Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Die hier angesprochene Bibel

    09.08.2017, Dr.Werner Thurner
    ist , genauer betrachtet ein hübsch zu lesendes Buch mit allerlei Lebensweisheiten und zum Teil (!!) sinnvollen Vorschriften, Ideen. Nicht mehr und nicht weniger.
    Die Bibel kann man mögen (und irgend einen tieferen Sinn darin erkennen) oder auch nicht. Sie in den Rang eines "heiligen" Buches oder gar eines Gesetzbuches zu erheben ist durch nichts gerechtfertigt.
    Dadurch wird die hier geäußerte Meinung, daß Religiöse potentiell gefährlichere Menschen leider bestätigt.
    "Atheisten haben scheinbar mit der Wahrheit ein Problem."
    Andersrum wird ein Schuh darus. Atheisten sind in der Regel streng (natur)wissenschaftlich orientiert und nähern sich Wahrheiten sehr viel enger und genauer an, als "Gläubige", auch Bibel Gläubige. Merke glauben heißt nichts wissen. Wissen und Glaube waren immer ein Gegensatz, nicht erst seit Galileo Galilei.
    Zum Beitrag Dr.Klein
    "Agnostiker halten per Definition die Frage nach der Existenz Gottes für sinnlos, eine Einstellung die sich grundsätzlich von der Gottesfrage auf alle metaphysischen Aussagen ausdehnen lässt. Ein Atheist GLAUBT, dass es keinen Gott gibt." Nein, ein Atheist WEISS (nach dem Stand des heutigen Wissens und per Falsifikation eines Gottes, noch dazu eines strafenden alttestamentarischen Gottes) daß es keinen Gott gibt. Per Definition ist ein Atheist ein Mensch der ohne Gott auskommt.
    wiki:
    "Atheismus (von altgriechisch ἄθεος átheos „ohne Gott“) bezeichnet die Abwesenheit oder Ablehnung des Glaubens an Gott bzw. Götter (Theismus). Zum Atheismus im weiteren Sinne zählen einige auch den Agnostizismus (agnostischer Atheismus), nach dem die Existenz von Gott bzw. Göttern ungeklärt oder nicht klärbar ist. Im engeren Sinne bezeichnet er jedoch die Überzeugung, dass es Gottheiten nicht gibt."
  • Im Zweifel StVo

    09.08.2017, Ralph Fischer
    Ich bleibe bei der einfachsten Lösung:
    Die KI muss gegen den Unfallverursacher fahren

    Weil der den Schaden bezahlen muss.
  • Eigentlich ganz einfach.

    09.08.2017, Rumpel
    Und dann ist da noch die Versicherung, die nur Risiken und keine Wahrscheinlichkeiten absichert, die aber die Grundlage für eine Betriebserlaubnis darstellt.

    Das autonome Auto wird also in der Stadt keine 30-60 fahren dürfen, wenn irgendwo so ein Szenario aufgrund der Umgebung wahrscheinlich ist. Sondern vermutlich irgendwas zwisdchen 12-20 km/h, was jederzeit (oder nur mit sehr geringen Folgen) in 99,9999 % aller Störungen des Fahrbetrieb abbremsen kann.

    Das Ding wird auch kein Haustier überfahren dürfen, weil mit Tieren genrell zu rechnen ist. Wenn die Anzahl der Gegenstände in der Umgebung hoch ist, wird die Geschwindigkeit gedrosselt, weil die Wahrscheinlichkeit von kurzfristigen Störungen halt hoch ist. So einfach...

    Im Kern wird schnelleres autonomes Fahren also nur auf gesperrten Bereichen (z.B. Autobahnen) stattfinden können. Was auch gut und richtig ist, in den Risikobereichen wird dann langsam gefahren (da wollen ja alle hin, aber wir können ja nicht alles einzäunen).

    Die Hölle wird es für Selbstfahrer, die plötzlich Fahrzeuge drumherum haben, die sich manisch an jede Regel der STVO halten. Bremsen bei gelb ( nicht Gasgeben), kein beparken von Radwegen, sondern auf der Fahrbahn, die Höchstgeschwindigkeit ist nicht länger die Mindestgeschwindigkeit.

    Wir könnten zuerst mal mit dem Einbau und der Zwangsaktivierung verschiedener vorhandener Asssitenzsysteme für bestimmte Situationen starten. ;-) Mal sehen, was die Leute dazu sagen.

    Ich glaube viele Leute haben noch keine Ahnung, was das wirklich heißt. Und ich bin gespannt, wann Wildtiere, Hunde und Hauskatzen gelernt haben, dass die Dinger für sie bremsen, wenn sie sich nähern.

    Achja, Kinder und Rollatorfahrer sind dann auch im Vorteil. Die hupt niemand mehr weg.
  • unglaubliche betrachtung

    09.08.2017, dödel
    rein von der sache her ist die problematik nicht aktueller, jetzt da es selbstfahrende und selbstentscheidende Fahrzeuge geben soll. Die Prinzipielle Situation hat sich ja dennoch nicht geändert weil ein Mensch auf diese Frage genausowenig wie die Maschine eine "richtige" antwort findet
  • Wikinger belieferten Europa mit Fisch vom Polarkreis

    09.08.2017, Heinrich Förster
    Sehr geehrte Damen und Herren,
    unter dem Link https://idw-online.de/de/news679284 habe ich einen Artikel zur ähnlichen Thematik gefunden. Dort ist allerdings nur von Trockenfisch die Rede.
    War es damals tatsächlich möglich Fisch in gefrorenem Zustand bis nach Mittel- oder gar Südeuropa zu bringen? Oder hatte nicht doch der getrocknete oder gesalzen Fisch einen deutlich höheren Anteil am Handel?

    Mit freundlichen Grüßen
    Heinrich Förster
    Stellungnahme:
    Vielen Dank für den Hinweis. Es scheint sich bei dem Fisch tatsächlich um gefiergetrockneten Fisch gehandelt zu haben. Wir haben die entsprechenden Textstellen korrigiert.
  • Nachgerechnet

    09.08.2017, Jens D.
    Ich rechne mal mit folgenden Werten:

    Ladeleistung 100 kW
    Stromverbauch 20 kWh/100 Km
    Kapazität für 500 km Reichweite: 100 kWh
    Fahrleistung: 13.000 km je Fahrzeug
    Anzahl Fahrzeuge: 60 mio

    Zum Thema Netzausbau:
    - Jedes Fahrzeug lädt 1 Stunde voll (blockiert die Ladesäule 1 Stunde)
    - Jede Ladesäule braucht Minimum ein Kabel mit Gesamtquerschnitt ca. 75 mm² Kupfer (400 Volt * 250 A, bei ca. 3 mm² / 10 A). Das ist ein Leitungsdurchmesser bei 3 Leitungen je 5-6 mm. Je mehr Ladesäulen an einem Kabel hängen, umso stärker muss es werden (3 Säulen: 225 mm², mind. 3x10 mm)
    - 60 mio Fahrzeuge brauchen jährlich eine zusätzliche Strommenge von 156 TWh (60'000'000 * 13000 km / 100 km * 20 kWh = 156000000000 kWh)
    - derzeit verbrauchen wir jährlich 600 TWh = mindestens 25% Mehrbedarf an Strom (bei ca. 0,004 TWh/a je Windrad und 156 TWh zu erzeugenden Strom = 39000 neue Windräder notwendig, will man den zusätzlichen Strom nur aus Windkraft gewinnen)

    Zum Thema Anzahl der Ladesäulen, es wird mit geglätteten Durchschnittswerte gerechnet:
    - alle Fahrzeuge zusammen müssen jährlich 1560000000 Stunden laden (156 TWh jährl. Strombedarf aller Fahrzeuge / 100 kw Ladeleistung)
    - das Jahr hat gesamt 8640 Stunden, es werden also bei optimierter Dauerbelegung 18056 Ladesäulen gebraucht damit jeder der 60 mio Beispielfahrzeuge immer vollgeladen gehalten werden kann und niemand warten müsste
    - jedes einzelne Fahrzeug im Durchschnitt damit 26 Stunden / a reine Ladezeit
    - jedes einzelne Fahrzeug also aller 14 Tage für eine Stunde (360 Tage / 26 Stunden Ladezeit pro Jahr)
    - und wenn wir die Glättung wegnehmen (nicht jede Säule ist ständig belegt, geht kaputt, Ballungsgebiete, Zeit für Fahrzeugwechsel etc. pp.) dann können wir die Anzahl der errechneten Säulen locker den Faktor 10 nehmen = ~180000 Säulen d. h. wir brauchen mindestens 13 Säulen je Tankstelle bei derzeit ca. 14000 Tankstellen

    Weitere Überlegungen
    - völlig daneben liegt Herr Ebert nicht, ich komme auch auf ähnliche Werte
    - woher nehmen wir all den zusätzlichen Strombedarf, wenn Nachts der Wind nicht weht?
    - wieviel Energie verbraucht die Produktion je Fahrzeug
    - wieviel Energie verbraucht die Produktion des Ersatzakkus (aller 10 Jahre?), recyclet aus dem verschlissenen Altteil
    - welche Kosten kommen für den genannten Netzausbau, Fahrzeugproduktion und Akkuerhalt auf die Bürger zu. Und wie hoch sind bei ca. 50 mio Autofahrern die Gesamtkosten je Kopf tatsächlich pro Jahr, wenn wir bis 2030 alle E-Auto fahren wöllten. Wie hoch sind dagegen im Vergleich diese Kosten, wenn alles bleibt wie es ist
    - und all dieser Aufwand, wo keiner genau sagen kann, was es nachhaltig wirklich bringt. Niemand weiß genau, wann das Erdöl alle ist. Niemand weiß genau, ob die globale Erwärmung beeinflussbar ist. Würde man das Geld in andere Forschungsgebiete stecken (Kernfusion, E-2-GAS, Wirtschaftswissenschaften), und vielleicht noch etwas davon für die dritte Welt ausgeben (Hilfe zur Selbsthilfe) sowie für die bessere Anpassung der Menschen auf die sich verändernde Umwelt - wäre dann der Menschheit in der Summe nicht viel mehr geholfen?
    - ist die Planwirtschaft in der Geschichte nicht schon oft genug gescheitert? Was machen wir diesmal anders, dass es klappen könnte? Intelligenter sind wir Menschen sicher nicht geworden ;-)
  • mal ganz abgesehen davon

    08.08.2017, rap
    dass die "Religionen" (was unterscheidet die nochmal grundsätzlich von Ideologien und Philosophien? besonders wenn man rein rational auch aktuell das weitaus meiste gar nicht weiß? -> "glauben und raten", ok, hat noch nicht jeder gemerkt...) so unterschiedlich sind wie Tag und Nacht (zB "Schwertvers" gegen "Feindesliebe") und das Christentum zumindest nach der Bibel... kein Opium fürs Volk ist (keine Jenseitsvertröstung, siehe zB Johannes 10,10) waren die 2 größten Massenmörder des letzten Jahrhunderts klar Atheisten/Marxisten (Mao und Stalin).

    Was nun?

    Mal abgesehen davon dass die meisten heute anerkannten ethischen Normen schon aus dem alten Testament kommen (zB mit 2erlei Maß messen ist böse etc, Atheisten haben da scheinbar ein größeres Wissensdefizit, aber heute macht nix wissen leider auch nix).

    Aber auch die bei Wikipedia ursprüngliche Formulierung, dass das (ok, biblische, die zB Kreuzritter waren okkult, wie die Nazis und schon länger... leider, besonders für sie, die Juden) Christentum die höchste Form der Ethik ist, wurde gelöscht (hatte die leider mal in einem bestimmten Forum einer "moralischen Elite" erwähnt).

    Atheisten haben scheinbar mit der Wahrheit ein Problem.

    Und daher steht auch die (zugegebenermaßen besonders heute aus mehreren Gründen schwer verständliche) Bibel nicht an der ersten Stelle der globalen Bestseller.

    Die echten Diktatoren der Welt wissen es besser: die mögen die Bibel (in der es um Freiheit geht, Freiheit vom Bösen/Lebensfeindlichen das den Menschen versklavt) nicht.

  • Um Gottes Willen

    08.08.2017, Olaf Schlüter
    heftige Reaktion auf eine relativ aussagewarme Untersuchung. Es gibt ein Vorurteil, dass Atheisten sich weniger ethisch korrekt verhalten als Menschen. Ach was? Das hat vor allem historische Gründe: es waren lange Zeit nur die Kirchen und nicht der Staat, der sich um Bedürftige gekümmert hat. Das gerät heute vielleicht in Vergessenheit, weil der vorübergehend existente Sozialstaat schon wieder eingeebnet wurde, und in Internet-Diskussionsforen heute ernsthaft mehrheitlich dafür votiert wird, Flüchtlinge im Mittelmeer ertrinken zu lassen, weil das abschreckt.
    Die moralische Bankrotterklärung moderner menschlicher Gesellschaften muss nicht mehr unterschrieben werden. Doch ob das anders wäre, wenn heute noch mehr Menschen religiös wären in diesen Landen? Zweifel sind angebracht.
  • Der Fahrer soll selbst entscheiden.

    08.08.2017, Ralf Müller
    Es sollte ebenso wie bei herkömmlichen Fahrzeugen der Fahrer selbst entscheiden.
    Die Hersteller sollten die potentiell möglichen Verhaltensweise als Optionen für den Halter bereithalten und dieser sollte vor Beginn der Fahrt die Einstellungen entsprechend setzen.
    Damit ist er dann auch für die Folgen, die durch seine Einstellungen entstehen, zivil- und strafrechtlich haftbar zu machen.
  • Wie die Moral in die Maschine kommt

    08.08.2017, Gerald Sobotta
    Es herrschen immer noch sehr seltsame Vorstellungen von robotischen Systemen. Da liegt ein Sensor-Aktor-System vor mit einem programmierten Computer mit Gedaechtnis. Und es kommt genau die Moral heraus, die vorher spezifiziert wurde und dann programmiert wurde. Von KI zu sprechen scheint manchmal zum Eindruck zu fuehren, die Maschine entwickelt da eine Art Moral an der Spezifikation vorbei. Gut, bei einem technisch fehlerhaftem Programm ist das moeglich, aber das ist ein anderes Thema. Dass unvollstaendig definierte Input-Output-Beziehungen fuer spezielle Inputdaten dann erstaunliche Ergebnisse liefern, ist ueberhaupt nicht auszuschliessen. Fuehrt man nun Rechtsprobleme auf Ursachen zurueck, dann gibt es also die Frage nach der Spezifikation (Was wollte man technisch umsetzen?) und die Frage nach besagten "Spezifikationsluecken ( Wo glaubte man schlampen zu koennen?). Man hat also Entscheidungen definiert und in Kauf genommen durch diverse Arten von Interpolationen ( neuronale Netze etc.) ohne Folgenueberpruefung fuer zahlreiche Inputs. -Und damit ist das Thema abgehakt. Der Computer selbst ist immer unschuldig, auch wenn ein Bit floppt. Das muss ein robuster Algorithmus abfangen koennen. Auch hier ist juristisch die Ursache des Versagens eben nicht die Computerpanne, sondern die Spezifikation und der Algorithmus, der vom perfekten Computer oder auch Sensor und Aktor ausgeht. Kausalitaet bleibt auch in der KI Kausalitaet. Wer Zufallsalgorithmen einbaut, muss fuer die Folgen eben den Kopf hinhalten. Die machen vielleicht im statistischen Mittel vielleicht alles optimal, koennen aber im Einzelfall voellig versagen, aber der zaehlt dann.
    In den Medien wird KI recht oft fast wie Zauberei dargestellt. Ist es aber nicht! Das ist Technik mit umgesetzter Mathematik. Das ist prinzipiell auch nachvollziehbar. Sogar die Fehler von Autopiloten sind durchaus nachvollziehbar. Pech etc. gibt es da nicht. Was nicht gut funktioniert, ist eben Fusch. -In Studien kann man auch unfertige Systeme testen, auf dem Markt haben sie nichts verloren. Systeme, die sich erst im operationellen Einsatz aufschlauen und eventuell sogar Moral entwickeln, sind noch nicht praxistauglich. -Man kann sich eigentlich ausrechnen, welche Arbeit dann in markttauglichen KI-Systemen steckt und welche Ausbildung und Qualifikation das erfordert. Da stoesst man leider sehr schnell auf ein Personalproblem, das noch gar nicht thematisiert wurde. Betriebssystemfehler kann man durch updates schrittweise eliminieren, aber Verkehrstote kriegt man durch updates der Autopiloten nicht aus ihren Graebern heraus.
  • "Wo sind sie alle?"

    08.08.2017, Hans-Jürgen Steffens
    Da man in der Regel mit der Vorstellung sozialisiert wurde, dass das Weltall von intelligenten Spezies nur so wimmeln müsste, wurde die Idee einer möglichen Kontaktaufnahme oft zur fixen Idee. Mittlerweile wird auch wieder gefragt, ob die Menschen vielleicht die einzige Spezies seien, die technologisch den Sprung in die Raumfahrt vollziehen konnten.

    Letzteres wäre dann - diese Bemerkung mag ich mir nicht verkneifen - vor allem das Verdienst der Europäer gewesen. Die "Lust am schlechten Gewissen" (sie wird deutlich in der Bemerkung: "Man sollte ergänzen, dass Europäer den Ureinwohnern auf der gesamten Welt in den letzten vierhundert Jahren massiven Schaden zugefügt haben.") diese Lust also blendet aus, dass die Europäer sich nur verhielten wie andere Völker auch. Sie waren die Nutznießer besonderer geopolitischer Rahmenbedingungen, in denen die philosophischen Ideen der Aufklärung auf fruchtbaren Boden fallen konnten, so dass ab da technologisch gewissermaßen "kein Halten mehr war".

    Wenn wir dennoch die Frge stellen, ob die Moral einer fremden Spezies eine "innere Balustrade" gegen die Ausrottung der Menschen beinhalten würde, so könnte darüber nur spekuliert werden. Mein Standpunkt würde dahin tendieren, dass eine raumfahrende Spezies es technologisch nicht (mehr) nötig hätte, auf "Fertigprodukte" anderer Spezies zurückzugreifen. Eine Eroberng der Erde wäre also womöglich gar kein lohnendes Ziel. Aber auch das ist natürlich nur eine Spekulation.

    Deshalb erschiene es mir auch als müßig, hierüber "eine ausführliche gesellschaftliche Debatte zu initiieren". Für eine sinnvolle Debatte liegen einfach nicht genügend Informationen vor. Davon abgesehen: Unsere Signale sind schon lange draußen. Ist das Kind also bereits in den Brunnen gefallen?

    Sollten genügend Menschen mit ausgeprägten Bedenken hier politisch Druck auszuüben, dann wäre es am konsequentesten, sich bereits jetzt über effektive Verteidigungsmaßnahmen Gedanken zu machen. Ich sag mal aus dem Bauch heraus: eine kleine Prozentzahl der Ressourcen für Verteidigungsmaßnahmen gegen irdische Gegner könnte genügen und würde die Budgets nicht überstrapazieren (wenn es denn von genügend vielen Menschen politisch gewollt wäre ;-)).

    MfG H.-J. S.
  • @ Christian

    08.08.2017, Lutz Jansen
    Was unsere Nachbarsysteme betrifft, so stimme ich zu. Wer tatsächlich über überlichtschnelle Raumfahrt verfügt (so sie denn tatsächlich möglich wäre), der wird wohl seine unmittelbare Nachbarschaft bereits erkundet haben.
    Trotzdem bin ich auch extrem skeptisch, was eine unvorbereitete Kontaktaufnahme betrifft. Denn es ist nun mal so, daß wir überhaupt keine Ahnung haben, was da draußen eventuell von Wert ist und ob wir es möglicherweise auf unserem Planeten haben. Wasser, Sauerstoff, der Eisenkern der Erde...
    Von daher müsste man wohl mit dem Schlimmsten rechnen. Und sei es nur, daß uns die Aliens ihrem grausamen Gott Arghctx'Gra_mothl als Opfer darbringen wollten. :)
  • Schwierig

    08.08.2017, Greyjoy
    "Aliens sind auch nur Menschen."

    Möglicherweise eben nicht.
    Wir projezieren uns ja immer nahezu 100%ig auf hypothetische Außerirdische.
    Dabei könnten die doch eher wirklich fremdartig sein, auch in ihrem Denken und Tun!

    Davon abgesehen verstehe ich eh nie was die von einer Invasion der Erde hätten? Oder gar von einem Krieg (nach Menschenart).
    Da wäre es doch sinnvoller uns irgendwie zu manipulieren ohne selber aufzufallen (wenn jemand ein UFO sieht ist das egal - weil das eh die wenigsten glauben). Oder zumindest erstmal beobachten und abwarten.
  • Wissenschaft per Abstimmung?

    08.08.2017, Arne
    "Warum aber ist es so, dass Menschen an Überzeugungen festhalten, die nach überwältigendem wissenschaftlichem Konsens falsch sind?"

    Ein überwältigender Konsens mag die Wahrscheinlichkeit der Richtigkeit der These erhöhen, ist aber trotzdem kein endgültiger Beweis. Natürlich sind dann Zweifel angebracht und sollten überprüft werden. Und das Überprüfen und Zweifel sind auf keinen Fall zu verdammen, was leider in manchen Passagen in diese ansonsten guten Artikel anklingt.

    Eine These zu übernehmen, nur weil es einen breiten Konsens gibt ist das Gegenteil von wissenschaftlichen Arbeiten.
  • Letztlich hat doch alles eine einzige Ursache, möchte man meinen...

    08.08.2017, Damian Vollmert
    ...denn es sind gerade diese Regionen, die aufgrund mangelnder Bildung der Religion die oberste Priorität einräumen (ein Schelm, wer dabei an das europäische Mittelalter denkt). Die Konsequenz daraus ist all das an Leid wie Suizide, psychische Erkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Kindersterblichkeit und "interpersonelle Gewaltakte" (ich weiß gerade echt nicht, ob ich über diese Wortwahl schmunzeln oder mich aufregen soll!). Es geht letztendlich alles darauf zurück, dass dort der Religion alles andere untergeordnet wird und die bedingungslose Durchsetzung dieser Hierarchie ohne Rücksicht auf Verluste betrieben wird. Und das, mit Verlaub, bestimmt nicht weil es den unterschiedlichen Gruppen dort um den Kern irgendeiner Religion geht, sondern um die pure Machtausübung und Kontrolle und letztendlich den eigenen, wie auch immer gearteten Vorteil. Wen wundert es, dass die Leute da durch Stress herzkrank werden oder aufgrund empfundener Ausweglosigkeit einen Suizid begehen, ganz zu schweigen von den sterbenden Kindern, deren Belange in instabilen Zeiten eigentlich immer als erstes unter den Tisch fallen. Und wo Chaos herrscht sind "interpersonelle Gewaltakte" auch nicht fern, sei es aus krimineller Energie oder aus purer Überlebensnotwendigkeit heraus. Man braucht sich doch nur einmal auf der Welt umschauen - alle Staaten, die sich explizit Religionsfreiheit auf die Fahne geschrieben haben aber gleichzeitig die Religion aus dem staatlichen Machtanspruch in den privaten Bereich abgedrängt haben - besitzen Frieden und Prosperität. Solange die Umsetzung dieses Gesellschaftsmodells im Nahen Osten nicht gelingt sehe ich keine Hoffnung! Im Gegenteil wir sind gerade dabei dieses momentan vor unseren Augen scheiternde Gesellschaftsmodell des Nahen Ostens mutwillig und undifferenziert nach uns zu importieren, m.E. der völlig falsche Ansatz und mit einer humanitären Einstellung überhaupt nicht vereinbar!