Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Dramatische Folgen?

    08.03.2016, Jutta Paulus
    Die vielleicht weitreichendsten Konsequenzen der blinden Signifikanz-Gläubigkeit könnte die Menschheit erleben, wenn es uns nicht gelingt, den immer rascher fortschreitenden Klimawandel abzumildern. Viel zu lange wurden die Beobachtungen der Klimaforscher mit dem harschen Urteil "kein signifikanter Effekt" abgetan - es war ja auch viel bequemer, die einschlägigen Beobachtungen als "zufällig" zu klassifizieren.
  • So einfach nicht

    08.03.2016, Artjom
    >Der p-Wert beim Vergleich der beiden Gruppen lag mit p = 0,2 deutlich über der Signifikanzgrenze von 0,05", sagt Ziliak, "p = 0,2 bedeutet aber auch eine Wahrscheinlichkeit von 0,8, dass vermehrte Herzinfarkte tatsächlich durch Vioxx ausgelöst wurden!"

    Ich glaube diese Aussage von Herr Ziliak ist falsch. So einfach kann man diesen Umkehrschluss nicht ziehen, denn wenn man die Wahrscheinlichkeit berechnen könnte, dass Vioxx mehr Herzinfarkte auslöst, würde man dies tun und nicht den unintuitiven (aber richtigen) Ansatz verfolgen, die Wahrscheinlichkeit zu berechnen ein solch extremes Ereignis zu beobachten unter der Hypothese, das Vioxx keinen Effekt auf das Krebsrisiko hat.

    Wollte man tatsächlich eine Ausssage treffen über die Wahrscheinlichkteit für eine bestimmte Effektgröße von Vioxx, würde man stattdessen einen Prior aufstellen (was für einen Effek auf das Krebsrisiko erwarte ich von einem mir unbekannten Präparat) und diesen durch den Satz von Bayes updaten und hätte dann eine Posterior Verteilung, die beschreibt welche Wahrscheinlichkeit man welcher Effektgröße nach dem Experiment zuordnet.
  • Erdbeben oder Tsunami als Ursache für die Kernschmelze?

    08.03.2016, Peter Silberg
    Sehr geehrter Herr Eidemüller,

    Sie schreiben "Trotz der heftigen Erdstöße hatten die sechs Reaktorblöcke von Fukushima Daiichi das Beben dank ihrer erdbebensicheren Bauweise gut überstanden."
    Ist das eine gesicherte Erkenntnis?
    Von Seiten der Atomindustrie wurde immer großen Wert darauf gelegt, dass die Reaktorblöcke das eigentliche Beben gut überstanden hatten. Wenn das nicht so gewesen wäre, hätte dies die Sicherheit aller Reaktoren weltweit in Frage gestellt.
    Doch sind Zweifel an dieser Darstellung angebracht (s. a. http://www.sinn-schaffen.de/kolumnejl/was-war-die-ursache-des-reaktorungluecks-in-fukushima/)

    Fakt ist, dass
    "am Standort Fukushima I Erdbebenbeschleunigungen von maximal 5,50 m/s2 gemessen worden sind. Das sind 125 Prozent der Auslegungswerte. Ob die Überschreitung der Auslegungswerte am Standort Fukushima I zu Schäden an sicherheitsrelevanten Teilen geführt hat, ist im Nachhinein kaum mehr festzustellen – wegen der Überlagerung mit den nachfolgenden Ereignissen, dem Tsunami und dann den Kernschmelzen.
    Da in Fukushima I die externe Stromversorgung bereits durch das Erdbeben zusammengebrochen war, fiel dort von Anfang an auch die Hauptwärmesenke aus. Das beim Erdbeben schnellabgeschaltete Kraftwerk produzierte so Nachzerfallswärme, die nirgendwohin abgeführt werden konnte.
    Durch den Ausfall der Notstromversorgung bis hin zu den Batterien an den Mess-, Überwachungs- und Steuerungssystemen waren in Fukushima I die für die weitere Ergebnisbeherrschung relevanten Einrichtungen nicht durchgängig mit elektrischer Energie versorgt, am Anfang waren sie es gar nicht. So kam es in dieser für Eingriffe knapp bemessenen Zeit im Block 1 frühzeitig zu einer über viele Stunden nicht erkannten Nichtverfügbarkeit des Notkondensationssystems. Die Folge war, dass die Niederdruck-Einspeisung zur Kühlung nicht funktionsfähig gehalten wurde (an den Blöcken 2 und 3 war das später, aus anderen Gründen, ebenso). Das brachte die frühe Kernschmelze in diesem Block, und das wiederum zeitigte eine Pandora von Folgen, welche die Handhabung am gesamten Standort Fukushima I äußerst schwierig und aufwändig machte. Die Notwendigkeit des Druckablassens, die Kernschmelzen in den Blöcken 2 und 3 sowie die Wasserstoff-Explosion im Gebäude von Block 4 waren letztlich Konsequenzen dieser durch das frühe Durchgehen von Block 1 herbeigeführten Situation."
  • Erneuerbare Energien in Japan

    08.03.2016, Peter Silberg
    Sehr geehrter Herr Eidemüller,

    der Ausbau Erneuerbarer Energien ist in Japan in den letzten Jahren stark vorangekommen.
    http://www.solarserver.de/solar-magazin/nachrichten/aktuelles/2015/kw51/mercom-rechnet-2016-mit-einem-photovoltaik-zubau-von-rund-65-gigawatt-usa-ueberholen-japan-beim-solar-zubau.html
    Zitat:
    "In Japan rechnen die Marktforscher 2016 mit einem Photovoltaik-Zubau von 9 Gigawatt. Bisher wurden im japanischen FiT-Programm Solar-Projekte mit knapp über 80 GW genehmigt, davon ist rund ein Viertel bereits installiert. Japans Energiesektor verändert sich derzeit: Erneuerbare Energien erhalten mehr Gewicht, während die Atomenergie rückläufig ist."
  • LIGO und die Tests der Psychologen und Mediziner

    08.03.2016, Friedrich Gebhardt
    LIGO und die Tests der Psychologen und Mediziner in einen Topf zu werfen ist äußerst unfair. Natürlich wissen die Physiker, dass ihre Grenze willkürlich ist; es geht hier aber nicht um Ereignisse, die in einem von 20 Fällen zufällig auftreten könnten, sondern in einem von einer Million. Und da kann man das (teure!) Experiment bestimmt nicht mehr oft genug stillschweigend wiederholen, bis man dieses Ergebnis mal erreicht hat. Auf diese (willkürliche, wenn auch winzige) Irrtumswahrscheinlichkeit haben sich die Physiker aus praktischen Gründen geeinigt: Wer hat als erster den allseits anerkannten Nachweis (z.B. von Gravitationswellen) erbracht? Wann soll man aufhören mit dem (kostspieligen) Experiment? Wann kann man praktisch alle Zweifler überzeugen? Zur Offenlegung etwaiger Gewissenskonflikte: Ich bin kein Physiker (sondern ein Statistiker).
    Antwort der Redaktion:

    Lieber Herr Gebhardt,
    es ging uns gar nicht darum, das LIGO-Ergebnis als statistisch schwach abgesichert darzustellen. Das ist es nicht. Dieser Einstieg ins Thema diente lediglich dazu, ein dem Leser vertrautes Beispiel für das Auftauchen des Signifikanzsbegriffs zu liefern.

    Beste Grüße, jd/Red

  • Frag ja nur

    08.03.2016, Wolf Niese
    Vielleicht doch besser aufhören zu kokeln mit Erdöl und Kohle relativ hurtig, liebe Klimaskeptiker?
  • Falsche Verallgemeinerung

    08.03.2016, Werner Kohl
    "Während des Maunder-Minimums sank die Zahl schwerer Stürme um drei Viertel"

    Das stimmt aber so nicht. Die dem Artikel zugrunde liegende Untersuchung bezog sich auf tropische Wirbelstürme und nicht auf schwere Stürme allgemein.

    Der "Bildungsserver"
    http://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Au%C3%9Fertropische_St%C3%BCrme
    berichtet darüber, dass es keine allgemeine Abnahme der Sturmaktivität gab:
    "So ist etwa im Späten Maunder Minimum (1675-1710), der kältesten Phase der Kleinen Eiszeit, keine Reduktion der Sturmaktivität feststellbar."

    In dem Buch "Stürme über Europa"
    https://books.google.de/books?id=sPtEBAAAQBAJ&pg=PA57#v=onepage&q&f=false
    findet man einen Hinweis auf die schweren Überlandstürme von 1660 und 1674.

    Also sollte man das Ergebnis der Studie nicht verallgemeinern.

    Überhaupt verwundert mich die oft geäußerte Behauptung, dass eine globale Temperaturerhöhung zu einer erhöhten Sturmaktivität führen würde. Abgesehen davon, dass es keine Belege dafür gibt (siehe u.a. IPCC-Bericht AR5), würde ich vom physikalischen Standpunkt her das Gegenteil erwarten.

    Stürme entstehen durch Temperatur- bzw. Druckdifferenzen zwischen voneinander getrennten Regionen. Je größer die Differenzen, desto stärker die Stürme. Wohlbekannt ist die sog. "polare Verstärkung":
    https://de.wikipedia.org/wiki/Polare_Verst%C3%A4rkung
    Diese besagt, dass der Klimawandel an den Polen stärker als in gemäßigten Regionen oder gar den tropischen Regionen auftritt.
    Bei einer Klimaerwärmung erwärmen sich die - viel kälteren - polaren Regionen stärker, wodurch der Temperaturunterschied zu den anderen Regionen GERINGER wird. Damit erwarte ich bei weiterer globaler Erwärmung geringere Sturmaktivitäten.

    Dieses Prinzip wird ja bei allen thermischen Kraftwerken angewandt. Schon vor 2 Jahrhunderten wusste Carnot, dass der Wirkungsgrad umso größer wird, je größer der Temperaturunterschied ist:
    n = 1 - Tkalt / Twarm
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr Kohl,

    der Artikel beginnt nach dem Teaser mit den Worten "Die wenig aktive Sonne am Ende des 17. Jahrhunderts reduzierte die Anzahl tropischer Wirbelstürme um drei Viertel."

    Mit freundlichen Grüßen
    Die Redaktion
  • Druckfehler bei "Gravitationslinsen"

    07.03.2016, Immo Diener
    Auf Seite 44 sind in dem Bild "Gravitationslinsen" die Beschriftungen "wahre Position des Sterns" und "beobachtete Position des Sterns" vertauscht. Bei den Galaxien ist die Bezeichnung richtig.
  • Bilanzbetrug bei Eon, RWE, EnBW - verhindert ?

    07.03.2016, Falken
    Neue Kernkraftwerke (KKW) benötigen enorme Subventionen - siehe das britische Projekt in KKW Hinckley Point. Wenn man aber neue KKW einsetzt, um das Plutonium aus den alten KKW loszuwerden, gehört das Defizit aus den neuen MOX-KKW zu den notwendigen Betriebskosten der alten KKW. Entsprechend müssten Rücklagen gebildet werden. Soweit kein sicheres Endlager zur Verfügung steht, hätte für diese Kosten eigentlich eine Rückstellung gebildet werden müssen. Hat nun der Grüne Trittin die Versorger vor diesem Schicksal bewahrt ?
  • Rabenschwarze Intelligenz

    07.03.2016, Barbara Altun
    Finde das Buch ganz toll! Leider habe ich nie eine Dohle oder gar einen Kolkraben aufgezogen. Hab nur eine kleine Elster gerettet, die stundenlang nicht von den Altvögeln versorgt wurde. Sie ist nach dem Päppeln mit einem anderen Elsternschwarm geflogen. Ich hoffe, dass es ihr gut geht!
    Bitte sagen Sie Herrn Reichholf viele Grüße von mir! Ich habe das Lesen sehr genossen.
  • Eine Abzählinterpretation der Unbestimmtheitsrelation

    07.03.2016, Wolfgang Huß, Hamburg
    Norbert Treitz hat im "Spektrum der Wissenschaft" einen Artikel geschrieben, der zum Nachdenken in dieser Sache anregen kann:
    »Von den falschen Tönen zur Unbestimmtheitsrelation«
    http://www.spektrum.de/magazin/von-den-falschen-toenen-zur-unbestimmtheitsrelation/1044195
    Darin stellt er fest, dass das Erkennen der Tonhöhe eines Tons starke Verwandtschaft mit der heisenbergschen Unbestimmtheitsrelation hat. Letztlich kann demnach der Messvorgang als Abzählproblem interpretiert werden. Bei den Tönen werden die Wellenberge oder -täler des Luftdrucks gezählt. Doch was genau wird bei der Unbestimmtheitsrelation gezählt?
    Es werden ›h‹s gezählt (h für plancksches Wirkungsquantum), die als Ergebnis die Energie eines Quants liefern, zum Beispiel eines Photons. Es können also nicht die Quanten selber sein, die demnach gezählt werden. Es sollte etwas sein, dass ein Quant ausmacht. Es kommt daher, wie Energieeinheiten in Form von ›h‹s.
    Die Unbestimmtheitsrelation ergibt sich nach der Abzählinterpretation aus einem gewissen Zufall, der dem Abzählen zu Grunde liegt. Bezogen auf die Tonhöhe ergibt sich die Menge an Möglichkeiten des Messergebnisses für ein und dieselbe Tonhöhe schlicht aus dem „zufälligen“ Zusammenfall des Beginns und Endes der Messung mit den Wellenbergen des Luftdrucks. In „Wirklichkeit“ gibt es beim Wissen um diese Korrelation offensichtlich nur ein Messergebnis und nicht die Menge. Die Menge ergibt sich aus dem Nichtwissen um die genaue Struktur. Es ist nur eine prinzipielle Struktur bekannt.
    Könnte es sich bei der heisenbergschen Unbestimmtheitsrelation nicht um die gleiche Form des Unwissens handeln?
    Stelle ich mir vor, dass die Wellenfunktion der Quantenphysik real wäre, dann könnte sich die heisenbergsche Unbestimmtheitsrelation tatsächlich aus dem Abzählen ihrer Wellenberge ergeben. Die Menge der möglichen Messergebnisse ergäbe sich aus der Unwissenheit um die konkrete Feinstruktur der Wellenfunktion. Die vielen Welten wären unnötig.
    Was spricht eigentlich dagegen? Denken Sie mal drüber nach.
  • Irreführender Satz

    07.03.2016, Paul Kalbhen, Gummersbach
    Der Satz "Höchstens zwei bis vier Prozent des Erbgutes der meisten Europäer und Asiaten stammen von Neandertalern" ist irreführend, wie ich bereits früher moniert habe. Die weit verbreitete Behauptung, dass Menschen, die außerhalb Afrikas leben, bis zu vier Prozent ihres Erbgutes mit dem Neandertal-Genom gemeinsam haben, bedarf einer Korrektur: Bei 98,8 Prozent Ubereinstimmung zwischen dem Genom von Mensch und Schimpanse (als nächstverwandter Menschenaffe) kann das so nicht stimmen, vielmehr ist gemeint, dass bis zu vier Prozent von denjenigen Genen, die beim Neandertaler vom Erbgut heutiger Afrikaner abweichen, im Genom moderner Nichtafrikaner vorkommen.
    Antwort der Redaktion:
    Man muss zwei Zusammenhänge unterscheiden.
    Die Erbgutsequenzen – sowohl die Gene als auch andere Abschnitte – der Menschen, auch der Neandertaler, stimmen in hohem Grad mit denen von Schimpansen überein. Das liest man an den Mutationen der Bausteine ab.

    Unabhängig davon lässt sich durch einen Abgleich der Sequenzen nachweisen, dass längere Bereiche im Erbgut des Homo sapiens »vom Neandertaler stammen«, das heißt beim frühen modernen Menschen in Afrika so noch nicht bei ihm vorkamen – wie übrigens auch bei vielen modernen Menschen oft nicht, sondern nur mit einer bestimmten statistischen Wahrscheinlichkeit. Da stecken in diesen Abschnitten andere Mutationen.
    Demnach haben sich die beiden Menschenarten gekreuzt, und in den modernen Linien ist ein wenig vom Neandertalererbgut übrig geblieben, bei jedem Menschen aber verschieden.
    Wie lange das her ist, kann man an der Länge dieser fremden Sequenzen ablesen. Für die meisten dieser fremden Abschnitte wird noch nach den betreffenden Genen gesucht. Oft weiß man nur, dass an der Stelle bestimmte Funktionen verschlüsselt sind, kennt aber die Gene noch nicht genau.
  • Wie sieht es 5 Jahre nach dem GAU in Fukushima aus?

    07.03.2016, Martin Ziebell
    Sehr geehrter Autor
    ich finde Ihre Behauptungen abenteuerlich, dass die Katastrophe von Fukushima weniger radioaktive Materialien freigesetzt hat als Tschernobyl. Vielleicht gilt das für die Verteilung über die Luft, aber feststeht, dass die 3 geschmolzenen Reaktorkerne über das Grundwasser "gekühlt" werden und somit über die 5 Jahre die jetzt vergangen sind die Kontamination des Grundwasser weitergeht und somit auch die Freisetzung von hoch radioaktiven Stoffen. Alle unabhängigen Berichte aus den Evakuierungszonen beschreiben eine deutlich höhere dauerhafte Belastung als die Regierung und die Tepco zugeben. Und den psychischen Schaden hier als schwerste Folge zu beschreiben, das ist echter Tepco-Sprech. Ich wünsche mir eine weitaus kritischere Betrachtung von einem wissenschaftlich ausgerichteten Magazin. Unfassbar Ihr Artikel.
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr Ziebell,

    wie sie dem Artikel entnehmen können, ist die Kontamination über das Grundwasser durchaus ein großes und bislang ungelöstes Problem. Die verfestigte Kernschmelze („Corium“ genannt) setzt jedoch bei Weitem nicht so viele radioaktive Substanzen frei wie ein offen brennender Reaktorkern, wie es in Tschernobyl geschehen ist. Die von mir zitierten Zahlen sind international wissenschaftlich anerkannt – da wo sie umstritten sind oder unabhängige Experten andere Einschätzungen besitzen, habe ich darauf hingewiesen.
    Ebensowenig habe ich psychische Schäden als „die schwerste Folge“ bezeichnet, sondern darauf hingewiesen, dass sie „mit zu den schwerwiegendsten Folgen“ gehören. Das ist ein entscheidender Unterschied! Dies gehört meiner Ansicht nach auch zu den wichtigen Punkten, die in der öffentlichen Debatte häufig unterschlagen werden.
    Bevor sie meinen Artikel als „unfassbar“ bezeichnen, möchte ich sie deshalb höflich bitten, ihn präzise zu lesen.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Dirk Eidemüller
  • Es gibt viel Gründe gegen Windkraft zu sein

    06.03.2016, Michael Vogt
    Es gibt viele Gründe gegen den Ausbau von Windkraft zu sein. Natur- und Vogelschutz, Verschandelung der Landschaft, Schutz der Menschen vor gesundheitlichen Auswirkungen wie Infraschall, Wertminderung der Imobilien, Verteuerung der Energie, um nur ein paar zu nennen.
    Von Windkraftprofiteuren wird gerne das angebliche Eigeninteresse der Windkraftkritiker in den Vordergrund gestellt, dabei ist es genau umgekehrt. Der einzige Grund warum in Deutschland Windkraftanlagen (WKA) gebaut werden, ist die Abschöpfung von EEG-Subventionsgeldern. Etwa 27000 WKA konnten bisher weder den CO2 Ausstoß wesentlich verringern, noch können sie den demnächst fehlenden Strom aus den AKW ersetzen.
    Erneuerbare Energie muss nicht schlecht sein. Nur muss sich eben auch der "Ökostrom" an seinem Beitrag messen lassen, der Menschheit ein gutes Leben zu ermöglichen, das Klima zu stabilisieren und die Natur zu schützen.
  • leichtflüchtig vs. schwer

    06.03.2016, Christian Lipp
    "...leichtflüchtige Substanzen wie radioaktives Jod und Zäsium freigesetzt worden. Schwerere radioaktive Substanzen wie Strontium und Plutonium..."

    Ich vermute, es ging nur ein Wortteil verloren und es sind weniger mobile Isotope, wie Strontium-90 oder die Plutoniumisotope gemeint. Iod-131 und Caesium-137 sind jedoch zwangsläufig schwerer als Strontium-90.