Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • @Konrad Lehmann: Ungefähr so wie der Irak (oder jeder andere) Krieg?

    02.02.2017, Gast
    Wenn es nicht Menschen gewesen wären, die man bei diesem Verhalten beobachtet hat, sondern, sagen wir, Ameisen oder Wespen oder Hornissen, dann hätte das doch niemanden interessiert, oder?
    Dass Menschen individuelle Beziehungen ausbilden und dabei eine emotionale Wertung ihrer Gruppengenossen haben, ist nichts Neues. Dass sie ihrer Aggression freien Lauf lassen, auch nicht. Dass sie tote Artgenossen fressen oder sonstwie angreifen, lässt sich ebenso durch einfache Reiz-Reaktion-Muster erklären.
    Mir scheint, dass versucht wird, die Episode bloß darum, weil sie von Menschenaffen handelt, auf eine höhere kognitive Bedeutungsebene zu heben, auf der sie nichts zu suchen hat.

    P.S.: z.B.: Eine Bedeutungsebene von Verteidigung von Freiheit, tollen Werten, etc.
    Dabei war es nur ein Menschenverachtender Krieg um Macht, Geld und Öl

  • Ist das Satire?

    02.02.2017, Sebastian Dilcher
    Was soll das denn schon wieder? Ist das Satire? Keiner weiß so richtig worum es geht, aber alle sind hellauf begeistert. Nach den Luftschlössern der Stringtheorie der nächste Verkaufsschlager? Ich würde jedenfalls von solchen Artikeln künftig lieber verschont bleiben..
  • Neo-Geozentrismus ist der falsche Begriff

    02.02.2017, Michael
    den der postuliert, dass es nur auf der Erde Bewusstsein gibt und das ist nun in der Tat sehr vermessen.
  • Buddhismus unschuldig!

    02.02.2017, Kurt Schiemenz
    Die Meinung des Autors, der Buddhismus bemühe metaphysische Vorstellung für den Weg ins Nirvana, beruht auf einer fundamentalen Unkenntnis der Grundlage des Buddhismus. Nirvana ist kein metaphysischen Jenseitsreich, sondern der Bewußtseinszustand eines "Erwachten" (vulgo "Erleuchteten").

    Für den Buddhisten ist die zentrale und erweckende Erkenntnis seine vollständige Verflechtung mit allen Wesen und dem ganzen Kosmos und seine unbedeutende Teilnahme am ständigen Entstehen und Vergehen.

    In dieser Lehre ist kein Platz für einen narzistischen Egozentrismus. Es geht grundlegend um dessen Überwindung.
  • Kommentar mehr als "Hintergrund"

    02.02.2017, Florenz
    Interessante Gedankengänge! Und meinetwegen kann jemand Neil de Grasse Tyson und Elon Musk zu Kreationisten erklären. Aber ein Vorschlag wäre, Kommentare als Kommentare und Meldungen als Meldungen zu kennzeichnen...(?)
  • Problemverschiebung

    02.02.2017, Peter Pan
    Das ist die klassische Methode der Problemverschiebung. Wenn denn Bewusstsein, Geist oder Sonstwas die Welt erschaffen hat, woher kommt dann Bewusstsein, Geist oder Sonstwas? Man steht damit immer wieder bei der Ausgangsfrage. Eine Lösung kann logischerweise nur in einem Prozess der Selbsterschaffung liegen. Die physikalische Gesetzmäßigkeit dafür zu verstehen ist die noch ungelöste Aufgabe. Wenn dabei neue Definitionen von Bewusstsein helfen können, dann nur zu. Solange derartige Theorien auch Voraussagungen machen können, die dann experimentell überprüfbar sind, darf man das sogar Wissenschaft nennen.
  • Wissenschaft ist ein Friedhof für gestorbene Theorien.

    02.02.2017, Ulrich Scholz
    Außerhalb der Mathematik ist eigentlich alles Meta-Physik. Die „Dinge“ sind so, wie man glaubt, dass sie sind. Realität ist eine Konstruktion des Hirns. John Horgan diskutiert Konstruktionen. In diesem Sinne ist der Urknall eine Konstruktion genauso wie die Schöpfungsgeschichte.

    Der Konstruktivismus ist eine viable (funktionierende) Philosophie. Sie integriert Natur- und Geisteswissenschaften und - was das entscheidende ist – sie ist ethisch. Impliziert sie doch Toleranz und Nächstenliebe. Einer der Urväter des Konstruktivismus, Heinz von Foerster, schrieb: „Handle stets so, dass die Anzahl Deiner Möglichkeiten zunimmt.“ Wer sich auf diese Philosophie einlässt, bekommt eine ganz neue Sichtweise auf die „Dinge“, im Kleinen wie im Großen. Eine Erklärung: http://www.kamus-quantum.de/kamusquantum
  • Die Wahl des eigenen Universums

    02.02.2017, Claus Thies-von der Bey
    Beweise ich meine Existenz durch Nachdenken über das Universum? Ich denke oft nicht nur über das bestehende Universum nach, sondern habe Vorstellungen von der Vergangenheit und der Zukunft. Ja, ich habe sogar ein Bild der Gegenwart, das oft mehr mit meinem Selbstbild als mit der mich umgebenden Materie gemein hat. Meiner Meinung nach schaffen wir das Universumsabbild in unserem Bewustsein und wir erschaffen es einschliesslich unserer darüber nachdenkenden Gedanken. "Ich denke also bin ich" reicht mir hier nicht. "Das Universum existiert also bin ich" geht schon eher in die Richtung. Ich halte es für am Sinnvollsten, in die Richtung zu überlegen, dass wir das Universum einschliesslich Zukunft und Vergangenheit in der Gegenwart wählen. Und das die Option wählen zu können die originäre Funktion des Bewusstseins ist. Vom Wählen zum Erschaffen ist es aber ein weiter Schritt, den man aus Gründen der Demut (als evolutionäres Erfolgskonzept) nur mit sehr guten Argumenten gehen sollte.
  • Die Krux mit dem Dogma

    02.02.2017, sven
    Lustig, der Autor zeigt auf dass ein geozentrisches Weltbild eigentlich purer Narzismuss ist, geht dann aber bei der Frage nach anderen Bewußstseinsarten wieder von "unseren Verstand, unser Bewusstsein" aus. :D :D :D

    Da fragt man sich doch, ob der Autor wenigstens für sich schon mal die Frage "Was ist Bewußstein?" klären konnte.

    Denn ohne Erklärung was Bewußtsein ist, kann auch der akribischst genaustens arbeitende Wissenschaftler (oder eben ein Journalist (wtf?!)) keine Schlüsse ziehen, weder zum bestätigen noch zum widerlegen. Das wäre dann nur Glauben(!). Das darf natürlich jeder wie er lustig ist, sollte dann aber im Artikel auch so rüber kommen ;)

    PS: framing funktioniert natürlich trotzdem (nice try)
  • Saurer Wein in alten Schläuchen

    02.02.2017, U. Engmann
    1. Gehen wir von der Natur des expandierenden Universums aus, denn befindet sich jeglicher Beobachter, egal in welchem Teil desselben, doch immer in dessen Mittelpunkt. Alles bewegt sich vom Beobachter weg. Jegliche Materie aus der der Beobachter und dessen Umgebung besteht, war von Anfang an in einem, relativ zum Gesamten, recht kleinen Raumvolumen vorhanden.

    2. Man kann doch postulieren, das ein Universum welches nicht in der Lage ist ein beobachtendes Bewusstsein zu generieren, irrelevant ist. Es ist egal ob es existiert oder nicht, weil niemand da ist den es interessiert.

    3. Jeder kann sein eigenes egozentrisches Universum für sich beanspruchen. denn ALLES wechselwirkt aus der Vergangenheit mit IHM. ER allein ist die Gegenwart. Die Gegenwart entsteht erst durch sein Bewusstsein.
  • Keine Theorie ... dem Mysterium unserer Existenz gerecht werden kann.

    02.02.2017, Armin Ehrenreich
    Natürlich können naturwissenschaftliche Theorien das: Es gibt Theorien und Beobachtungen, die die Entstehung von Leben plausibel erklären.
    Es gibt die Evolutionstheorie, die die Evolution höherer Organismen mit einer Unzahl von Beweisen aus verschiedensten Wissenschaftsgebieten sehr gut erklärt.
    Neben der Physiologie und der Morphologie der Körper erstreckt sich die Evolution auch auf Gehirn und Verhalten, die ebenso evolviert sind, wie alle anderen Eigenschaften von Lebewesen auch.
    Das erklärt das Verhalten des Menschen und seine Antriebe und Gefühle einschließlich Religion und ähnlichem Gruppenverhalten.
    Ein Teil dieses angeborenen, evolvierten Verhaltens ist der Drang, sich selbst als besonders wichtig anzusehen, sozusagen als die Mitte der Welt, ach was, des Universums ...
  • Irrationale Haltung

    02.02.2017, Werner Kohl
    Der Autor möchte sich nicht von der überholten Vorstellung verabschieden, dass der Pluto ein echter Planet sei und dass unser Sonnensystem 9 Planeten besitze.
    Dies ist bereits ein Widerspruch in sich.

    Wenn Pluto als Planet gerechnet wird, müssen auch andere Zwergplaneten (z.B. Eris, mit 2326 km Äquatordurchmesser beinahe so groß wie Pluto) als echte Planeten gelten.

    Welches in sich schlüssige Kriterium für die Einstufung als Planet möchte denn der Autor heranziehen?

    Die Größe kann es nicht sein. Dann müsste der Erdmond auch als Planet eingestuft werden. Diverse echte Monde im Sonnensystem sind im übrigen größer als Pluto.

    Der Zentralkörper kann auch nicht ausschlaggebend sein.
    Dann müsste (neben allen Kleinplaneten) der Mond ebenfalls als Planet gelten, da dessen Zentralkörper nicht - wie manche meinen - die Erde ist, sondern die Sonne. Diese übt die etwa doppelte Anziehungskraft auf ihn aus wie die Erde.

    Also funktioniert auch nicht die Kombination beider obigen Kriterien.

    Michael E. Brown hatte völlig Recht, als er die Aberkennung des Planetenstatus für Pluto durchsetzte. Sein Buch "Wie ich Pluto zur Strecke brachte: und warum er es nicht anders verdient hat" finde ich sehr lesenswert.
  • Die Wissenschaftler sollten nicht allzu dick auftragen

    02.02.2017, Carl Strutinski
    Ich bin alles andere als ein "wissenschaftsskeptischer Konservativer". Ich bin sogar ein Wissenschaftler, allerdings einer, der, genau wie der zitierte Young, weiß, dass "Wissenschaftler in Berichten über ihre Forschung zu dick auftragen, ... unbequeme Ergebnisse unter den Tisch fallen lassen oder ... mit scharfer Rhetorik gegen anders Denkende wettern".
    Und deshalb meine ich, sollten sie nicht allzu dick auftragen, denn ob es ihnen bekannt ist oder nicht, ob es ihnen passt oder nicht, die Mehrheit hat sich auch zu einer Art "Establishment" emporstilisiert, die vorgibt, was Wissenschaft und was ihrer Meinung nach Pseudowissenschaft zu sein hat. Es ist nur logisch, dass man jetzt um seine Pfründe bangt und sich solidarisch zeigt.
  • Naja

    02.02.2017, Roman
    Ich würde dem letzten Abschnitt am deutlichsten Zustimmen: Selbstüberhöhung ist hier wohl, wie in allen Religionen, der Vater des geozentrischen Gedankens. Ich kann die Liste noch erweitern: Thomas Nagel, einer der berühmtesten zeitgenössischen Philosophen hat vor ein paar Jahren ein Buch dazu geschrieben, leider aber darin deutlich gemacht, dass man Evolutionsbiologie als Wissenschaft lieber den Biologen überlassen sollte. Für mich deutet gerade die wachsende Bedeutung der Psychologie und Neurologie für unser aktuelles Weltbild darauf hin, dass es doch eher so ist, wie schon länger Mainstream-Denken: Wir sind Zufall. Es gibt zwar evolutionäre Trends, zum Beispiel zur höherer Intelligenz, das ist aber eine logische Folge, nicht die Voraussetzung der evolutionären Mechanismen.
  • Was ist daran so bemerkenswert?

    02.02.2017, Konrad Lehmann
    Wenn es nicht Schimpansen gewesen wären, die man bei diesem Verhalten beobachtet hat, sondern, sagen wir, Wölfe oder Hühner oder Buntbarsche, dann hätte das doch niemanden interessiert, oder? Dass Tiere individuelle Beziehungen ausbilden und dabei eine emotionale Wertung ihrer Gruppengenossen haben, ist nichts Neues. Dass sie ihrer Aggression freien Lauf lassen, auch nicht. Dass sie tote Artgenossen fressen oder sonstwie angreifen, lässt sich ebenso durch einfache Reiz-Reaktion-Muster erklären.
    Mir scheint, dass versucht wird, die Episode bloß darum, weil sie von Menschenaffen handelt, auf eine höhere kognitive Bedeutungsebene zu heben, auf der sie nichts zu suchen hat.