Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Menschenrechte sind nicht zufällig

    23.05.2013, demoslogos
    @Lutz Martin
    Das Regelung nur beschränkt gelten um Leid vorzubeugen, zu lindern oder zu beseitigen schließt aber auch nicht aus, dass sie aus ethischen Gründen formuliert wurden.
    Die uneingeschränkte Gültigkeit der Menschenrechte für Menschen lässt erkennen das sie aus ethischen Gründen formuliert wurden, warum sonst sollte jemand Rechte für Menschen formulieren die oft gar nicht in der Lage sind sie zu verstehen oder einzuklagen, weil es schon an deren Kenntniss der Menschenrechte scheitert. Eine uneingeschränkte Gültigkeit ist nur nötig, wenn man die Menschenrechte als universell ansieht.

    Es ist seit über 60 Jahren eine Zunahme der Bemühung von Menschen, ihr Verhalten ethisch zu kontrollieren, zu beobachten. Diese Aussage ist nicht zynisch, wenn man betrachtet wie kurz der Zeitraum zurückliegt in den es noch als zulässig galt Menschen als Sklaven zu halten oder sie aufgrund ihrer Abstammung zu diskriminieren, sie wegen ihres Weltbildes zu verfolgen und auch zu töten. Und beachtet man auch die Anstrengungen, die für die Umsetzung nötig waren und immer noch sind, kann man erkennen das sie gesteigert wurden, nur ethische Absichten sind eine Erklärung für diese Motivation.

    "Systematisches ethisches Denken und entsprechendes Handeln muss ERLERNT werden, ..."
    Wenn ethisches Denken erlernt werden muss hat es doch eine große Ähnlichkeit mit Recht, wenn der Lernende Ethik erlernen muss, wie kann er erkennen das das ihm Beigebrachte ethisch ist, wenn er es nur über den Lehrer erfahren kann?
    Was ist denn nun Voraussetzung für Ethik, die Entwicklungsstufe oder das Wissen? Wenn es Wissen ist, dann wird diese Wissen verbreitet. Wenn es die Entwicklungsstufe ist, dann verweise ich auf den Kommentar 20.

    Die Notwendigkeit ethisches Denken zu erlernen widerspricht ihrer Position aus Kommentar 19 (vom 17.05.13), in dem sie noch Empathie als wesentliche Vorrausetzung für ethisches Handeln sehen, wie folgender Satz zeigt: "Herstellung und Konsum tierischer Produkte ist also Folge einer Erziehung, die Empathie unterdrückt, Ignoranz fördert und ethisches Denken verhindert."

    Die Welt ist nicht durch den Menschen zu einem Folter- und Schlachthaus geworden, weil er sich nicht bewusst dafür entschieden hat Fleisch zu essen oder Teile von Tieren zu verarbeiten, er hatte keinen Einfluss auf die Prozesse die dazu führten.
    Viele Menschen bemühen sich mit aller Kraft ihr ethisches Verhalten zu kontrollieren, sonst würde heute keiner über Vegetarismus reden. Die Menschen machen genau das was sie fordern, sie lernen aus Fehlern, Vegetarismus breitet sich aus, Tierschutzgesetze werden verschärft.

    Alle bisherigen ethischen Leistungen als unethische und unmoralisch zu bewerten bloß weil sie nicht für alle empfindungsfähige Wesen gelten fördert die ethische Bildung der Menschen nicht.

    Das ihr Maßstab für derzeit lebenden Menschen nicht erfüllbar ist, können sie an sich selber sehen. Sie selber benutzen einen Rechner, der Erdöl und seltenen Erden beinhaltet, diese Rohstoffe werden teilweise unter menschenverachtenden Bedingungen abgebaut, mir ist noch kein Gerät bekannt bei dem vollständig gesichert ist das das nicht der Fall ist. Sie können also davon ausgehen das sie dazu beigetragen heben gegen Menschenrechte verstoßen zu haben. Das gilt nicht nur für ihren Rechner, sondern auch für die von spektrum.de und die ihres Providers und ihren Router. In dem sie für diese Geräte bezahlen und für die darüber erbrachte Dienstleistung belohnen sie unethisches Verhalten. Man könnte natürlich auf all diese Geräte verzichten, damit verringern sie aber ihre Reichweite und die ethische Bildung ihrer Mitmenschen dauert länger.
  • Zu Beitrag 29 (Der ökologische Vegetarier)

    23.05.2013, Angelika
    Ich muss Milla zustimmen. Ich habe mich auch darüber gewundert, dass niemand aus ökologischen Gründen Vegetarier ist.
    Dazu muss ich sagen, dass ich selbst keine Vegetarier bin, jedoch nicht so häufig Fleisch esse (ca. 4-6 Mal pro Monat).
    Wenn alle ihren Fleischkonsum (und auch den Konsum sonstiger tierischer Produkte) reduzieren würden, würde das unsere Erde sehr zu Gute kommen.
    Und vielleicht gäbe es dann sogar den Nebeneffekt, dass nicht mehr so viele Tiere benötigt werden und die Tiere, die noch gehalten werden, dann unter besseren Bedingungen leben können. Ich weiß, eine übertrieben optimistische Vorstellung, aber dennoch im Bereich des möglichen.
    Immerhin gibt es mittlerweile immer mehr Mensen und Kantinen, die einen "Veggi-Tag" einführen. (z.B. das Uniklinikum Freiburg sogar aus gesundheitlichen UND ökologischen Gründen)
  • Jagdglück an der Höhlenwand

    23.05.2013, Hans-Peter Nicolai, Schwäbisch Gmünd

    Beim Lesen des Artikels habe ich ein leichtes Unwohlsein verspürt, einerseits wegen der Verwendung des Worts "Geburt", andererseits wegen des Worts "Kreativität". Ich nehme an, dass es sich bei diesen Begriffen nicht nur um Artefakte aus der Übersetzung handelt.

    Im Zusammenhang mit einer Geburt entwickelt sich neues Leben sozusagen im Verborgenen und mit der Geburt tritt es ans Tageslicht, für alle erkennbar. Ich denke aber nicht, dass das, was im Artikel Kreativität genannt wird, eines Tages (oder zu einem von uns nachträglich zu definierenden Zeitpunkt) plötzlich sichtbar wird. Aus meiner Sicht der Evolution ist natürlich die Bereitstellung von Ressourcen (in diesem Fall besondere Strukturen des Gehirns) nötig, aber diese (unsichtbare) Veränderung hat mit Sicherheit bereits einen positiven Wert für den Träger, auch wenn er selbst und erst recht wir heute das nicht wahrnehmen. Aber die Natur entwickelt nichts umsonst und auch nicht im Vorgriff auf eine zukünftige Evolutionsstufe. So wie aus einem kleinen laufenden Saurier im Lauf der Zeiten ein fliegender Vogel wurde, ist doch der Zeitpunkt, wann es denn nun genau ein Vogel war, kaum bestimmbar. Hingegen erbrachte jedes Lebewesen im Lauf dieser Entwicklung zu jeder Zeit, egal wo es sich auf dieser (von uns nachträglich so gesehenen) Entwicklungsroute befand, einen positiven Nettoertrag a) in Form seines eigenen Überlebens und b) in Form von lebens- und fortpflanzungsfähigen Nachkommen. Insofern haben die Veränderungen im Gehirn der frühen Hominiden wohl auch immer einen positiven Beitrag zum täglichen Überleben erbracht -sonst hätte es sie (die Entwicklung und auch uns) nicht gegeben. So sammeln sich die Veränderung in infinitesimalen Schritten an, bis nachträglich jemand einen Umschlag von der Quantität in die Qualität feststellt, nachdem es im Grunde aber schon "immer schon da" war. Insofern sollte man nicht von einer Geburt sprechen, sondern von einem gleitenden Auftauchen einer Eigenschaft.

    Ich habe auch ein Unwohlsein bei der Verwendung von Begriffen wie Kreativität und Künstler (Steinzeitkünstler wird häufig gebraucht), für mich sind diese Begriffe zu sehr jetztzeitlch geprägt, ich würde in diesem Steinzeitzusammenhang eher von Könnern sprechen. Da es sich bei allen Eigenschaften innerhalb der Grenzwerte um Normalverteilungen handelt, wie man an Menschen und auch Affen immer wieder feststellen kann, können wir auch nicht davon ausgehen, dass alle Vorfhren Könner waren, es gab sicherlich auch rechte Stümper unter ihnen. Ich habe zudem den Eindruck, dass manchmal zu sehr unterschieden wird zwischen der Herstellung eines Steinwerkzeugs, der Herstellung einer Jagdwaffe, dem Schnitzen von Elfenbeinfiguren und dem Bemalen von Höhlenwänden. Aus meiner Sicht ist das aber ein und dasselbe Können, immer mit den Händen gemachtund immer wird etwas hergestellt, was vorher (so) nicht da war. In diesem Zusammenhang möchte ich auf den Witz hinweisen, in dem der Künstler gefragt wird, wie er denn die herrliche Venusfigur aus einem so groben Steinklotz hat meißeln können. "Ganz einfach", so die Antwort, "man muss nur das wegschlagen, was nicht dazugehört." Im Grunde ist das aber kein Witz, sondern die Wahrheit, allerdings nur die halbe. Denn um zu wissen, "was nicht dazugehört", muss der Bildhauer schon ein Bild der Venusfigur im Kopf haben.

    Meine Schlussfolgerung aus dieser Überlegung: Natürlich können wir Menschen uns an die Vergangenheit erinnern wie auch die Affen und viele andere Tiere, aber wir können so manches besser als unsere Affenvorfahren, wir können besser sprechen, wir können sprechend Erfahrungen und Wissen weitergeben, mittels Schrift sogar an jene, die wir nie gesehen und mit denen wir nie gesprochen haben. Wir können besser Werkzeug herstellen, auch solche, die nur der Erbauung dienen wie Musikinstrumente, und wir sind zum Mond geflogen. Aber das sind aus meiner Sicht nur quantitative Unterschiede. Wir konnten diese Qualität erreichen, weil wir eins können, was meinse Wissens Affen nicht oder nur in außerordentlich begrenztem Maß können und was bei uns eben einige hunderttausend Jahre bis zur Vervollkommnung gebraucht hat: Wir können in die Zukunft denken, wir können uns in Gedanken ein Bild von morgen machen. Wir können auf den buckligen Höhlenwänden bereits sehen, wo der Bison rennt, und dann malen wir ihn da, wo er rennt, wir können dem Stück Elfenbein schon ansehen, wie die Venus aussieht, und dann befreien wir sie nur noch, wir sehen der Steinknolle schon an, wie der Faustkeil darin auf das Herausholen wartet und der hohle Knochen ist schon Flöte, lange vor dem ersten Ton. Wir können aber nicht nur denkend das "morgen" sehen, wir sehen es sogar so deutlich, als sei es schon da, und dann können wir von dem so "gewussten morgen" auch an das "übermorgen" denken.

    Ich habe noch nie davon gelesen, dass sich Affen Sorgen um den nächsten Tag machen. Aber wenn wir das "übermorgen" denken und (beinah real) sehen können, wird uns auf einmal klar, dass es vielleicht morgen - im Gegensatz zu heute - nichts zu essen geben könnte, dass es keine Jagdglück geben könnte, dass wir einen Unfall haben oder sogar sterben könnten6nbsp;- und dann malen wir eben das Jagdglück an die Höhlenwand, um es zu beschwören und zu erzwingen, dann schnitzen wir unsere Sehnsüchte und Hoffnungen in Elfenbein und wir zaubern mit Flötentönen. Und einige von uns kleiden und benehmen sich besonders und beschwören die Geister oder erbitten den Segen eines Gottes.

    Insofern möchte ich den Menschen als das Tier definieren, welches Gedachtes als Realität zu betrachten und auf der neuen gedanklichen Basis weiterzudenken vermag. Aus dieser Betrachtung ist es auch müßig, einen Zeitpunkt einer Menschwerdung bestimmen zu wollen, wir können zwar anhand der Knochenfunde zwischen Pithecinen und Hominiden unterscheiden, aber die eigentliche Menschwerdung beschreibt einen Zeitraum, eben diesen Zeitraum, den es gebraucht hat, vom "hier und jetzt" an das "morgen und danach" denken zu lernen.

  • Ethik statt Beliebigkeit und Zufall...

    23.05.2013, Lutz
    @ demoslogos:

    Wie es scheint, muss ich die LOGISCHE Struktur meiner Argumente weiter verdeutlichen:

    Dss etwas u.a. (!) dazu dient, Leid vorzubeugen, zu lindern oder zu beseitigen, heißt noch lange nicht, daß es auch zu diesem letzten Zweck entstanden oder gar Teil systematischen Vorgehens zu diesem Zwecke ist. So sind die Menschenrechte trotz ihrer unzweifelhaften Vorteile für eine Teilmenge (!) aller empfindungsfähigen Wesen je nach Begründung moralisch fehlerhaft, unmoralisch oder antimoralisch, weil sie - wie alle willkürlichen Sonderrechte - gegen das ethische Gleichheitsprinzip verstoßen. Überhaupt haben Rechte nichts mit Ethik zu tun. Sie werden mehr oder weniger willkürlich gewährt (oder auch nicht) und sind auf judikative und exekutive Strukturen zu ihrer Durchsetzung angewiesen. Ethik besitzt keine solchen Strukturen und bedarf ihrer auch nicht, weil sie als letzte Instanz der Handlungsentscheidung dem Rechtswesen übergeordnet ist.

    "Es ist seit über 60 Jahren eine Zunahme der Bemühung von Menschen, ihr Verhalten ethisch zu kontrollieren, zu beobachten."

    Das ist genau der Zynismus, von dem ich am Ende meines letzten Beitrages schrieb (es sei denn, es handelt sich um Ahnungslosigkeit oder Dummheit)! Noch immer gibt es Milliarden von Menschen, die nicht genug zu essen, kein sauberes Wasser, kein wetterfestes Obdach, keine Gesundheitsversorgung, keine oder nur schlechte Bildung und keinen Zugang zu höherer Kultur haben. Immer MEHR "Nutz"tiere werden gequält und getötet, und die Naturzerstörung schreitet praktisch ungebremst voran. Die Menschheit hat ABSOLUT NICHTS, was man als ethische Kultur bezeichnen könnte, und wer das verdrängt oder beschönigt, ist seinerseits Teil dieses elementarsten aller Missstände auf der Erde.

    "Das der Veganismus offensichtlich noch keine Selbstverständlichkeit ist, sind viele Menschen möglicherweise gar nicht auf der von ihnen genannten geistigen Entwicklungsstufe."

    Ganz recht. Systematisches ethisches Denken und entsprechendes Handeln muss ERLERNT werden, aber das findet praktisch nirgendwo statt. Neben gewissen irrationalistischen Traditionen ist das sicher auch auf die teils extreme "Unbequemlichkeit" und das "subversive" Potenzial der Ethik zurückzuführen, denn sie ist strukturell anarchistisch. Sie muss Machtverhältnisse wohl berücksichtigen, weil sie nun mal Teil der Wirklichkeit sind, aber gemäß ihrem Zweck darf sie sich ihnen nicht unterordnen. So ist es auch keine Überraschung, dass insbesondere die Mächtigen dieser Welt kein Interesse an einer ethischen Entwicklung der Menschheit haben.

    "Die Unterdrückung von Empathie in der Erziehung erklärt nicht die geringe Verbreitung von Veganismus."

    Das habe ich auch nicht behauptet. Es ist eine Kombination aus Unterdrückung von Empathie, vorsätzlicher Unwissenheit über die Zustände in den tierausbeutenden Betrieben und ethischem Bildungsmangel. Übrigens ist Empathie ohnehin nur von sekundärer ethischer Bedeutung, denn weder kann sie ethische Reflexion ersetzen, noch ist ihre An- oder Abwesenheit relevant für den ethischen Status einer Handlung oder Unterlassung. Empathie ist lediglich eine Emotion und als solche nur dann nützlich, wenn sie in Einklang mit dem ethisch Erforderlichen steht und moralisches Handeln erleichtert.

    "In ihrem zweiten Kommentar beschränken sie den Prozess der Verrohung auf Menschen die mit der Tötung oder Quälerei zu tun haben,"

    Jawohl! Sie alle sind Schandmale einer Gesellschaft, die duldet, was sie tun!

    "da durch die Industrialisierung viele Menschen seit einigen Generationen nichts mehr mit der Herstellung von Fleisch zu tun haben, stellt sich die Frage wie dann die Empathie unterdrückt werden konnte, wenn in der Erziehung es gar nicht mehr nötig ist Kindern etwas über Tierhaltung und Tötung beizubringen und somit auch Diskussionen über ethische Aspekte ausbleiben."

    Jeder Carnivor, Leder- oder Pelzträger erfährt irgendwann, dass die Leichenteile auf seinem Teller oder in seinem Kleiderschrank von einst empfindungsfähigen Wesen stammen, die in der Regel keines natürlichen Todes gestorben sind. Wollte er ein moralischer Mensch sein, müsste er sich spätestens von diesem Moment an den Tatsachen und ethischen Fragen der Ausbeutung nichtmenschlicher Tiere und auch seinen diesbezüglichen Empfindungen stellen. Vorsätzliche Unwissenheit und selektiver Denkverzicht sind nämlich ihrerseits antimoralisch, weil sie fehlerhafte ethische Entscheidungen vorprogrammieren.

    "Die Welt ist nicht durch den Menschen zu einem Folter- und Schlachthaus geworden,"

    Aber natürlich! Sie ist nur deshalb in diesem grauenvollen Zustand, weil Menschen aktiv dazu beitragen oder es nicht verhindern, denn jedes vermeidbare Leid auf der Erde steht für mindestens einen Menschen, der seine ethische Verpflichtung nicht wahrgenommen hat. Denken SIE z.B. öfter daran, wie viele empfindungsfähige Wesen leiden und sterben, obwohl Sie es verhindern könnten, ohne selbst in gleicher Weise leiden oder gar sterben zu müssen? Was tun sie dagegen? Könnten Sie mehr tun? Fragen Sie sich vor (möglichst) jeder geplanten Handlung oder Unterlassung, ob Sie damit Teil eines Problems für andere leidensfähige Wesen oder Teil einer ProblemLÖSUNG sind und korrigieren sie ggf. entsprechend? Nun stellen Sie sich vor, wie die Erde aussähe, wenn alle Menschen oder zumindest eine Mehrheit diese Gedanken als Antrieb zu systematischem (!) moralischem Verhalten nutzten: sie hätte mit der Welt in ihrem aktuellen Zustand kaum noch etwas gemeinsam. Es ist nicht damit getan, nur jede soundsovielte Handlung oder Unterlassung ethisch zu bestimmen, denn das tun selbst die übelsten Verbrecher. Wir müssen Beliebigkeit und Zufall hinter uns lassen und uns endlich mit aller Kraft darum bemühen, unser GESAMTES Verhalten ethisch zu kontrollieren. Selbst dann werden wir noch genug Fehler begehen, aber wir werden auch aus ihnen lernen können.
  • Genkopierer für 50 Dollar im Eigenbau ...

    23.05.2013, Olaf Fiebig
    Gene Machine. A pipe that copies DNA using the heat of a lightbulb. Aus der Website der Zeitschrift "Popular Science".
  • Der ökologische Vegetarier

    23.05.2013, Milla
    Ich bin schockiert, dass innerhalb der Erhebung offensichtlich keine einzige Person angegeben hat, aus ökologischen Gründen Vegetarier zu sein. Gründe, die in den oben genannten Büchern bis aufs kleinste ausgeführt sind, wie Wasserverbrauch, CO2-Emissionen usw.

    Für mich ist es, gerade was den Vegetarismus betrifft eine durch und durch scheinheilige Einstellung sich auf den Posten zu stellen man schütze die Tiere, wo in der Milch- und Eier-"produktion" doch ebenso prekäre Verhältnisse für die Tiere herrschen.

    Andersherum gesagt wäre also die einzig nachvollziehbare Einstellung sich vegan zu ernähren. Ein Großteil der Bevölkerung zu dieser Überzeugung zu bringen ist allerdings eine weit schwierigere Aufgabe. Somit bleibt jeder Vegetarier, dessen Überzeugung sich auf Mitleid den Tieren gegenüber gründet im Gewissenskonflikt, wenn er andere Tierprodukte konsumiert.

    Als überzeugendes Argument, was nicht in die Problematik rennt, dass Gewissenskonflikte entstehen bleibt also jegliches pragmatische, z.B: ökonomische oder ökologische übrig.

    Die Reduzierung des Konsums von Fleisch, Käse usw. bedeutet ein Plus in der ökologischen Bilanz.

  • Unsere Triebe

    23.05.2013, Kl.Schu
    Jagd, Sex, Fleisch essen: alles nur (!) Triebe, die uns die Natur in die Wiege gelegt hat, meint Florian Asche mit seiner Buch-Neuerscheinung: Jagen, Sex und Tiere essen (http://www.neumann-neudamm.de/neuerscheinungen/3443/jagen-sex-und-tiere-essen).
    "Zeit endlich zur Wahrheit zu stehen. Zu bedauern sind nur jene, die ihren Trieben schon entfremdet sind."
  • Morbus Crohn und Rohmilch

    23.05.2013, Heide Clasberg
    Seit ca. 4 Wochen trinke ich Rohmilch aus einem Milchautomat in Arnsberg-Wennigloh.
    1. schmeckt die Milch sehr gut und ist mit der Milch aus dem Tetrapack in keiner Weise zu vergleichen.
    2. seit 30 Jahren leide ich unter der Darmerkrankung MORBUS CROHN. Nach 2 Operationen ( im Bereich terminales Ileum) hatte ich zwar kaum noch Schmerzen aber immer starke Durchfälle 3-5mal täglich. Seit ich Rohmilch trinke haben sich die Durchfälle deutlich verringert bzw. sind fast verschwunden. Ich führe das auf das Trinken der Rohmilch zurück. Ich möchte den vielen an Morbus Crohn erkrankten Mitmenschen den Rat geben es auch mit Rohmilch zu versuchen! ( nicht abgekocht)
  • Diskrete Erweiterung des Standardells wird überfällig

    22.05.2013, Albert Lothar Wiese
    Viele Hinweise gibt es, die ähnlich wie die beschriebenen Versuche, durch einfache Skaleninvarianz erklärt werden können. In den beobachteten Vorgängen laufen vermutlich Prozesse ab, welche ähnlich im Substrat des Vakuums stattfinden. Zum Nachrechnen eignen sich Methoden, wo die Objekte als einfache Kugeln behandelt werden. Kommen dann ähnliche Ergebnisse heraus, wie im Vakuum, deutet das auf ein Vorhandensein von Objekten in diesem, welche sich mit den gleichen Rechenmethoden beschreiben lassen. Diese sollten dann auch in den betrachteten Medien ähnliche Resultate reproduzieren. So können Strukturen wie sie beim LHC beobachtet werden, beispielsweise auch in Metallen oder Gasen auftren, auch wenn die Objekte sich um viele Größenordnungen unterscheiden.

    MfG
    Lothar W.
    http://struktron.de/
  • Tierquälerei

    22.05.2013, Antonietta
    Tiere sind Lebewesen genau wie Menschen. Sie empfinden Schmerz und Gefühle wie z.B. Angst. Trotzdem werden Schweine, Rinder, Hühner usw. von Menschen wie Produkte oder Waren behandelt. Wir sperren sie ein, halten sie teilweise unter den schlimmsten Bedingungen, mästen und töten sie, um sie dann zu essen.
  • Expansion des Weltalls

    22.05.2013, Peter Conrad
    Mich beschäftigt seit vielen Jahren die Frage, ob die Lichtgeschwindigkeit eine Absolute ist, oder nur unserem momentanen Verständnis entspricht.?
    Das Universum expandiert momentan mit ca. 72km/s, das ist nicht viel aber die Geschwindigkeit nimmt stetig zu und in vielen Milliarden Jahren wird wegen der schwarzen Energie und der dunklen Materie, die Lichtgeschwindigkeit überschritten werden müssen, ohne das daß Universum zerrissen wird.

    Der Himmel ist schlicht nur nicht mehr sichtbar, weil Alles, was Licht austrahlt zu weit weg ist und die schwarze Energie, wie die schwarzen Löcher auch das Licht schluckt.

    Viele Grüße,
    Peter
  • Empathie

    21.05.2013, liane ludwig
    Danke für den interessanten Artikel und für die Bibliographie am Ende!

    Es ist ein Verdienst der vielen empathischen Menschen die dazu geführt hat dass solche Studien überhaupt durchgeführt werden. Als ich vor über 30 Jahren Vegetarierin wurde, gab es für mich kein Beispiel und kein Vorbild...Ich war allein unter Fleischesser und ich habe mir viele Beleidigungen und Auslachen anhören müssen, ich hatte auch keine Möglichkeit (Internet...) gehabt mich mit irgendeinen anderen von meinem "Art" auszutauschen.

    Seit zehn Jahren lebe ich vegan und ich muss mir leider noch genug anhören...es gibt aber immer wieder Siberstreifen wie hier!

    Danke und ich hoffe auf weitere Artikel zu dem Thema...!

    Grüsse von Liane
  • Vegetarische Ernährung bei Schwangerschaft KEIN PROBLEM!!!

    21.05.2013, Anja Erndtmann
    Leider ist der 1. Kommentar auf dieser Seite vollkommener Unfug. Ich bin ebenfalls schwanger (8. Monat), seit 15 Jahren Vegetarierin, meine Blutwerte sind top und das Baby kerngesund.
    Meine Gynäkologin hat zudem eine Zusatzqualifikation in Ernährungsberatung und bestätigte mir, eine vegetarische Ernährung während der Schwangerschaft sei überhaupt kein Problem. Allein bei einer veganen Ernährung seien Zusatzmaßnahmen erforderlich, aber auch das sei machbar.
    Bitte das nächste Mal fundiert informieren und kein zweifelhaftes Halbwissen verbreiten und damit die Leute verunsichern - vielen Dank!
  • kleiner Ausflug in die Luftfahrtterminologie

    21.05.2013, H.-J. Schebesch
    der beschriebene Zeppelin NT = Starrluftschiff
    "Blimp" = Prallluftschiff

    Irgendwann ist im Sprachgebrauch dieser unsägliche Ausdruck Blimp aufgetaucht...
  • Denken in Kategorien

    21.05.2013, Gerhard Rudolf, Bad Homburg von der Höhe

    Denken beginnt wohl mit der Fähigkeit zur Abstraktion und damit zur Begriffsbildung. Es umfasst, mit dem Erkennen von Unterschieden und Gemeinsamkeiten, das Bilden von Kategorien; ihre Verknüpfung in Form sprachlichen, logischen und mathemathischen Denkens, so wie das Erfassen räumlicher, zeitlicher und logischer Folgen, Zusammenhänge, Brüche und Widersprüche; und das Suchen und Finden von Lösungen und Entwickeln von Experimenten und Theorien und damit von Wissenschaft. Nichts davon unterscheidet den Menschen nach neuerer Forschung grundsätzlich vom Tier, vielmehr dessen Quantität und sytematische Weiterentwicklung, zumal dies neue Qualitäten und in der Konsequenz neue Welten hevorbringt und emergiert.

    Je komplexer das Leben ist, umso wichtiger ist es, Kategorien zu bilden, um den Überblick zu behalten, so wie es mit zunehmender Menge Dinge im Haus nötig wird, diese in Schubladen einzuordnen. Nicht zu vergessen ist, dass ein Gutteil des Krams daher kommt, dass man immer mehr Unterschiede macht und erkennt, etwa verschiedene Gläser für verschiedenste und immer mehr werdende Getränke anschafft. War früher das Auto Ausdruck des Lebensstils, sind es heute Wasser, Jogurt und Pausenriegel, deren scheinbare Vielfalt die Supermärkte füllt. Dies ist für die Masse der Bevölkerung in der Tat eine Folge der Industrialisierung. Die aber war wie auch das Ende des Industriezeitalters eine Folge wachsenden Wissens, wie die Vermehrung der Wissenschaften selbst. Das Informationszeitalter revolutioniert sie fast alle und lässt ihre Zahl wie die der Studienfächer und Berufe regelrecht explodieren. Nebenbei erklärt es die vor 20 Jahren einsetzende Abnahme der Rechenintelligenz. Der Computer und seine Anwendungen, beonders das Internet, und nicht nur Videospiele, nutzen Hierarchien und Programmen und Befehlen und bilden die zunehmende Kategorisierung darüber hinaus inhaltlich ab und extensivieren sie.

    Über rein hierarchisches und logisches Denken hinaus allerdings geht das Denken in umfassenderen Zusamenhängen und Kategorien. Diese schließen oft scheinbare logische Widersprüche ein und erklären sie auf höherer Ebene. Nichtlineares, höherwertig-logisches und mehrdimensionales Denken sind gefragt, intuitives, assoziatives, analoges und bildhaftes Denken hilfreich. Unenedlich hilfreich wäre das Einschließen kommunikativer und sozialer Intelligenz in den Intelligenzbegriff, da dieser zuerst über die Bildung auf die Kultur und damit auf die Intelligenz zurückwirkt, und da diese Voraussetzungen für ein erfolgreiches Leben sind, was auch Ihr vorhergehender Artikel erwähnt, und nicht zuletzt in vielen Berufen zunehmend gefordert werden. Das Wachstum der Fähigkeit, Kategorien zu bilden allein, zeugt vermutlich nur von der Zunahme der schieren Menge an Wissen und Information und der im Leben zu überschauenden und zu bewältigenden Dinge und Aufgaben.

    Interessant wäre zu wissen, welche zwei Dutzend Länder Flynn untersucht hat. Offenbar waren alle Industrieländer, da er die Industrialisierung als Erklärung anführt, und vermutlich westlich orientierte, da er als weitere Ursachen kleine Familien und gebildetete Mütter nennt. Dies erklärte aber noch keinen umfassenden weltweiten Trend - im Gegensatz zu oben Gesagtem. Auch erscheint fraglich, wie die Familiengröße auf die Intelligenz wirken soll. Meine Oma konnte in Verwandschaftskategorien denken wie ich in Verwaltungs- und Stilkategorien. Und bessere Kindernahrung bestimmt wie Hygiene und ärztliche Versorgung die biologische Lebensqualität, die die Grundlage für kulturelle Entwicklung ist.

    Und Mitchum tut seiner Großmutter Unrecht, da erstens schon für sie Knöpfe nicht mehr nur Knöpfe waren, den echte nähte sie an seine Kleidung. Und zweitens weil auch ich, und nicht nur ich den Machern von Windows heute noch gelegentlich den Monitor an den Kopf werfen könnte dafür, dass man auf Start drücken muss, um zu beenden, auf Bearbeiten, um etwas zu suchen und vieles mehr, was weder mit Logik noch mit Intelligenz zu tun hat und im Verein mit anderem schlechte Qualität genannt wird.