Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • Pantoffeltierchen sind anders

    27.03.2015, Richard Scholz
    Das Bild auf Seite 85 zeigt kein „Pantoffeltierchen“ (Paramecium), sondern Blepharisma japonicum.

    Blepharisma ist ein Vertreter der Heterotrichida, Paramecium gehört zu den Hymenostomata.
    In der Anordnung der Wimpern(reihen), auf die der Artikel abhebt, unterscheidet sich Blepharisma deutlich von Paramecium.
  • Die Sonne als Feindbild?

    27.03.2015, Roland Schmiermund
    Die Sonne, die wortwörtlich das Augenlicht ist, wird von menschlicher Angst zum Feind des Auges erklärt.
    Ohne die Sonne hätte sich niemals evolutionär das Auge entwickelt.

    Über diese kleinen Nuancen der Logik machen sich einige Protagonisten keine Gedanken. Unterrichten Gedankenlose unsere Kinder? Sollte uns diese Folgerung Angst machen?
  • falsch - soso

    26.03.2015, shumil
    sie meinen vermutlich den fund in der wonderwerk-höhle in afrika

    sicherlich von menschenhand erzeugte reste, aber:

    erstens ist die direkte datierung in so grossem zeitabstand nicht möglich, nur durch die umgebungsmaterialien, und da bestehen unzählige faktoren, die man nicht berücksichtigen kann

    und zweitens ist es mal wieder völlig unhaltbar, darauf zu schliessen, diese menschen hätten das feuer benutzt um zu KOCHEN

    wissenschaft sollte wissen schaffen ...
  • Mit eigenen Sinnen erleben!

    26.03.2015, Alexander Schwald
    Vorab: Als Lehrer einer Mittelschule in Neu-Ulm konnte ich zusammen mit meiner Klasse, bestehend aus Sechstklässlern im Alter von jeweils 11 bis 12 Jahren, völlig frei und ungehindert die Sonnenfinsternis vom 20. März 2015 auf einer Wiese vor der Schule in voller Länge beobachten! Es gab keinerlei Anweisungen des Ministeriums oder der Schulleitung, lediglich die üblichen und sicher notwendigen Warnhinweise. Leider tragen aber auch (manchmal zum Stammtischhaften neigende) Simplifizierungen nicht zu einer sachgerechten Situationsbeurteilung bei. W e n n die Sonne von Kindern beobachtet werden soll, trägt letzten Endes der Lehrer (oder die Lehrerin) die v o l l e Verantwortung für alle eventuellen daraus resultierenden Schadensfolgen, weil er die Kinder zur Beobachtung anleitet und pflichtgemäß die Aufsicht zu führen hat. Kaum vorstellbar die physischen und psychischen Dimensionen für Kind, Eltern und Lehrer, wenn ein Kind einen Augenschaden erlitte. Kaum vorstellbar der Aufschrei in der Öffentlichkeit. Und wer wäre haftbar? Natürlich die Lehrer. Nein, ganz so einfach, wie es scheint, ist die Sache doch nicht! Und diese Feststellung treffe ich als absolut begeisterter Hobbyastronom und jahrzehntelanger Abonnent von "Sterne und Weltraum".

    Nun aber zur anderen Seite. Mit solchen Situationen habe ich als Lehrer fast täglich umzugehen, beispielweise bei Schulausflügen( Verkehrgefahren), offenen Fenstern im Klassenzimmer etc. An kaum einem Tag kann die absolute Sicherheit gewährleistet werden. Wichtig ist, dass Aktivitäten immer in die entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen eingebunden werden, aber nicht gänzlich zum Erliegen kommen. Die Schüler müssen mit allen wichtigen Regeln intensiv vertraut gemacht werden und Eltern sollten von Fall zu Fall durch Unterschrift bestätigen, dass auch sie über die jeweilige Instruierung ihrer Kinder Bescheid wissen.

    Insgesamt 4 Unterrichtsstunden setzte ich ein, um über die Vorgänge bei einer Sonnenfinsternis an sich zu informieren und den Kindern die wichtigsten Verhaltensregeln und Vorsichtsmaßnahmen bei der Beobachtung einzuprägen. Zum Schluss wurde alles handschriftlich notiert und den Eltern per Unterschrift zur Kenntnis gebracht. Alle Schüler waren mit großer Begeisterung dabei und zeigten durch die Vorbereitung große Vorfreude.

    Am Tag X selbst stand ein von mir gestellter Liegestuhl auf der Wiese vor der Schule bereit und die Schüler durften wechselweise durch zwei Sonnenfiltervorsätze für mein Fernglas, allerdings nur mit bloßem Auge, blicken. Die Sonne leuchtete darin in einem warmen orangefarbenen Licht. Allein die mehrfachen Ausrufe "Voll schön!!" bestätigen die Qualität der Erlebnisse. Überhaupt: Das direkte, unmittelbare Natur- und auch Himmelserlebnis ist durch
    N i c h t s ersetzbar, durch keine theoretische Erklärung und auch nicht durch einen Livestream. W i r k l i c h l i v e und ohne Anleitung von außen bemerkten die Schüler den Wandel vom gleißenden Morgenlicht zur fahlen Finsternisbeleuchtung und auch den Temperaturabfall. Zwischen den Beobachtungsphasen wurde herumgerannt und gespielt und sogar ein von den Schülern selbst organisiertes Picknick auf der Decke abgehalten. Ü b r i g e n s: Ohne dass auch nur ein einziges Mal jemand ungeschützt in Sonne gesehen hätte! Auch die Filterbeobachtungen erfolgten trotz der sonst nicht immer einfachen Kinder absolut diszipliniert und konnte aufgrund der einzeln wechselnden Reihenfolge kontinuierlich beaufsichtigt werden. Trotz der Einzelbeobachtungen war genügend Zeit, dass jeder so oft drankam, wie er nur wollte. Alle waren begeistert, keiner langweilte sich, und das fast drei Stunden lang, wohlgemekt bei 11 bis 12jährigen Kindern.

    Und n o c h ein Plädoyer für die Unersetzbarkeit des unmittelbaren Naturerlebnisses. Einer meiner aufmerksamsten Schüler brach während seiner Sonnenbeobachtung in helle Aufregung aus, als er bemerkte, dass die Sonne nach rechts lief. Er hatte die vielfach theoretisch besprochene Spiegelung der Erdrotation nicht bloß kopfmäßig erfasst, sondern tiefemotional erlebt.
    Nachdem der Mond das letzte Stückchen Sonne wieder freigegeben hatte, erklärte mir derselbe Schüler, nun müsse der Mond doch Seite an Seite links neben der Sonne stehen.

    Welch einen Reichtum schenken solche Erlebnisse! Und wie fragwürdig ist es, sie unnötigerweise zu verhindern!

  • Daher...

    26.03.2015, Horst Esberg
    auch die Bezeichnung "blue movie" für Pornofilme in den USA!
  • in der objektiven Sackgasse

    26.03.2015, Wolf Polzin
    « Der Grund dafür, dass unser fühlendes, wahrnehmendes und denkendes Ich in unserem naturwissenschaftlichen Weltbild nirgends auftritt, kann leicht in fünf Worten ausgedrückt werden: Es ist selbst dieses Weltbild. »

    Erwin Schrödinger: Das arithmetische Bewusstsein
  • ...immer diese Verallgemeinerungen.

    26.03.2015, Frau L.
    Auch an unserer Schule ging ein solcher Elternbrief nach draußen. Allerdings nicht, weil Unwissen herrschte, sondern weil man trotz Aufklärung nicht sicher sein kann, dass alle SchülerInnen sich an die Vorgaben halten. Wenn etwas passiert, dann sind grundsätzlich die Lehrkräfte schuld und das möchte verständlicherweise keiner. (Übrigens: Gardinen schützen bekannterweise nicht nur gegen Strahlung von außen, sondern in dem Fall vor allem davor, dass SchülerInnen direkt in die Sonne schauen können.)
    Der Brief impliziert allerdings keinesfalls, dass die Türen abgeschlossen wurden und Schülerinnen, welche eine Brille besitzen nicht vor die Türe durften.
    In unserem Fall wurde sich mit den vorhandenen Brillen abgewechselt und die Erkenntnisse an der Tafel festgehalten.
    Klar, man hätte Brillen besorgen können. Ja, einige Schulen/LehrerInnen hätten sich mehr informieren können. Wer hätte die Brillen denn bezahlt? Ich wage zu bezweifeln, dass sich der Staat dazu bereit erklärt hätte. Und was ist mit den Eltern? Warum haben nur zwei (!) meiner Schüler, in vielen Klassen kein/e einzige/r SchülerIn, eine Brille besessen? Die meisten wussten nicht mal, dass es passiert. DAS hinterfragt mal wieder keiner.
    Schuld sind immer die Lehrer. Danke für diese engstirnige Verallgemeinerung. Ich unterrichte eigentlich gerne, aber sowas macht mich wütend. Ein wenig mehr Achtung wäre schön.
  • Seid froh ...

    26.03.2015, Kurt
    dass es nmicht geklappt hat.
    Die wären da oben verreckt.
    Eine Panne passiert immer (oder einer dreht durch).
    Wenn dann irgendwas fehlt oder das Wasser wurde verunreinigt dann war es dass.
    Wenn ein wichtiges Werkzeug kaputt geht dann war es das.
    Es gäbe keine Zeit den Pionieren bei einem Notfall zu Hilfe zu eilen.
    Das Ganze h6atte in einer grossen Tragödie geendet.
  • Huch!

    26.03.2015, Volker
    Das nenne ich mal ein echtes Wunder: wird an Mäusen getestet und knipst die Erektion bei Ratten an! Dunnerlittchen!
    Antwort der Redaktion:

    Danke für den Hinweis! Leider (oder gottseidank?) ist die Wirkung weniger artübergreifend, als von uns behauptet. Das Mittel wurde natürlich an Ratten getestet.
    Beste Grüße, jd / Red

  • Das stimmt alles fast

    26.03.2015, Nikola Mühlfeld, Lippstadt
    Herr Wohlgemuth. Jedoch, dass die Kultur erst mit Zunahme des Gehirns begann, stimmt nicht. Auch Schimpansen haben eine Kultur, planen für den nächsten Tag und kennen bereits das Planen und die Durchführung zur Jagd. Unterschiedliche Gruppen haben unterschiedlichen Werkzeuggebrauch. Den Jungen wird geduldig beigebracht, was sie innerhalb der Gruppen können müssen, für den Werkzeuggebrauch als auch, welche Nahrung wann gegessen wird. Sie stehen sogar eher auf. um besonders saftige Früchte zu bekommen und mehr davon, da sie eher da waren.
    Übrigens ist es falsch zu sagen, eine Art (der Menschenaffen) könnte im Zoo erhalten werden.
    Dem ist nicht so. Sie lernen nämlich nicht, welche Pflanzen medizinisch taugen, welche giftig und welche nahrhaft sind.
    Sie lernen nicht die Werkzeugherstellung aus den Produkten die im Wald erhältlich sind …
    Kurz: Ihre Kultur ist im Zoo zerstört und damit auch das wahre Wesen dieser Menschenaffen.
  • Gehirn sinnvoll einsetzen

    26.03.2015, Friedrich Lauterbach
    Zitat Robert Orso:
    "Leider ist sowohl die Fähigkeit sein eigenes Gehirn sinnvoll einzusetzen, als auch die Bereitschaft für sein eigenes Handeln die Verantwortung selbst zu übernehmen in den letzten Jahren noch weiter dramatisch gesunken."

    Wahre Worte, kann man nicht besser sagen.
  • Sofi verpasst? Sternhimmel nutzen!

    26.03.2015, Lutz Clausnitzer
    Das Interesse junger Menschen an astronomischen Phänomenen ist sehr groß. Warum in den meisten Bundesländern nur wenige Schulen rechtzeitig Sofi-Brillen besorgt, ein Fernrohr mit Okularprojektion aufgebaut und für ihre Klassen einen Beobachtungsplan aufgestellt hatten, ist meiner Meinung nach voriges Jahr im Journal für Astronomie, Nr. 51, auf S. 52 richtig erklärt worden: „Wo die Astronomie kein reguläres Fach ist, kümmern sich Schulverwaltungen und Schulleiter eher selten darum, ob eine Schule über wenigstens eine astronomiekundige Lehrkraft verfügt oder nicht. So fehlen astronomische Inhalte dann vielerorts auch in Projekt- und Kursangeboten.“
    Eine vom Mond partiell bedeckte Sonne sehen wir zwar nicht so schnell wieder, aber der nächtliche Sternhimmel ist ja auch noch da! Wenn Eltern und Lehrer möchten, dass ihn Schüler hautnah erleben und sachkundig erklärt bekommen, so lässt sich das neuerdings sehr einfach organisieren: www.audio-sky-guide.net
  • Einzelfall oder Massenpanik?

    26.03.2015, Gerd Thiele
    Dieses Schreiben an die Eltern lief durch die sozialen Netzwerke. Leider wurde nirgends berichtet, ob es ein Einzelfall war, wie viele Schulen in welcher Gegend Deutschlands betroffen waren und ob man vielleicht in den Schulen auf Anweisung "von oben" handelte. Unabhängig davon ist diese Wissensfeindlichkeit, insbesondere was die Naturwissenschaften angeht, in unserem Land auf dem Vormarsch. Im Brandenburger Bildungsministerium denkt man allen Ernstes darüber nach, den naturwissenschaftlichen Fachunterricht zu Gunsten eines allgemeinen Fachs "Naturwissenschaften" opfern. Da unterrichtet dann der Physiklehrer auch ein bisschen Biologie und eine Prise Chemie, von der er vielleicht keine rechte Ahnung hat. Von Astronomie ganz zu schweigen. Oder ein öffentlich-rechtlicher Landessender lädt zu Jahresbeginn einen "Astrologen" in die Radiosendung ein, der dann in der Art einer Ratgebersendung anhand des Geburtstages den Anrufern ihr Schicksal für das kommende Jahr vorhersagt. Viele Leute kennen ihr Sternzeichen ohne zu wissen, warum es das ist, geschweige denn dass sie das entsprechende Sternbild am Himmel finden. Millionenfach verdünnte Substanzen werden als Medizin verkauft, obwohl sich kein Molekül des Wirkstoffs mehr in der Lösung nachweisen lässt.Und unter dem Hinweis, dass es sich um alte chinesische Weisheiten handelt, kann man heute den Menschen jeden Mist verkaufen, bei dem sich einem Naturwissenschaftler die Haare sträuben.
    Aber es gibt auch Lichtblicke. Wir haben hier die Sonnenfinsternis als seltenes Naturschauspiel gemeinsam mit vielen Bürgern erlebt. Und das Planetarium, in dem ich arbeite, verzeichnet immer mehr naturwissenschaftlich interessierte Besucher.
  • Falsch

    26.03.2015, Michael
    der Mensch nutzt das Feuer zum Garen schon seit ca. 1,8 Million Jahren. Getreide wird in großen Mengen von der Mehrheit erst seit ca. 5000 bis 7000 Jahren
  • Irrungen und Wirrungen

    26.03.2015, D'oroThee
    Lieber Fabian Papp,
    wenn man nur ein bisschen die Augen und Ohren offenhält, weiß man, dass man nicht durch eine CD in die Sonne schauen sollte. Ihre Betonung der "Reife" der Sonnenanbeter scheint mir Ihren Bericht doch sehr ins Lächerliche abgleiten zu lassen, zumal 1., wie gesagt, eine CD keinen Schutz bietet und 2. sich mir nicht erschließt, wie man auf die Idee kommen kann, dass durchsichtiger Kunststoff (einer CD!) vor irgendetwas außer Regen schützen kann. Natürlich gibt es klare Scheiben, die einen Effekt hinsichtlich eintreffender Strahlen haben, aber dass sich in diesem Fall die Sonnenstrahlung auf ein unschädliches Maß reduzieren lässt, ist doch hanebüchener Unfug! Ich empfehle Ihnen, das nächste Mal den eigenen Verstand zu benutzen!
    Und eine Quelle zur gehörzerstörenden und nur alle 20 Jahre läutenden Glocke im (Wiener?) Stephansdom wäre auch sehr nett. Bei Wikipedia lässt sich einiges über die "Pummerin" erfahren, aber solcherlei habe ich beim Überfliegen leider nicht finden können.
    Zum Thema: Man kann sich fragen, wer bei diesem katastrophalen Umgang mit diesem sehr beeindruckenden Naturereignis die Urheber sind...Sollten Lehrer wirklich permanente Angst vor tobenden Eltern haben? Nur weil Kinder Autoritätspersonen nicht gehorchen? Nur weil die Eltern am längeren Hebel sitzen?Nur weil Eltern nicht mehr auf der Seite der Lehrer stehen? Nur weil Eltern mehr Angst vor Gefahren haben als Prävention zu betreiben?
    Soweit

    D'oroThee.
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