Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Wer soll das verstehen?

    04.01.2013, H.Böhm
    Ein möglicherweise interessantes Thema leider völlig unverständlich dargestellt. Schade eigentlich.
  • Individuelles Phänomen oder soziale Prägung?

    04.01.2013, Boese Wolfgang
    Eine sehr interessante Studie. Das Phänomen vom Ende der Entwicklung scheint aber nicht nur ein individuelles zu sein, sondern auch ein soziales. Das erklärt vielleicht auch die immer wieder kehrenden Endzeitphantasien, welche seit Jahrtausenden in zahllosen Köpfen herumspuken, von der Apokalypse des Johannes, über das vom Papst Silvester II. vorausgesagte Ende der Welt um die Jahrtausendwende, Luther, Nostradamus etc. etc. bis jetzt zum Ende des Mayakalenders und Endzeitsekten aller möglichen religiösen Richtungen. hier wäre interessant zu untersuchen, ob dieses Phänomen - individuell und sozial - vorwiegend in westlichen monotheistisch geprägten gesellschaften auftritt, oder auch in gleicher Weise in buddhistisch geprägten Ländern, da der Buddhisumus ja keinen absoluten Anfang und kein absolutes Ende kennt. Ist das "gefühlte Ende der Entwicklung" mehr ein individaulpsychologisches Phänomen oder mehr durch kulturelle Prägung bedingt?
  • So what!

    04.01.2013, Walter Weiss
    Es handelt sich um das uralte Problem der menschlich empfundenen Vergangenheit im Verhältnis zur menschlich empfundenen Zukunft: die Vergangenheit hat sich eindeutig materialisiert, an ihr gibt es nichts mehr zu rütteln und zu deuten, während die Zukunft grundsätzlich ungewiss ist und deswegen am einfachsten geradlinig in Gedanken fortgesetzt wird.

    Dass das meistens unsinnig ist, zeigen die immer wieder versuchten Vorhersagen unserer Politiker und Wirtschaftswissenschaftler über die nächsten fünf/zehn/fünfzig usw. Jahren, obwohl bei diesen Vorhersagen sogar noch, da sie durchschnittliche statistische Werte zugrundelegen, also nicht Einzelschicksale, die außerordentlich differieren können, die Wahrscheinlichkeit für die Richtigkeit viel größer sein müßten.

    Also überraschen die Ergebnisse der Forschungen, über die hier berichtet wird, durchaus nicht - ein überflüssiges Buch mehr, will mir scheinen.
  • Unsinnige Frage = wie sehr werde ich mich verändern,

    04.01.2013, Diane de Reynier
    Veränderungsfaktoren sind m.E stresssituationen wie Unfall mit erheblichen Folgen, VErlust des Arbeitsplatzes, Verlust eines Familienmitglieds, VErlust des Vermögens, Heirat und Scheidung, etc sowie auch Selbsterkenntnisse und Beschluss an sich zu arbeiten. Das alles ist nicht vorhersehbar. Schaut man auf einem langen Leben zurück, gibt es Abschnitte mit großen Veränderungen, und welche im alten Trott, in dem man sich kaum verändert. Wir alle planen nach einem statischen Modell, hier und jetzt Bedingungen, mit etwas Spielraum falls sich etwas verändern sollte. Planung mit einem dynamischen Modell dessen Parameter man nicht kennt? Als nach Wunschdenken oder Horrorszenario machen nur Politiker. Was Geschmack anbelangt, ist eine Band eine Mode Sache. Vieles mochte ich vor Jahren, und mag es weiterhin, eine bestimmte Musik, Freunde, mein Zuhause, etc. Der Artikel bringt keine Erkenntnisse und ist Zeit und Geld Verlust.
  • ".. die Atome anziehen und somit ein negativer Druck herscht.."

    04.01.2013, J_Bork
    Bis zum Beweis bitte ich Abstand zu nehmen von "negativen Drücken", es gibt keine negativen Drücke!
    Antwort der Redaktion:

    Sehr geehrter Herr Bork,

    wir können es selbst zwar nicht beweisen, aber die Forscher des MPI sprechen selbst von einem negativen Druck:
    http://www.mpg.de/6769805/negative_absolute_temperatur

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Lingenhöhl
    Redaktion Spektrum.de

  • Ein großes Danke für dieses Buch

    03.01.2013, seyinphyin
    Leider werden die Medien es wie üblich weitestgehend ignorieren, aber sobald Sarrazin wieder Erwähnung findet, werde ich hierauf verlinken.
  • Fast wie wir

    03.01.2013, tom
    Die Forschung entdeckt, dass uns die Großen Menschenaffen viel ähnlicher sind als wir das angenommen haben – und vielleicht auch wahrhaben wollen. Wahrscheinlich liegt es daran, dass wir gerade dabei sind, ihren Lebensraum zu zerstören und sie endgültig auszurotten. Schade, dass wir das als Erbe für unsere Nachkommen hinterlassen, s.
    http://www.3sat.de/page/?source=/nano/umwelt/150368/index.html
    http://www.zdf.de/aspekte/Sch%C3%BCsse-im-Nebel-24003770.html
    http://www.planet-wissen.de/natur_technik/wildtiere/menschenaffen/gattungen.jsp
  • 31.12.2012, Gerhard Pahl
    Nach den Regeln der Populationsökologie dürfte ein Zusammenbruch der Nahrungs-Populationen einen Zusammenbruch der Krabben-Populationen zur Folge haben - und letztere dürften sich davon langsamer erholen als ihre Nahrung. Deshalb sollte man nicht gleich vom Verschwinden einer kompletten Biozönose ausgehen, aber massive Änderungen der Artenzusammensetzung sind wegen der veränderten abiotischen Faktoren sicher zu erwarten.
    Ohne hier den Klimawandel schön reden zu wollen, empfinde ich die unmittelbaren anthropogenen Eingriffe in Ökosysteme aus kurzfristigen wirtschaftlichen Interessen (Fischerei, Landwirtschaft, Rohstoffgewinnung) aber als wesentlich gravierender!
  • Vorwärts in die Vergangenheit

    30.12.2012, Heinrich Schön
    Die dunkle Biene kenne ich aus meiner Kindheit in Westpreußen, später dann in Vorpommern. In Erinnerung: Spätentwicklung, wenig Ertrag obwohl bessere Tracht, unruhig, teils agressiv. Es gab keine Züchtung oder Auslese. Wie anders sie derzeit in Verhalten und Ertrag ist, müsste ein objektiver Vergleich zur Carnica zeigen. Wir imkern in dichtbesiedelten Gebieten und sind auf sanftmütige Bienen einer Verträglichkeit angewiesen. Die moderne Landwirtschaft inkl. Pflanzenschutz, sowie Klimaerwärmung zeigen enge Grenzen von Rückzugsnischen für gute Erträge. Der Frühtrachtbeginn vor 40 Jahren war hier Anfang Mai, derzeit Anfang April. Ende der Tracht ist Anfang Juli. Diese Vorgaben genetisch aus der dunklen Biene herauszukitzeln ist fraglich. Verkreuzungen wären fÜr die derzeige Leistungsimkerei nachteilig und Rückschritt. Die nächste Eiszeit ist nicht in Sicht. Bis dahin ist es sicher möglich die dunkle Biene anzupassen.
  • Mäuseverstand?

    30.12.2012, Walter Weiss
    Die dargestellte Konstruktion eines Zwischenbodens hätte die Mäuse (ihr Name ist in den ganz alten Sprachen 'die Diebe' oder 'die, die (das Getreide) wegbringen') zum Lachen gebracht - die damaligen Menschen waren sicher viel schlauer, d.h. sie wandten natürlich die überall bekannte und leicht immer wieder neu zu erfindende Methode an, die Behälter mit den eingesammelten Körnern an der Decke aufzuhängen - was aber leider archäologisch nicht nachgewiesen werden kann.

    Die Zwischenböden müssen also anderen Zwecken gedient haben. Vielleicht waren diese ja gar nicht so kleinen Hütten gar keine Vorratshütten, sondern Wohnhütten, und auf diesen Zwischenböden wohnten und schliefen die Bewohner, gut isoliert gegen Bodenfeuchtigkeit und -Kälte, eventuell auch gegen Schlangen, Skorpione und anderes Ungeziefer.
  • Rätselhaftes Higgs

    29.12.2012, Arnold Krause, Mühlhausen/Thüringen
    Wie im Spektrum der Wissenschaft November 2012, S. 59 geschrieben wurde, soll am LHC ein "higgsartiges Partikel mit einer Masse von 125 GeV" gefunden worden sein. Aber das hat für mich eine Frage aufgeworfen: Wenn das Higgs-Boson anderen Teilchen ihre Masse verleiht, da das Universum mit einem "Higgs-Ozean" gefüllt ist, woher hat das Higgs dann seine Masse von 125 GeV? Existiert etwa eine zweite Art von Higgs-Teilchen?
    Antwort der Redaktion:
    Nein, es bedarf keines zweiten Teilchens. Das Higgs-Feld wechselwirkt nicht nur mit allen anderen Feldern, sondern auch mit sich selbst. So kommen auch die Higgs-Teilchen zu ihrer Masse.
  • Nahrung verdieseln

    29.12.2012, Walter Weiss
    Ein sehr wichtiger Aspekt kommt in diesem Artikel praktisch überhaupt nicht vor: nicht nur Palmöl, sondern auch Weizen, Mais und Raps werden in sehr großem Umfang nicht für menschliche Nahrungszwecke angebaut, sondern - mit hohen Subventionen - zu dem Zweck, daraus Diesel und Benzin herzustellen. Und das, obwohl inzwischen gesichert ist, dass die CO2-Bilanz derartiger Fertigungsprozesse höchst negativ ist!

    Solange Menschen hungern und verhungern, wie überall auf der Erde, sollten hier die Staaten ansetzen und dafür sorgen, dass Nahrungsmittel, zumal mit hohen Subventionen hergestellte, auch von Menschen verzehrt und nicht in die Tanks der Fahrzeuge gefüllt werden.

    Den ebenso unsinnigen Umstand, dass menschliche Nahrungsmittel in großem Umfang an Tiere verfüttert werden, um einen unsäglich hochgepuschten Fleischverzehr der Menschen billig zu ermöglichen, erwähne ich nur am Rande.
  • wieder viel zu romantisch

    29.12.2012, Walter Weiss
    Zum letzten Absatz: Die Neuankömmlinge mit dem modernen Knowhow haben die ansässigen Männer nicht etwa bei den ansässigen Frauen 'ausgestochen', sie haben sie vielmehr ERstochen (oder sonstwie umgebracht). Und die ansässigen Frauen sind nicht etwa dem Charme der Neuankömmlinge unterlegen, sie sind vielmehr kurzerhand vergewaltigt und in sexuelle Dauerabhängigkeit gebracht worden.
  • 28.12.2012, Diane de Reynier
    Wenn die "Grünen" zu der Zeit gelebt hätten, als Antarktis sich von Südamerika trennte und in eine Eiswüste verwandelt wurde, mit allen den Konsequenzen für die damalige Tierwelt, können Sie sich die Horrormeldungen in der Presse vorstellen?
  • Nicht durchdachter Horror

    27.12.2012, Oliver Dorsch
    Grundsätzlich ist es richtig, dass ein derart schwieriges und emotionales Thema von jedem selbst abgewogen sein muss. Nach vielen Diskussionen auch in Motorrad-Foren, wo man dem Thema Unfall und Tot manchmal etwas näher ist, sind mir aber vier Punkte auffällig geworden:

    1) Wer Organspende ablehnt, hat(te) in der Regel noch keinen nahen Verwandten/Bekannten, der eine Organspende zum Überleben benötigte. Es lässt sich leicht gegen Organspende sein, wenn es nicht die eigene Tochter oder Vater ist, die dringend ein neues Organ benötigen.

    2) Die Ablehnung der Organspende wird gerne artikuliert - die Verweigerung einer Organ"einpflanzung" eher selten. Man sollte die Organeinpflanzung testhalber an die Bereitschaft zur Organspende koppeln, dann würde die Diskussion m.E. anders geführt werden. Über die eigene Meinung denkt man eher nach, wenn man die Konsequenz mal am eigenen Körper spüren müsste.

    3) Der irrationale Horroraspekt. Dabei wird vergessen, dass die Schreckensbeschreibungen alltägliche zigtausendfache Realität in jeder Operation sind - auch bei einer Blinddarmoperation wehrt sich der Körper gegen den "grausamen" Eingriff -, obwohl das Gehirn weitgehend und massiv betäubt ist (sein muss!). Das ist Realität, wenn Nerven zerschnitten werden, Gewebe durchtrennt wird, zentrale Steuersignale und Koordination ausbleiben. Deshalb sind bei jeder Narkose massiv Muskelentspanner dabei - nicht weil der Arzt Angst hätte, der Patient würde vielleicht kurz aufstehen und sich einen Kaffee holen. Isoliert dargestellt klingt das schrecklich und schockierend, aber in Wirklichkeit wird das Bild künstlich auf ein Horrorszenario verengt.

    4) Angst vor dem Schwarzmarkt. Derselbige entsteht doch erst durch Mangel, wie jeder Schwarzmarkt.

    Ich kann verstehen, wenn sich jemand gegen Organspende entscheidet. Das ist ein Ergebnis unterschiedlicher Wertungen. Aber dieses intensive Bedürfnis, möglichst viele auch dagegen zu vereinnahmen, ist ärgerlich. Wenigstens sollte die Diskussion sachlich erfolgen und keine einzelnen Aspekte überzeichnet als den Ablehnungsgrund darstellen.

    Ich bin Organspender. Auch für Organspendeablehner.