Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • 4-dimensionale Raumzeit - ein Geniestreich?

    25.09.2015, Albrecht Giese
    Einstein beharrte auf der Vorstellung, dass es im Universum kein abolutes Ruhesystem gibt. Das hatte für ihn weltanschauliche / ästhetische Gründe. Um nun logische Konflikte zu vermeiden, musste er die vierdimensionale gekrümmte Raumzeit einführen. Sie ist mathematisch äußerst schwierig zu handhaben.

    Akzeptiert man dagegen die Existenz eines Ruhesystems und die Varianz der Lichtgeschwindigkeit im Gravitationsfeld, werden Vorstellung und Rechnung äußerst einfach - Schulniveau. Kein Konflikt mit Quantenmechanik, keine Dunkle Energie.

    Einstein hat sich an einer unnötig komplizierten (wenn auch im Normalfall funktionierenen) Theorie festgebissen, und die Herde folgt ihm seit 100 Jahren.
  • Aber warum?

    24.09.2015, Ulrich Heemann
    Ihr Artikel nennt zwar den Zusammenhang zwischen wirtschaftlichen Faktoren und Lebenserwartung, erläutert ihn aber nicht. Liegt die kürzere Lebenserwartung an einem höheren Anteil prekär lebender Menschen und in der Folge an höherem Stress und geringerer Lebensfreude oder ist vielleicht eine schlechtere medizinische Betreuung, die mit der wirtschaftlichen Situation einhergehen kann? Es könnte auch mit Bildung (im allgemeineren Sinne) verknüpft sein, wie der Artikel zur Unwissenheit im Zusammenhang mit Herzmassagen andeutet.
    Leider wird das aus der Studie (noch) nicht deutlich.
  • Plötzlicher Herztod nicht so schlimm.

    24.09.2015, Dr. Franz Grell
    Welchen Tod möchten Sie sterben?
    Ich wünsche mir den Plötzlichen Herztod, und fürchte mich besonders vor Ersthelfern, die zu spät/zu insuffizient/ zu schwach reanimieren und mich als Hirntoten oder dementen Zombie in ein jahrelanges Siechtum bringen.

    Deshalb: Hände weg von Laien-/Notfalldefibrillation und Reanimation.
    Sterben müssen wir alle, und wichtiger als der Zeitpunkt ist die Art und Weise.
    Es gibt nichts besseres als den Plötzlichen Herztod.
  • Grösstes Problem hier...

    24.09.2015, Daniel
    ...ist meiner Meinung nach die Ausbildung in den Erste-Hilfe-Kursen. Angaben zu Frequenzen mit denen man Drücken und - für Könner - auch noch Beatmen soll, sind wenig hilfreich, da sie mehr Ängste beim Ersthelfer aufbauen, als zu verhindern.
    Über eines sollte sich jeder klar sein: der Mensch, der vor einem liegt, ist eigentlich tot. Egal was man macht - es kann nicht schlimmer werden. Dies klar in den Erste-Hilfe-Kursen zu vermitteln müsste oberste Priorität sein.
  • Ohmmmm

    24.09.2015, Karl Harpert
    Ich wußte es: meditatives Yoga im Sitzen fördert den Frühtot.
  • Numquam retro

    24.09.2015, Chris
    Ich habe gerade auf ServusTV in TM Wissen (sic!) einen Beitrag zu MarsOne gesehen, in dem auch ein Interview mit einem der angeblichen Mars 100 kam, einem gewissen Stephan Günther.
    Ich hab mich dann gefragt, was diesen Herrn, der gern Modelle bastelt und Spiele programmiert, dazu befähigt, unsere Spezies auf dem roten Planeten zu vertreten.

    Im Zuge meiner Recherche im Internet bin ich u.a. auf diesen Artikel hier gestoßen, der mir weit professioneller erscheint, als die Aufnahmekriterien der zukünftigen Marsianer.
    Letztendlich muss man einfach nur gesund sein, und gut sehen. Eine Eigenschaft, die mir leider nicht gegeben ist (kurzsichtig auf einem Auge), mein Studium kann ich mir da wohl auch in die Haare schmieren.

    Dass ich als Ingenieur der Elektrotechnik u.U. da oben den Tag retten könnte, ist scheinbar weder erforderlich, und irgendwie drängte sich mir das Gefühl auf, auch gar nicht erwünscht.

    MarsOne erinnert mich an ein Schneeballsystem, auch wenn ich durchaus weiß, dass es keines im engeren Sinne ist.
  • Licht in Schilda

    23.09.2015, Werner Rohden
    Das wäre was für die Bürger von Schilda gewesen, die ja vergeblich versucht haben, das fehlende Licht in Säcken in ihr fensterloses Rathaus zu tragen.
  • Organische Umformung

    23.09.2015, Christoph Hiller, Tuttlingen
    Ihr Artikel war sehr gut. Man hat früher versucht, ein Plastik herzustellen, das auf natürlichem Wege verrottet, den also irgendwelche Bakterien fressen können. Man könnte aber auch hier den Spieß umdrehen und Bakterien züchten, die ihrerseits das Plastik verdauen können. Es enthalten allerdings etliche Kunststoffe Chlor, aber es enthält ja auch das Salz Chlor, mit anderen Elementen wird es wohl auch so sein, dass man sie in organisches Material umformen kann. Viele Plastikabfälle kommen durch Flüsse ins Meer. Man könnte an den Flussmündungen Netze spannen, in denen sich das Plastik verfängt. Natürlich müssten diese Netze in regelmäßigen Abständen geleert werden - am besten immer dann, wenn gerade Schiffe durchfahren wollen. Man könnte auch die Plastiktüten durch Steuern verteuern, so dass die Leute sie mehrfach verwenden, die Steuern könnte man für den Umweltschutz verwenden.
  • Wesentlich Wärmer damals - da stellt sich eine Frage

    23.09.2015, Dr. J.Götz
    Wenn es - wie dargestellt - in dieser Region damals wesentlich wärmer war, warum?
    Die menschengemachte Klimakatastrophe kann es nicht gewesen sein.
  • Willensfreiheit und Bewusstsein

    23.09.2015, Eckart Lefringhausen, Geldern
    Zu Recht hat obiger Verfasser die Willensfreiheit an einen bewussten Willensakt geknüpft. Konsequenterweise muss dann aber der Wille an sich, der "natürliche Wille" unfrei sein, und erst durch das Hinzutreten des Bewusstseins frei werden können. Damit erledigen sich die Zweifel der Bestreiter der Willensfreiheit.
    Was ist aber "Bewusstsein"? Meines Erachtens besteht dieses in der Abstandnahme des Subjekts, hier zu seinem eigenen Willen. Nur ist ist es erklärlich, dass dem Willen Entscheidungsmöglichkeiten offen stehen. Dass die Abstandnahme eine Gehirnfunktion ist, können nur die bezweifeln, die dem Dogma des materialistischen Monismus huldigen, die also glauben, Wille und Denken sei n u r chemisch und physikalisch zu deuten. Ich kenne jedoch kein Experiment, das eine solche Folgerung auch nur ansatzweise bestätigen würde.
  • Strategie vor Taktik

    23.09.2015, J. Brandenberger
    Strategie hält ein langfristiges Ziel fest. Unerlässlich wenn man auf 35 Jahre planen soll. Mit der Strategie legt man nur fest WAS man erreichen will. Bis heute habe ich im Zusammenhang mit Energieversorgung noch nie etwas von einer Strategie gehört oder gelesen die man als Solche bezeichnen könnte. WIE das Ziel dann erreicht wird ist eine Frage der Taktik. Diese muss flexibel sein und sich der jeweiligen Situation schnell anpassen können. Smarte Stromzähler können Teil der Taktik, aber niemals der Strategie sein. Wenn smarte Stromzähler die Gesellschaft lahmlegen können, heisst das nichts anderes als dass man einen taktischen Fehler begangen hat der schnellstens korrigiert werden muss. Solche Fehler sollen an der Strategie nichts ändern. Nur bei der Definition der Taktik muss man auch einplanen unvermeidliche taktische Fehler schnell korrigieren zu können.
  • Sozial?

    22.09.2015, Mark
    Seit wann ist Facebook ein "soziales Netzwerk"? Von Federation hat der Zucker-Berg auch noch nichts gehört.
  • Und wie sieht es mit dem Energieverbrauch aus?

    22.09.2015, Steffen Seidel
    Computer mit Licht statt Elektronen sind klar schneller. Die Fragen sind aber ob das Aufschmelzen des Germaniumantimontellurid's nicht energieintensiver als ein magnetisches Löschen ist. Wenn ja, ist das Verfahren kein wirklicher Vorteil, von wenigen Riesencomputer abgesehen, die den Geschwindigkeitsvorteil auch wirklich nutzen können. Die haben aber bereits jetzt Probleme mit der Energieversorgung. Nicht zu vergessen, diese Computer müssen auch gekühlt werden. Dabei wird auch Energie verbraucht. Ich stelle mir gerade einen 100 Liter Ölkühler an einem Gerät der Größe eine Desktops vor. Das ist nichts für den Heimgebrauch.
  • Montage?

    22.09.2015, Kai Hiltmann
    Kann das sein, dass der Himmel an einer anderen Stelle aufgehellt ist, also wo die Sonne steht?
    Antwort der Redaktion:

    Lieber Herr Hiltmann, es handelt sich bei den hellen Stellen im Himmel links im Bild (und teilweise auch rechts) um Bereiche, die außerhalb des Kernschatten des Monds liegen. Dort scheint also der normale Taghimmel durch. Eine Fotomontage ist das Bild also nicht.
    Beste Grüße, jd/Red

  • Starke Krümmung

    22.09.2015, Holger Casselmann, Odenthal
    Der Artikel greift möglicherweise etwas zu "kurz". Er beginnt mit der These, dass bei Kurzsichtigkeit der Augapfel zu lang ist. Deshalb liegt der Fokus bei Sicht in die Ferne vor der Netzhaut und nicht auf ihr. So steht es schließlich in allen möglichen Lehr- und Physikschulbüchern. Ich halte es für einen wissenschaftlichen Fehler, diese Auffassung ungeprüft zu übernehmen.

    Als Kurzsichtiger weiß ich aus eigener und unschöner Erfahrung, dass nach jeder neuen verschriebenen Brille die Dioptrienzahl im Betrag - also die Kurzsichtigkeit - zugenommen hatte. Das passiert auch vielen anderen Personen im Alter zwischen 25 und etwa 45, was die meisten Brillenträger und Optiker bestätigen können. Bei mir hatte sich in diesem Zeitraum die Dioptrie von etwa -3,0 auf -5,5 verändert. Eine Erklärung durch weiteres Längenwachstum des Augapfels erscheint in diesem Altersabschnitt absurd. Eine andere, meines Erachtens viel schlüssigere Erklärung könnte sein, dass die Linse eine zu starke und irreversible Krümmung ausbildet. Dies würde nicht nur den vorgelagerten Fokus bei Fernblick erklären, sondern auch die Ursache: viel Lesen, das heißt ständiger Blick im Nahbereich erfordert eine starke Krümmung (Verdickung) der Linse, ebenso bei Nahsicht unter schlechten Lichtverhältnissen, weil die Pupille größer
    öffnet und die Schärfentiefe abnimmt. Die Linse muss dies auch durch entsprechende, noch präzisere Krümmung ausgleichen. Sie ist mit zunehmendem Alter immer weniger in der Lage abzuflachen, was erst scharfe Fernsicht ermöglicht.

    Das Auge stellt sich also über die Krümmung der Linse immer mehr auf den häufig "benutzten" Nahbereich ein. Dass diese, bei der es sich ja um ein bewegliches und flexibles Organ handelt, die Ursache für die Kurzsichtigkeit ist, erscheint doch glaubwürdiger als die durch nichts begründete Annahme, der Augapfel würde auf etwas schlechtere Lichtverhältnisse und häufige Naheinstellung des Auges mit Längenwachstum antworten. Die Experimente mit den Schülergruppen in Asien lassen eben mehrere - auch einleuchtendere - Erklärungen zu.