Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
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  • Daten, Zahlen, Fakten

    05.03.2015, Ekkehard Bronner
    Der Beitrag gibt eine Ahnung von den damaligen Zuständen.
    Nun frage ich mich aber:
    Wie viele Menschen brauchte es, eine derartige Pyramide und den handwerklichen Schmuck herzustellen?
    Wie viel subsidiäre Leistung haben diese Menschen verbraucht (Essen, Trinken, Kultur (auch "Sklaven" haben kulturelle Ansprüche, sonst leisten sie nichts (zu Recht)))
    Ich werde mich freuen, wenn diese Artikel neben Spekulationen zu Gottkönigen auch Berechnungen zur physischen Realität bereithalten werden.

    Ekkehard Bronner
  • Nichts Neues

    04.03.2015, Walter Weiss, Kassel
    Wenn sich - was evolutionslogisch richtig ist - eine zur Bewältigung der Umwelt besser geeignete Mutation ergibt, dann selbstverständlich nur in EINEM Menschen, also nicht gleich in einer ganzen Gruppe von Menschen oder gar parallel auch in einer anderen Gruppe. Je kleiner die Gruppe ist, der der ŒGewinner¹ angehört, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich diese Mutation in der Gruppe durch Vererbung verbreitet, also nicht in einem großen Pool gleich wieder untergeht.

    Das ist die selbstverständliche Ausgangsposition - die ich indessen in diesem Text vergeblich suche.

    Wenn tatsächlich eine solche konkrete Mutation unabhängig in mehreren Gruppen auftaucht, was der Verfasser wohl - ich denke: zu Recht - voraussetzt, muss man diese Möglichkeit schon einmal ganz streng genetisch begründen. Auch eine solche Begründung vermisse ich. Sie könnte darin bestehen, dass Mutationen bevorzugt an ganz bestimmten Stellen im Genom ansetzen, also durchaus nicht völlig beliebig an allen nur denkbaren Stellen. Statistisch - und es steht ja eine sehr lange Zeit für solche Erscheinungen zur Verfügung - dürften also ganz bestimmte konkrete Stellen im menschlichen Genom besonders anfällig für solche Mutationen gewesen sein. Und auf diese Weise könnte es zu gleichen Parallelmutationen gekommen sein.

    Unter diesen Aspekten ist der Untertitel der Textüberschrift überhaupt nichts Neues, sondern selbstverständlich - wozu dann dieser Artikel überhaupt?
  • Ganz besonders dunkle Materie löst solche Artikel aus

    04.03.2015, Yael Schlichting
    Ich würde es durchaus verstehen, wenn eine Ansicht in Peter Mosleitners Magazin veröffentlicht würde, aber in einer seriösen publikation hat sowas nichts zu suchen.
    Dunkle Materie löst Vulkanausbrüche aus..... ts ts ts
  • Ein bisschen Butter hilft

    03.03.2015, Christian Amling, Quedlinburg
    Für die Beherrschung des Teekanneneffekts müssen nicht unbedingt Scharen von Physikern jahrzehntelang zum Einsatz kommen, wie es Herr Schlichting beschreibt. Keramiker kennen hier einen einfachen Trick (den Sie auf jedem Töpfermarkt erfahren können). Um die Oberflächenspannung an der Abrisskante der Austrittsöffnung herabzusetzen, wird direkt an dieser Stelle eine winzige Menge Butter mit der Fingerspitze unter die Tülle geschmiert. Ab sofort fließt der Strahl in schönem Bogen aus der Tülle, unabhängig von ihrem Neigungswinkel oder der Temperatur der Flüssigkeit. Das Ergebnis ist nachhaltig und lang anhaltend, es gilt für Steingut-, Steinzeug-, Porzellan-, Glas- sowie emaillierte oder blanke Metallkannen mit Tülle oder Schnepfe! Probieren Sie es selbst aus! Es kostet auch gar kein Geld! Viel Spaß!
  • Komplexe selbstorganisierende Prozesse

    02.03.2015, Harald Huber, Remseck
    Vielen Dank für den interessanten Artikel. Die Ergebnisse von Lein und Hawrylycz sind sicherlich beeindruckend. Die Schlussfolgerung jedoch, die frühere Annahmen verschiedener, räumlich strukturierter Aktivitäts- oder Funktionszentren, die bei verschiedenen Individuen ähnlich oder gleich strukturiert seien, würden durch diese Ergebnisse widerlegt, erscheint mir zu rasch und nicht wirklich begründet oder zumindest in dieser Absolutheit nicht angebracht.

    Es sind eine Vielzahl beispielsweise selbstorganisierender Prozesse denkbar, die zu einer strukturierten Funktionsverteilung im Großhirn führen und die dennoch nicht zwingend unterschiedliche genetisch bedingte Verhaltensprogramme der einzelnen Zellen bedingen. Bei genetisch bedingt ähnlichem Verlauf der individuellen Entwicklung werden die Funktionszentren auch ähnlich lokalisiert.

    Es ist sicherlich zu kurz gegriffen zu vermuten, der "Modulaufbau" des Gehirns wäre in den Genen abgelegt. Hier dürften komplexere Prozesse zum Tragen kommen.
  • Vom Sinn der Urknallhypothese

    02.03.2015, Christian Amling, Quedlinburg
    Ich fand es sehr interessant, in diesem Artikel endlich einmal eine gewisse Kritik an der Sinnhaftigkeit der Urknallhypothese zu erahnen. Ich glaube, es wäre an der Zeit, eine geeignete Korrelation zwischen den Leistungsmöglichkeiten des menschlichen Gehirns und der Größe des uns bekannten Universums herzustellen. Dazu ein (grobes) Gedankenexperiment: Das Universum sei so groß wie ein Dreifamilienhaus, also die Sonnensysteme sind so groß wie Atome, die Planeten vielleicht so wie deren Kerne oder wie Neutronen. Das menschliche Gehirn mit seinen 15 Zentimetern Ausdehnung käme in diesem Maßstab etwa auf ein Quarkteilchen. Meint wirklich jemand im Ernst, dass dieses Quark, das noch dazu erst vor einigen tausend Jahren aus irgendeiner Savanne getragen wurde, das gesamte Dreifamilienhaus erkennen kann?
    Ich persönlich halte es da mehr mit der Aussage: Die Urknallhypothese ist das Zugeständnis der modernen Physik an den Vatikan! Dazu fand ich übrigens vor einigen Monaten in einem Ihrer Hefte den Nebensatz, dass der Begründer der Urknallhypothese ein belgischer Jesuitenpater sei …
  • Denguefieber-Erfahrung

    27.02.2015, Herr Mzner
    Ich würde mir wünschen, dass dieser Test schnell auf den Markt kommt und dann auch weltweit anerkannt und eingesetzt wird. Ich selbst litt vor geraumer Zeit am Denguefieber (Mein Bericht www.denguefieber-erfahrungen.de ) und wurde zuerst negativ getestet.

    Auf das Ergebnis musste ich einige Tage warten, der zweite Test brachte dann zwar Gewissheit, allerdings hatte ich diese auch schon, aufgrund meiner körperlichen Verfassung.

    Leider handeln einige Ärzte (in meinem Fall im Ausland) erst dann, wenn sie die Anweisung schwarz auf weiss haben.

    Vielen Dank für den Artikel.
  • etwas grundsätzliches:

    26.02.2015, michael markwardt
    aus dem verlinkten nature-artikel: "Obtained by Greenpeace through a Freedom of Information Act request and released by an affiliated group, the documents include research contracts and describe specific commitments that Soon and the CfA, based in Cambridge, Massachusetts, made to corporate funders. "
    greenpeace, die multimillionen dollar von energieunternehmen bekommen, und dies auch gern verschweigen, machen dr. soon einen vorwurf weil er sich von den selben quellen finanzieren lassen hat?
    ***
    der IPCC wird von shell und co gefördert, doch davon steht nix in den dokumenten.
    ***
    dr. soon konnte bis jetzt scheinbar fachlich nicht widerlegt werden, denn dann müsste keine hetz-kampagne gegen ihn gestartet werden.
    sie haben aber insofern recht, das dr. soon die finanzer's seiner arbeit hätte offenlegen sollen. und wenn man seine arbeiten zum einfluss der sonne durchliest, dann kann man sicherlich auch fragen was für ein interesse energieunternehmen daran haben könnten (fragen sie mal einen netzbetreiber, wie die sonne da so reinstört ;) ).

    das alles hat aber keinen einfluss auf sein 'Models run Hot' paper, welches der grund ist weshalb greenpeace nun hinter im her ist.
  • Auf den Boden?

    26.02.2015, Manfred
    Man könnte sich natürlich auch kurz nach vorne beugen und einfach auf den Boden niesen, da ist es egal, wie schnell das Sekret trocknet ...
  • Selfie Killer

    26.02.2015, Ronald D. Vogel
    Sollte der Computer vor mangelnder Schönheit bei der Aufnahme warnen, so würde der Seflie-Markt wohl jäh einbrechen.

    Als Portrait-Fotograf habe ich zudem die Erfahrung gemacht, dass meine Bilder dann besondere Aufmerksamkeit bekommen oder gar einen Preis erhalten, wenn ich mit dem üblichen Schönheitsideal breche. Ja drastischer die Expression ist, desto besser ist meist das Ergebnis. "Nur schön" ist in meinen Augen ein Ausschlusskriterium für gelungene Portraits.

    Ronald D. Vogel
  • Wissenschaftliche Einschränkung

    25.02.2015, Markus Szögi
    Ich sehe hier keine Unterstellung, dass Wissenschaftler durch Geld korrumpieren. Forschung ist nun mal nur mit finanzellen Mitteln möglich. Unternehmen stellen dann Gelder für Forschung zur Verfügung wenn ihre Interessen gewahrt werden. So sind Wissenschaftler oft eingeschränkt, was ihr Forschungsgebiet angeht. So kann ein Ergebnis wissenschaftlich korrekt sein, beleuchtet jedoch nicht alle dafür notwendigen Aspekte, da für weitere Forschung kein Geld gegeben wurde.
  • Mundschutz?

    25.02.2015, Heinrich Sauer
    Gibt es Forschungsergebnisse über die Verwendung eines Mundschutzes wie er in Asien so beliebt ist?
    Antwort der Redaktion:
    Hallo Herr Bitter,

    wir hatten dazu 2011 einen Artikel:

    http://www.spektrum.de/news/mundschutzmasken-schuetzen-aber-nur-bedingt/1123713

    "Erwartungsgemäß schützten mit Klebeband dicht versiegelte Masken nahezu vollständig vor feinsten Partikeln. Bei "normaler" Tragetechnik, die einige Lücken offen lässt, reduzierte sich der Effekt aber bereits deutlich: Als Gegenüber eines normal ausatmenden Erkälteten ohne Maske würde man als Maskenträger immer noch die Hälfte der Keime einatmen. Ist man gar in 30 Zentimetern Abstand einem Niesen ausgesetzt, erreichen noch zwei Drittel der infektiösen Partikel durch den Filter das Gesicht. "

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Lingenhöhl
  • Funktioniert ...

    25.02.2015, megliofare
    ... gemäß dem Prinzip eines Treibankers auch mit Teebeuteln, die oben in der Tasse schwimmen. Eine Milchschaumkrone wirkt allerdings erfahrungsgemäß wesentlich besser :-)
  • (T)Raumtänzerei

    25.02.2015, Paulson
    Ich habe wenig Zweifel, dass die Russen das schaffen. Die Techniker und Ingenieure von Roskosmos werden zwar schlecht bezahlt und behandelt. Statt Anreize setzt man lieber Druck ein. Aber damit haben die Russen schon einmal einen Wettlauf um den ersten Satelliten im All gewonnen. Auf dem Boden wird die Infrastruktur vergammeln, noch mehr Schulen, Unis, Krankenhäuser werden schließen und auf dem Mond wird ein Kosmonaut spazieren. Das Land bringt es nicht fertig eine vernünftige Autobahn zwischen Petersburg und Moskau zu bauen aber trotzdem werden die meisten Russen soooo stolz auf ihr Land sein. Opium fürs Volk.
  • Etwas Grundsätzliches

    25.02.2015, Dominique Boursillon
    „Die Geldquellen sind heute so vielfältig wie die Interessen, die dahinterstehen, und eine Fachveröffentlichung kann heutzutage ein Politikum sein. Grundbedingung für die Glaubwürdigkeit der Wissenschaft ist Transparenz. Und Transparenz bedeutet, dass die Finanzierung nicht einfach irgendwo im Kleingedruckten steht, (…).“

    Die Argumentation ist gut gemeint, aber sie führt in die Irre. Sie spielen mit dem Vorurteil, Geld würde Menschen, in diesem Fall Wissenschaftler, korrumpieren. Aber Sie verwenden den Begriff „Wissenschaftler“ viel zu oberflächlich. Nicht jede Meinung ist Wissenschaft – und nicht jeder Wissenschaftler gibt nur Wahrheiten von sich. Manchmal haben auch Wissenschaftler einfach nur Meinungen… Sie (als Journalist) machen sich Ihre Arbeit viel zu einfach: Sie denken, wenn einer einen akademischen Titel hat und auf einem Gebiet forscht, dann ist er Experte und gibt nur Wesentliches und Sinnhaftes von sich – außer, er bekommt Geld von einer, nach Ihrer Auffassung, fragwürdigen Quelle; dann ist er immer noch ein Experte, aber womöglich tendenziös.

    Womöglich! Man weiß es nicht… Und das Wissen um die Geldquelle liefert kein bisschen zusätzliche Information. Und warum interessiert Sie nur die Geldquelle? Was, wenn die Person homosexuell ist oder behindert, oder sein Partner oder Nachbar zwielichtig sind? Grundgütiger…

    Ganz ehrlich? Es ist Ihre Aufgabe als Journalist einen Experten von einem Meinungsäußerer zu unterscheiden (auch - und gerade dann – wenn dieser in einer Person auftritt) und Meinungsäußerungen als solche klar zu kennzeichnen. In Zeitschriften werden Werbebeiträge, die wie redaktionelle Beiträge aussehen, mit dem Wort „ANZEIGE“ angezeigt. Machen Sie´s genauso! Orientieren Sie sich aber nicht an Äußerlichkeiten, sondern eignen Sie sich das nötige Wissen an, um diese Unterscheidung fundiert treffen zu können.

    So komplex und vielfältig Wissenschaftsfelder heute sind, scheint das Unterfangen, Journalisten soweit auszubilden, dass sie Wissenschaftlern ernsthaft auf die Finger schauen können, nahezu hoffnungslos. Aber die Aussicht mangelhaftes Wissen durch vermeintlich objektive Zusatzangaben wie die Geldquelle zu kompensieren ist nur auf den ersten Blick verlockend. Sie ist aber falsch, weil es keine zwingende Korrelationen zwischen den verschiedenen Faktoren (Forschungserkenntnis, Meinungsäußerung, Geldquelle usw.) gibt – die Faktoren können voneinander unabhängig sein. Ich werde nicht müde es zu wiederholen: Materiefremde Zusatzinformation bringen keinerlei Informationsgewinn, sie verwirren nur, weil sie Objektivität durch Vorurteile ersetzen.

    Ich Schlusssatz muss daher richtig lauten: „Grundbedingung für die Glaubwürdigkeit von Journalismus ist Transparenz. Und Transparenz bedeutet, dass Journalisten in der Lage sind wissenschaftliche Erkenntnisse von bloßen Meinungsäußerungen klar zu unterscheiden und ihren Lesern kenntlich zu machen.“
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