern in Stichworten bis zur Seite 176 hat bei mir bereits 4 Seiten einer WORD-Datei gefüllt. Weder vom Rezensenten des Verlags noch vom Herrn Strick kann das Buch wirklich gelesen worden sein. Ich hoffe, dass andere Beiträge besser recherchiert bzw. gelesen wurden. Ansonsten finde ich immer viele gute Artikel in jedem Spektrum-Heft!
  • Bei Nebel

    13.11.2014, Gottfried Heumesser
    könnte auch schon eine Infrarot-Kamera helfen. Techniker könnten ja auch außerhalb des menschlichen Spektrums schauen, Wie dabei allerdings die Verkehrzeichen aussehen wäre noch zu erforschen. Eine IR-Kamera würde auch mehr bringen als allfällige Rückfahr-Kameras in diversen "Nobel-Hobeln".
  • Autonome Bahn am "Musterbeispiel" autonomer Autos?

    13.11.2014, Artikelvergleicher
    In dem oben verlinkten Artikel bzgl autonomen Fahren von Autos steht u.a.
    "Aber die wachsende Rolle von Assistenzsystemen berge auch Gefahren, warnen Psychologen: Sie nehmen den Spaß am Fahren und senken damit die Aufmerksamkeit. Der Fahrer der näheren Zukunft muss sein Auto zumindest noch überwachen."

    - Die naheliegendste Folgerung aus der Passage scheint mir ein vom Fahrer zu betätigender Überwachungsmechanismus zu sein, ähnlich wie er aktuell bei Lokführern Verwendung findet ... gegen den sie sich hier aber aussprechen.
    Beißt sich das nicht etwas gegenseitig?


    "Autos fahren schon heute autonom auf der Autobahn, wenngleich vorerst nur im Probebetrieb. Aber technologisch gilt das als gelöst."

    - Unter Optimalbedingungen mag es wohl weitreichend klappen.
    Zum einen äußert sich selbst der von Ihnen verlinkte Beitrag aber selbst etwas kritischer dazu, zum anderen erweckt auch einer der neuesten Artikel hier einen etwas anderen Eindruck:
    http://www.spektrum.de/news/kaum-chancen-bei-regen/1318141
  • Eurosklerosis?

    13.11.2014, Paul R. Woods
    Glückwunsch an ESA und an alle Beteiligten!
    Ist die erfolgreiche Ankunft von Rosetta und die ebenfalls geglückte Landung von Philae nicht der endgültige Nachweis, dass an den von manchen gern angeführten "Eurosklerosis" nichts dran ist? Und das eine Vielzahl von Institutionen aus vielen Ländern dennoch erfolgreich zusammenarbeiten kann?
  • sifa

    12.11.2014, Sifatastendrücker
    Die Sifa nimmt keinen Raum da die Betätigung als automatismus funktioniert. ICE fahren kann jeder da es Technisch einfach ist bzw der Zug immer die gleichen vorhanden Bremshundertstel hat. Könnte auch ein PC da gebe ich ihnen recht jedoch nur im regelmäßigen Bahn Betrieb bei unregelmäßigen wohl kaum realisierbar. Fahren sie doch mal im Güterverkehr mit auf einer Baureihe 232 (Bestand aus der UdSSR) mit einem Kesselzug. (Bei einem beladenen Kesselzug versagt auch bei Neubau Lokomotiven die AFB weil es die Technik nicht schafft. Der Tf schon). Und eine U-Bahn mit der normalen Bahn zu vergleichen ist eine Unsitte
  • Falsche Zahlen

    11.11.2014, Walter Reich
    Der Vorteil von Ebola ist, dass es erst im Endstadium der Krankheit wirklich richtig ansteckend ist. Dann aber richtig. Deshalb infizieren sich vorallem die Menschen die den Kranken pflegen oder transportieren. Deshalb ist die Ansteckungsrate auch so gering. Lustig ist, dass die Model mit ganz falschen Zahlen erstellt wurden. Es gibt nämlich einen Unterschied zwischen der Gesamtmenge aller Infizierten und der aktuell Infizierten. Die Zahl der aktuell Infizierten beträgt nämlich nicht 13.000, sondern etwa 500-1.000 (offiziell erfasste). Wobei diese Infizierten für die Berechnung nur eine untergeordnete Rolle spielen, weil die meisten von diesen offiziell registrierten Infizierten ja bereits in einer Ebola-Krankenstation versorgt werden und somit weit unter der 1,5er Ansteckungsrate liegen sollten. Gehen wir davon aus, dass die Dunkelziffer 2x so hoch ist, also etwa 1.000 Infizierte, dann brauch es noch eine ganze Weile bis wir bei 47.000 aktuell Infizierten ankommen (Ansteckungsrate x1,5 und Inkubationszeit 10 Tage). Letztlich hilft so oder so nur der Impfstoff.
  • Quelle surprise...

    11.11.2014, S. Hancker
    Wer hätte das gedacht. Wenn Menschen zu einem Wahrsager gehen, nimmt Sie - zu Recht - niemand ernst. Aber wenn Menschen ihre Vorhersagen über die Zukunft auf Berechnungen stützen und mit Fachbegriffen aus Pseudowissenschaften um sich werfen, dann soll man diese ernst nehmen? Wohl kaum. Schön sind auch immer derartige Vorhersagen, wenn die Autoren noch anfügen "Wenn alles so bleibt..." - wann ist denn mal alles so geblieben wie es gerade ist?

    Derartige Studien mögen fachlich korrekt ausgeführt sein und ich möchte auch nicht bezweifeln, dass sich die entsprechenden Wissenschaftler etwas bei ihren Modellen gedacht haben und damit versuchen wollten, die Öffentlichkeit besser auf das vorbereiten zu können, was eventuell auf sie zu kommt. Aber diese Studien kann man als denkender Mensch doch nicht ernst nehmen. Niemand kann voraussehen, wie sich solche Krankheiten verbreiten, niemand kann absehen, wie gut oder weniger gut Hilfsmaßnahmen greifen oder nicht (oder gar welche Hilfsmaßnahmen überhaupt ausgeführt werden) - es ist schlicht unmöglich. Und selbst wenn dann ein Vorhersageergebnis eintritt - die Ebola Epidemie ist das perfektes Beispiel: Bei derartig vielen Vorhersagen mit derartig verschiedenen Ausgangsszenarien ist es dann auch kein Wunder, wenn ein Ergebnis die Realität trifft. Auch im Lotto gewinnt immer mal wieder ein Teilnehmer...
  • Woher kommt das Eisen?

    11.11.2014, Alex. Lokowand
    Um wirklich einen Effekt auf das Klima zu erzeugen, müssen gigantische Mengen Eisen für die "Düngung" verwendet werden. Woher soll dieses Eisen kommen? Laut Wikipedia ist Eisensulfat ein Abfallstoff der chemischen Industrie. Geht es hier wirklich um das Klima / die Wissenschaft? Oder soll ein Abfallstoff billig verklappt werden?

  • Sifa

    11.11.2014, Sifatastendrücker
    Netter Beitrag der doch wieder einmal beweist wie wenig über den Beruf des Tf bekannt ist. Dazu sollte man auch betrachten wie viele Richtlinien und Konzern Richtlinien bzw Weisungen sich ständig im Kopf eines Tf "befinden" Was mehreren hundert 100 Vorschrift sind (z.b 408, 301, 915.01, 936.95 um nur ein Bruchteil zu nennen) . Sonst wäre es wohl keine 3 jährige IHK Ausbildung zum EiB l/t wenn man nur ein pedal bedienen muss. Nebenbei zur Verdeutlichung: Die Sofa muss im Vorbereitungsdienst je nach Bauart und Tfz Art geprüft werden. Aber halt ich habe vergessen das der Tf nur einen Sicherheitsfahrschalter bedient und sonst glotzt. Das aber scheinbar immer noch mehr Arbeit darstellt als dieser schlechte Bericht.
    Antwort der Redaktion:
    Lieber Herr, liebe Frau...,

    es ist nicht meine Intention, den Beruf des Lokführers zu diskreditieren. Ich weiß sehr wohl, dass viel Verantwortung auf Ihnen lastet. Dass die Technik diese Aufgaben übernehmen kann, bedeutet ja nicht, dass Sie profan sind. Im Gegenteil. Ich hatte übrigens vor einiger Zeit die Gelegenheit, für eine Recherche eine Tag lang im Führerstand eines ICE mitzufahren und weiß von daher, wie viel Raum diese Sicherheitsfahrschaltung im Alltag eines Lokführers einnimmt.

    Mit freundlichen Grüßen
    Eva Wolfangel