Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • Im Originalartikel stehen andere Zahlen

    12.04.2017, Martina Ebben
    Sehr geehrter Herr Fischer,

    hier hat sich offenbar eine zu hohe Kalorienzahl in Ihren Artikel geschlichen. Laut Originalartikel liefert ein Mensch ca. 125.000 Kalorien und nicht 125 Millionen. ; )

    MfG
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrte Frau Ebben,

    diese Nachfrage kam öfter auf. Der Artikel bezieht sich allerdings auf 125.000 Kilo(!)kalorien, weshalb wir von 125 Millionen Kalorien schrieben.

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Lingenhöhl
    Red. Spektrum.de
  • Nennen Sie mich nicht verwirrt

    12.04.2017, Anonymus
    Für mich ist 0.999… ungleich 1, das sagt mir mein gesunder Menschenverstand.
    Der Autor selbst sagt, dass man auch 0,999… < 1 schreiben kann. Er mag schlauer sein als ich und mehr Geld verdienen, aber seine Mathematik ist schlicht falsch, wenn es mehrere Beweise für die Aussage 0,999… = 1 gibt.
    Letztendlich ist es mir egal, aber ich verbitte es mir, mich deswegen aufsässig und verwirrt zu nennen.
    Antwort der Redaktion:

    Jegliche Arroganz sei fern von uns! Bitte fühlen Sie sich nicht persönlich herabgesetzt.

    Der Ärger ist nur: Delahayes Mathematik (genauer: die klassische Analysis) ist nicht falsch. Sie ist eine von mehreren korrekten Möglichkeiten, wie im Artikel näher ausgeführt wird, und es gibt gute Gründe, sie zu bevorzugen. Hier führt einen der gesunde Menschenverstand in die Irre (was in der Wissenschaft leider häufiger vorkommt).

    Christoph Pöppe, Redaktion

  • Ist das eine Kopie?

    11.04.2017, Sabine Fank
    Dieser Artikel scheint eine Wiederholung zu sein mit immer dem gleichen Inhalt. Leider wird nicht beschrieben, wie das B12 und das Kalzium in die tierischen Produkte kommt: es wird gespritzt und ist meist chemischer Natur. Könnte Vitasprint Millionen für Werbung ausgeben, wenn sie nur die paar Veganer als Kunden hätten? Lächerlich. Wie bitte soll denn das Schwein B12 bilden können, wenn es nur Sojaschrot aus dem Regenwald bekommt? Das gleiche mit dem Kalzium in der Milch. Es wird künstlich zugeführt. Leider wurde auch nicht auf die weiteren Folgen des Fleischkonsums hingewiesen. Die WHO hat erst letztes Jahr Fleisch und insbesondere Wurstwaren als krebserregend eingestuft. Und - last but not least - mit jedem Schnitzel und Steak isst man auch gleich ein ordentliches Stück Regenwald mit. Und für ein 1 kg Rindfleisch braucht es locker über 10.000 l Wasser. Auch das muss in die Waagschale. Dieser Artikel scheint von der Wurstlobby gelauncht zu sein. Schade, hätte bessere Recherche von Spektrum erwartet. Es geht um FAKTEN!
  • Es gab kein Bombenprojekt

    11.04.2017, Wolfgang Gäßlein
    Mein Leserbrief ist eine Antwort auf den Leserbrief "Kein hervorragender Ingenieur" von Giovanni Corsini in Spektrum 3.17. Dieser Leserbrief sollte so nicht stehen bleiben, weil in ihm der geschichtliche Zusammenhang grotesk verkürzt wird. Zum deutschen Uranprojekt steht heute umfangreiches historisches Material zur Verfügung, man kennt Vorgänge und Personen im Detail. Das ist die Basis für die Beurteilung der Sache und nicht eine private Meinungsäußerung, zumal eines Zeitzeugen, dessen Objektivität und Informiertheit angezweifelt werden kann. Manfred Popp hat es in Spektrum 12.16 hervorragend herausgearbeitet, der Sache und Personen gerecht werdend. Es gab kein Bombenprojekt, zu keiner Zeit. Außer grundsätzlichen Analysen hat niemand an einer Uranbombe gearbeitet, weder theoretisch noch praktisch, auch die Leute vom Heereswaffenamt nicht. Zurecht weißt Popp darauf hin, dass bei intensiven Bemühungen Fehler erkannt und Probleme gelöst hätten werden können. In diesem Sinne wirft die Erkenntnis von Popp über die Fehleinschätzung der Kettenreaktion, nicht wirklich ein neues Schlaglicht auf die Sache.

    Mehrfach falsch und von kaum zu glaubender verbaler Plattheit, ist der einleitende Satz. Es waren nicht die Nationalsozialisten, die am Uranprojekt arbeiteten, sondern Wissenschaftler und Organisatoren, von denen man keinen einzigen als Nazi ansehen kann. Zur Uranbombe kam es nicht, weil sie es nicht konnten und schon gar nicht weil Heisenberg kein hervorragender Ingenieur war (was er auch nicht sein wollte), sondern sie arbeiteten nicht daran. Heisenberg vertrat immer, bei jeder Gelegenheit, die Position, dass unter den Kriegsbedingungen und in einem für den Krieg relevanten Zeithorizont, der Bau einer Uranbombe nicht realistisch ist. Das sagte er auch, als ihn Speer in einem persönlichen Gespräch, quasi von Mann zu Mann, danach fragte. Zu seiner Frau sagte Heisenberg einmal, dass sie sich keine Sorge machen sollte, sie werden keine Bombe bauen. Auch Esau, Leiter des Uranvereins und Diebner vom Heereswaffenamt plädierten nie für die Uranbombe. Esau warnte regelrecht seine Leute vor einem solchen Projekt, wie Popp erwähnt. Man kann doch davon ausgehen, dass eifrige Nazis ganz anders herangegangen und solche Äußerungen nicht im internen Kreis geblieben wären, wenn einer unter ihnen gewesen wäre. Der Begriff "Nationalsozialist" ist in diesem Zusammenhang fehl am Platz.
  • Ich seh den Wald vor lauter Bäumen nicht

    11.04.2017, Gast
    Zitat:"Das gelte gerade dann, wenn keine der beteiligten Banken hohen Risiken ausgesetzt ist, so die Forscher – denn gerade die große Streuung der Risiken auf das gesamte System, die einzelne Banken schützen soll, lässt die gefährlichen vernetzten Zyklen entstehen."

    Dieses Denken vernebelt doch den Blick auf die grundlegenden Zusammenhänge.
    Wenn man bei einem Schneeballsystem eine weitere Ebene Teilnehmer hinzufügt, stabilisiert man dann das System?
    Brauchte es bei der gerade hier aufgeführten Tulpenkrise eine bestimmte lokale Krise(kleine Ursache) um das System zusammenbrechen zu lassen?(Es braucht natürlich eine Ursache, aber irgendeine kommt zwangsweise.)
    Hätten einzelne Teilnehmer damals in Holland durch andere Entscheidungen den Zusammenbruch verhindern können?

    Natürlich nicht, denn der Zusammenbruch solcher Systeme ist Systemimmanent!
    Und da die ganzen Massnahmen zur Finanzkrise am System nichts geändert haben, sind Sie natürlich auch nicht geeignet den Zusammenbruch zu verhindern.
    Die ganzen Massnahmen haben im Finanzsystem lediglich das Äquivalent zum Hinzufügen neuer Teilnehmer beim Schneeballsystem bewirkt.
  • Sinn von Formeln

    11.04.2017, Heemann, Ulrich
    Schade, dass die eingebrachte Formel in (fast) keiner Weise inhaltlich erklärt wird. Kein Wunder, dass es dann heißt, dass jede Formel die Zahl der Leser drastisch reduziere. Es wird nicht einmal klar, welche Bedeutung der errechnete Radius hat. Der Planetenradius ist es jedenfalls nicht. Wenn nicht einmal das erläutert wird (von weiterführenden, das Verständnis fördernden Erläuterungen mal ganz abgesehen), wofür ist die Formel dar? Und wer hat der Formel diesen majestätischen allumfassenden Namen (Planetenformel!) gegeben. In Wikipedia ist er jedenfalls weder deutsch- noch englischsprachig zu finden. Und überhaupt: Ist diese Formel wirklich die Grundlage der derzeit gültigen Planetendefinition? Abgesehen von der Umlaufbahn um eine Sonne (herausgeschleuderte Alleinläufer sind hier leider ausgenommen) und der Dominanz auf seiner Umlaufbahn wird auch ein (weitgehendes) hydrostatisches Gleichgewicht im Planeteninneren gefordert, aus dem sich die Kugelform näherungsweise ableiten lässt (s. Wikipedia, "Planet"). Der Zusammenhang mit der aufgeführten Formel mag zwar gegeben sein, lässt sich aber nicht unmittelbar ohne Erläuterung erkennen.
    Ich liebe Formeln, insbesondere, wenn sie auf das Wesentliche reduziert sind und gut und anschaulich erklärt sind. Das geht! Bestimmt!! Leider macht sich kaum jemand die Mühe. Dabei ist es aus meiner Sicht gerade für Wissenschaftsautoren bzw. -journalisten allererste Bürgerpflicht. Aber jahrzehntealte, gern gepflegte und nie überprüfte "Weisheiten" über die Schädlichkeit von Formeln lassen sich nun mal nicht so einfach aus der Welt schaffen. Obiges Beispiel ohne hinreichende Erläuterung könnte – ausgerechnet durch Florian Freistetter – diese alten Grundsätze jedenfalls bestätigen.
    Schade!
  • Und ewig grüßt das Murmeltier

    11.04.2017, Markus G
    Dies ist der gefühlt tausendste Artikel mit dem gleichen Inhalt. Es wird wie immer auf die Möglichkeit eines B12 Mangels rumgeritten obwohl jeder Veganer darüber informiert ist.
    Es wird auch wieder so getan als ob Schwangere Normalesser keine Vitamine zuführen würden. Ich möchte einmal die Schwangerschaft sehen wo durch den Arzt nicht diverse Vitamine und andere Nahrungsergänzungsmittel verschrieben werden.
    Ebenfalls wird wieder so getan als ob die Meinung der DGE die einzig wahre wäre. Es wird zwar (Und dafür ein ausdrückliches Lob) die Meinung der Academy of Nutrition and Dietetics kurz erwähnt jedoch direkt wieder auf die Empfehlungen eines deutschen "Experten" verwiesen.
    Fakt es jedoch auch, dass sowohl die Academy of Nutrition and Dietetics als auch die größten Australischen und Kanadischen Ernährungsorganisation eine Vegane Ernährung in allen Lebensphasen für problemlos möglich halten.

    Wie wäre es einmal mit einem Artikel darüber, dass alle anderen hier kein Problem sehen und nur die deutsche DGE den Bürger als zu dumm ansieht sich vegan zu ernähren.
  • cholesterinwert

    11.04.2017, Michael Weskamp
    So weit mir bekannt ist´, läßt sich der Chlesterinwert im Blut durch Ernährung nur zu ca 20 bis 30% beeinflussen. Der Rest kommt von Bewegung etc. Nicht dass noch jemand in die Irre geführt wird.
  • Zu einfach gestrickt...

    10.04.2017, Klaus Prehn
    Um die Riemannsche Hypothese zu belegen ist die Methode zu simpel...
  • Re: Re: Cholesterin

    10.04.2017, Jakob
    Damit niemand von Marisas Beitrag in die Irre geleitet wird: Natürlich wird Cholesterin auch selber hergestellt, aber selber herstellen kostet, weswegen eine zusätzliche Aufnahme von "fertigem" Cholesterin hilfreich ist.
    Was ja auch zu den Studienergebnissen führt, die klar zeigen, dass Cholesterin zu sich nehmen einen positiven Effekt auf die Intelligenz hat, was auch in der Theorie gut verstanden wird, aber von Marisa völlig ignoriert wird.
    Zu hohe, gesundheitsschädliche Cholesterinwerte lassen sich nicht nur einfach durch cholesterinarme Ernährung revidieren, das hat Marisa wohl mal irgendwo gelesen und weist nun darauf hin, und ansich stimmt das auch.
    Nur leider hat das mit meinem Beitrag nichts zu tun, der bleibt inhaltlich völlig korrekt.
  • PIWI-Weine sind gewöhnungsbedürftig

    10.04.2017, Tuilier
    Wie bereits im Artikel angedeutet, weicht das Geschmacksbild der Weine von pilzresistenten Rebsorten von dem der alten "Europäersorten" ab. Da jedoch auch der Klimawandel zu einer Veränderung mancher Aromen führte, bleibt dem Traditionstrinker wohl nichts übrig als seine sensorischen Erwartungen zurückzuschrauben. Dies gilt besonders für den Riesling, der in den nördlichen Anbaugebieten, von seiner klimatischen Grenzlage profitierte. Weiße PIWI-Weine werden diesen Stil nicht erreichen. Rotweine werden diese Schwierigkeiten nicht in diesem Ausmaß haben. Vermutlich müssen sich die Weintrinker mehr auf Verschnitte verschiedener Sorten einlassen (Cuvees).
  • Melange-Modell

    10.04.2017, Karsten Berg
    Ein neues Modell (Melange) kann aber auch eine Erweiterung des herkömmlichen Modells der Magmenbildung bedeuten, ohne dass das "Ursprüngliche" widerlegt zu werden braucht. Der hier abgebildete extrem steile Winkel der abtauchenden ozeanischen Platte war/ist nicht immer so gegeben, auch im Pazifischen Gürtel, z. B. Chile; wo es phantastische Aufschlüsse zum Studieren beider Phänomene gibt.
  • Re: Cholesterin

    10.04.2017, Marisa
    Nur damit niemand von "Jakob"s Beitrag in die Irre geleitet wird: Cholesterin entsteht in Leber und Darm aus DMAPP, etwa 700 bis 1000 mg pro Tag. Zum Vergleich: In 100g mageren Rindfleisch sind dagegen nur etwa 60mg Cholesterin enthalten. Siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Cholesterinbiosynthese

    Ein Hauptausgangstoff für die Entsetehung von DMAPP ist Acetyl-CoA welches unter anderem beim Abbau von Fettsäuren entsteht. Diese Fettsäuren können selbstverständlich auch pflanzlichen Ursprungs sein, das in Lehrbüchern gern verwendete Beispiel ist Palmitinsäure (u.a. zu finden in Palmöl).

    Über den Mevalonatweg entstehen dann die Ausgangstoffe für die o.g. Cholesterinbiosynthese. Entscheidend für den Cholesterinspiegel im Blut - als Marker für bioverfügbares Cholesterin - ist daher die Aufnahme von Fettsäuren und nicht etwa die von tierrischem Cholesterin.
  • Das mit dem Trunkenheitsgrad...

    10.04.2017, gnaddrig
    ... ist natürlich so eine Sache, vermutlich kann man für so eine Studie die Leute nicht "richtig abfüllen".

    Aber problematisch finde ich, dass man eine Woche wartet. Dass man in einer Woche eine Menge Details vergisst, dürfte niemanden verwundern. Wenn es um eine Zeugenaussage geht, würde man die doch sicher möglichst bald nach Ausnüchterung anstoßen, also nach zehn oder zwölf Stunden, in schweren Fällen nach ein oder höchstens zwei Tagen.

    So finde ich (als Laie) die Aussagekraft der Studie eher mager.
  • Cholesterin

    10.04.2017, Jakob
    Ein wesentlicher Punkt, der bei Diskussionen über Veganismus meistens ausgelassen wird (wie auch hier), ist Cholesterin.
    Man hat vor einigen Jahren herausgefunden, dass die Gliazellen im Gehirn eine zentrale, aktive Rolle für die Intelligenz spielen; und Cholesterin brauchen.
    So gab es dann auch eine Studie (ich weiß nicht mehr, von wem), die gezeigt hat, dass cholesterinarme Ernährung einen negativen Effekt auf den IQ hat (bei Erwachsenen nicht so stark, bei Kindern allerdings sehr).
    Oder auch eine Studie von der Boston University, die eine Korrelation zwischen Cholesterin im Blut und dem IQ gefunden hat.
    Da Cholesterin etwas ist, dass man nur in tierischen Produkten finden kann (Synthetisieren geht meines Wissens nach nur teilweise und nur auf Basis von Gold), lässt sich das als Veganer nicht supplementieren.