Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • Äußerst schade

    19.04.2016, Adalberg Bergdorfer
    Äußerst schade von Fr. Engelhardt, dass nur ein einziges Beispiel an skurrilen Tierarten vorgestellt wird (Giraffenhalskäfer). Da hätte man sich als Leser über zwei, drei weitere Beispiele sehr gefreut.
  • Name

    19.04.2016, Carl
    'Name of Vessel' ist doch völlig in Ordnung
  • Falls es jemanden interessiert ...

    18.04.2016, ecka
    ... hier (http://www.ecka.de/tschernobyl.htm) kann man nachhören, welche Nachrichten ab dem 28. April 1986 in Radio und TV erschienen. Es handelt sich ausschließlich um Originaldokumente, die zeigen, wie die Katastrophe hierzulande aufgenommen wurde und wie sich die Diskussion darum bis zum 6. Mai entwickelte.
    Abgesehen davon würde mich interessieren, wie die aktuelle Gefahrenlage weltweit eingeschätzt wird angesichts der 439 Reaktoren im Betrieb, 64 Reaktoren im Bau und 159 in Planung (https://de.wikipedia.org/wiki/Kernenergie_nach_L%C3%A4ndern) auch und besonders im Hinblick auf die jeweilige Dauer der aktuell im Betrieb befindlichen Kraftwerke.
  • Aufs Ergebnis kommts an

    18.04.2016, M.Ecker
    Ein durch harte radioaktive Strahlung veränderter Organismus ist nicht "natürlicher" oder "besser" als ein per CRISPR veränderter. Vermutlich ist da CRISPR sogar noch die bessere Variante. Doch wenn es auf's Endergebnis ankommt, dann muss man schon ein paar Fragen stellen dürfen:
    Ist das Herausschneiden eines evolutiv entstandenen und für den Pilz keinesfalls negativ wirkenden Gens wirklich eine gute Idee? Wissen wir wirklich, was wir tun? Allzuoft ist die angewandte Gentechnik in der Rolle des berühmten Zauberlehrlings: Einzelne Sprüche können wir zwar schon, da uns aber der Blick fürs große Ganze fehlt, wird es uns schwer fallen, rechtzeitig das zu stoppen, was wir in Bewegung setzen.
    Die meisten Gene schalten ja nur die Produktion eines einzelnen Moleküls an oder ab, das dann im Zusammenwirken mit vielen anderen die eigentliche Arbeit tut. Das Verständnis für diese Komplexität ist leider genauso unterentwickelt wie die Kenntnis um die Funktion der Gene, die anscheinend nichts Erkennbares tun, deren Fehlen aber doch viel verändern kann.
    Vielleicht haben viele Gentechnik-Gegner tatsächlich nicht viel zu bieten außer Vermutungen über mögliche Schäden. Allerdings haben auch viele Gentechnik-Befürworter nichts zu bieten außer "an den Haaren herbeigezogene" Vermutungen über möglichen Nutzen. Viele Versprechungen wiederholen die Slogans der "Grünen Revolution" der 70er, die nichts zur Bekämpfung von Hunger und Armut, aber viel zu den Profiten der Agrochemie beigetragen hat.
    Auch länger im Superregal rumliegende Zuchtchampignons dürften nur wenigen wirklich nutzen - mit großem Schaden muss man hier aber wohl auch nicht unbedingt rechnen. Wenn das der Türöffner für mache andere unausgegorenen Ideen wird, allerdings doch.
  • Fliefer?

    18.04.2016, tom@tomtom.de
    "Wenn ein Flieger Abstürzt stellt man doch auch nicht den gesamten Flugbetrieb ein sondern guckt sich die Ursache an und bessert dort nach... "

    Wer will bei den Kostenrisiken (siehe oben) noch nachbessern"...?
  • my 2 cents

    18.04.2016, BlackDragone
    "Durch eine Verkettung unglücklicher Umstände stieg während des Tests die Leistung des Reaktors plötzlich stark an. Gegenmaßnahmen, die die Ingenieure einleiteten, verschlimmerten das Problem bauartbedingt noch, anstatt es zu verringern."
    So nicht ganz richtig... um das Experiment durchzuführen, hat der Ingenieur einige Sicherheitsmaßnahmen ausgeschalten/umgangen...
    Die Reaktorleistung sank und der Ingenieur leitete "gegenmaßnahmen" ein, die er eig nicht machen sollte und die Sicherheitssysteme verhindert hätten (wurden ja aber deaktiviert). Es waren keine "Verkettung unglücklicher Umstände" sondern menschliches Versagen/Falsche Beurteilung, da er z.B. durch das zu weite Ziehen der Steuerstäbe/Sicherheitsstäbe eine RESA fast unmöglich machte, welche er sogar per Hand einleiten musste da das Sicherheitssystem nicht mehr Griff... Erst jetzt machte sich die Konstrucktuionsweise bemerkbar wegen positiven Dampfblasenkoefizienten stieg die Leistung exponentiell...

    "...Dabei sprengte die Wucht der Katastrophe eine mehrere tausend Tonnen schwere Betonplatte über dem Reaktor weg, und radioaktives Material verschiedener Güteklassen konnte entweichen."
    Ebenso nicht ganz korrekt, durch die explosion wurde recht wenig rad. Material frei, bzw nur schwere "Produkte", welche in Reaktornähe niedergingen. Erst durch den Brand wurden auch "leichtere Produkte" hochgewirbelt und konnten so weitergetragen werden. Das war der Hauptgrund der verbreiteten Radioaktivität, hätte es den Brand nicht gegeben, wäre die Kontaminierung recht lokal ausgefallen.

    Im Unterschied zu Fukushima, hat man aus Tschernobyl gelernt und die anderen Reaktoren (auch in Deutschland) mit neueren Sicherheitstechniken ausgestattet (wobei sowas in Dt, gar nicht hätte passieren können, wegen anderer Bauweise)... Und so ist es auch richtig, aus Fehlern lernt man (sollten aber eig. nicht passieren, hier war es auf Druck von Generälen usw. wahrscheinlich zu diesem Ereignis gekommen, da die Anlagentypen auch für Waffenfähiges Plutonium genutzt wurden)..
    Bei Fukushima hat DT nicht aus den Fehlern dort gelernt (obwohl das auch nicht in DT passieren kann, oder gab es schon mal einen Tsunami hier?), sondern knallt einfach mal hin, dass alle "Ausgeschalten" werden sollen. (Prob. in Fukushima war falsche Auslegung, Notstromdiesel standen am Meer und waren nicht Wassergesichert, zu wenige Rekominatoren usw.. hier wollte wohl wer sparen... -.- )... Wenn ein Flieger Abstürzt stellt man doch auch nicht den gesamten Flugbetrieb ein sondern guckt sich die Ursache an und bessert dort nach...

    Naja only my 2 cents...
  • Schaden?

    18.04.2016, Fritz Kronberg
    Die Gentechnikgegner haben nichts zu bieten außer an den Haaren herbeigezogene Vermutungen über mögliche Schäden. Das unterscheidet sie von den Kernkraftgegnern deren Schadensvermutungen wenigstens etwas mit der Realität zu tun haben. Hysterisch sind sie beide.
  • Nicht nur Peabody

    18.04.2016, Martin
    Innerhalb des letzten Jahres haben die folgenen US Kohlefirmen bankrott angemeldet: Patriot Coal, Walter Energy, Alpha Natural Resources und Arch Coal

    http://www.mining.com/web/coal-is-officially-a-zombie-industry/

    Zitat: "We’re witnessing something that we rarely see in America: the sudden and sharp collapse of a functioning industry."

  • Kosten

    17.04.2016, Tom
    Volkswirtschaftliche Kosten von Tschernobyl und Fukuschima zusammen: Mindestens 500 Millarden Dollar.
  • Nicht beherrschbare Risiken

    16.04.2016, W.Thurner
    Zustimmung zu P.Woods Beitrag.
    Zitat aus dem Artikel
    "Nicht nur die Anlage selbst war bedroht. Der Krieg verursachte auch schmerzhafte Kosten für die Ukraine."
    Es war die ukrainische Putschregierung welche Krieg den gegen das eigene (russischsprachige) Volk befahl und führte. Die gesammelte "westliche" Politik (USA/EU) untersüttzte diesen sinnlosen Angriffskrieg der tausenden Menschen im Donbass das Leben, die Gesundheit und die Existenz kostete mit jeder Menge Kreditgeld (zur Freude der Banken), Kreditgarantien (zur Freude der Banken) , dem Russland Embargo, etc.
  • Essen, das nicht krank macht...

    16.04.2016, Robert Orso
    Mit der Mutation wird dem Pilz ein natürlicher Frische Indikator entfernt. Die Ware bleibt länger in den Regalen, weil sie immer noch frisch AUSSIEHT. Das mag gut für die Wirtschaft sein, ich gehe aber nicht davon aus, dass es auch dem Konsumenten nützt.

    Bei der Auflistung der erwünschten Eigenschaften von künstlich oder natürlich mutierten Lebewesen haben Sie in wichtiges vergessen, das mittlerweile vielen Menschen am Herzen liegt: Das neue Lebewesen soll keine schädlichen Auswirkungen auf die Natur haben. Weder direkt durch genetische Verunreinigung anderer Pflanzen, noch indirekt durch vermehrten Einsatz von chemischen Mitteln, wie sie die Glyphosat Resistenz Gene provozieren.

    Die Menschen sind schon lange jenseits von "wenn es MIR nicht schadet, ist es OK, egal was für Nebenwirkungen sonst auftreten".
  • Man sieht keinen Grund für Regulation?

    16.04.2016, Robert Orso
    Die künstliche Mutation ist (wieder einmal) einzig und alleine dafür da, um den Verbraucher zu täuschen. Die Ware sieht länger frisch aus, auch wenn sie es gar nicht mehr ist. Optifresh(tm) lässt grüßen.

    DAS wäre ein Grund für Regulation oder zumindest Kennzeichnung.
  • Atomkraft - Nein Danke!

    16.04.2016, Paul R. Woods
    Anfang 1979 kam es im Reaktor Three-Miles-Island in Harrisburg zu einem schweren Störfall - was die RWE dennoch im Juli 1979 nicht davon abhielt 97 Gewinner eines Preisausschreibens nach Mülheim-Kärlich (auch als "der teuerste Schwarzbau Deutschlands" bezeichnet, genehmigt von der CDU-Landesregierung unter Helmut Kohl als Ministerpräsidenten) einzuladen. Bedenken und Einwände der Gäste (ich war einer davon) wegen Baugleichheit mit Harrisburg wurden beiseite gewischt. Der Reaktor in M.-K. ging allerdings nie ans Netz.
    Zu der Zeit waren Belgien und die Niederlande bereits aus dem Programm für den "Schnellen Brüter" in Kalkar ausgestiegen. Für meine Beteiligung an "Ich bin Gewerkschafter - Und gegen Atomkraft" wurde ich von der Gewerkschaft damals noch mit Ausschluss bedroht. Man erinnere sich: "es wird mehr an Energie produziert als hineingesteckt werden muss" behauptete die RWE - als wenn sie das perpetuum mobile er- oder gefunden hätte.
    Ja, mit Kernenergie wird Strom so billig, dass sich das Ausstellen von Stromrechnungen nicht mehr lohnen würde - so wurde in den 1950ern und 1960ern behauptet. Und die Erde ist eine Scheibe!
  • Korrekturen

    16.04.2016, Cornelia Mayer
    Wenn ich den englischen Beitrag (aus stuff.co.nz) lese, auf den Sie verweisen,
    dann lese ich, dass der Oktopus so groß wie ein Rugby-Ball war, also das Volumen von mindestens zwei Handbällen hatte und dass Inky in der Gefangenschaft drei mal wöchentlich (und nicht dreimal täglich) mit frischem Fisch gefüttert gefüttert wurde.
    Nicht schlecht für einen 200-Wörter-Text in einem Wissenschaftsmagazin...
    Antwort der Redaktion:
    Sie haben natürlich Recht, danke für dien Hinweis. Zusätzlicher Lerneffekt: Größenvergleiche nur dann anstellen, wenn man weiß, wie groß etwas ist.
  • Von wegen die "Energiewende" ist besser...

    15.04.2016, Guido Scholzen
    ...Niedergang der Kohle... ist noch lange nicht in Sicht!

    Wenn ein großes Kohle-Unternehmen in den USA bankrott anmeldet, dann heisst das lange nicht, dass die Kohle weltweit nicht mehr gefragt ist. Hinzu kommt ja auch noch, dass die USA seit 10 Jahren zunehmend Fracking-Gas als Energielieferant haben.
    In China wird Kohle noch lange die Nummer 1 bleiben. (Unter uns gesagt: Die Chinesen kopieren den Westen, und die sind so schlau und kopieren nur das, was sich auch lohnt. Warum wohl kopieren die Chinesen nicht "unsere" Energiewende? :-)
    In Indien wächst der Kohleverbrauch stetig an und ein Ende ist nicht zu sehen.

    Zu behaupten, dass Kohle keine Chance mehr hat, weil die Energiewende dies bewirkt hat, ist Augenwischerei. Der Strompreis in Deutschland (und in Europa) steigt, weil die Energiewende immer mehr ein Fass ohne Boden wird und ausufert. Aber niemand in Politik+Presse (auch hier nicht bei Spektrum.de) will dies wahrhaben. In deutschen Landen kann man sich diese "energiewende" (=schlechte Stromwende) scheinbar noch leisten, in andern europäischen Ländern wie Belgien und Spanien sind die Konzepte schon vor Jahren zusammengebrochen. In Belgien setzt man wieder mehr auf die Kernenergie; die AE, obwohl genügend Watt-kapazitäten installiert sind, konnten nicht mals einen einzigen Kernreaktor ersetzen.
    Wir brauchen STROM, keine verlogene grüne Öko-Propaganda, wo eine gescheiterte stattliche Planwirtschaft noch als Erfolg verkauft wird.

    Peabody-Energy ist bankrott? Ja, so was kann passieren, das Unternehmen pleite gehen. Wenn die keinen Reibach mehr mit Kohle machen, dann eben andere auf dem Markt. Mal sehen, wer sich die Konkursmasse unter den Nagel reißen wird.