Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • "Disput" vs. "Streit"

    11.12.2015, Wolfram Sondermann
    Auch wenn das Wort "Streit" Aufmerksamkeit erregt - hier findet kein solcher statt. Streit ist dann, wenn Interessenkonflikte ausgetragen werden. Wenn nur auf wissenschaftlicher Ebene unterschiedliche Auffassungen über einen Sachverhalt bestehen, ohne dass (und seien es ideologische) Interessen involviert sind, handelt es sich um einen Disput. Dispute sind notwendige erkenntnisevolutionäre Prozesse und werden sowohl erschwert als auch disqualifiziert, wenn sie als Streitereien dargestellt werden.
  • Seltene Tiere in Koreas entmilitarisierter Zone

    10.12.2015, SZ
    Das erinnert an die seltenen Tiere in Koreas entmilitarisierter Zone. [1]
    Konflikte können also auch unbeabsichtigt positive Folgen auf die Tier- und Umwelt haben.

    [1] http://www.3sat.de/page/?source=/nano/umwelt/164054/index.html
  • Energiegehalt

    10.12.2015, Dominic
    Herr Preißl meint sicherlich neun KILOkalorien pro Gramm Fett. Ansonsten wären Fette um etwa den Faktor 1000 energieärmer als Kohlenhydrate und Eiweiße mit 4 kcal / g.
  • Biomasse zu Pflanzenkohle

    10.12.2015, GünterB
    @Robert Orso aus Pflanzen Kohle herstellen ginge ruck-zuck
    https://de.wikipedia.org/wiki/Pflanzenkohle#Hydrothermale_Carbonisierung
  • Was die Abnehmer der Produkte aus Raubbau tun könnten...

    10.12.2015, Dominik Lenné
    Wir haben ja das Europäische Cap-and-Trade-System, mit seinen bekannten Konstruktionsfehlern: Es deckt nur die Hälfte der Emissionen ab, es hat eine viel zu langsame Absenkung des Cap-Wertes und es lässt meines Wissens zu viele unsinnige CDM-Zertifikate zu.

    Es ist aber noch in einem weiteren Punkt verbesserungswürdig: Bei der Abdeckung des Außenhandels. Für importierte Waren sollte der Ankauf von Zertifikaten verlangt werden, die den bei deren Produktion emittierten Treibhausgasen entsprechen, sofern diese nicht bereits in deren Herkunftsländern entsprechend besteuert worden sind.

    Diese Regelung würde die besagten Importprodukte automatisch verteuern und damit deren Produktion unwirtschaftlicher machen.
  • Zu einseitig

    09.12.2015, Marc
    Ja, krank sein geht oft mit Appetitlosigkeit einher. Es ist bekannt dass Diät halten oft dem Körper hilft, der Krankheit meister zu werden. Deshalb sendet er natürliche Botenstoffe aus, um dem Kranken zu zeigen: He, mir geht es nicht gut, lege bitte eine Pause ein. Und hier wird der Geruchsinn beeinflusst um sich verständlich zu machen. Warum soll man mehr darin suchen, als das, was der Körper selber will.
    Ich nenne das einfach : Eigenregulation. Und bitte, nicht versuchen, darum zu pfuschen
  • Fett als neuer Geschmacksinn?

    09.12.2015, Marc
    Ja, und eigentlich scheint Fett für mich als eigenständiger natürlicher Geschmacksinn zu bestehen und beschränkt sich, wenigstens für mich, nicht nur auf ein "cremiges Mundgefühl". Aber mit dem Fettsinn sind immer auch andere Duft und Riechnoten verbunden, zum Beispiel nach Fleisch, nach Oliven, nach Nüssen usw. so dass die eigentliche Fettige Note zu kurz kommt und nur als nebenbei erkannt wird. Zugegeben, ich bin nur ein Laie, aber bis jetzt ist mir noch keine Fettnote bekannt, die nicht noch mit irgendeinem anderen Lebensmittelgeschmack verbunden wäre, so dass ich mir nicht vorstellen kann, wie meine Sinne Das Fett ohne diese zusätzlichen Geschmackstoffe ertasten könnte?
  • Food Design

    09.12.2015, Robert Orso
    ...Denn bislang werden fettreduzierte Lebensmittel vor allem so designt, dass sie ein cremiges Mundgefühl imitieren. Aber wenn auch Fett selbst nach etwas schmeckt, dann könnte das erklären, warum Lightprodukte oft bei den Verbrauchern wenig Anklang finden...

    Man kommt sich ein wenig wie ein Versuchskaninchen in einem Labor vor, dass den vom Versuchsleiter angerührten Fraß verweigert. Die Damen und Herrn Food Designer brauchen bloß einmal ihre eigenen Kreationen zu essen, dann können sie sich komplizierte Feldstudien über die Akzeptanz kalorienreduzierter Nahrungs Imitate sparen.

    Das Problem ist nicht zu wenig ausgeklügeltes Design, sondern dass unser Essen überhaupt "designt" wird. In einer Gesellschaft in der bereits in fast jedem zweiten Haushalt mehr Fertiggerichte als selbst gekochte Speisen gegessen werden ist das wohl symptomatisch.
  • Keine Hilfe gegen den Klimawandel

    09.12.2015, Robert Orso
    Ich würde die Anstrengungen zur Bekämpfung des Klimawandels nicht von Modellrechnungen über das Pflanzenwachstum abhängig machen.

    Selbst wenn die Pflanzen wie berechnet vermehrt wachsen, sterben auch wieder vermehrt Pflanzen ab. Das Kohlendioxid bleibt daher nur vorübergehend gebunden, fällt also aus der Rechnung überhaupt nicht heraus. Wir könnten ein bisschen Zeit gewinnen, wenn die netto Wald Biomasse jährlich anwachsen würde, was bei der anhaltenden Brandrodung des Urwaldes wohl ein frommer Wunsch bleibt.

    Damit das CO2 durch Biogenese aus der Atmosphäre entsorgt wird, muss das Pflanzenmaterial anschließend sedimentiert und unter Luftabschluss für geologische Zeiträume eingesperrt werden. Das heißt, wir müssen aus dem Holz wieder Steinkohle machen. Das wird wohl eher ein sehr langfristiges Projekt werden.

    Man könnte aber auch versuchen, einfach weniger von dem bereits vorhandenen, fossilen Kohlenstoff freizusetzen. Das scheint mir für den Moment wesentlich effizienter zu sein als auf das langsame Baumwachstum zu spekulieren und die noch viel langsamere Konservierung dieses Kohlenstoffs.
  • Stonehenge älter

    09.12.2015, ACHIM LUCAS REHM
    Ich bin der Auffassung, daß Stonehenge viel älter ist, als es der derzeitige Forschungsstand zuerkennen will. Es muß schon vor 5500 vor Christus existent gewesen sein, sodaß ich es auf 10 bis 11 000 Jahre hin datieren würde. Die Wissenschaft erklärt weder, wer es gebaut hat, noch warum ein derart aufwendiges Bauwerk keine weiteren Spuren von Bewohnern zurückgelassen hat.
    Das kann nur bedeuten, daß die Erbauer von woanders her kamen und Stonehenge eine Art Leuchtturmprojekt war für eine Außenstelle oder eine Kolonie, so, wie Rom in seinen Kolonien Bauwerke hinterließ.
    Wer die Erbauer waren wird somit vollkommen deutlich.
  • Warum können Gegenstände am Eis anfrieren.

    09.12.2015, Christian
    Ich denke da auch an "am Laternenpfahl lecken".
  • Korrektur zu Verirrungen

    08.12.2015, George Ulmhoff
    Einfach mal ein paar Fehler in ihrem Beitrag ansprechen: Zu behaupten, CO2 besäße wegen seines geringen Anteils keinen Einfluss auf das Klima, ist ähnlich dumm, wie zu behaupten, Hefe besitze wegen seines geringen Anteils keinen Einfluss auf einen Hefeteig. Googlen Sie mal nach "Katalysator" und machen sich über "Chaostheorie" kundig. Das Klima ist ein hochkomplexes System, und solche Systeme zeichnen sich dadurch aus, dass geringfügige Einflüsse große Wirkungen entfalten können: "In Peking schlägt ein Schmetterling mit dem Flügel, und in New York gibt es Regen statt Sonnenschein" wie ein beliebter Witz unter Chaostheoretikern lautet und der auch sehr bekannt ist.

    Was die Sahara angeht: Richtig ist, dass es eine Begrünung am Sündrand gibt, zum Norden hin aber weitet sie sich aus. Sagen Sie mal bei allen Respekt: Lesen Sie nur noch solche Quellen, die ihr Weltbild stützen, schließen Sie sich hierzu in einer FilterBubble ein? Oder verbreiten Sie ihre Fehlinformationen bewusst?

    Was ihren Kommentar über die gierigen 3.-Welt-Länder angeht, so widert mich das so an, dass ich darauf gar nicht weiter eingehen will.

    Was den positiven Effekt von CO2 als Dünger angeht, so stimmt das teilweise, aber eben nur teilweise:
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/treibhausgas-zu-viel-co2-laesst-ackerpflanzen-verkuemmern-a-694592.html

    (Und wichtig noch: Gärtner sind keine Klimatologen)

    Ach ja, und das an einem Tag mitten im Dezember, schön warm, richtig mild und bei strahlenden Sonnenschein... da muss man sich mit sowas rumschlagen.
  • Bitte nicht noch mehr Kunstessen!

    08.12.2015, nozomi07
    Ein sehr interessanter Artikel - nur der letzte Satz schockiert mich: "...könnte man Lebensmittel entwicklen..."

    Noch mehr künstlich entwickelte Lebensmittel? Das ist das letzte was wir brauchrn. Wir sollten zurück zur Natürlichkeit: Dass man schmeckt wo es herkommt. Vom natürlichen Fettgehalt frischer Milch oder von Serrano-Schinken ist noch niemand dick geworden.

    Statt den Geschmackssinn zu täuschen, sollten wir lernen ihn wieder zu entwickeln. Dazu kann diese Forschung dienen.
  • eine andere Sensation hervorrufen ??

    08.12.2015, Peter
    Man muss Fremdworte übersetzen, wenn der Kontext es verlangt.

    Langkettige Fettsäuren rufen keine Sensation hervor, sie rufen eine andere (Geschmacks-)Empfingung hervor.
  • Vor wenigen Monaten noch ...

    08.12.2015, Werner Kohl
    ... schrieben Sie in
    http://www.spektrum.de/news/globale-erwaermung-sorgt-fuer-mehr-schnee-in-der-antarktis/1337880

    "... Mit jedem Grad, das die Temperatur in der Region ansteigt, ist mit etwa fünf Prozent mehr Schnellfall zu rechnen."

    Leider hielten Sie es damals nicht für angebracht, meinen Kommentar zu veröffentlichen. Jetzt setzt sich auch bei Ihnen die Erkenntnis durch, dass sich der größte Teil der Antarktis abkühlt.

    Mein damaliger Kommentar:

    "Die gesamte Überlegung setzt voraus, dass es in der Antarktis in den letzten Jahrzehnten einen Temperaturanstieg gegeben hat.

    Die Satellitendaten des UAH (Lower Troposhere, Spalte "SoPol") widersprechen dieser Annahme jedoch:
    http://www.nsstc.uah.edu/data/msu/t2lt/uahncdc_lt_5.6.txt

    Was nutzen diese schönen Analysen, wenn die Voraussetzung nicht erfüllt ist?"