Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • Ich seh den Wald vor lauter Bäumen nicht

    11.04.2017, Gast
    Zitat:"Das gelte gerade dann, wenn keine der beteiligten Banken hohen Risiken ausgesetzt ist, so die Forscher – denn gerade die große Streuung der Risiken auf das gesamte System, die einzelne Banken schützen soll, lässt die gefährlichen vernetzten Zyklen entstehen."

    Dieses Denken vernebelt doch den Blick auf die grundlegenden Zusammenhänge.
    Wenn man bei einem Schneeballsystem eine weitere Ebene Teilnehmer hinzufügt, stabilisiert man dann das System?
    Brauchte es bei der gerade hier aufgeführten Tulpenkrise eine bestimmte lokale Krise(kleine Ursache) um das System zusammenbrechen zu lassen?(Es braucht natürlich eine Ursache, aber irgendeine kommt zwangsweise.)
    Hätten einzelne Teilnehmer damals in Holland durch andere Entscheidungen den Zusammenbruch verhindern können?

    Natürlich nicht, denn der Zusammenbruch solcher Systeme ist Systemimmanent!
    Und da die ganzen Massnahmen zur Finanzkrise am System nichts geändert haben, sind Sie natürlich auch nicht geeignet den Zusammenbruch zu verhindern.
    Die ganzen Massnahmen haben im Finanzsystem lediglich das Äquivalent zum Hinzufügen neuer Teilnehmer beim Schneeballsystem bewirkt.
  • Sinn von Formeln

    11.04.2017, Heemann, Ulrich
    Schade, dass die eingebrachte Formel in (fast) keiner Weise inhaltlich erklärt wird. Kein Wunder, dass es dann heißt, dass jede Formel die Zahl der Leser drastisch reduziere. Es wird nicht einmal klar, welche Bedeutung der errechnete Radius hat. Der Planetenradius ist es jedenfalls nicht. Wenn nicht einmal das erläutert wird (von weiterführenden, das Verständnis fördernden Erläuterungen mal ganz abgesehen), wofür ist die Formel dar? Und wer hat der Formel diesen majestätischen allumfassenden Namen (Planetenformel!) gegeben. In Wikipedia ist er jedenfalls weder deutsch- noch englischsprachig zu finden. Und überhaupt: Ist diese Formel wirklich die Grundlage der derzeit gültigen Planetendefinition? Abgesehen von der Umlaufbahn um eine Sonne (herausgeschleuderte Alleinläufer sind hier leider ausgenommen) und der Dominanz auf seiner Umlaufbahn wird auch ein (weitgehendes) hydrostatisches Gleichgewicht im Planeteninneren gefordert, aus dem sich die Kugelform näherungsweise ableiten lässt (s. Wikipedia, "Planet"). Der Zusammenhang mit der aufgeführten Formel mag zwar gegeben sein, lässt sich aber nicht unmittelbar ohne Erläuterung erkennen.
    Ich liebe Formeln, insbesondere, wenn sie auf das Wesentliche reduziert sind und gut und anschaulich erklärt sind. Das geht! Bestimmt!! Leider macht sich kaum jemand die Mühe. Dabei ist es aus meiner Sicht gerade für Wissenschaftsautoren bzw. -journalisten allererste Bürgerpflicht. Aber jahrzehntealte, gern gepflegte und nie überprüfte "Weisheiten" über die Schädlichkeit von Formeln lassen sich nun mal nicht so einfach aus der Welt schaffen. Obiges Beispiel ohne hinreichende Erläuterung könnte – ausgerechnet durch Florian Freistetter – diese alten Grundsätze jedenfalls bestätigen.
    Schade!
  • Und ewig grüßt das Murmeltier

    11.04.2017, Markus G
    Dies ist der gefühlt tausendste Artikel mit dem gleichen Inhalt. Es wird wie immer auf die Möglichkeit eines B12 Mangels rumgeritten obwohl jeder Veganer darüber informiert ist.
    Es wird auch wieder so getan als ob Schwangere Normalesser keine Vitamine zuführen würden. Ich möchte einmal die Schwangerschaft sehen wo durch den Arzt nicht diverse Vitamine und andere Nahrungsergänzungsmittel verschrieben werden.
    Ebenfalls wird wieder so getan als ob die Meinung der DGE die einzig wahre wäre. Es wird zwar (Und dafür ein ausdrückliches Lob) die Meinung der Academy of Nutrition and Dietetics kurz erwähnt jedoch direkt wieder auf die Empfehlungen eines deutschen "Experten" verwiesen.
    Fakt es jedoch auch, dass sowohl die Academy of Nutrition and Dietetics als auch die größten Australischen und Kanadischen Ernährungsorganisation eine Vegane Ernährung in allen Lebensphasen für problemlos möglich halten.

    Wie wäre es einmal mit einem Artikel darüber, dass alle anderen hier kein Problem sehen und nur die deutsche DGE den Bürger als zu dumm ansieht sich vegan zu ernähren.
  • cholesterinwert

    11.04.2017, Michael Weskamp
    So weit mir bekannt ist´, läßt sich der Chlesterinwert im Blut durch Ernährung nur zu ca 20 bis 30% beeinflussen. Der Rest kommt von Bewegung etc. Nicht dass noch jemand in die Irre geführt wird.
  • Zu einfach gestrickt...

    10.04.2017, Klaus Prehn
    Um die Riemannsche Hypothese zu belegen ist die Methode zu simpel...
  • Re: Re: Cholesterin

    10.04.2017, Jakob
    Damit niemand von Marisas Beitrag in die Irre geleitet wird: Natürlich wird Cholesterin auch selber hergestellt, aber selber herstellen kostet, weswegen eine zusätzliche Aufnahme von "fertigem" Cholesterin hilfreich ist.
    Was ja auch zu den Studienergebnissen führt, die klar zeigen, dass Cholesterin zu sich nehmen einen positiven Effekt auf die Intelligenz hat, was auch in der Theorie gut verstanden wird, aber von Marisa völlig ignoriert wird.
    Zu hohe, gesundheitsschädliche Cholesterinwerte lassen sich nicht nur einfach durch cholesterinarme Ernährung revidieren, das hat Marisa wohl mal irgendwo gelesen und weist nun darauf hin, und ansich stimmt das auch.
    Nur leider hat das mit meinem Beitrag nichts zu tun, der bleibt inhaltlich völlig korrekt.
  • PIWI-Weine sind gewöhnungsbedürftig

    10.04.2017, Tuilier
    Wie bereits im Artikel angedeutet, weicht das Geschmacksbild der Weine von pilzresistenten Rebsorten von dem der alten "Europäersorten" ab. Da jedoch auch der Klimawandel zu einer Veränderung mancher Aromen führte, bleibt dem Traditionstrinker wohl nichts übrig als seine sensorischen Erwartungen zurückzuschrauben. Dies gilt besonders für den Riesling, der in den nördlichen Anbaugebieten, von seiner klimatischen Grenzlage profitierte. Weiße PIWI-Weine werden diesen Stil nicht erreichen. Rotweine werden diese Schwierigkeiten nicht in diesem Ausmaß haben. Vermutlich müssen sich die Weintrinker mehr auf Verschnitte verschiedener Sorten einlassen (Cuvees).
  • Melange-Modell

    10.04.2017, Karsten Berg
    Ein neues Modell (Melange) kann aber auch eine Erweiterung des herkömmlichen Modells der Magmenbildung bedeuten, ohne dass das "Ursprüngliche" widerlegt zu werden braucht. Der hier abgebildete extrem steile Winkel der abtauchenden ozeanischen Platte war/ist nicht immer so gegeben, auch im Pazifischen Gürtel, z. B. Chile; wo es phantastische Aufschlüsse zum Studieren beider Phänomene gibt.
  • Re: Cholesterin

    10.04.2017, Marisa
    Nur damit niemand von "Jakob"s Beitrag in die Irre geleitet wird: Cholesterin entsteht in Leber und Darm aus DMAPP, etwa 700 bis 1000 mg pro Tag. Zum Vergleich: In 100g mageren Rindfleisch sind dagegen nur etwa 60mg Cholesterin enthalten. Siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Cholesterinbiosynthese

    Ein Hauptausgangstoff für die Entsetehung von DMAPP ist Acetyl-CoA welches unter anderem beim Abbau von Fettsäuren entsteht. Diese Fettsäuren können selbstverständlich auch pflanzlichen Ursprungs sein, das in Lehrbüchern gern verwendete Beispiel ist Palmitinsäure (u.a. zu finden in Palmöl).

    Über den Mevalonatweg entstehen dann die Ausgangstoffe für die o.g. Cholesterinbiosynthese. Entscheidend für den Cholesterinspiegel im Blut - als Marker für bioverfügbares Cholesterin - ist daher die Aufnahme von Fettsäuren und nicht etwa die von tierrischem Cholesterin.
  • Das mit dem Trunkenheitsgrad...

    10.04.2017, gnaddrig
    ... ist natürlich so eine Sache, vermutlich kann man für so eine Studie die Leute nicht "richtig abfüllen".

    Aber problematisch finde ich, dass man eine Woche wartet. Dass man in einer Woche eine Menge Details vergisst, dürfte niemanden verwundern. Wenn es um eine Zeugenaussage geht, würde man die doch sicher möglichst bald nach Ausnüchterung anstoßen, also nach zehn oder zwölf Stunden, in schweren Fällen nach ein oder höchstens zwei Tagen.

    So finde ich (als Laie) die Aussagekraft der Studie eher mager.
  • Cholesterin

    10.04.2017, Jakob
    Ein wesentlicher Punkt, der bei Diskussionen über Veganismus meistens ausgelassen wird (wie auch hier), ist Cholesterin.
    Man hat vor einigen Jahren herausgefunden, dass die Gliazellen im Gehirn eine zentrale, aktive Rolle für die Intelligenz spielen; und Cholesterin brauchen.
    So gab es dann auch eine Studie (ich weiß nicht mehr, von wem), die gezeigt hat, dass cholesterinarme Ernährung einen negativen Effekt auf den IQ hat (bei Erwachsenen nicht so stark, bei Kindern allerdings sehr).
    Oder auch eine Studie von der Boston University, die eine Korrelation zwischen Cholesterin im Blut und dem IQ gefunden hat.
    Da Cholesterin etwas ist, dass man nur in tierischen Produkten finden kann (Synthetisieren geht meines Wissens nach nur teilweise und nur auf Basis von Gold), lässt sich das als Veganer nicht supplementieren.
  • Viele Ursachen

    10.04.2017, B. Abmayr
    Wer einmal ein Buch über CSF gelesen hat, weiß, daß es dafür viele verschiedene Ursachen gibt, wovon einige der Schulmedizin auch bekannt sind.

    Sollte die Schulmedizin nichts finden, könnte es sich lohnen, sich mit dem Buch "Grundlos erschöpft?" (englischer Titel: "Adrenal Fatigue") von James L. Wilson zu beschäftigen. Dort findet man dann eine weitere mögliche Ursache, die zwar früher der Schulmedizin bekannt war, dann aber leider in Vergessenheit geriet: Eine schlecht arbeitende Nebennierenrinde, die durch großen Streß verschiedenster Art (Infektionen, familiär, in der Arbeit, ...) geschädigt wurde.
  • Der Wirkungsgrad beim Radfahren

    10.04.2017, Univ.Prof. a. D. Dr. med. Dieter Böning, Berlin
    Die Behauptung in dem Artikel, dass der Wirkungsgrad von 25% beim Radfahren besonders hoch sei, ist nicht richtig. Dieser Wert stimmt für fast alle Muskelkontraktionen, bei denen Stoffwechselenergie in mechanische Arbeit umgesetzt wird, also z. B. beim Heben eines Gewichts. Er ist daher ein typischer Wert beim Treppensteigen, wenn das Körpergewicht gehoben wird. Beim Laufen in der Ebene ist der Wert sogar noch höher. Beim Abdrücken des Fußes vom Boden wird Hebearbeit (Gewicht *Höhe) und Beschleunigungsarbeit (1/2 Masse*Geschwindigkeit exp2) am Körperschwerpunkt mit etwa 25% Wirkungsgrad geleistet. Beim Landen am Ende der sogenannten Flugphase eines Schrittes wird aber Energie in den elastischen Strukturen (Muskel, Sehnen, Bänder, dünne Knochen) gespeichert, die für den Abdruck vom Boden beim nächsten Schritt genutzt wird. Dadurch erhöht sich der Wirkungsgrad auf 40% und mehr.

    Der Trick/Vorteil beim Fahrrad ist die Arbeitsersparnis für die Fortbewegung in der Ebene. Schwerpunktsbewegungen des Körpers entfallen fast vollständig, der Rollwiderstand ist bei glattem Untergrund minimal, der Luftwiderstand spielt erst bei höheren Geschwindigkeiten oder Gegenwind eine Rolle.

    Sobald es bergauf geht, sind diese Vorteile weg. Jetzt muss zusätzlich zur Körpermasse auch das Fahrrad gegen die Erdanziehung bewegt werden. Wer nicht besonders sportlich ist, steigt irgendwann ab.
  • Assortative Paarung

    10.04.2017, Stefan Berking, Köln
    Dieser Weg zur Artenbildung bei Orcas ist hochinteressant. In der Populationsgenetik nennt man dies (positive) assortative Paarung (Auswahl eines Partners, der den engsten Angehörigen ähnlich sieht und ein ähnliches Verhalten hat wie sie). Beispielsweise hat C. C. Li 1955 die verschiedenen Arten assortativer Paarung mathematisch behandelt und gezeigt, dass bestimmte Arten dieser Partnerwahl schnell (im evolutionären Maßstab) zu großen Unterschieden in der Gestalt führt, was die Voraussetzung für Artenbildung ist.

    Es gibt eine Vielzahl überzeugender Hinweise, dass wir Menschen ebenfalls nach dem Prinzip einer (positiven) assortativen Paarung den Partner auswählen. Dieses Verhalten kann erklären, warum Menschen deutlich unterschiedlicher aussehen, als unsere nächsten Verwandten, die Schimpansen. Eine Zusammenstellung von Argument für solches Verhalten bei Menschen und eine Diskussion der Konsequenzen findet sich in: Berking, S.: Evolution des Menschen. Wie entstanden unsere psychische Organisation und unser Sozialsystem? Norderstedt 2013.
  • Sooo gütig ist auch das NT nicht!

    09.04.2017, Harald Lieder
    Das andere Buch vom gleichen Autor endet auch auf "-wahn": Der Jesuswahn.

    Das sollten Sie ebenfalls lesen, um von der Illusion geheilt zu werden, im NT begegne uns "Güte, Barmherzigkeit, Vergebung" in Reinkultur.

    Ohne Drohungen mit ewiger Verdammnis, Höllenfeuer inklusive ewigem Zähneknirschen, etc. für im Grunde triviale "Sünden" wie Ehebruch und Glaubensabfall kommt der angebliche Stifter dieser Religion auch nicht aus.

    Lediglich zu Völkermord hat Jesus im Gegensatz zu Jahwe in der Tat nicht aufgerufen.