Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • Schwierige Abwägung zweier Werte

    30.05.2014, Rainer Lingmann
    Der Artikel „Primatenforschung in Europa“ in Ihrer Ausgabe vom Juni 2014 hat mich sehr enttäuscht, weil er die Berechtigung der Forschung an nichtmenschlichen Primaten mit keinem Satz hinterfragt und die Einwände der Gegner solcher Forschung nicht darstellt.

    Die Autorin zeichnet so das Bild einer rein utilitaristischen Forschung, die Einwände anderer gesellschaftlicher Gruppen nur als nervig wahrnimmt. Mit keinem Wort wird darauf eingegangen, das es hier um die schwierige Abwägung zweier Werte geht: der Steigerung des Wohlergehens der Menschheit auf der einen Seite und des Schutzes von hoch entwickelten und leidensfähigen Mitgeschöpfen auf der anderen. Diese Abwägung kann man möglicherweise ohnehin nur im Einzelfall treffen, und sie bleibt immer schwierig. Die Autorin scheint aber Grundlagenforschung generell ausnehmen und für unangreifbar erklären zu wollen.

    Das zeigt sich besonders deutlich dort, wo sie beklagt, dass die Absegnung von Forschungsprojekten in Italien Sache der Politik sei – als wäre die Politik nicht genau die Instanz, deren Aufgabe es ist, unterschiedliche gesellschaftliche Interessen zusammenzuführen und Wertentscheidungen zu treffen.

    Nur wer Tierschutz für grundsätzlich wertlos hält, kann sich einer politischen Entscheidung über Forschungsprojekte an nichtmenschlichen Primaten verweigern wollen.

    Antwort der Redaktion:
    Im genannten Artikel ging es durchaus um eine politische Entscheidung über Primatenforschung, und zwar jene der EU, die in einer verbindlichen Richtlinie mündete. Der Artikel beschrieb, inwiefern diese Richtlinie in einigen EU-Staaten dann von der lokalen Politik umgesetzt wurde oder eben auch nicht. Der Autorin ging es dabei nicht darum, die dahinterstehenden ethischen Fragen grundsätzlich zu diskutieren.
  • Da ist aber ein Fehler drin

    29.05.2014, Matko
    Ist es mit Bruno nicht anders gewesen? (Ich lasse mich hier gerne korrigieren, falls ich falsch liege). Bruno wurde nicht wegen seinen wissenschaftlichen Annahmen hingerichtet. Er wurde wegen seinem theologischen Gottesbild und Magie aus der Kirche hinausgeworfen. Man hat ihn mit der Bitte, keine Strafe am Leib und Leben auszuüben, an ein weltliches Gericht überstellt. Das weltliche Gericht ließ ihn hinrichten.
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Matko,

    der Autor geht auf S. 28 auf Bruno ein. Dort heißt es:

    "Der italienische Philosoph und Astronom Giordano Bruno wurde am 17. Februar 1600 als Ketzer auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Grund dafür waren unter anderem seine unkonventionellen Gedanken über fremde Welten ... Wie sich im Laufe der Jahrhunderte herausstellen sollte, hatte er mit all diesen Aussagen recht. Die Kirche allerdings interessierte sich viel mehr dafür, dass in Brunos auch zeitlich unendlichem Universum kein Platz für ein Jüngstes Gericht und damit auch kein Platz für das Jenseits und das Reich Gottes war."

    Bezüglich des Verfahrensablaufs haben Sie recht mit Ihrem Einwand, allerdings ist m.E. unschwer zu erkennen, dass die Kirche einen Vorwand suchte. Natürlich lehnte sie Brunos Universum ab, musste aber einen kirchenrechtlich eindeutigen Grund finden (Ketzerei und Magie), ihn zu verurteilen. Dass sie das Todesurteil nicht vollstreckte, war gängige Praxis. Dies überließ die Kirche der weltlichen Macht – auch, um ihre Hände rein zu halten.

    Mit freundlichem Gruß
    Wolfgang Steinicke
  • Markt

    29.05.2014, Eva Baumgartner
    Der freudsche Verschreiber im Untertitel ("Gier") entlarvt den Grund dafür: in der Humanmedizin seit fast einem Jahr mit einer neuen ausdrücklichen Warnung der europäischen Gesundheitsbehörde versehen, scheint man einen neuen Absatzmarkt zu brauchen.
    Antwort der Redaktion:
    danke - ich habe den Tippfehler dennoch ausgebessert ;-)
  • Zweifel

    29.05.2014, Daniel Wehlmann
    Ein sehr schöner Vortrag.
    Ich wage es dennoch anzuzweifeln, dass diese "Gaswolke", von der man hier spricht, eine ähnlich orbitale Laufbahn hat wie die kompakten Körper, z. B. die Sonnen, die das Schwarze Loch umkreisen. Während die kompakten Massen (Sonnen) durchaus eine gravitative Wirkung durch den Einfluss des Schwarzen Lochs aufweisen, hat eine Gaswolke weitaus andere Kräfte zu bewältigen.

    Dies können zum Beispiel Kräfte massereicher Sterne sein, die homogenisierende Wirkung vom Vakuum, der Einfluss von magnetischen Strahlen und vor allem der Eigendynamik der Galaxie selbst. Wir müssen uns stets vor Augen halten, dass unsere Galaxie sich selbst mit einer unbekannten Geschwindigkeit durch das Weltall bewegt.
    Antwort der Redaktion:
    Die Beschleunigung, die ein Schwarzes Loch auf ein Objekt in seiner Umgebung durch seine Gravitationskraft ausübt, ist stets dieselbe, einerlei ob dieses Objekt eine kleine oder eine große Masse hat oder ob es mit seinesgleichen durch gravitative Anziehungskraft zusammengehalten wird oder nicht. (Stellen Sie die entsprechende Gleichung mit dem Gravitationsgesetz auf; da kürzt sich die Masse des Objekts heraus.) Deswegen nimmt ein einzelnes Gasmolekül zunächst einmal denselben Weg um ein Schwarzes Loch wie ein ganzer Stern.

    Ja, eine sehr große Masse in der Nähe eines Schwarzen Lochs würde dieses selbst aus der Bahn werfen. Aber gegen die Masse eines Schwarzen Lochs kommt selbst ein ganzer Stern nicht merklich an.

    Wenn es die von Ihnen aufgezählten "anderen Kräfte" wirklich gibt (was ich mit Ausnahme der Anziehung massereicher Sterne stark bezweifle), wäre immer noch darzulegen, wieso diese Kräfte zwar auf Gaswolken, nicht aber auf andere kosmische Objekte wie z. B. Sterne wirken.

    Christoph Pöppe, Redaktion
  • Nur Biomasse?

    28.05.2014, sebastian
    Verarbeitet diese Anlage nur Biomasse oder auch andere kohlenstoffhaltige Fraktionen diese Hausmülls wie Plastik, so wie es andere Waste to Fuels-Anlagen machen?
  • Weg in die tierversuchsfreie Forschung

    28.05.2014, Astrid Raasch, Berlin
    Ich begrüße es sehr, dass Sie mit Ihren Artikeln das Thema Tierversuche in den Fokus stellen und eine öffentliche Diskussion anregen. Leider werden die Menschen, die sich gegen Tierversuche und somit für eine Forschung ohne Tierversuche aussprechen, als radikale Aktivisten dargestellt. In der Mehrheit handelt es sich jedoch um Menschen wie mich, die in der Durchführung von Tierversuchen ein grundlegend ethisches Problem sehen. Die Tiere leiden vor und während des Tierversuchs erheblich, ihnen wird das Recht auf ein unversehrtes, friedliches Leben abgesprochen. Dies ist aus meiner Sicht dem heutigen Entwicklungsstand des Menschen nicht mehr würdig. Mit der Anerkennung des Tieres als leidensfähiges Wesen, tragen wir die Verantwortung, einen Weg in die tierversuchsfreie Forschung zu finden. Offensichtlich gibt es Forscher, die sich dieser hohen Herausforderung nicht stellen können und daher an Tierversuchen festhalten. Ich hoffe sehr, dass sich dies in absehbarer Zeit ändern wird.
  • Forschung ohne Grenzen?

    28.05.2014, Heidrun Böhm, Berlin
    Es gibt unter den Menschen ganz offensichtlich sehr verschieden ausgeprägte Empfindungen, die für die Akzeptanz von Tierexperimenten entscheidend sind. Eigenschaften wie Mitgefühl und Empathie gelten als besondere Eigenschaften des Menschen. Diese sind es, die Menschen daran hindern sollten, anderen Lebewesen gegenüber grausam zu sein. Fehlen jedoch diese Eigenschaften beziehungsweise Empfindungen ganz oder teilweise beziehungsweise sind andere Eigenschaften wie Profitgier, Geltungsbedürfnis, Erfolgsdruck, Machtstreben und das Streben nach diversen persönlichen Vorteilen stärker, kommt es zu Tierexperimenten. Für Menschen, die Mitgefühl haben, zeugt es von purem Egoismus und von Feigheit, wehrlosen Lebewesen die Qualen zuzufügen, die der Mensch nicht zu ertragen willens beziehungsweise in der Lage ist. Es werden den Menschen zur Legalisierung der grenzenlosen Tiernutzung Heilungen von Krankheiten suggeriert (Krebs, Aids, Demenz, Alzheimer usw.), die aber auch nach vielen Jahrzehnten noch nicht verwirklicht wurden – wie auch? Das Tier ist kein Mensch und umgekehrt. Folgen dieses falschen Ansatzes sind die in jeder Packungsbeilage beschriebenen Nebenwirkungen von Medikamenten, wenn sie nicht schon vorher auf Grund vieler geschädigter oder verstorbener Menschen vom Markt genommen werden. Für die Opfer von Contergan zum Besipiel war es leider zu spät.

    Tiere sind keine Gegenstände! Sie fühlen ebenso Schmerzen wie Menschen und haben ebenso ein naturgegebenes Recht auf Unversehrtheit und Gesundheit. Wenn Experimentatoren wie Herr Kreiter sich selbst den gleichen Tests stellen würden, die sie an den Tieren vornehmen und unter denselben Bedingungen leben würden, dann würde sich sicher auch hier Mitleid einstellen. Wie Konfuzius schon vor langer Zeit sagte: "Was du nicht willst, dass man dir tue, das füge auch keinem andern zu." Von klein auf lernt der Mensch, dass man nicht alles haben kann. Und Forschung kann wertvoll und hilfreich sein - aber ganz sicher nicht um jeden Preis und nicht ohne Gewissen und ethische Grenzen.
  • Mögliches Medikament gegen multiple Sklerose?

    26.05.2014, Mirco Wedel
    Bei der multiplen Sklerose kommt es zu einer Schädigung der Myelinscheide der Nervenfasern. Diese Myelinscheide besteht aus Oligodendrozyten. Wäre es vielleicht möglich, die Erkenntnisse der Studie mit den Nasentropfen als Grundlage für ein Medikament gegen MS zu verwenden? Vielleicht wäre
    es möglich auf dessen Basis ein Arzneimittel zu entwickeln, welches selbst eine gewisse Zeit nach der Schädigung die Myelinscheide wieder aufbaut.
  • Was dürfen wir Tieren zumuten?

    26.05.2014, Bernd Walter, Osterwieck
    Es ist vor dem Hintergrund, was Tieren aus Profitsucht oder Spaß an Grausamkeiten angetan wird, empörend zu lesen, wie wissenschaftliche Forschung von so genannten Tierschützern behindert wird. Sicherlich gibt es gewissenlose Experimentatoren, die sich um das Leid ihrer Versuchstiere keine Gedanken machen. Ich erinnere mich an einen gewissenlosen Arzt aus meinem Bekanntenkreis noch zu DDR-Zeiten, der Mäusen Ammoniaklösung intraperitoneal spritzte und sich daran erfreute, wie hoch die Tiere springen. Er ist dann in die damalige BRD gegangen, weil er nach eigener Angabe nur von dort aus im Urlaub nach Spanien reisen und dort Stierkämpfen beiwohnen konnte. Ich habe im Fernsehen Stierkämpfe beobachten können, bei denen der Torero (von lat. torquere - foltern) dem Tier zum Glühen erhitzte Speere in das Schultergelenk rammte und vom Publikum mit Blumen überschüttet wurde, als das Tier verendete. Wo bleibt denn hier der Tierschutz? Wer empört sich gegen Wasserbüffelrennen, bei denen den Tieren durch Nagelpeitschen die Rücken zerfetzt werden? Wer von den Tierschützern empört sich gegen das Kleinschlagen der Knochen von lebendigen Hunden zum Zwecke des Verzehrs der Tiere in Korea? Durch die durch Schmerz und Panik bedingte Ausschüttung von Adrenalin wird das Fleisch zart und schmackhaft. Ähnlich mag die Ausschüttung von Adrenalin der Grund sein, weshalb man Hummer lebendig in kochendes Wasser gibt. Bis zu acht Minuten dauert die Todesqual des Hummers je nach Größe im kochenden Wasser! Ähnlich geht es den lebendig eingesalzenen Aalen infolge des Wasserentzugs auf dem Fischmarkt der "ach so besorgten" Stadt Bremen und nicht nur dort. Die Beispiele ließen sich schier endlos fortsetzen. Aber davor scheinen Tierschützer die Augen zu verschließen und sie greifen nur Wissenschaftler an, weil sie hier offenbar leichtes Spiel haben. Diese Haltung der Tierschützer kann ich nur als scheinheilig bezeichnen.
  • Reichlich seicht

    25.05.2014, Gerhard Joermann
    Der insgesamt wohlwollenden Beurteilung des Buches vermag ich mich nicht anzuschließen.

    Der Autor „garniere die Daten mit unterhaltsamen Randinformationen“, schreibt die Rezensentin. Tatsächlich besteht das Buch über weite Strecken ausschließlich aus solchen Randinformationen ohne wesentliche toxikologische Information. So sind die 14 Seiten über alkoholische Getränke gefüllt mit Anekdoten über die Liebe Goethes, Napoleons und anderer Personen zum Wein, mit Geschichten zur Wein- und Bierherstellung sowie mit einer ausführlichen Typologie der Spirituosen. Zum eigentlichen Thema, nämlich der Toxikologie von Ethanol findet sich dagegen in dem ganzen Kapitel nur ein lapidarer Satz: „Alle hochprozentigen Getränke erhöhen bei täglichem und übertriebenem Genuss infolge der hohen Alkoholmengen das Risiko für verschiedene Erkrankungen wie Fettleber, Leberzirrhose, primäres Leberkarzinom, Speiseröhrenkrebs, Pankreatitis u. a. Im Calvados hat man darüber hinaus kanzerogene Nitrosamine gefunden.“ Und später im Schlusskapitel heißt es dann: „Verbindliche Richtwerte für eine bekömmliche tägliche Alkohol-Dosis zu erstellen, ist leider nicht möglich. Jeder Konsument muss sie anhand eigener Erfahrungswerte festlegen; der Chemiker würde sagen 'austitrieren'.“ Sind das Informationen, die den Leser „in die Lage [versetzt], das Gefährdungspotential vieler Substanzen, mit denen wir täglich in Kontakt kommen, kompetent zu beurteilen.“, wie die Rezensentin schreibt? Wohl kaum. Übrigens habe ich nicht einen Hinweis auf die teratogene Wirkung von Ethanol gefunden.

    Der Autor vertritt den Anspruch, auf ausgewogene Weise zu informieren, ohne ernste Fakten zu verniedlichen. Gerecht wird er dem jedoch nicht, wenn er z. B. im Schlusskapitel schreibt, der Umgang mit Chemikalien aller Art müsse wohl gesundheitlich unbedenklich sein, denn Chemiker erreichten in geistiger und körperlicher Frische ein hohes Alter; zum „Beweis“ listet er in einer zweiseitigen Tabelle die Geburts- und Todesjahre „international bekannter Chemiker“ inklusive seiner selbst auf, die ziemlich alt geworden sind; (seltsamerweise taucht in der Liste auch Erwin Schrödinger auf). Danach fragt man sich natürlich, was man von all dem noch ernst nehmen kann, was man bis dahin gelesen hat.

    Anders als die Rezensentin finde ich das Buch auch nicht übersichtlich strukturiert. Die Gliederung ist an vielen Stellen inkonsistent ist, weil Überschriften auf der falschen Ebene stehen oder fehlen. Schlimmer noch ist, dass über weite Strecken Gedankensplitter und Informationshäppchen zusammenhanglos aneinander gereiht sind, ohne dass ein roter Faden erkennbar wäre. Als Beispiel sei das kleine Kapitel „Autoabgase“ auf Seite 46 zitiert, das aus drei Sätzen besteht: „Die durch den Kraftfahrzeugverkehr freigesetzten Schadstoffe sind vor allem Stickstoffoxide (NO, NO2, N2O4), Kohlenmonoxid, [...] und Feinstaub. Autos, die mit Flüssiggas betrieben werden, weisen eine um 15 % geringere CO2-Emission gegenüber Benzin aus. Auch Laserdrucker erzeugen Feinstaub und Kohlenmonoxid und sollten deshalb nur in gut gelüfteten Räumen betrieben werden.“ Man gewinnt den Eindruck, dass hier einfach der Zettelkasten des Autors ohne Nachbearbeitung und Lektorat in Buchform gebracht wurde. Und da der Zettelkasten offensichtlich komplett verwertet werden musste, sind auch Beiträge in das Buch geraten, die mit dem Thema Gifte nichts zu tun haben, z.B. über Strahlung, Lärm und Klimagase oder über Zucker versus Eiweiß im Joghurt.

    Fazit: Das Buch ist enttäuschend und die Rezension leider auch.
  • Eisschmelze und Meeresspiegelveränderung

    25.05.2014, Dr (rer.soc.oec) Klaus Moll
    Ein im Zusammenhang mit dem Klimawandel meist übersehener oder wegen der Implikationen möglicherweise unterdrückter Nebeneffekt ist das Abschmelzen grosser Mengen des Gletschereises. Im Zusammenhang mit Grönland wird mitterweile auch das Abschmelzen von unten her besprochen. Dieses Abschmelzen würde erstens schneller verlaufen und daher die Möglichkeit erhöhen, dass der Meeresspiegel erheblich schneller und stärker steigt, als bisher angenommen. Bei einem kleinen Teil des westantarktischen Eises, dem Thwaitgletscher, spricht man mittlerweile von einem drei Meter Anstieg weltweit. Es gibt Hinweise auf Seen unter dem Eisschild, die mit dem Meer teilweise in Verbindung stehen sollen. Allmählich muss man sich überlegen, ob die Begleiterscheinung Meeresanstieg nicht schnellere Massnahmen zur Vermeidung des Klimawandels erforderlich machen. Eine jüngst erstellte Studie zur Eismasse der Antarktis, die von recht genauen Kartierungen der Eisbedeckung begleitet ist, spricht von vielfach höheren Anstiegen bei deren Abschmelzen, die zwar sicherlich nicht von einem Tag auf den anderen eintreten wird, aber die bisher zu wenig Aufmerksamkeit erhält, gerade auch wegen der Wassererwärmung und der Verstärkung des Abschmelzungsvorgangs durch den Einfluss des wärmer werdenden Meerwassers. Sicherlich sind es gerade die gesellschaftlichen Implikationen. die gegenwärtig verhindern, dass die nur in Nebensätzen erwähnten Zahlen nicht an die Öffentlichkeit getragen werden. Diese sollten aber sehr wohl von der naturwissenschaftlichen Gemeinschaft zur Kenntnis genommen werden und den für die CO2 Verschmutzung Zuständigen zur Kenntnis gebracht werden um die Massnahmen zur Vermeidung dieser Verschmutzung ernsthafter als bisher voranzutreiben, beziehungsweise kompensatorische Schritte ins Auge zu fassen.
  • Sinnlose Journalistenschelte

    25.05.2014, demoslogos
    @Kronberg
    Die Kritik an den Pharmaunternehmen stammt nicht vom Autor und auch sonst äußert der Autor nicht seine Meinung. Auch kann ich nicht erkennen, dass ein Kritiker der Pharmaunternehmen deren Spenden als prinzipiell unethisch ansieht. Abgesehen davon gibt es Stimmen welche die Aktivitäten der Pharmaunternehmen als positiv bewerten.

    Mich würde mal interessieren, wie man einen solchen unsinnigen Kommentar abgegeben kann, wenn man den Artikel gelesen hat. Ich kann jedenfalls keine Argumente für ihre Position entdecken, außer das sie den Artikel nicht richtig gelesen haben.
  • Sinnlose Unternehmensschelte

    24.05.2014, Kronberg
    In zunehmendem Maße lese ich journalistische Artikel, deren Verfasser offenbar der Meinung sind, daß es prinzipiell unethisch sei, wenn ein Unternehmen mit seiner Arbeit auch Geld verdienen möchte oder daß es für unentgeltliche gute Taten auch positiv erwähnt werden will. Es würde mich einmal interessieren, wie diese Journalisten solche Ansichten begründen. Ich kann dafür jedenfalls keine Rechtfertigung entdecken, außer einer schwachsinnigen Gutmenschenideologie. Wenn es etwas anderes geben sollte, wäre ich für eine Aufklärung dankbar.
  • Wenig kritisch durchdachte Rezension

    23.05.2014, et
    Ich greife nur einen Satz aus der Rezension heraus:

    "Ein Meilenstein war die Entdeckung der Dunklen Energie zur Jahrtausendwende."

    Was für eine groteske Irreführung. Niemand hat die "Dunkle Energie" entdeckt. Das, was landläufig als sog. "Dunkle Energie" (analog auch "Dunkle Materie") gehandelt wird ist ein willkürlich erfundener, mathematischer Korrekturfaktor, der das gegenwärtige kosmologische Mainstream-Modell mit den gemessenen Daten (wieder) in Übereinstimmung bringt.

    Niemand hat eine Erklärung, was diese sogenannte "Dunkle Energie" eigentlich sein soll. Sie kann zwar berechnet, nicht aber gemessen, und schon gar nicht erklärt werden. Mit dem Begriff "Dunkle Energie" hat man lediglich einem blossen Taschenspielertrick eine seriös klingende Umhüllung verpasst. Wollte man die Wissenschafter ärgern, würde man statt "Dunkler Energie" einfach "Gott" sagen. Mathematisch ist das irrelevant, aber im Wissenschaftsbetrieb würde man sich damit unmöglich machen.

    Das Hantieren mit dem substanzleeren Begriff "Dunkle Energie" ist intellektuell unredlich und unwissenschaftlich.

    Da hat der Rezensent sich als wenig kritisch geoutet.
  • Holz-Laptops

    22.05.2014, Franz Trittner
    Schon vor vier Jahren habe ich einen Unterteil aus dem Holz für die externen USB/eSATA Festplatten gebaut, es sieht ähnlich dem Gehäuse hier aus, dient auch als Ablage für den Laptop unterwegs, wegen Wärmeentwicklung beim Laptop. Leider viel Ärger habe ich dabei, da die USB Anschlüsse am VAIO Laptop sind schon nach kurzer Zeit nicht mehr zu gebrauchen, jede kleine Berührung unterbricht den Kontakt. Diese USB-Konstrukte sind meiner Meinung nach untragbar. Ich frage mich wo bleibt die eigentliche Inteligenz und die ganze Wissenschaft, die der Mensch betreibt? Meine Konzepte in viele Richtungen sehen ganz anders aus. Leider die Dekadenz der Gesellschaft und paralell auch die Arroganz breiten sich aus wie die Pilzen nach dem Regen von einer Seite und immer weniger Verantwortung nichtmal für eigene Kinderwelt von den anderen Seite.