Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Vielleicht Tageslichtapplikationen im Handy ?

    08.05.2017, Ralph Fischer
    Wenn es stimmt das sich durch Tageslicht die Kurzsichtigkeit schon in jungen Jahren aufhalten lässt, dann könnte man gerade bei unseren Kindern, die ja dauernd ein Handy oder I-Pad vor der Nase haben, ein APP entwickeln die das Display auf Tageslichtstärke regelt.
  • Früher erklärte man die "Epidemie" mechanisch

    08.05.2017, Dirk S
    Ich kann mich noch ganz gut erinnern, dass man früher die Zunahme der Kurzsichtigkeit damit erklärte, dass das Längenwachstum der jüngeren Generationen durch die verbesserte Versorgung an Nahrung zugenommen hat und sich schmalere und längere Schädel ausbildeten. Daraus folgend werden die Augäpfel gestaucht und verlängert, was letzendlich zur zunehmenden Kurzsichtigkeit führte.
    Die Erklärung ist zumindest nachvollziehbar (Verlängerung der Brennweite durch schmalere Schädel) und würde auch das bereits von Cohn entdecke Phänomen erklären (Gymnasiasten waren früher nun man häufiger Kinder wohlhabenderer Eltern, folglich in Schnitt wohl auch größer, mit relativ schmaleren Schädeln), ebenso wie die Situation mit den asiatischen Studenten (die ja nun auch aus eher gut versorgten Familien stammen düften).

    Weitere Faktoren werden mit Sicherheit ihren Teil dazu beitragen (so werden Kurzsichtige heute nicht mehr durch die Gefahren des Steinzeitlebens aus dem Vererbungsprozess ausgeschlossen), aber ich für meinen Teil bevorzuge die einfachste (und erfahrungsgemäß meist auch die wahrscheinlichste) Erklärung. Dennoch wünsche ich allen, die an diesem Phänomen und der Behandlung der Kurzsichtigkeit forschen viel Erfolg, selbst wenn man mit den Ergebnissen nur einen Teil der Betroffenen helfen kann. Und auch die Erfahrung kann sich irren.

    Ach ja, der Rat, Kinder täglich für mindestens 2 Stunden nach draußen zu schicken, mag zwar wenig gegen die Kurzsichtigkeit helfen, ist aber generell als ein guter Rat anzusehen.
  • Keine Panik

    08.05.2017, Markus Kraffczyk
    Da wir eine "Funkerei mit Außerirdischen" schon ca. 100 Jahre unabsichtlich betreiben und zwar in Gestalt der Radio/Fernseh- und Radartechnik, ist der Gedanke, wir könnten mit gezielten Radiobotschaften etwas Gefährliches tun, geradezu grotesk. Auch würde anderen technischen Zivilisation nicht entgangen sein, dass wir einige Jahrzehnte lang Kernwaffen atmosphärisch getestet haben oder das Auftreten bestimmter Nuklide oder technischer Gase (FCKW/FKW) ebendort. Also: 100 Lichtjahre um uns herum haben wir uns eh schon verraten, wenn man die industrielle Revolution mit speziellen Emissionen mitrechnet, schon eher 200-250 Lichtjahre.
  • Einheitshandschuh

    08.05.2017, Jus Frank, Schwetzingen
    Eine scherzhaft gemeinte Betrachtung: Es gibt auch identische Handschuhe, die sich gleichermaßen links und/oder rechts tragen lassen. Ein Einmalhandschuh zum Beispiel weist keinen Unterschied auf. Nur durch vorher angebrachte (Farb-)Markierung ließe sich feststellen, welcher der beiden zuhause geblieben ist.
  • Horizonterweiterung

    08.05.2017, Michl Glasner, Freilassing
    Die Entdeckung eines Supervoids erweitert unsere Möglichkeiten, den Kosmos zu erforschen, beträchtlich. So kann mit Hilfe dieser Struktur beispielsweise untersucht werden, in wie weit die kosmische Expansion nicht nur zeit-, sondern auch ortsabhängig ist. Der Nachweis eines derartigen Zusammenhangs würde dazu beitragen, sowohl das unerwartete Ausmaß des dort beobachteten ISW-Effekts zu erklären, als auch unser Verständnis von der Strukturbildung im Universum erweitern.

  • Schon wieder ist der Klimawandel schuld?

    08.05.2017, Werner Kohl
    "Derzeit scheint Ostantarktika gerade nicht viel Eis zu verlieren, aber es gibt Anzeichen, dass sich die Klimaerwärmung auch hier bemerkbar macht."
    [..]
    "Warmes Wasser vom umliegenden Ozean dringt unterhalb der schwimmenden Gletscherzunge ein und frisst das Eis quasi von unten weg."

    Voraussetzung für diese Argumentation ist, dass sich in den letzten Jahrzehnten das Meerwasser um die Antarktis herum erwärmt hat.

    Schauen wir mal auf den zeitlichen Verlauf der Wassertemperaturen in dieser Region ("Southern Ocean Sea Surface Temperature (SST) Anomalies"):
    https://bobtisdale.wordpress.com/2017/01/10/december-2016-sea-surface-temperature-sst-anomaly-update/

    Wie die Grafik (14) zeigt, gab es mitnichten einen Temperaturansteig:
    https://bobtisdale.files.wordpress.com/2017/01/14-southern-ssta.png

    Damit sehe ich die obige Behauptung ad absurdum geführt.
    Stellungnahme:
    Sehr geehrter Herr Kohl,

    das Schelfeis wird von unten angegriffen, weil wärmeres Tiefenwasser auf das Schelf vordringt, was in dieser Studie hier gezeigt wird:

    http://science.sciencemag.org/content/346/6214/1227

    Ihre Daten beziehen sich auf das Oberflächenwasser (wenn wir das richtig sehen), dass keinen Erwärmungstrend zeigt.

    Mit freundlichen Grüßen
    Die Redaktion
  • Zurück zur klassischen Bruchrechnung!

    08.05.2017, Friedhelm Becker
    In dem Artikel schreiben Sie grundsätzlich nur drei Punkte hinter die Dezimalzahl, um deren periodische Natur anzuzeigen. Das ist jedoch unzulänglich, weil nicht erkennbar ist, wie viele Ziffern sich als periodische Folge wiederholen, oder wo die periodische Ziffernfolge beginnt.

    Im täglichen Umgang mit Zahlen gibt es aber noch ein ganz anderes Problem, nämlich die mathematische Verknüpfung von periodischen Brüchen im Zusammenhang mit dem technisch praktisch unvermeidlichen Runden: Hier ist die Periodizität des Dezimalbruches häufig nicht mehr erkennbar und führt dadurch in der Folge zu vermeidbaren Rechenfehlern. Deshalb plädiere ich dafür, im Bereich des exakten Rechnens den Dezimalbruch grundsätzlich zu vermeiden und durch den so genannten echten Bruch aus Zähler und Nenner zu ersetzen. So lassen sich auch aufeinander aufbauende Rechenschritte mit der gebotenen Genauigkeit durchführen. Wenn es so verlangt wird, darf das Endergebnis gern als Dezimalbruch wiedergegeben werden – nicht jedoch ein Zwischenergebnis, mit dem weitergerechnet werden soll.
    Stellungnahme:

    Ja, die Pünktchen lassen auch eine andere Fortsetzung der Ziffernfolge zu. Der Kontext des Artikels gibt meines Erachtens keine Gelegenheit zu Missverständnissen; aber für eine formal korrekte Darstellung müsste man ein neues Zeichen (üblicherweise den Querstrich über der zu wiederholenden Ziffernfolge) für die periodische Wiederholung einführen.


    Exakte Arithmetik mit echten Brüchen ("rationale Arithmetik" im Jargon der Computerrechner) hat sich mit wenigen, sehr speziellen Ausnahmen als nicht sinnvoll erwiesen. Typischerweise wachsen Zähler und Nenner im Verlauf der Rechnung in astronomische Höhen. Das treibt den Rechenaufwand hoch, ohne dass dem ein nennenswerter Genauigkeitsgewinn gegenüberstünde.


    Christoph Pöppe, Redaktion

  • Ist der Gedanke wirklich so abwegig wie oft suggeriert?

    08.05.2017, L.Schaber
    Der von Wright vorgebrachte Gedanke müsste eigentlich schon fast jedem gekommen sein, der überhaupt zu unabhängigen Gedankengängen fähig ist. (Und ihn nicht vor Angst vorh den gängigen Aluhutvorwürfes gleich danach wieder verdrängt.) Denn er ist eigentlich doch eher naheliegend. (Dazu muss man auch nicht unbedingt zuvor etwas von Däniken, seinen Vorläufern oder der ganzen Präasronautikszene gehört haben ).
    Und eventuell ist er heute noch viel naheliegender als noch vor 30-40 Jahren, als noch die ganz große Mehrheit der Wissenschaftler (vor allem Biologen) behauptete, dass die Entstehung von "Intelligenz" auf jeden Fall die ganze Evolutionszeit (bis in die letzten paar Millionen Jahre) benötigt haben müsse und dass eine Entwicklung von Leben außerhalb unseres Planeten grundsätzlich unmöglich und völlig ausgeschlossen sei.
    Und jetzt lehne ich mich mal ganz weit aus dem Fenster und wage mich in den Bereich der Speklationen. (oder doch nicht soweit?) :
    Ich fand die negativen (offiziellen) Reaktionen der (offiziellen) "Wissenschaft" in Bezug auf die Meldungen/ Gerüchte (oder Fakten?) über Funde von intelligent bearbeitete "Artefakten" aus hunderte von Millionen Jahre alten Schichten meistens irgendwie unbefriedigend. Allein schon die oft anzutreffende pauschale Weigerung, sich überhaupt mit "so etwas" zu beschäftigen, finde ich merkwürdig. In der Wissenschaft darf es keine Denkverbote geben.
  • Die Quintessenz fehlt

    07.05.2017, Dr. Christian Monnerjahn, Magedeburg
    Leider bleibt der Artikel sehr im Allgemeinen. Er zeigt nicht auf, wen denn Spaltung in "reich" und "arm" wie trifft - das mag ja je nach Gesellschaftssystem sehr verschieden sein, und bestimmt auch die Optionen, diese Spaltung zumindest soweit zu kontrollieren, daß ein gesellschaftlicher Grundkonsens bestehen bleibt.

    Infolge dieses Mangels können die Lösungsvorschläge nicht überzeugen: Die Aussage "soziale Vereinbarungen lassen sich ändern" ist zwar richtig - das allein macht aber keine Hoffnung auf eine allgemein verträgliche und positive Lösung: jede radikale Bewegung - der IS eingeschlossen- verspricht ja genau das: das gesellschaftliche System zu verändern.
  • Neue Option für eine alte Idee

    07.05.2017, Dr. Christian Monnerjahn
    Ein sehr interessanter Artikel, der sich, gut geschrieben, zwischen Grundlagenforschung und medizinischer Anwendung bewegt - was ich sehr gut finde.
    Insbesondere finde ich den "Schocktaktik"- Ansatz interessant. Die Idee, Protein (fehl)-Faltungen mittels Aktivierung von Chaperonen zu therapieren ist so neu nicht. Im Rahmen von Entwicklungs- und Streß-Studien hatten wir in der Arbeitsgruppe "Zellbiologie" von Prof. Ludger Rensing bereits zur Zeit meiner Diplomarbeit über Möglichkeiten hierzu diskutiert - was inzwischen fast 20 Jahre her ist. Wir waren damals dabei, genetische Grundlagen der Transkriptionsregulation von HSP70-Genen aufzuklären um besser zu verstehen, wie Zellen mit "Streß" - speziell auch bei Entwicklungsprozessen - umgehen. Auf die Idee, daß man HSP70-Gene/ Proteine gezielt dazu bringen könnte, bestimmte fehlgefaltete Enzyme zu korrigieren, sind wir allerdings nicht gekommen. Ich hätte auch immer noch Zweifel, ob man eine solche zielgerichtete Aktivierung wirklich effektiv hinbekommt. Es wäre zu wünschen, aber Chaperone haben eine sehr umfassende Funktion im Proteinstoffwechsel - ich würde daher eine eher geringe Effektivität und ein schwer abzuschätzendes Risiko von Nebeneffekten erwarten. In Kombination mit anderen Therapien mag es aber eine sinnvolle Unterstützung sein.
  • Mein Reden...

    07.05.2017, Ronny Witzgall
    Ich bin es schon lange leid ständig ein neues Phone haben zu müssen, weil ich dazu gedrängt werde. Egal ob nicht weiter gepflegte Software-Updates oder defekte nicht zu wechselnde Akkus. Es ist ein Kraus... Leider krankt das FairPhone daran, dass da nur Android läuft. Es ist also für mich auch uninteressant. Ich möchte keine MalWare wie bei Android ständig immer wieder entdeckt und kein Friß oder Stirb Betriebssystem wie iOS.
  • Das stimmt auch nicht

    06.05.2017, Tim
    denn es ist schon seit langem bekannt, dass zierliche Frauen Männern mit Muskeln attraktiv finden, was demenstprechend umgekehrt auch ist.
  • Das Geheimnis ...

    06.05.2017, Hieronymus
    ... ist im Offensichtlichen verborgen. Herr Kienpointner sagt es selbst: "... Sprachen sterben z u n e h m e n d aus ...". Sprachen-Entropie; die grossen killen, fressen, blähen sich auf, alles wird ein immer sinnärmerer Matsch.
  • Was haben die Autoren nur gemeint?

    06.05.2017, R. H.
    Das Dezibel, dB, kennzeinet, dass der Zahlenwert das Ergebis eines logarithmierten Verhältnisses einer Größe, z.B des Schalldrucks zu einem Bezugsschalldruck angibt. Da in dem Film weder die Größe, also z.B Schalldruck, Schallleistung angegeben sind nich der Bezugswert, ist der immer wieder zitierte Pegelwert ohne Relevanz.
    Lärm hat mit Hören zu tun; Schallereignisse haben regelmäßig unhörbare Anteile. Ob der genannte Schallpegel nur den hörbaren Anteil oder den gesammten Schall kennzeichnet, ist ebenfalls offen geblieben.
    Mir will svheinen, dass es in diesem Beitrag alles durcheinander geht.
    So kann man leider mit dem Video nicht viel anfangen. Schade.
  • Mit Information und Analyse gegen Hass

    06.05.2017, Velm
    Ein hervorragendes Video: Obwohl Herr Lesch nicht vom Fach (er ist kein Psychologe) ist! Er geht einen Schritt zurück und betrachtet was da vor seinen Augen geschieht.
    Menschlich, "didaktisch" und fachlich ziehe ich meinen Hut.