Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Unsinnige Frage = wie sehr werde ich mich verändern,

    04.01.2013, Diane de Reynier
    Veränderungsfaktoren sind m.E stresssituationen wie Unfall mit erheblichen Folgen, VErlust des Arbeitsplatzes, Verlust eines Familienmitglieds, VErlust des Vermögens, Heirat und Scheidung, etc sowie auch Selbsterkenntnisse und Beschluss an sich zu arbeiten. Das alles ist nicht vorhersehbar. Schaut man auf einem langen Leben zurück, gibt es Abschnitte mit großen Veränderungen, und welche im alten Trott, in dem man sich kaum verändert. Wir alle planen nach einem statischen Modell, hier und jetzt Bedingungen, mit etwas Spielraum falls sich etwas verändern sollte. Planung mit einem dynamischen Modell dessen Parameter man nicht kennt? Als nach Wunschdenken oder Horrorszenario machen nur Politiker. Was Geschmack anbelangt, ist eine Band eine Mode Sache. Vieles mochte ich vor Jahren, und mag es weiterhin, eine bestimmte Musik, Freunde, mein Zuhause, etc. Der Artikel bringt keine Erkenntnisse und ist Zeit und Geld Verlust.
  • ".. die Atome anziehen und somit ein negativer Druck herscht.."

    04.01.2013, J_Bork
    Bis zum Beweis bitte ich Abstand zu nehmen von "negativen Drücken", es gibt keine negativen Drücke!
    Antwort der Redaktion:

    Sehr geehrter Herr Bork,

    wir können es selbst zwar nicht beweisen, aber die Forscher des MPI sprechen selbst von einem negativen Druck:
    http://www.mpg.de/6769805/negative_absolute_temperatur

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Lingenhöhl
    Redaktion Spektrum.de

  • Ein großes Danke für dieses Buch

    03.01.2013, seyinphyin
    Leider werden die Medien es wie üblich weitestgehend ignorieren, aber sobald Sarrazin wieder Erwähnung findet, werde ich hierauf verlinken.
  • Fast wie wir

    03.01.2013, tom
    Die Forschung entdeckt, dass uns die Großen Menschenaffen viel ähnlicher sind als wir das angenommen haben – und vielleicht auch wahrhaben wollen. Wahrscheinlich liegt es daran, dass wir gerade dabei sind, ihren Lebensraum zu zerstören und sie endgültig auszurotten. Schade, dass wir das als Erbe für unsere Nachkommen hinterlassen, s.
    http://www.3sat.de/page/?source=/nano/umwelt/150368/index.html
    http://www.zdf.de/aspekte/Sch%C3%BCsse-im-Nebel-24003770.html
    http://www.planet-wissen.de/natur_technik/wildtiere/menschenaffen/gattungen.jsp
  • 31.12.2012, Gerhard Pahl
    Nach den Regeln der Populationsökologie dürfte ein Zusammenbruch der Nahrungs-Populationen einen Zusammenbruch der Krabben-Populationen zur Folge haben - und letztere dürften sich davon langsamer erholen als ihre Nahrung. Deshalb sollte man nicht gleich vom Verschwinden einer kompletten Biozönose ausgehen, aber massive Änderungen der Artenzusammensetzung sind wegen der veränderten abiotischen Faktoren sicher zu erwarten.
    Ohne hier den Klimawandel schön reden zu wollen, empfinde ich die unmittelbaren anthropogenen Eingriffe in Ökosysteme aus kurzfristigen wirtschaftlichen Interessen (Fischerei, Landwirtschaft, Rohstoffgewinnung) aber als wesentlich gravierender!
  • Vorwärts in die Vergangenheit

    30.12.2012, Heinrich Schön
    Die dunkle Biene kenne ich aus meiner Kindheit in Westpreußen, später dann in Vorpommern. In Erinnerung: Spätentwicklung, wenig Ertrag obwohl bessere Tracht, unruhig, teils agressiv. Es gab keine Züchtung oder Auslese. Wie anders sie derzeit in Verhalten und Ertrag ist, müsste ein objektiver Vergleich zur Carnica zeigen. Wir imkern in dichtbesiedelten Gebieten und sind auf sanftmütige Bienen einer Verträglichkeit angewiesen. Die moderne Landwirtschaft inkl. Pflanzenschutz, sowie Klimaerwärmung zeigen enge Grenzen von Rückzugsnischen für gute Erträge. Der Frühtrachtbeginn vor 40 Jahren war hier Anfang Mai, derzeit Anfang April. Ende der Tracht ist Anfang Juli. Diese Vorgaben genetisch aus der dunklen Biene herauszukitzeln ist fraglich. Verkreuzungen wären fÜr die derzeige Leistungsimkerei nachteilig und Rückschritt. Die nächste Eiszeit ist nicht in Sicht. Bis dahin ist es sicher möglich die dunkle Biene anzupassen.
  • Mäuseverstand?

    30.12.2012, Walter Weiss
    Die dargestellte Konstruktion eines Zwischenbodens hätte die Mäuse (ihr Name ist in den ganz alten Sprachen 'die Diebe' oder 'die, die (das Getreide) wegbringen') zum Lachen gebracht - die damaligen Menschen waren sicher viel schlauer, d.h. sie wandten natürlich die überall bekannte und leicht immer wieder neu zu erfindende Methode an, die Behälter mit den eingesammelten Körnern an der Decke aufzuhängen - was aber leider archäologisch nicht nachgewiesen werden kann.

    Die Zwischenböden müssen also anderen Zwecken gedient haben. Vielleicht waren diese ja gar nicht so kleinen Hütten gar keine Vorratshütten, sondern Wohnhütten, und auf diesen Zwischenböden wohnten und schliefen die Bewohner, gut isoliert gegen Bodenfeuchtigkeit und -Kälte, eventuell auch gegen Schlangen, Skorpione und anderes Ungeziefer.
  • Rätselhaftes Higgs

    29.12.2012, Arnold Krause, Mühlhausen/Thüringen
    Wie im Spektrum der Wissenschaft November 2012, S. 59 geschrieben wurde, soll am LHC ein "higgsartiges Partikel mit einer Masse von 125 GeV" gefunden worden sein. Aber das hat für mich eine Frage aufgeworfen: Wenn das Higgs-Boson anderen Teilchen ihre Masse verleiht, da das Universum mit einem "Higgs-Ozean" gefüllt ist, woher hat das Higgs dann seine Masse von 125 GeV? Existiert etwa eine zweite Art von Higgs-Teilchen?
    Antwort der Redaktion:
    Nein, es bedarf keines zweiten Teilchens. Das Higgs-Feld wechselwirkt nicht nur mit allen anderen Feldern, sondern auch mit sich selbst. So kommen auch die Higgs-Teilchen zu ihrer Masse.
  • Nahrung verdieseln

    29.12.2012, Walter Weiss
    Ein sehr wichtiger Aspekt kommt in diesem Artikel praktisch überhaupt nicht vor: nicht nur Palmöl, sondern auch Weizen, Mais und Raps werden in sehr großem Umfang nicht für menschliche Nahrungszwecke angebaut, sondern - mit hohen Subventionen - zu dem Zweck, daraus Diesel und Benzin herzustellen. Und das, obwohl inzwischen gesichert ist, dass die CO2-Bilanz derartiger Fertigungsprozesse höchst negativ ist!

    Solange Menschen hungern und verhungern, wie überall auf der Erde, sollten hier die Staaten ansetzen und dafür sorgen, dass Nahrungsmittel, zumal mit hohen Subventionen hergestellte, auch von Menschen verzehrt und nicht in die Tanks der Fahrzeuge gefüllt werden.

    Den ebenso unsinnigen Umstand, dass menschliche Nahrungsmittel in großem Umfang an Tiere verfüttert werden, um einen unsäglich hochgepuschten Fleischverzehr der Menschen billig zu ermöglichen, erwähne ich nur am Rande.
  • wieder viel zu romantisch

    29.12.2012, Walter Weiss
    Zum letzten Absatz: Die Neuankömmlinge mit dem modernen Knowhow haben die ansässigen Männer nicht etwa bei den ansässigen Frauen 'ausgestochen', sie haben sie vielmehr ERstochen (oder sonstwie umgebracht). Und die ansässigen Frauen sind nicht etwa dem Charme der Neuankömmlinge unterlegen, sie sind vielmehr kurzerhand vergewaltigt und in sexuelle Dauerabhängigkeit gebracht worden.
  • 28.12.2012, Diane de Reynier
    Wenn die "Grünen" zu der Zeit gelebt hätten, als Antarktis sich von Südamerika trennte und in eine Eiswüste verwandelt wurde, mit allen den Konsequenzen für die damalige Tierwelt, können Sie sich die Horrormeldungen in der Presse vorstellen?
  • Nicht durchdachter Horror

    27.12.2012, Oliver Dorsch
    Grundsätzlich ist es richtig, dass ein derart schwieriges und emotionales Thema von jedem selbst abgewogen sein muss. Nach vielen Diskussionen auch in Motorrad-Foren, wo man dem Thema Unfall und Tot manchmal etwas näher ist, sind mir aber vier Punkte auffällig geworden:

    1) Wer Organspende ablehnt, hat(te) in der Regel noch keinen nahen Verwandten/Bekannten, der eine Organspende zum Überleben benötigte. Es lässt sich leicht gegen Organspende sein, wenn es nicht die eigene Tochter oder Vater ist, die dringend ein neues Organ benötigen.

    2) Die Ablehnung der Organspende wird gerne artikuliert - die Verweigerung einer Organ"einpflanzung" eher selten. Man sollte die Organeinpflanzung testhalber an die Bereitschaft zur Organspende koppeln, dann würde die Diskussion m.E. anders geführt werden. Über die eigene Meinung denkt man eher nach, wenn man die Konsequenz mal am eigenen Körper spüren müsste.

    3) Der irrationale Horroraspekt. Dabei wird vergessen, dass die Schreckensbeschreibungen alltägliche zigtausendfache Realität in jeder Operation sind - auch bei einer Blinddarmoperation wehrt sich der Körper gegen den "grausamen" Eingriff -, obwohl das Gehirn weitgehend und massiv betäubt ist (sein muss!). Das ist Realität, wenn Nerven zerschnitten werden, Gewebe durchtrennt wird, zentrale Steuersignale und Koordination ausbleiben. Deshalb sind bei jeder Narkose massiv Muskelentspanner dabei - nicht weil der Arzt Angst hätte, der Patient würde vielleicht kurz aufstehen und sich einen Kaffee holen. Isoliert dargestellt klingt das schrecklich und schockierend, aber in Wirklichkeit wird das Bild künstlich auf ein Horrorszenario verengt.

    4) Angst vor dem Schwarzmarkt. Derselbige entsteht doch erst durch Mangel, wie jeder Schwarzmarkt.

    Ich kann verstehen, wenn sich jemand gegen Organspende entscheidet. Das ist ein Ergebnis unterschiedlicher Wertungen. Aber dieses intensive Bedürfnis, möglichst viele auch dagegen zu vereinnahmen, ist ärgerlich. Wenigstens sollte die Diskussion sachlich erfolgen und keine einzelnen Aspekte überzeichnet als den Ablehnungsgrund darstellen.

    Ich bin Organspender. Auch für Organspendeablehner.
  • Realforschung oder Wissenschaftsarbeit?

    21.12.2012, Lothar Pohl, Chemnitz
    Natürlich bin ich ein eifriger Leser des Journals SDW. Beziehe mich auf die Ausgabe 1/13, ,Ungeeignetes Gedankenmodell'. Herr Hubert Otte aus Mainz meint, dass dieses Gedankenmodell von ,Schrödingers Katze" eher
    ungeeignet sei die Quantenmechanik zu verstehen. Der Mann hat Recht.
    Ich meine, selbst bei den Mainzelmännchen, nach so vielen Jahren, muss es sich doch auch herumgesprochen haben, dass Herr Schrödinger mittels dieser Absurdität nur aufzeichnen wollte, wie stark seine Zweifel an der Konzeption der Quantenmechanik waren.
    Aber man höre und staune! Wineland und Haroche ist es gelungen, die Eigenschaft der SUPERPOSITIONEN zu überlisten. Sie haben einzelne Quantenteilchen beobachtet und zugleich kontrolliert. Das Problem der physikalischen mikroskopischen Eigenschaften zum Übergang makroskopischer Systemeigenschaften ist aber trotzdem, so glaube ich, noch nicht gelöst (Dekohärenzproblem.)
    Siehe auch SDW 12/20l2. Aber wir nähern uns immer mehr der Wahrheit, allerdings ohne sie ganz zu erreichen. Noch eine Bemerkung zum Beitrag: ,,Großer Wirbel um die Turbulenz", auch o.g. Ausgabe. Immerhin sind für die Klärung des Strömungsproblems eine Million US-Dollar ausgelobt. Ich war sichtlich positiv erstaunt, dass hier die Rede von Realforschung / Wissenschaftsarbeit war. Realisiert werden hier Experimente mit 1,8 m Röhren und Drücken von 15 Bar.
    Das freut den Praktiker!
    Im Gegensatz zu ,Turbulente Szenen', SDW-Ausgabe 2011, S. 11, dabei handelt es sich um 4 mm Röhren im Durchmesser, Forschung zum Selbstzweck.
    Wobei mir der Beitrag von Herrn Harald Kirsch aus Düsseldorf ins Konzept passt. Hier schließt sich nämlich der Kreis. Die Möglichkeit einer praktischen Relevanz in der Forschung.
    Die Gegenüberstellung der zuletzt genannten ,Turbulenzbeiträge" lässt doch deutlich erkennen, wo man nur wegen des Forschens Experimente betreibt, oder man forscht, um Wissen zu erweitem mit dem Ziel einer praktischen Anwendung. Auch die Preisträger des letzten Nobelpreises in Physik, arbeiteten am Ziel, ihre Forschungsergebnisse für die Praxis zu nutzen. (QPC )
  • Widerspruchsregelung

    21.12.2012, Horace
    Durch diese Regelung "gewinnt" man keine Spender, sondern man hofft einfach, dass viele Leute vergessen, zu widersprechen und man sie somit ausräumen kann.

    Ich jedenfalls möchte nicht als Hartz-IV-Empfänger und Langzeitarbeitsloser z.B. nach einem Unfall schwer verletzt auf einer Intensivstation liegen, während neben mir der Schulfreund des Chefarztes auf ein neues Herz wartet.

    Daher habe ich einen "Kein Organspender!"-Ausweis in der Brieftasche. Mag hart klingen, aber mir hilft auch keiner! Ich bekomme noch nicht einmal eine Zahnbrücke, weil ich sie mir nicht leisten kann.
  • Und Sie fragen noch nach den Gründen?!

    21.12.2012, Walter Weiss
    Wenn doch, wie die Verfasserin berichtet, nur ein einziger von 100 in einer Klinik Sterbender als Organspender praktisch in Frage kommt, weil bei den übrigen 99 Prozent im Augenblich der Feststellung des Hirntodes die Organe bereits unwiederbringlichen Schaden genommen haben, überlegt sich jeder, der grundsätzlich vielleicht zur Organspende bereit wäre, sehr genau, ob er das tut: mit einer Wahrscheinlichkeit von 99 Prozent wäre eine solche Bereitschaft ja zu 99 Prozent sinnlos!

    Und noch ein weiteres: Wenn das Verhältnis mit 1:99 so erschreckend ungünstig ist, wer befreit die Menschen von der Furcht, die beiden Ärzte, die den Hirntod "feststellen" sollen, könnten vielleicht geneigt (und verführt) sein, bei dieser Feststellung fünfe gerade sein zu lassen, also ein klein wenig zu früh den "Hirntod" festzustellen?
    Diese Bedenken berühren den Fall der Spende von Lebenden (also z.B. von nahen Angehörigen) natürlich nicht.

    Bei der Spende von Toten indessen habe ich das größte Verständnis für jeden, der die Organspende aus den genannten Gründen ablehnt.