Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
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  • Wages Krebsrisiko contra Lebensqualität

    31.07.2016, Sandra Wulff
    Im Beitrag wird angerissen, dass bei kompletter Androgenresistenz (CAIS) das Hodenkrebsrisiko steige. Das Risiko ist tatsächlich etwas höher, wie auch bei Leistenhoden, ABER die Erhaltung der Hoden lässt die betroffenen Menschen gesund bleiben. Denn sie produzieren genau die Hormone, die vom Körper benötigt werden. Keine Ersatztherapie, schon gar nicht mit dem gegengeschlechtlichen Östrogen, wie leider oft üblich, kann das ersetzen. Deshalb: Engmaschige Kontrolle ja, Kastration nein!
  • Ein paar aktuelle Zahlen! @Peter Silberg

    31.07.2016, Dr. Armin Quentmeier
    Ihr Vertrauen auf den Endsieg für Wind- und Sonnenenergie ist offenbar grenzenlos, aber dagegen stehen nun mal die harten Fakten. Besonders aufschlussreich ist eine von mir wiederholt zitierte Seite überzeugter Energiewende-Befürworter; „agora-energiewende“, die stundengenau Strompreise, Stromerzeugung und Stromverbrauch anzeigt.
    Die letzten Wochen waren mal wieder sehr aufschlussreich; ein paar Zahlen:

    Stromverbrauch am 30.7.2016 um 20°° Uhr: 47,691 GW (Gigawatt)
    Leistungsabgabe aller 26000 Windmühlen (installierte Leistung: 45 GW): 2,226 GW
    Leistungsabgabe aller Solarkraftwerke (installierte Leistung: 40 GW): 0,625 GW

    Stromverbrauch am 31.7.2016 um 4°° Uhr: 36,947 GW
    Leistungsabgabe aller 26000 Windmühlen (installierte Leistung: 45 GW): 0,816 GW
    Leistungsabgabe aller Solarkraftwerke (installierte Leistung: 40 GW): 0 GW

    Stromverbrauch am 31.7.2016 um 6°° Uhr: 37,029 GW
    Leistungsabgabe aller 26000 Windmühlen (installierte Leistung: 45 GW): 1,15 GW
    Leistungsabgabe aller Solarkraftwerke (installierte Leistung: 40 GW): 0,737 GW

    Wie sähe wohl die Stromerzeugung in Deutschland ohne konventionelle Kraftwerke (Kohle, Kernenergie, Gas) aus, wenn wir nur auf den unzuverlässigen Flatterstrom aus Wind und Sonne angewiesen wären? (Wasser und Biomasse können nur einen Bruchteil des fehlenden Stroms liefern!)

    Kein geistig gesunder Mensch würde ein Auto mit 100 PS kaufen, dessen Leistung nur auf dem Papier steht und das nur an wenigen sehr guten Tagen vielleicht 60-70 PS leistet, aber bei schlechtem Wetter weniger als 3 PS, manchmal sogar nur weniger als 1 PS. Damit man trotzdem mobil ist, wird aber noch ein zusätzliches Auto mit Verbrennungsmotor bereitgehalten und bei Bedarf natürlich auch genutzt. Das wäre kompletter Irrsinn – aber genau auf diesem Irrsinn beruht unsere Energiewende!
  • Keine Antwort auf die Frage: Doch warum entzündet sich der Mist überhaupt?

    31.07.2016, Holger Lehner
    Mikrobielles Leben sollte nur bis etwa 60 Grad Celsius überleben können, wie kann sich die Temperatur dann noch weiter auf 150 - 200 Grad steigern
    und welche chemische Reaktionen sind es genau die das Feuer dann ausbrechen lassen ?

    Spektrum der Wissenschaft sollte doch etwas über dieses einfachste Niveau hinaus gehen und echte Erklärungen und Antworten bieten, und nicht nur dieses "wow, was es nicht alles gibt" - Bild Niveau
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr Lehner,

    der exakte Ablauf hätte den Rahmen des Artikels gesprengt. Es handelt sich vor allem um den Zerfall von Pektinen und Proteinen. Detailliert können Sie es hier nachlesen:

    http://www.kripo.at/Content/FACHARTIKEL/2012/Selbstentzuendung%20Heu.pdf

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Lingenhöhl
  • Wissenschaftler oder politischer Aktivist

    31.07.2016, Beate Winzer
    Ich schließe mich Herrn Schaber vollinhaltlich an. Gerade WissenschaftlerInnen müssen unbedingt trennen zwischen objektiven Fakten und eigener (subjektiver) Meinung. Auch wenn ich der politischen Intention des Autors zustimme und sie teile. Gerade weil aber die Fakten immer gern instrumentalisiert werden, halte ich es für notwendig, sich stets sachlich an die Fakten zu halten und immer offen für neue Sichtweisen und Fakten zu sein. Daher sind die emotionsgeladenen "sozialen" Medien nicht unbedingt eine geeignete Plattform zumal hier die Meinung zu überwiegen scheint: Bitte verwirren Sie mich nicht mit Fakten, meine Meinung steht fest. Daher empfehle ich unbedingt, in diesen medien stets als Privatperson aufzutreten und seine Meinungen als solche zu kennzeichnen: als Meinungsäußerung.
  • Insektenschutzgitter

    31.07.2016, TM
    Wir haben hier in Süddeutschland _alle_ Fenster mit Insektenschutzgittern ( vom Discounter) für die Stechtiere versperrt.
    Leben/Lüften wäre hier sonst unmöglich.
    Gehen wir in die Sümpfe, also vor die Türe, hilft Ba. stichfrei, ist allerdings nicht wasserfest, hat aber UVB Filter.
    Soll arme Schweine hier geben die haben nun einen Freisitz im Wald für über eine Million und können diesen nicht benutzen wegen der Mücken, haha.
    Den Betreff Schutz vor den Fenstern/Türen vermisse ich in dem nobelpreisverdächtigen Artikel.
    To be continued


  • @Gelassenheit #2

    31.07.2016, bruno
    Haben sie den Beitrag denn auch gelesen? 100 Millionen Tote im 20 Jahrhundert durch Mücken. Genau, ein echter Grund zur "Gelassenheit". Es sind doch nur (ein paar) Mücken.
  • Malaria nicht von Aedes (Stegomyia) übertragen

    30.07.2016, Aqil
    "Aedes lebt gerne in der Nähe von Menschen, ist berüchtigt aggressiv und überträgt die Erreger gefährlicher Tropenkrankheiten wie dem Denguefieber, Zika, Chikungunya oder Malaria."

    Malaria wird, anders als hier dargestellt, nicht von Mücken der Gattung Aedes übertragen, sondern von Anopheles. Eine umsichtige Risikoabschätzung zum Wiederauftreten der Malaria in Mitteleuropa unternimmt http://www.geo.de/natur/tierwelt/4376-rtkl-medizin-malaria-deutschland
    Antwort der Redaktion:
    Sie haben vollkommen Recht - Malaria wird nicht von Aedes, sondern von Anopheles übertragen. Ich habe den Fehler ausgebessert.

    Danke
    Daniel Lingenhöhl
  • Stechmücken und Malaria

    30.07.2016, Christian Schuhmacher
    Stechmücken in der Rheinebene haben bis in die 30er Jahre Malaria übertragen (und das ganz ohne Klimaerwärmung und Tourismus). Dann wurden sie so stark dezimiert, dass Malaria in der Rheinebene ausgestorben ist.

    Bei den heutigen Programmen gegen Stechmücken, die jedes Jahr durchgeführt werden, wird von staalicher Seite darauf geachtet, dass nur ein gewisser Prozentsatz vernichtet wird.

    Auch ich bin der Meinung: Fort mit den Stechmücken und DNA einfrieren.

    Falls das nicht geschieht wird sich wohl irgendwann eine Privatperson daran machen mit Hilfe von CRISPR (clustered regularly interspaced short palindromic repeats) ein Gene-Drive wie es hier: http://www.spektrum.de/news/gentechnik-crispr-erleichtert-die-manipulation/1351915 schon beschrieben wird zu installieren. Die Genmanipulation würde dafür sorgen, dass nur noch männliche Nachkommen gezeugt werden.

    Spätestens dann war's das mit Stechmücken.
  • Geht sogar mit Eisen

    29.07.2016, Tritium
    Dass sich Heu und Stroh selbst entzünden können, ist wirklich nicht ungewöhnlich.
    Ich habe aber auch mehrfach gesehenn, wie Schrott brannte. Die Ingredienzien:
    Eisen- und Stahlspäne, ölige Putzlappen (also die üblichen Schlossereiabfälle), dazu heisses Sommerwetter und Feuchtigkeit.
    Eisen reagiert ja ganz gut mit Wasser, vor allem, wenn es eine grosse Oberfläche hat, etwa Stahlwolle, die man ja auch leicht anzünden kann. Scheint die Sonne intensiv auf feuchte Späne, z.B. nach einem Regen, werden die sehr heiss, durch die Einstrahlung und die Oxidations-Reaktion; ist auch noch Öl dabei, beschleunigt das den Brand, aber es geht auch ohne: Eisen brennt!
  • Und die männlichen Figuren?

    29.07.2016, Robert Orso
    Wie steht es mit der sexualisierung der männlichen Spielfiguren? Nach meinen bescheidenen Erfahrungen korreliert die Darstellung der männlichen Figuren durchaus mit den gängigen Klischees, nicht nur die Darstellung der weiblichen. In beiden Fällen werden die Figuren oft stark bezüglich Sexualität, Kraft und Jugend überzeichnet und stehen in keinerlei Zusammenhang mir dem Durchschnitt der natürlichen Personen.

    Umso mehr, je archaischer der Spielinhalt ist. "Day of the Tentacle" ist da natürlich ganz anders gestrickt als etwa "Doom", "Tomb Raider" oder "Counter Strike".

    Tatsächlich macht diese Idealisierung der Identifikations Figur und deren Nebenrollen mit einem klaren Rollenbild und einer klaren Freund/Feind Unterscheidung in gewissen Genres einen wesentlichen Spielanreiz aus und zwar für beiderlei Geschlechter. Es macht einfach keinen Sinn, einen bierbäuchigen Softie als Helden in einem Schwertkampf Epos aufzubauen oder Lara Croft nach Angela Merkel oder Queen Elisabeth (mit Hut) zu designen. Das würde niemand so spielen wollen, auch wenn das starke Frauen und Persönlichkeiten sind, die als Identifikationfigur geeignet wären. Solche Figuren könnten die Spiel Handlung gar nicht überzeugend vermitteln.

    Die unterschwellige Botschaft dieser Untersuchung über die immer noch zu frauenfeindlich(?) designten Computerspiele kommt mir angesichts der vielen, eindeutig sexistisch geschönten Selfies und Profilbilder weiblicher Facebook oder Instagram Userinnen schon ein wenig retro vor. Demnach scheinen pralle Hüften, schmale Taillen und eine kräftige Oberweite bei ansonsten viel Einblick bei vielen ganz realen Frauen ein wesentlicher Bestandteil ihres Selbstbildes zu ein.
  • kurz dazu

    29.07.2016, Ulrich Schmitz
    "Hoffmann und Jahnz glauben: Wenn sich ihr Fach in den sozialen Medien nicht bald ein bisschen wagemutiger zeigt, dann heißt es irgendwann: Geschichte? Sind das nicht die ohne Internet?" - Seltsam, auf dem Kunstmarkt deutet sich momentan etwas anderes an: Was, das soll ok sein, das wurde doch im Internet angeboten?"
    "Und setzen damit zugleich dem jammerigen Krisendiskurs der Geisteswissenschaften selbstbewusst etwas entgegen" - Man darf doch wohl hier eine etwas andere Sprache erwarten - "jammriger Krisendiskurs", was soll das sein? Wer jammert wo? Ich kann mich nicht erinnern, jemals bei ADORNO, MARCUSE, HABERMAS; ARENDT bis FOUCAUT, DELEUZE, SLOTERDIJK et al. "Jammeriges" gelesen zu haben, ganz im Gegenteil.
    Das Projekt sollte massiv ausgebaut werden - aber bitte ohne Einfluss der Politik.
    Auf diesem Wege sollte es auch möglich werden, z.B. DVD aus dem SPIEGEL-Verlag kritisch zu untersuchen; dort treten mitunter Historiker auf, die recht seltsam formulieren, z.B. zu den Verbrechen der Wehrmacht oder zu Bismarcks Außenpolitik.
    Freilich erreicht man bestimmte Gruppierungen (noch?) nicht, aber die nachhaltige Aufklärungsarbeit, auch gegen Hassattacken (vgl. Beleidigung als "Stolpersteinpoliererin") wäre gezielt zu argumentieren.
    Schön wäre, parallel dazu, ein Gesetz, das Klarnamen im Internet zwingend vorschreibt.
  • Pferdemist wird warm? Haben wir mal ganz konkret benutz, nannte sich "Mistbeet":-))

    29.07.2016, Sikasuu
    Da wurden oben geschlossene , unten offene Kästen mit Glasdeckel halb im Boden eingegraben und mit Pferdemist 1/3-1/2 gefüllt . Erde drauf und der verottende Mist sorgte für Erwärmung des "Frühbeetes". Die Pflanzen waren dann fürs Umpflanzen groß genug, wenn draußen die Temperaturen gerade zu Aussaat gereicht hätten.
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    Ja, ja, wir vergessen die einfachsten Grundlagen. Pferdemist war man ganz unwissenschaftlich wichtiges Gut für den Gärtner.
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    Meint Sikasuu
    .
    Ps. Immer einen Dosenöffner dabei haben, sonnt verhungert man/Frau vor der Speisekammer :-))
    Antwort der Redaktion:
    Hat das Frühbeet bisweilen auch gebrannt? ;-)
  • @Gelassenheit

    29.07.2016, Derek Freder
    Erzählen sie dass doch mal dem Kenianer, der grade einen Malariaschub hat.

    Mit der globalen Erwärmung ist es nur eine Frage der Zeit, bis Malaria & Co. sich auch bei uns auf leisen Schwingen verbreiten.

    Fort mit den Viechern und DNA einfrieren ist meiner Meinung nach der Richtige Weg.
  • Art und Wirkung der Ernährung

    29.07.2016, Hr. Wegner, Hamburg
    Es würde mich interessieren, inwieweit die Art der Ernährung zur Unruhe beziehungsweise Entspannung beiträgt.
    Ähnlich den geschilderten Schimpansen ernähre ich mich von Wurzeln, Samen und Gemüse als Nahrungsgrundlage, also vegan. Seitdem bin ich insgesamt ruhiger geworden, esse zweimal täglich regelmäßig und nasche nicht noch andauernd zwischendurch. Dabei arbeite ich geistig oft viel. Als ich noch regelmässig (tier-)fettreiche und zuckerhaltige Nahrung zu mir nahm, war ich wesentlich unruhiger und hatte oft Appetit auf Kleinigkeiten wie Chips, Kekse etc.
    Den Aspekt der Art und Wirkung von Ernährung in die Forschung zu diesem Thema miteinzubeziehen, könnte gegebenenfalls zu noch differenzierteren Schlussfolgerungen führen.
  • Hybris oder Ignoranz?

    29.07.2016, Manfred Bühner, Freiburg i. Br.
    Sie berichten über einen Artikel in Science (352, 1449-1452, 2016). Dieser Bericht spiegelt die Hybris der Astronomen beim Thema „Leben“ ebenso wider wie ihre Ignoranz in Sachen Biochemie. Was, bitte schön, haben chirale Moleküle im All mit der Entstehung des Lebens auf der Erde zu tun? Natürlich nichts, aus zwei Gründen:
    1.) Die frühe Erde vor 4 Milliarden Jahren hatte alle Chemie, die für das Leben erforderlich war, da brauchte man keine Lieferungen aus dem All.
    2.) Natürlich spielen chirale Moleküle in der Biochemie eine große Rolle, aber die Chiralität ist bedingt durch die chemische Struktur der Moleküle, ihre Verwendung ihat nichts damit zu tun. Propylenoxid kommt in der Biochemie sowieso nicht vor, und wenn es sich umlagert, entsteht entweder Azeton oder Propionaldehyd, beides nichtchirale Substanzen. Chiralität ist in der organischen Chemie ein Allerweltsphänomen, die allermeisten Substanzen sind chiral außer den ganz einfachen. Chiralität tritt immer dann auf, wenn ein Molekül keine Spiegelebene aufweist, das heißt, wenn ein Kohlenstoffatom an vier verschiedene Liganden bindet; und das kommt bei großen Molekülen oft vor.
    Chirale Moleküle wie Propylenoxid existieren nicht in „mehreren“ räumlichen Anordnungen, sondern in genau zwei, die sich verhalten wie Bild und Spiegelbild. Diese beiden Formen stimmen nicht „in wesentlichen“ Eigenschaften überein, sondern in allen physikalischen und chemischen; die einzige Ausnahme ist die chemischen Reaktivität, wenn sie mit anderen chiralen Molekülen zusammentreffen, zum Beispiel in Biochemie und Physiologie.
    Natürlich erlauben die Spektren keine Rückschlüsse über die relative Häufigkeit der beiden Formen. Da alle physikalischen Eigenschaften identisch sind, ist das nicht möglich. Ich bin sehr gespannt darauf, welcher Art die „künftigen Messungen“ sind, die da weitere Aufschlüsse geben sollen.