Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • Wie rechnet sich das?

    16.11.2012, Joachim Blechle
    Ich lese das so:
    420 Mio. Jahre nach dem Urknall, das sind 3 % des bisherigen Alters des Universums, sendete die Galaxie Licht aus, welches dann 13,3 Milliarden Jahre bis zur Erde brauchte und hier vom „Hubble“ Teleskop empfangen wurde. Die Galaxie dürfte dann jetzt so ca. 440 Milliarden Lichtjahre (13,3 x 100:3) von uns entfernt sein. Vielleicht aber noch weiter, da sich das Universum ja beschleunigt ausdehnt.
    Frage: Wie rechnen Sie das?
  • Quid pro quo

    15.11.2012, Gilbert Brands
    In den vergangenen Zwischeneiszeiten war es mehrfach erheblich wärmer (im Mittel) als heute, und weder ist das Eis komplett geschmolzen noch sind Eisbären und Robben ausgestorben.

    Ich denke allmählich über ein typisches James-Bond-Szenarium nach: wenn Leute mit dem eigenen Vorgarten nicht mehr zufrieden sind und anfangen, selbstherrlich mit der ganzen Welt spielen zu wollen, ist es Zeit, sich zu überlegen, wie man sie erschlagen kann.

    Das eigentliche Kernproblem - die maßlose Überbevölkerung der Erde durch die Spezies Mensch - wird leider nirgendwo berücksichtigt. Im Gegenteil: die in einigen Industriestaaten zu beobachtende Umkehr der Bevölkerungsdichte, die man mit einigem guten Willen auch als Reaktion der Natur auf den Störfaktor betrachten kann, wird politisch massiv durch Massenimmigration aus "demografischen Gründen" ausgebremst.
  • Richtigstellung zur Zerfallsrate des Bs-Mesons

    14.11.2012, Reinhard Funk
    Vielleicht haben sich einige Leser über den Satz gewundert:

    "gelang es ... den Zerfall eines Bs-Mesons zu beobachten – ein Ereignis, das ... extrem selten vorkommen soll: ... passiert dies tatsächlich nur einmal pro 300 Millionen Zerfälle."

    Das Ganze ergiebt natürlich nur dann einen Sinn, wenn ein bestimmtes Zerfallsereignis zur Gesamtheit aller möglichen Zerfälle in Beziehung gesetzt wird (natürlich zerfallen alle Bs-Mesonen und damit ist der Zerfall eines Bs-Mesons keineswegs selten, sondern Gewissheit). In diesem Fall ist es der tatsächlich extrem seltene Zerfall des Bs-Mesons in ein Paar aus Myonen (Myon und Antimyon) der mit einer Wahrscheinlichkeit von 3.2x10-9 gemessen wurde (mit einem Fehle von +1,5x10-9 und -1,2x10-9). Die nach dem Standardmodell berechnete Wahrscheinlichkeit beträgt(3.54±0.30)x10-9.
  • Mir wird speiübel,

    14.11.2012, Anita Oberegger
    wenn ich lese, was Tiere wegen alles erleiden müssen, nur damit der Mensch sein Schweineschnitzel auf den Tisch bekommt, das billig ist und nicht nach Natur schmeckt. Tierschutz in Schlachthäusern. Geht das überhaupt? Ich sage NEIN! Die Wissenschaftler "verkünstlichen" unsere Nahrung immer weiter, bis keine Natur mehr übrig bleibt. Ich frage mich, warum es nicht gelingt ein "künstliches" Schnitzel herzustellen, wie es für die Vegatarier und Veganer schon gibt. Den Fleischessern reden wir dann ein, dass es vom Schwein kommt. Die Menschen lassen sich eh jeden Schwachsinn einreden, ohne auch nur im Ansatz irgend etwas zu hinterfragen.

    Hier macht mir nur eines noch Hoffnung ... dass der Mensch die Rechnung dafür bezahlen wird für die Grausamkeiten, die er anderen Lebenwesen, selbstverständlich zum *Verbraucherschutz*, antut. Ich denke hier auch an "Jurassic Park 2", als der Chaostheoretiker Dr. Ian Malcolm sagt: "Das Leben findet immer einen Weg."

    Ich hoffe, dass das Leben einen Weg findet, den Menschen, die in ihrem Forscherwahn den SINN des Lebens vergessen, einen Strich durch die Rechnung zu machen. Einen gewaltigen Strich!!! So gewaltig, dass es solche Auswirkungen hat, die NIEMALS wieder gut zu machen sind. Auswirkungen, bei den der Mensch GEZWUNGEN wird, andere Wege zu gehen. Es gibt diese Auswirkungen schon, doch sie sind zuwenig *noch* zu wenig!

    LG, Anita Oberegger
  • Erstbeobachtung des Zerfalls eines Bs-Mesons

    14.11.2012, Reinhard Funk
    Mir scheint, Sie haben den ersten Satz Ihres Artikels "Erstmals gelang es ..... den Zerfall eines Bs-Mesons zu beobachten" etwas unkritisch übernommen. Denn zur Bestimmung einer Zerfallsrate gehören natürlich mehrere (lieber viele!) Beobachtungen des Zerfallsereignisses, so daß die erste Beobachtung des Zerfalls eines Bs-Mesons wohl schon einige Jahre zurückliegt. Aber erst jetzt sind genügend Daten vorhanden um die Zerfallsrate, wenn auch noch ungenau, eingrenzen zu können. So habe ich jedenfalls den Rest des Artikels verstanden.
    Immer um Genauigkeit bemüht, grüßt Sie
    Ihr ergebener Leser Reinhard Funk
  • ein ermutigender Anfang eines noch langen Weges

    13.11.2012, DDr. Hans-Joachim Scheel, Diplombiologe im Fach Zoologie
    seit einem Unfall aus Kindertagen bin ich Innenohr geschädigt und mit Hörgeräten aufgewachsen. von allen bisherigen Implantaten und Hörhilfen ist dieser Ansatz der Beste, bedarf aber der weiteren Abklärung,vor allem WELCHEN Gehörgeschädigten es wirklich helfen kann!
  • Berechtigter Einwand

    12.11.2012, Sören Schewe
    Hallo M.M Ecker,

    Sie haben sicherlich recht mit der Befürchtung, dass die Zucht geruchsfreier oder -armer Eber andere eher unerwünschte Folgen haben kann. Diese müsste man dann in Versuchen vorher natürlich herausfinden. Vielleicht gibt es ja auch keine, schwer zu sagen. Möglich wäre es aber durchaus.

    Bei einer Sache muss ich Ihnen allerdings widersprechen. In der Evolution gibt es keinen Sinn. Da wird einfach ausprobiert und was nicht funktioniert, stirbt aus. Dieser Prozess läuft übrigens ständig - auch jetzt ;)

    Grüße
    Sören Schewe
  • Konkurrenzkampf

    12.11.2012, Hans Tappeiner
    Wozu das alles? Um Konkurrenzkampf zu bestehen.
    Warum gibt es Konkurrenzkampf? Weil unsere Wirtschaft an Überkapazitäten leidet, weil sie in erster Linie den Wohlstand bedient, nicht den Magel. Es geht schließlich darum, der Überflussgesellschaft Geld abzulocken. Die Mangelgesellschaft hat keines.
    Also: Wozu das alles? Um menschliche Dummheit zu pflegen.
  • Kastration ist sicher humaner und ethisch vertretbarer als das "Eber sein" wegzuzüchten

    11.11.2012, M.M.Ecker
    Zitat:
    Das optimale Szenario wäre natürlich ein vollständiger Verzicht auf eine Kastration oder Impfung. Das sollte auch das langfristige Ziel wissenschaftlicher Forschung sein, die durchaus schon begonnen hat. Die Wege zum Ziel sind dabei vielfältig, sei es nun die Art der Fütterung, um die Menge geruchsstarker Stoffe in den Körpern zu minimieren oder die Tiere dahingehend zu züchten und zu selektieren.

    Diese Vorschläge scheinen mir ethisch zumindest bedenklich, auf jeden Fall aber in keinster Weise "optimaler" als eine tiermedizinisch sauber durchgeführte Kastration.
    Die Zucht-Idee würde zudem nur zu weiteren Fehlentwicklungen führen, wie wir sie in der Schweinezucht ja heute schon zur Genüge haben. Die Evolution macht selten was ohne Sinn, und wir wissen heute nicht, welche Bedeutung die "geruchsstarken Stoffe" eventuell für die Ebergesundheit und das Genom der Schweine haben. Das bewegt sich daher auf der gleichen Ebene wie die das Hineinzüchten zusätzlicher Rippenpaare oder eines wässrigen, aber fettarmen Fleisches. Mit Tierschutz hat das sicher nichts zu tun.
  • die Entropie kann nur gleich bleiben oder zunehmen

    09.11.2012, Günther Posch
    Es gibt aber auch einen Gegenpol zur Entropie, nämlich die Evolution und auch für diese ist der Zeitpfeil nicht umkehrbar.

    Die Evolution läuft auf verschiedene Ebenen ab und schafft immer komplexere geordnete dynamische Systeme:

    Physikalische Evolution => Quanten, Quarks, Nukleonen, Atome
    Chemische Evolution => Moleküle, Aminosäuren, Proteine
    Biologische Evolution => Einzeller, Vielzeller, Pilze, Pflanzen, Tiere, Menschen
    Kulturelle Evoluion => Sippen, Familien, Gemeinden, Regionen, Länder, Staaten, Staatengemeinschaften, Menschheit
    Technische Evolution: Künstliche Intelligenz ???
  • Zum Leserbrief von Norbert Hinterberger, Hamburg

    09.11.2012, Martin Piehslinger, Wien
    Der Kollaps der Wellenfunktion ist, ebenso wie die von Norbert Hinterberger angesprochene großräumigere Verschränkung, eine der möglichen Interpretation des Messproblems. Das Messproblem ist deshalb ein Problem, weil es mit der Schrödingergleichung nicht darstellbar ist und eben mehrere Interpretationen zulässt. Eine weitere Interpretation ist die Vielwelten-Theorie.

    In seiner hervorragenden Artikelserie beschreibt Martin Baeker die verschiedenen Interpretationen, siehe http://www.scienceblogs.de/hier-wohnen-drachen/2010/11/das-ende-der-schrodingergleichung.php
    Auch die anderen Teile der Artikelserie über die Schrödingergleichung sind lesenswert. Wenn man uns im Studium die Schrödingergleichung so anschaulich nähergebracht hätte!
  • Was ist Zeit

    06.11.2012, Frank Svoboda
    Hallo Herr Müller,

    vielen Dank für Ihren anschaulichen Artikel. Er basiert zwar auf den Annahmen des "Standardmodells", von dem wir eigentlich wissen, dass es, so wie es ist, nicht ganz stimmen kann. Aber: Gibt es ein Modell, das unser Universum besser (und irgendwie überprüfbar) erklärt, Herr Datko? Bisher glaube ich nicht.

    Dass wir uns im Raum beliebig vor und zurück bewegen können, ist eine Illusion. Wenn wir zwei Schritte vor und wieder zurück gehen, befinden wir uns nicht mehr an derselben Stelle, denn bedingt durch die Eigenbewegungen von Erde, Sonnensystem und Milchstraße sind wir dann bereits hunterte von Kilometern von unserem Ausgangspunkt entfernt. (Ein Problem, das für alle Zeitmaschinen noch gelöst werden muss ;-)

    Aber das ist noch nicht alles. Unser gesamtes Universum expandiert – wo hinein auch immer. Und im Bezug auf dieses "Wo-hinein-auch-immer", verändert sich auch unsere räumliche Position ständig und unumkehrbar. Ist das nun ein Phänomen der Zeit oder des Raums?

    Ich bin der Ansicht, dass unsere drei (bekannten und erfahrbaren) Raumdimension und die Zeitdimension eine Einheit bilden. Man kann zwar eine Dimension davon losgelöst von den anderen betrachten, aber das allein hilft noch nicht, (irgendwann einmal) den Gesamtzusammenhang zu verstehen.

    Nebenbei: In der Welt der Quanten gibt es doch auch Prozesse, in denen sich das Ursache-Wirkungs-Prinzip und damit auch der Zeitpfeil umkehrt. Wie passt das ins "große Bild"?

    Frank Svoboda
  • Animiert

    06.11.2012, Torsten Becker
    Zum letzten Absatz passt diese Animation und er macht sehr neugierig auf den zweiten Teil. Schöner Artikel.
  • Wer glaubt wird selig, der Entstehungsmythos des Kosmos

    05.11.2012, Joachim Datko
    Wie naiv viele Astrophysiker sind!

    Zitat aus dem Artikel: "Die moderne Kosmologie lehrt uns, dass die Entwicklung des Universums vor 13,7 Milliarden Jahren [...] begann. [...] Innerhalb von Sekundenbruchteilen bildeten sich die vier Grundkräfte"

    Mit welcher Dreistigkeit so weitreichende Behauptungen in die Welt gesetzt und nachgebetet werden, ist meiner Meinung nach verblüffend.

    Joachim Datko - Physiker, Philosoph
    Diskussion gerne unter: http://www.monopole.de/wissenschafts-monopole/
  • Ist dieses Verhalten ein generelles Problem?

    05.11.2012, Quentin Quencher
    Mich würde interessieren, ob diese Aussage: „Ressourcenmangel enge den Aufmerksamkeitsfokus ein und treibe die Teilnehmer zu kurzfristigen Problemlösestrategien, fassen die Forscher zusammen ... ,“ generell gilt. Zum Beispiel in der Wirtschaft, wenn Ressourcen künstlich verknappt werden. Diesbezüglich hatte ich mir schon einmal einen Text von Eva Horn (Uni Wien) angeschaut und kommentiert.
    http://glitzerwasser.blogspot.de/2012/06/allokationsethik-ressourcen-und-der-tod.html

    Wenn man jetzt an die Ressourcenproblematik bezüglich Erdöl etc. denkt, wonach sich immer mehr herausstellt, dass es eigentlich keine derartige Problematik gibt - wie auch in der Enquete-Kommission »Wohlstand, Wachstum, Lebensqualität« festgestellt wurde - dann ist eine Betrachtung in der Richtung notwendig, ob auch fälschlich angenommener Ressourcenmangel die gleichen negativen Begleitumstände für die Gesellschaft hervorruft, wie es das bei den Armen tut.
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