Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  1. 1
  2. ...
  3. 6
  4. 7
  5. 8
  6. 9
  7. 10
  8. ...
  9. 665
  • Pfiffige Idee

    18.06.2015, Ricarda Dormeyer
    Dass das Horn des Nashorns aus Keratin besteht und Fingernägel abkauen dieselbe Wirkung hätte, hat bisher weder Wilderer noch Käufer abgehalten.
    Ich finde die Idee mit dem künstlichen Horn großartig und drücke der Firma beide Daumen.

    Das Prinzip scheint mir übrigens ausbaufähig zu sein - Kann nicht mal jemand ein homöopathisches Mittel entwickeln, das diese gefährlichen Masernimpfungen etwas sicherer macht?
  • Ende der Evolution?

    17.06.2015, Hubert
    Wenn sogar "ausgewiesene Forscher" behaupten, die Evolution des Menschen sei zum Stillstand gekommen, dann ist deren Forschungsgebiet hoffentlich nicht die Biologie. Lebewesen können gar nichts anderes als der Evolution unterliegen. Richtig ist nur, dass die Rahmenbedingungen, unter denen sich heute die menschliche Evolution vollzieht, größenteils menschengemacht und nicht natürlichen Ursprungs sind. Aber ob meine körperliche Konstitution mir nun erlaubt (ganz grobschlächtig umrissen), mit einer Infektionskrankeit besser zurechtzukommen oder auf einem Schlachtfeld, das Ergebnis ist das gleiche: Nur der Überlebende hat eine Chance auf Weitergabe seiner Gene in die nächste Generation.
  • Keratin

    17.06.2015, Karl Ludwig
    Das Horn des Nahorns besteht aus Keratin. Ich überlege, ob ich die Schnipsel meiner Fuß- und Fingernägel sammle, sie zu Pulver zermahle und nach Ostasien verhökere. Die Wirkung dürfte die gleiche sein.
    (Ironie off)
  • Etwas ratlos

    17.06.2015, Armin Siepe
    Der Artikel ist schon älter. Gleichwohl interessant - zugleich lässt er mich etwas ratlos.

    Ein spannendes Thema - Holzkohle - nicht nur bedeutender Energielieferant, sondern auch Potential für Bodenfruchtbarkeit (terra preta) - wichtig besonders im globalen Süden.

    Mehrfach macht er Appetit auf mehr: Holzkohle - "eine technisch modernere Herstellung" - "eine verbesserte Produktionsweise" - "durch simple technische Maßnahmen" - könnten so viel Gutes bewirken. Mögliche Vorteile werden gut angesprochen. Mangelnde Umsetzung am Ende kritisiert.

    Aber was sind nun diese verbesserten Herstellungs- und Produktionsweisen, Maßnahmen? Insbesondere unter den Bedingungen des Südens? Leider keine Angaben über die zitierten Worte hinaus.

    Damit wird "die industrialisierte Welt ... die hervorragende Gelegenheit", die sich nur "selten bietet..." wohl nur schwer ergreifen können. Oder erst mit Suche nach mehr Information.

    Grundsätzlich aber danke für die informativen Artikel in Spektrum online!

    Armin Siepe
  • ungeübte Sportler

    17.06.2015, Bernd
    "Deswegen empfehlen sie dringend, beim Einstieg in solche Sportarten lange zuvor mit dem Training zu beginnen."

    Stimmt, die meisten Leute laufen Ultramarathons ja auch eher spontan und unvorbereitet.
    Antwort der Redaktion:
    Es scheint tatsächlich so zu sein, dass einige Leute sich innerhalb etwa eines Monats auf solche extremen Ausdauerleistungen hin hochtrainieren. Das ist zu kurz, weil das Immunsystem so schnell nicht mehr mit kommt.

    L.F.
  • Schatten-Antwort

    16.06.2015, Sascha Grusche
    So, wie man einen Lichtstrahl in einen dunklen Raum und durch ein Prisma schicken kann, kann man auch einen Schattenstrahl in einem hellen Raum durch ein Prisma schicken. Goethe hat die einfachste Version durchgeführt: Er hat Newtons Fensterladen geöffnet und auf das Prisma eine kleine Pappscheibe geklebt. Wenn man es konsequent machen will, muss man nicht nur die Lochblende gegen eine Pappscheibenblende austauschen, sondern die gesamte Dunkelkammer gegen eine Streulichtkammer, wie es Matthias Rang et al. gemacht haben.
  • Aggressivitätsvergleich

    15.06.2015, Steffen Seidel
    Hunde spiegeln nur den Menschen wider. Als dieser sein ungebundenes Leben aufgab und sesshaft wurde änderte dieser auch sein Verhalten. Er wurde territorial bezogener und entwickelte eine ausgeprägte Hierarchie.
    Hunde sind gegenüber ihren freien Verwandten, den Wölfen, viel aggressiver als untereinander. Genau wie bei den Menschen, wo sesshafte aggressives Verhalten gegenüber Nomaden zeigen. (Ist bereits in der Bibel dokumetiert: Kain = Bauer, Abel = Hirte. Kain erschlug den Abel.) Heutige Beispiele finden sich genug.
    Bei einem Vergleich der Aggressivität sollte aber auch untersucht werden, wie sich beide Arten verhalten, wenn sie auf Artgenossen treffen, die nicht zum gleichen Rudel gehören.
  • Deutschsprachiges Buch über Spinosaurus und seinen Entdecker

    15.06.2015, Ernst Probst
    Literatur zum Thema: Ernst Probst: Der rätselhafte Spinosaurus. Leben und Werk des Forschers Ernst Stromer von Reichenbach. GRIN-Verlag, München 2015
  • Domestizierungen

    15.06.2015, Steffen Seidel
    Domestizierungen könnten auch bei anderen Tierarten weit früher, als bisher angenommen, üblich gewesen sein. Nach einem Bericht, an den ich mich erinnere, (wohl bereits mehr als 15 Jahre her) hat man eine 20.000 Jahre alten Pferdekiefer gefunden. Dieser wies an den Zähnen Abnutzungserscheinungen auf, die (zumindest heute) nur bei Pferden auftreten, die überwiegen in Ställen und/oder sehr kleinen eingezäunten Weiden leben. (Evtl. haben sie aus Langeweile mit den Zähnen geknirscht. Eine genauere Ursachenvermutung wie das Tragen einer Kandarre wurde möglicher weise gegeben, ist mir aber nicht mehr geläufig.)
  • Pantheist und Platoniker

    15.06.2015, Paul Kalbhen
    Meines Wissens haben weder Albert Einstein noch Werner Heisenberg das jüdische beziehungsweise christliche Gottesbild übernommen, sondern sich als Pantheist beziehungsweise Platoniker bezeichnet. Während Einstein freilich einem deterministischen Denken anhing ("Gott würfelt nicht") - trotz Erklärung des elektrischen Photoeffektes -, hat Heisenberg das Kausalitätsprinzip Kants verneint und den Begriff der Akausalität in der Quantenphysik geprägt.
  • Indoeuropäer mit starker patriarchaler Prägung

    15.06.2015, Walter Weiss, Kassel
    Was scheren uns Überlegungen und blanke Fantasierereien aus uralter prähistorischer Zeit, was scheren uns Parallelfantasien über Primaten unserer Zeit - wo doch in Gestalt der nun endlich wissenschaftlich anerkannten und bestätigten uns zeitlich viel näher liegenden alteuropäischen Kultur die Art und Weise menschlichen Zusammenlebens bekannt ist, die Jahrtausende funktioniert hat, OHNE auf einer wie immer gearteten Paarbeziehung zu beruhen? Der dann allerdings durch die von Norden und Osten eindringenden Indoeuropäer mit überaus starker patriarchaler Prägung unter Mord, Vergewaltigung und Versklavung ein gewaltsames Ende bereitet worden ist - und erst seit DAMALS gibt es die Paarbeziehung!

    Übrigens: Auch in der indoeuropäischen 'Kultur' hat es, wie die Sprachwissenschaft der Indogermanistik weiß, eine Vorstufe gegeben, die einer Matrifokalität entsprach - bis dieser Vorstufe von testosterongeschwängerten Männern auch sprachlich ein Ende bereitet wurde: Das sprachlich aus dem gemeinsamen Geschlecht von Mann und Frau ausgegliederte Femininum erhielt die Wortendung eines Neutrums, also einer Sache, an der man Eigentumsrechte hatte und die handelbar war.
  • Ethik

    15.06.2015, Mo
    Ich wage kaum darüber nachzudenken, welche Qualen man den Tieren zugefügt hat, um zu diesem Ergebnis zu kommen. Es ist eine Schande, wie der Mensch mit allem umgeht, was sich nicht wehren kann.
    Warum muss der Mensch alles beherrschen und wissen wollen? Wir werden doch nicht unsterblich und wenn wir aufhören würden, die Umwelt zu vergiften und unseren Stress zu reduzieren würde es viele Krankheiten nicht geben.
  • Überschaubarer Genpool macht es möglich

    15.06.2015, Walter Weiss, Kassel
    Warum entgeht dem Verfasser ein ausschlaggebend wesentlicher Gesichtspunkt (dessen Beachtung indessen den Artikel wohl überflüssig gemacht hätte): Alle von ihm dargestellten Mutationen, die sich durchgesetzt haben, fanden in einer Umgebung statt, die nur aus einer durchaus überschaubaren Anzahl von Menschen bestand, so dass sich die neu erworbenen Eigenschaften sehr schnell in den relativ kleinen Gruppen ausbreiten konnten, wozu mitunter ganz wenige Generationen ausreichten. Heute indessen bei den Millionen und Milliarden von Menschen, die gewissermaßen neben einem Individuum mit dieser Mutation existieren, versinkt die gute Eigenschaft alsbald spurlos in dem unendlich großen Genpool. Es gibt zwar weiterhin ständig Mutationen, nur haben sie nicht die geringste Chance, sich zu verbreiten.
  • Blaue Augen und helle Haut

    15.06.2015, W. Paarmann, Rosdorf/Atzenhausen
    In diesem Artikel wird die Hellhäutigkeit und Helläugigkeit unter den Europäern als eine relativ junge Neuerwerbung durch Mutation hingestellt. Hellhäutigkeit stellt einen großen Selektionsvorteil in höheren Breiten dar, da sie eine bessere Ausnutzung der vergleichsweise geringen UV-Einstrahlung während der kühleren Jahreszeit zur Vitamin-D-Produktion in der Unterhaut ermöglicht. Das würde tatsächlich ihre schnelle Ausbreitung in der Population bewirken. Andererseits ist davon auszugehen, dass der Neandertaler, der Jahrhunderttausende unter Eiszeitbedingungen im Norden überlebte, entsprechende Anpassungen besaß. Es gibt Hinweise darauf, dass die Neandertaler hellhäutig und blauäugig waren. Auch an der Übernahme von Neandertalergenen in die Population der modernen Europäer sind sich die Forscher heute weit gehend einig. Sie illustrieren die Titelseite Ihrer Märzausgabe 2003 mit dem Porträt eines blauäugigen Neandertalers, um auf den Beitrag: "Ursprung der Menschheit" hinzuweisen. Eine Vermischung der beiden Arten (Unterarten?) dürfte nur in begrenztem Umfang erfolgt sein. Der Selektionsvorteil dürfte dann aber relativ schnell zur Verbreitung der Pigmentarmut geführt haben. Im Übrigen wird unsere Evolution so lange weitergehen, wie es uns als Art gibt, wobei sie aber immer auf der Ebene von Populationen stattfindet.

  • Jagdverhalten der Säbelzahnkatzen

    15.06.2015, Steffen Seidel, Leverkusen
    Nach den vorherigen Leserbeiträgen ist der Artikel schon ein Jahr alt. Da ich meine Informationen aus einer etwa gleichaltrigen (Ausstrahlung im deutschen Fernsehen) Fernsehsendung habe und der Artikel neu beworben wird, hier meine Informationen:

    Die Säbelzahnkatzen waren vom Körperbau her Lauerjäger und abgesehen vom Anspringen der Beute eher schwerfällig. Sie konnten weder ihre Beute hetzen noch konnten sie brauchbar sprinten. Sie mußten sich verstecken können, bis ihnen die Beute beinahe vors Maul lief, zum Beispiel an einer Wasserstelle. Wegen ihrer Größe war das nicht leicht. Wenn es nicht gerade eine Felsengruppe gab (wohl eher sehr selten), brauchten sie einen dichten Baumbestand als Sichtschutz. Bei einem Klimawandel, der zu einer Versteppung führte, geschah zweierlei:

    Erstens, es gab keinen Sichtschutz mehr, und die potenziellen Beutetiere entdeckten die Katze zu früh und konnten flüchten.

    Zweitens, die Säbelzahnkatzen benötigten sehr große Beutetiere. Als diese abwanderten (oder verhungerten, weil ihre Nahrungspflanzen dem Klimawandel um Opfer fielen), konnten sie nicht auf kleinere Beutetiere ausweichen. Die waren zu schnell und zu wendig. Außerdem hätten die Säbelzahnkatzen sehr viele davon erbeuten müssen. (Heute würde wohl ein Größenvergleich zwischen Elefanten und Gnus passen.) Die Energiebilanz wäre katastrophal, das heißt, die Säbelzahnkatzen wären auch dann verhungert.

    Die Säbelzahnkatzen konnten wegen ihres Körperbaues keine langen Wanderungen durchhalten und wegen ihrer Größe und dem bei einer Wanderung (bis zur nächsten Versteckmöglichkeit) enormen Energieverbrauch benötigten die Säbelzahnkatzen regelmäßig Nahrung. Diese konnten sie im freien Gelände aber nicht erbeuten. Soweit noch kleine Refugien erhalten blieben, fanden die Katzen zudem keine Paarungspartner mehr.

    Wenn die Versteppung rasch voranging, sind auch die Säbelzahnkatzen rasch ausgestorben. Auch ohne dass ihnen irgend ein Humanoide zu nahegekommen wäre.