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Lesermeinungen - Spektrum der Wissenschaft - Seite 10

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • pubertaetes Wunschdenken ...

    22.03.2018, st. klaus
    ...die Umsetzung der 'wissenschaftlichen Annahme' dass Werbung in sozialen Medien dass Kaufverhalten fuer Kaffee, Autos, Flugreisen etc und gleichermassen dass Wahlverhalten irgendwelcher 'Zielgruppen' beeinflusst ist nicht ''beweisbar". Dieses pubertaere Wunschdenken, dass davon ausgeht der dumme Buerger wuerde alles glauben und uebernehmen was die 'Medien' politisch so anbieten zeigt hoechstens auf wie weit Werber, Politiker und vor allem gewisse Journalisten von der Wirklichkeit ihrer 'Manipuliermasse' entfernt sind.
  • Blühstreifen bei konventioneller Landwirtschaft?

    22.03.2018, John Meier
    Hm, ich wage zu bezweifeln, dass es eine gute Idee ist, Blühstreifen anzulegen, die dann Insekten anlocken, wenn dann die Äcker bespritzt werden. Dann kriegen die Insekten doch die volle Dröhnung ab und es geht ihnen vielleicht schlechter als woanders / vorher.
    Blühstreifen finde ich ja ne tolle Sache, aber nur wenn dann definitiv nicht mehr gespritzt wird im Umfeld der Streifen. Sonst holt man sich die Insekten ja genau dahin, so es am schlimmsten ist. Auch wenn es schön aussieht und allgemein Vorteile bietet.
  • Relativitäts-Theorie

    22.03.2018, Markus Gufler
    Vielleicht geht es gar nicht so sehr darum, ob in oder auf der Pflanze natürliche oder künstliche Wirkstoffe anzutreffen sind, sondern viel mehr um den modernen Mensch selbst, der zwei Grundbedürfnisse hat.
    1.) Er will von sich wissen gut zu sein. (Wettbewerb)
    2.) Er will von sich wissen, dass er sich und die Seinen irgendwie noch besser geschützt hat. (Sicherheitsbedürfnis)

    Nun, beides ist in einer immer höher entwickelten Welt, in der diese Kategorie Menschen seit inzwischen drei Generationen ohne Krieg und nennenswerten Epidemien, unter DIN-Normen und Aber-Tausenden von Auflagen und Gesetzen lebt, ziemlich eine Herausforderung geworden. Wie hebt man sich in seinem "Gut sein" heutzutage noch ab? Was kann man tun um die Sicherheit und Gesundheit noch einmal mehr zu verbessern?

    Die großen und wesentlichen Schritte, wie Impfungen, Hygiene, Produktions-Abläufe, Kühlung, Forschung, Bildung, wurden ja alle schon gesetzt. Die letzten 10% erreicht man dann bekanntlich nur mehr mit 90% des Aufwandes. Oder in Mitten von Mutter Natur halt schlichtweg einfach gar nicht.
    Und so trifft man heutzutage sehr oft ein Muster an, bei dem einer versucht gut dazustehen, indem er irgend etwas im Umfeld als Schlecht tituliert. Relativ gesehen fühlt man sich da plötzlich recht gut, und moralisch überlegen. Also sogar sehr gut, weil es zudem auch noch Punkt 2 erfüllt: man kann für sich beanspruchen ja etwas getan zu haben, auch wenn es de Fakto eigentlich nur ein "etwas gesagt" war. Einziges Kriterium bei der Wahl des Schuldigen: es darf einen selbst in seinen Gewohnheiten blos nicht treffen. Und Bauer ist halt heutzutage kaum einer mehr. Das passt also sehr gut ins Beuteschema des "Gutmenschen"

    Und das ist das Hauptproblem bei der Bio-Gift-Diskussion: Gegen Chemie und Pestizide sind fast alle. Klar und sowieso. Effektiv kaufen, konsumieren und im Restaurant drauf Wert legen tun es aber immer noch unter 10%. Der Rest begnügt sich wohl damit sich einfach & relativ gut zu fühlen.
  • Mulchen und Schwemmentmistung sind die Übeltäter

    22.03.2018, Hans-Ulrich Ramp
    Seit etwas mehr als 2 Jahrzehnten verbreitet sich die intensive "Reinigung" der Weideflächen mit der Mulchmaschine. Mindestens einmal im Jahr werden die Wiesen so behandel. Das überlebt kein Frosch, keine Blindschleiche, kein Käfer, keine Raupe, da ist nur noch alles tot.
    Vor vier, fünft Jahrzehnten wurden die Schwemmentmistung in der Viehhaltung eingeführt. Die Jauchemenge vervielfacht sich dadurch und weil die Kuh kein frisches Gras frisst auf wäelches Jauche ausgetragen wurde bevor es gewachsen ist, bekomm der Bauer ein Problem. Also wird die grösste Menge im November und Dezember ausgebracht, dann wann die Wiese keinen Nutzen davon hat, weil über den Winter der Stickstoff wieder ausgewaschen wird. Was die viele Jauche an Schäden bei den Kleinlebewesen verursacht wurde wohl auch nie hinterfragt. Eine ökologisch mustergültige Entsorgung des Kuhmistes wäre ein mechanisches Ausbringen aus dem Stall und Kompostieren auf einer betonierter und teilüberdeckter Fläche. Hätte noch den Vorteil, dass zwischen jedem Grasschnitt ausgestreut werden könnte, weil die Kuh den Kompost nicht riecht.
    Ein Verbot der Mulchmaschine und der Schwemmentmistungen brächte der Natur hundert mal mehr als all dieser ganze Bio-Kult
  • Mais als Katzenfutter?

    21.03.2018, Leute
    Katzen sind obligate Fleischfresser, im Gegensatz zu den eher allesfressenden Hunden. Ein mit Mais gefütterter Jaguar würde nicht lange überleben. Der Originalartikel nennt als Grund für die gefundenen Isotopenwerte eine Fütterung mit Mais ODER mit Beutetieren, die selbst überwiegend mit Mais gefüttert wurden. Für die Katzenknochen wird explizit nur die Ernährung vom Fleisch maisfressender Beutetiere genannt. Alles auf eine reine Maisfütterung zu reduzieren, macht den obenstehenden Artikel bestenfalls missverständlich ....
  • Glauben heißt nicht wissen...

    21.03.2018, Viktor O.
    ... hätte mein Deutschlehrer bei dieser Aussage vermerkt.

    "Ich glaube nicht, dass Cambridge Analytica tatsächlich im Stande ist, diese Möglichkeiten auch umzusetzen."
  • Das funktioniert nicht

    21.03.2018, Dr. Volker Cleeves
    ZITAT: Das ließe sich erreichen durch das Aufforsten von Wäldern, das Renaturieren von Feuchtgebieten sowie landwirtschaftliche Praktiken, die Kohlenstoff im Boden halten. Zum Beispiel verkündet die Initiative "4 Promille", die Menschheit könne den Anstieg der CO2-Belastung stoppen, wenn zum Beispiel mehr Hülsenfrüchte und Zwischensaaten angebaut würden und mehr Grasstreifen und Hecken stehen blieben.ZITAT ENDE
    Sorry, das funktioniert nicht wenn es darum geht den CO2 Überschuss aus verbrannter fossiler Biomasse zu kompensieren und sollte auch jedem, der etwas von Photosynthese versteht, klar sein. Denn CO2 Fixierung durch Photosynthese gelingt nur bei Wachstum. OK Aufforsten, indem Holzmasse produziert wird, kann etwas CO2 fixieren. ABER: Das braucht Jahrzehnte /Jahrhunderte! Und das Holz darf nicht verbrannt oder kompostiert werden, denn dann geht das CO2 ja wieder raus! Klar soweit? Zur Erinnerung (aus guten Schulzeiten?) Was die Pflanze tagsüber an O2 produziert, verbraucht sie selbst über Nacht bei der Atmung, es sei denn, wie erwähnt, sie wächst und fixiert dadurch den Kohlenstoff. Wie bitte schön soll das dadurch erreicht werden, wenn Hülsenfrüchte und Zwischensaaten angebaut würden und mehr Grasstreifen und Hecken stehen blieben???
    Das ist das Problem: zu wenig kompetente Experten auf die gehört und danach gehandelt wird und zu viele Geldinteressen.
  • So vielfältig diese Leserbriefe, so vielfältiger sind die Meinungen (laber, laber)...

    21.03.2018, Dr. Volker Cleeves
    ... und so weniger wird geschehen...(wer tut denn selbst etwas??)

    CO2 woher kommt es? Aus den fossilen Brennstoffen, aus dessen fotosynthetischer Fixierung unsere positive Sauerstoffbilanz folgte. Neben der Erd-Erwärmung wird daher ein weiterer (offenbar verdrängt/vergessener, aber bereits messbarer) Faktor hinzukommen: Sauerstoffmangel aufgrund der Umkehr des "fossilen Fotosynthese-Ergebnisses".
    Damit erledigt sich das Ganze wenn erst einmal alles verbrannt wurde. Uns Menschen ist einfach nicht zu helfen und schon gar nicht mit Vernunft, so lange unvernünftige auf Gier und Macht fixierte egomane Entscheidungsträger das Sagen haben. Was dann folgt, kann in den zahlreichen Endzeitfilmen nachgeschaut werden, meiner Einschätzung nach keine Utopien mehr.
  • Nicht nur Vergiftung, Mangel an Aas und Bleimunition...Windkraftindustrie ist Gefährdungsfaktor

    21.03.2018, Dr. Wolfgang Epple
    Seit Jahrzehnten ist die Schädlichkeit von bleihaltiger Jagd-Munition bekannt und literaturkundig. Deutschland als selbstbeglaubigtes Musterland des Naturschutzes hat dieses Problem nicht annähernd im Griff. Traurige Realität.

    Wenn Dieter Haas von der Rückkehr des Gänsegeiers nach Mitteleuropa und speziell auch auf die Schwäbische Alb träumt, sollte er die Windkraftplanungen in Baden-Württemberg nicht ausschweigen: Es droht eine komplette Verspargelung des Albtraufes, der mit seinen Thermik-trächtigen Bereichen und den Felsgalerien geeignetes Habitat für die Geier sein könnte. Wie verletzlich gerade die Geier sind, zeigt ja nicht nur das Schicksal von Gipsy, der prompt beinahe an einer Windkraftanlage umgekommen wäre.
    Ein Blick in die zentrale Funddatei der Staatlichen Vogelschutzwarte Brandenburg zeigt das Ausmaß des Sterbens der Geier an Windkraftanlagen in Spanien; Stand 19.03.2018:
    Von 1901 in der EU an Windkraftanlagen umgekommenen Gänsegeiern fallen 1892 auf das EU-Mitglied Spanien. Hier die Fundstelle für Interessierte; freier Download:

    http://www.lugv.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.294004.de?highlight=Windkraftverluste+Gänsegeier+Spanien

    Was also würde Geier-freundliche Haltung inklusive Futterplatz und EU-rechtlich ohnehin vorgeschriebener Habitatschutz nutzen, wenn - wie nicht nur für Baden-Württemberg zunehmend belegbar üblich - Windkraftindustrie in die wertvollsten Bereiche der Lebensräume auch windkraft-sensibler Arten installiert wird? Windkraftindustrie und Naturschutz sind im Hinblick auf solche Artenschutzziele, speziell für Thermik-nutzende Großvögel, schlicht nicht vereinbar.

    Literatur:

    Epple, W. (2017): Windkraftindustrie und Naturschutz sind nicht vereinbar. Windkraft-Naturschutz-Ethik. Herausgeber: Naturschutzinitiative e.V., 140 Seiten.
  • Fragwürdige Aufzählung

    21.03.2018, A. Kratochvil
    "Andenken, Möbel, Geräte, Apparate, Haustiere, Fahrzeuge oder Kunstgegenstände" - da habe ich doch nochmal hingeschaut und mag es nicht recht glauben. Ich gebe dem Autor zwar recht, dass Haustiere oft Objekt, wenn nicht gar Opfer, der genannten menschlichen Projektionen sind und sich auch darum eine beachtliche Industrie entwickelt hat - aber sie sind keine Dinge! Tiere sind Lebewesen; wenn ich sie als Haustier halte, brauchen sie meine Fürsorge und Aufmerksamkeit - kein Schrank braucht das. Sie reagieren auf mich und ihre Umgebung, kommunizieren auf ihre Art mit mir, weil sie Bedürfnisse und auch Gefühle haben - und nicht weil sie Daten über mein Leben sammeln möchten, um mir mehr Geld zu entlocken. In diesem Sinne, selbes Phänomen, ja, aber...
  • Kann nicht die Grundannahme falsch sein, dass Neutralinos sich gegenseitig auflösen?

    21.03.2018, Manfred G. Bauer
    Was wäre, wenn die dunkle Materie, wie die leuchtende Materie auch, das Ergebnis einer kleinen Unsymetrie, kurz nach ihrer Entstehung ist. Heute gibt es ja auch nirgendwo Antimaterie, sondern nur Materie. Vielleicht sind beim Urknall dann zunächst Anti-Neutralinos und Neutralinos entstanden. Die grosse Masse der der Anti-Neutralinos und der Neutralinos hätten sich dann kurz nach ihrer Entstehung, bis auf einen kleinen Rest, wieder in Strahlung aufgelöst. Heute gäbe es so eben nur noch Neutralinos, die sich eben nicht gegenseitig zerstören, wenn sie zusammentreffen.
  • Alleine der prinzipielle Ansatz des Klimaabkommens ist lächerlich

    20.03.2018, Robert Wastlhuber
    Jedes Jahr bis heute ist die Förderung fossiler Brennstoffe gestiegen! Und was gefördert wird, wird verbraucht. Wer ernsthaft vor hat auf den Ausstoss von Kohlendioxid Einfluss zu nehmen müßte die Förderung auf den Stand von 1960 reduzieren, also das Ganze auf ein Zehntel begrenzen. Wen die Suppe überkocht nutzt es nichts von Stufe 9 auf Stufe 8 zu schalten. Paris ist nur eine materielle Umverteilung von Industrieländern auf Schwellenländer - nach meiner Meinung komplett sinnlos.
  • Wo führt es hin?

    20.03.2018, Michael Martin
    Dinge als Wesen behandeln, klar macht man.
    Jetzt antworten die Dinge sogar. Oft ein bisschen daneben und man hat was zu lachen. Aber das wird besser werden. Demnächst können Stimmen (gut) imitiert werden. Die Vorstellung mit Hilfe meines Smartphones "Selbstgespräche" führen zu können, hat schon was faszinierendes. So eine App könnte auch die Stimme meiner Frau nachmachen. Irgendwann kommt sicher die Frage: "Hast Du das erzählt, oder war es die App?"
    Macht auch Angst.
  • Tiere sind keine leblosen Dinge

    20.03.2018, Mare
    Ich war mindestens verwundert, dass Heiko Ernst Tiere als Sache aufführt...?

    Leb- und seelenlose Wesen, durch die kein Blut fließt, die keine Organe haben, die keine Schmerzen empfinden? Herr Ernst, was S i e meinen sind Robotertiere!
    Ihre Kollegen, die Tierpsychologen, könnten Ihnen sicher Interessantes über die Psyche von Tieren erzählen.
    Tiere sind Lebewesen wie Sie - und ich - und all die anderen...hier auf dem Erdball.
  • Diclofenac

    20.03.2018, Matthias Mayer
    Leider ist auch Diclifenac ein Problem, seit es in der EU auch als "Arznei" für die Viehzucht erlaubt wurde. Die Nieren der Geier können das nicht verarbeiten und die Geier verenden dann. In Spanien mit seinen großen Geierpopulationen ist das schon ein Problem. In Indien ist deshalb Dicofenac in der Tierzucht angeblich verboten. Auch dort werden verendete Tiere den Geiern überlassen.