Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • Das sind doch nur Symptome,

    16.01.2013, Walter Weiss
    die mit CCS bekämpft werden sollen. Wer auf CCS setzt, hat es schon aufgegeben, über die Vermeidung weiterer CO2-Erzeugung auch nur nachzudenken. Sicher ist es auch wichtig, das in der Atmosphäre bereits vorhandene CO2 zu verringern - in Anbetracht dessen aber, dass ständig riesige neue Mengen in die Luft geblasen werden, ist das nun wirklich nicht die Hauptsorge.

    Solange allerdings selbst in Deutschland mit seiner 'Energiewende' weiter Kohlekraftwerke unterhalten und sogar neu gebaut werden und solange der törichte Handel mit Verschmutzungsrechten legal ist, kann man nur verzweifeln. Da WISSENSCHAFTLICH die nötige Einsicht vorhanden ist, kann es sich also wieder einmal nur um rücksichtslose WIRTSCHAFTLICHE Hemdsärmlichkeit handeln, die das bewirkt.
  • Anthropozän?

    16.01.2013, Paul R. Woods
    "Anthropozän" - was für ein hübscher wissenschaftlicher Terminus für das Verwüsten und Plündern des Raumschiffs Erde.
    Und schon die Landschaften der Mittelmeeranrainer zeigen an, dass 1800 ein viel zu spätes Datum ist.
    Alleine das Verschwinden der Megafauna überall dort wo der moderne Mensch auf der Bildfläche erschien versetzt den Beginn bis zu 12.000 Jahre früher.
    "Ich habe das Bindeglied zwischen Affen und homo sapiens gefunden - wir sind es." (Konrad Lorenz zugeschrieben)
  • Ausgezeichneter Beitrag

    15.01.2013, Olaf
    Ich finde ihn sehr interessant.
    Es wäre schön mehr davon zu lesen.
  • Druckerschwärze und Papier - Gefühle

    15.01.2013, Martin Reichert
    Dass Herr Haller und Herr Niggeschmidt ihre Gefühle bestätigt sehen wollten, ist ja möglicherweise verständlich, aber nach Lesen des Buches sehe ich keine der Erkenntnisse Herrn Sarrazins widerlegt. Mit Wunschdenken und selbstgefälliger politischer Correctness werden wir unsere Zukunftsprobleme nicht lösen können. Dazu gehört ein widerborstiger, ehrlicher, gelegentlich vor unangenehmen Konsequenzen nicht zurückschreckender Geist - so ziemlich das Gegenteil des billigen, konformen und dadurch eben überflüssigen, ja schädlichen ständigen Bedürfnisses nach Bestätigung des Erhofften, Gewünschten, Gefälligen und scheinbar schon eh Gewussten.
  • Unzulässige Vermenschlichung tierischen Verhaltens

    15.01.2013, Jürgen Wortmann
    Die Mäusedame überredet den Mäuseherren nicht! Der Herr stellt nur fest, dass es seine Nachkommen sind und beginnt dann mit der Brutpflege. Fremde Nachkommen sind egal. Übrigens vermutlich auch für die Mäusedame!
  • Aber, aber ....

    15.01.2013, Fritz Kronberg
    Nein, Herr Weiss, das ist in dieser Form der Anthropozentrismus zum Extrem gebracht. Die Erde ist keine Maschine, man kann also im Zusammenhang mit ihr auch nicht von gut oder schlecht funktionieren reden. Sie ist auch kein Organismus, deswegen ist der Begriff "krank" ebenso sinnlos. Sie heben vermutlich auf die Lebensbedingungen für Menschen ab, die waren aber im Laufe der Erdgeschichte sehr unterschiedlich, teilweise tödlich (für Menschen), ohne dass es dazu menschlicher Eingriffe bedurft hätte. Die Erde "stirbt" nicht, wenn die Lebensbedingungen auf ihrer Oberfläche für Menschen ungünstiger werden oder sogar menschliches Leben wieder einmal unmöglich werden sollte. Ich kann in der Namensgebung für eine Epoche der Erdgeschichte auch beim besten Willen kein "Projekt" erkennen. Es ist auch völlig gleichgültig, wie man die letzten 200 und die noch folgenden Jahre nennt. Insofern handelt es sich lediglich um eine letztlich überflüssige Veranstaltung. Der Gedanke, dass Wissenschaft bei aller Spezialisierung den ganzheitlichen, im Sinne von fachübergreifenden Ausbildungsweg zumindest für eine nennenswerte Anzahl von Nachwuchswissenschaftlern einschlagen sollte, ist zumindest für die, die sich mit Technikfolgenabschätzungen beschäftigen unverzichtbar. Den kann man allerdings auch formulieren, ohne eine neue Epoche der Erdgeschichte postulieren zu müssen.
  • gute Magie...

    15.01.2013, Christin
    Medizin, Pharmazie, Phytotherapie, Homöopathie, Abrakadabra, Hokuspokus, Dreimalschwarzerkater...

    Für die meisten von uns breitet sich der weiße Kittel des Mysteriösen über das Fachgebiet der Heilkunde. Und den meisten von uns scheint das unbewusst auch sehr zuträglich zu sein. Je mehr man sich mit dem Thema zu beschäftigen scheint, umso mehr wächst die Unsicherheit. Wer nicht in einem medizinischen Beruf ausgebildet wird oder arbeitet, ist den Meinungen anderer ausgeliefert und kann sich beim besten Willen kein Bild über das machen, das er da nehmen soll, was vermeintlich gut für ihn ist.
    Es scheint mir nur menschlich zu sein, dass wir uns da für den vermeintlich "sanfteren" Weg entscheiden, frei nach dem Motto "Wenn wir es schon nicht verstehen, dann soll es wenigstens aus Blümchen gemacht sein". Zudem ist es kein Klischee, dass der Homöopath wirklich ein offenes Ohr für seine Klienten hat, während der Chirurg schon auf dem Weg aus dem Behandlungszimmer den Namen seines Patienten operativ aus seinem Gedächtnis entfernt hat.

    Und während die Lager dabei sind, sich gegenseitig auf dem Schulhof der Heilkunde das Pausengeld weg zunehmen, wünschen sich die Patienten ein klein wenig Zusammenarbeit...

  • Einfach leben

    15.01.2013, Michael Rebhan
    Das schöne ist konventionelle oder alternative Heilverfahren werden beide nur angewendet, wenn ein Lebewesen nicht mehr mit sich und den Umwelteinflüssen zurecht kommt. Die Frage müsste doch lauten " Wieso werde ich krank". Meine Erkenntnis für mich ist zu begreifen, was mir hilft, gesund zu bleiben. Damit fahre ich seit Jahren gut. Ich hatte nicht mal einen Schnupfen. Das kann jeder. Nur wollen muss man es.
  • @W. Weiss

    15.01.2013, Bernhard Keim
    Ziel der Studie wäre es gewesen Missbrauchsfälle innerhalb der Kirche aufzudecken um die Vorgänge einer weiteren Diskussion zugänglich zu machen. Das ist erst einmal eine interne Angelegenheit. Wie man damit umgeht wäre der nächste Schritt gewesen.
    Vorurteilsbeladen an diese Sache heranzugehen, ist schon einmal der erste Schritt in die falsche Richtung. Wenn Wahrheit nur das sein darf, was Kirchenkritiker für wahr halten, dann dient man weder der Wissenschaft, noch der Wahrheit. Letztlich scheiterte das Vorhaben daran, dass die Kirche das Gefühl bekam hier vorgeführt werden zu sollen. Wenn der Auftraggeber dann noch nicht einmal mehr in der Verfahren eingreifen kann, bekommt das ganze rasch den Charakter eines Tribunals, bei dem der Angeklagte zu schweigen hat.
  • Nur eine Seite der Medaille

    15.01.2013, Tede

    Die Darlegungen dieses Artikels gestaltet sich eindimensional und dadurch nicht objektiv. Folgende Dinge könnte man zugunsten einer objektiveren Sichtweise mit einbringen:

    Fehlende Studien im Bereich der Chirurgie
    Gefälschten Studien der Pharmaindustrie (über die Sie auch schon einmal in Ihrem "Medizin TÜV berichtet haben).
    Kritikers Lieblinge wie z. B. Avandia


    http://www.biomedcentral.com/1471-2407/11/19

    https://ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2867979/

    http://www.yamedo.de/blog/chefkritiker-nicht-ernst-nehmen-2011/

    http://utip.gov.utexas.edu/colloquium/Wray.pdf

    etc. pp.
  • Die Moral dieser Geschichte...

    15.01.2013, Manfred Eberling
    Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen!
  • Schrödingers Zombie

    15.01.2013, Richard Jelinek, Fürth
    Er ist einfach nicht totzukriegen, dieser Gedankenzombie. Ich stimme mit dem Leserbrief von Herrn Otte überein, dass Schrödingers Gedankenexperiment reichlich ungeeignet ist, um zu ergründen, ob quantenmechanische Phänomene hin zu makroskopischen Systemem propagieren.

    Hierbei werden eigentlich immer nur die räumlichen Qualitäten (Isolation) diskutiert und die Zeit außer Acht gelassen. Anscheinend will sich niemand auf dieses Minenfeld begeben. Nehmen wir einmal an, der Kontakt zur Außenwelt ist tatsächlich ausgeschlossen. Kein Quant erreicht oder überschreitet bis zum Ende des Experiments(!) die Außenwände des Kastens.

    Die erste Frage, die man sich dann stellen muss, ist die nach der Definition von "Ende des Experiments". Denn macht man nun den Kasten auf und da liegt eine tote Katze, kann man sehr wohl rückwirkend herausfinden, wann das Tier verendet ist (verbleibende Temperatur etc.). Es kann ausgeschlossen werden, das sich das makroskopische System Katze in dieser Zeit in einer Superposition befunden hat. Und diese Aussage kann man ex post treffen, obwohl man während dieser fraglichen Zeit keine Messung vornehmen konnte.

    Wem diese Methode zu ungenau ist, der erweitere das Gedankenexperiment um die "Flaschenpost in die Zukunft". Zusammen mit der Katze befindet sich im Kasten ein Aufnahmemechanismus, der alle Geschehnisse im Kasten aufnimmt und speichert. Wieder sei gegeben, dass nichts nach außen dringen kann.

    Wenn man nun das Experiment beendet und sich die Aufnahme ansieht, was wird man wohl sehen? Eine Superposition von Leben und Tod? Wohl kaum. Wird man ernsthaft behaupten wollen, die Digicam hätte eine Superposition aufgenommen und diese würde erst beim Betrachten des Aufnahmematerials in einen Zustand kollabieren, der mit dem beobachteten Zustand der Katze kohärent ist? Sozusagen eine Verschränkung der Katze mit den Bits des digitalen Speichermediums? Wohl kaum.

    Folglich kann man nicht sagen, dass der räumliche Bereich der Wellenfunktion zeitlich kontinuierlich anwächst. Man muss vielmehr für die korrekte Beobachtung einen derartigen zeitlichen Abstand postulieren, der keinerlei Rückschlüsse über den Vorgang des Experiments mehr zulässt. Das heißt, man sieht erst dann nach, wenn sich die ehemals lebende oder tote Katze samt Digicam, gegebenenfalls Kratzspuren etc. praktisch in Staub aufgelöst haben. Nur wird man dann nicht einmal mehr das Ergebnis der Dekohärenz kennen.
  • warum nicht kürzer?

    15.01.2013, Walter Weiss
    Die Veranstalter des Anthropozän-Projekts verlieren sich in zahllose Einzelüberlegungen - wo die Erscheinungsform doch klipp und klar erkennbar ist: in den letzten rund 200 Jahren hat es die Menschheit geschafft, aus einem gut funktionierenden Erdball mit gut funktionierender Atmosphäre einen rundum kranken Patienten zu machen, und zwar erkennbar unheilbaren Kranken, der allenfalls noch in kleinen Aspekten Palliativ behandelt werden kann.
  • ganz nett

    15.01.2013, Walter Weiss
    Der Verfasser stellt die rechtlichen - auch die kirchenrechtlichen - Bestimmungen zusammen, die diesen Fall betreffen könnten. Das ist vielleicht für Juristen, speziell Kirchenjuristen, ganz interessant, berührt jedoch die beiden Kernfragen leider gar nicht (was sicher auch nicht der Zweck des Artikels war, vielleicht aber doch hätte sein können und sollen):

    (1) Das leider immer noch für den inneren kirchlichen Bereich - und darüberhinaus! - geltende 'Kirchenrecht' ist nur scheinbares Recht im Sinne eines demokratischen mit Menschenrechten und einer funktionierenden weltlichen Gerichtsbarkeit ausgestatteten Staates, also immerhin auch unseres deutschen Staates. Das fängt schon mit den staatsrechtlichen Grundlagen an: der Vatikan ist der einzige europäische Staat, der keine Demokratie ist und in dem es keine Gleichberechtigung der Geschlechter und keine allgemeinen Menschenrechte gibt, und setzt sich in die alltäglichen Gestaltungen der zahllosen Arbeitsverträge mit der katholischen Kirche fort, in denen Selbstverständlichkeiten aus dem allgemeinen deutschen Arbeitsrecht mit den Füßen getreten werden (obwohl der deutsche Staat - auch zu lasten der zahlreichen Bürger, die aus der Kirche ausgetreten sind - die Kirche gerade in den Arbeitsverhältnissen fast zu 90% alimentiert). Warum daher gerade bei der Aufklärung der scheußlichen und sehr umfangreichen Mißbrauchsfälle das Kirchenrecht ohne diese Einschränkungen erwähnt wird, ist unverständlich.

    (2) Wie man die Dinge auch rechtlich betrachten möchte: das Gewicht dieser unerhörten Mißbrauchsfälle, die sich gerade im Vertrauensbereich zwischen Kindern und Seelsorgern ergeben, also damit eine besonders schlimme Dauerkrise hervorgerufen haben, verlangt schon seit Jahren (!) eine vorurteilslose und sehr schnelle Aufarbeitungstätigkeit besonders der kirchlichen Stellen, an der es absolut fehlt. Auf diese Unfähigkeit hat der Sachverständige Pfeiffer mit vollem Recht deutlich aufmerksam gemacht. Und wenn gewisse Kreise ihm seine häufige Präsenz in Talkshows vorwerfen möchten, ändert das ja nichts am Wahrheitsgehalt - im Gegenteil: gerade ein so bekannter Sachverständiger hat mit seinen Äußerungen ein großes Gewicht, was sicher zu begrüßen ist.
  • Das Beispiel München/Freising

    14.01.2013, Wolfgang Klosterhalfen
    Dass mit dem Vernichten oder Verstecken ganzer Personalakten zu rechnen ist, zeigt eine vor kurzem im Bistum München und Freising durchgeführte Untersuchung durch eine Anwaltskanzlei: Demnach haben „Aktenvernichtungen in erheblichem Umfang stattgefunden“ und es wurden „weitreichende Aktenbestände außerhalb des Ordinariats in Privatwohnungen eingelagert“. Letztere Akten wiesen „teilweise offenkundige Lücken“ auf. Wegen eines euphemistischen und verharmlosenden Sprachgebrauchs könne aus Sicht der Gutachter das Tatgeschehen und die Auswirkungen für die Opfer oftmals nur erahnt werden. Herr Dr. David Berger (Buch: Der heilige Schein) erklärte im SWR-Nachtcafé am 16.9.2011: „Aus der Zeit Ratzingers als Erzbischof existiert nur eine einzige Akte, alle anderen scheinen verschwunden zu sein.“
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