Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Inhärente Entwicklung?

    13.01.2013, Splitterraum
    Müssen wir im dringenden Bestreben darum, für mehr Verständnis autistischer Menschen und deren Bedürfnisse zu sorgen, hinnehmen, dass solche Wellen über uns rollen?

    Spreche ich für autistische Kinder, dann wäre schon eine Liste der fehlenden Bestandteile für eine gerechte Entwicklungschance lang und frustrierend. Lahme Bürokraten, rückständige Kliniken, zu wenig Therapeuten, und und und und und...

    Und dann noch eine Öffentlichkeit die nach Amokläufern fahndet und dabei von übereifrigen Journalisten Vokabeln wie 'Asperger' ins Heft geschrieben bekommt?

    Wenn es denn sein muss...





  • zwischen den Zeilen

    13.01.2013, Walter Weiss
    In der Rezension schwingt nicht nur ein - nicht eben besonders bedauerndes - Vergeblichkeitsempfinden mit, sondern leider auch eine nicht zu übersehende Herablassung, die das sehr engagierte Buch nun wirklich nicht verdient hat - so als seien die Verfasserin und ihre 'Mitstreiter' selbst schuld an der generell miesen Gesamtsituation.

    Dabei ist gerade die bei uns in Deutschland beschlossene Energiewende nicht nur ein sehr positives Zeichen, sondern auch, sollte sie wirksam umgesetzt werden, ein durchaus wirksames Mittel, die Steigerung der negativen Einflüsse abzufedern - obwohl unsere Regierung fest in der Umklammerung der vier großen Stromlieferanten steht, die im Einvernehmen mit dem zuständigen Europakommissar Oettinger alles tun, um die Energiewende wieder rückgängig zu machen, insbesondere durch superteure angeblich 'alternativlose' Riesenleitungen quer durch Deutschland, Befreiung aller etwas größeren Stromverbraucher von den Stromkosten und Belastung aller kleinen Stromverbraucher mit den unnötigen Riesenausgaben.

    Auch greift - insbesondere bei den weiblichen Verbrauchern - immer mehr die Einsicht durch, dass der immense Fleischverbrauch verheerende Auswirkungen auf die Ernährung der Weltbevölkerung und die Abholzung der Wälder hat, auch dass es nicht nur moralisch eine Sauerei ist, Mais, Weizen und Palmöl zu verdieseln und nicht zur menschlichen Ernährung - und zwar unmittelbar, nicht erst über die Fleischherstellung - zu verwenden. Immer mehr Menschen in Deutschland lernen diese Zusammenhänge und vermeiden dann das Tanken von E10.
  • 2,7 Prozent Kollisionswahrscheinlichkeit oder 0 - 0 ist "definitiv" falsch

    12.01.2013, Rudolf Uebbing
    Zitat aus dem Aphophis-Artikel:
    "Bald zeigten jedoch nachfolgende Untersuchungen, dass sich Apophis zwar an diesem Datum bis auf etwa 30 000 Kilometer der Erde annähern, aber definitiv unseren Planeten verfehlen wird."

    Zu "definitiv":
    Ein umgangssprachlicher Gebrauch des Wortes "definitiv" kann hier in die Irre führen -
    informativ und besser wäre die Angabe einer neuen, bezifferten Irrtumswahrscheinlichkeit (z.B. viel kleiner als 2,7 Proz. und die Nennung eines zugehörigen, aktualisierten Wahrscheinlichkeitswertes) .

    Was ist, wenn Aphophis zwischenzeitlich durch eine Kollision mit einem Gesteinsbrocken
    geringfügig abgelenkt wird ?
  • Persönliche Überzeugungen des Rezensenten

    10.01.2013, Michael v. Adelberg
    Für jemanden der dieses Buch nicht gelesen hat, ist diese Rezension leider nur wenig geeignet sich ein neutrales Bild über dieses Buch zu machen, und darauf basierend eine Kaufentscheidung zu treffen. Dazu hat der Rezensent das Buch zu sehr unter dem Blickwinkel seiner persönlichen Überzeugungen bewertet. Wenig hilfreich!
  • Re: 1. Kühlung

    10.01.2013, B. Wendel
    Ja, es ist ein Problem, weil dann keiner mehr an den Computer ran kommt, um ihn zu warten.
    Flüssiger Stickstoff? - Der (Super-)Computer soll schon länger als ein paar Stunden laufen, bevor er spröde wird.
  • Die Meerwalnuss ist keine Qualle

    09.01.2013, Franziska Just
    Entgegen dem Text der Rezension gehört die Meerwalnuss (Mnemiopsis leidyi) nicht zu den Quallen, sondern zu den Rippenquallen (Ctenophora). Diese werden als mögliche Schwestergruppe zu den Nesseltieren (Cnidaria) diskutiert, die unter anderem auch die Quallen beinhalten.
  • http://www.spektrum.de/alias/klimaschutz/anatomie-des-scheiterns/1180445

    09.01.2013, howetzel
    Es reicht nicht, wenn man lautmalend „schmutzig" schreibt! Man darf nicht nur die Qualität beschreiben, sondern sollte sich auch in die Tiefen der Quantität vorwagen. Wie lässt sich schmutzig charakterisieren?

    Ursprünglich war der Begriff Schmutz mit den Ruß- und Staubemissionen verbunden, das lässt sich, wenn gewollt, beherrschen. Ähnlich ist es mit den NOx und SOx. Die Kraftwerke in den Neuen Bundesländern haben gezeigt, dass man in 3 Jahren das Nachholen kann, wozu die Alte BRD 8 Jahre brauchte. Schwefelfreie, bleifreie Kraftstoffe und -gase sind ebenfalls mittlerweile Stand der Technik. Das gleiche gilt für die Energieträger zum Heizen. Feinstaub ist ein aktuelles Arbeitsgebiet, wo schon viel erreicht ist. Und CO2 ist an sich nicht "schmutzig". Hier wird die klimaschädliche Auswirkung von mehr CO2 als schmutzig bezeichnet. Das ist zwar rhetorisch gut gemacht, trägt aber leider wenig zur Aufklärung bei. Ja ganz im Gegenteil die Mystifizierung verschleiert viele notwendige Hintergrundinformationen.

    Warum ist Gas so vielbesser? Nur weil es bei der Verbrennung weniger alshalb so viel CO2 freisetzt?

    Also da kann man schon Effekte erreichen, aber das wird der Größe der Aufgabenstellung nicht gerecht. Keiner denkt nach, welche Prozesse von der Förderung bis zum Ankommen in Deutschland schon absolviert wurden. Was ist, wenn man beispielsweise einen stofflichen Verlust von 2% Methan in diesen Prozess einrechnet? Die hohe Klimawirksamkeit von Methan macht dann all Vorteile platt!

    Also nochmal: der Menschheit steht eine große Aufgabe bevor, die nur mit Aufklärung und nicht mit ideologischer Mystifizierung zu lösen ist. Es gibt da keine Wunderwaffe, mit der alle Probleme erschlagen werden können.

    Wie ist die moderne Argumentation?

    - Ergebnis offen!
    - Brückentechnologien

    Mein Hinweis: Bei letzteren sollte man die Brücke nicht schon einreisen bevor das andere Ufer erreicht wurde.

    Die Vorreiterrolle von Deutschland bei der CO2-Einsparung ist kein Erfolg, sondern nur Trittbrettfahren. Die Quelle der deutschen CO2-Einsparung ist die nichtgeförderte ostdeutsche Braunkohle, deren Effekte sich gerade zu dem deutschen Beitrag von 250 Mio t CO2 summieren. Der Einsatz erneuerbarer Energien hat also maximal das Mehr an anderer Stelle kompensiert!
    Ein weniger an „Grüner“ Ideologie, wäre da hilfreicher als über „schmutzig“ zu debattieren!
  • Kühlung

    09.01.2013, W. Scheel und K. Wittke
    Wie wäre es, wenn man die Räumlichkeiten mit flüssigem Stickstoff flutet?
  • …unreflektierte Werbung und Versprechungen?

    08.01.2013, L. Mc Grath
    Die Frage nach einer "kommerziellen Nutzung" behindert den Erkenntnisgewinn? Ich denke eher, dass bei einem Phänomen wie dem diskutierten, sich auch die Frage nach den Konsequenzen stellt - und eine theoretische Maschine mit mehr als 100% Effizienz wirft doch genau die Fragen auf, denen wir uns letztlich stellen müssen. Wenn unser bisheriges Modell eine Effizienz größer 100% nicht zulässt, zugleich aber unser Modell die theoretische (!) Möglichkeit aufzeigt, werde ich neugierig. Diese "Maschine" ist ein Gedankenmodell, das insbesondere jenen, die sich nicht speziell mit dieser Art der Physik auseinandersetzen, eine interessante Eselsbrücke bietet - ich fühle mich eher inspiriert weiterzudenken.

    In anderen Fragen sieht das sicher anders aus, letztlich sind die Fragen einer Nutzung immer auch ein Mittel Aufmerksamkeit zu erheischen, vor allem bei denen die sich fachlich nicht mit dem Thema befassen. Und machen wir uns nichts vor, Forschung als Selbstzweck hat einen schwierigen Stand! Das ethische Fragen bezüglich einer Anwendung nicht unter den Tisch fallen sollten, halte ich für selbstverständlich, trifft hier aber schlicht nicht zu.

    L. McGrath

  • Mathematik

    08.01.2013, Albrecht Storz
    Sogar die Mathematik ist von solchem Bias nicht verschont. So wird heute gelehrt, dass die Mengenlehre auf der Basis der Zermelo-Fraenkel-Axiome praktisch die Grundlage der Mathematik darstellte.
    Dass ZF(C) aber nur eine bestimmte Sichtweise ist und Konsequenzen wie transfinite Zahlen keine notwendige Wahrheit, sondern nur eine mögliche Sichtweise unter der Voraussetzung sehr unnatürlicher Annahmen (wie die, dass es Mengen mit x Elementen ohne x-tes Element gibt) darstellt, wird leider i.d.R. unterschlagen - mit der notwendigen Konsequenz, dass Studenten keine Anreize bekommen außerhalb von ZF(C) zu arbeiten und Arbeiten, die nicht im ZF(C)-Rahmen formuliert werden keine oder nur wenig Beachtung finden.
    Mathematik wird damit auf einen sehr engen Sichtwinkel beschränkt - ganz gewiss nicht "im Sinne des Erfinders" Georg Cantor, der doch eben die Freiheit des Denkens gefordert hat.
  • Was im Vortrag nicht angesprochen wurde

    07.01.2013, Franz Hrubes
    Um die angesprochene Auflösung überhaupt realisieren zu können, braucht es entsprechende Sensoren (Edge-Sensors), mit denen die Einzelsegmente zueinander auf Nanometer genau vermessen werden können, um sie auch ausregeln zu können. Die Anforderungen in Hinsicht Auflösung, Temperaturstabilität, Langzeitstabilität und Feuchtigkeitsunabhängigkeit sind extrem - aber erreicht. Als Entwickler dieser Sensoren habe ich mich sehr über diesen Beitrag gefreut. Ich hoffe, dass die Finanzierung baldmöglichst gesichert wird.
  • Synthese eines N-invertierten Porphyrins an der WWU Münster im Jahr 1990

    07.01.2013, Dr. Heinich Tumbrägel, Langenfeld
    Die Synthese eines N-invertierten Porphyrins war bereits 1990 das Thema meiner Promotionsarbeit an der WWU Münster unter Leitung von Prof. Dr. Franck. Es gelang damals die Synthese eines Octamethyl-N-invertierten Porphyrins. Es ist daher nicht ganz richtig, dass vorher noch niemand auf diese Idee gekommen war.

    Titel der Arbeit: Erstmalige Synthese eines Invertophyrins mit einer umgewendeten Pyrroleinheit
  • Gefahr aus der Nachbarschaft

    07.01.2013, Ulrich Köhler
    In Ihrem die Möglichkeiten der Asteroidenabweh erläuternden "Kasten" am Ende des Textes hätten Sie auch auf das Projekt NEOShield der Europäischen Union hinweisen können: NEOShield ist eine im Januar 2012 gegründete internationale Kooperation zur Abschätzung von Methoden zur Asteroidenabwehr. Es wird vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) angeführt. Insgesamt 13 Partner aus Forschung und Industrie, darunter auch amerikanische und russische Weltraumorganisationen, forschen daran, wie Einschläge von Asteroiden und Kometen verhindert werden können. Weiterhin wollen die NEOShield-Partner zusammen mit anderen Organisationen wie der NASA, ESA und der UN eine weltweit koordinierte Vorgehensweise entwickeln, die sofort und dann in Kraft tritt, wenn eine konkrete Einschlagsgefahr erkannt wird. In diesem Fall soll je nach Art des gefährlichen Asteroiden eine schon vorher entwickelte Abwehrstrategie für diesen Fall vorhanden sein, damit unverzüglich eine Abwehrmission mit den richtigen Parametern gestartet werden kann. Im Idealfall ist eine solche Mission bereits zuvor an einem vergleichbaren Asteroiden getestet worden. Die Europäische Union unterstützt das Projekt für 3,5 Jahre mit vier Millionen Euro. Weitere 1,8 Millionen Euro steuern die beteiligten Partner bei.
  • Asteroidenabwehr

    06.01.2013, Fritz Kronberg
    Eine vergleichsweise einfache und billige Methode der Ablenkung hat der Autor vergessen. Man lasse eine möglichst massereiche Sonde auf Parallelkurs mitfliegen, und zwar auf der Seite des Asteroiden, auf die man ihn lenken möchte. Mit hinreichend Zeit wird die gegenseitige Gravitationskraft ihn hinreichend ablenken. Das gilt auch für Schutthaufen, die sonst kaum beherrschbar wären.
  • Warum das Risiko?

    06.01.2013, Markus Flad
    12 Jahre Unabhängigkeit - mit unabsehbaren Folgen. Statt nach erneuerbaren Alternativen zu suchen, pressen wir alle fossilen Energieträger, die wir noch haben mit viel Aufwand aus der Erde. Den nachfolgenden Generationen überlassen wir nur noch das CO2. Fracking - nein danke!