Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Puffer-PC?

    31.07.2014, Kai Hiltmann
    Vielleicht kann man den fremden USB-Stecker an einen nicht am I-Net hängenden PC stecken, sich die benötigten Daten holen und auf einen sauberen spielen? Die Malware ist ja hoffentlich nicht in den Daten versteckt.
  • Brüter

    31.07.2014, Bernd Melter
    Guten Tag und jetzt mal im Ernst,

    seit wann "brüten" Tintenfische? Diese unreflektierte Adaption des englischen "to breed" liest man in fast sämtlichen Artikeln zu dem Thema, die momentan die Runde machen. Aber besser oder gar richtiger wird es dadurch nicht. Zukünftig bitte wieder mehr Sorgfalt, sonst landet Spektrum.de noch auf dem gleichen beklagenswerten Niveau wie dpa und wissenschaft.de. Und das wäre ein Verlust.

    Besten Gruß
    Bernd Melter
    Antwort der Redaktion:
    Lieber Herr Melter,

    Sie haben Recht, Kopffüßer brüten natürlich nicht im Sinne von Vögeln, indem sie durch Erwärmen der Eier deren Reifung ermöglichen. Wir haben im Artikel "brüten" aber eigentlich im weiteren Sinne als "Brutpflege treiben" verstanden wissen wollen - schließlich kümmert sich der Oktopus ja durchaus um seine Eier und Embryonen wie zum Beispiel ein nestbauender Fisch um sein Gelege.

    Vielen Dank für ihre Zuschrift und Beste Grüße
    Janina Horst
  • Eigene Buchrezension

    30.07.2014, Volker Hoff
    Ich habe das Buch vor einigen Tagen zu Ende gelesen und bin begeistert! So begeistert, dass ich in meinem Blog eine eigene Rezension geschrieben habe. Als Abonnent der Zeitschrift STERNE und WELTRAUM habe ich natürlich Ihre Rezension in meinem Blogpost verlinkt:

    http://volkerhoff.com/?p=4579
  • Brave new world

    30.07.2014, Zero
    In welche Richtung entwickelt sich die Reproduktionsmedizin? In technische Richtung, denke ich. Je mehr gesundheitliche Probleme eine Generation hat, desto mehr unfruchtbare Paare wird es geben. In naher Zukunft werden wir deswegen teils künstliche Befruchtung, teils Befruchtung auf natürliche Weise erleben. Vieles wird dabei in erster Linie davon abhängen, was die jeweiligen materiellen Umstände erlauben.

    Dagegen ist die Prodezur in einigen europäischen Reproduktionszentren wie Biotexcom preiswert und viele Abläufe sind Routine. Nach meiner Einschätzung wird das in naher Zukunft mit keinem grossem mehr Aufwand verbunden sein. Und die häufigste, gestellte Frage wird wohl sein: In welcher Klinik wurdest Du empfangen?
  • Dauer der Auswertung

    30.07.2014, Dipl. Ing. Holger Lenke
    Wie lange dauert die Auswertung der gefundenen Flugschreiber? Eigentlich müsste ja bei einem so wichtigen Ereignis eine Woche reichen! Hier geht es ja mehr als um ein abgestürztes Flugzeug.
  • Alles in Veränderung

    29.07.2014, Stefan Pschera
    Gemeinsam mit der Darwinlehre wurde die Weismann Barriere (http://de.wikipedia.org/wiki/Weismann-Barriere) postuliert. Die Theorie war stimmig. Inzwischen wird die gezielte Veränderung der Erbinformationen diskutiert. Es gibt mehrere Hinweise, das sogar Verdrahtung der Neuronen im Gehirn successive mit der Evolution geprägt wurde. Dies lässt nicht per Zufall und Selektion erklären. Ontogenetisch Bewährtes (Details in der Verdrahtung) wurde in den Genen abgelegt und vererbt. Wenn dies stimmt, zeigen die Konnektom - Fasern Evolution im Detail.

  • Gene

    29.07.2014, Manfred Eberling
    Ich würde eher sagen, dass unsere Gene die Umwelt verändern.
    Nicht umgekehrt.
    Ein Wunder ist, dass wir Menschen uns nicht schon längstens alle umgebracht haben.
  • Ohne Kausalität kein Wille

    29.07.2014, Yeph
    Hallo,

    Würde der "freie" Wille vom Zufall bestimmt, wäre er nicht wirklich frei.

    Nur ein determinierter Wille kann Entscheidungen treffen, die nicht rein zufällig sind. Die meisten Entscheidungen sind überlebenswichtig und werden unbewusst vorgenommen. Erst der Wunsch etwas zu essen verleitet uns dazu all unsere Aufmerksamkeit darauf zu lenken.

    Bevor wir uns entscheiden können muss es also einen inneren Antrieb dafür geben. Erst nachdem wir diese inneren Entscheidungen bewusst erlebt und abgewogen haben, können wir eine bewusste Entscheidung treffen. Den inneren Wunsch uns zu entscheiden hat unser Gehirn aber schon zuvor und unbewusst getroffen.

    Ohne diesen inneren Antrieb gäbe es keine Entscheidungen und unser Wille wäre indeterminiert. Der angebliche Beweis gegen den freien Willen ist seine "condicio sine qua non".

    Ein Mensch ohne Persönlichkeit hätte keinen Willen. Er wäre nicht frei. Die manchmal einschränkende Eigenschaft einer eigenwilligen Persönlichkeit ist ihr "freier" Wille. Irgendwo muss der Wunsch etwas zu tun doch seinen Ursprung haben.

    Dass wir 7 Sekunden brauchen dies wahrzunehmen mag uns erschrecken. Wenigstens wird die Entscheidung nicht leichtfertig getroffen ;-)

    Aber ohne Determinismus kein Wille.

    MfG
    Yeph
  • So viel Simulation wie möglich

    28.07.2014, Wolfgang Herzner
    Ich bin Informatiker, aber seit Jahren an Hirn- und Bewusstseinsforschung interessiert. Mir ist klar, dass viele Erkenntnisse, über die ich in dieser Zeit erfahren habe, auf Basis von Versuchen mit Primaten erworben wurden. Aber viele dieser Erkenntnisse legen auch nahe, dass Primatenbewusstsein dem menschlichen deutlicher näher ist als noch vor Jahrzehnten angenommen. Neben allgemeiner Sympathie für Tiere ist es vor allem dieser Aspekt, der meine Skepsis gegenüber Primatenversuchen nicht verschwinden lässt.

    Und Formulierungen wie „wurde ich von einem aufgeputschten Mob gejagt“ von Prof. Kreiter, die seine Grundeinstellung gegenüber Menschen widerzuspiegeln scheint, machen mir leider die Anliegen der Primatenforscher auch nicht sympathischer.

    Was in dem Artikel fast nicht angesprochen wird (gerade mal kurz am Ende des zweiten Absatzes) – und meiner Beobachtung nach auch in der öffentlichen Diskussion zu wenig, ist der Nutzen für die Menschheit. So hat man den Eindruck, es geht um wertfreie Forschung, in deren Rahmen halt bedauerlicherweise auch Primaten mitmachen müssen. Würde man jedoch etwa anhand von Beispielen den Nutzen der Primatenforschung darstellen, würde die Diskussion vermutlich sachlicher verlaufen.

    Ein weiterer Aspekt, den der Artikel ebenfalls nicht anspricht, sind Alternativen zur Primatenforschung, vor allem Computermodelle und –simulationen. Natürlich werden diese wohl noch lange nicht (vielleicht nie) die Forschung am lebenden Objekt vollständig ersetzen können, aber ein „so viel Simulation und so wenig Tierversuche wie möglich“ wäre doch ein schönes Ziel.
  • Europa und seine geographischen Grenzen

    28.07.2014, Paul R. Woods
    Früher reichte Europa mal bis zum Ural, jedoch gehörte Klein-Asien noch nicht dazu.
    Nunmehr zeigt der Kartenausschnitt die EU und Regionen, die ihr beitreten möchten oder wollen oder was auch immer...
    Titel (Europas...) und Karte stimmen also nicht überein. Wieso nicht?
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr Woods,

    darüber verlieren die Autoren leider kein Wort. Ich kann nur spekulieren, dass die Daten aus Russland womöglich nicht verfügbar waren oder es ein Forschungsverbund aus EU- und assoziierten Staaten war.

    Beste Grüße
    Daniel Lingenhöhl
  • Filter

    28.07.2014, Gradim
    Hört sich gut an!
    Wie oft kann der Filter benutzt werden?
    Wie verhält sich das verarbeitet Material bei hohem Temperaturen und unter Staubeinwirkung?
    Werden auch Schwermetalle herausgefiltert?
    Ökobilanz?

    Abgesehen von allen Dringlichkeiten der Hilfe, die ich nicht in Frage stellen möchte aber
    man muss nicht in die Ferne schweifen, um auf verschmutzes Wasser zu treffen.
    z.B. Südwesteuropa: Dörfer ohne Anschluss an Stadtwasser - einzige Trinkwasserquelle der eigene Brunnen (Alternative Wasser aus dem Supermarkt) - in der Nachbarschaft ein metallverarbeitender Kleinbetrieb - Wasser schmeckt metallisch und die örtlichen Behörden ignorien jede Anzeige.
    Viva Europa - viva a Troika!
  • Nüsse im Müsli (und Asteroiden)

    28.07.2014, Dr. rer. nat. Wolfgang Lehmann
    Nach dem Schütteln liegen im Müsli die größeren Nüsse oben. Wie man es nimmt, ein anderes Beispiel: Auf dem Beet im Garten erscheinen mit der Zeit immer wieder größere Steine. Werden diese vom Regen nach oben gespült? Eher nein. Bei Regen werden die kleineren Bestandteile der Gartenerde, z.B. Sand, nach unten gespült. Und dann liegen die Steine oben. So stelle ich es mir vor, und lese die Steine ab.
  • Ethylen polymerisiert, nicht Ethanol

    28.07.2014, M. Leute
    Fawcett und Gibson verwendeten Ethanol als Rohstoff für Ethylen (entweder vorab oder in situ, Quellenangaben schwanken, und unter den vorhandenen Bedingungen (Druck/Temperatur) ist eine Dehydratisierung von Ethanol zu Ethylen nicht unerwartet).
    Die weiteren Versuche, insbesondere von Ziegler, fanden aber definitiv mit Ethylen als Ausgangsstoff statt, was aus dem Artikel oben nicht wirklich hervorgeht...
  • Was tun?

    28.07.2014, Liane Mayer
    "die eindringliche Mahnung der Wissenschaftler" wird nichts nützen, wenn sie nicht dazu sagen, was man tun sollte, um den Wirbellosen zu helfen. Gibt es da schon konkrete Vorschläge?
    Antwort der Redaktion:
    Liebe Frau Mayer,

    prinzipiell kann schon jeder selbst etwas tun: Blumenwiese im Garten statt Zierrasen, Wildkräuter im Beet statt Zierblumen, Insektenhotel, keine Pestizide im eigenen Grün, Obst und Saft von Streuobstwiesen, Totholz liegen lassen... Es gibt viele Möglichkeiten ;-)

    Beste Grüße
    Daniel Lingenhöhl
  • Der Wille entscheidet nur - eine Sache der Definition

    27.07.2014, Stefan Pschera
    Der Wille generiert nicht selbst, sondern entschiedet zwischen Handlungsalternativen. Z.B
    - den linken oder rechten Weg wählen
    - bei Hunger (Appetenzgefühl) essen oder nicht
    - eine gefunde Brieftasche abgeben oder behalten
    - Sport treiben oder lieber ein Bier trinken

    Der Wille wird gedrängt mehr oder weniger stark. Und das vorherige Tun entscheidet über den Appetenzdruck. Meist folgt der Wille blind der stärkeren Appetenz. Wenn z.B. ein Dieb mehrmals Erfolg hatte, so wird der Appetenzdruck zur Wiederholung stärker. Wer wiederholt ein Bier anstelle Bewegung wählt, wird die Appetenz zum Bier verstärken.