Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
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  • Radioaktiver Müll

    28.04.2015, Dipl.-Phys. Ulrich Schulz
    Wenn, wie der eine oder andere Leserbrief verkündet, dieser Müll für unsere Nachkommen mal wertvoll sein wird, sollten wir es den Nachkommen überlassen, diesen "herzustellen". Schätze, unsere Enkel und Ururur...enkel werden uns mal zum Teufel wünschen ob dieser Hinterlassenschaft. Und wie die verantwortlichen Firmen und Wissenschaftler mit diesem Dreck umgehen, sieht man ja deutlich an Asse. Die damit ihre "Kohle" gemacht haben, haben sich längst aus ihrer Verantwortung gestohlen. Es ist unglaublich, daß es immernoch "Vertreter" gibt, die diesem Müll auch noch ein "Wertstoffetikett" aufdrücken.
    Und wer wird demnächst in die Asse zum aufräumen geschickt? Ach nee, da werden sich schon welche melden. Notfalls gucken wir mal Richtung Tschernobyl oder nach Japan. Da gibt's dann auch die entsprechenden Beschwichtigungsoperetten.
    Es ist nicht zu fassen, mit welcher traumtänzerischer Sorglosigkeit hier einige operieren. Wenn's nicht so ernst wäre, würde ich empfehlen, diesen Müll bei dem einen oder anderen Hausgarten zu vergraben.
    Was natürlich wirklich Blödsinn wäre, diesen Mist gönne ich wirklich keinem.
  • Einst hat man Platin im Meer versenkt!

    28.04.2015, Felix Letkemann
    Sie erinnern mich an die Spanier im 15. Jahrhundert:

    Von Wikipedia:
    Im 17. Jahrhundert wurde Platin in den spanischen Kolonien als lästiges Begleitmaterial beim Goldsuchen zu einem großen Problem. Man hielt es für „unreifes“ Gold und warf es wieder in die Flüsse Ecuadors zurück. Da es ein ähnliches spezifisches Gewicht wie Gold hat und selbst im Feuer nicht anlief, wurde es zum Verfälschen desselben verwendet. Daraufhin erließ die spanische Regierung ein Exportverbot. Sie erwog sogar, sämtliches bis dato erhaltenes Platin im Meer zu versenken, um Platinschmuggel und Fälscherei zuvorzukommen und davor abzuschrecken.


    Wir werden den gleichen Fehler wieder machen. Was sie über Transmutation schreiben hat leider auch nicht Hand & Fuß. in Russland ist im Oktober der BN-800 ans Netz gegangen, der großteils mit Atommüll betrieben werden kann und so die Müllmenge effektiv stark reduziert. Hier werden nicht alle Nuklide transmutiert, aber ein beachtlicher Teil, so dass weniger und weniger langlebiger Müll zurückbleibt.
    Zu beachten sind zudem mehrere Reaktorkonzepte der Generation IV, beispielsweise der Bleigekühle schnelle Brüter, von dem im Augenblick gerade ein Exemplar in Belgien gebaut wird (MYRRHA).
    Flüssigsalzreaktoren wie der LFTR würden eine weitere Reduktion des anfallenden Atommülls bedeuten.
    Vergessen wird dabei meines erwachtens, dass die Spaltprodukte zum Teil sehr wertvoll sind.
    Tc-99 zerfällt zu Ruthenium (vielfach teurer als Gold). Iod-131 zerfällt zu Xenon, es werden große Mengen seltener Erden erzeugt und vieles mehr.

  • Zur Evolution der menschlichen Kooperation

    28.04.2015, Joseph Bülhoff, Werne
    Leserbrief zu den Artikeln von Gary Stix und Frans de Waal.
    Meiner Überzeugung nach entwickelte sich die besondere menschliche Kooperationsfähigkeit gemeinsam mit dem aufrechten Gang. Unsere frühesten Vorfahren konnten sich nur bewaffnet (zunächst mit Knüppeln und Ästen) aus dem Schutz der Bäum entfernen. Sie mussten diese Waffen ständig mit sich führen, was den aufrechten Gang nützlich machte. Ausserdem konnten sie sich nur in großen Gruppen hinreichend sicher im Grasland bewegen. Bei Angriffen von Fressfeinden mussten sie eng zusammenrücken und sich gemeinsam verteidigen. Förderlich war hierbei eine gute Verständigung, akustisch und optisch. Da das Grasland erheblich mehr erreichbare Nahrung bot als der Wald (zum Beispiel Termiten, Schildkröten, Jungtiere), hatten Gruppen, die sich dort frei bewegen konnten, einen Selektionsvorteil gegenüber Waldbewohnern.
  • Clevere Tiere

    28.04.2015, Nikola Mühlfeld, Lippstadt
    Und plötzlich ist das dumme Huhn gar nicht dumm. Ich glaube fast, gar kein Vogel ist dumm. Dafür gibt es sie schlicht schon zu lange. Ich glaube eher, dass der Mensch nicht will, dass sein Essen von cleveren Tieren kommt. Er wähnt sich zu weit oben, sonst würde er doch nicht mehr von Vermenschlichung sprechen, wenn einigen Tieren endlich nachgewiesen wird, dass sie sich in ihrer Sprache warnen können, aber auch anderer Tiere Warnungen verstehen. Dass sie lehren können, nicht nur der Mensch! Dumme Tiere lassen sich leichter essen …
  • Transurane transmutieren

    28.04.2015, Rainer Klute
    Lieber Kai Petzke,

    man will ja auch lediglich die Transurane transmutieren, denn sie stellen den üblen Teil des Atommülls dar. Einerseits besitzen sie eine hohe Radiotoxizität, andererseits reicht diese Radiotoxizität über sehr lange Zeiträume.

    Bei den Spaltprodukten wie den von Ihnen genannten Cäsium-137 oder Strontium-90 sieht es völlig anders aus. Zwar ist auch deren Radiotoxizität anfangs sehr hoch, aber sie klingt schnell ab, so daß einige hundert Jahre Lagerdauer ausreichen. Das sind gerade mal 0,1 % der andernfalls nötigen Zeit.

    Der Witz bei der Transmutation ist ja gerade, die Aktiniden (Uran + Transurane) zu spalten, weil die Spaltprodukte schnell abklingen. Man könnte darüber nachdenken, den geringen Anteil langlebiger Spaltprodukte zu transmutieren, aber das dürfte den Aufwand nicht lohnen, da die Gesamtradiotoxizität bereits weit unterhalb der des in der Natur vorkommenden Urans liegt.

    Was die Proliferation betrifft, so sollten Sie sich einmal das Konzept des Integral Fast Reactors (IFR) anschauen. Da werden bei der Wiederaufarbeitung lediglich die Spaltprodukte abgeschieden. Die Aktiniden werden nicht sortenrein und erst recht nicht isotopenrein separiert, sondern bleiben ein proliferationsfeindliches Gemisch, aus dem neue metallische Brennelemente gegossen werden. Das alles ist in die Anlage integriert, so daß keine Transporte zwischen Kernkraftwerk und Wiederaufarbeitungsanlage notwendig werden.

    Mit hochradioaktiven Stoffen innerhalb des Reaktors habe ich übrigens keine Probleme, denn da gehören sie ja schließlich hin.
  • BN-800 ist Schneller Brenner

    28.04.2015, Rainer Klute
    Lieber Kai Petzke, der BN-800 ist kein Schneller Brüter, sondern ein Schneller Brenner. Das heißt: Er verbraucht mehr Plutonium, als er erzeugt. Das ist eine Frage der Kerngeometrie.
  • Diskussion zu Ian Tattersalls Evolutionslotterie

    28.04.2015, Frank Wohlgemuth, Tornesch
    Antwort zu 12. Sprache muss nicht zu kultureller Blüte führen.
    Zitat Kirschmann: Die Überzeugung, dass Sprachfähigkeit sich unmittelbar nach ihrer Entwicklung deutlich im archäologischen Befund niederschlagen müsste, erinnert an die zu Darwins Zeiten allgegenwärtige Überzeugung, dass Angehörige „primitiver“ Jäger-und-Sammler-Gesellschaften im Vergleich zu Angehörigen „zivilisierter“ Völker sprachlich und geistig unterentwickelt sein müssten. Die Erfahrung lehrt, dass es beim modernen Menschen keine Korrelation zwischen Komplexität, kultureller Produktivität und Größe der einzelnen Gesellschaften einerseits und biologischen Anpassungen andererseits gibt. Warum sollte es also undenkbar sein, dass Menschen mit der gleichen biologischen Ausstattung in Verbänden gelebt haben, die über lange Zeit überhaupt keine kulturelle Produktivität an den Tag gelegt haben? Bereits bei Schimpansen kann man beobachten, dass sie kulturell im Prinzip mehr zu leisten vermögen, als sie tatsächlich tun … Zitatende

    Hier werden mehrere Dinge vermischt, die nicht zueinander gehören: Das Wort Kultur hat in den letzten Jahrzehnten bei allen, die es nicht nur auf Opernveranstaltungen und den Inhalt des nach ihm benannten Beutels beziehen, einen Bedeutungswandel dahin erfahren, dass anerkannt wird, dass auch das, was Jäger und Sammler besitzen, eine in Anpassung an die Bedürfnisse und Möglichkeiten vollwertige Kultur ist. Das Wort ist im Deutschen etwas zu sehr von Kant geprägt, der es mit der Moralität, dem Guten und Schönen und so weiter verknüpft - das geht bis hin zum normativen Gebrauch. In diesen Bereich gehören auch Verwurstungen wie "Kulturnation". Da habe ich wenig mit im Sinn und, da das Thema auch anklingt: Es ist genau diese Art der Kultur, die auch der gesellschaftlichen Selbstdarstellung dient. Hier passt das Bild vom Pfauenrad, das sich als Balzwerkzeug verselbständigt hat, ganz gut, das Kirschmann auf die Sprache insgesamt anwenden möchte.

    Wenn ich überhaupt irgendeine Wertung zum Thema Kultur abgeben soll, dann ist für mich die Schaffung der Sprache an sich die größte Kulturleistung der Menschheit, gegenüber der Tanach und Koran, die chinesische Mauer, Così fan tutte oder die ARM-Architektur, Wikipedia und das SAP ERP höchstens Randnotizen darstellen. Insofern stehen sich da der San aus der Kalahari und der Intendant der ARD bis auf geringfügige Unterschiede in der Sozialisation in Augenhöhe gegenüber. Hier handelt es sich also schlicht um Kirschmanns Missverständnis meiner Intention beziehungsweise in der von mir benutzten Kulturdefinition, was Kirschmann mir da als Unterscheidung zwischen Primitivheit und Zivilisation unterstellt. Die Sprache selbst ist bereits die Blüte der Kultur. Ich habe im Beitrag 8 (mit Link in Wikipedia) und auch im nachgeschobenen Beitrag 11 eigentlich deutlich gemacht, dass ich den Kulturbegriff in dieser Diskussion biologisch meine, solange nicht explizit etwas anderes dabeisteht.

    Richtig ist, dass Sprache die Grundlage unserer besonderen Denkfähigkeit und unseres besonderen Bewusstseins ist: Wer nicht in die Sprache der Mathematik eingewiesen wurde, ist schwerlich in der Lage, ein Integral zu lösen, überhaupt das Problem zu verstehen. Das ist aber spätestens mit Wittgenstein, der die Sprache als Denkvehikel charakterisiert, auch Allgemeingut.

    Zitat Kirschmann: Genau genommen lässt sich das soziobiologische Paradigma, also der Lehrsatz, dass das Verhalten der Fitnessmaximierung dient, aus der Evolutionstheorie nur unter der Voraussetzung ableiten, dass die genetische Evolution die einzige Quelle funktionaler Komplexität ist, die bei der Gestaltung des Verhaltens eine Rolle spielt. Zitatende

    Dieser Satz gilt nur, solange man die Evolution nur auf die Genetik beschränkt. Mit der Einführung der Sprache setzt der Mensch mit der kulturellen Evolution eine weitere Ebene auf das Evolutionsgeschehen auf, was Kirschmann anschließend auch selbst ausführt.

    Wenn man das Wort Archäologie hört, denkt man zu schnell an Schliemann, Troja und "Hochkulturen". Ich hatte aber ganz bewusst formuliert: "Wir finden nicht mehr nur Abfallhaufen, wo die Menschen gelagert haben, sondern das Lager selbst bekommt erkennbare Strukturen und die Komplexität der Werkzeuge nimmt zu."

    Sobald der Mensch als Gemeinschaft anfängt, die Welt zu benamsen, also Bedeutungskonventionen einführt, die tradiert werden, ist ein Wachstum dieser Sprache unausweichlich. Und diese Sprache führt zwangsläufig zu einer größeren Traditionsleistung nicht nur ihrer selbst wegen. Gleichzeitig führt sie nämlich zu einer Sammlung von Wissen über die Welt, in Mengen, wie sie vor der Sprache nicht möglich waren. Es wäre sehr verwunderlich, wenn sich diese Zunahme im Wissen und der Vereinfachung seiner Weitergabe nicht zum Beispiel in komplexeren Waffen und geregeltem Bau von Unterkünften niedergeschlagen hätte. Und dass die Sprachfähigkeit selbst schon lange vorher entwickelt ist, sehen wir an den Schimpansen. Wir brauchen also unsere großes Gehirn nicht für die Sprache und sollten deshalb weder so tun, als seien dieses Gehirn und die Sprache in einer Koevolution entstanden, noch als bräuchte es dieses Gehirn für die Sprache. Der anatomische Mensch war lange fertig, bevor er in unserem heutigen Sinn zu sprechen anfing.

    Wir finden in der Konstanz der Steinwerkzeuge von den Pebble-Tools zu den Faustkeilen des Acheuléen bereits einen Beweis für Kultur, lange bevor andere Details der Lebensform Mensch die Existenz einer Sprache nahelegen.

    So finden wir zwar vor 400 000? Jahren (Schöningen Datierung strittig) auch schon Speere, aber eine Entwicklung zur Lanze oder Harpune mit Spitze aus anderem Material werden trotz der höheren Beständigkeit der härteren Spitzen, die sich positiv auf die Fundwahrscheinlichkeit auswirken, erst vor frühestens 90 000 Jahren (Katanda, Datierung strittig) aber sicher datiert und in Mengen erst viel später gefunden. Worüber sollen sich die Leute in einer Sprache unterhalten haben, wenn nicht zumindest auch über den alltäglichen Kampf und die Vorbereitung dazu - wobei wir es ansonsten, auch aus der historischen Erfahrung, für selbstverständlich halten, dass der Krieg die Mutter allen Fortschritts ist?

    Und an dieser Ecke wird Kirschmanns Argumentation im Gegensatz zu seiner sonstigen etwas verworren:
    Zitat Kirschmann: "Berühmt ist hier der Pfauenschwanz, der den männlichen Pfauen im Rahmen der sexuellen Selektion angezüchtet worden ist. Ein analoger Mechanismus führte nach meiner Auffassung beim Menschen zur Entwicklung eines ausgesprochen leistungsfähigen Gehirns und der Sprachfähigkeit." Zitatende

    Warum jetzt dieser Kopfstand, nachdem Kirschmann überzeugend dargestellt hat, dass die Auslese auf eine höhere Rechenleistung damit beginnt, dass der Mensch anfängt mit Steinen zu schmeißen? Wir sehen, dass die Sprachfähigkeit bereits beim Schimpansen vorhanden ist, trotz des kleineren Gehirns.

    Und dann wird eine frühere Existenz von Sprache angenommen, als man sie nachweisen kann, ausgerechnet auf einem Gebiet, von dem Kirschmann selbst schreibt:
    Zitat Kirschmann: Deswegen greifen Gene wiederum in für den Fortpflanzungserfolg wichtigen Situationen gerne auf zuverlässigere Mechanismen zur Verhaltenssteuerung zurück. Beim Verlieben geht es darum den Verstand ein Stück weit außer Kraft zu setzen und hormonelle Verhaltenssteuerung in den Vordergrund rücken zu lassen. Hormone sind nicht gerade sehr einfallsreich – dafür aber berechenbar in ihrer Wirkung und aus genetischer Sicht zuverlässiger als Gehirne.
    Zitatende

    Und was er da schreibt, deckt sich ja mit dem, was wir über unser Balzverhalten wissen: Wir reagieren auf Pheromone, auf Körperproportionen, auf die Ebenmäßigkeit des Gesichtes usw. Wo wir Laute zur Balz benutzen, sind sie als Musik nicht unbedingt mit Inhalt gefüllt und als Sprache wirken sie zum Beispiel in der Poesie auch wesentlich über den Wohlklang und den Rhythmus und weniger über den Inhalt. Zumal wir auch davon ausgehen können, dass so abstrakte Gegenstände wie Gefühle erst im zweiten Anlauf in die Symbolsprache gekommen sein dürften. Wenn wir heute mit Lauten balzen, wird normalerweise ganz basal und weit gehend ohne Symbolik an Gefühle appelliert. Auch eine "neue" Distanz zwischen den Tieren erklärt zwar einen Übergang zu lauterer Kommunikation, aber noch keinen Übergang zur Symbolsprache, zumal im kirschmannschen Modell die Distanz durch das Steinewerfen weniger zwischen den Individuen als zwischen den Gruppen entsteht.

    Inhaltlich wird Sprache da balztauglich, wo sie geeignet ist, den sozialen Status oder die besonderen Fähigkeiten des Balzenden zu demonstrieren - beides Funktionen die im Anfangsstadium der Sprache nur sehr schwer vorstellbar sind - auf Gefühle kann man nicht mit dem Finger zeigen. Auch Dunbars Gossip-These hat die Schwierigkeit, dass Tratschen bereits eine relativ hochentwickelte Sprache voraussetzt. Von der heutigen Nutzung auf den Ursprung eines Organs zu schließen, ist nur sinnvoll, wenn dieser Schluss auch den Anfang und die Zwischenstufen plausibel macht. Sonst lande ich, wenn ich die Tetrapoden nicht kenne, nach der Betrachtung eines Vogels beim Fliegen als Ursprung der Vorderextremitäten, und - mal ein Beispiel aus der kulturellen Evolution - beim Spielen als Ursprung des Computers.

    Dabei ist Dunbar, was das Alter der Sprache angeht, auch vorsichtig: Auf seinen Vorträgen sagt er frei zitiert: "Die Sprache kommt extrem spät, nicht früher als vor 200 000 Jahren, Sprache wie wie sie kennen, wahrscheinlich nicht früher als vor 100 000 Jahren. Ich vermute jetzt einfach, dass seine Begründung für diese Annahme ähnlich ist wie meine.

    Ich versuche mal, eine Entstehung von Sprache zu beschreiben, wie sie grundsätzlich für mich vorstellbar ist - dazu müssen nämlich gewisse Bedingungen erfüllt sein:

    Der vormenschliche Stimmgebrauch diente immer nur dazu, die eigene Gestimmtheit zu signalisieren*. Wenn "wichtige" externe Objekte wie zum Beispiel ein Angst auslösender Beutegreifer signalisiert werden sollten, reichte auch hierzu eine Signalisierung der eigenen Gefühle - die Wichtigkeit war auch keine eigene Charakterisierung, sondern wurde durch die Auslese bestimmt. Der Mensch, der anfing, abweichend vom bisherigen Lautgebrauch Laute dazu zu benutzen, gezielt auf externe Objekte des eigenen Interesses aufmerksam zu machen, konnte weder wissen, was er da für eine gute "Idee" gehabt hatte, weil für dieses intellektuelle Urteil bereits ein Denken in unserem Sinn, also eine Prozessierung der Welt in Sprache nötig ist, noch erfuhr er ein Feedback durch sein Gegenüber.

    * Anmerkung: Dunbar nennt in "Grooming, Gossip and the Evolution of Language" in diesem Zusammenhang ein Beispiel, das mich misstrauisch macht: "Dorothy Cheney and Robert Seyfarth have been able to show that the vervet vocalisations do convey meaning. They are not simply expressions of emotional state. The alarm calls refer to specific types of predator, and the hearer knows from the auditory information alone which type of predator the caller is describing." Dass es sich hier um eine Beschreibung handelt, dass also diese Bedeutung intendiert ist, ist Interpretation. Eine Äußerung predatorenspezifischer Angst hätte dieselbe Signalwirkung und der Gegenstand Predator ist ein sehr spezieller: Auch bei Murmeltieren sind unterschiedliche "Warnlaute" bekannt, ohne dass da jemand auf die Idee einer sprachlichen Äußerung käme. Der Unterschied zwischen Sprache und Signal besteht darin, dass bei der Sprache sowohl Gegenstand als auch das signalisierende Symbol frei verhandelbar sind. Wovon man sicher ausgehen kann, ist dass die differenzierte Interpretation unterschiedlicher Signale erheblich älter ist als die differenzierte Erzeugung intendierter Signale.

    Was wir brauchen, ist also eine quasirituelle Handlung mindestens zweier Individuen mit direktem Nutzen für die Art, die über hunderte oder tausende Generationen mit hoher Konstanz weitergeführt wird, aber bereits durch diesen ersten einseitigen sprachlichen Lautgebrauch eine Verbesserung erfährt, um einen "schleichenden Einstieg" in Sprache möglich zu machen. Und dieser Einstieg sollte so einfach sein, dass er auch mehrfach stattgefunden haben kann.

    Mein persönlicher Vorschlag für den Ausgang der Entstehung der Sprache ist das Steineschlagen:

    Der Faustkeil ist kein Zufallsprodukt, kein Werkzeug mehr, das intuitiv hergestellt werden kann, die Herstellung eines Faustkeils benötigt einen "Hammer" und viel Geschick und Übung. Zuerst der Chopper und dann Faustkeile wurden über Hunderttausende von Jahren so konstant hergestellt, dass auch in der Archäologie hier von Kulturen gesprochen wird - wir gehen also davon aus, dass diese Fertigkeit geregelt von einer Generation an die andere übergeben wurde. Wir sehen hier also Tradition als festen Bestandteil (vor-)menschlichen Handelns. Und dieses Handeln ist um so erfolgreicher, je sicherer und schneller der Zögling lernt, dieses wichtige Werkzeug herzustellen - die Dinger halten ja nicht ewig, wenn man sie benutzt. Das heißt, dass wir hier immer wiederkehrend zwei Individuen haben, die durch das gemeinsame Handeln an einem externen Objekt verbunden sind. Einfache Techniken kann man als intuitiv voraussetzen, wie das Benutzen eines dünnen langen Gegenstandes als Termitenangel, das wird auch von Schimpansen spontan "erfunden", auch Abschauen ist vorstellbar. Sobald die Werkzeuge schwieriger in der Herstellung werden, muss eine geregelte Tradition hinzukommen, muss der Vater seinen Sohn "einweisen". Hierzu brauchen wir die Fähigkeit eines geteilten Interesses und bereits als erste didaktische Handlung dazu das Zeigen, das Deuten auf den Gegenstand des geteilten Interesses - ein Verhalten, das Schimpansen nicht zeigen. (Man verzeihe mir die Nennung des Geschlechts, aber bei der üblichen Rollenverteilung in Sachen Kriegführung vom Schimpansen bis zum heutigen Menschen ist für mich das männliche Geschlecht für den Beginn dieser handwerklichen Tradition wahrscheinlicher.)

    In dieser Situation können bestimmte Lautäußerungen eventuell bereits auf Grund der vorhandenen Empathie auch als Beschreibung des Gegenstands verstanden werden, etwa eine Schmerzäußerung als Beschreibung einer Schärfe oder Spitzheit. Auch eine lautmalerische Untermalung des Tuns, Explosionslaute für das Schlagen mit unterschiedlichen Materialien könnten für eine höhere Einprägsamkeit des Vorgangs sorgen, ohne dass bereits von einem echten Verständnis in unserem Sinn ausgegangen werden muss.

    Nach diesem Modell wäre Sprache ein Abfallprodukt der Kultur des Steineschlagens, quasi ein früher Beitrag zur Didaktik. Ich kann nicht behaupten, dass es so war, aber so ist die Entstehung von Symbolsprache für mich zumindest konkret vorstellbar. Etwas Ähnliches für die Jagd zu konstruieren ist schwieriger, schon weil die Situation immer eine andere ist. Außerdem ist stammesgeschichtlich auch die Gruppenjagd ein altes Verhalten, und weder Wölfe bei der Jagd noch Schimpansen auf Kriegspfad scheinen dazu eine Symbolsprache zu brauchen.

    Für die anderen Modelle der Sprachentstehung wie das Tratschen am Lagerfeuer fällt mir keine genau definierte und immer wiederkehrende Situation mit eindeutig definiertem konkreten Objekt des gemeinsamen Interesses ein, die ein derartiges Einschleichen in die Sprache ermöglicht - im Grunde setzt das Tratschen bereits eine hochentwickelte Sprache voraus und ist daher auch in der Funktion als gesellschaftlicher Kitt als sekundäres Verhalten zu betrachten. Gerade die von Dunbar in diesem Zusammenhang beschriebenen "Chöre" wie das Palaver der Paviane transportieren Stimmungen und keine tendierte Information zu einem konkreten Objekt, der eigentlichen Besonderheit echter Sprachen - Dunbar selbst betont die Schwierigkeit, Gefühle über Sprache zu transportieren und bleibt abgesehen davon, dass er den Ursprung der Sprache hier vermutet, die Darstellung schuldig, wie das konkret geschehen soll.

    Auch die geschlechtsspezifisch häufigere Sprachtätigkeit bei Frauen bedeutet nicht, dass da der Ursprung liegt, das bedeutet nur, dass mit der Zunahme des Sprachvolumens, also des Wissens von der Welt und des Umfangs der Überlebenstechniken die sprachliche Traditionsarbeit irgendwann nicht mehr an das Handwerk gebunden war und als eigene Tradition immer mehr auf die Frauen verlagert wurde: Während Papa jagt, ist Mama mit den Kindern, die noch nicht mitkönnen oder mitsollen, zu Hause. Nachdem die Sprache existiert, lernt das Kind sie zuerst von der Mutter. Außerdem ist bei dieser Rollenteilung das benötigte Wissen der Frau mindestens so groß wie das des Mannes, wahrscheinlich in der Regel größer. Als Bild: Der Mann macht das "Wichtige", er ist entweder auf der Jagd, im Krieg oder trinkt Kaffee. Die Frau kocht den Kaffee und erledigt den kleinen Rest (Etwaige Ähnlichkeiten mit existierenden Gesellschaften sind rein zufällig.).

    Nachtrag:
    Zitat Kirschmann: Auch beim Homo sapiens fanden durchaus noch genetische Anpassungen statt – sein Verhalten ist jedoch weit davon entfernt fitnessmaximiert zu sein. Zitatende

    Diese Aussage deckt sich irgendwie nicht mit der momentanen Realität einer Weltbevölkerung von über 7 000 000 000 Individuen der Art Homo sapiens und einer Verbreitung um den gesamten Globus. Das hat bisher keine andere Großaffenart geschafft.

    Allerdings wird die Evolution komplizierter, wenn außer den Individuen als Träger der Gene noch gesamte Populationen als Träger einer Kultur im Wettbewerb stehen. Gänzlich unübersichtlich wird dieses Gemenge, nachdem wir mit der Erfindung der Schrift nicht nur die Tätigkeit der Tradition noch einmal gewaltig beschleunigt haben und Bestandteile der Kultur plötzlich auch ohne eine sie tragende Population Virulenz entfalten können. Von der weiteren Beschleunigung der Wissengewinnung durch Rechenmaschinen und der Wissenverbreitung durch elektronische Netze ganz zu schweigen.

    Diese letzten Errungenschaften Schrift und Informationstechnik würden aber zumindest theoretisch einen "Wettkampf" der Ideen ermöglichen, auch ohne dass sich ihre Träger persönlich bekriegen müssen. Ein Wettkampf der Ideen um die einzelnen Köpfe statt eines Krieges der Kulturen beziehungsweise der sie tragenden Populationen um den militärischen Sieg.

    Nachtrag 2:
    Nachdem ich das geschrieben hatte, habe ich nochmal anders zu dem Thema gegoogelt und fand dann von diesem Januar das hier:
    http://www.iflscience.com/plants-and-animals/ancient-toolmaking-may-have-driven-evolution-human-language
    http://www.history.com/news/scientists-say-language-may-have-evolved-to-help-toolmakers
    Die Autoren haben als Psychologen zwar einen anderen Ansatz beziehungsweise kenne ich die genaue Begründung ihres Ansatzes nicht, aber ich finde es lustig, dass das so frisch ist, auch wenn das Ergebnis, dass das didaktische Gespräch die handwerkliche Unterweisung beschleunigt, im Grunde genommen natürlich trivial ist.
  • Informationsdefizite

    28.04.2015, Kronberg
    Der gute Beitrag von Mirona Thetin bedarf einer Ergänzung hinsichtlich der wissenschaftlichen Grundlagen. Der Schwachsinn von Wolf Polzin muß nicht weiter erörtert werden.
    Zu den Grundlagen: Hohe Radioaktivität bedeutet viele Zerfälle in kurzer Zeit, bedingt also eine kurze Halbwertszeit. Hoch radioaktive Stoffe sind je nach Definition dessen, was man als hoch bezeichnet, in Minuten bis wenigen Jahren weitestgehend zerfallen (nach 10 Halbwertszeiten ist nur noch ein knappes Tausendstel der Ursprungsmenge übrig). Lange Halbwertszeiten bedingen deshalb eine nur geringe Radioaktivität. Elemente, wie Plutonium sind also primär nicht durch ihre Strahlung gefährlich. Die Million Jahre Lagerungszeit ist schlichter Unsinn. Im Übrigen wird in dieser Debatte unterstellt, daß unsere Nachkommen samt und sonders Idioten sind, unfähig eventuelle Gefahren zu erkennen. Ich vermute eher, daß sie erkennen, welche Werte in diesem angeblichen Müll stecken und sich von irrationalen Ängsten, die insbesondere die Grünen so gern schüren nicht mehr beeindrucken lassen.
  • Schneckenbesuch.de

    28.04.2015, Rustina Noord
    Sehr interessanter Artikel! Ich baue zur Zeit an meiner Site: http://schneckenbesuch.de/, und habe unter http://schneckenbesuch.de/schneckenbesuch einen Link zum Artikel gelegt.
  • Weg von der Ideologie, hin zum Pragmatismus

    28.04.2015, Martin Holzherr
    Das Ziel muss es sein, möglichst wenig langlebigen radioaktiven Abfall anzusammeln und den verbleibenden Rest so zu lagern, dass er nach möglichst kurzer Zeit (nach wenigen hundert Jahren) auch bei Freilegung keinen grossen Schaden mehr anrichten kann oder dass die Freilegung gar nicht mehr möglich ist.

    Die ideale Lösung transmutiert alle langlebigen radioaktiven Stoffe zu kurzlebigen. Das ist wohl zu teuer. Doch nur schon eine Verkleinerung der Menge langlebiger Isotope auf eine Viertel oder gar einen Zehntel der heutigen wäre eine enorme Verbesserung, denn es würde den Aufwand für die Entsorgung des Rests verkleinern. Ein realistisches Verfahren um grössere Mengen langlebiger Radionuklide von der Biosphäre abzutrennen wäre Deep Borehole Disposal, wo die Stoffe in Bohrlöcher der Tiefe 5 km oder mehr entsorgt werden. In dieser Tiefe ist Wasser stark salzhaltig und steigt nicht mehr auf. Richtig angewandt sind die mit Deep Borehole Disposing entsorgten Stoffe nicht mehr rückholbar. Und das muss für langlebige hochradioaktive Stoffe so sein, denn ein zugängliches Lager mit hohen Konzentrationen hochradioaktiver Stoffe ist nichts anderes als ein Waffenlager. Solch ein Lager müsste dauernd überwacht werden. Etwas was bei diesen langen Zeiträumen gar nicht möglich ist. Sogar die Entsorgung im Ozean ist da noch besser als die Entsorgung an einem gut zugänglichen Ort.
  • high-tech meets rust

    27.04.2015, Wolf Polzin
    Symptomatisch für den Umgang mit Atommüll halte ich die folgende Nachricht: Die Fässer, die in Asse einfach abgekippt wurden und wild übereinander liegen, bestehen aus unerfindlichen Gründen nicht aus Edelstahl und rosten vor sich hin.

    Atommüll, der eine Million Jahre strahlt, ist m.E. ein Verbrechen an der Menschheit.
  • Kleinstsatelliten doch kein Problem?

    27.04.2015, Daniel Schiller, Köln
    Herr Schilling reißt kurz das Thema Kleinstsatelliten & Müll an, beendet es aber schnell mit dem eher lapidaren Tenor: ist nicht so schlimm und lässt sich alles lösen! Reicht das? Theoretisch ja, praktisch nein. Es stimmt, das "Müllproblem" der Kleinen lässt sich technisch lösen (genauer: es spricht nichts grundsätzlich technisch dagegen). Es gibt sogar internationale Richtlinien, teilweise sogar nationale Gesetze. Aber folgen die Entwickler weltweit dem? Halten die Betreiber das ein? Offenbar nicht. Es gibt zahlreiche Berichte, unter anderem bei UNO und ITU, dass diese Regeln immer wieder nicht eingehalten werden, sei es absichtlich oder aus Unwissenheit. Entwickler/Betreiber relaxieren die Anforderungen für ihr kleines Projekt ("ist schon nicht so schlimm"). Da geht es um so einfache Dinge wie den Satelliten international registrieren. Aufwändiger wird es schon, wenn die Funkfrequenzen koordiniert werden sollen. Wenn dann sogar technische Lösungen entwickelt werden müssen, um Weltraummüll zu vermeiden, stößt das schnell an finanzielle und Fähigkeitsgrenzen.
    Damit diese Satelliten kein Problem werden, muss jeder Betreiber sich streng daran halten, nicht in wichtige oder langlebige Orbits zu fliegen. Dabei sind die Kleinstsatelliten aber nur Mitflieger auf großen Missionen und gehen schlimmstenfalls dorthin, wohin der Hauptpassagier fliegt. Das Betriebsende muss geplant sein, das heißt, Energiespeicher müssen entladen werden und gegebenenfalls muss ein Manöver zur Entsorgung geflogen werden, und das nicht "genau am Ende", sondern mit ausreichender Zuverlässigkeit vorher. Das kostet wertvolle Betriebszeit. Außerdem muss man solche zusätzlichen Funktionen an Bord erst einmal entwickeln, bauen, qualifizieren und testen. Das kostet, das verzögert, das steigert die Masse. Aktive Manöver zu planen, zu kommandieren und zu überwachen ist auch nicht trivial und erfordert ein leistungsfähigeres Bodensegment ... usw.
    Ja, das Problem lässt sich lösen. Nein, es löst sich nicht mal einfach so. Jeder Entwickler und Betreiber muss das selbst wollen und tun ... und das passiert nicht mit pauschalen Aussagen.
  • Wir lösen unsere Probleme -

    27.04.2015, Mirona Thetin
    unsere Nachkommen lösen ihre Probleme, oder die, die sie dann für Probleme halten.

    Meine Prognose: Radioaktive Substanzen gelagert in "Endlagern" werden für unsere Nachkommen in keinem Fall ein Problem bedeuten.
    Der menschlichen Spezies stehen zwei Wege offen:

    1. Der Weg der sog. Nachhaltigkeit, also der einer Bewahrung eines wie auch immer zu erreichenden stabilen Zustands. Dies würde zu einem downgrading der menschlichen Zivilisation führen, vielleicht sogar zurück in Agrarwirtschaften einer vorindustriellen Zeit. Für eine solche Zivilisation wird ein Endlager nie ein Problem sein. Die Menschen werden dann ganz andere Probleme haben.

    2. Eine weitere Expansion in den outer space und darüber hinaus. Dies würde nach menschlichem Ermessen zu einer weiteren und sehr viel größeren technischen Potenz führen, so dass "Probleme" mit einem Endlager in einer solchen Zivilisation - pardon - "nur ein müdes Grunzeln" hervorrufen würden.

    Über die Atomsemiotik hatte ich schon bei Ihren Anfängen vor über 30 jahren herzlich lachen müssen. Was wäre denn der worst case? Dass beim Öffenen der Endlager gewisse Verstrahlungen die Folge wären, so wie es auch in der Vergangenheit Probleme mit radioaktiven Proben gab, als man die Radioaktivität als Naturphänomen noch nicht kannte. So wie unsere Vorfahren würden dann auch unsere Nachfahren daraus lernen.

    Abgesehn davon: im Entwicklungspfad 2 würde man nach wie vor die Naturgesetze kennen insbesondere die der Radioaktivität, in welcher Sprache auch immer.

    Provokant formuliert sprechen wir hier im Großen und Ganzen über "Luxusprobleme". Insbesondere scheint es nicht nötig, ein Toolkit für "nukleare Ethik" zu entwickeln. Der ethische Fortschritt zeigt sich darin, immer mal wieder Bereiche des menschlichen Handelns in den ethikfreien Raum zu verlagern. Für alles eine Ethik zu schaffen ist ein Kennzeichen totalitärer Systeme.

    MfG
    Mirona T.
  • Beobachten=keine Unfälle

    27.04.2015, André Versümer
    Ich bin Vater eines vierjährigen Mädchens, das gottseidank abenteuerlustig und geschickt ist. Es klettert unter meinen Augen die Rutsche hoch, auch dann, wenn ich hinschaue.
    Sehr wohl gibt es doch auch den gegenteiligen Effekt, dass sich Kinder viel mehr trauen, wenn die Eltern aufmerksam sind. Denn dann wissen sie, dass man auf sie achtet.
    Als Eltern ist man ständig hin- und hergerissen zwischen Beschützen und Ermöglichen, also zwischen Verbieten und Angeboten. Diese Studie deutet an, dass man zum Schutz der Kinder immer gluckenmäßig um sie herum sein sollte.

  • "Deutlich weiter"

    27.04.2015, Pillendreher
    ...ist nur Ihre Fantasie.

    "Bis heute konnte weltweit noch keine Transmutationsanlage zur Beseitigung nuklearer Abfälle verwirklicht werden. Lediglich im Rahmen von Forschungsprojekten wurden bisher kleinere Anlagen im Labormaßstab zur Transmutation realisiert. Die wenigen existierenden Brutreaktoren werden ausnahmslos zur Plutoniumproduktion eingesetzt."

    Weitere Zerlegung hier:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Transmutation
    http://www.spektrum.de/news/transmutation-duerfte-das-atommuellproblem-nicht-loesen/1181798