Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • immer wieder

    11.12.2016, le maitre
    bin ich begeistert von solchen Beiträgen und überhaupt erstaunt mit welcher Vehemenz immer wieder gegen das "Dreckszeug" Homöopathie vorgegangen wird.
    Es stellt sich aber viel mehr für mich die Frage warum man nicht einfach dieses nutzlose Zeug nutzlos sein lässt und ein Loblied auf Chemotherapie und die Firma Bayer mit Konsorten los bricht.
    Ich für meinen Teil bleibe beim Humbug weil klassische Medizin mir zumindest nicht hilft oder weil ich daran glaube dass mein Körper eine Maschine ist die auf einem uralten Bauplan basiert, welchen die Medizin nicht erfunden hat.
    Bin ich deswegen ein religiöser Mensch, ein Idiot oder sogar ein Verrückter?
    Nein einfach nur Mensch und obendrein glücklich mit meiner Dummheit.
  • Ach, diese Wirksamkeit ...

    11.12.2016, Joseph Kuhn
    ... wird völlig überbewertet. Das Bundesverwaltungsgericht hat gerade ein Urteil des OVG Nordrhein-Westfalen bestätigt, demzufolge es auf die Wirksamkeit eines homöopathischen Mittels nicht so ankommt, sofern die Risiken nicht zu gravierend sind. Und es kommt noch besser: Der jetzt von der Zulassungsbehörde aufgrund der Mehrheitsmeinung von Homöopathen (!) angezweifelte Wirksamkeitsnachweis war ohnehin nur ein Eintrag in der älteren homöopathischen Literatur.

    Das OVG-Urteil: https://openjur.de/u/679369.html
  • Wer nichts weiss, muss alles glauben

    11.12.2016, Franz von Osten
    Der letzte Absatz ist schon stärkster Tobak, lieber Vince Ebert !
    Wissenschaft kommt von Wissen - wer "glaubt", sollte besser in die Kirche gehen.
    Die Meta-Studie über Homöopathie im Lancet ist (für einen Statistiker) fast schon eine Lachnummer.
    Die Frau Google bringt bei einer (professionellen) Suche unglaubliches zutage!
    Das Modellprojekt Homöopathie von Dr. med. Sigrid Kruse am Haunersches Kinderspital München,
    Prof. Dr. med. Klaus Lind von der TU München kritisiert die schlechte durchführung diese "Studien",
    die Veröffentlichungen von Julsgaard über Entanglement und die bahnbrechenden
    Ergebnisse von Hu & Wu (Spin-Mediated Consciousness: Theory, Experimental
    Studies, Further Development & Related Topics / Huping Hu ∗ & Maoxin Wu) - alle
    Arbeiten veröffentlicht in Nature, Science etc.
    Natürlich alles Humbug - weil es ist ja der "Placebo-Effekt".
    Welcher Elfenbeintürmler erklärt uns eigentlich endlich mal den Funktionsmechamismus dieses ominösen Alibi-Effektes ???

    Ich frag einfach mal - nur soo ...

  • Die arme Quantenphysik...

    11.12.2016, erklaerbaer
    ...muss in der höheren Rabulistik wohl immer dafür herhalten, die Inhaltsleere der eigenen Argumentation zu übertünchen. Als weitere Nebelkerze wird natürlich der Materialismus hervorgezaubert, ohne dabei erklären zu wollen, wie die nicht-materialistische Welt der Homöopathie denn funktionieren soll. Aber da ich wohl ein "nicht klar denkender" Mensch bin, muss ich mein Unverständnis entschuldigen.

    Wie absurd jedoch die "Gedankenwelt" der Anhänger der Homöopathie sein kann, mag folgendes Zitat veranschaulichen, das der Website der Engel Apotheke (Freiburg) entnommen ist:

    "Und noch etwas Ungewöhnliches. Wichtig für die Wirkung ist nach Erfahrung vieler Homöopathen nicht in erster Linie der Grad der Verdünnung (C oder D), sondern die Anzahl der Verdünnungs- oder Potenzierungsschritte (6 oder 200). Somit entspricht im homöopathischen Sinne die Potenz D6 in etwa der Potenz C6. Beide Arzneimittel wurden sechsmal potenziert. Im ersten Fall jeweils 1:10, im zweiten Fall jeweils 1:100. Doch ist das, wie die meisten Homöopathen meinen, nebensächlich."

    Im Gegensatz dazu sind die Prozente im Geldbeutel des Apothekers vermutlich nicht nebensächlich.
  • Der Glaube

    11.12.2016, oannes
    Mittlerweile wissen selbst Physiker, dass quantenphysikalische Experimente, durch die bloße Anwesenheit der Ausführenden, beeinflussbar sind.

    Tatsache ist nun mal, dass nichts grössere Auswirkungen auf einen Heilungsprozess hat, als der Glaube, oder die Hoffnung - beides Faktoren, die sich physikalisch nicht messen lassen und deshalb, wie im Artikel erwähnt, für die Wissenschaft nicht von Interesse sind.
    Sie "funktionieren" gleichwohl!
  • Parkinson beginnt im Darm

    11.12.2016, Dr. med. Jürgen Barnert
    Mikrobiom ist zur Zeit in, ohne Zweifel. Die Tatsache, dass Parkinson-Patienten schon früh Symptome aus dem Bereich des autonomen Nervensystem d.h. aus dem sog. Little Brain des Gastrointestinums haben. könnte auch daran liegen, dass bei dieser Erkrankung schon früh die Neurone des enteralen Nervensystems betroffen sind - unabhängig vom Mikrobiom. Und: Mäuseexperimente auf den Menschen übertragen: Vorsicht!
  • Icterus oberi

    11.12.2016, Melanie
    Icterus oberi ist kein Pirol sondern ein Trupial.
    Antwort der Redaktion:
    Vielen Dank - da habe ich mich vom englischen Namen fehlleiten lassen. Der Fehler ist ausgebessert.

    Daniel Lingenhöhl
  • Warum wird der Aberglaube Homöopathie geglaubt?

    10.12.2016, Dr. Edmund Berndt
    Das allgemeine Wissen der Laien über Homöopathie wird mehr oder weniger ausschließlich durch Werbung sowie durch einschlägige Bücher, Zeitschriften und Broschüren vermittelt, die vornehmlich als Gesundheitsratgeber mit praktischen Ratschlägen bei einfachen Erkrankungen etc. für interessierte Laien angeboten werden. In jeder Buchhandlung findet sich eine eigene Wand für diese Art Gesundheitsliteratur.
    Dieses Informationsangebot wird angeboten durch einschlägige Verlage und inhaltlich durch einen bunten Mix mehr oder weniger bekannter Gesundheitsapostel, Wellnessgurus und diverser alternativer, komplementärer und ganzheitlicher Heilpraktiker und Praktikerinnen der unterschiedlichsten Richtungen bestimmt.

    Kritische Literatur gibt es in öffentlichen Buchhandlungen nicht.
    Das vermittelte Wissen dient immer irgendwie der Werbung in eigener Sache und ist entsprechend selektiv, einseitig und beschränkt. Dazu kommt noch eine rege Vortragstätigkeit unter den Titel Fortbildung. Eine Ironie, ist es doch meist tatsächlich ein fort von Bildung.Man kann also sagen, dass das öffentliche Wissen über Homöopathie durch Bildung von interessierter Seite bestimmt wird.
    Von ebenso großer Bedeutung vor allem für interessierte Laien ist sicher das Internet. Auf diesem Tummelplatz der Information für jedermann finden sich in einem wilden Durcheinander Informationen und Ratschläge. In unzähligen Foren fragen Hilfesuchende um Rat. Selbstdarstellungen überzeugter Vertreterinnen und Vertreter, Werbung, Verkauf, und Diskussionsforen beherrschen die Szene. Das Internet ist für jeden jederzeit erreichbar. Jeder kann sich dort bilden, verbilden oder auch abstruse Einbildungen bestätigen lassen.
    Die Homöopathie ist in den Medien immer und überall vorherrschend vertreten, wenn es um Vermeidung von „Schulmedizin“, Chemie, Antibiotika etc. geht. Es gibt nur überzeugende Erfolgsmeldungen. Die heile Welt der wirksamen Homöopathie ist zur allgemeinen Überzeugung geworden. Es ist social-proof.
  • Information im Wasser

    10.12.2016, Friedrich Helmke
    Das ist so wie zu sagen in einer CD ist keine Musik. Es ist ja auch wirklich keine Musik im Plastik einer CD, lediglich bits und bytess. Was ist denn so besonders daran, dass Wasser ein Informationsträger sein kann? Kein Wirkstoff heisst ja nicht keine Information.
    Antwort der Redaktion:
    Eine CD ist ein fester Körper, der Informationen in seiner Oberflächenstruktur speichert. Die Daten sind als Abfolge von Oberflächenvertiefungen (Pits) kodiert. Da sich die Oberfläche über lange Zeiträume im Wesentlichen nicht verändert (es sei denn, Sie zerkratzen sie), bleibt die gespeicherte Information längerfristig erhalten.

    Im Gegensatz dazu ist (flüssiges) Wasser kein fester Körper. Seine innere Ordnung ist - anders als bei festen Körpern - nicht beständig. Wasser besitzt zwar innere Strukturen, die so genannten Wassercluster, diese sind aber extrem kurzlebig; sie entstehen und zerfallen innerhalb einiger billionstel Sekunden.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Wassercluster

    Mit freundlichen Grüßen, d. Red.
  • das wunder der homöopathie

    10.12.2016, karl florian
    zunächst bin ich schon etwas enttäuscht das auf zeitonline innert kurzer zeit wiederholt abwertend über das Thema berichtet wird, nun von einem Komiker...
    der gute mann kann offensichtlich gute witzte machen, diese sind dann sicher gute beiträge zur einer sachlichen Auseinandersetzung.
    was ist los hier? anderswo würde man diese polemik popolismus nennen...
    mag ja einerlei sein ,kunst ist ja frei oder so..
    aber hier..nichts wertvolleres zu bieten? spass eben..?..
    mlg. karl florian
  • Hypothetische weitere Kräfte

    10.12.2016, Karl-Heinz Holtz
    Mich würde interessieren, wie Herr Ebert die in https://de.wikipedia.org/wiki/Fundamentale_Wechselwirkung
    genannten hypothetischen weiteren Kräften beurteilt, auch vor dem Hintergrund Vereinheitlichender Theorien ... Zugegeben: "Stringtheorien oder Superstringtheorien gelten hier als aussichtsreiche Kandidaten, auch wenn sie bisher kein durch Experimente nachprüfbares Resultat ergeben haben." ... aber er wird ja nicht davon ausgehen wollen, dass es sich dabei AUCH um Placebos handelt ....
  • Die Liebe geht durch den Magen, es schlägt was auf den Magen, oder warum das innere Aussen anders ist wie man meint.

    10.12.2016, Ronnie König
    Das Mikrobiom ist nicht erforscht, ich studiere hier seit Jahrzehnten daürber nach, weil alle Völker so ihre Weisheiten und Erfahrungen dazu haben. Der Chinese meint, dass ein versierter Koch der bessere Arzt sei, und der Inder hat Medizin die eingenommen eher Gift sein müsste und nicht selten doch heilt. Bei uns war und ist das auch nicht so viel anders, wissen wir auch, dass Medikamente oral eingenommen, mal stark , normal, oder eben nicht wirken. Das Mikrobiom? Vielleicht. was ich nun sagen will, ist, dass GVO also nicht so harmlos sind wie man in Ländern wie den USA glaubt, weiss man durch Experimente, dass Teile der Gene unter Mikroorganismen ausgetauscht werden können, was aber nicht zwingen in der Interaktion Mensch-Mikrobe so sein muss, aber alleine die Mikrobe ihr nützliches oder schädliches Verhalten verändern kann, was auch bekannt ist. Der Darm befindet sich zwar im Innern des Bauches, aber es ist ein Teil der äusseren Welt, die man in sich rein genommen hat. Wie ein Gartenschlauch. Wo befindet sich beim Schlauch das Innen? Es wäre das Innere der Wand. Ähnlich der Darm. Ein Schlauch der verstopft ist, der hat eine andere Funktion wie ein unverstopfter. Bildlich will ich damit sagen, dass der darm, je nach Veränderung, eine andere Funktion bekommt, je nach dem was im inneren sich befindet, also das was oben mit dem Tierversuch dargestellt wurde. Übrigens ist dies nicht das erste Experiment und nicht das letzte. Auch, ob Tiere entsprechend wachsenetc. konnte man je nach Besiedlung des Darms nachweisen. Somit ist Parkinson durchaus auf so eine Wechselwirkung evtl. zurück zu führen. Man entscheidet aus dem Bauch. weil das Hirn die meisten Neuronen hat, im Bauchraum ist die zweitgrösste Ansammlung zu finden. warum wussten man in der Antike oder davor schon davon? Man hatte keine Mikroskope um dies zu sehen und herauszufinden, aber man kam offenbar zu dieser Erkenntnis. Auch bei Drogen spürt man dies, oben und im Bauch. Ist hier nicht Thema, aber ein drottes Organ scheint in die selbe Richtung zu gehen: Das Herz!
  • Der Glaube versetzt Berge, oder warum Gifte nicht immer wirken!

    10.12.2016, Ronnie König
    Nun, es gibt Momente die man nicht rational erklären kann, sie treten auch nicht regelmässig auf, aber sie geschahen. Da kaufen sich zwei Drogenkonsumenten eine ansehliche Menge Heroin, der eine meint, dass das sicher für zwei Tage reicht für beide, der eine will aber nicht mehr und nimmt eine Dosis die eigentlich tödlich sein müsste und verspürt nicht einmal richtig etwas, der andere liegt flach. Normalerweise geht das nicht, aber so war es nun mal. Im Jahre 1988, der Tank von Puskar ist mehr als randvoll, die Freaks gehen baden, einer schluckt an der gleichen Stelle wasser wie ich, er nicht gewollt, ich weil ich denke es könnte Kraft geben, er landet wenige Stunden später beim Arzt, muss dann in die Klinik etwas mehr als 1Std. entfernt und überlebt das dank moderner Medizin, mir hat es nix gemacht, war aber eher ausgemergelt nicht gerade fit. Zufall? Möglich. Ein Inder ging von den Bergen aus Not in die Ebene und erkrankte, ein Wandermönch empfahl ihm zu Kiffen, ertat dies und geneste, danach glaubte er Kiffen sei Medizin und rauchte Unmengen bis ins hohe Alter, andere starben da schon früher ohne, er hatte eine Mischung, da würde ein Pulmologe durchdrehen, aber ihm machte dies nix aus, andere sterben weit früher an Krebs oder so. Zwischen Himmel und Erde gibt es Dinge die sind schwer zu verstehen, aber wer es erlebte der glaubt, dass nicht jede theorie immer stimmen muss. Das sagten selbst grosse Wissenschaftler, meinten, eigentlich spreche viel gegen den Herrgott, und doch gibt es Dinge die auf so eine Existenz schliessen lasse. Ja was nun? Nicht umsonst heisst ein alter Spruch: Wer heilt, der hat recht. Das glauben wir am Ende aber dann alle auch. Ob das Wasser nun ein Gedächtnis hat? Eher nicht, der Glaube aber vielleicht schon, nur warum überlebte der Drogenkonsument seine Überdosis? Auch das erlebte ich im Tierversuch, eine bekannte tödliche Dosis liess Tiere sterben, eine viel höhere Dosis führte aber später zum Tod (ein Pharmakologe erklärte dies bei jenem Gift dann schlüssig, das Tier strab dann doch). Ungekehrt ist also nicht völlig ausgeschlossen, aber für mich immer noch etwas speziell. Und Aborigines oder Westafrikaner können wegen einem Fluch sterben, da dies ihr Weltbild ist. Bei uns kann man sich vielleicht darob tödlich ufregen, die direkte Ursache wäre somit was anderes gewesen. So werden wir noch lange darüber debattieren oder streiten. wasser gedächtnis und Theorie hin oder her.
  • Schade für diesen enttäuschenden Artikel

    10.12.2016, Vincent Kraft
  • Glaube versetzt Berge

    10.12.2016, IngeG
    Dieser Beitrag ist wissenschaftlich korrekt und auch falsch!
    Korrekt, wenn nur gerechnet wird, denn dann ist "nichts" nun mal "nichts". Falsch, weil wissenschaftliche Erkenntnisse eindeutig sagen, dass es einen so genannten Placebo-Effekt tatsächlich gibt - und einen Nocebo-Effekt! Wer glaubt, wird gesund, wer zweifelt, bleibt krank. Bevor Psychologie salonfähig wurde hat Samuel Hahnemann wohl diese Zusammenhänge erkannt und deshalb hilft Homöopathie bis heute. Auch die Behauptung, dass Tiere damit geheilt werden glaube ich aufs Wort - aber nicht, weil das Mittel "wirkt", sondern die Zuwendung, die diese Lebewesen mit der "Medizin" bekommen. Wie gesagt: Glaube versetzt Berge - besonders die im Kopf. Die einen verschwinden aus der Sicht, die anderen türmen sich unüberwindlich auf. Schade, dass auf Sie das Letztere zutrifft.
    Antwort der Redaktion:
    Placeboeffekte gibt es; für sie braucht man aber keine Homöopathie. Sie spielen bei jeder Therapie eine Rolle, werden in randomisierten Studien untersucht und im klinischen Alltag häufig eingesetzt, besonders bei der Behandlung von Schmerzpatienten. Placeboeffekte sind kein Alleinstellungsmerkmal von homöopathischen Behandlungen; die Homöopathen haben kein Exklusivrecht daran.

    Mit freundlichen Grüßen, d. Red.