Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Muskelbeanspruchung in Schuhen vs. barfuß

    15.06.2016, Kai Hiltmann
    Wer barfuß läuft, merkt schnell, dass er sich anfangs mehr anstrengen muss, schneller müde wird und in den Füßen gar Muskelkater bekommen kann. Umgekehrt ist das nicht so. Die Folgerung der Forscher scheint mir daher zweifelhaft.
  • Einfach toll

    15.06.2016, Christian Schüller
    Ich finde solche Entwicklungen absolut spannend. Es wäre mal interessant, welche Firmen, in welchem Bereich dazu forschen bzw. generell arbeiten. Leider finde ich nicht wirklich viele Informationen dazu - mglw. stell ich mich da auch etwas dümmlich an.
    Denn an solchen Entwicklungen teilzuhaben, ist in meinen Augen einfach unschlagbar.

    Und das sich der Mensch durch Technik weiterentwickelt und verbessert, finde ich jetzt nicht verwerflich. Aber über ethische Fragen kann man sich den Kopf zerbrechen, wenn die Technik entwickelt ist.
  • stimmt so nicht

    15.06.2016, yurimow
    "... die Symmetrie aber in einer Weise gestört, dass sich das Spiegelbild der einen Form nicht mit dem der anderen zur Deckung bringen lässt"

    eben nicht. Bei chiralen stoffen ist es so, dass das spiegelbild des moleküls NICHT mit dem ursprünglichen molekül deckungsgleich ist. Daher gibt es zwei varianten von denen die eine das spiegelbild des anderen ist.

    Beispiel hand. Das spielgelbild der rechten hand ist nicht deckungsgleich mit der rechten hand, ABER das spiegelbild der rechten hand ist eine linke hand und umgekehrt.

    Oder beispiel schraube: das spiegelbild einer rechtsdrehenden schraube ist keine rechtsdrehende schraube sondern eine linksdrehende schraube.
    Antwort der Redaktion:
    Da haben Sie Recht. Wir haben den Fehler korrigiert. Danke für den Hinweis.
  • 36000km reichen schon, was die Belastung angeht

    14.06.2016, Christian
    @Hannes Partsch:
    Was die Belastbarkeit des Seils angeht (also wieviel seiner eigenen Länge es halten muss) reichen 36.000km locker (da nur auf das unterste Stück die Schwerkraft so wirkt, wie wir es von der Oberfläche kennen, wirkt sogar weniger als das Gewicht von 36.000km).

    Natürlich braucht man mehrere Seile und noch jede Menge Hilfstechnik. Für die prinzipielle Machbarkeit (also ob es überhaupt eine Konstruktion gibt, die als Weltraumlift hält), ist die spannende Frage, ob es ein passendes Material gibt (das sich von der Oberfläche bis zum geostationären Orbit spannen lässt). Das Fliehgewicht muss sich auch nicht so weit jenseits des Orbits befinden. Da kann man dann auch "einfach" mehr Gewicht (oder mehrere Gewichte und Seile) aber entsprechend weniger Strecke nehmen. Der Abstand Erde-Orbit hingegen lässt sich nicht verkürzen, ohne das Prinzip Weltraumlift aufzugeben.
  • Das erste bekannte Säugetier ist wegen des Klimawandels ausgestorben

    14.06.2016, Joachim
    Man darf wohl davon ausgehen, dass es weitere, seltene Arten gab, die nie erfasst worden waren und die ebenfalls ohne den globalen Klimawandel die anderen Herausforderungen wie insbesondere Habitatverschlechterungen gerade noch überstanden hätten.
    Andere dürften wegen lokalem Klimawandel, wie er durch Entwaldung entsteht, verloren gegangen sein.
  • Etwas für lehrbegierige Hobby-Insektenkundler

    14.06.2016, Fabienne B. Bergdorfer
    Schmid fasst das Buch folgendermaßen zusammen: "ästhetisches Vergnügen, gepaart mit spannenden Informationen", was auch meiner Ansicht nach das Buch sehr passend fazitiert.
    In manchem Maße mag das vorliegende Werk den Leser beinahe in Ekstase zu versetzen, wenn er sich die Bilder des selbigen zur Gemüte führt. Doch, nicht nur das: Auch mit reichlich Informationen ist das Sachbuch angereichert - für lehrbegierige Hobby-Insektenkundler und solche, die es werden wollen.
  • 36.000 km reichen nicht!

    14.06.2016, Hannes Partsch
    Es reicht nicht, wenn das Seil "nur" bis zu der geostationären Bahn in ca. 36.000 km Höhe reicht. Schließlich muß das Gewicht des Seiles gehalten und das Seil auch gespannt werden. Mit anderen Worten: Das Seil wird sehr wahrscheinlich um einiges länger sein müssen (oder etwas kürzer mit einem Fliehgewicht), damit die Fliehkraft das Gewicht des Seilbereichs unter der geostationären Bahn halten kann. Das sind dann zwei Seile hintereinander, in der Mitte ist das Weltraumhotel :-).
    Dumm wäre nur, wenn z.B das äußere Seil risse, dann kracht alles zur Erde, oder wenn das untere Seil bricht, dann fliegt alles ungebremst in das All. Beides keine einladenden Aussichten.
    Zudem frage ich mich, wie man das Seil errichtet? Wahrscheinlich Stück für Stück von der geostationären Bahn aus mit gleichen Längen sowohl in Richtung Erde wie auch in Richtung All. Zudem flöge das "Erdseil" der Erdrotation voraus, da sich ja alles mit derselben Winkelgeschwindigkeit drehen muß, muß also, je näher man der Erde kommt, gebremst werden. Im selben Maße muß das äußere Seil beschleunigt werden. Da wäre ich mal gespannt, wie Fachleute sich die Montage - jetzt nur mal theoretisch - vorstellen.
  • Nun ja,

    13.06.2016, Gast
    anscheinend ist es wichtiger den Leuten die ganze Nacht über grell flimmernde Werbung vorzuführen als für einen dunklen Himmel zu sorgen, damit man die Natur und die Sterne sehen kann.
  • Komplizierter als man denkt

    13.06.2016, Tobias A. Knoch
    viel kann man in diesem zusammenhang von stahlseilen im bergwerksbereich lernen: im prinzip sind das naemlich komplexe gewebe mit dementsprechend komplexen eigenschaften der kraft und energiedissipation entlang des seils.

    dazu kommt noch das nicht triviale testen des seils und ein entsprechendes proceeding fuer das feststellen der seilermuedung und dann den austausch des ermuedeten seils.

    noch instruktiver wird die sache, wenn man sich anschaut was im alltagseinsatz benutzt wird, zum beispiel in suedafrika: dort setzt man komplexe stahlseile mit laengen bis 2000m und durchmessern von bis zu 160 mm ein. diese muessen staendig getestet werden. eine der groessten zerstoerenden pruefmaschinen ueberhaupt fuer den test neuer seile bzw. der ermuedung von im einsatz befindlichen seilen steht ebenfalls in suedafrika, naemlich bei CSIR in johannesburg (maximaler zug 1500 tonnen {15MegaNewton}, von MFL aus deutschland). dort testet man rund um die uhr entsprechende seile. entscheidende parameter im einsatz sind das eigengewicht des seils und natuerlich die zu befoerdernde last.

    extrapoliert man nun mit faktor 100, sieht man schnell, dass man erst bei ca. 200 km ist - das ist immerhin die in der naehe der ISS. klar ist aber auch, dass das seil dann nicht mehr so ganz wie ein seil aussehen wird, wie man sich das wohl gemeinhin vorstellt. vielleicht eher ein komplexer flexibler turm aus vielen seilen, wo staendig ermuedete seile repariert oder ausgetauscht werden...
  • Wie geht die Rechnung genau?

    13.06.2016, Christian
    @Otto Albrecht
    Sie schreiben:
    >>Die Reisslaenge normaler Seile (Spinnweben, Nylon, Stahlseile...) liegt so bei 10 Kilometern. Wir brauchen aber so was wie 40 000 km (eigentlich noch mehr) und einen Sicherheitsfaktor von mindestens 10.
    [...]
    Vielleicht kann mal jemand, nochmals, nachrechnen. Das letzte mal habe ich so was gemacht als die "nanotubes" fuer den "space elevator" vorgeschlagen wurden. Es fehlten viele Zehnerpotenzen.<<

    Wie genau ging Ihre Rechnung? Insbesondere: Wie definieren Sie die Reislänge?

    Die Maximale Zugbelastung durch das Eigengewicht des Seils tritt auf Höhe des geostationären Orbits (also ca. 36.000km über der Oberfläche) auf. Das ist aber NICHT einfach 36.000mal die Zugbelastung eines Seiles, das 1 km nach unten hängt, denn die Schwerkraft, die auf den oberen Teil des Seiles wirkt, ist geringer (und die dagegen wirkende Fliehkraft entsprechend höher).

    Im oben verlinkten Beitrag wird außerdem die Idee erwähnt, dass das Seil im oberen Bereich dicker sein könnte, so dass das zu tragende Gesamtgewicht im Verhältnis zur Dicke des am stärksten belasteten Bereichs geringer ist.
    http://www.spektrum.de/frage/kann-man-einen-weltraumlift-bauen/1295292

    Ich will damit übrigens nicht andeuten, dass das einfach umsetzbar ist. Mich interessiert bloß, wie Ihre Abschätzung aussieht, so dass eindeutig mehrere Zehnerpotenzen fehlen.
  • Henne-Ei-Problem

    13.06.2016, Rita Mühlgassner, Wien
    Ich sehe bei einem der gezogenen Rückschlüsse in diesem Artikel eine gewisse Henne-Ei-Problematik. Frau Arnulf schreibt, dass Studenten, die in der Nacht vor einer Prüfung Katastrophenträume hatten, bei eben dieser Prüfung besser abschnitten. Als Grund gibt sie die Verarbeitung dramatischer Szenen im Schlaf an. Ich frage mich jedoch, ob Ursache und Wirkung nicht gerade vertauscht sind. Könnten nicht jene Studenten, die dieser Prüfung eine höhere Priorität zuschreiben und daher mehr für sie lernen, besser abschneiden und genau aus Gründen dieser intensiven Vorbereitungsphase und Zweifel an der bevorstehnden Prüfung diese Katastrophenträume haben? Wenn dem so wäre, ist das gezeigte Lernengagement der Auslöser für sowohl die Träume als auch die positive Absolvierung der Prüfung.
  • Wunschdenken und Faktenresistenz

    12.06.2016, Dr. Armin Quentmeier
    @Peter Silberg

    Wer den Einwand, Erneuerbare Energien seinen nicht grundlastfähig, als „halbgar“ abtut, hat entweder nicht verstanden, wie die Stromversorgung in einen modernen Industriestaat funktioniert – oder ist so dermaßen der Realität entrückt, dass jede Diskussion zwecklos ist. Ein kurzer Blick auf den Stromverbrauch in Deutschland, z. B. auf den Seiten von „agora-energiewende.de“ zeigt den Stromverbrauch im Tagesgang auf – und wie er gedeckt wird. Die Zeit des geringsten Stromverbrauchs liegt i.d.R. in der Nacht von Samstag auf Sonntag, am 5.6.2016 waren es um 3°° morgens 35,86 GW, das entspricht der Leistung von 48 Kohlekraftwerken mit 750 MW Leistung. Am Montag, 6.6.2016, wurden zur gleichen Zeit schon 41,12 GW benötigt und von Dienstag 7.6. bis Freitag 10.6. 2016 lag der Stromverbrauch um 3°° morgens über 45 GW, also der Leistung von 60 Kohlekraftwerken mit je 750 MW. Die Sonne trug an allen genannten Tagen zu diesem Zeitpunkt exakt 0 GW zur Deckung des Stromverbrauchs bei, trotz einer installierten Leistung von 35 GW. Aber nachts ist es nun einmal dunkel und die Sonne scheint nicht, auch nicht nach der x-ten Novellierung des EEG.
    Bleiben Windkraft, Wasserkraft und Biomasse.
    Die Wasserkraft dürfen die Fans der „Erneuerbaren Energien“ nicht für sich reklamieren, die Anlagen sind zumeist Jahrzehnte alt und wären bei dem heutigen Naturschutz-Wahn zum allergrößten Teil gar nicht mehr durchsetzungsfähig.
    Bioenergie liefert zwar verlässlich rund um die Uhr etwa 5,2 GW aus über 8000 Anlagen. Unter Klimaschutz-Gesichtspunkten sind diese Anlagen eher kontraproduktiv; die Erzeugung der pflanzlichen Rohstoffe ist sehr energieaufwendig: ca. 1/3 der gewonnenen Brutto-Energie wird für den Anbau der Pflanzen und Betrieb der Anlagen verbraucht. Schlimmer ist das Entweichen von Methan, einem deutlich potenteren Treibhausgas als CO2, durch Leckagen: schon wenige Prozent drehen die Klimabilanz ins Negative. Zusätzlich können beim Anbau der „Energiepflanzen“, hauptsächlich Mais, N2O („Lachgas“) entstehen: auch dieses Spurengas ist ungleich klimaschädlicher als CO2. Moralisch ist Bioenergie zutiefst verwerflich: Nahrungsmittel anzubauen für grünes Wunschdenken ist ein abscheulicher Irrweg!
    Bleibt die Windenergie, auf die aber erst recht kein Verlaß ist. Oft genug herrscht nachts Flaute; am 5.6.2016 betrug die Leistungsabgabe aus über 25000 Windmühlen um 3°° morgens 1,56 GW, am 6.6.2016 waren es 2,26 GW, am Dienstag 7.6. 3,78 GW, am Mittwoch 3,9 GW, Do 4,7 und Freitag etwas mehr, nämlich 8,12 GW. Die Differenz zur benötigten Leistung musste natürlich durch Kohle, Gas Kernkraft und Pumpspeicherkraftwerke ausgeglichen werden. Selbst wenn 10 mal so viele Windmühlen wie heute gebaut worden wären, würde der Windstrom an vielen Tagen und vor allem Nächten nicht ausreichen. Andererseits wäre bei Starkwind der erzeugte Stromüberschuß wertlos, weil Strom in großen Mengen nicht gespeichert werden kann.
    Fazit: ohne konventionelle Kraftwerke ist eine sichere Stromversorgung nicht zu machen. Wind- und Sonnenstrom sind ein mittlerweile über 20 Milliarden Euro (pro Jahr!!) teures Wohlstandshobby verantwortungsloser PolitikerInnen, die nicht rechnen können und keine Ahnung von Naturgesetzen und Technik haben, die nicht wissen, was Grundlast, Mittellast und Spitzenlast überhaupt bedeuten und wie sie gedeckt werden können.
    Die Energiewende ist aus Faktenresistenz und Wunschdenken geboren und zum Milliardengrab geworden.
    Abschließend ein Zitat: „Nur in der Liebe, in der Religion und in der Politik ist es möglich, über längere Zeit Wunschträumen nachzuhängen.“ (Thilo Sarrazin)
  • Zigarettenstummel

    10.06.2016, Fensterputzer
    Ganz tolle Idee. Ich habe es nur andersrum gemacht. Ich habe die Zigarrettensummel ganz weggelassen und mit dem Rauchen aufgehört, das Geld gespart und die Umwelt geschont, unbelastete Ziegel gekauft und damit ein Haus gebaut, das den Baugesetzen entspricht.
  • Wie kann man nur so dumm sein?

    10.06.2016, Manfred
    Dass Zigarettenstummel Giftstoffe enthalten ist den Herren Wissenschaftlern mal wieder nicht aufgefallen? Sogar ein paar Zeilen weiter unten steht, wie gefährlich sogar Staub mit Rauchrückständen ist

    Krebsforschung | Rauchrückstände im Hausstaub: Krebs aus dritter Hand
    http://www.spektrum.de/news/rauchrueckstaende-im-hausstaub-krebs-aus-dritter-hand/1301054

    Was ist nur aus der Wissenschaft geworden?
  • Bitte lesen

    09.06.2016, Rokin
    Kann es sein, dass Überschrift und Intro von jemandem geschrieben wurden, der den Text nicht wirklich gelesen hat? "Aus dem Boden entfernen" und "von den Pflanzen fernhalten" ist doch etwas anderes als das auch schon gute "aus den Pflanzen fernhalten". Oder sollte es einfach reißerisch sein? Gute Redaktion wäre gut.
    Antwort der Redaktion:
    Danke für den Hinweis.