Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Missgunst?

    07.02.2018, Sascha
    Da scheint jemand neidisch zu sein. Anstatt zu pöbeln sollte man erstmal Anerkennung zeigen. Ob eine Entdeckung neu ist oder nicht ... in der Größenordnung und so präzise wurden die Maya noch nicht präsentiert. Archäologie ist in der Öffentlichkeit unterrepräsentiert, sie braucht die Öffentlichkeit, auch um das Interesse in den Schutz dieser Stätten zu wecken.
  • Korrektur

    07.02.2018, Jochen Reichardt, Kambodscha
    "Einsatzorte waren beispielsweise die Tempel im kambodschanischen Angkor Wat..."
    Es muss heißen ...im kambodschanischen ( Gebiet ) von Angkor. Angkor Wat ist
    nur ein Tempel in diesem Areal.
  • Gehört Spektrum nun zur Cannabis-Lobby?

    06.02.2018, Sebastian
    Beim Lesen des Artikels musste ich mir echt diese Frage stellen, bzw. ob der Autor Lars Fischer selbst zum Konsumentenkreis gehört?
    Denn scheinbar übernimmt er fast unhinterfragt die Argumente jener Lobby.
    Dass die deutschen Gesetzeshüter mit der Drogenkriminalität überfordert sind ist nicht neu. Daraus eine Legitimation abzuleiten ist aber einfach unsinnig, sonst könnten sämtliche Kriminelle darauf bauen, dass ihr Handeln legalisiert wird, wenn diese Straftaten nur im ausreichenden Maße praktiziert werden.
    Dass das Gefahrenpotential sich in etwa auf dem gleichen Niveau bewegt, wie bereits legale Drogen (Tabak, Alkohol) ist ebenfalls ein beliebtes Argument von Konsumenten und Lobbyisten. Es entbehrt aber jeglicher Grundlage, denn Drogen (auch Cannabis) sind schädlich. Es gehen schon genug Leute an den bereits legalen Drogen zu Grunde - es ist hirnrissig zu behaupten, dass wir noch mehr Möglichkeiten benötigen, womit sich die Leute kaputt machen können!
    Wer meint, dass Verbote nichts bringen, aber behauptet spezialisierte Abgabestelle einen Konsum bei Kindern und Jugendlichen verhindern rennt in ein Paradoxon. Auf der einen Seite sollen Verbote ja nichts bringen und daher Cannabis erlaubt werden, aber bei Kinder und Jugendlichen sollen diese Verbote auf einmal wirksam sein? Lächerlich!

    Interessanter Weise hat der Autor am Ende doch noch etwas kluges gesagt:
    Es ist ein "gesellschaftlicher Trend"! Dieser gesellschaftliche Trend hört jedoch nicht nach einer Cannabis-Legalisierung auf - danach kommen die Pumper aus dem Fitnessstudio, welche ihre Anabolika legalisiert haben wollen und danach weitere Gruppen. Immer schön in dünnen Scheiben, bis am Ende die harten Drogen dran sind (es gibt selbst jetzt schon Personen, die meinen man müsse auch die harten Drogen legalisieren).
    Es handelt sich also bei der Cannabis-Legalisierung um eine Grenzaufweichung. Fällt diese Grenze, stehen auch die Verbote der anderen Mittel im Wanken.
    Ein gesellschaftlicher Trend ist jedoch keine Einbahnstraße. Man kann diesem Trend entgegen wirken, wenn man nur möchte. Von staatlicher Seite, aber auch als Autor eines wissenschaftlichen Magazins. Wie gesagt: Wenn der Wille dafür vorhanden ist. Scheinbar haben aber mittlerweile Konsumenten Lobbyisten ausreichend viel Einfluss, in beiden genannten Stellen.
  • Mangelndes Niveau und möglicherweise gesteuert (?)

    06.02.2018, Ralf Meyerhof
    Der Beitrag von Herrn Honey hat mich schockiert. Möglich, dass der WWF polemisierend darstellt und damit den Ton verfehlt.
    Ich bin kein Wissenschaftler und habe mich an eine andere Stelle gewandt, die an dieser Front aktiv ist mit Recherchen und Veröffentlichungen: "campact!". Einige Links arbeiten verschiedene Behauptungen und Aspekte auf.
    https://blog.campact.de/2017/07/glyphosat-studien-verfaelscht/
    https://blog.campact.de/2017/12/pestizid-chef-ueberfuehrt/
    https://support.campact.de/kb/24-glyphosat-muss-vom-tisch
    https://www.campact.de/glyphosat/appell/5-minuten-info/
    Ich bin geneigt, eher diesen Darstellungen zu glauben als den beruhigenden und abwiegelnden Ausführungen des Herrn Honey.
  • Was für ein

    06.02.2018, Udo Schreck
    Nerviger, schreiend plärrender Mensch im Video. Leider musste ich es umgehend wieder schließen. Da gilt wohl wie in vielen anderen Bereichen:
    Hauptsache anders, neu und bunt.
  • Laengst bekannt

    06.02.2018, Stasiopfer_in_USA
    Endlich mal ein Artikel, der diese Pseudosensation aufdeckt. Schon 1995 wurde in D. ein Film darueber gezeigt und eine Idee, warum sie ausstarben. Man fand Ueberreste einer Mauer, welche quer ueber Treppen und and Gebaeuden vorbei entlang lief. Sie haben sich in der Endphase gegenseitig umgebracht, meinte der Moderator, dessen Namen ich vergessen habe.
    Ich liebe solche Artikel hier im Spektrum, denn ich war in der DDR an Ausgrabungen beteiligt.
  • Enumerierbarkeit

    06.02.2018, Detlef Kroll
    Rechnen lässt sich mit allen Mengen, bei denen für jedes Element genau ein Nachfolger (Successor) definiert ist. Dadurch sind diese dann aufzählbar und alle weiteren Berechnungen basieren auf dieser Eigenschaft.

    Wenn ich definiere, dass Rot der Nachfolger von Gelb ist und Blau der Nachfolger von Rot, dann kann ich auch mit Farben rechnen.

    Von "Formeln" spricht übrigens nur der Chemiker oder Physiker, der Mathematiker nennt das "Gleichungen" (so habe ich das in der Schule gelernt).
  • Hanf statt Plastik

    06.02.2018, Detlef Kroll
    Wir verzichten durch die Stigmatisierung auf eine seit 5.000 Jahren genutzte Kulturpflanze, die auch in unseren Breitengraden gut wächst. Kaum etwas wächst so schnell wie dieses einjährige Kraut und lässt sich so vielseitig verarbeiten.

    In den Weltmeeren sammelt sich trotz allem Recycling nach nur 70 Jahren Nutzung derart viel Plastikmüll an, dass manche von einem sechsten Kontinent sprechen. Durch die Nahrungskette vernichtet es langfristig ganze Ökosysteme und landet schliesslich wieder auf unserem Teller.

    Wir machen gerade die Erfahrung, dass sich so ziemlich alles, was wir nutzen, 50 Jahre später gleichmässig verteilt in den Meeren und der gesamten Troposphäre wiederfindet. Von Plastk bis Radioaktivität. Egal ob wir es direkt in's Meer schütten oder dies so gut es geht zu verhindern versuchen.

    Künftige Generationen müssen dann sehen, wie sie mit unserem ganzen Müll klarkommen. Aber das werden bestimmt alle ganz tolle Physiker und Ingenieure, die alle diese Probleme mit Leichtigkeit bewältigen, da sind wir uns ganz sicher.
  • Und wofür verursachen wir den ganzen Plastikmüll? ...

    06.02.2018, Roland
    ... Für ein wenig Komfort.
    Wir benutzen Plastik einmalig um Waren vom Discounter um die Ecke nach Hause zu transportieren, um zwischen Wohnung und Job noch einen Kaffee zu trinken, damit beim Imbissbudenbesitzer ja kein Abwasch anfällt, um in rotgelben Schnellimbissen einzeln verpackte Snacks vom Tresen zum Verzehrtisch zu transportieren, und vor allen Dingen um vorportionierte Konsumeinheiten bis zum Verbrauch luftdicht und steril zu halten - ein Blick in ein beliebiges Regal von Supermärkten und Discountern spricht Bände.
    Die Entscheidung über diesen Wegschmeiß-Wahnsinn haben Politik und Wirtschaft großzügig in die Hände der Verbraucher gelegt. Wohlwissend, dass es kein Entrinnen gibt und der Rubel rollt. Faulheit und Komfort siegen immer.
    Die Politker entscheiden entschlossen und voller Überzeugung mit staatstragender Miene über Krieg und Frieden sowie über Armut und Reichtum. Aber eine klare Linie gegen Wegschmeißgifte, die hunderte von Jahren Schaden in unserer Umwelt anrichten, war nie wirklich eine Option.
    Zu stark die Verbindungen von Politik und Wirtschaft, zu schwach die Umweltbewegung.
    Dabei wäre es so einfach. Wir haben in Deutschland ein ausgezeichnet funktionierendes Altpapiersystem: Jedwede kurzlebige Verpackung hat aus Altpapier zu bestehen. Waren mit denen dies unmöglich ist, nutzen ein Pfandsystem oder werden in mitgebrachten Behältnissen abgemessen. Bekleidung hat zu 100% aus natürlichen und nachwachsenden Rohstoffen zu bestehen. Jeder würde es verstehen. Ein paar würden meckern. Alle würden letztendlich mitmachen.
    Aber einige wenige Personen und Firmen, denen kurzfristiger Profit über alles geht, verhindern dringend notwendige konsequente Maßnahmen.
  • Bin relativ enttäuscht

    06.02.2018, Daniel Runge
    Ich habe selbst versucht herauszufinden, was an den Vermutungen dieser Bewegung dran ist. Habe nach einer Personenstandserklärung 6 Jahre ohne Perso und Reisepass gelebt und mir, damit ich fliegen kann, einen Staatsangehörigkeitsausweis von meiner Behörde hier in Hamburg ausstellen lassen. Jetzt habe ich wieder einen Perso und beschäftige mich mit anderen Dingen, wie Chemie (Master Studium), Bergsteigen und Co.. Doch weis ich nach wie vor nicht, ob etwas an diesen Geschichten dran ist oder nicht. Neben dem, was ich über unseren Staat gelernt habe bleiben nur zahlreiche Indizien, die für einen ganz und gar nicht souveränes Land sprechen... Und ich würde mir mal irgendeine Stimme wünschen, die auf diese Indizien eingeht und diesen Reichsbürgern die Stirn bietet. Diese Bewegung wächst und wächst, weil niemand von denen weis, woran er ist. Oder weil sie nach Gründen suchen, warum unsere Politik nicht macht, was sie jedoch für selbstverständlich hielten.
  • Missverstanden?

    06.02.2018, Christoph
    Meine Zeit als Philosophie-Student ist schon eine Weile her, aber dies dort als philosophische Auseinander/Analyse, was auch immer zu bezeichnen ist doch etwas hoch gestapelt, oder? Im Grunde zerfällt der Text in zwei Teile, wobei der erste gleichwohl (für mich) etwas verworren ist. (Und ich bin kein Reichsbürger oder wie auch immer diese Menschengruppe sich bezeichnen will, wenn sie ein Problem mit dem Begriff haben, können sie doch einen anderen für sich finden, vielleich die Erleuchteten? Solange sie keinen anbieten, sollen sie ihn zumindest in meinem Text als Platzhalter begreifen)

    Wie dem auch sei, der erste Teil ist eine Sprachanalyse, die ungenau Searle und Peirce verbindet und damit einen "Denkfehler" nachzuweisen versucht, wobei ja gerade durch diese Theorien das Denken beider Gruppen (BRD-Bürger und Reichsbürger) aufgezeigt und in Differenz zueinander gesetzt wird. Ich hätte mir nebst einer genaueren Analyse auch die Unterfütterung durch wirkliche philosophische Theorien gewünscht, entweder Rechtstheoretiker/Staatstheoretiker, die generell erst einmal den Staat und dessen Rechte und Pflichten als Ganzes begründen (Ich denke an Hobbes, Locke oder Rousseau oder ganz andere - vielleicht sogar Kant?)

    Das heißt, in philiosophischer Manier begiebt man sich vor die Stadt um auf sie zu blicken - so war das zumindest meiner Zeit anstelle innerhalb des Rechts-Systems (Luhmann!) zu bleiben und dort hin und her zu argumentieren, denn wie die Kommentare zeigen, die Sprachphilosophie-Kritik trifft die Sache und schon gar die Personen nicht.

    Der zweite Teil ist im Grunde eine schwach angedeutete Auseinandersetzung mit dem Reichsbürger als solchen. Eine Defamierung dieser als geistig arme Menschen. Ob dem so ist, kann ich nicht beurteilen, dazu kenne ich "Reichsbürger" nicht gut genug, wenn es reicht ein Video anzuschauen um einer zu werden, dann erinnert mich das irgendwie an den Horrorfilm "The Ring" - oder anders, wenn ein Video meinen Status verändern kann, dann schaue ich mir lieber das an, in dem ich reich und sexy werde (wenn ich es nicht schon unlängst bin).

    Das im Text beschriebene Phänomen ist auch als Dunning Krueger- Effekt bekannt, dass Menschen mangels ihrer Intelligenz nicht dazu in der Lage sind über den Mangel derselben zu urteilen, da ihnen die Intelligenz, also die Urteilsfähigkeit dazu naheliegenderweise fehlt, oder freier: Dumme Menschen können nun mal nicht wissen, dass sie dumm sind, denn wüssten sie es, wären sie es ja nicht. Dies führt zur Selbstüberschätzung. Aber Vorsicht, derjenige, ist vielleicht der Dümmste, der mit Fingern auf andere zeigt.

    Ob Reichsbürger Opfer dieses Effektes sind kann ich leider nicht beurteilen. Dennoch ist es naheliegend, dass Reichsbürger oft den Eindruck erwecken, dass sie ein Geheimnis für sich gepachtet haben, das sie zwar gern mit allen teilen wollen, aber nur insofern sie die Enteckung des Geheimnisses für sich beanspruchen können. Sie sind also stolz darauf, Erfinder oder Finder des Fehlers zu sein. Und hier will ich gern meine Meinung äußern, bzw. meinen Eindruck weiter verdichten. Dieser Fehler nun, und das wollte der Text vermutlich sagen (nur hat er es nicht), besitzt für mich die Qualität eines banalen Aussprachefehlers - in praktischer Hinsicht ist die Argumentation auf dem Niveau: Ich frage, ob du gern Spinnat isst und du antwortest: Das heißt aber SpinAt - und solange ich das Wort nicht recht ausspreche beantwortest du mir die Frage nicht. Die Probleme, die diese Welt hat: Umwelt, Ernährung/Hunger, Kriege, Sicherheit, Flüchtlinge etc. hängen sich nun daran auf, welchen rechtlichen Status die BRD besitzt? Kommt schon Leute, habt ihr keine anderen Sorgen? Anscheinend nicht. Schade

    Und schade, dass der Text mehr Clickbating als Philosophie ist. Schade in alle Richtungen, nur ich habe recht ;)

    PS: Der Harry Potter - Vergleich ist aber gut gemacht, demnächst, wenn ich von den Buskontrolleuren angesprochen werde, werde ich es mal mit Cave Inimicum probieren....
  • Bilder fehlen

    06.02.2018, g. Gallenberger
    LEIDER SIND IN DEM BEITRAG KEINE BILDER ENTHALTEN (ODER WERDEN AUFGRUND DES WEB-DESIGNS NICHT DARGESTELLT).

    IST DIESER BEITRAG (UND ANDERE BEITRÄGE) AUCH ALS PDF ERHÄLTLICH?
    Stellungnahme:
    Die Bilder älterer Artikel werden noch nach und nach eingepflegt und sollten bald wieder online sein.
  • Zur dunklen Materie und warum sie nicht gefunden wird.

    06.02.2018, Wolfgang Beyer
    Eines lehrt uns die Physik auf jeden Fall: unsere Welt ist symmetrisch aufgebaut. Wenn das so ist, warum sollte es nicht hier auch so sein. Wenn also die Normalmaterie die Eigenschaft der Massenanziehung hat, dann müsste, wendet man das Prinzip der Symmetrie an, die Antimaterie die Eigenschaft der negativen Gravitation besitzen. Man kann mit den Bausteinen der Antimaterie in Experimenten kleine Atome aufbauen, weil die elektrischen Kräfte um etliche Größenordnungen größer sind, als die Gravitationskräfte, aber es würde nie zu einer Zusammenballung von Antimaterie kommen um Sonnen und Planeten zu bilden und die Normalmaterie stößt sich natürlich auch ab. Zu einer Vernichtungsschlacht während des Urknalls konnte es auch nicht kommen, weil der Urknall der einzige Moment war, in dem die gesamte Antimaterie auf kleinstem Raum zusammengedrängt war. Damit konnten sich die Kräfte der Antigravitation ins Unermessliche steigern und haben vielleicht deshalb das All zunächst mit Überlichtgeschwindigkeit ausgedehnt.
    Wo ist die Antimaterie nun abgeblieben? Sie befindet sich fein verteilt zwischen den Galaxien, in den Galaxien, macht deren Bewegungen bis weit in den Leerräumen hinein mit und vor allen Dingen befindet sie sich in den großen Leerräumen zwischen den Clustern.
    Die einzelnen Galaxien bewegen sich nun nicht eigenständig durch das All, sondern sie sind eingebettet in die riesigen das gesamte All erfüllenden Flüsse aus Antimaterie, die gestartet sind im und kurz nach dem Urknall.
  • Kiffen, um den Rausch zu verhindern?

    06.02.2018, Günter Blümel
    Wer nimmt denn Rauschgift, weil darin auch Substanzen sind, die keinen Rausch verursachen? Wie lange muss man kiffen, bevor man das verstehen kann? Besäuft der sich dann auch mit alkoholfreiem Bier?
  • rechtzeitig Abspringen...

    06.02.2018, E. D. Ille
    Ich könnte da mal einen praktischen Fall beitragen: Als ich zu den Vorarbeiten meiner Diplomarbeit 1986 im südlichen Afrika für einige Monate auf einer kleinen Goldmine war, hatte ich mir die Gelegenheit erschnorrt, die benachbarte große Kupfermine zu besuchen. Eigentlich wollte dort die gesamte Managementmannschaft über einen Nebenschacht einfahren, um ein neues Abbaufeld zu begutachten, was aber nicht ging, da am Vortag das Seil des Aufzuges zerrissen war.
    Im Förderkorb (im Prinzip ein übergroßer Blecheimer, mit dem je nach Bedarf Erz oder Personal befördert wird) stand bei Schichtwechsel zum Unfallzeitpunkt nur der Bell-Boy (er kontrolliert in der Mine die Nutzung des Aufzuges und steht dazu mit dem Aufzugführer - Hoistdriver - über Klingelsignale und Grubentelefon in Verbindung), als der Hoistdriver durch ein abruptes Bremsmanöver das Stahlseil reißen ließ. Freier Fall. Alle 30 Meter öffnet sich ein Stollen (Sohlenhöhe) zum Schacht, meist beleuchtet. Der Bellboy hatte nur die eine Chance: Exakt zum richtigen Zeitpunkt die zwei Meter in den nächsten Stollen hineinhechten.
    Da saß er nun am nächsten Tag im Gras neben dem Schacht und schmauchte seine Zigarette. Der Aufzug war noch immer außer Betrieb... und das Management schwer beeindruckt.