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Lesermeinungen - Spektrum der Wissenschaft - Seite 72

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Unendliche Reihen und Kommutativ- und Assoziativgesetz

    06.12.2017, Paul Mielnikowski
    In unendlichen Reihen gilt weder das Kommutativ- noch das Assoziativgesetz, unter gewissen bedingungen kann man durch umordnung unendlicher Reihen jeden beliebigen Zielwert erreichen. Ein Video zum Thema: https://www.youtube.com/watch?v=p_c_iqKCFjo
  • Und alles nur, um uns zu überwachen

    06.12.2017, Holger Heinrich
    Sicher, einige Systeme können echt helfen. Einschlaf Assistenten, Abstands Assistenten oder ABS. Die sind echt sinnvoll.

    Aber bitte .. permanent für alles sichtbar zu sein? Absolut überall Kameras, Micros und movement tracking? NULL Kontrolle über UNSERE Daten?

    Im englischen wird das ganze besser unterschieden:
    - safy
    - security
    - PRIVACY
    1 und 2 behaupten alle "perma online 4.0 blabla" Leute zu wollen.
    3 wird ignoriert, ausgenutzt, MISSBRAUCHT!

    Und solang 3 nicht gesetztlich Weltweit einheitlich kontroliert wird (und bestraft AUCH bei Geheimdiensten!!!!) kauf ich mir weiterhin Autos OHNE super duper elektro Spielerein! Und wenn es keine E-Autos OHNE prema-Überwachung gibt, dann halt nicht.

    Btw. geht es nicht dadrum, dass ich etwas zu verbergen hätte. Es geht nur keinen etwas an!! Regierungen und Firmen deklarieren alles und jeden beliebig als "Secret" oder "Top Secret". Nur MEINE Privatssphäre darf jeder durchleuten oder wie?
    Nix die! Die ist TOP SECRET!! Durch mich dazu deklariert! ;)

    Ernsthaft. Wer was von mir wissen will, der soll mich fragen und nicht wie ein Verbrecher rum schnüfffeln mit als "Helferlein" getarntem Müll.
  • Erkenntnis aus Pterosauriereiern

    05.12.2017, Klaus Ebel
    Ein interessanter Artkel. Leider wurde das Wichtigste dabei nicht erkannt. Es handelte sich bei den Schlüpflingen nicht um Nestflüchter, sondern sozusagen um Landflüchter, die in der gefährlichsten Phase ihres Lebens ähnlich wie die kleinen Meeresschildkröten nach dem Schlüpfen so schnell wie möglich in ihr Element, das Wasser, rennen mussten. Die langschwänzigen Formen blieben dort zeitlebens, die kurzschwänzigen so lange bis ihre Entwicklung das Fliegen ermöglichte. Alle Flugsaurier blieben zeitlebens ans Wasser gebunden, denn zur Eiablage mussten sie zurückkehren, zweckmäßig in das Gebiet ihrer eigenen Kindheit. Weichschalige Eier wie in diesem Fall werden nur von Wasserewohnern im weichen warmen Boden abgelegt.
  • Weltverbesserer sollten sich erst mal selber verbessern

    05.12.2017, G. Scholzen
    @Klaus Schröder
    Ich kenne auch Menschen, die von E-Autos fast schwärmen. Aber fahren tuen die auch ein ganz normalen guten Verbrenner, weils billiger und bequemer ist; ein Bekannter (engagiert als "Klimaschützer") ist sogar Mitinhaber einer Tankstelle. Und so ist die Realität in diesem Bereich: Wer einen Verbrenner fährt, aber am liebsten e-Autos auf den Straßen hätte, dem braucht man kein Wort zu glauben, wenn er nicht mit gutem Beispiel voran geht. Alles öko-Pharisäer.
    Wenn ich lese, dass Angela Merkel meint "es soll bald 1 Million e-Autos auf deutschen Straßen geben", dann soll die Kanzlerin doch höchstpersönlich zuallererst mit nem e-Auto als Dienstfahrzeug durch die Gegend brettern. Mal sehen, wie weit sie kommt, im wahrsten Sinne des Wortes.
    Wie meinte einst Ex-Kanzler Helmut Schmidt: "Politiker, die nur noch Visionen haben, sollten besser zum Arzt gehen".
  • Beprobung untersagt ?

    05.12.2017, Philipp
    Hallo Spektrum Team,

    vielen Dank für diesen Artikel. Aber können Sie erklären warum die Beprobungen im Küchen und Badbereich untersagt wurde ? Was kann beim bloßen entnehmen von Proben so kritisch sein ?

    Vielen Dank
    Philipp
  • Innovationen und die Klippen

    05.12.2017, Klaus Schröder
    @Konrad Lehmann

    Das kann man auch anders betrachten. es gibt kluge Leute, die sich angeschaut haben, wie sich disruptive Innovationen verbreiten oder auch an einem Punkt hängen bleiben können.

    Zuerst kommen Enthusiasten und Early-Adopters (ca. 1/6 der Menschen). Das sind Leute, die von neuen Ideen einfach begeistert sind. Sie setzen diese um, auch wenn es eventuell einige Nachteile nach sich zieht. Zu der Gruppe werden Sie vermutlich gehören. Sie nehmen in Kauf, dass das Auto nicht direkt vor der Hütte steht, wenn sie mal eins brauchen. Das ist zwar unbequem, aber weil Car-Sharing doch so eine tolle Idee ist, würden Sie das trotzdem machen.

    Die nächste Gruppe sind die Pragmatiker (ca. 1/3 der Menschen). Die sind offen für neue Ideen, wenn diese praktisch sind. Die wollen dabei keine bzw. kaum Nachteile in Kauf nehmen, wenn sie die neuen Sachen nutzen. Dazu wird vielleicht auch Ihre Frau gehören. Sie wird dann vor der Haustüre einsteigen wollen und nicht erst lange zum Auto laufen müssen. Zwischen den Pragmatikern und den anderen beiden vorhergehenden Gruppen gibt es eine Klippe (Chasm), die man überwinden muss: Die Innovation muss so gut werden, dass es die Pragmatiker überzeugt. Die Vorteile müssen die Nachteile klar übertrumpfen.
    Gerade beim Car-Sharing sehe ich, dass die selbst fahrenden Fahrzeuge diese Klippe überwinden werden, denn sie beseitigen gerade den größten praktischen Nachteil von Car-Sharing: Man muss nicht mehr zum Fahrzeug, wenn man eins braucht. Das Auto kommt vor die Haustüre gefahren, wenn man es braucht.

    Danach kommen dann die Konservativen (ca. 1/3 der Menschen). Die machen erst dann mit, wenn die Pragmatiker überzeugt wurden. Das sind auch die, die auf das Statussymbol wert legen. Denn das war ja schon immer so. Aber wenn die Pragmatiker im Boot sind, dann hat das Statussymbol schon keinen so hohen Stellungswert mehr und dann wollen die das auch machen.

    Zuletzt kommen dann noch die Verweigerer (weitere 1/6 der Menschen). Die wollen zum verrecken nicht. Die wird man am Ende dazu zwingen müssen, weil das manuelle Fahren einfach zu gefährlich ist.
  • Keimschutz im Wohnmobiltank uneffektiv?

    05.12.2017, derPragmatiker
    Ich verwende Silberionen im Wassertank meines Wohnmobils. Bedeutet die im Bericht genannte Anpassung der Bakterien, daß der Schutz unwirksam wird? Vielleicht kennt sich da Jemand besser aus als ich und kann mir gar eine bessere Lösung nennen. Trinken tue ich das Wasser aus dem Tank allerdings sowieso nicht.
  • Bei digitalen Daten

    05.12.2017, Gottfried Heumesser
    ist es wenig sinnvoll sie irgendwo physikalisch "einzufrieren", denn dann fehlen die Abspielgeräte. Vielmehr muss man sie rechtzeitig auf neue Medien kopieren und - da sie ja verlustlos kopierbar sind - mehrfach an verschiedenen Orten aufbewahren. Und mit der nächsten Generation von Datenträgern wieder umkopieren.
    Das ist leider eine sehr wichtige und meist unterschätzte Arbeit, mit der nichts zu verdienen ist. Daher wundern sich dann die "Wirtschaftswissenschaftler" wieso die Dinger verloren sind. Dabei sind sie selber schuld daran, wegen "nix verdienen".
    Heute bekommen wir gerade noch externe Laufwerke für Floppy Disks oder CD / DVD. Aber die NASA hat noch Magnetbänder von den Apollo-Missionen, die keiner mehr lesen kann. Dabei waren die Bandlaufwerke in den Fünfziger- und Sechziger-Jahren das Sinnbild für Computer.
  • @Stefan Marski

    05.12.2017, Hannes Partsch
    Da gebe ich Ihnen durchaus Recht, doch ich erinnere Sie daran, daß es alte Schriften (Keilschriften, Runen etc. etc.) gibt, die trotz modernster Computerunterstützung und noch so gefinkelter Ansätze durch Spezialisten nicht zu entziffern sind. Diese Schriften sind z. Teil tausende Jahre alt. Daher: Wie werden unsere Aufzeichnungen in tausenden Jahren gelesen?? Ich sehe die Lösung nur in der sukzessiven Umwandlung in die immer neuesten Codes, und da sollte niemals eine Lücke entstehen. Die Codierung von Daten in unterschiedliche Systeme mit Hilfe von Computern ist eine Technik, die erst einige Jahrzehnte alt ist. Ebenso aktuell ist Cracksoftware und die Technik dazu. Aber blicken Sie mal in 2000 Jahren auf unsere Zeit zurück! Vielleicht helfen dann Quantencomputer weiter??
  • Was für Erkenntnisse bringen die Voyager-Sonden noch?

    05.12.2017, herbert
    Die Sonden "am Leben" zu halten ist sicher nicht ganz billig - weiss jemand, welche Erkenntnisse uns die Sonden aktuell noch bringen?
  • @Hannes Partsch

    05.12.2017, Stefan Marski
    ohne abstreiten zu wollen, dass durch Verlust von Programmiersprachen (=Codes) Wissen verloren gehen kann, möchte ich trotzdem darauf hinweisen, dass dafür wiederum durch die Weiterentwicklung der Computer & Software bzw. der Forschung generell genügend Kapazitäten zur Verfügung stehen, diese Codes bei Bedarf auch wieder zu knacken.
  • Es gibt wenig, was ich aus meinem BWL Studium mitnahm

    05.12.2017, Bernhard Keim
    doch diese Regel gehört dazu, denn sie ist im Alltag von hoher Relevanz, da wir oft zu unzulässigen Verallgemeinerung tendieren. Der Terrorist war ein Muslim? Ergo alle Terroristen sind Muslims. Dass dieser Terror fast ausschließlich Muslims trifft, interessiert schon weniger und die Wahrscheinlichkeit, die besagt, dass diese Terroristen für Muslims zigmal gefährlicher als für Nichtmuslime interessiert in der Diskussion schon gar nicht. Der mangelnde Schutz der Muslime vor Terror führt dann dazu, dass diese fliehen.

    Wichtig ist der Satz von Bayes insbesondere für Testverfahren. Wenn man einen medizinischen Test durchführt, der in 99% aller Fälle richtig ist, aber in 1% falsch, werden umso mehr Menschen fälschlicherweise für infiziert erklärt, je weniger tatsächlich infiziert sind. Ist durchschnittlich einer von 1000 infiziert, so wird der Test 10 weitere Personen fälschlicherweise als positiv einstufen.
  • Auch der Fall mit Kupfer?

    04.12.2017, Dan
    Kupfer hat auch antibacteriele Eigenschaften:
    http://www.antimicrobialcopper.org/us/how-it-works
    Schützen Bakterien sich auf die gleiche art dagegen wie bei Silber?

  • 04.12.2017, Hannes Partsch
    Es ist einfach nur beeindruckend, daß diese alte Technik immer noch funktioniert. Aber es zeigt sich halt auch, daß wir auf ein riesiges Informationsloch zusteuern, seit Papier nicht mehr das primäre Aufzeichnungsmedium ist. Denn irgendwann werden die explodierenden Datenmengen menschlichen Wissens nicht mehr lesbar sein, weil die Daten in der heute vorliegenden Form unbekannt sein werden, weil - wie im Falle von Voyager 1, und da sind es erst 37 Jahre her - es wahrscheinlich dann längst keine Maschinen mehr geben wird, die diese Daten lesbar machen könnten, resp. die dahinter steckende Software unbekannt sein wird. Word im Jahre 4017? Was nützen da Zeitkapseln oder BluRays, die Jahrtausende überdauern?? Unser heutiges Wissen wird in ferner Zukunft verloren sein, und dagegen ist wahrscheinlich kein Kraut gewachsen. Es sei denn, wir codiern unser Wissen in die immer neuesten Software- mittels neuester Rechnergeneration. Ein astronomischer Aufwand!

    (Trivialbeispiel: Es gab mal das Videosystem "Video2000". Es gibt keine Abspielgeräte mehr, aber ich kenne Personen, die noch Bänder haben, die sie nicht mehr abspielen können. Die aufgezeichneten Dokumente sind für immer verloren!)
  • Was Greenpeace dazu sagt.

    04.12.2017, Michael Pauli
    Lieber Herr Ebert,

    in Ihrer Kolumne „Was wäre, wenn Weltretter gar nicht die Welt retten möchten?“ artikulieren Sie Unmut über Umwelt-NGOs. Das ist Ihr gutes Recht, dafür sind zugespitzte Meinungsartikel da. Aber auch Meinung sollte bei den Fakten bleiben.

    Lassen Sie mich als Leiter der Kommunikation bei Greenpeace ein paar Sätze zu Ihrem Artikel formulieren.

    Sie schreiben auch über die Versenkung der Ölplattform Brent Spar in den 80ern. Hier behaupten Sie, Greenpeace hätte gegen die Versenkung argumentiert, weil dadurch das Meer hochgradig belastet würde, unterschlagen dabei aber, dass es nie um die Ökobilanz der einzelnen! Plattform ging, sondern um das Grundprinzip, ob einem Konzern erlaubt werden soll, Giftstoffe wie Ölschlämme einfach im Meer zu versenken, weil es für das Unternehmen die preiswerteste Lösung ist. Die Brent Spar stand also für einen Präzedenzfall – und so ist das auch von der Mehrheit der Bürger und der Politiker wahrgenommen worden. Dies ist der Grund, warum die Nordsee-Anrainerstaaten 1998 ein generelles Versenkungsverbot beschlossen haben. Was die Giftstoffe angeht, hat Greenpeace monatelang mit den eigenen Zahlen von Shell argumentiert. Erst zwei Tage vor dem Ende der Kampagne hat Greenpeace leider eine falsche Hochrechnung der Ölschlämme in den Tanks veröffentlicht. Dies war keine Absicht, sondern geht auf einen Messfehler zurück. Für das Entstehen der öffentlichen Empörung über das Verhalten von Shell kann dieser bedauerliche Fehler schon chronologisch keine Rolle gespielt haben, zumal die falsche Zahl damals von den Medien kaum aufgegriffen wurde. Gleichwohl: Der Fehler hätte nicht passieren dürfen, deshalb hat Greenpeace ihn als erster veröffentlicht, sobald er bei Nachberechnungen aufgefallen ist, und sich dafür entschuldigt.

    An anderer Stelle werfen Sie NGOs pauschal Intransparenz vor: „Während Konzerne verpflichtet sind, Informationen über Vorstandsgehälter, interne Geschäfte mit Mitgliedern oder des Aufsichtsrats ihren Aktionären und Behörden vorzulegen, müssen NGOs dies nicht tun…“ Abgesehen davon, dass diese Unternehmenstransparenz nur für Aktiengesellschaften gilt und gerade nicht für die Mehrzahl der Firmen, ignorieren Sie es hier, dass gerade gemeinnützige Organisationen sehr penibel und regelmäßig geprüft werden. Dazu gehört auch die Sparsamkeit der Mittelverwendung gemäß des Vereinszwecks. Die Gehälter der Greenpeace-Geschäftsführung kann jeder auf der Homepage im Jahresbericht nachlesen, genauso wie alle anderen Finanzzahlen. Mehr noch: Das gesamte Greenpeace-Gehaltsmodell, für alle Beschäftigten, steht auf der Homepage. Nur die Gehälter des Aufsichtsrats sind nicht zu finden – die sind nämlich alle ehrenamtlich in ihrer Freizeit tätig, ganz ohne Gehalt.

    Mit den besten Grüßen
    Michael Pauli