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Lesermeinungen - Spektrum der Wissenschaft - Seite 72

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Kohlensäurehaltige Getränke ...

    01.01.2018, Franco Vaderno
    ... sind eigentlich kein Problem, wenn man es versteht, den fälligen Rülpser (sorry für die Umgangssprache bei einem natürlichen Prozess) leise los zu werden. Mit einem entfernt an den Brunftschrei von Hirschen erinnernden Aufstoß wird man bei den benachbart sitzenden Passagieren meist keine große Sympathien ernten. Der wird auch wegen des geringfügig niedrigeren Kabinendrucks heftiger ausfallen als am Boden. Das war es aber auch mit den Problemen.
  • Schulwahrheiten

    31.12.2017, Daniel
    Ich finde esimmer wieder erstaunlich, wie viele Aussagenfür die Schulbildung getroffen werden, die eigentlich nicht korrekt sind, mit dem Ziel, nicht zu viel Verwirrung zu erzeugen oder das Thema zu vereinfachen.
    Bei mir hieß es im Mathe-LK noch, dass jede stetige Funktion auch differenzierbar ist. Auch im Studium ist sowas liegen geblieben. Schade eigentlich.
  • Atomreaktor Generation X ohne radioaktive Abfälle?

    31.12.2017, Georg F. Schmidt
    Bei dem Beitrag könnte man ja direkt begeistert sein. Bisherherige Atomabfall wird restlos aufbereitet, in Energie umgesetzt und es entsteht kein radioaktiver Müll der uns für Jahrtausende weiter belastet. Man könnte aber auch den Verdacht haben, das Problem wird wieder einmal in die Zukunft verschoben und einfach den nächsten Generationen über gebügelt. Von Spektrum, bin ich da etwas enttäuscht, dass auf die Frage des radioaktiven Abfalls, selbst wenn er nur noch ein Bruchteil der aktuellen Systeme betragen sollte, nicht mal im Nebensatz eingegangen wird (man soll wohl schliessen, den gibt es nicht). Denn was interessiert uns im Verhältnis zum (über Jahr-Millionen strahlenden) nuklearen Abfall ein etwas höherer Wirkungsgrad, oder die etwas verbesserte aktuelle Sicherheit?
  • Mit einer dieser Technologien so billig wie Solarstrom werden?

    31.12.2017, ASasse
    Ok, 2001, als die Gemeinschaft gebildet wurde war vielen noch nicht bekannt, dass Solarstrom so viel billiger werden würde. Wer da heute noch in Atomenergie investiert kann jedoch getrost als weltfremd bezeichnet werden - oder muss sich vorwerfen lassen, 15 Jahre Technologieentwicklung verschlafen zu haben. Zumindest für terrestrische Anwendungen.
  • @Detlef Kroll

    31.12.2017, Hannes Partsch
    Lieber Herr Kroll, die Mathematik ist sehr wohl eine Geisteswissenschaft, die einzig exakte nämlich!
  • Die Endlagerung bleibt ungelöst

    31.12.2017, Reithofer
    Exakt deshalb ist es ohne Relevanz, nach welchem Prinzip Fissionskraftwerke betrieben werden. Solange keine sichere Methode gefunden wird, um den anfallenden Müll für mehrere Hunderttausend Jahre von der Biosphäre zu trennen, ist diese Form der Energieumwandlung nicht akzeptabel.
  • Trump ist ausgetreten

    31.12.2017, Johannes Herbst
    Wer hätte gedacht, dass der Austritt aus dem Klimavertrag so schnell wirkt...
  • Danke für diesen interessanten Beitrag!

    31.12.2017, Peter Kayser
    Ich spreche dem Autor dieses Beitrag meine grosse Anerkennung und meine Gratulation zu diesem Beitrag aus. Ein spannender Bericht wie dieser hat im in dieser Frage mittlerweile mental gleichgeschalteten (da vier Dekaden durch grüne NGOs missioniert) und ca. 100 Millionen Menschen umfassenden D-A-CH-Land absoluten Seltenheitswert.

    Seit der (begründbare!) technische Optimismus der sechziger Jahre einer düsteren "Gloom-and-Doom" bzw. quasi-apokalyptischen "No future!"-Stimmung Platz gemacht hat, die so ausgeprägt ist, dass sie zu kollektiven Denkblockaden führt, ist es leider selbstverständlich geworden, dass Sie von den professionellen Bedenkenträgern, darunter natürlich auch bekannte Grünpolitiker, die gut von vom politischen Geschäft" der Angstmache leben, heftige Schelte für diesen Artikel abbekommen.

    Der heutige Oekopessismus und die generelle Orientierung an "unlösbaren Problemen" scheinen mir ein Merkmal unserer Zeit zu sein - sie sind dabei aber mindestens so irrational wie die vermeintliche "Technik-Euphorie" der sechziger - und dennoch irgendwie typisch für den deutschen Sprach- und Kulturraum.

    Man ist fixiert auf Probleme, die man laut klagend wie eine Monstranz vor sich herträgt, statt sich aktiv suchend auf den Raum möglicher Lösungen zu konzentrieren.

    Sie können sich aber damit trösten, dass dieser Menschenschlag die Schnittmenge NULL mit der Gruppe von Menschen gemein hat (tüchtige, verantwortungsvolle Ingenieure, einige mutige Politiker usw.) welche die grossen Menschheitsprobleme (Mangel an klimaneutraler Energie --> fehlendes sauberes Wasser --> Armut durch fehlende Infrastruktur usw.) ohne ideologische Scheuklappen ernsthaft anzupacken und zu lösen vermögen statt die Welt mit Wohlfühl-Scheinlösungen zu beglücken (--> "Energiewende").

    Die ewigen Bedenkenträger und Berufsbetroffenen werden die Probleme eines Planeten, der bald 10 Milliarden Menschen tragen muss, mit Sicherheit nicht lösen! Wenn es den säkularen Ersatzteufel Kernenergie nicht gäbe, würden diese vor allem uninformierten Bedenkenträger (Dunning-Kruger lässt grüssen!), die sich im übrigen einer durch Wissenschaft und technischem Fortschritt ermöglichten Lebenserwartung von mittlerweile um die 80 Jahre erfreuen, ein anderes Objekt finden auf das sie ihre technophoben Angst-Lust-Projektionen fixieren können.

    Die Oekomodernisten ( http://www.ecomodernism.org/deutsch/ ) haben eine Zukunft, die traditionell Grünen jedoch nicht, sie haben es bloss noch nicht gemerkt. Zu ersteren zähle ich mich selber.

    Bitte weiter so!

    Mit den besten Wünschen für ein erfolgreiches neues Jahr und den Mut zu weiteren solchen Artikeln!
  • nahezu unfassbar...

    30.12.2017, rainer l.
    ...finde ich die einseitigkeit des artikels.

    das tröstliche daran: mit solch plumper "argumentation" wird das nie was mit der renaissance.
  • Wirtschaftliche Kernenergie?

    30.12.2017, Klaus Eichler
    "Ab Generation II gelang es ab etwa Mitte der 1960er Jahre, die Anlagen wirtschaftlich als Kraftwerke zu betreiben."
    Wirtschaftlich ist der Betrieb für die Betreiber, volkswirtschaftlich ist er ruinös.
    Die Endlagerungsfrage ist ungelöst, dafür kommt der Staat auf (in Deutschland gegen eine lächerliche Ablösesumme, die die Betreiber gezahlt haben).
    Die Betreiber sind faktisch von der Haftpflicht befreit, bei einer Katastrophe haftet die Allgemeinheit (neben Tod oder schwerer Krankheit mit ihrem gesamten Vermögen). Die Betreiber müssen das Risiko weder durch (immense) Rückstellungen abdecken, noch eine Versicherung dafür abschließen. Angeblich wäre auch gar keine Versicherung bereit, das Risiko zu tragen. Warum wohl?
  • Alarmismus & Panikmache

    30.12.2017, Dr. J. Götz
    Zunächst möchte ich den Beiträgen #3,4,5,6 und 7 zustimmen.

    Die Festlegung von Grenzwerten beruht in der Regel auf Beobachtung/Feststellung gesundheitlicher Schäden bei viel höheren Feinstaub/Schadstoffkonzentrationen. Erst danach wird überlegt, wie hoch der Wert des Feinstaubs sein darf, um die Öffentlichkeit vor schädigenden Wirkungen zu schützen. Bei der konkreten Festlegung wird in der Regel auch die höhere Empfindlichkeit von Kranken - z.B. Asthmatikern - berücksichtigt. Konsequenz: ein kausaler Zusammenhang zwischen kurzzeitig hohen Feinstaubwerten als Folge von Silvesterböllern und einer Steigerung der Todesfälle kann in aller Regel nicht erbracht werden. Dazu müssten bei einer Vielzahl von Todesfällen die konkrete Todesursache durch Obduktion festgestellt und statistisch gesichert werden. Das wird aber nicht gemacht, sondern Hochrechnungen aufgrund statistischer Überlegungen angestellt. Heißt: es gibt eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass Feinstaub die Ursache sein könnte, aber als Beweis würde ich nur das Ergebnis einer Obduktion oder feingeweblichen Untersuchung gelten lassen. Im Übrigen stellt sich mir die Frage, ob der Sachverhalt überhaupt berichtenswert ist und nicht schlicht und einfach Alarmismus und Panikmache. Z.B. sind durch die Brände an der Westküste Amerikas Menschen real ums Leben gekommen. Es werden vielleicht auch noch Betroffene sterben, weil sie eine Rauchgasvergiftung erlitten haben - also viel höheren Konzentrationen der Noxen ausgesetzt waren. Diesen Menschen gehört mein Mitgefühl, aber um die Rauchschwaden der Silvesterknallerei mache ich mir keine Gedanken.
  • Sehr unglückliche Wortwahl im Artikel

    30.12.2017, Isaak
    Leider ist die Wortwahl im Artikel unglücklich getroffen. Sie suggeriert, dass es im genannten Temperaturbereich zwei Phasen gibt - dies ist aber noch nicht nachgewiesen. Schon die Lektüre des Abstracts des Artikels verrät, die Ergebnisse ‘point toward the existence’… sie ‘weisen darauf hin’. Das mag für den Laien recht solide klingen, ist aber sehr weit von einem echten Nachweis entfernt.

    Die Arbeitsgruppe(n) um Anders Nilsson und Lars Pettersson arbeiten schon seit einem guten Jahrzehnt (wenn nicht gar länger) am Nachweis der ‘Zwei-Phasen-Wassertheorie’, konnten aber bis dato bestenfalls Indizien vorlegen, die sich im Prinzip auch mit einem Ein-Phasen-Wasser-Modell erklären lassen. Eine experimentelle Beobachtung, die die Annahme von zwei parallel existierenden Phasen in flüssigem Wasser erzwingt, steht noch aus (falls sie denn jemals geliefert wird). Keinesfalls sollte in einem solchen Artikel unerwähnt bleiben, dass das Zwei-Phasen-Modell nur EINE Theorie ist. Tatsächlich wird das Zwei-Phasen-Modell in einem großen Teil der Community mit gehöriger Skepsis betrachtet, oder gar seit Jahrzehnten in Frage gestellt (siehe z.B. Veröffentlichungen der Gruppe um Richard Saykally).

    Von einem dedizierten Wissenschaftsjournal erwarte ich mehr Genauigkeit bei der Wortwahl / Ausdrucksweise.

    Beste Grüße und auf eine genauere Wortwahl in Zukunft - ein gesundes 2018!
  • Dürfen Journalisten für eine Gute Sache eintreten

    30.12.2017, Armin Furlan
    S.g. Redaktion, s.g. Herr Mäder!
    Leider komme ich mit den Varianten des ankreuzens nicht zurecht! Für mich ist die Frage prinzipiell in allen Punkten falsch gestellt. Auf falsche Fragen können schlecht richtige Antworten folgen. Egal, wie wir uns zu einer Sache entscheiden, neutral, positiv oder negativ, ablehnend oder zustimmend- wir tun das immer als subjektive Person und haben daher eine Werteng im Zusammenhang unserer Situation getroffen. Neutralität um diese herauszugreifen, heißt dementsprechend nicht, keine Meinung zu haben und dadurch noch objektiver zu sein. Neutralität setzt ein Wissen und Empfinden können (Empatie und Solidarität) von unterschiedlichen Meinungen voraus um dann im Dialog einen Entscheidungsprozess zu finden. Beispiel: die "Österreichische Neutralität" bezieht sich auf die vergangenen Weltkriege die man nicht mehr will. So gesehen ist eine neutrale Haltung immer eine Folge der persönlichen Meinung.
    Dies kommt mit der Möglichkeit des ankreuzens bzw. auswählens nicht heraus, im Gegenteil.
  • Pustelschwein

    30.12.2017, Dr. Hans-Volker Karl
    Es gibt keine hässlichen Tiere! Solche Bezeichnungen sind unwissenschaftlich!
  • Sind Propaganda und Journalismus dann dasselbe?

    30.12.2017, Viktor Meyer
    "Propaganda" war früher ein wertneutraler Begriff, bis ein klumpfüßiger "Reichsminister" diesem Begriff eine Konnotation verlieh, die bis heute Bestand hat und der Abwertung tendenziöser Berichterstattung dient.

    Ich halte Ihre These aus vielerlei Gründen für äußerst problematisch. Ihnen unterläuft als promovierter Philosoph ein fataler Denkfehler, nämlich, dass es objektiv und a priori klar sei, was "die gute Sache" sei.

    Ich werde jetzt ein Extrembeispiel bringen, das in keinster Weise meine Ansichten und Wertvorstellungen spiegelt. Ich bringe es nur, um mein Argument besser herauszuarbeiten.

    Der "Völkische Beobachter" hielt es für eine gute Sache, die Menschen jüdischen Glaubens aus Deutschland zu entfernen und hat dementsprechend "berichtet" und "kommentiert". Man war sich auch nicht zu schade, Dinge zu erfinden und Tatsachen zu verdrehen. Diesem Treiben verleihen Sie mit Ihrem Artikel die Legitimation, denn es diente ja alles der vermeintlich "guten Sache".

    Was Menschen, die so argumentieren wie Sie, stets nicht begreifen, ist, dass sich die Dinge auch gegen sie selbst wenden können. Und dann ist man auf einmal mit einer Hetze konfrontiert, die man selbst legitimiert hat, denn die Gegenseite kämpft ja auch nur für das, was sie für "die gute Sache" hält.

    Als studierter Naturwissenschaftler werde ich niemals die Bevormundung akzeptieren, die sich ein Journalist anmaßt, der fachlich sowieso den Fachkollegen weit unterlegen ist, über deren Arbeit er oder sie berichtet, indem er oder sie eine Interpretation der Fakten vorgibt.

    Ich habe seit meiner Studienzeit nichts anderes gelernt und gemacht, als die Fakten und ihre Bedeutung, die man mir präsentiert hat, selbst zu durchdenken und zu interpretieren. Das werde ich niemals an irgendwelche Journalisten outsourcen.

    Wenn Sie meinen, dass meine Meinung unmaßgeblich sei, dann sehen Sie sich die Auflagenzahlen der "meinungsmachenden Medien" an und lernen Sie. Und das liegt nicht am Internet, denn ich zahle weiterhin für Computermagazine, obwohl ich sämtliche Informationen aus diesen Magazinen auch kostenlos im Internet erhalte.

    Noch bin ich jahrzehntelanger Abonnent des "Spektrums", aber in der Minute, in der Sie mich mit Ihren Ansichten und Interpretationen belästigen, mir unnötige kognitive Energieverschwendung aufnötigen, um Meinung und Tatsache auseinander zu halten, in der Minute verliert der Spektrum-Verlag einen Abonnenten.

    Überlassen Sie das Predigen lieber den Predigern. Wenn mir der Sinn danach steht, setze ich mich unter die Kanzel.

    Machen Sie lieber Ihre Arbeit vernünftig, und es ist vollkommen irrelevant, ob Hanns-Joachim Friedrich etwas gesagt hat oder nicht.

    Ich zahle für Ihre Arbeit, damit Sie mir die Zeit und Mühe einer vernünftigen Recherche abnehmen. Ich hatte einen Vater und eine Mutter, die mich erzogen haben, und brauche dafür keinen Schreiberling mehr.

    Das erstere ist ein Mehrwert, für die zu zahlen ich bereit bin, das letztere eine Anmaßung und eine Zumutung. Raten Sie selber, ob ich für letzteres zahlen möchte.