Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Erwiderung

    13.04.2016, Dr. J. Götz
    Sehr geehrte Redaktion, der Schluss, den Sie mir unterstellen, lässt sich aus meinem Kommentar nicht ableiten. Es ist aber richtig, dass ich das mit dem Reinigen des Grills mit der Drahtbürste verbundene Risiko in Kauf nehme. Es mag bestehen, ist aber so gering, dass es unter den alltäglichen Risiken, denen wir ausgesetzt sind - oder uns auch sehr freiwillig wie beim Grillen - aussetzen eine absolut untergeordnete Rolle spielt. Einen Anhaltspunkt dafür liefert der Katalog der Risiken von Dirk Proske, Eigenverlag Dresden, 2004, ISBN 3-00-014396-3. Herr Proske setzt sich darin mit Risiken und Ihrer Darstellung auseinander. Bei den Sterbehäufigkeiten (aufgrund verschiedener Ursachen und verschiedener Datenquellen ca. 140) taucht das in Rede stehende Risiko nicht auf. Bei der Betrachtung nach Tagen verlorener Lebenstage für verschiedene Aktionen und Situationen ist es der Kategorie "Gebratenes Fleisch" zuzuordnen. Dort ist es mit 0,125 verlorenen Tagen Lebenserwartung angegeben und nimmt in der Reihenfolge die 119. Position ein. Entscheidend ist aber nicht die Rangnummer, sondern die Reihenfolge, also nach welchen anderen Risiken es einzuordnen ist. Und da schlagen viele alltägliche Ursachen - z.B. Haushaltunfälle - oder Aktivitäten wie Wandern mit höheren Risiken zu Buche. Bedeutet: Grillen stellt kein Risiko dar, welches die Sicherheit unserer Gesundheit bzw. unseres Lebens nennenswert beeinträchtigt. Der kritisierte Artikel ist nichts anderes als Alarmismus, den brauchen wir nicht. Fazit: die Sicherheit wurde nicht ignoriert.
    Ich freue mich auf das nächste Grillen - natürlich mit Thüringer Rostbratwürsten!
  • Mauersegler vergessen?

    12.04.2016, Florian Mengedoht
    Mauersegler starten im August vom Nest in Europa, fliegen bis Südafrika und kehren Ende April wieder zum Nest zurück. Ohne Zwischenlandung wenn alles normal läuft. Das heißt geflogen wird von August bis April, auch in der Nacht!!
    Und hat man den Vöglen ihr Nest kaputtrenoviert, so kreisen sie auch von Mai bis August unnunterbrochen über dem früheren Nistplatz, bis es wieder nach Süden geht oder sie tot vom Himmel fallen..
    Antwort der Redaktion:
    Der Mauersegler ist natürlich auch ein Hochleistungstier - ich musste mich leider auf zehn beschränken ;-)
  • Konklusion steckt schon in der Prämisse

    12.04.2016, Andreas Leue, Hamburg
    Wie im Artikel zu Recht kritisch angemerkt, ist die Prämisse, dass ein einzelner "Verrat" ausreicht, um das Zusammenbrechen der Verschwörung herbeizuführen, nicht gesichert. Ich würde noch weitergehen: Die Modellierung lässt schon im Ansatz kein anderes Ergebnis zu, als dass die Sache irgendwann auffliegt – auch wenn es sehr lange dauert. Nun ist es aber nicht nur so, dass sich professionelle Verschwörer darum bemühen werden, den Kreis der Vertrauten klein zu halten und die Verratswahrscheinlichkeit zu minimieren, sondern ein ganzes Arsenal anderer Geschütze auffahren werden, die nicht in der Zerfallsformel vorkommen, wie Gegeninformationen, Abstrafung oder Verwirrung. Da selbst schon im Umgang mit ganz harmlosen Wahrheiten (Galileo Galilei, Biedermann und die Brandstifter, das "Zwischenlager" Gorleben, Verbesserungen in Unternehmen usw.) die Verbreitung auf erheblichen Widerstand stoßen kann, ist die Frage, ob eine realistischere Modellierung nicht viel weitergehend Elemente der Mem-Konkurrenz, -Evolution usw. enthalten müßte, und ob unter diesem Blickwinkel die sichere Falsifizierbarkeit von Verschwörungstheorien eben doch wieder (leider) in weite Ferne rückt (bei der Mondlandung würde ich aber tendenziell auf Ihrer Seite stehen). Weiter gedacht stellt sich die Frage der Wahrheitsfindung im Informationszeitalter: "Aufklärung 2.0". Dem Experiment der Version "1.0" wäre dann vielleicht ein Trust-basiertes Reporter-Netzwerk mit pgp-signierten Nachrichten gleichzusetzen?
  • Scheinriese

    12.04.2016, Mathilde
    "Manchmal ist die Wissenschaft ein Scheinriese: Je näher man herankommt, desto schneller schrumpft sie auf Normalmaß."
    So scheinen mir auch viele journalistische Artikel zu wissenschaftlichen Nachrichten aufgebaut zu sein (nicht dieser). Zu diesem Thema war das auch so: Erst kommt der Trommelwirbel und dann die Enttäuschung/Erleichterung? für den Leser. Aber wer trägt da zu dick auf?
  • Altbewährte Methode oder "Wissenschaft"?

    12.04.2016, Dr. Bernd Krause
    "Die Idee, durch Einsatz von medizinischem Gewebeband Blasen zu verhindern, ist nicht neu. Sie wird in der Szene der Marathonläufer bereits länger diskutiert und erprobt. Dabei kommen Klebebänder unterschiedlichster Machart zum Einsatz."

    ... aber nicht nur unter Marathonläufern: Das Abkleben empfindlicher bzw. blasenanfälliger Hautstellen an den Füßen gehört schon seit Jahrzehnten zu den "Tricks", mit denen zahlreiche "Fußgänger" vertraut sind, die längere Wege per pedes zurückzulegen haben. Bereits in meiner Schulzeit (1970er Jahre) überstand ich so eine mehrtägige Bergwanderung, und während meiner Wehrdienstzeit war es weit verbreiteter Usus, vor Märschen die gefährdeten Fußpartien abzukleben. In der Regel war die Blasenbildung damit nicht nur um 40% (wie oben angegeben), sondern bis zu 100% reduziert. Noch heute benutze ich gelegentlich einfaches Heftpflaster(-band), um neue Schuhe einzulaufen.

    "Nun schlagen Wissenschaftler um Grant Lipman von der Stanford University eine vergleichsweise einfache Methode vor, um die Blasenbildung schon im Vorfeld zu verhindern: hautfreundliches Gewebeband... "

    Dazu bedarf es angesichts oben genannter Erfahrungwerte, die sicher nicht die meinigen allein sind, keiner Wissenschaft. Heute mag das Klebeband ein anderes und beim Entfernen vielleicht weniger schmerzhaft sein - das Prinzip jedoch ist nicht neu. Die hier vorgestellte Studie liefert meiner Meinung nach keine neuen Erkenntnisse.
  • Keine Elite?

    12.04.2016, Siegmund Probst
    "Auf die Gesamtbevölkerung hochgerechnet sollte es demnach unter den rund 100 000 Einwohnern Judas mehrere hundert Schreibkundige gegeben haben." - Ist ein Anteil von <1% keine Elite?
    Antwort der Redaktion:

    Lieber Herr Probst,
    was sich hinter dem Begriff "Elite" verbirgt, ist natürlich Auslegungssache. Ich denke, wie im Leserbrief oben gerade dargestellt, dass die Autoren den Begriff enger fassen: Die Gruppe der Schreibkundigen war nicht in sich geschlossen, sondern erstreckte sich auf diverse gesellschaftliche Bereiche der Oberschicht - allerdings sicher nicht auf den Durchschnittsbürger.
    Beste Grüße, jd/Red

  • danke fuer die bestätigung

    12.04.2016, Koko Lores
    Als Langstreckenwanderer nichts neues
  • Artikel weglassen

    11.04.2016, Dr. J. Götz
    Sehr geehrter Herr Fischer, wie Sie am Ende Ihres Beitrags richtig zusammenfassen, bleibt unklar, wie groß die Bedrohung durch abgebrochen Drähte der Drahtbürsten wirklich ist und ob sie überhaupt besteht.

    Der Artikel ist daher überflüssig. Das Beste ist, diesen und vergleichbare Artikel schlicht und einfach wegzulassen. Sie tun nix anderes, als ein bisschen Ängste schüren.
    Antwort der Redaktion:
    Eine Gefahr, die man nicht kennt, existiert nicht? Ignoranz ist demnach die höchste Form der Sicherheit. Na herzlichen Glückwunsch!
  • Was denn nun?

    11.04.2016, Martin B.
    Planet X (10) oder 9?

    Sorry, konnte ich mir nicht verkneifen ....
    Antwort der Redaktion:
    das wissen die Planetenfreunde selbst nicht genau - wobei X nicht für die römische Zahl steht, sondern für "unbekannt". So wie Mr. X aus dem Spiel "Scotland Yard" ;-)
  • NASA dementiert Bahnanomalien

    10.04.2016, Werner Gradwohl
    Die NASA hat vor Kurzem gemeldet, keine Bahnanomalien von Cassini festgestellt zu haben.

    http://www.nasa.gov/feature/jpl/saturn-spacecraft-not-affected-by-hypothetical-planet-9

    Planet 9 hat noch bis Ende 2017 Zeit sich derart bemerkbar zu machen, dann endet die überaus erfolgreiche Cassini-Mission.
  • Menschenfrau?

    09.04.2016, Fritz Kronberg
    Sie hätten noch eine Änderung vornehmen müssen. Da kein Zweifel besteht, daß Neandertaler zu den Menschen zu zählen sind, hätten Sie sinnvollerweise auf "Sapiensfrau" korrigieren sollen
  • Kreationistenalarm

    09.04.2016, Klaus Emde
    Die Abgrenzung "Mensch"/"Neandertaler" trägt kreationistische Züge. Homo neandertalensis war genau so ein Mensch wie homo sapiens. Im verlinkten Text wird diese Abgrenzung auch nicht gemacht: dort heißt es "modern human", der populäre Ausdruck für homo sapiens.

    Desweiteren bin ich gespannt wie lange diese Annahme Bestand haben wird.
    Klaus Emde
    Antwort der Redaktion:
    Um den Titel nicht vollends ausufern zu lassen, musste ich verkürzen. Im Artikel selbst wird ja näher zu Homo sapiens spezifiziert.
  • "Erschaffung" eines neuen Bakteriums ?

    09.04.2016, H. Ullrich
    Die Art und Weise, wie durch Budisa auch kleine Ergebnisse zu Storys gemacht machen werden, ist das eine. Leider merkt der Autor des obigen Artikels nicht, dass die Wahl seiner Worte Illusionen und Desinformation erzeugen, wenn er zum Beispiel davon spricht" ...der erste Organismus, der komplett im Labor entstanden war" und "... ein Beleg der Machbarkeit, den die Gentechnologen mit der Erschaffung des neuen Bakteriums vorlegen". Wie im Nachhinein richtig beschrieben, sind die Organismen auf der Basis von bereits vorhandenem Leben entstanden durch gezielte Eliminierung des vorhandenen Ergbutes oder die selbstverständliche Inanspruchnahme aller Funktionen des bisher kaum verstandenen Zellplasma und seiner Organellen sowie der Zellmembran. Der von C. Venter praktizierte und technisch umgesetzte Genreduktionismus ist methodisch sicher ein mikrobiologisches Highlight, den wir aber sprachlich und inhaltlich niemals mit "Entstehung" oder "Erschaffen" von Leben auf eine Stufe stellen dürfen.
  • der Raub der Neandertalerinnen

    09.04.2016, W. Barner
    Freiwillig dürfte die Horde wohl nicht gewechselt worden sein.
    Frauenraub scheint deshalb wahrscheinlich.
    Dem männlichen Neandertaler fehlte dazu die Jagdstrategie.
    Die Sklavenhaltung hat eventuell eine sehr lange (un-)menschliche Tradition.
  • Neanderthal und Homo Sapiens

    09.04.2016, Margit Alm
    Interessanter Bericht. Bin nur gespannt, welches Spezies den Homo Sapiens abloesen wird, wenn er sich als Spezies nicht selbst vor Zeit schon umbringt.