Direkt zum Inhalt

Lesermeinungen - Spektrum der Wissenschaft - Seite 102

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Möglicherweise Summenwirkung; dazu unsere fehlende Tiefsicht der Dinge

    28.10.2017, Jens Hafner
    Stimmt, besonders in diesem Jahr fiel mir auf, wie gering die Verschmutzungen der Autoscheibe mit Insekten war. Im Nachhinein ein gruseliges Gefühl, den Zusammenhang nun zu begreifen.
    Ich befürchte allerdings, dass sich eine klare Ursache des Insektensterbens nicht ausmachen lassen wird, sondern dass es ein Summeneffekt ist: Viele einzelne Faktoren interagieren auf uns überwiegend unbekannte Weise. Die Natur ist ein hochkomplexes System. So wie schon nur der Mensch ansich auch. Was ist mittlerweile über unseren Körper alles bekannt geworden! Bakterien verändern unser Verhalten, brachliegende Gene lassen durch Ernährungsumstellungen aktivieren. Rätselhafte Autoimmunerkrankungen. Und ebenso rätselhafte Spontanheilungen.
    Immer stärker wird in den einzelnen Wissenschaftszweigen klar, wie unklar alles immer noch ist. Als ob die Heisenbergsche Unschärferelation auch für die Natur insgesamt gilt: Je genauer wir etwas anschauen und erklären wollen, umso unschärfer die Grenzen, umso unklarer das Bild, kein Ort ist gültig, kein Grund der Grund.
    Man muss sich fragen, inwieweit sämtliche technisch-chemischen Veränderungen der letzten Jahrzehnte eine summarische Rolle beim Insektensterben spielen: Pestizide, Elektrosmog, Medikamente, Nanopartikel. Dazu eine erhöhte Bevölkerungsdichte. Und weil jeder Interessenvertreter jeweils anderen Interessenvertretern und damit anderen Dingen die Schuld geben kann, muss nicht gehandelt werden. Jeder ist fein raus. Obwohl er, wie wir alle, drin sind: im gleichen Boot.
  • Bin ich privilegiert?

    28.10.2017, Franco Vaderno
    Warum nur kenne ich nur einen Freund, der einmal von einer psychischen Erkrankung betroffen war. Der musste einen ganz schweren Schicksalsschlag hinnehmen. Ich glaube, soviele Leute gut zu kennen, dass aus meiner Sicht eigentlich die Aussage 'mehr als die Hälfte war irgendwann im Leben betroffen' von der Statistik her nicht stimmen kann. Auch weist dieser Bekanntenkreis durchaus eine große Vielfalt von Persönlichkeiten auf, dass er irgendwo in der Nähe des Durchschnittsbürgers anzusiedeln ist. Ich nehme Phasen normaler jugendlicher Entwicklung und von Trauer aus. So kann ich wieder einmal behaupteten Zahlen nicht trauen. Oder muss ich damit rechnen, dass die Hälfte meiner Bekannten doch bald noch mit einer psychischen Krankheit rechnen muss, damit diese Statistik wieder einigermaßen stimmt?
  • Wenn Jäger zu Gejagten werden

    28.10.2017, Melanie Nayyal
    Erinnert sich jemand an den Film Die Hellstrom-Chronik, wo eine Armee von Treiberameisen selbst größere Reptilien tötet? Giftige oder aggressive Insekten können schnell zum Problem werden, wenn das Gleichgewicht in der Natur gestört ist, siehe Christmas Island im Indischen Ozean, wo die Gelbe Spinnerameise die Bestände der Roten Krabben dezimiert.
  • @Felix

    28.10.2017, Carsten
    Ich hab gedacht, dass das jetzt mit den Protonen ein alter Hut ist, weil man weiß, aus was diese nun aufgebaut sind ... vielleicht haften ja Moleküle auch wegen Logiken zwischen diesen Grundbausteinen zusammen. Das Periodensystem zeigt quasi nur Durchschittsannahmen an. Wie hieß nochmal der Italiener der angeblich die kalte Fusion entdeckt hatte? Irgendwie muß sowas ja auch funktionieren.
    Aber darüber hinaus .. sind diese Freiplätze in dem Periodensystem, nicht auch Plätze für theoretische Elemente? Hat man da nicht letztens einige Lücke schließen können ? Desto weiter man nach oben im Periodensystem geht, desto flüchtiger sind diese Stoffe vielleicht.
    Letztendlich .. kennt man die Bahnen der Elektronen genau ? Oder weiß man überhaupt genau was Elektronen oder Protonen sind?
    Weiß man , ob das Atom analog wie ein Sonnensystem funktioniert ? Vielleicht basiert das eventuell, auf einem endlichen Raum, quasi genau dem Gegenteil, das man im Weltraum findet .. quasi ein negativer Weltraum mit unendlich materieller Teilungsmöglichkeit?? Und das Atom hat vor allem auch Elemente die von überzeitlichen für uns als geistig wahrgenommene Kräfte bestimmt werden ??
  • Logische Möglichkeit der Willensfreiheit

    28.10.2017, Paul Kalbhen
    Wernr Heisenberg hat seine Absage an die "lückenlose" Determinierung der klassischen Physik, also eine grundsätzlich berechenbare Vorausbestimmung allen Geschehens, so ausgedrückt, dass die Quantenphysik die definitive Widerlegung des Kausalitätsprinzips erbracht habe - als einer angeblich stetigen und lückenlosen Folge von Ursache und Wirkung.
    Angesichts der offensichtlichen Akausalitäten und Freiheitsgrade im Naturgeschehen, die aus der Quanten- und Chaosphysik deutlich werden, liegt die „logische“ Möglichkeit der menschlichen Willensfreiheit auf der Hand. Die Wahrscheinlichkeitsgesetze der modernen Physik geben Raum für den Zufall als nicht vorherbestimmbaren, indeterminierten Vorgang, der aus der „Lückenhaftigkeit“ der Naturgesetzlichkeit erwächst und keiner kausalen Beziehung unterliegt, also unbestimmt, ungewiss und „zwanglos“ auftreten kann; die Kausalbeziehungen der Welt sind wahrscheinlichkeitsbedingte, statistische Gesetzmäßigkeiten. Der „Zufall“ im Sinne der Quantenphysik – nämlich als Synonym für Unwägbarkeit, Unbestimmtheit, Unschärfe definiert – ermöglicht erst grundsätzlich Freiheit!
  • Wo soll die Freiheit herkommen?

    28.10.2017, M.C.Schulte von Drach
    Wenn wir uns entscheiden, einen Safe zu knacken, und darin befindet sich eine Zeitmaschine, die uns unmittelbar in die Situation zurückversetzt VOR der Entscheidung zu dem Verbrechen - könnten wir uns dann gegen die Tat entscheiden? Auch wenn dann ja alle mikro- und makroskopischen Bedingungen identisch sind? Dank Willensfreiheit sollte das gehen - aber welcher Faktor könnte die andere Entscheidung auslösen, wenn doch alles gleich ist? Woher könnte der kommen? Quantenphysikalischer Zufall? Das wäre dann aber kein "Wille", sondern eben Zufall.
  • Was war mit Tower 7 des WTC?

    27.10.2017, Martin Michael Kunkies
    Ich habe mit großer Enttäuschung heute den Beitrag gelesen und muss feststellen, dass Ihr Fake News verbreitet. Ich stimme ja zu, dass der Beitrag den Schwachsinn in den Sozialen Medien anprangert, nur was 9/11 angeht, ist es nicht so einfach. Erwähnen möchte ich http://www.drjudywood.com/ oder auch 3000 Architects for 9/11 truth. Und warum ist Gebäude No. 7 eingestürzt, im freien Fall? Dieses Gebäude wurde nicht mal im offiziellen Bericht erwähnt. Ich kenne in den USA Menschen mit hervorragenden Leumund, und selbst diese zweifeln die offizielle Version an.
    Stellungnahme der Redaktion

    Dass die Verschwörungstheorien zu 9/11 sämtlich unhaltbar sind, ist wohl kaum als "Fake News" zu klassifizieren. Diese Aussage entspricht dem Ergebnis intensiver Auseinandersetzungen, wie man sie beispielsweise in der Wikipedia nachlesen kann. Und nicht vergessen: Auch die Gegenmeinung wird keineswegs unterdrückt …

    Christoph Pöppe, Redaktion

  • Korrektur zu: Randständig? …

    27.10.2017, Jörn Stache
    Es muss natürlich "so weit l i n k s auf meinem Bildschirm" heißen. Dadurch erscheint Asien automatisch ein wenig mehr in der Mitte meines Bildschirms.
  • Gruselig?

    27.10.2017, Florian Hormann
    Ob das wirklich so „gruselig“ ist, wage ich zu bezweifeln! Es ist bemerkenswert aber dennoch ein normaler Vorgang in der Natur. Das muss man nicht zwingend mit einem schaurigen Beigeschmack aufpäppeln.
  • Garagenparadoxon

    27.10.2017, Rudi Knoth
    Nach der Beschreibung gibt es dieses Paradoxon auch als Garagenparoxon. In diesem Paradoxon fährt ein Fahrzeug in eine Garage rein. Das Fahrzeung ist dabei genauso lang wie die Garage. An beiden Enden der Garage sind Türen, wobei die hintere dann geöffnet wird, wenn die vordere sich nach der Passage des hinteren Endes des Fahrzeuges schließt.
  • Randständig? Kann ich nicht nachvollziehen

    27.10.2017, Jörn Stache
    Interessant, wie unterschiedlich die Wahrnehmung sein kann. Nachdem ich die Einführung gelesen hatte, habe ich beim Anschauen des Clips nach Anhaltspunkten für eine Unterrepräsentation Asiens gesucht. Meine Augen wurden automatisch immer dahingezogen, wo die Action war, das heißt nach Asien. Verzweifelt habe ich ab und zu nach Westen gelugt, nur um festzustellen, dass dort selbst zu den Hochzeiten des Römischen Reiches und später im Mittelalter kaum etwas los war. Auch Afrika und Amerika kamen im Vergleich zu Asien einfach nicht aus den Puschen, in Afrika und Europa wurde es erst ganz zum Schluss dicht.
    Vielleicht liegt es daran, dass mein e-Mailprogramm so weit rechts auf dem Bildschirm angeordnet ist, vielleicht an der Vorwarnung, dass im Film etwas mit Asien nicht stimme. Eurozentrismus habe ich in der Darstellung nicht finden können. Rein darstellungstechnisch ist natürlich wie meistens eindeutig Afrika das Zentrum, was für die Wiege der Menschheit in diesem Zusammenhang m.E. ganz OK ist..

    Verwirrend sind für mich 2 Dinge bei der Ausbreitung des Homo sapiens (nur der wurde ja berücksichtigt):
    - am Anfang bleibt der Maghreb auch noch ausgespart, als der Mensch vor ca. 100.000 Jahren nach Asien übersetzt, obwohl doch in letzter Zeit in Marokko die wohl ältesten Homo sapiens-Relikte gefunden worden sind, und
    - China bleibt auch vor 20.000-10.000 Jahren noch unbesiedelt, als Amerika bereits zur Hälfte besiedelt ist (ab ca. 00:38 im Clip).
  • Universum schon immer vorhanden

    27.10.2017, Bernhard Kletzenbauer, Reichelsheim
    Endlich gibt es mehr Zweifel am unwahrscheinlichen Urknall mit Inflation.
    Wurde jemals untersucht, ob das Universum nicht schon immer da gewesen ist? Damit wären zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Die Inflationsphase ist dann überflüssig, und das kosmologische Prinzip endet nicht an einer Singularität.
    Überhaupt ist es bisher nicht logisch erklärt worden, wie eine Singularität mit aller Masse und Raumzeit-Kontraktion des Universums, überhaupt expandieren kann - wenn doch schon aus einem Schwarzen Loch mit vier Sonnenmassen und geringer Raumzeit-Kontraktion nichts entkommen kann.
    Immer wieder wird danach gefragt, wohin das Universum expandiert. Wenn es unendlich groß ist, dann ist auch unendlich viel Platz für Ausdehnung vorhanden. Es kann aber auch sein, dass sich Bereiche des Universums bis zu einer maximalen Dichte zusammenziehen, während benachbarte Bereiche bis zu einer maximalen Ausdehnung expandieren. Dass das nicht beobachtet wurde, liegt einfach daran, dass es sich außerhalb unseres Sichtbereiches abspielt. Oder ist da nicht ein ganz großer Attraktor nachzuweisen, der für eine deutliche Inhomogenität im beobachteten Universum sorgt?
    Ein schon immer bestehendes Universum, unendlich groß und extrem heiß, war anders aufgebaut, als wir es heute kennen. Der "Urknall" ist darin der Zeitpunkt, an dem eine lokale Expansion begann. Das Universum kühlte dort ab und ließ die Bildung der Elementarteilchen und -kräfte zu. Momentan expandiert es, beschleunigt und unser Sichtbereich wird immer leerer und dünner. Ob diese Expansion bei maximaler Dehnung des Raumzeit-Kontinuums stoppt, können wir derzeit nicht sagen. Wenn aber in den Nachbarbereichen die Maximaldichte des Raumzeit-Kontinuums erreicht ist, dann kommt es dort eventuell wieder zu einer Expansion.
  • Erdwasser und Mondentstehung

    27.10.2017, Klaus Deistung
    Meine Forschungsergebnisse habe ich bisher in 2 Büchern veröffentlicht:
    - "Erdwasser" - Wie kam das Wasser auf die Erde:
    https://www.ancientmail.de/ancient-booklets/klaus-deistung/
    - 2017: Enuma Elisch http://amzn.to/2p9wauS
    Die Mondentstehung ist seit 2 Jahren ungeklärt, SdW 9/15.
    2017: Wie die Erde zu ihrem Wasser kam, „ist jedoch nicht eindeutig.“

    Warum wurden bisher andere Lösungen einfach negiert?
    Es gibt eine eindeutige Lösung für beide u. a. Probleme, die in einer Schrift aus den Texten der Umwelt des Alten Testaments (TUAT) beschrieben werden.
    Auf der einen Seite ist die Bibel ein Bestseller – auf der anderen Seite wollen wir sie nicht ernst nehmen. Sie hat noch viele technische Lösungen … parat!
  • EZ-Wasser = Schwachsinn

    27.10.2017, Felix Grad
    @rap:
    https://en.wikipedia.org/wiki/Hexagonal_water
    "Hexagonal water is a term used in a marketing scam"

    @Carsten
    "Welche theoretische Stoffe liegen im Periodensystem eigentlich zwischen Wasser und Helium ??"
    Zwischen WasserSTOFF und Helium gibt es kein Element.
    Wasserstoff: ein Proton, Helium: zwei Protonen.

    Gruß, Felix
  • @ 25.10.2017, Jens Heinke

    27.10.2017, WolfgangL.
    Sehr geehrter Herr Heinke,

    Kernproblem der erneuerbaren Energien ist nicht die Wirtschaftlichkeit, sondern fehlende Fairnes auf dem Markt.

    Die Stromkosten an der Börse spiegeln nicht die realen Stromkosten wieder. So lange indirekte (sozialisierte) Kosten nicht in ausreichendem Maße in den Preis einfließen, kann diese Preisfairness auch nicht hergestellt werden.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Stromgestehungskosten#Externe_Kosten

    Der Staat unterstützt z.B. Kohlekraftwerke und den Abbau der Kohle immer noch wirtschaftlich. Darüber hinaus gibt es keine wirksame Steuer auf den Ausstoß klimaschädlicher Gase oder giftiger Feinstaubpartikel. Gesundheits- und Umweltkosten von Atomkraft brauchen wir nicht mehr zu diskutieren. Der Zug ist zu Recht abgefahren.

    Erneuerbare Energien wie zum Beispiel Windkraft sind auch Heute schon technisch weit genug, dass sie bei einem Ausschreibungswert von ca. 6 ct /kWh Strom produzieren können. Die indirekten Kosten sind zumindest laut Wikipedia sehr gering.
    Die nächste Generation von WEA mit Rotordurchmessern von 150 m und mehr sind bereits in der Entwicklung und werden in 2 Jahren errichtet werden können. Diese werden auch für 4 ct /kWh Strom produzieren können.

    Durch höhere Türme wird die Energiegewinnung immer gleichmäßiger, da in höheren Luftschichten der Wind gleichförmiger strömt. Mittlerweile werden Türme mit 164 m Nabenhöhe gebaut. In ein bis 2 Jahren ist aber auch schon mit 170-180 m NH zu rechnen.

    Sollte also die Bundesregierung den Produzenten von Strom auch die indirekten Kosten in Form von Steuern aufbürden, würde sich die Wirtschaftlichkeit von Solar und Windstrom ganz anders darstellen. Dann wären diese Energieformen relativ gesehen sogar so günstig, dass Heute noch teure und schlecht ausgelastete P2G Anlagen betrieben werden können. Diese wiederum könnten über das Gasnetz und Gaskraftwerke den nötigen Puffer für die Volatilität der Erneuerbaren bereitstellen.

    Da auch bei den erneuerbaren Energien über Skaleneffekte und Innovationen unglaubliche Effizienzsteigerungen möglich waren (vergleiche Kosten der kWh vor 30 Jahren und Heute), zweifel ich nicht daran, dass dies über Kurz oder Lang auch bei diesen P2G Anlagen passieren wird.

    Entgegen den Behauptungen der Klimawandelleugner und Gegner der Erneuerbaren Energien wird es nie Tage geben, an denen nicht irgendwo in Deutschland die Sonne scheint oder Wind weht (z.B. weht Nachts im Schnitt mehr Wind als Tags über).
    Somit ist es auch nicht nötig eine parallele Grundlast vorzuhalten.

    Und je größer dieses Netz der erneuerbaren Energien wird (z.B. Europaweit) desto stabiler wird die Stromproduktion.