Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • Vor Jahrzehnten

    14.11.2016, Gottfried Heumesser
    gab es einen ähnlichen Unfall bei einer Darm-OP mit einem elektrisch aufgeheizten Skalpell. Wenn ich mich richtig erinnere passierte das im Kopenhagen und ging für den Patienten noch schlimmer aus.
  • Immer ruhig mit den Pferden

    13.11.2016, Planloser
    "Keine Notwendigkeit, sich überhaupt zu beeilen. Kein Bedürfnis, irgendetwas auf die Reihe zu kriegen. Ein Leben ohne Tod wäre ein Leben ohne Neugier. Gerade weil wir nur eine begrenzte Zeitspanne zur Verfügung haben, ist unser Leben so spannend."

    Entschuldigung, aber den Absatz halte ich dann doch für Quatsch. Bei einem unendlichen Leben (oder besser gesagt bei einen sehr stark verlängerten Leben) würde ich mich mit ganz anderen Dingen befassen als heute. Nicht mehr in dem Tag hineinleben sondern eine, nein 10 Sprachen lernen - Mathematik und Physik studieren - programmieren lernen. Das alles kann ich doch bei der begrenzten jetzigen Zeit gar nicht anfangen, vielmehr muss ich sehen das ich genügend Geld verdiene um mein zukünftiges Leben auf die Reihe zu bekommen denn nach 5 Jahren nach dem Schulabschluss entscheidet sich die gesamte finanzielle Zukunft - am besten noch Frau und Kinder dazu, da ist keinerlei Zeit mehr um sich selbst zu entwickeln.

    Bei einem längeren Leben könnte man das Eigentum langsamer aneignen, es wäre alles nicht so eingeengt wie heute. Um Herrn Schramm zu zitieren: "Wenn ich alles gebe, was bleibt dann für mich?"
  • Fluch und Segen

    13.11.2016, Ingo Dierck
    Interessant ist, dass in den vielen Filmen und Romanen, in denen die Unsterblichkeit Thema ist, sie stets als ein Fluch oder eine Strafe dargestellt wird. Der schließlich doch herbeigeführte Tod des Unsterblichen ist folgerichtig eine Erlösung.
  • Das Rätsel des Merkurs

    13.11.2016, Habnix
    Super!

    Guter Artikel
  • Langweilige Klischees

    13.11.2016, Lyra
    Jaja, immer auf die Geisteswissenschaftler, wie originell! nicht.
  • Na ja.

    13.11.2016, Lutz Jansen
    Ein ungewöhnlich launischer Beitrag für Spektrum.
    Dazu nur so viel: Selbst wenn es möglich wäre, mein eigenes Wissen und meine Erfahrungen auf eine Festplatte zu überspielen, so wäre dadurch mein "Bewußtsein" nicht betroffen. Dieses existiert nur im hier und jetzt und ist dashalb räumlich und zeitlich gebunden. Es handelt sich dabei um einen dynamischen, laufenden Prozess, weshalb auch eine Übertragung auf ein, wie immer geartetes, Speichermedium nicht möglich ist.
    Vergleichbar wäre dies mit einem Computerprogramm. Dieses kann an verschiedenen Orten identisch hinterlegt sein. Falls aber die Ausführung einer Programmkopie durch irgend einen Defekt unterbrochen wird, dann ist es nicht möglich, diese Ausführung auf einem anderen Rechner/ mit einer anderen Festplatte an gleicher Stelle fortzuführen. Man könnte lediglich wieder von vorne anfangen.
    Deshalb würde, um an die Überlegung vom Anfang anzuknüpfen, bei einer Aktivierung der gespeicherten Daten auch nicht ich selbst auferstehen, sondern jemand, der zwar über meine Erfahrungen und mein Wissen verfügt (zumindest bis zum letzten update), der sich wahrscheinlich sogar für mich selbst hält, der aber trotzdem nicht ich selbst bin. Denn meine Existenz wurde mitten im letzten Gedanken oder der letzten Traumsequenz beendet und es gibt keine Möglichkeit, diese Situation woanders hin zu übertragen. Der "göttliche Funke", dieses letzte Geheimnis unseres Seiens, entzieht sich halt jeder Speicherung.
    Eine Lösung für dieses Problem könnte darin liegen, daß alle Körperfunktionen permanent online erfasst und gespeichert werden, so daß ich praktisch parallel in meinem Körper und dem Speichermedium gleichzeitig lebte. In diesem Fall wäre es tatsächlich zumindest denkbar, daß mein Bewußtsein bruchlos weiter existierte.
    Allerdings ist, wie wir mittlerweile wissen, die menschliche Persönlichkeit wesentlich mehr, als nur daß was physisch in unserem Gehirn enthalten ist. Der Rest des Nervensystems spielt mindestens genau so eine große Rolle. Ganz zu schweigen von dem, was die Myriaden von Bakterien in unserem Körper dazu beitragen mögen.
    Wie man z.B. die Vorgänge in unserem Verdauungssystem speichern könnte, dazu habe ich bisher noch keine, auch nur theoretische Idee gesehen.
  • Die Unendlichkeit...

    12.11.2016, Franz Maria Arwee
    ...ist zwangsläufig unbestimmt. Ist die Welt jedoch bestimmbar, ist auch das Leben eines Vince Ebert so sinn-, wie bedeutungs- und belanglos, denn dann ist die mechanistische Welt unveränderlich und alles ist vorherbestimmt. Keiner, auch kein Gott, kann gegen eine unveränderliche Regelwelt verstoßen, denn dann wäre diese ja veränderlich...
  • Super geschrieben

    12.11.2016, Peter
    Vielen Dank für diesen sehr amüsanten Beitrag. Das mit der Festplatte würde mir gefallen.
  • Das ist ein sehr wichtiger Artikel

    12.11.2016, Bernhard Keim
    denn im Allgemeinen wird die Gefahr von Kannabis - einhergehend mit der Idee dieses freizugeben - gerne bagatellisiert. Gerade bei Jugendlichen, die ja ein Lernphase durchlaufen, kann nicht genug darauf hingewiesen werden. In gewisser Hinsicht macht das Kraut dumm. Sicherlich gilt auch hier: die Menge macht das Gift. Aber so harmlos , wie gerne dargestellt, ist Kannabis nicht. Gerade solche Erkenntnisse verdienen es auch von Lehrern unters Jungvolk gebracht zu werden.
  • Gedächtnis-Speicher

    12.11.2016, Th. Bode
    Man hat das Gefühl dass nach 6000 Jahren Cannabis-Konsum, Hunderten Studien, und vielen Erfahrungen mit Legalisierung, immer noch ein Kulturkampf zwischen tonangebenden Gegnern, und Befürwortern statt findet.
    So wird hier wieder der Eindruck vermittelt dass Cannabis bedenklich sei. Das Ergebnis der Studie mag objektiv sein, aber dass man sich entscheidet sie zu veröffentlichen ist eine andere Sache.
    Natürlich hat alles was eine Wirkung hat sozusagen auch eine Nebenwirkung. Wenn man sensibilisiert ist für den Augenblick tritt die Erinnerung eben in den Hintergrund. Dass das Gehirn in großen Teilen eher ein Filter für sensorischen Input ist, und die Erinnerung eine Form von Programmierung, wird leider zu wenig Aufmerksamkeit gewidmet.
    Die Einstellung dazu ist eher kulturspezifisch programmiert, banal wettbewerbs- und leistungsorientiert, wie bei der Bewertung eines PKW, wo mehr PS eben gut sind.

    Die spezielle Qualität von Cannabis in einem spirituellen oder philosophischen Sinne ist es gerade ein Stück weit zu befreien von dem was Buddhisten und Hindus "Anhaftung" nennen, also dem automatischen Prozess von Bewertung und Zukunftsplanung, der illusionären Realität der Verstrickung in Vergangenheit und Zukunft. Eine zumindest temporäre Erfahrung von Befreiung zugunsten einer immer neuen Wahrnehmung von Gegenwart. Es ist immerhin gut dass mehr Rationalität in die Debatte gekommen ist, trist allerdings das durchschnittliche Niveau.
  • Sind alle Menschen von "bots" programmierbar?

    11.11.2016, L.Schaber
    Die Behauptung, dass automatisierte politische Werbung (Propaganda) wegen der Automatisierung (Social bots) die Meinungsbildung stärker gefährde, als sonstige politische oder politische „Werbung“ (= Propaganda) - finde ich schon etwas seltsam.
    Denn: In sozialen Medien habe ich wenigstens die Chance, gegenzuhalten. Bei Wahlplakaten oder TV-Werbung fehlt diese Möglichkeit fast ganz.

    Auch erschließt sich mir nicht so ganz, warum eine Behauptung umso überzeugender werden soll, je massenhafter sie vorgebracht wird. (Gefahr der Social Bots). Außer man ist der Meinung , dass alle Menschen grundsätzlich frei programmierbare Zombis sind, bei denen die Dauerhaftigkeit der Speicherung/Indoktrination mit der Häufigkeit oder "Intensität" der Programmierung steigt.
    Wenn das aber wirklich so sein sollte , dann wären nur die Verschwörungstheoretiker die einzig effektiven Aufklärer.
  • Bots nur der Anfang?

    11.11.2016, ebi
    Bots erst der Anfang?
    Früher bezahlten die Herrscher ihre aufwendig unter das Volk geschickten Einpeitscher, Bänkelsänger, Marktschreier usw.. um das Volk in ihrem Sinne zu beeinflussen und manipulieren.
    Heute haben Facebook. Twitter und weitere diese Rolle gewollter Meinungsbeeinflussung weitaus einfacher und erfolgreicher übernommen und erreichen sogar noch sagenhafte Gewinne. Und die Politik, Medien aber auch sehr, sehr viele Menschen machen feste mit.
    An sich eine Unverschämtheit, wenn sogar staatliche, kommunale, öffentlich rechtliche TV- Anstalten usw., das seit einigen Jahren so handhaben und das noch als normal bezeichnen. Und natürlich werden solche sich gerade nur so anbietenden und kaum zu kontrollierenden Möglichkeiten, von interessierten Kreisen und Gruppen die über entsprechende finanzielle und technische Möglichkeiten verfügen, zur Meinungsbeeinflussung und zum Sammeln und Verwerten von Daten genutzt. Die Digitale Welt verfügt über immer mehr Mittel der bewussten und unbewussten Manipulation. Virtuelle und reale Welt sind immer schwerer zu unterscheiden. Wer da noch an objektive Berichterstattung und neutrale Informationen glaubt, den haben sie schon vereinnahmt. Man muss kein Anhänger von Verschwörungstheorien sein, um zu erkennen, wie wir, das gemeine Volk, zumindest auch von Politik und Wirtschaft manipuliert werden. Ich denke Bots in den sozialen Netzwerken sind nur der Anfang einer Vielzahl von Möglichkeiten zur Meinungsbeeinflussung. Die Wahrheit hatte schon immer unterschiedliche Nuancen. Aber noch nie waren die Möglichkeiten sie im eigenen Interesse zu verbiegen, so groß wie heute im zunehmenden digitalen Zeitalter. Die Zeit annähernd stimmiger Zukunftsprognosen scheint endgültig vorbei. Meinungsinstitute können wohl demnächst ihre Pforten schließen. Vielleicht auch gut so. Lassen wir uns eben immer wieder vom angeblich Unmöglichen überraschen und glauben, es war nicht voraussehbar.
  • Selektionsvorteil?

    11.11.2016, U. Lautenschlager
    Es wäre auch denkbar, dass die die rasche Ausbreitung der eingeschleppten konkurrenzstarken Grauhörnchen (laut paper kommen im UK auf ein Eichhörnchen inzwischen ca.18 Grauhörnchen) infizierten einheimischen Eichhörnchen einen Selektionsvorteil verschafft, sofern diese eine höhere Toleranz den Erregern gegenüber aufweisen. Im paper werden auch einige Kandidatenmutationen genannt, die manche Eichhörnchen womöglich resistent machen.
    Ein analoges Beispiel wäre die Krebspest, nur dass diese der invasiven Gegenseite zum Durchbruch verholfen hat. In vorliegenden Fall erscheint das unwahrscheinlich, da europäische Erregerstämme schlecht mit Grauhörnchen koevolviert sein können. Sollte man eines Tages gegen diese Leprareservoire vorgehen wollen, wäre es aus Sicht des Artenschutzes gut zu wissen, ob nicht gerade diese den Eichhörnchen das Überleben sichern.
  • Tendenzgewichtung von Rohdaten

    10.11.2016, L.Schaber
    Kommentar Zwei
    Meine derzeit harmloseste "Verschwörungstheorie", die wenigsten das soziologische Instrumentarium etwas entlastet:
    Die Rohdaten sind Insidern bekannt und ev. sogar etwas zuverlässiger. Sie werden jedoch in einem jeweiligen Interesse zu einem deutlicheren Trend "gewichtet" und eventuell von Medien nochmal nachgewichtet.
    Die Gewichtung wird im Artikel oben ja auch schon erwähnt.
  • Meinungsmacher und die Folgen

    10.11.2016, Ebi
    Noch nie waren Medien und interessierte Gruppen so schnell dabei zu verunglimpfen.
    Egal ob berechtigt oder unberechtigt. Von der Eigenen abweichende Meinungen werden sofort als feindlich angesehen. Das spaltet die Gesellschaft und unterdrückt die freie Meinungsäußerung. Es ergibt sich eine Art freiwilliger Selbstzensur. Eine große Gefahr für die Demokratie. Wer die Stimme des breiten Volkes mit Populismus bezeichnet braucht sich nicht wundern, wenn ehrliche Voraussagen nicht gemacht werden.