Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
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  • Warum hat der Raum genau drei Dimensionen?

    04.05.2016, Rainer M.
    Eine interessante Überlegung. Wenn man jedoch die Raumzeit zur Grundlage nimmt, dann hat's eben keinen Raum und keine Zeit, sondern nur eine Dimension: die Raumzeit-Dimension. Für die raumartige Komponente gibt es keine bevorzugte Richtung, wodurch sich eine Ausstrahlung in allen Richtungen ergibt. Die zeitartige Komponente hat hingegen eine bestimmte Richtung. Keine der Komponenten bilden jedoch eigene Dimensionen.
    3+1 ist nur die klassische Sicht. Sie ist keinesfalls zwingend.
    Mal schauen, ob der thermodynamische Betrachtungsansatz nicht zu ähnlichen Schlüssen führt.
  • Geldbeschaffung als Selbstzweck

    04.05.2016, Rainer M.
    Hier stimmt die Perspektive nicht so ganz, es geht nicht um Geldbeschaffung sondern um die vereinfachte Verteilung und Kontrolle von finanziellen Mitteln durch den Bund. Zugunsten der Elitebildung, von der man vermeint, dort den besten "return of investment" zu erzielen. So ganz nach amerikanischem Vorbild. Einsteins, Bohrs und vergleichbare Größen kriegt man so eben nicht herbeigezaubert. Dies weiß wohl jeder, der sich über Herkunft und Lebensweg unserer großen Forscher und Entdecker mal kundig gemacht hat. Jeder mit etwas geschäftsmännischem Gespür weiß eines genau: am Besten investiert man in die Basis. Verwöhnte Spitzentänzer dagegen stiften schon die Vermögenden.
  • Man muss die Kröten schlucken

    04.05.2016, Dominique Boursillon
    "(...) weniger Elite und stattdessen mehr Freiraum für die Forschung, (...)". Nun, die Bundesregierung hat beschlossen, dass jedes Jahr rund 100 Millionen Euro verteilt werden. Wenn man dies mit 10 Universitäten macht, so sind das 10 Millionen Euro pro Universität. Verteilt man über alle Universitäten, dann sind dies nur noch eine Million Euro pro Universität - wollen Sie die übrigen Hochschulen auch noch aus dem Bundestopf finanzieren, dann bleibt jedem Haus eine viertel Million Euro. Ob diese Gießkannenvorgehensweise gut oder schlecht ist, lässt sich nicht beantworten, das ist wohl eine Frage der Ideologie der man persönlich anhängt. Bedenkt man aber, dass selbst Einserabiturienten nur kaum bis zehn zählen können, so ist der Ruf nach Eilten durchaus gerechtfertigt. Bringen wird die Exzellenzinitiative nicht viel (außer Geld), aber was wollen Sie mit dem Geld sonst machen. Die Diäten erhöhen? ;-)
  • Nanotechnologie im Alltag?

    04.05.2016, Tomek Store
    Wieder ein tiefgründig recherchierter und unterhaltsam geschriebener Artikel Ihres Verlages. Vor allem die differenzierte Darstellung der Grenzen und eventuellen gesundheitlichen Risiken überzeugt. Leider konnte die Nanotechnologie nur in bestimmten Bereichen in den Alltag vordringen, wie Sie richtig festgestellt haben. Im Bereich der Oberflächenbearbeitung bzw. -veredelung gibt es jedoch schon einige passende Produkte und Seiten, die potentielle Anwedungsgebiete aufzeigen. Gefallen hat mir hier z.B. www.nanoquartz.de, da auch die Hintergründe gut dargestellt werden.
  • Bitte gesunden Menschenverstand nicht ausschalten

    04.05.2016, Pia Ponne
    Die wichtigste Botschaft hier ist, dass Menschen sich bewusst machen müssen, dass Machinen auch Fehler machen. Bei der Vorstellung, unseren Beamten Werkzeuge zum Predictive Policing an die Hand zu geben, graust es mir. Es gibt bereits jetzt genug Menschen, die von einer Brücke fahren, weil das Navigationsgerät gesagt hat, sie sollten dies tun. Blind auf Computer vertrauende Polizisten wären keine Bereicherung.
  • Lange Rede, kurzer Sinn

    04.05.2016, Henrik Jordan
    Der Mensch lernt und macht Fehler überwacht von Eltern, Geschwistern, Onkels, Tanten, Omas, Opas, Lehrern, Freunden, Fremden...

    Wenn Informatiker glauben, neuronale Netze könnten ohne Überwachung lernen, dann sind Informatiker ...
  • Lobby-Artikel?

    04.05.2016, G. Lichtenberg, Pentenried
    Wie ist denn dieser Lobby-Artikel in SDW gelangt? Jemand aus der Industrie stellt einzelne technischen Anwendungen sehr rudimentär vor und beklagt sich dann darüber, dass in anderen Ländern mehr gefördert wird als in Deutschland?!

    Gegen Beiträge der Industrie ist ja nichts einzuwenden, aber dann müsste doch etwas mehr Substanz da sein. Man hätte zum Beispiel detaillierter beschreiben können, warum es in Deutschland schwieriger ist, Anwendungen zu kommerziellen Produkten zu entwickeln. Es wird nur grob gesagt "dass die bestehenden Strukturen" das Problem sind. Wie sind die genau? Auf welche Probleme stößt man, wenn man Forschung kommerzialisieren will?
    Alternativ wäre es auch möglich gewesen, die beschriebenen Quanteneffekte genauer zu durchleuchten: Was fehlt noch bis zur Marktreife? Wie funktioniert die Technik im Detail?

    So bleibt leider nur der Eindruck, dass man sehr oberflächlich über Quantenoptik berichtet um am Ende eine Forderung nach mehr Geld zu stellen - das heißt, ein klares Lobbying.

    Noch eine kleine Linkkorrektur: Der Weblink der letzten Referenz oben (Ricci et al) verweist zurück auf diesen Artikel anstatt auf die zitierte Veröffentlichung.
  • Beim Picknick erfunden?

    04.05.2016, Christina Wille
    Ein schöner Artikel über die Anfänge des faszinierenden Werkstoffs Glas. Ich musste mir das Buch gleich bestellen, es verspricht interessante Einblicke in die Entstehungsgeschichten des Glases.
  • Dünne Datengrundlage für so weitgehende Behauptungen

    03.05.2016, Peter Stein
    Aus der Genanalyse von 51 Menschen aus mehreren 10.000 Jahren kann man doch keine Geschichte der europäischen Bevölkerung ableiten! Auch wenn die Ergebnisse interessant sind - jeder neue Zufallsfund könnte alles umwerfen und "die Geschichte muss neu geschrieben werden".
    Antwort der Redaktion:

    Lieber Herr Stein,
    nein, Überraschungen sind nicht ausgeschlossen. Aber dass ein neuer Fund "alles umwirft" - das wäre schon sehr ungewöhnlich. Die Erbgutdaten fügen sich ja in ein Bild, das man bereits anhand von archäologischen Erkenntnissen gewonnen hat, und verfeinern dieses. Genau so könnte es sein, dass es im altsteinzeitlichen Europa Populationen gab, die man auf Grund der stichprobenartigen Auswahl bisher noch gar nicht auf dem Radarschirm hat. Auch das wäre dann aber eine Ergänzung der bisherigen Erkenntnisse. Dass die Forscher mit ihren 51 Individuuen durch unglückliche Stichprobenauswahl komplett in die Irre geführt wurden, halte ich für sehr unwahrscheinlich.
    Beste Grüße, jd/Red

  • Art des Fehlers

    03.05.2016, Michael Weskamp
    Es kann sein, dass eine KI weniger Fehler macht als der durchschnittliche oder auch auf die spezielle Anwendung trainierte Mensch. Ist es vielleicht so bedenklich das es systematisch andere Fehler sind, die die KI macht und nicht die Anzahl? Dass ein Mensch bei bestimmten Fehlern der KI die Hände vors Gesicht schlägt, weil es so offensichtlich ist. Die KI andererseits häufige Fehler von Menschen nicht macht, was aber nicht als so bedeutsam wahrgenommen wird.
  • Frage

    03.05.2016, Wolf Niese
    Gibt es Studien, Vermutungen oder Erkenntnisse über den Einfluss des anthropogenen Klimawandels auf das Eichensterben in Kalifornien?

    Vielen Dank für den Artikel und freundliche Grüße aus Berlin
    Antwort der Redaktion:

    Lieber Herr Niese,
    der Klimawandel wird sich auf die Verbreitung des Erregers auswirken, teils weil er dann besser oder weniger geeignete Lebensräume vorfindet, teils weil die Bäume selbst von Region zu Region an Widerstandskraft gewinnen oder verlieren. Das Problem ist in der Forschung als wichtig anerkannt. Aber soweit ich die Lage sehe, ist noch keine definitive Antwort darauf gefunden, ob die prognostizierten Klimaveränderungen einem Erreger wie P. ramorum netto in die Hände spielen. Wenn Sie tiefer ins Thema einsteigen wollen, ist diese Infoseite des U.S. Forest Service vielleicht hilfreich.
    Beste Grüße, jd/Red

  • Was genau ist "glücklicher"?

    02.05.2016, JS
    Was genau ist "glücklicher"?
    Und daran, daß man an der schnelleren "Priming"-Reaktion das Glücklich-Sein ablesen kann, äußere ich ernsthafte Zweifel.
  • Be your own guiding light

    02.05.2016, Johannes Seemann
    Laut Timothy Ferris ist ein Experte jemand, der mehr über ein Thema weiß, als sein Gegenüber. Derjenige der mehr weiß wird zum Lehrer, bis sich das Blatt wendet. Um ein Profi auf einem Gebiet zu werden braucht es ca 10.000 Stunden Beschäftigung mit einem Thema. Das sind 3,5 Jahre bei täglich (365Tage im Jahr) 8 Std.! Realistisch scheint mir eher: 6 -7 Jahre wenn man die Wochenenden, Feiertage und Urlaub mit einbezieht.
  • Ich weiß von nichts!

    02.05.2016, Dominique Boursillon
    "(...), sobald die Öffentlichkeit von ihr erfährt." Das erklärt sicherlich auch, warum Snowden Staatsfeind Nr. 1 ist. Letztendlich geht es also darum, alle illegalen Maßnahmen des Staates geheim halten zu müssen, damit mögliche Enthüllungen (zumindest ein Teil davon) die Bevölkerung nicht verunsichern. Das ist schon traurig. Wir sind sooo stolz auf unsere Freiheit und unsere Demokratie, und können dennoch nicht auf Methoden wie in diktatorischen Regimes verzichten. In diesem Sinne ist ein Nordkoreaner, der nicht weiß, dass er in einer Diktatur lebt, ein freier Mensch... Der Satz " Wissen ist Macht!" muss richtig lauten: "Nichtwissen macht selig!". Kurzum, Freiheit braucht keine Geheimdienste, sondern ein Verständnis von Datenschutz, das weniger überspritzt ist als das was wir heute zumeist darunter verstehen. Der Einzelne muss sich dem Wohl der Allgemeinheit unterwerfen, aber das soll bitte schön transparent geschehen. Freiheit ist zu allererst eine Pflicht, kein Recht!
  • Cäsar als unbesiegbarer Supermann

    02.05.2016, Bayer
    so war er für uns Schüler (im Gegensatz zu dem vorlieg. Buch), der immer raffiniertere Feldherr (als Hannibal...), der aus jeder misslichen Lage rauskam, bei den Ägyptern in Alexandria noch knapp davonschwimmend... Er konnte auch seine epilept. Anfälle bzw. Kurz- Absencen gegenüber den Soldaten verbergen und ummünzen (er habe nur das Neuland küssen wollen...), siegte gegen den (mehr) begnadeten Pompeius, Cäsar ein Multitalent, das Kalender und Staat ordnet, zuverlässig Soldaten bezahlt (von der Beute fast nichts für sich hat), ihnen Veteranenland erwirbt, gegen Schlaumeier Ariovist siegt..., er wäre nie in die Falle wie Varus gegangen, konnte sich in den Gegner hineindenken..., im gallischen End-Krieg (Alesia) knapp gegen Kelten-Übermacht aus der Umkreisung ebenso gewitzt herauskam usw... Klar war uns aber auch, dass da schriftstellerisch viel Selbstreklame war. Berthold Brecht schildert ihn als raffinierten Geschäftsmann. Auch Cäsar endete, leider im schlecht verhüllten Königshochmut und Ignorieren von Warnungen, durch Dolche seiner Getreuen, die zu nervös vor ihm, dem Großen, zustachen, so dass nur ein Hieb von vielen tödlich war...