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Lesermeinungen - Spektrum der Wissenschaft - Seite 2

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Karrierebooster?

    16.04.2018, anonymus
    Antwort/ Frage an Seb Fornpost:
    Wie zur Höhle soll es meiner Karriere gut tun wenn ich eine Person mit massivem Einfluss/ Kontakten öffentlich beschuldige? Bekomme ich dann auf einmal mehr Veröffentlichungen/ Drittmittel oder werde ich schneller berufen?

    zum Thema: meiner Meinung nach liegt es am massiven Machtgefälle zwischen Professor/ Doktrorandin o.ä. Man merkt es ja schon im allgemeinen Forschungs Alltag wie manchen Untergebenen die Dreckarbeit und den Günstlingen die Erstautorenschaften zugeschoben werden - und niemand sagt da was. Genauso werden Daten solange massiert bis sie alles gestehen. Da wird es bei Vergewaltigungen/ Nötigungen genauso sein.
  • #MeToo

    16.04.2018, Volker Cleeves
    Ich frage mich - ungeachtet der Verwerflichkeit sexueller und (im Übrigen) auch anderer Belästigungen-, warum wir hier in Deutschland (Europa) ständig diese US Amerikanische "#MeToo Welle" mitreiten müssen?
    Entschuldigung, aber mich interessiert die "US-#MeToo-Hysterie" nicht (und viele andere übrigens auch nicht). Man/Frau (insbesondere die, die uns ständig damit beballern) solle bitte auch mal in Betracht ziehen, dass das dualistisch prüde und gleichsam Perversionen liebende US-Volk völlig andere Maßstäbe hat, was das Thema sexuelle Belästigung anbelangt und somit eine wirklich sehr ungeeignete Spiegelung auf Europa darstellt. Wie also sieht es hier bei UNS aus? Wie ist HIER die Situation und die Verteilung Männlein-Weiblein, denn nicht nur Frauen werden sexuell belästigt; unter den Kindern und Erwachsenen sind auch Jungs/Männer!
  • Sexistisch und klüngelhaft

    16.04.2018, skepsis
    Im akademischen und wissenschaftlichen Betrieb geht es um Macht. Mich hat immer verblüfft, wie Akademiker und Wissenschaftler Lolita- und Studentenliebschaften öffentlich begeistert erzählen, als wäre es wo anders nicht illegal oder zumindest fragwürdig. Natürlich sind diese Betriebe sexistisch. Bereits die Vergabe von Plätzen, Projekten und Geldern ist so klüngelhaft, ineffizient und intransparent, dass ich immer wieder staune, wie es die Leute dort aushalten. Was ich dort schon alles erlebt habe, ekelhaft. Dass die Akademiker und Wissenschaftler es aus Abstiegsangst innerhalb des Betriebs hinnehmen und sogar mystifizieren, spricht Bände. Diese Betriebe haben mehr gemeinsam mit der Kirche als der Wirtschaft.
  • #MEETOO: Was muss getan werden?

    16.04.2018, Seb Fornpost
    Die Debatte zeigt zwei voneinander unabhängige Bereiche:

    1. Beschuldigung einzelner Personen ohne Beweis: Wahrheit oder Karrierebooster? Wo liegt objektiv die Wahrheit?

    2. Existenz des Problems an sich

    Zu Bereich 1. fällt mir keine Lösung ein (es sei denn, man bewertet die Aussagen betroffener Frauen grundsätzlich als wahr und die Aussagen der involvierten Männer grundsätzlich als falsch - ein zunehmend beobachtbarer Ansatz, der in seiner intellektuellen Brillianz Hexenprozessen gleicht), aber der Bereich 2. müsste durch die Aufstellung und Beachtung von Regeln sowie unabhängiger Aufsicht beherrschbar sein.

    Die Vergangenheit ist (zumeist) nicht mehr bewertbar, aber für die Zukunft wären die entsprechenden Situationen verhinderbar - zu sehr hohen Kosten, was Vertrauen und Freiheit angeht, aber immerhin möglich.
  • Hoffnung

    16.04.2018, U.K.
    Die Hoffnung auf interessante Meldungen von Lesern verschwand in dem Moment, in dem sich herausstellte, dass hier ausschließlich linksgrüne Verschwörungstheoretiker schreiben. Sehr bedauerlich, für dieses Forum und die ganze Welt, die diesen Unsinn ertragen muß.
  • kein Technikverächter

    15.04.2018, Eleftheria Müller
    Die Behauptung, Sheldon Cooper verachte die Technik, ist falsch. Er macht sich zwar des Öfteren über Ingenieure lustig, doch schätzt er die Technik durchaus. (The Big Bang Theorie, Staffel 2, Folge 4 : Sheldon Cooper: "Er sollte unsere Liebe zur Technik teilen.")
  • Phosphororganik hat keine mytischen Kinetiken oder Edkte

    15.04.2018, Karl Müller
    Sehr geehrter Herr Fischer,

    Sie stellen fest:"Die Wahrscheinlichkeit, dass Dritte tatsächlich Zugang zu den neuen Kampfstoffen haben, gilt als gering".

    ohne dies zu sachlich zu begründen. Auch die Hinweise auf IR-Spektroskopie sind ohne die Anmerkung das IR/FT-IR auch in der Praxis ihre Grenzen in der Konfektionierung und den teils widrigen Randbedingungen (meteo.Lage/anthropogene Kontamination) finden.
    IMS mit singlepeak Alarm und kurzen Quadrupol sind erst mal mehr Schaden als Nutzen weil eine Flut false positives generiert wird.
    Nicht rückspülbare IMS und solche mit Membrantechnik sind ebenfalls für mehr Probleme gut als dadurch zu lösen wären.
    Die CAMs neigen zur Übersättigung mit unerfreulichen Matrixeffekten, und die Detektionsleistung des Raid 100 M ist sehr davon abhängig, ob die Reaktandionen mir Wasser oder NH3-Chemie gebildet werden.

    Und...., so das man Schnelltests nahezu vergessen kann, auch enzymbasierte, diese sind bestenfalls ein unqualifizierter Verdacht.

    Selbst Flammphotometer wie das AP4-C haben auch Ihre Tücken, obwohl diese methodisch eigentlich wenig störungsanfällig sein sollten und daher als wertvolle Ergänzung für die Punktdetektion dienen.
    Erst Anfang 2018 gab es einen Fall bei dem sich ein in Feldeinsatz und Labor reproduzierbares Phosphorsignal mit HCN-Detektion und einem IMS-Verdacht auf GA wunderbar deckte, aber im Labor nicht zu verifizieren war...

    Selbst das alte MM1 kannte schon solche Fehlanalysen die durch flüchtige Siliziumverbindungen begründet waren...
    Nicht zuletzt gilt das in unteren Konzentrationsbereichen oft ohne taktisch zweckmäßige Anreicherung eine auch nur halbwegs zuverlässige Detektion kaum möglich ist...
    Nicht zuletzt ist auch die Novichock-Substanzgruppe jedem Labor mit kompetentem Personal und zweckmäßiger Technik zugänglich:
    Seyed Esmaeil Hosseini 1,2, Hamid Saeidian3 * , Ali Amozadeh1,Mohammad Taghi Naseri2and Mehran Babri2 (2016):Fragmentation pathways and structural characterization of
    organophosphorus compounds related to the Chemical Weapons
    Convention by electron ionization and electrospray ionization
    tandem mass spectrometry.--Rapid Commun. Mass Spectrom. 2016, 30, 2585–2593
    (wileyonlinelibrary.com) DOI: 10.1002/rcm.7757

    Was auch auf die Probleme beim Fingerprintig hinweist.

    MfG K. Müller
  • Irreführende Fragestellung am Anfang

    15.04.2018, A. Staudacher
    "Wie beurteilen Menschen, ob zum Beispiel ein Youtube-Video über Wissenschaft echte Forschung präsentiert oder von einem Scharlatan stammt?"
    Solange man in solchen Studien nicht auch die Präsentation unseriöser Standpunkte zum Vergleich einschließt (und davon ist im Beitrag keine Rede), kann man auch nicht den Schluss ziehen, dass akustisch gute Präsentation dafür ausschlaggebend ist, ob Leute bereit sind, Scharlatanerie echter Wissenschaft vorzuziehen. Es reicht nicht, einfach nur zweimal dieselben Videoinhalte in unterschiedlicher Soundqualität zu präsentieren.
  • Es nervt!

    13.04.2018, Rene Goeckel
    Als Tontechniker weiß ich dass es nervt, wenn man lauschen muss um etwas zu verstehen zu können. Hören führt zu einer wesentlich höheren Hirnaktivität als Sehen. Also nicht die Zuhörer ärgern!
  • Grossartiger Artikel

    13.04.2018, Thomas Schulze
    Vielen Dank für diesen ausführlichen und äusserst interessanten Artikel, der im Gegensatz zu den meisten anderen Veröffentlichungen in den Medien dem Leser zutraut, auch mal etwas mehr zu lesen. Toll, danke!
  • Zivile Nutzung - ein Ammenmärchen

    12.04.2018, Gerd-H. K.
    Alle Kernreaktoren haben nur den einen Sinn: atomwaffenfähiges Material herzustellen. Ein "Wissenschafts"-Magazin wie Spektrum sollte den Lesern mal genau erklären, woher die schweren Elemente in Atombomben stammen und vor allem woher das Tritium für Wasserstoffbomben stammt. Erster Tipp: nicht per Bergbau gewonnen.
  • Man kann eine Torte auch zweiteilen

    12.04.2018, Iris Hebbeker
    Der interessante Beitrag lässt einige Fragen offen, etwa die nach der Existenz einer Zerlegung, bei der der Kreismittelpunkt Ecke keines der Teile ist. Dabei lassen sich unendlich viele solche Zerlegungen finden, wenn man bei den radialen Zerlegungen n=2 setzt. Die entstehenden Stücke haben am Kreismittelpunkt beide den Winkel 360°/2=180°, was schwerlich als Ecke bezeichnet werden kann.
    Stellungnahme der Redaktion

    Formal haben Sie recht: Jede radiale Zweiteilung geht zwar durch den Mittelpunkt, ist aber dort gerade nicht eckig. Demnach gibt es sogar positive Antworten auf Frage b. Andererseits ist Ihre Lösung so einfach, dass sie keinen Neuigkeitswert hat – so sehr, dass sie sowohl den Autoren des Originalartikels als auch unserem Autor Jean-Paul Delahaye schlicht nicht in den Sinn gekommen ist.

    Christoph Pöppe, Redaktion

  • Zu wenig Substantielles

    12.04.2018, Niko Neufeld
    Der Artikel ist leider sehr enttäuschend. Außer einer wohltuenden Zurechtrückung des Hypes um Machine learning (“bottom-up” in der Terminologie der Autorin) und ein paar (zu vielen) netten Anekdoten über ihren Enkel bringt er sehr wenig Substantielles. Nicht ein einziges konkretes Beispiel dafür, wie Bayesian reasoning in der Praxis funktioniert. Natürlich kann man die Referenzen lesen, aber in einem Magazin wie SdW oder SA kann man dem Leser schon zutrauen (nicht zumuten!), zumindest in einem Seitenkasten, etwas ins Detail zu gehen zu wollen. Vielleicht gibt es eine Politik, keine mathematischen Formeln irgendwelcher Art zu verwenden, was auch schade wäre, aber falls nicht, hätten sich die sehr simplen Grundlagen der Bayes’schen Theorie gut geeignet. Gerade wenn man Artikel von aktiven Wissenschaftlern bringt, sollten sie ermutigt werden, weiter zu gehen als auf einer outreach website.
    Stellungnahme der Redaktion

    Unsere Mutterzeitschrift "Scientific American" verfolgt in der Tat die Politik, dem Leser möglichst nicht zu viel zuzumuten. Dass sie damit für Leser für Sie zu tief greift, erfüllt den deutschen Redakteur – der persönlich höhere Anforderungen bevorzugt – mit grimmiger Genugtuung. Abhelfen kann er der Sache damit nicht, da er in einen fertigen Text des "Scientific American" nicht so intensiv eingreifen darf. Zum Trost kann er darauf verweisen, dass elementares bayessches Schließen mehrfach Thema im "Spektrum" war, zum Beispiel in einer Bayes-Biografie im Oktober 2011 und dem Artikel "Der Fluch des p-Werts" vom September 2014 (hier die Online-Version), der sehr detailliert den Einfluss des a-priori-Wissens (des "Vor-Urteils") auf die Interpretation des Ergebnisses bespricht.


    Christoph Pöppe, Redaktion

  • Re: Roboter fördern Gewohnheit

    12.04.2018, Robert Windhager
    Dieses Argument wurde schon längst widerlegt, zB durch Videospiele.

    Jeden Tag werden Milliarden von Menschen virtuell getötet.
    Diese virtuellen "Morde" werden immer mehr, und trotzdem sind die tatsächlichen Mordraten weltweit beständig am Sinken.

    Ebenso wurde nie ein negativer Zusammenhang zwischen Pornographiekonsum und sexuellem Missbrauch gefunden.
    Im Gegenteil: Umso freier eine Gesellschaft ist und umso mehr Pornographie konsumiert wird, desto weniger sexuelle Gewalttaten werden in dieser Gesellschaft verübt.
  • Lebensfreude

    12.04.2018, Wolf...Robert Schmidt
    Ein, zwei Glas Wein in fröhlicher Runde steigert die Lebensfreude, ganz gleich, ob mal einige Substanzen als lebensgefährlich deklariert werden oder dann auch wieder nicht. Natürlich in Maßen, wie in den seit Jahrhunderten erfahrenen Weinregionen, etwa im Rheingau, an der Mosel, in der Wachau oder in Burgund oder irgendwo in Spanien. Und gesteigerte Lebensfreude wird auch die Länge des Lebens steigern, vielleicht nicht unbedingt quantitativ - dies vielleicht auch -, sondern qualitativ: Es lohnt sich in gelockerter, fröhlicher und freundschaftlicher Atmosphäre zusammen zu sein, wozu der Wein seit der Antike gepriesen und besungen wird .....Ja, ja, die Argumente dagegen sind alle bekannt. Kommt nur mal in eine Straußwirtschaft in Kiedrich, Östrich-Winkel oder Rüdesheim, dann werdet Ihr sehen, dass sich das Leben auch unter diesem Aspekt lohnt, wie gesagt: Alles mit Maßen, was vielen lebenslang gelingt ...