Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • AMO durchaus prognostizierbar

    10.10.2012, Kai Abt
    "Wann die AMO wieder in die vorherige Phase ihres Zyklus schwingt, ist nach Ansicht der beiden Forscher noch völlig unklar." — Völlig unklar?! Die AMO zeigt doch eine sehr regelmäßige Fluktuation mit ca. 60-jähriger Periodenlänge. (http://de.wikipedia.org/wiki/Atlantische_Multidekaden-Oszillation). Manche Forscher sehen das als Ergebnis astronomischer Einflüsse. Die derzeit tonangebenden, ganz auf Klimagase fixierten Vertreter scheinen dagegen bemüht, vorsorglich jede feste Periodizität bei Klimaschwankungen zu leugnen. Diese Position wird sich auf Dauer wohl nicht halten lassen. Den nächsten Tiefpunkt der AMO kann man jedenfalls um 2035 herum erwarten.
  • Mal ein Auge zu kneifen ...

    08.10.2012, Anne Simon
    Jetzt wissen wir endlich, woher diese Redensart kommt!
  • Widersinn?

    08.10.2012, Dieter Götzl
    Brian Hayes schreibt in seinem ansonsten interessanten und lesenswerten Artikel, dass es widersinnig sei, dass "das Maximum [der auf die Menge der reellen Zahlen erweiterten Funktion V(n;1)] nun auch noch bei einer nicht ganzzahligen Dimension erreicht wird". Ist es das wirklich?

    Jedem Schüler wird früh eingebläut, dass eine Funktion nicht allein durch die Funktionsgleichung definiert ist, sondern dass zusätzlich immer auch der Definitionsbereich angegeben werden muss. Anders ausgedrückt: Bei unterschiedlichen Definitionsbereichen handelt es sich nicht mehr um die gleiche Funktion. Verschiedene Funktionen nehmen sich aber durchaus manchmal das Recht, z. B. das Maximum an verschiedenen Stellen zu haben. Man kann also nicht ernsthaft erwarten, dass bei einer Erweiterung des Definitionsbereichs eine Funktion ihr Maximum für eine Zahl annimmt, die noch in der ursprünglichen Menge liegt.

    Die Funktion V(n;1) hat ihr Maximum bei n = 5, wenn n die Menge der natürlichen Zahlen durchläuft, und bei n = 5,2569..., wenn als Definitionsbereich die Menge der reellen Zahlen zugrundegelegt wird. Eine Widersinnigkeit kann ich hier nicht erkennen. Auch den im Artikel sich anschließenden Ausflug in die Fraktale Geometrie hätte man sich daher sparen können.
    Antwort der Redaktion:

    Danke für die Klarstellung! Dass die Funktion V(n; 1) ihr Maximum bei dieser krummen Zahl annimmt, geht nur dem "wider den Sinn", der sich die Sache nicht bis zu Ende überlegt. Das sind zwar die meisten; aber "kontraintuitiv" statt "widersinnig" wäre das treffendere Wort gewesen.

    Christoph Pöppe, Redaktion

  • Stoßweises Ausatmen

    08.10.2012, Sauerwein, München
    Der Autor dürfte mit seiner These richtig liegen. Denn wenn man die Luft eine Zeit lang angehalten hat, genügt schon ein klein wenig ausatmen, damit der Atemdrang sofort spürbar nachlässt, offenbar auf Grund der mit dem teilweisen Ausatmen verbundenen Zwerchfellbewegung. *Das* kann man leicht selber ausprobieren.

    In der Konsequenz kann man durch stoßweises Ausatmen kleiner Atemvolumina die Stoppuhr für den Atemzwang immer wieder auf null zurücksetzen, bis keine Luft zum Ausatmen mehr vorhanden ist. Ich glaube mich erinnern zu können, mit zusätzlichem vorherigem Hyperventilieren und mehrmaligem tiefen Ausatmen (um die verbrauchte Restluft vollständig aus der Lunge zu entfernen) in jungen Jahren auf zirka drei Minuten vom Luftanhalten über das Ausatmen bis zum nächsten Luftholen gekommen zu sein. Damals war ich im Glauben, dass diese drei Minuten unkritisch seien. Nach der Lektüre des Artikels ist mir jetzt klar geworden, dass man dabei körpereigene Kontrollmechanismen überlistet, wobei unter Umständen kritisch niedrige Sauerstoffwerte im Blut auftreten. Deswegen sei diese Methode auch nicht zur Nachahmung empfohlen, jedenfalls nicht ohne ärztliche Aufsicht!

    Interessant wäre zu wissen, was die asiatischen Perlentaucher anstellen, um ihre langen Tauchzeiten zu erreichen. Durch die niedrige Temperatur und den Wasserdruck sind die Bedingungen natürlich andere.
  • Gott und das Raum-Zeit-Kontinuum

    08.10.2012, Paul Kalbhen, Gummersbach
    Ganz so unglaubwürdig und primitiv, wie sie Joachim Datko darstellt, muss man die christliche Religion nicht unbedingt sehen, wenn man das oftmals archaische und gewalttätige Gottesbild des Alten Testamentes im Judentums, das auch auf den Islam abgefärbt hat, zu dem eines allgütigen und freimachenden Gottes sublimiert (auch der Rationalismus hat bisweilen archaische Züge angenommen, wenn man an Nationalsozialismus, Stalinismus und Maoismus denkt). Immerhin kann ich aus der Vergangenheit ein Dutzend Atom- bzw. Quantenphysiker anführen, die christlich orientiert waren: Planck, Bohr, Schrödinger, Heitler, von Laue, Sommerfeld, Born, Pauli, Dirac, de Broglie, Jordan, von Weizsäcker - oder waren sie allesamt "deppert"? Ich setze Joachom Datko meine "Überlegungen zur Existenz des christlichen Dreieinigen Gottes aus der Sicht der modernen Physik" entgegen:
    Nach den Aussagen der christlichen Dreifaltigkeitslehre ist „Gott-Vater“ allwissend, man könnte folgern, weil er als Schöpfer der Welt außerhalb unseres Raum-Zeit-Kontinuums existiert. Jesus Christus sagt dazu nach den Schriften der Evangelisten Markus 13,31-32 bzw. Matthäus 24,35-36: „Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen. Doch jenen Tag und jene Stunde kennt niemand, auch nicht die Engel im Himmel, nicht einmal der Sohn, sondern nur der Vater.“ Man könnte folgern, dass selbst Jesus als „Gott-Sohn“ der räumlichen Begrenztheit unseres irdischen Wissens unterlag o;- trotz seines Anspruchs nach Johannes 8,58: „Noch ehe Abraham wurde, bin ich.“ Der theoretische Physiker Paul Davies teilt die Bedenken einiger neuzeitlicher Theologen, dass sich die Ewigkeit eines allwissenden Gottes und die Zeitlichkeit eines lebendigen Gottes ausschließen. Ich setze dagegen: Das Geheimnis der Dreieinigkeit Gottes löst dieses Problem - „Gott-Vater“ als Schöpfer der Welt, der allwissend außerhalb unseres Raum-Zeit-Kontinuums existiert; „Gott-Sohn“ als Mittler zwischen Gott und der Welt, der materiell in unserem Raum-Zeit-Kontinuum verweilte und göttliche Wahrheit - „Information“ - offenbarte; „Gott-Heiliger Geist“ als Erhalter der Welt, der ideell in unserem Raum-Zeit-Kontinuum wirkt und geistige Prinzipien überträgt (ich wage eine moderne Metapher: der Heilige Geist, die „Software“ Gottes in der Welt).
    Der Kirchenlehrer Thomas von Aquin, heilig gesprochener Dominikanermönch, schrieb schon im ausgehenden Mittelalter in bewundernswerter Klarheit der Gotteserkenntnis: „Gott hat weder Anfang noch Ende, er besitzt sein ganzes Sein auf einmal – worin der Begriff der Ewigkeit beruht.“ und „Göttliches Erkennen aber ist über der Zeit und wird nur an der Ewigkeit gemessen. Darum erkennt er die Dinge nicht, sofern sie in der Zeit, sondern sofern sie in der Ewigkeit, das ist gegenwärtig sind, und zwar sowohl die notwendigen wie auch die nicht notwendigen Dinge. So erkennt Gott alles als gegenwärtig in seiner eigenen Gegenwärtigkeit.“ Thomas von Aquin führte im 13. Jahrhundert ein rationales und analytisches Denken in die Theologie ein, das auf den Sinneswahrnehmungen des Menschen beruhte. Im Zuge der so genannten Aristotelesrezeption der mittelalterlichen Scholastik griff er auf die Erkenntnistheorie des vorchristlichen griechischen Philosophen Aristoteles zurück, dass auch Sinneserfahrung und Empirie dem Menschen Einblick in die „Wahrheit“, d. h. in das Wesen, die „Substanz“ der Dinge, erlauben – im Gegensatz zur scheinbar allein „wahren“ immateriellen Ideenwelt Platons, des Lehrers des Aristoteles, auf der Augustinus (um 400 n. Chr.) fußte. Thomas von Aquin übertrug diese Erfahrung auf die Gotteserkenntnis, dass nämlich das menschliche Denkvermögen Gott auch aus der sinnlichen Wahrnehmung, dem empirisch Gegebenen heraus begreifen könne, und begründete die Einheit von Glaube und Vernunft („fides et ratio“), welche die christliche Theologie maßgeblich beeinflusst und bereichert hat. Heutzutage könnte er geradezu als Kronzeuge für die metaphysische Synthese von Glaube und Naturwissenschaft angeführt werden.
  • Nobelpreise an Forscherteams

    07.10.2012, Johanna
    Endlich mal ein Vorstoß in die richtige Richtung - das Nobelkomitee arbeitet hier sehr anachronistisch. Auch die Projektvergabe beim europäischen ERC folgt einem Anachronismus - es werden keine Verbundprojekte gefördert sondern einzelne Forscherteams- Innovationen vollziehen sich aber an den Grenzen der Disziplinen und daher brauchen wir mehr Inter- und Multidisziplinarität in der Forschungsförderung und bei der Preisvergabe.
  • Habe mich im 2. Semester aus der Physik verabschiedet

    07.10.2012, Peter Lehleiter
    Ich bin stolz darauf, im 2. Semester, die nicht reflektierte Züge in die Hochstapelei erkannt zu haben. Eigentlich wollte ich Phsik studieren, aber ich habe mich schon mal aus Vorsicht bei Mathe eingeschrieben. Als dann die Katastropfe perfekt war, bin ich zwar etwas ratlos auf der Mathematik sitzen geblieben, wurde aber nicht der Gehirnwäsche durch die Physik unterzogen.

    Heute treibe ich Physik in meinen späten Jahren und es fällt mir leicht zu sehen, wo die Mängel der offiziellen Physik sind.

    Zu meinen Aspekten hierzu werde ich in einem Buch Stellung nehmen.
  • Folgen von Medikamenten?

    07.10.2012, Walter Weiss
    Nach dieser Rezension möchte ich mir das Buch gern kaufen - obwohl mir die Darstellung der Gehirnleistungen im Alter als recht im nur heiteren Wetter angesiedelt erscheint. Im Alter gibt es ja nicht nur im Gehirn angesiedelte Erkrankungen/Veränderungen, sondern auch in zunehmendem Maße allgemeine Erkrankungen des übrigen Körpers, insbesondere Krebs-Erkrankungen, die inzwischen einen sehr hohen Prozentsatz der alten Menschen
    befallen. Das niederschmetternde Gefühl, einen im Zweifel unheilbaren Krebs bekommen zu haben, kann nicht ohne Einfluß auf die Gehirntätigkeit bleiben - im Zweifel beflügelt sie nicht gerade deren Qualität. Vor allem aber sind die äußerst einschneidenden Wirkungen und insbesondere Nebenwirkungen der zur Heilung, Einschränkung oder auch nur palliativen Behandlung eingesetzten Medikamente (Chemos, Antikörper) und Behandlungen (Bestrahlung, Operationen) zu beachten, die beträchtlichen Einfluß auf die Fähigkeiten des alten Gehirns ausüben können - wobei ja bereits gewisse Blockaden im rein subjektiven Bereich genügen würden.

    Ich hoffe, das buch behandelt gerade auch diese Aspekte - ich werde es lesen und dann gegebenenfalls diese Stellungnahme ergänzen.
  • Ehrenvolles Dilemma

    06.10.2012, Roberto Antoniolli
    Ich bin der Meinung, dass Ihre Alternative angenommen sollte. Mit besten Grüssen.
  • Verhaltensanpassung bei Mücken

    06.10.2012, Paul R. Woods
    Es ist zu vermuten, dass es schon immer einige Mücken gab, die später Blut saugten als die Mehrheit. Diese Mehrheit hat durch die Netze weniger Nachwuchs, während die später Saugenden sich vermehren konnten.
    Weniger wahrscheinlich ist, dass inidividuelle Mücken ihr Verhalten anpassten, was jedoch in der Beschreibung des Verhaltens im Artikel angenommen werden könnte.
  • Religion vs. Naturwissenschaft

    05.10.2012, Gerd Köllner
    Es ist schon erstaunlich mit welchen Mitteln ALLE Religionen Menschen in die absolut völlige Verdummung katapultieren - sei es mit Angst, Angst vor Dingen, die man nicht versteht, oder Angst vor dem Sterben, Angst vor imaginären Sphären, wie Fegefeuer oder Höllen oder Ewiger Verdammnis - oder mit Folter, Dinge von sich zu geben, die beweisen sollen, dass die Religion recht hat. Frauen werden in jeder Art Religion unterdrückt, da man Angst vor dem "Unbekannten" und dem Überlegensein hat. Der Katholizismus hat die Tötung und Ausrottung der Frauen im Mittelalter und in der heutigen Zeit - viel subtiler und geschickter - zu einer erstaunlichen Perfektion entwickelt.
    Wenn ich mich an Menschen wie Galileo oder Bruno erinnere, dann wird mir schlecht, wenn ich daran denke, was sie mit denen gemacht haben. Und wenn man bedenkt, dass es bis 1992 gedauert hat, um Galileo zu rehabilitieren, dann finde ich es bemerkenswert, dass es immer noch Leute gibt, die diesen Religionsschwachsinn glauben.
    40 Pct der Amerikaner glauben, dass die Erde vor 6-10000 Jahren "geschaffen" wurde und Gott die Millionen Jahre alten Fossilien im Boden vergraben hat, dass wir (die Wissenschaftler) sie finden. Das Schlimme dabei ist, dass sowas in den Schulen gelehrt wird und es niemandem gelingt, diese sog. zivilisierten und aufgeklärten Individuen vom Gegenteil zu überzeugen.

    Ich bin fest davon überzeugt, dass es ohne Religionen keine Kriege und Auseinandersetzungen auf diesem wunderschönen Planeten gegeben hätte und geben wird. Unser Universum ist - für unsere Massstäbe riesig und wir "sehen" nur 4 Pct davon - von dem "Rest" wissen wir gar nichts. Und da "glauben" viele, dass wir die Krönung der - ihrer Meinung nach - Schöpfung wären......einfach lächerlich !
  • Was ist mit Luftanhalten nach dem Ausatmen?

    05.10.2012, M. Kaufmann
    Im Artikel (der Printausgabe) geht es zumeist darum, wie lange ein Mensch maximal die Luft anhalten kann, und was den Atemdrang auslöst, was darauf hinausläuft, dass die Versuchsperson voll eingeatmet hat.
    Die These ist dann, dass die Kontraktion des Zwerchfells, die den Brustkorb geweitet hält, die Ursache ist, da wohl die CO2 Konzentrationen im Blut noch nicht kritisch sind, aber bei ungeübten Personen dennoch nach einer Minute der Atemdrang aufkommt.
    Wie ist es aber mit dem Luftanhalten nach dem Ausatmen? Das wird nur am Ende des Artikels angesprochen, aber nicht ausreichend thematisiert.
    Wie wäre es bei Probanden die Blutwerte zu überwachen und zu vergleichen je bei zehnmal Luftanhalten nach dem Ausatmen wie nach dem Einatmen.
    Es kann ja durchaus sein, dass im ausgeatmeten Fall dann die Körperüberwachung des Blutes überwiegt und dann nicht mehr das Zwerchfell entscheidend ist.
  • Fehldiagnose PSA

    05.10.2012, Dr. med. Josef Peter Kosek, Rietberg
    Der hervorragende Beitrag von Marc B. Garnick kann noch erweitert werden durch zwei Aspekte:
    1. Die Tastuntersuchung der Prostata erhöht ihrerseits die PSA im Blut. Zuerst tasten und anschließend, eventuell erst nach einer oder mehrerer Stunden, eine Blutabnahme vorzunehmen, kann einen falsch erhöhten Blutwert der PSA zur Folge haben. Dies ist besonders dramatisch, wenn bereits ein Prostata-Ca diagnostiziert ist. Der künstlich erhöhte PSA-Wert kann dann zu einer - möglicherweise zu diesem Zeitpunkt - nicht angebrachten Therapie führen. In diesen Fällen (kein Ca oder bereits bewiesenes Ca) läge ein Fehlergebnis mit konsekutiver Fehleinschätzung vor, und damit eine Fehldiagnose.
    2. Sexuelle Aktivität kann die PSA im Blut deutlich erhöhen, ganz erheblich sogar, sollte die Prostata leicht entzündet sein - was nicht selten in Kombination mit einer Blasenentzündung der Fall ist. Da sexuelle Aktivität aber eher gesund als ungesund ist, könnte somit ein gesundes Verhalten einen krankhaft erhöhten Blutwert zur Folge haben. Es ist zwar nicht bewiesen, aber meine persönliche Meinung hierzu: Sexuelle Aktivität bis ins hohe Alter reduziert sogar die Entwicklung eines Prostata-Ca, weil der Samenstau in der Prostata abgebaut wird. Hier würde also die bisherige Einschätzung, eine erhöhte PSA sei gefährlich, etwas Gesundes sogar in etwas Krankes verwandeln.
    Somit ist die PSA für sich sogar geeignet, Fehldiagnosen zu fördern und auf Grund des erhöhten Werts eine Therapie als fälschlicherweise nötig erscheinen zu lassen.
    Einzig und allein der stark steigende PSA-Wert in Kombination mit Anamnese (sexuelle Aktivität? Entzündung? etc.) und keine Palpation vor der Blutabnahme sind wirklich aussagekräftig.
  • Ist Sprachfähigkeit genetisch angelegt?

    05.10.2012, Walter Weiss
    Schade: ein ganz wesentlicher Punkt wird in dem Interview gar nicht ausgeführt: ob die Fähigkeit, generell Sprachen zu erlernen, genetisch im Gehirn bereits angelegt ist. Insofern wird dies ja nach den Ergebnissen der Kreolistik bereits allgemein bejaht, und zwar, was das Lernalter für diese angeborene Fähigkeit angeht, für die ersten drei Jahre, und was den Inhalt betrifft, für die jeweils von der Sprach-Umgebung des heranwachsenden Kindes und für eine rudimentäre Grammatik und einen rudimentären Satzbau.

    Es hätte nahegelegen, sich nicht nur mit völlig oder nahezu perfekten Sprechern zu befassen, sondern auch mit diesen soeben angeschnittenen Fragen - das hätte manches vereinfacht und besser erklärt.
  • Raketentechnik

    04.10.2012, Günter Orendi, Albstadt
    Conrad Haas war ein Büchsenmacher aus Österreich den der Rat der damals rein deutschen Stadt Hermannstadt, damals im autonomen Fürstentum Siebenbürgen, heute Rumänien, als Aufsichtsführenden über das Arsenal der Stadt berief. Er baute hier seine 3-stufige Rakete.

    Hunderte Jahre später ward hier Hermann Oberth geboren, der in Berlin den Schüler Werner Braun unterrichtete, dessen Werdegang gemeinhin bekannt ist.