Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • Weils billiger ist...

    03.12.2015, fine
    funktioniert hier eben nicht mehr.
    Seit ewigen Zeiten wird am Ausstoß nicht mehr gearbeitet.
    Das Dumme ist, daß wir alle in dem Boot sitzen und diejenigen, die kaputt machen was uns alle am Leben hält gehören bestraft.
    Vielleicht gibt es ja Leute denen überleben wichtiger ist als Geld.
  • Wo sind weise alte Männer???

    03.12.2015, Mani
    Es gibt keine weisen alten Männer ...nur graue alte Säcke die erst loslassen wenn der Tod ihnen die letzte Kraft genommen hat. Wir werden die anstehenden Probleme nicht in den Griff bekommen und unsere "Zivilisation" samt Flora und Fauna als kleine Staubschliere ins Weltall blasen!
  • Letztendlich...

    03.12.2015, Mandy Talley
    ... bringen alle Klimaschutzmaßnahmen überhaupt gar nichts, denn niemand bezweifelt, dass die Existenz der Erde unaufhörlich und unaufhaltbar sich dem Ende neigt. Ist die Erde erst einmal in der Sonne verglüht (eine mögliche Theorie von vielen), war aller Klimaschutz vergeblich und völlig umsonst. Sorgen wir uns also nicht wegen dem Klima.
  • Diese Art in Deutschland

    03.12.2015, TJ
    In Deutschland im Raum Mainz-Wiesbaden sind vor ca 5 Jahren genau diese Tiere ihrem Besitzer entflohen, vermehrten sich und mittlerweile gibt es mindestens 200 Stück von ihnen. Jeder der in dieser Region wohnt hat sie schon mal gesehen. Diesen großen Schwarm (und teils lauten) kann man auch nicht übersehen!
    Antwort der Redaktion:
    Ich vermute, Sie meinen Halsbandsittiche - diese haben leider nichts mit dem Erdsittich zu tun.
  • Das beste Endlager ist - Kein Endlager

    03.12.2015, Jan-Christian Lewitz
    International anerkannter Stand von Wissenschaft und Technik zur Entsorgung von Wärme entwickelnden radioaktiven Abfällen (z.B. von abgebrannten Brennelementen) ist die Endlagerung in tiefen geologischen Formationen.
    Seit über 40 Jahren wird in Deutschland hoch toxischer (giftiger) und mutagener (Erbgut verändernder) Abfall in Steinsalz endgelagert. Daran hat sich bisher die Masse der "Umweltschützer" nicht gestört. Als dann das selbe Prinzip für die Entsorgung von radioaktiven Abfällen angewandt werden sollte, kam es zu Protesten.
    Ein "Problem" ist gefunden worden, dass das Land beschäftigt.
    Dabei ist gerade bei "abgebrannten" Brennelementen eine Endlagerung gar nicht erforderlich. Aktuelle Forschungen haben Anlagen möglich gemacht, die die "abgebrannten" Brennelemente so "verbrennen" können, dass nur noch Stoffe mit Halbwertszeiten von maximal 30 Jahren übrig bleiben. Nach 300 bis 600 Jahren Zwischenlagerung sind die verbliebenen Reste an Radioaktivität auf das Niveau der normalen Umweltradioaktivität abgeklungen und ein Endlager wird damit nicht benötigt. Ein Beispiel wird unter http://dual-fluid-reaktor.de/technik/prinzip dargestellt.
    Ich befürchte nur, dass die "Bedenkenträgerindustrie" und die zugehörigen politischen Profiteure das lieb gewonnenen "Problem" Entsorgung gar nicht lösen wollen. Denn worüber sollten Sie sonst in langwierigen Kommissionssitzungen umfangreich sprechen?
  • Betrachte ich das Thema auch emotional?

    02.12.2015, Gerry
    @ Joachim Datko
    Das was in meinen Augen die zivile Nutzung der Atomkraft zur Gewinnung elektrischer Energie so lachhaft macht ist die lange Geschichte gebrochener Versprechen.
    Das beste Beispiel ist gleichzeitig das größte Versprechen: Billige Energie

    Geradezu meisterhaft veranschaulicht vom AP-600 Design von - damals - Westinghouse. Vor 25 Jahren gepriesen mit Stromgestehungskosten "about 20% cheaper than from a coal-burning plant" (1).
    In einer geradezu perfekten Ironie der Geschichte wurde das AP-600 Design wegen mangelnder Wirtschaftlichkeit (!) von 600 MW auf 1 GW hochskaliert zum AP-1000.
    Aber mit der Wirtschaftlichkeit hapert es - wie fast immer bei Atomkraftwerken - auch beim AP-1000.
    Der Vogtle 3 Reaktor steht aktuell bei einer Kostenschätzung von 7 Mio. USD pro MW (el. Nettoleistung) nur für den Bau.

    Dagegen ist das Debakel namens Olkiluoto 3 mit 5,6 Mio. USD pro MW (el. Nettoleistung) geradezu ein Schnäppchen!

    Nicht vergessen werden soll dabei: Die ursprünglichen Baukosten sollten für Olkiluoto 3 bei 2,1 Mio. USD pro MW (el. Nettoleistung) liegen. Das wäre wohl tatsächlich wirtschaftlich sinnvoll gewesen. Aber Phantasiepreise werden eben unweigerlich von der Realität aufgedeckt.

    Während man Olkiluoto 3 noch als von Kinderkrankheiten behafteter Prototyp akzeptieren könnte, geht das bei Vogtle 3 (und übrigens auch 4) nicht mehr. Ohne nachzuschauen weiß ich von mindestens 6 AP-1000 Bauprojekten auf der Welt, ein Blick in das PRIS der IAEA könnte noch den einen oder anderen weiteren AP-1000 Bau liefern.
    Aus dem Gedächtnis heraus: Alle AP-1000 Bauten leiden unter Überschreitungen der ursprünglichen Zeit- und Kostenpläne!

    Angeblich verbirgt sich hinter (4) eine Kostenschätzung, die die Stromgestehungskosten der AP-1000 Reaktoren in den USA auf 10ct/kWh schätzt. Mangels Zugang konnte ich das noch nicht nachprüfen.

    Die von den Propagandisten ausgerufene "Renaissance der Atomkraft" scheitert nicht an Irrationalität oder Emotionalität, sondern schlicht an der fehlenden Wirtschaftlichkeit.
    Aber wenn die eigenen Lieblingsprojekte betroffen sind, dann klammern sich auch wissenschaftlich gut ausgebildete Menschen an die Irrationalität; in der Hoffnung, eigene Fehleinschätzungen nicht eingestehen zu müssen.

    (1)
    http://www.phyast.pitt.edu/~blc/book/chapter10.html
    Sehr weit unten auf der Seite, nach dem "Table 1" Einschub.

    (2)
    http://www.argusmedia.com/pages/NewsBody.aspx?id=985610&menu=yes

    (3)
    http://www.world-nuclear.org/info/Country-Profiles/Countries-A-F/Finland/

    (4)
    http://bos.sagepub.com/content/69/1/18.full
  • Massentierhaltung

    02.12.2015, Jay
    Im Film "Cowspiracy" wird einiges davon beleuchtet; wie z.B. an die 80% des Amazonaskahlschlages für Sojaanbau für die Massentierhaltung genutzt wird. Die einfachste Lösung wäre, den Fleischkonsum zu senken, aber dazu sind sich die Menschen ja dann doch zu fein. Es ist ein Trade-off, der biased und irrational entschieden wird. Die Kosten tragen im Endeffekt wir alle...
  • Vielen Dank ...

    02.12.2015, Wolf Niese
    ... für diesen informativen Artikel. Man könnte das Palmöl durch Hanföl ersetzen. Wäre besser für die CO2-Bilanz, weil man für Hanf keine Regenwälder zu roden braucht. Weil Hanf als Pionierpflanze für sich selbst und andere Nutzpflanzen weniger fruchtbare Böden als neue Ackerfläche erschließen kann. Herr Lingenhöhl, ich hoffe weiter auf einen Artikel in Spektrum, wo all die Vorzüge von Hanf zur Geltung kommen.
  • Cui bono?

    02.12.2015, Alois
    Auch die "weißen alten Männer" müssen doch einsehen, dass wir auf lange Sicht doch alle die Geschädigten sind.....

  • @#7 M: Die Frage der Objektivität

    02.12.2015, Micha Trod
    Sie haben natürlich Recht, niemand kann völlige Objektivität für sich beanspruchen. Nach meiner Logik gilt jedoch: Je fundierter eine Meinung, desto objektiver. 100% Wissen = absolut fundiert = objektiv.
    Ich behaupte, dass ein Mehr an Wissen in der Gesamtheit der Impfbeführworter zu finden ist, da quasi
    alle fachbezogenen Wissenschaftler (Neurologen, Immunologen etc.) dies unterstützen. Ich halte es daher für gegeben, dass beide Seiten eben nicht gleichermaßen (un)fundiert) und (un)objektiv argumentieren.
    Als Wichtig herauszustellen ist der Umstand, dass ein Impfschaden im Einzelfall schon technisch kaum rückführbar auf eine Impfung sein kann, denn irgendetwas muss ja im Schadensfall von vornherein anders sein als bei den 1 Mio Nichtgeschädigten - und die Ursachenforschung kann nur retrospektiv erfolgen. Daher einfach Impfungen ob fehlenden Gegenbeweises als Ursächlich für einen "Schaden" anzunehmen ist nicht korrekt.
    Umgekehrt ist jedoch bekannt, das diese (als Impfschaden verdächtigen) Symptome eine andere Äthiologie haben können. Ist von diesen (bis dato) bekannten Ursachen keine als Urheber der Symptome identifizierbar, wird bislang automatisch auch die Impfung (ob des fehlenden Gegenbeweises) als Ursache in Betracht gezogen.
    Tatsächlich können Impfschäden entstehen, wenn sie z.B. in eine bislang subklinische Enzephalitis hinein immunisieren (Masern). Unter bestimmten Umständen ist eine akute Enzephalitis in der Folge rational erklärbar, aber nie eindeutig beweisbar. In der Impfgegner-Kurzschlusslogik wird es jedoch als Ursächlich benannt - es gibt ja keine andere Erklärung.
    Als Schlussfolgerung muss man aber dann den diagnostischen Ausschluss einer etwaigen subklinischen Enzephalitis propagieren, nicht aber das Ablehnen einer Impfung. Die Frage, wie weit man mit einer solchen Absicherung gehen kann, ist aber zwangsweise ökonomischer Natur.

    Zudem bleibt zu unterscheiden, was eine transiente Nebenwirkung (i.d.R. durch allergische Reaktion auf Impfkomponenten) und ein echter Schaden ist. Beides wird von Impfgegnern - auch den moderaten Impfkritikern - gern alles in einen Topf geworfen. Das halte ich für falsch bzw. unobjektiv.
  • Wunderbar

    02.12.2015, Martin Schmidt
    Ein schöner Artikel!
  • Merken Sie nicht, wie emotional Sie das Thema betrachten?

    02.12.2015, Joachim Datko
    Zu 01.12.2015, Robert Orso
    "Wenn's nicht so traurig wäre.. [...] müsste man glatt lachen."
    "Ach ja.. Ingenieur bin ich auch. Und ich kenne sowohl die Technologie als auch die dazu gehörige Physik."

    Sie argumentieren aber nicht sachlich, sondern emotional. Deswegen habe ich ja das Beispiel mit Frau Roth gewählt, einer Theaterdramaturgin und Politikerin, die jede Sachlichkeit beiseite lässt.

    Meine Aussage steht: Die öffentliche Diskussion wurde und wird bei uns emotional geführt. Damit sind in der Regel keine rationalen Lösungen möglich.

    Joachim Datko, Philosoph
  • Michael Wood

    02.12.2015, Manfred Polak
    "Der Autor liefert mit seinem Buch die erste populärwissenschaftliche Aufbereitung dieses Themas."

    Eine populärwissenschaftliche Aufbereitung dieses Themas gab es bereits 1985 in den letzten beiden Kapiteln von Michael Woods "Der Krieg um Troja" (orig. "In Search of the Trojan War"), die da "Die Seevölker" und "Schlußfolgerungen: Das Ende der Bronzezeit" heißen (natürlich auf dem damaligen Stand der Forschung). Und wie man der Rezension entnehmen kann, behandelt Cline die eigentliche Frage ja auch erst in den beiden letzten Kapiteln.
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr Polak,

    vielen Dank für den Hinweis - ist korrigiert.

    Mit freundlichem Gruß, d. Red.
  • Wenn's nicht so traurig wäre..

    01.12.2015, Robert Orso
    ..müsste man glatt lachen.

    Seit 40 Jahren versuchen verantwortungsvolle Menschen mit Weitblick den Albtraum Atomkraft zu verhindern oder zumindest zu verringern. Ebenso lange werden sie als rückständige Spinner verlacht. Maschinenstürmer, die gerne mit kaltem Hintern im Dunkeln sitzen und selbstgapflanztes Müsli essen.

    Die Technologie birgt unwägbare und große Risiken. "Unsere Ingenieure haben das berechnet. Es ist sicher." Es fällt langlebiger und gefährlicher Müll an. "Dafür werden wir später schon eine Lösung finden". Ein Störfall kann verheerende und langfristige Folgen haben. "Wir haben Notfallpläne, es ist an alles gedacht." Tschernobyl? "Ein bedauerlicher Einzelfall, schlechte Technik und schlampig gearbeitet". Fukushima? "Das war aber auch wirklich Pech, damit konnte ja keiner rechnen".

    Wie viele Reaktoren laufen noch und werden immer älter? Wie viele kann man gar nicht abstellen, weil das "Müllproblem" leider immer noch nicht gelöst ist?

    Der ach so billige Atomstrom hat einigen wenigen dicke Profite beschert. Die Entsorgungskosten (und die unvermeidlichen Störfälle) wurden natürlich nie in den Preis hinein gerechnet. Die werden hinterher ja von eine ganz andere Generation getragen.

    Und auch jetzt werden wieder einige wenige dick daran verdienen, dass die Bevölkerung besorgt ist. Entsprechend hoch ist doch die Bereitschaft Unmengen Geld "für eine sichere Verwahrung" des Mülls auszugeben. Geld das von Menschen kommt, die von der "billigen" Energie nie etwas hatten.

    Also wird gebaggert und gebaut und keine Sau wird sich darum scheren, ob das in 100 oder gar 1000 Jahren wirklich noch dicht ist oder nicht. Das ist weit jenseits der persönlichen Risiko Grenze der verantwortlichen und deren Nachkommen (die eigenen Kinder muss es ja nicht gerade treffen). Im Zweifelsfall gilt ja immer noch die seit Jahrzehnten erfolgreiche Idee: Wenn's wirklich brenzlig wird, werden zukünftige Generationen dafür schon irgend eine Lösung entwickeln.

    Möglicherweise werden sie das, vielleicht auch nicht. UNS kann es ja egal sein, ob sie sich dann mit Wohlwollen an ihre Ahnen erinnern, die ihnen diese ganze ###### eingebrockt haben.

    Es sind ja nicht nur die geologischen Unwägbarkeiten. Wer soll den künftige "Goldgräber" daran hindern, sich das strahlende Zeug wieder auszubaggern? Aus Unwissenheit oder vielleicht um ihre Nachbarn damit zu bewerfen.

    Die ganzen Verantwortlichen und die begeisterten Atomstrom Befürworter dürfen sich meinetwegen jeder eine Schaufel nehmen und den strahlenden Müll persönlich in ihrem eigenen Garten vergraben wo ihn dann deren Familie die nächsten 500.000 Jahre bewachen muss.

    Die ganze Technologie verlangte seit jeher mehr Verantwortung als einzelne Menschen tragen könnten und viel mehr als die Gesellschaft zu leisten bereit ist.

    Ach ja.. Ingenieur bin ich auch. Und ich kenne sowohl die Technologie als auch die dazu gehörige Physik. Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist leider in der Praxis immer viel größer als in der Theorie. Besonders wenn Menschen daran beteiligt sind.
  • Natürliche Jungbrunnen

    01.12.2015, Robert
    Am sichersten scheint es mir derzeit auf Methoden zu setzen, welche vitale hundertjährige Menschen erfolgreich praktizieren. Das Buch More Time on Earth stellt solche Menschen und ihre Lebensgewohnheiten vor und zeigt praxisnah auf, was jeder für ein langes Leben tun kann: http://moretimeonearth.com/buch.html
    Das Thema Jungbrunnen ist ein spannendes Forschungsgebiet und ich freue mich auf weitere Artikel dazu auf Spektrum.