Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Thema verfehlt. Was wurde da "extrapoliert"?

    20.02.2017, Geronymo
    Man braucht keine 70 €, um einen veganen Burger herzustellen. Attila Hildmann schafft das für max 5€.... und das ohne Biotech. Ansonsten hat der Artikel das Thema komplett verfehlt. Sonderlich zum Lachen ist er auch nicht,( nicht nur wegen der mangelhaften Recherche) . Hagen Rether kann das besser.
  • Wenig Information

    20.02.2017, Aen-Seidhe
    Das gesamte Thema so derart ins Lächerliche zu ziehen... da kann ich mich meinem Vorredner nur anschließen; das gehört nicht auf eine Website, die informativ sein soll. Aber wie schon erwähnt, es ist einfacher etwas schon Vorhandenes aufzugreifen und noch mehr zu verfälschen.
  • Neue Erkenntnis?

    20.02.2017, Mike Härtel
    Mir ist nicht ganz klar, was an der Erkenntnis, dass die Drift ozeanischer und kontinentaler Platten durch die Konvektionsströmung im Erdmantel angetrieben wird, neu sein soll. Das Prinzip dieser Strömung kann man in jeder Teekanne beobachten, unter der eine Kerze steht. Die Wärmezufuhr liefert einerseits der heiße Erdkern, andererseits der Kalium 40-Zerfall. Man nimmt an, dass auch Effekte wie der sog. Slab Pull und der Ridge Push eine gewisse Rolle für das Auseinanderdriften von Platten spielen, das heißt, das die ozeanischen basaltischen Platten an ihren Rändern abgekühlt und damit dichter und schwerer als Mantelmaterial sind und unter den kontinentalen Platten in den Erdmantel gelenkt werden, wobei während dieses Abtauchprozesses eine gewisse Zugkraft (Slab Pull) der abtauchenden Randbereiche auf die Platte selbst entsteht. Ridge Push heißt, dass die Mittelozeanischen Rücken durch das Aufsteigen und Herauspressen von neuem basaltischen Material wie untermeerische Gebirge aufgetürmt sind und dabei zur Seite, das heißt, auseinander gedrückt werden.
  • Die Frage, vegetarisch oder nicht, ist falsch gestellt.

    20.02.2017, Ekkehard
    Ernährung mit religiösen Vorstellungen/Gefühlen zu verbinden ist irreal. Die Ernährung ist keine mentale Frage sondern eine rein körperliche. Der menschliche Körper wird von anderen Bakterienstämme besiedelt als tierische.

    Die Mikrobiom-Strukturen im Darm sind ausschlaggebend für die Art der Ernährung. Es gibt 3 hauptsächlich zu unterscheidende Bakterienstämme im menschlichen Darm: Stamm A spaltet das tierische Eiweiß, Stamm B das pflanzliche und Stamm C beide Eiweiß-Formen auf. Alle diese Bakterienstämme brauchen aber auch die richtige Nahrung, das entsprechende Eiweiß, um den Darm aktiv und damit die Gesundheit des gesamten Körpers aufrecht zu erhalten. Wer also vorwiegend Stamm A im Darm hat und sich aber vegetarisch ernährt, bringt sein gesamtes Mikrobiom durcheinander, schwächt u.a. sein Immunsystem und kann erkranken.

    Somit ist es wichtig für die Ernährung, sich auf die Bedürfnisse des Körpers zu besinnen, die der Darm an das Hirn sendet. Das Hirn, die Ideologie o-ä. sollten sich nicht in die Darm-Vernunft einmischen. Der Appetit sagt dem Gehirn, was der Darm und damit der Körper braucht. Man sollte also mehr auf die Vernunft des Körpers und weniger auf Ideologien und Religionen hören, wenn es um die Ernährung des Körpers geht.

    Die Produktion von tierischer Nahrung für den Menschen könnte rationaler und umweltfreundlicher organisiert werden. Der Mensch braucht nicht jeden Tag Fleisch zu essen, aber wenn sein Mikrobiom entsprechend aufgebaut ist, sollte er sich auf seinen Appetit verlassen und Fleisch essen. Das Umweltproblem ist vorhanden bzgl. Fleischproduktion. Von daher könnte man die Fleischproduktion auch herunterfahren. Aber man muss deswegen nicht ideologischerweise den Vegatarismus/Veganismus propagieren. Siehe auch die Artikel zu "Mikrobiom" hier auf spektrum.de
  • Die wirklich interessanten Fragen sind doch ganz andere...

    20.02.2017, Elke Schabedoth
    ...und zu denen hätte ich gerne mal einen wissenschaftlich fundierten Artikel.

    Ist es überhaupt möglich, die gesamte Weltbevölkerung vegetarisch oder gar vegan zu ernähren? Wenn ja, wie würde sich das auf den Einsatz von Kunstdünger auswirken? Würde das den Verbrauch von Phosphor noch weiter erhöhen und somit die "Phopsphorkrise" vorantreiben?
    Es gibt massenweise Gegenden, die sich für den Anbau von pflanzlichen Nahrungsmitteln überhaupt nicht eignen. Sollen die ab jetzt einfach der Natur überlassen bleiben, anstatt wie bisher zur Weidetierhaltung genutzt werden? Oder wie müssen wir uns das vorstellen?
    Das Thema hat so viele Aspekte, die ich jedenfalls noch nie schlüssig erklärt bekommen habe. Das wäre mal ne schöne Aufgabe.
  • Völlig überflüssiger Aktionismus

    20.02.2017, S. Thierfeldt
    Die im Textbeitrag angesprochene Initiative der EU, Roboter als "elektronische Personen" mit Rechten und Pflichten auszustatten, ist völlig überflüssiger Aktionismus. Er ist gegenwärtig ungefähr genau so relevant wie die Festlegung der Farbe der Griffe der Toilettenspülung in einer zukünftigen Marsstation. Wenn wir jemals einen Roboter konstruiert haben werden, der auch nur im Entferntesten in Intelligenz und Gefühlswelt einem Menschen gleichkommt, kann man über das Thema evtl. noch einmal nachdenken. Momentan ist es der blanke Unsinn. Was sollen "Menschenrechte" für einen Gegenstand, den man durch Ziehen des Netzsteckers (okay, und des Akkus) jederzeit abschalten kann? Dem man neue Komponenten einstecken kann? Dem man durch Neuprogrammierung eine andere "Persönlichkeit" verpassen kann?
    Da es aber viel leichter ist, über die Haar- und Augenfarbe, die Etikette, das Konfliktlösungsverhalten von Robotern und eben auch über "Roboterrechte" zu schwadronieren, als solche Maschinen selbst zu bauen, war es wohl nur eine Frage der Zeit, bis Politiker sich dieses Themas annehmen.
    Mein Rat: Thema wegpacken und in 30 Jahren wieder vorholen.
  • Normierung löst das Paradoxon auf

    20.02.2017, Markus Steiner
    Es ist schon sehr seltsam, dass Jean-Paul Delahaye die wichtigste und einfachste Methode zur Auflösung des Simpson-Paradoxons mit keiner Silbe erwähnt. Die (Re-)normierung der Daten muss immer dann gemacht werden, wenn 'schiefe' Datensätze wie in diesem Fall vorliegen. Dass unterschiedlich viele Männer und Frauen das Medikament bzw. Placebo bekommen haben, scheint Delahaye nicht zu stören – würde aber jedem seriösen Statistiker die Nackenhaare aufstellen. Eine Normierung beseitigt dieses Missverhältnis und damit auch das Paradoxon, wie jeder leicht mit wenig Aufwand nachrechnen kann.
  • Soja-Wahn

    20.02.2017, Andreas Effey
    Folgenden Satz aus obigem Artikel nehme ich mal als einen deutlichen Anhaltspunkt, dass irgendetwas gewaltig falsch läuft:

    "... Darüber hinaus wollen immer mehr Verbraucher ihre Schnitzel, Hähnchen und Eier ohne Gentechnik produziert wissen. ..."

    Entschuldigung, aber als normaler deutscher Verbraucher gehe ich einfach mal davon aus, dass die von mir genossenen Schnitzel, Hähnchen sowie Eier OHNE Gentechnik produziert worden sind! Ich "will" das nicht, sondern ich nehme es als selbstverständlich an.

    Die "Methionin-Lücke" im Protein der Fabaceae Glycine max (Leguminosae sind mitnichten zu Fabales geworden, sondern zu Fabaceae) wird im Artikel verschwiegen, ebenso wie die Tatsache, dass Ende des letzten Jahrhunderts auf Druck der US-amerikanischen Sojaproduzenten die FDA die Gleichwertigkeit von Sojaprotein und Lactalbumin festgeschrieben hat, ein Dienst zugunsten der Sojaindustrie!!

    Das ist nicht Spektrum der Wissenschaft, wie ich es von früher kenne, das ist Halbwissen um des Schreibens willen!
  • Kunstfleisch und der Fleisch-Hype

    19.02.2017, Martin Schlatter
    Ich bin sicher, dass es bald Kunstfleisch geben wird.
    Und ich bin sicher, dass mit dem Kunstfleisch auch der Hype ums Fleisch zu Ende gehen wird. Massenhaft verfügbares billiges Kunstfleisch wird dazu führen, dass die Menschen das Fleisch nicht mehr als etwas total wertvolles und besonderes ansehen. Der Fleischkonsum wird dann automatisch sehr zurückgehen.
  • Schade

    19.02.2017, Wolfgang Heinlein
    Schade auch! Eigentlich hatte ich "Spektrum.de" für eine seriöse Publikation gehalten. Nun stellt sich aber heraus, dass es vielmehr eine seröse Publikation ist. Serös, d.h., es sondert irgendwelche Sprechblasen nach Art eines eitrigen Geschwürs ab, die weder irgendwie witzig noch aufklärerisch noch sachlich richtig sind. Wieder einmal habe ich meine Zeit mit dümmlichen Texten vergeudet, verführt zum Lesen durch eine anreisserische Überschrift. Der Autor Vince Ebert ist Kabarettist. So, so, was sich da heutzutage alles Kabarettist nennt ... Aber nur durch Aneinanderreihung falscher Zusammenhänge wird kein Witz erzeugt und auch Humor sieht anders aus. Nicht nur hier, sondern auch im TV habe ich immer öfter den Eindruck, dass sich Kabaret und Comedy vermehrt durch Dummheit und Primitivität profilieren will.
    Übrigens: ". Das ist der Grund, weshalb in der Tierwelt die Pflanzenfresser intellektuell den Fleischfressern hinterherhinken." Nur ein kleines Beispiel von vielen falschen Aussagen hier: Zum Beispiel Elefanten - reine Pflanzenfresser - sind überaus intelligent, sozial und oft habe ich Zweifel, wer wem im Vergleich zwischen Mensch und Elefant an Intelligenz und Empathie überlegen ist.
  • Nachtrag: Gletscherschmelze Grönland durch Plume

    19.02.2017, Wolfgang Richter
    Zum vorhergehenden Kommentar hier noch ein Nachtrag, der fehlende Link zu der Aussage, dass ein "Plume", also eine wärmere geothermische Zone, unter Grönland eine Gletscherschmelze verursacht:
    http://www.gfz-potsdam.de/medien-kommunikation/meldungen/detailansicht/article/erdwaerme-verursacht-schnellen-eisfluss-und-gletscherschmelze-in-groenland/
    Laut der Studie, auf die sich der Bericht bezieht
    http://www.nature.com/ngeo/journal/v9/n5/full/ngeo2689.html
    ist diese geothermische Anomalie unter dem grönländischen Eisschild 1200 km lang und 400 km breit.
    Meine erste Angabe war nicht ganz korrekt: der Plume liegt in der Mitte Grönlands und hat seinen geothermischen wärmsten Bereich im Ostteil der Insel.
    Wie aus den Bildern der Studie im Vergleich mit den Schmelzraten-Karten des NSDIC https://nsidc.org/greenland-today/ für das Jahr 2016 gut zu erkennen ist, passen die Bereich Grönlands mit der höchsten Schmelzrate gut mit den Bereichen mit der geothermischen Anomalie und den tektonischen Anomalien zusammen.
  • Seegraswiesen schrumpfen

    19.02.2017, Marc
    Aktuell schrumpfen die Seegraswiesen weltweit: Nach Schätzung von Experten gehen seit 1990 jedes Jahr rund sieben Prozent verloren. Ausgehend von 100 blieben seit 1990 jetzt nur etwa 20 Prozent dieser Wiesen übrig! ist der Bestand wirklich so drastisch gesunken
  • Bewusstsein

    19.02.2017, Jens Zett
    Ein sehr interessanter Artikel, den ich gerade (etwas verspätet) gelesen habe. Ich würde jedoch widersprechen, dass eine solche Theorie von allem nicht beschreiben könnte, wieso Schokolade schmeckt. Die Beschreibung von Bewusstsein müsste in einer solchen Theorie ja enthalten sein, da dieses Phänomen offensichtlich Bestandteil des Universums ist. Problematisch ist dabei wohl eher die "Beschränktheit" des menschlichen Geistes zu erfassen, was ein Bewusstsein überhaupt ist und das obwohl wir es praktisch permanent erleben.

    Eine Theorie von Allem, die diese Essenz des Bewusstseins, seine Eigenschaften und Folgen nicht erfasst, wäre immer noch unvollständig bei der Beschreibung aller inhärenten Eigenschaften des Universums.
  • Na-ja :-(

    19.02.2017, Gregor Schulte
    Ich hatte schon die Befürchtung, dass Herr Ebert, den ich durchaus schätze, wenn er als Kabarettist auftritt, nicht aus seiner Haut kann, wenn er mal einen Artikel schreibt. Und tatsächlich: Dinge werden verallgemeinert, lustige Beispiele ohne thematisch hilfreichen Informationsgehalt verwendet, Hauptsache es führt zu einem Schmunzeln. An so einer Stelle wie hier ist das aber deplaziert, wo es um Wahrheit, Fakten und Zusammenhänge gehen sollte.

    Irreführung geht auch ohne glatte Lüge, z.B. (nur eines der vielen möglichen Beispiele aus dem Artikel) wenn man allen Ernstes als Beispiel für vegane Ernährung die Wiederkäuer anführt, die ihre eigenes Hochgewürgtes nochmal essen müssen, weil Pflanzen nicht so energiereich seien - was soll der Unsinn? Hier geht es um Menschen und kein menschlicher Veganer isst grünes Gras von der Weide! Aber Hauptsache einen Lacher erzeugen, da ist es doch Nebensache, wenn man andere auf irrige Gedanken bringt und damit (gewollt? ungewollt?) seinen Beitrag zur weiteren Desinformation über Veganer und deren Diffamierung leistet. :-(

    Ich schätze mal, es ist halt einfach anstrengender, sich in ein neues Thema gründlich einzulesen und ggf. sogar mit betroffenen Leuten darüber zu reden (es gibt doch keine Veganer, die sich in dem Thema auskennen - oder etwa doch?!), bevor man darüber schreibt - da bringt man doch lieber ein paar Faktenschnipsel, die man schon weiß und knüpft an verbreitete Vorurteile an, was einem ein Publikum sichert - fertig ist der Artikel!

    Einfach nur schade. Und das im Spektrum.
  • Ein Kabarettist, ach so

    19.02.2017, Bruder Bernhard
    Und ich hatte mir doch so erhofft, dass auch mal thematisiert wird, was denn mit den Nutztieren passiert, die ja durch 100% Vegetarismus einfach ausgerottet werden. Und ob das ethisch wirklich gerechtfertigt ist. Mich würde das eigentlich erstaunen.