Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Sehr klein

    09.12.2016, Hartmann Ulrich
    3,5 cm Größe - das wäre sehr klein. Selbst der kleinste Kolibri ist 6 cm groß, ein Haussperling 16 cm.
    Stellungnahme:
    Sie haben Recht - das war ein Irrtum: Der Schwanz ist 3,5 Zentimeter lang. Ich habe den Fehler ausgebessert.

    Danke
    Daniel Lingenhöhl
  • Allseitiges Phänomen

    08.12.2016, Konrad Lehmann
    Ich finde dieses Interview sehr angenehm ausgewogen. Anders, als der englische Titel und allenfalls noch die letzte Frage vermuten lassen, geht es nicht schon wieder einseitig gegen die angeblich dummen Populisten, sondern es wird von vorneherein anerkannt, dass Lagerdenken (und sicherlich auch die sogenannten "Echokammern") auf allen Seiten zu finden sind. Auch diejenigen, die man als aufgeklärter Europäer vielleicht eher für die "Guten" hält, sind mitnichten frei von postfaktischem Denken und Filterblasen. Die Clinton-Anhänger (auch unter den deutschen Journalisten) unterscheiden sich diesbezüglich kein bisschen von den Trump-Wählern.
    Umso wichtiger finde ich Kahans konstruktive Vorschläge. Es hilft nur, wenn wir miteiander reden und einander zu verstehen suchen. Polarisierung und Dämonisierung führen zu nichts Gutem.
  • Hausaufgabe

    08.12.2016, Bluto Blutarski
    Nun gut – ich habe damit angefangen, also ist es nur fair, wenn ich mich noch tiefer in den Kot reite (um in jeder Hinsicht im Bild zu bleiben):
    Zur Vereinfachung beschränken wir uns auf den Bestandteil der betreffenden Materie, der am weitesten verbreitet ist: Wasser.
    Die Quellen sind sich uneins, was das Geburtsdatum des Khans anbelangt – aber gehen wir mal von einem Mittelwert von 65 Lebensjahren aus. Bei einem täglichen Stuhl von ca. 400 Gramm mit einem Wasseranteil von 25% ergibt dies ca. 65 x 365 x 100 = 2,37 x 10E6 Gramm Wasser, die den Herrscher im Laufe seines Lebens durchspült haben.
    Die Gesamtmenge Wasser auf unserem Planeten wird mit 1,4 Milliarden Kubikkilometer angegeben. Umgerechnet also 1,4 x 10E9 x 10E9 x 10E6 = 1,4 x 10E24 Gramm Wasser.
    Eine perfekte Vermischung vorausgesetzt (Was natürlich Humbug ist, da es die kaiserlichen Faeces wohl kaum bis in die tieferen Lagen der Polkappen, bzw. das Tiefenwasser der Ozeane geschafft haben dürften) enthielte also jedes Gramm Wasser einen Anteil von 2,37 x 10E6 / 1,4 x 10E24 = 1,69 x 10E-18 adeliger number 2.
    Jetzt fehlt nur noch die Gesamtzahl der Wassermoleküle in einem Stückchen (10 g) Schokolade:
    Wasser hat ein Molekulargewicht von 18g/Mol. Auf ein Gramm gerechnet, multipliziert mit der Avogadroschen Zahl (Danke, Wikipedia!) 6,022 x 10E23 ergeben sich : 1/18 x 6,022 x 10E23 = 3,35 x 10E22 Moleküle in einem Gramm Wasser.
    Zartbitterschokolade (der Ausdruck entfaltet in diesem Zusammenhang eine völlig neue Poesie) enthält 5% Wasser. Bei 10 Gramm Schokolade also 0, 5 Gramm Wasser, sprich 1,675 x 10E22 Moleküle.
    Letzter Schritt: Wieviele davon waren davor nicht nur Insektenkörper sondern haben eine noch viel erlauchtere Vergangenheit hinter sich?
    1,675 x 10E22 x 1,69 x 10E-18 = 2,83 x 10E4 = 28300 Moleküle.
    Hmm – das hat mich jetzt selbst ein bisschen erschreckt – könnte aber vielleicht hilfreich sein, wenn einem das nächste Mal wieder von einem Institut die „Verseuchung“ eines bestimmten Lebensmittels vorgerechnet wird – oder auch einfach nur dabei, der Versuchung zu widerstehen gleich die ganze Tafel zu essen!
    Stellungnahme:
    Ich bin beeindruckt - und ein ganz kleines bisschen schockiert!
  • @Stefan Bittner

    08.12.2016, Heinz Günther
    Man kann den meisten Kreationisten zumindest in Deutschland kaum Wissenschaftlich antworten. Das ist aber auch nicht notwendig. Ich habe noch nie ein Argument gehört, welches eine bestimmte Schöpfungsgeschichte plausibel herleitet ohne sich einer Lücke die die Evolutionstheorie bietet zu bedienen.
    Kreationisten bedienen sich eifentlich immer der Lücke und knüpfen dort an. Solange diese Lücke nicht geschloßen ist, ist eine wissenschaftliche Argumentation gar nicht möglich.
    Sehr wohl zeigen sich philosophische Lücken, besonders wenn man die Geschichte zur hilfe nimmt. Warum geht die Sonne auf und unter? Warum gewittert es? Woher kommen die Jahreszeiten? Alles Fragen die früher Lücken waren, welche mit "Gott" erklärt wurden. Historisch gesehen schneidet die höhere Macht als Erklärung nicht besonders gut ab.
    Ihr Fehler beginnt schon dabei von DER Schöpfung zu sprechen. Wenn man der Meinung ist, Schöpfung als Prinzip sei eine Möglichkeit, so muss man sich auch eingestehen, dass die Schöpfungsgeschichte der Ureinwohner Palaus ebenso wahrscheinlich ist, wie die christliche.

    Ihre Meinung alles drehe sich um die Frage nach dem Sinn ist ebenso leicht erklärbar wie unsinnig. Das Gehirn favorisiert Ordnung über Chaos und Sinn über Zufall. Es findet Zusammenhänge wo es keine gibt.
    Sie finden Sinn im glauben an einen Schöpfer? Schön. Es gibt aber keinen logischen Weg von der Möglichkeit es könnte wohlmöglich einen Schöpfer geben, zu dem Glauben an einen bestimmten Schöpfer.
  • Diese Mutlosigkeit ist das Aushängeschild unserer 68er-"Entscheider"

    07.12.2016, Markus Kraffczyk
    Wenn es bereits nicht möglich ist, in einem renommierten Astro-Magazin in einem Leserbrief (!) die harmlose Frage aufzuwerfen, welche Geschwindigkeiten Raumschiffe mit existierenden Technologien heute oder in vielleicht zehn Jahren erreichen könnten, weil man das Thema offensichtlich für nicht würdig oder nicht seriös genug hält, lässt das tief blicken. Es ist traurig. Da fehlt jeder Aufbruchsgeist, jeder Wille, Pionier sein zu wollen. Die Journalisten bilden da ganz brav den Querschnitt der Entscheider in Politik, Wissenschaft und Verwaltung ab. Gute Nacht! - In China z.B. läuft das anders: da weiß man noch, was Fortschritt ist, dass er Mut und Engagement kostet und viel Geld. Und das Wichtigste: sich nicht mit dem Erreichten zufrieden zu geben!
  • etwas kurz gegriffen

    07.12.2016, Chrëscht
    liebe Eva Wolfangel,
    dankenswerterweise haben Sie den ganzen Hype um cambridge analytica etwas gestutzt und die Aussagen von Herrn Nix als erst einmal Marketingsprech relativiert. Natürlich gibt es dabei die zielgruppenspezifische Ansprache von möglichen Wählern schon längst; die Wahlkampfreden der Politiker unterscheiden sich seit jeher je nach ihrem Publikum. Neu und überaus beunruhigend ist für mich jedoch die -recht plausibel behauptete und zumindest mit entsprechenden Algorithmen immer leichter ausführbare- Manipulation etlicher Wähler, indem man nach einer engen Persönlichkeitsdefinition die Reaktion auf bestimmte Botschaften mit nennenswerter Wahrscheinlichkeit vorhersagen kann. Und so die entsprechende Botschaft wählen kann, damit halbwegs unentschlossene Wähler etwa Trump unterstützen ODER zumindest Clinton nicht.
  • Luwische Kultur

    07.12.2016, Serdal Mutlu, Basel
    Als Koautor der massgeblichen Arbeit zur Einführung des Begriffs "luwische Kultur" stelle ich fest, dass sowohl der Artikel in “Spektrum”, wie auch die Antwort der Redaktion zum Online-Kommentar von Walter Weiss nahelegen, dass Sie Zanggers Buch und die entsprechende wissenschaftliche Publikation gar nicht kennen. Sie sagen: "Aus dem Verbreitungsgebiet einer Sprache folgt nicht, dass dort eine diese sprechende Ethnie lebte, also auch kein entsprechendes Staatsgebilde” bestand. Genau das sagen Zangger und ich in einem eigens der Begriffsdefinition gewidmeten Abschnitt:
    “Wir verwenden ‘luwisch’ jedoch als geografisch und chronologisch begrenzten Begriff für die Menschen, die im 2. Jt. v. Chr. in Westkleinasien lebten. Die Bezeichnung ist also weder sprachlich noch ethnologisch, noch durch Keramiktypologien definiert. Sie ist in dieser Hinsicht durchaus mit der Definition der mykenischen, minoischen und hethitischen Kulturkreise vergleichbar. ”
    Stellungnahme:
    Dass Eberhard Zangger den Begriff "luwisch" nicht als Ethnie versteht, wurde im Kommentar deutlich gesagt. Was ich kritisiere ist vielmehr: Es gilt heutzutage als wissenschaftlich unsauber, eine Kultur nicht nach ihrem Verbreitungsgebiet, sondern einer Sprache zu benennen. Denn letzteres unterstellt beispielsweise, dass die Sprecher der Sprache mit den Trägern der Kultur deckungsgleich seien. Diese Identifikation kann zu falschen Schlussfolgerungen und Assoziationen verleiten."
  • Bitte nicht unterschätzen!

    07.12.2016, Al_Capwnage
    Den Artikel als "reisserisch" zu beschreiben und dazu noch zu sagen "na und, dann eben jemand ein paar Daten, das macht den Braten nicht fett", scheint nicht zu verstehen, was daraus werden kann.
    1. Es geht NICHT darum, dass jemand schlau war und eine bestimmte Technologie als Wahlwerbung genutzt hat, sondern jemand hat eine Technologie genutzt, um potentielle Wähler gezielt mit auf sie zugeschnittenen Informationen zu füttern und so, ohne diese direkt die Wahl anzusprechen als Wähler zu gewinnen. Dabei sind diese Informationen, die sich dann besonders auf Twitter und Co. rasant verteilen oft manipuliert, verzerrt oder schlicht erlogen, während die Zielpersonen diese für bare Münze nehmen und diese dann weiter verteilen.
    Am Ende sitzen die Empfänger dann in ihrer Meinungsbubble, unerreichbar für Realität und Vernunft.
    "Böse Zungen" würden das Volksverdummung nennen.
    2. Wer keinen Zusammenhang oder Gefahr sieht zwischen einer Technologie zur Meinungsmanipulation und der Aussage von Cambridge Analytics, dass bereits Anfragen aus Deutschland und Frankreich erfolgten (kurz vor Parlamentswahlen, wenn das nicht verdächtig ist), wo FN und AfD im Aufwind sind, muss blind sein.
    3. Übrigens: Vorstandsmitglied von Cambridge Analytics ist Steve Bannon, Eigentümer von Breitbart News und Trumps Sonderberater im Weissen Haus, dessen rechtspopulistische Webseite in der US-Wahl durchaus Einfluss gehabt hat. Coincidence? I think not.
  • Herzlichen Glückwunsch!

    07.12.2016, Me
    Ich freue mich sehr für Prof. Dr. Schäffer, er hat es wirklich verdient! Habe selbst bei ihm Nano Science studiert, er hat immer ein offenes Ohr, viele Ideen, extrem viel Kompetenz und Weitblick. Eine Bereicherung für die Uni Tübingen :)
  • Die Apollo-Mondlandefähren...

    07.12.2016, Markus Kraffczyk
    ... hatten 3-4 schlichte Kontaktschalter an den Landetellern, die auch in diesem Fall ein zu frühes Abschalten verhindert hätten. Diese einfache und funktionssichere Technik wäre Schiaparelli wohl besser bekommen.
  • Ohne Pestizide --> Hungersnot

    06.12.2016, Bacchus
    Die Frage nach der Notwendigkeit von Pestiziden wird schnell beantwortet wenn man die Weinernte 2016 ansieht. Einfach "wein totalausfall schweiz" in die Suchmaschine eingeben und die Frage ist beantwortet. Vor allem Biobetriebe konnten wegen Pilzbefalls mehrfach eine 100%ige (!!) Ausfallquote melden und stehen jetzt vor dem Ruin.
  • Zu kurz gedacht

    06.12.2016, Bluto Blutarski
    Auf molekularer Ebene enthält jedes Stückchen Schokolade höchstwahrscheinlich auch einen Anteil Dschingis-Khan-Kot.
    "Und man hört ihn lachen (Ho, Ho, Ho, Ho, Ho)"
    Stellungnahme:
    Ganz abwegig ist das nicht, schließlich hat er auch angeblich 16 Millionen lebende Nachfahren. Mag jemand ausrechnen, wie hoch der Anteil Dschingis-Kot im Durchschnitt ist?
  • ESA und Politik

    06.12.2016, Walt Linde
    Dieses Ergebnis macht natürlich traurig! Aber was darf man sich schon von heutigen Politikern erwarten, wenn es darum geht, die Erde erst "nach" Ablauf ihrer gegenwärtigen Amtsperiode zu retten (AIM)...?

    Und ganz unschuldig daran dürfte ESA selbst auch nicht sein! Wenn die Kosten für Exomars sich um das läppische 2,5-fache erhöhen, nur um dann eine Bauchlandung zu produzieren (weil ein essentieller, aber offenbar nicht doppelt abgesicherter Sensor eine "negative Höhe" gemessen hat), dann sollte dieses Ergebnis auch nicht verwundern. Und das mediale Auftreten des ESA-Managements bei der Mars-Bauchlandung war auch eher keine Offenbarung...
  • #Klaus Schulz: Merkur hat keine gebundene Rotation...

    06.12.2016, Martina Ebben
    ...sondern eine sog. gebrochen gebundene Rotation. Während zweier Sonnenumläufe rotiert er drei Mal um seine Rotationsachse.
  • Habitable Zonen

    06.12.2016, Klaus Schulz
    Sehr interessanter Beitrag. Meine Vermutung, dass es mehr habitable Zonen gibt, als bisher diskutiert wird, bestaetigen Sie damit! Uebrigens, ich glaube, dass es z.B. auf dem Merkur - wegen der gebundenen Rotation - durchaus sehr "gemuetliche" Ecken gibt. Und zwar an den Raendern/Grenzen der Tag- und Nachthaelften. Da dort permanent die gleichen angenehmen Bedingungen herschen, wuerde ich mich nicht wundern, wenn das Leben dort auch eine Chance haette.