Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Alles politisch korrekter Quatsch

    25.04.2017, G. Scholzen
    Ging da wirklich die Wissenschaft auf die Straße?
    Wie pflegen die alten Römer zu fragen, wenn eine politische Diskussion aufkam: "Cui bono?" - Wem nützt es?

    Unsere Gesellschaft braucht eine offenere Auseinandersetzung mit Information. In den Staatsmedien wird doch nur der Kram präsentiert, der auch staatlich gefördert wird, oder politisch ins System passt. Die Herrn, die da an den Demos teilnahmen, von Yogeshwar bis Schellnhuber, sind allesamt vom Staat abhängig, und wollen auch weiterhin hofiert werden, dh. sie wollen der Wissenschaft-"Konkurrenz" den Wind aus dem Segel nehmen, also alleinig die Staatsforschungsknete kassieren. So ist es bis jetzt - so soll es bleiben - Änderungen unerwünscht - Amen.

    Mit "freier Forschung" hat dies nicht viel zu tun.
    Dieser "Marsch" hat nichts zu tun mit "freier Forschung", sondern nur mit Lobbyismus der herrschenden Eliten, die nicht zugeben wollen, dass auch sie Fehler im System haben.

    Wissenschaften ist mein Hobby, aber ich hätte mich geschämt, an diesem politisch korrekten Geschehen teilzunehmen.
  • Gegenargument zur Redaktion: Statistische Naturgesetzlichkeit/Bionik

    25.04.2017, Paul Kalbhen
    Ich behaupte: Da liegt von ihrer Seite ein Missverständnis vor, denn Armin Scheel schreibt von optimalen Anpassungen "an die Umwelt", nicht von optimaler "Vollendung" - sonst gäbe es in Kosmos und Natur auch keine Freiheitsgrade innerhalb der statistischen Naturgesetzlichkeit! Er führt dazu in seiner Dissertation eindrucksvolle genetische Algorithmen der Evolutionsstrategie an, die eine Optimierung der Evolutionsprozesse "ermöglichen", nicht "determinieren" - beispielsweise optimale Strömungsprofile an Tierflügeln und -flossen. In der so genannten Bionik finden diese Optimierungsregeln schrittweiser, sukzessisiver Näherungsverfahren der Evolutionsstrategie auch Anwendung in technischen Programmen und Prozessen. Natürlich weiß jeder Programmierer und Ingenieur, dass es dabei auch zu Fehlkonstruktionen und Verschleiß kommen kann - und sind die Antworten der SdW-Redaktion immer fehlerfrei?

    Mit den besten Grüßen Paul Kalbhen
    Antwort der Redaktion:
    Wir meinen auch Anpassungen an die Umwelt, was sonst? Im Hinblick auf Evolutionsprozesse von "Vollendung" zu sprechen, wäre nicht sinnvoll; der Begriff ist in dieser Debatte bislang auch nicht gefallen.

    Mit freundlichen Grüßen, d. Red.
  • Enzyme interessanter als die Raupen?

    25.04.2017, Konrad Lehmann
    Wachsmottenraupen kann man essen. Wenn wir erst einmal unsere Vorbehalte gegen das Verspeisen von Insekten überwunden haben, könnte man im Prinzip mit seinem Plasteabfall die heimischen Wachsmotten füttern, und sich die Raupen abends frittiert über den Salat streuen. Wenn das kein Recycling ist! Und das Problem, wie man tierisches Protein erzeugen soll, ohne pflanzliche Kalorien zu verschwenden, wäre damit auch gelöst.
  • Epigenetik

    25.04.2017, Konrad Lehmann
    Dass die Rezensentin die synthetische Evolutionstheorie als "Konsens" bezeichnet und die Vererbung erworbener Eigenschaften für nur "postuliert" hält, lässt vermuten, dass sie mit den jüngeren Befunden der Epigenetik nicht vertraut ist. Die Vererbung erworbener Eigenschaften ist seit einigen Jahren bewiesen (einer der, mit Verlaub, geilsten Artikel dazu ist Dias, B.G. & Ressler, K.J. (2013) Nat. Neurosci. 17: 89-96), und die synthetische Theorie ist damit, streng genommen, widerlegt.
    Darum sehe ich das ebenso wie L. Schaber: Dass es die Evolution gegeben hat, ist eine Tatsache. Aber die Theorie darüber, WIE sie geschehen ist, befindet sich in einer Kuhnschen Krise. Und das ist großartig! Nichts ist langweiliger als in Stein gemeißelte Theorien. In der Evolutionslehre kann man gerade wieder kreativ sein.
  • Statistische Naturgesetzlichkeit

    25.04.2017, Paul Kalbhen
    Die Darwin'sche Abstammungslehre kann man meiner Meinung nach im Gewand der modernen Evolutionstheorie zufälliger Mutation (um 1900 nach de Vries ergänzt) und molekularer Selektion (das heißt chemisch-physikalischer Adaption mittels genetischer Erbinformation und epigenetischer Steuerung und Regelung) nicht als "Begründungstheorie" auffassen, die die Ursachen der Evolution erklären will, sondern als "Forschungsprogramm", das die beobachteten Phänomene der Evolution systematisch erfassen will. Für mich ist sie im Sinne der Biophysik in eine statistische - wahrscheinlichkeitsbedingte - Naturgesetzlichkeit eingebettet. In einer Dissertation der TU Berlin heißt es schon 1985 dazu (Armin Scheel: "Beitrag zur Theorie der Evolutionsstrategie"): "Die verschiedenartigsten Lebensformen haben sich optimal an ihre jeweilige Umwelt angepasst. Die Evolution löste damit genial das Problem der Suche nach einem Optimum im hochdimensionalen Raum der genetischen Parameter ... Damit ist die Mutation mehr als nur ein Spiel des Zufalls. Hinter ihr verbirgt sich ein schöpferisches Prinzip."
    Antwort der Redaktion:
    ...nur dass Herr Scheel offenbar von falschen Prämissen ausging. Es ist ein verbreitetes Missverständnis, dass Evolution immer optimale Anpassungen hervorbringe. Dass etwa die menschliche Wirbelsäule optimal "konstruiert" sei (nur um dieses eine Beispiel zu nennen), werden Ihnen die mehr als zehn Millionen Rückenschmerzpatienten in Deutschland sicher nicht bestätigen wollen. Recht haben sie, ist der Mensch doch im Grunde ein weiterentwickelter Fisch, dessen Wirbelsäule ursprünglich überhaupt nicht auf Stauchungsbelastung adaptiert war; wenig verwunderlich, dass sie sich noch heute damit schwer tut. Nachträglich erworbene Anpassungen wie die Wirbelfortsätze mildern das Problem zwar etwas, beheben es aber nicht. In solchen Dingen zeigt sich, dass der Körperbau eben nicht konstruiert ist - und alles andere als optimal. Warum auch? Es gibt kein Naturgesetz, wonach der Geno- oder Phänotyp optimiert werden muss. Der Organismus muss nur eines, um Aussicht auf evolutionären Erfolg zu haben: sich fortpflanzen. Dass dabei oft Lösungen entstehen, die einem Optimum nahe kommen (manchmal sehr nah), ist beeindruckend und auch schön. Das Optimum zu erreichen, ist in der Regel aber schon deshalb unmöglich, weil sich die Umweltbedingungen laufend ändern - und bei Vielzellern zudem, weil deren Populationen i.A. nicht groß genug sind, um der natürlichen Auslese eine Optimierung zu ermöglichen.
  • Scheinheilig

    25.04.2017, Jan Horak
    Soso. Es geht um Aufklärung und informierte Diskussion. Da hätte es in den letzten Jahren einigen Anlass zum Demonstrieren gegeben, insbesondere in den Fällen, als die ebenso sensible wie korrekte Generation Schneeflocke Diskussionen an Universitäten verhinderte, indem sie Andersdenkende erst gar nicht zu Wort kommen ließ. Das geschieht in Amerika ebenso wie in Deutschland, was etwa der Umgang mit dem Historiker Jörg Baberowski und dem Evolutionsbiologen Ulrich Kutschera illustriert. Und was hat die scientific community hierzu gesagt? - Nichts. Wenn nun aber Forschungsgelder gestrichen werden, dann besinnen sich die Professores und Studios der höheren Werte, marschieren wie die Lemminge durch die Straßen und skandieren "Fakten! Fakten!" Das ist ebenso durchsichtig wie peinlich.
  • Konkret werden!

    25.04.2017, Henrik Ullrich
    Auch hier stimme ich Ihnen ohne Vorbehalte zu, dass Genomtotalsequenzierungen sehr viel Erkenntnisse geliefert haben, um Variabilität von Organismen und die Verteilung von Merkmalen zu erkennen. Aber dieses Wissen hat auch viel dazu beigetragen, die zu lösenden Herausforderungen in den Griff zu bekommen. Das darf nicht verschwiegen werden. ich denke da nur an die Verteilung der HOX-Gensequenzen im Tierreich. An keinem konkreten Beispiel konnte bisher plausibel gezeigt werden, wie die von Ihnen genannten genetischen Mechanismen dazu beigetragen haben, makroevolutive Änderungen zu bewirken, also z.B. Schritt für Schritt aus einem reptilähnlichen Säuger ein Säugetier werden zu lassen oder aus den bekannten Kiefergelenkknochen des Reptils die Mittelohrknochen der Säuger und das auch noch mehrfach unabhängig voneinander. Nicht umsonst ist der Ruf nach einem "neuen Darwin" unter den Evolutionsbiologen so laut und die Kontroversen so heftig zwischen den klassischen Vertretern der synthetischen Evolutionstheorie und derer, die diese genzentrierte und überholte Sicht um viele Ebenen erweitern wollen (wie Jablonka und Lamb). Ich verfolge diese Thematik seit mehr als 30 Jahren selbst und publiziere dazu, weshalb die allgemein gehaltene, von Ihnen vorgeschlagene, Publikation, mir nicht mehr so gut weiterhilft. Mir geht es hier darum, dass in Darstellungen zur Evolution dem Leser Fakten und Interpretationen, Tatsachen und Rekonstruktionen im hypothetischen Modus sauber voneinander getrennt präsentiert werden.
  • Mehr Wissen ist nicht gleichzusetzen mit einer Lösung der Evolutionsfrage

    24.04.2017, Henrik Ullrich
    Vielen Dank für Ihre freundliche Antwort. Ich stimme Ihnen gerne zu, dass unsere Detailkenntnisse über Vererbungsmechanismen und Formen der Selektion in einem atemberaubenden Maße zugenommen haben. Aber damit sind wir der Lösung der Grundfragen, wie neue Baupläne (Makroevolution) oder z.B. die Plastizität von Lebensformen entstanden sind, keinen Schritt näher gekommen. Sie stellen sich viel komplexer dar, als zu Darwins Zeiten, der ja noch an die Vererbung erworbener Merkmale glaubte und die Selektion als weiteren Faktor in seine Theorie aufnahm. Das ist der aktuelle Stand der Diskussionen! Verschärft wird die Thematik durch den Befund der massenhaft auftretenden Konvergenzen. Es ist aus meiner Sicht besser, zuzugeben, dass man trotz viel neuem Wissen grundsätzliches nicht beantworten kann als eine Lösung zu postulieren, die gerade nicht mit dem neuen Wissen zu begründen ist.
    Antwort der Redaktion:
    Danke ebenfalls, aber das stimmt so nicht. Genomtotalsequenzierungen diverser Organismen haben viele Antworten auf solche Fragen geliefert. Sie haben unter anderem gezeigt, wie
    - Punktmutation, Duplikation, Deletion usw. neue Gensequenzen hervorbringen,
    - springende Gene ihren Ort im Genom verändern und durch Mutation zur Bildung neuer Gene beitragen,
    - Gene durch Mutation ihren Promoter verlieren können und dadurch zu funktionslosen Pseudo-Genen werden,
    - die vergleichsweise riesigen Genome von Gefäßpflanzen und Wirbeltieren entstanden sind: unter anderem durch exzessive Sequenzduplikationen und das Integrieren von Transposons und viralen Sequenzen ins Genom (die ihrerseits zu Genen werden können; so stammen Telomer-RNA und Telomerase vermutlich von Retrotransposons ab),
    - für Proteine kodierende Sequenzen in solchen Bereichen, die für die Proteinfunktion nicht wichtig sind, vergleichsweise stark mutieren können, während die funktional wichtigen Bereiche konserviert bleiben.
    Usw. usf., von den Erkenntnissen zur Epigenetik sowie zur Robustheit und Plastizität des Phänotyps hier nicht zu sprechen. All dies liefert Antworten darauf, wie neue "Baupläne" und die Plastizität von Lebensformen entstehen. Natürlich ist das Thema damit noch lange nicht erledigt, aber das behauptet auch niemand. Ihre Aussage, wir seien diesen Dingen "keinen Schritt näher gekommen", ist jedenfalls falsch. Einen recht guten und kompakten Abriss des Stoffs finden Sie unter anderem hier: http://www.springer.com/de/book/9783642417542

    Mit freundlichen Grüßen, d. Red.
  • Artikel lesen!

    24.04.2017, Cheval
    @Dr. Frank Richter

    Trump war der Auslöser, ist aber nicht das Motiv, weder hier noch in den USA. Als "Doktor" kennen Sie sicher den Unterschied.

    Also verzichten Sie auf Vergleiche, die völlig unsinnig sind und lesen Sie den Artikel.
  • " Beginnender

    24.04.2017, L.Schaber
    Zu :
    " ...Eine besonders umfassende Modifikation der Synthetischen Evolutionstheorie stellen die Biologinnen Eva Jablonka und Marion J. Lamb in diesem Werk vor, das bereits vor zehn Jahren erstmals auf Englisch erschien und nun ins Deutsche übersetzt wurde......"

    Ein typisches Beispiel für das Funktionieren von Wissenschaft im Sinne Thomas Kuhns.
    Seit fast zwanzig Jahren deutet sich mit der Epigenetik ein "Paradigmenwechsel" an (Ich kenne die Kontroversen um den Begriff). Zuerst ganz zart und versteckt in Nebensätzen unter fürchterlicher Angst vor Esoterikvorwürfen oder Gleichsetzung mit religiösen Irrationalisten.
    Seit einigen Jahren und mutigen (populärwissenschaftlichen) Veröffentlichungen immer deutlicher. Ich wette, in 5- 10 Jahren behaupten fast alle Koryphäen, sie hätten ja schon immer Zweifel gehegt, aber (aus den diversen Gründen) sich nicht zu äußern gewagt. Zunächst wird man jedoch behaupten, das alles sei nur eine Erweiterung der herkömmlichen Theorien und könne problemlos integriert werden, so dass die klassische Theorie selbstverständlich weiterhin als wahr bzw. gültig betrachtet weden könne.
    Typisch auch, dass man erst nach zehn Jahren gewagt hat, eine deutsche Übersetzung zu präsentieren. Vermutlich hat man die Autoren ( bzw- Innen) des Kreationismus verdächtigt oder die Verlage hatten einfach "Schiss" vor möglichen Verdächtigungen in diese Richtung.
    Besonders spannend finde ich auch die wiederaufgeflammte Diskussion über "den Fall Paul Kammerer."
  • Ein überflüssiger Text

    24.04.2017, Walter Weiss, Kassel
    Was für ein überflüssiger - und dann auch noch beschwichtigender! - Text (wenigstens was die deutschen Verhältnisse angeht):

    - Dass sich die Schere zwischen arm und reich jedes Jahr weiter öffnet, weiß jedes Kind, und zwar sogar aus den jährlichen Berichten der Bundesregierung selbst (die sich übrigens nicht scheut, die Superreichen aus dem Bericht auch noch herauszulassen, weil das sonst "die Statistik verfälscht" hätte).
    - Dass diese Schlechterstellung der unteren zwei Drittel nicht nur das Vermögen, sondern insbesondere die Bildungschancen, die Kinder- und Altenarmut betrifft, kommt gar nicht vor.
    - Dass das Auseinanderdriften schwere gesellschaftliche Störungen - von den Pegidas bis hin zu AfD und zahllosen rechten Untaten - zur Folge hat: kein Grund zur Schwarzmalerei!
    - Das Heilmittel: die benachteiligten Bevölkerungsteile können ja andere Parteien wählen! Warum soll das nicht ohne Gefahr für die Demokratie sein? Was ist das für ein Demokratieverständnis?

    Naja, am Schluss heißt es wenigstens professoral: Soziale Vereinbarungen lassen sich verändern, wenn es sein muß. Lässt allerdings an Banalität nichts zu wünschen übrig - außerdem: seit wann beruht das immer stärkere Klaffen zwischen arm und reich auf ’sozialen Vereinbarungen’? Sind die Armen selbst schuld an ihrem Zustand, weil sie den ja "vereinbart" haben?

  • Wir könnten es schaffen!

    24.04.2017, Klaus Deistung
    Ansätze waren und sind da! Fragt sich bloß wofür und was?
    Unsere Astronauten unterstreichen immer wieder, wie schön, aber auch verletzlich unser Planet ist. Dabei geht es nicht nur um die Naturkatastrophen! Wir Menschen werden immer mehr, die Naturressourcen müssen weichen oder werden zu stark ausgebeutet. Die Religionen finden es (noch) gut, wenn die Frauen möglichst viele Kinder bekommen. Das ist aber für die Natur betrachtet kontraproduktiv! Leider ist das noch kein Diskussionsthema!
    Die Waffensysteme werden immer "effektiver" und die Gefahr eines Atomkrieges mit mehrfacher Vernichtung ist (noch) nicht gebannt.
    Es gab ja schon mal den Begriff - auch ohne Atomwaffen - "In die Steinzeit zurück-bomben!"
    Wenn hier aufgezeigt wird, "... wie menschliches Zusammenleben funktioniert, wie Ideologien und Übereinkünfte unser Weltbild und Handeln prägen und vor welchem Hintergrund wissenschaftliche Durchbrüche möglich sind ..." - dann nützt es uns gar nichts, wenn wir die Welt in Trümmer legen und wir weiter als die Steinzeit mit Kernwaffen zurück gebombt werden. Mehr Waffen machen die Welt länger unbewohnbar. Wir haben das Wissen und die Möglichkeit, unsere Erde zu einem blühenden Garten zu gestalten - oder mit ihr unter zu gehen!
  • Das Who is Who der Wissenschaft unterstützte den March for Science

    24.04.2017, Dr. Rainer Walter Kühne
    Man kann sagen, daß das who is who der deutschen Wissenschaftler den Science March Germany unterstützte. Unter den Unterstützern befanden sich (Stichtag: 20.04.2017 um 10:46:48 UTC) mehr als 400 Professoren, ca. 20 Rektoren von Universitäten und 5 Nobelpreisträger. Eine Liste der Unterstützer (permanent link) findet sich hier: http://archive.is/0TQk7 .
  • Warum so spät?

    24.04.2017, Henik
    Es ist nicht ersichtlich bei der Buchbesprechung, ob die ursprüngliche erste Auflage oder eine korrigierte der Autorinnen als Grundlage zur Übersetzung diente (2005 oder 2014). In den letzten zehn Jahren ist sehr viel geschehen bezüglich der Diskussion um Evolutionsmechanismen. Die kürzlich in London stattgehabte Konferenz (November 2016: New trends in evolutionary biology: biological, philosophical and social science perspectives) hat den ernüchternden Stand dazu offen gelegt. An den dort vorgetragenen Ergebnissen gemessen, hätte ich mir eine Buchbesprechung gewünscht. Warum die Rezension mit einem Bashing gegen die Kreationisten beginnen muß, bleibt mir unklar. Ein Kern Ihrer wissenschaftlichen Kritik bleibt doch auch 160 Jahre nach Darwin unverändert gültig: das "Wie" des hypothetischen Prozesses Evolution bleibt ungelöst, weshalb es nicht berechtigt ist, diesen hypothetischen Geschichtsprozess als Tatsache zu beschreiben, auch wenn viele Indizien dafür sprechen und der Mainstream in der Biologie davon überzeugt ist.
    Antwort der Redaktion:
    Zitat: "Ein Kern Ihrer wissenschaftlichen Kritik bleibt doch auch 160 Jahre nach Darwin unverändert gültig: das 'Wie' des hypothetischen Prozesses Evolution bleibt ungelöst..."

    Das stimmt so sicher nicht. Wie Sie ja selbst schreiben, ist in den letzten 10 Jahren sehr viel auf dem Gebiet geschehen. Umso mehr muss das für die zurückliegenden 160 Jahre gelten. Von einer "unveränderten" Problemlage kann man hier also gewiss nicht sprechen. Gerade über das "Wie" von Mutationsprozessen (Punktmutationen, Deletionen, Duplikationen, illegitimes Crossing-over, Wirkung von Transposons und viralen Elementen etc.) und über das "Wie" der Selektion (auf der Ebene von Individuen, von Verwandtengruppen, von Sozialverbänden, von Populationen) wissen wir heute deutlich mehr als vor 160 Jahren.

    Mit freundlichen Grüßen, d. Red.
  • Clinton ...

    24.04.2017, Dr. Frank Richter
    Wenn man gegen Trump demonstriert, meint man dann das Frau Clinton die bessere Wahl gewesen wäre?

    "March for Science" ist doch auch nur Populismus.