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Lesermeinungen - Spektrum der Wissenschaft - Seite 130

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Auch Realisten können abweichende Hypothesen zum Klimawandel haben

    28.08.2017, Armin Faltl
    In seinem Beitrag sagt Michael Esfeld, dass man nicht gleichzeitig ein Realist in Bezug auf die Atomphysik und Konstruktivist in Bezug auf die Physik des Klimawandels sein kann. Damit gebe ich ihm Recht.
    Im gleichen Beitrag meint er auch, dass eine physikalische Theorie nicht ident mit der beschriebenen Physik an sich ist. Auch darin stimme ich ihm zu.
    Die Folgerung, dass es absurd sei, die Hypothesen über den Klimawandel für z. B. eine politisch motivierte Verschwörung zu halten, ist aber genau deshalb unzulässig. Es ist nicht die Physik des Klimas oder dessen Wandels, die eventuell eine Verschwörung darstellt, sondern eine von Menschen darüber gemachte Aussage – die Hypothese.
    Man kann also ein voller Realist in Bezug auf die Physik des Klimas sein, und weit entfernt von der Akzeptanz einer bestimmten Hypothese.
    Lange Jahre habe ich mich mit erneuerbarer Energie beschäftigt, und ich halte das aus vielen Gründen noch immer für sinnvoll. Ich bin auch sehr dafür, gute Klima-Modelle zu erstellen, um zu verstehen, was wirklich passiert.
    In letzter Zeit habe ich eine Reihe von für mich sehr schlüssigen Aussagen von Forschern mit öffentlichem Lehrauftrag gehört, die einen wesentlichen Einfluss von CO2 auf die Erwärmung vergangener Jahre sehr stark anzweifeln. Es ist mir selbst auch nicht verständlich, wie eine 4-prozentige Änderung gegenüber dem natürlichen Ausstoß in einem winzig schmalen Absorptionsband, das auch ohne unser Zutun bereits weit über 99% der vom Boden ausgehenden Strahlung in diesem Band absorbiert, eine dramatische Änderung im Geschehen der Atmosphäre erzeugen soll.
    Völlig offensichtlich ist, dass Urwald ein wesentlich anderes Reflexionsverhalten als gerodete Flächen oder urban versiegeltes Gelände hat. Was sagen die Klimamodelle dazu?
    Um zu erklären, welchen Einfluss ein bestimmtes Gas in einer bestimmten Konzentration in einem bestimmten Umfeld hat, muss man sehr ins Detail gehen. Einen Artikel, der das leistet, würde uns vielleicht in die Leseschwierigkeit vergangener Jahre bringen, mir als Leser aber wesentlich mehr nutzen und
    besser gefallen als manche Ihrer Beiträge aus letzter Zeit.

    Stellungnahme der Redaktion

    Danke für diese Hinweise. Ein Artikel spezifisch zum Klimawandel wäre sicher sinnvoll (war aber nicht Ziel meines Beitrags). – Michael Esfeld

  • Es geht um richtiges Denken

    27.08.2017, Karl Hostettler, Aadorf (Schweiz)
    Der Versuch, die Logik zu formalisieren, ist (vorläufig?) gescheitert. Das zeigen die Widersprüche.
    Ich beharre auf meiner Ansicht, dass Logik und Mathematik streng auseinanderzuhalten sind. Die Logik sagt uns, wie wir richtig denken und korrekte, sinnvolle Aussagen weitergeben. Mathematik ist ein Regelsystem, das uns hilft, die Welt in ihren quantitativen Eigenschaften zu erfassen. Um meine Auffassung zu begründen, muss ich noch etwas weiter ausholen.
    Wie alle anderen Lebewesen mussten auch wir und unsere Vorfahren immer vermehrungstüchtig sein. Dazu hat uns die Natur mit den nötigen Eigenschaften und Fähigkeiten ausgestattet, ausstatten müssen. Unter anderem müssen wir uns in der Welt zurechtfinden. Wir müssen uns von ihr und der Art, wie sie funktioniert, ein Bild machen können. Als Logik können wir die Fähigkeiten bezeichnen, diese Aufgabe zu bewältigen.
    Richtig denken genügt allerdings nicht. Wir müssen auch ein bestimmtes Verhalten zeigen. Wir müssen zum Beispiel helfen: als Mütter den Kindern, als Mitglieder der Gemeinschaft den anderen Mitgliedern. Wir müssen die Notwendigkeit solcher Tätigkeiten fühlen bzw. daran glauben. Wir sind auch gläubig! Was alles unterliegt einem Glauben? Dazu will ich hier nicht Stellung nehmen. Wichtig: Wenn alle Menschen etwas für richtig ansehen, dann halten auch wir selbst es meistens für richtig und hinterfragen seine Richtigkeit nicht. Wenn die Mathematiker sagen, die Mathematik sei nicht vollständig, dann wird es wohl stimmen.
    Leider ist ein Vorurteil weit verbreitet. Es ist der Glaube an einen logischen Übergott. Ein rundes Quadrat? Das könnte nur ein solcher Gott schaffen! Könnte er es wirklich? Nein! Denn um denken zu können, müssen wir uns Vorstellungen über Sachverhalte bilden können. Unsere Vorstellungen sind so, wie sie eben sind. Das Quadrat hat Ecken, der Kreis nicht. Beides ist so, muss so sein, weil wir es uns so vorstellen! Logischer Übergott, eine esoterische Vorstellung? Ja! Ich sehe nirgends einen plausiblen Grund, ein solches Wesen anzunehmen. Wir Menschen selbst sind es daher, die logische Gesetze und auch irgendwelche Regelsysteme formulieren, dank unseren naturgegebenen Fähigkeiten. Unsere Gesetze treffen zu, selbstverständlich. Sie müssen zutreffen, damit wir die Welt korrekt erkennen können. Aber wir Menschen müssen die Regeln selbst finden, wenn wir richtig denken und sinnvolle Aussagen weitergeben wollen. Wir sind in dieser Hinsicht frei. Es liegt an uns, wie wir ein Regelsystem gestalten wollen. Es muss einfach seinen Zweck erfüllen.
    Können wir die logischen Gesetze formalisieren? Ich weiss es nicht. Einiges müssen wir in jedem Fall beachten. Logik enthält die Grundlagen für richtiges Denken. Eine Aussage der Denkpsychologen lautet: "Denken ist Verarbeitung von Information im Sinne ihrer zielbezogenen Neuverknüpfung." Wir brauchen also Information, um denken zu können. Wir können es auch als Aufgabe der Logik betrachten, korrekt Information weiterzugeben, die dem Empfänger erlaubt, sie in seinem Denken zu verwenden. In jedem Fall muss eine Aussage also Information enthalten. Enthält der Satz "Dieser Satz ist richtig" eine verwendbare Information? Natürlich nicht. Dasselbe gilt selbstverständlich auch für die negierte Aussage. Und jetzt: Finden wir ein formales System, das diese Forderungen enthält? Wenn nein, können wir die Formalisierung der Logik vergessen.
    In jedem Fall, und das ist eine einfach zu verstehende Aussage, sind wir Menschen mit unseren logischen Fähigkeiten zuständig, um Folgerungen innerhalb eines Regelsystems als gültig oder ungültig zu erklären (zu beweisen). Ein Regelsystem erfüllt eine Aufgabe nur, wenn es widerspruchsfrei ist. Wenn es die Mathematik nicht wäre, müssten die Mathematiker sofort an die Arbeit gehen und die Sache in Ordnung bringen.
    Unvollständigkeit beweisen heisst also zeigen, dass keine Anpassung der Regeln das Problem lösen könnte!
  • nähste, nicht nächste

    26.08.2017, EinLeser
    "Dennoch, ein kurzer Gammablitz wäre schon an sich eine wichtige Entdeckung. NGC 4993 – 40 Millionen Parsec entfernt – wäre der NÄCHSTE kurze Gammablitz ..."
    nähste, nicht nächste (Entfernung vs. zeitl. Abfolge/Chro­no­lo­gie)
    Stellungnahme der Redaktion

    Laut Duden nicht. Zitat: "die Steigerungsformen von "nahe" lauten "näher" und "nächste". Andere Formen gibt es zu "nahe" nicht."



    (Quelle: https://www.facebook.com/Duden/posts/375227192573638)

  • Ischia & Monte Epomeo

    25.08.2017, Regina Rommelrath
    Auch ich habe mich mit der Entstehung der Insel Ischia beschäftigt und dazu viele Quellen gelesen auch auf italienisch: Die mit 789 m höchste Erhebung der Insel ist der Monte Epoméo. Er ist vor ca. 30 000 Jahren durch tektonische Bewegungen entstanden, die von vulkanischen Aktivitäten herrühren. Der Monte Epomeo selbst ist kein Vulkan. Um ihn herum gibt es jedoch über 15 kleinere Vulkane auf Ischia, die alle als erloschen gelten. Der letzte Ausbruch (Monte Arso) hat 1302 stattgefunden.
  • Vorsicht, Hochspannung!

    24.08.2017, Siegfried
    "3,6 mV pro Minute" - wie soll ich mir das vorstellen?
    Das wären dann fast 1900 V im Jahr.
    Stellungnahme der Redaktion

    Ich fürchte so viel Power haben die Bläschen nicht. Die zugegebenermaßen etwas seltsame Einheit bedeutet einfach, dass die Bläschen binnen einer Minute so viele Protonen binden, dass die Konzentrationsdifferenz über die Membran hinweg einer Spannung von 3,6 mV entspricht. Streng genommen ist der Wert also ein Maß für die Menge der Proteine und ihre Reaktionsgeschwindigkeit.

  • fehlender Bezug

    24.08.2017, Reinhard Funk
    Da die Leserbriefe Nr. 1(von Herrn Rech, Titel: Blödsinn) und Nr. 2 (Titel: Si tacuisses) irgengwie abhanden gekommen sind, fehlt die Begründung für den gewählten Titel meines Leserbriefs (Nr. 3). Auch der Schluß meines Leserbriefs bezüglich des Vulkans monte Epomeo und angeblicher hämischer, deutscher Überheblichkeit bezieht sich auf den Leserbrief Nr. 1 von Herrn Rech.
    Stellungnahme der Redaktion

    Die Leserbriefe sind noch da. Wenn Sie in der schwarzen Leiste über den Leserbriefen auf "Alle Beiträge anzeigen" klicken, werden wieder alle Beiträge angezeigt.

  • die Ironie ist

    23.08.2017, rap
    dass es in Italien wohl die weltweit besten Experten für erdbebensicheres Bauen gibt...

    In stärkerer Abwandlung von Psalm 127,1: wo die Mafia das Haus baut ist der Tod nicht weit...

    Naja, schaun mer mal was künftig mit den phlegräischen Feldern passiert...
    Und auch der Vesuv (an/auf dem wohnen ca 500.000 Italiener, zB illegal) ist eigentlich überfällig und neigt zu überraschenden explosiven Ausbrüchen.

    PS vielen Dank @ Reinhard Funk
    Auch lebensrettende Wahrheit ist heute leider selten gesät...



  • Kein Blödsinn!

    23.08.2017, Reinhard Funk
    Ich möchte mit diesem Beitrag sowohl Herrn Fischer (dessen Kolumne ich schon seit langem schätze) als auch Herrn Rech antworten und versuchen etwas Klarheit in diese Angelegenheit zu bringen. Die beiden Hauptgründe für die mangelnde Stabilität italienischer Gebäude sind einmal die organisierte Kriminalität, die verhindert, daß die zuverlässigeren Bauunternehmer den Auftrag erhalten. So wird, um zu sparen, zuwenig (teurer) Zement verwendet (troppa sabbia, troppo poco grasso) und zur Erzielung eines höheren Gewinns auch auf weitere kostspielige Maßnahmen zur Erhöhung der Stabilität verzichtet. Hier kommt hinzu, daß italienische Bürgermeister höchstens für zwei Amtsperioden gewählt werden können und sie deshalb weniger Zeit haben sich etwas "zurückzulegen" (chi amministra ha minestra). Zweitens ist es in Italien häufig üblich ohne Baugenehmigung (abusivismo) zu bauen. Das muß dann schnell gehen, denn wenn das Gebäude erst einmal ein Dach hat, ist es nach der italienischen Rechtssprechung sehr viel schwieriger, es wieder abreißen zu lassen. Ich hüte mich, diese Praxis generell zu verdammen, denn die Erlangung einer Baugenehmigung kann sich sehr langwierig (auch mehrere Jahre!) und kostspielig gestalten. Da ist es manchmal günstiger schwarz zu bauen und nach einiger Zeit den Schwarzbau legalisieren zu lassen (das nennt sich "condono edilizio"). Allein auf Ischia sind 27.000 Anträge auf Legalisierung von Schwarzbauten anhängig (Il Tempo vom 23.8., Seite 2), dies läßt einen annehmen, daß die Anzahl der Schwarzbauten erheblich höher ist. In Kampanien, wozu auch Ischia gehört, sind nach einer offiziellen Untersuchung 300.000 Gebäude mit hohem Risiko behaftet und es wird nur wegen der Permissivität der lokalen Behörden nichts unternommen (Il Tempo vom 23.8., Seite 3).
    Laut Wikipedia (https://it.wikipedia.org/wiki/Monte_Epomeo) ist monte Epomeo sehr wohl ein Vulkan, der zuletzt 1302 ausbrach. Sein größter Ausbruch vor ca. 55.000 Jahren hat die Geographie und Morphologie der Insel entscheidend geprägt.
    Ich möchte betonen, daß ich keineswegs an hämischer, deutscher Überheblichkeit leide. Sonst hätte ich kaum soviele italienische Freunde, die sich im Übrigen der Probleme bewußt sind und sich darüber sehr viel drastischer äußern. Ich glaube, daß sich Herr Rech nicht bewußt ist, welches Glück er hat, in einem Land zu leben in dem die Behörden zuverlässig arbeiten. Die Italiener können die Verhältnisse nicht einmal an der Wahlurne ändern, da ein Großteil der Parteien den Staat nur als Beute betrachtet, die nach der Wahl aufgeteilt wird.
  • Danke

    23.08.2017, Martin
    Habe sehr viel über die Entstehung der Sterne gelernt
  • Si tacuisses.....

    23.08.2017, H. Rott
    Man sollte sich frei machen davon, dass nichts wissen nichts macht. Fakt ist, dass die Bauindustrie sowohl in Deutschland nicht ehrlich ist als auch in Italien sehr häufig betrügt, weil mafiöse Strukturen ihre Süppchen kochen. Die Staatsverwaltung müsste, wie in der Gastronomie, mit absoluten Kontrollen für Sicherheit sorgen.
  • Blödsinn

    23.08.2017, Sven Rech
    Der Monte Epomeo ist so ziemlich der einzige Berg auf Ischia, der KEIN Vulkan ist. Es erwartet daher auch kein Experte, dass er demnächst ausbrechen könnte. Ich kann diese hämische deutsche Überheblichkeit einiger halbgebildeter Redakteure langsam nicht mehr hören.
  • Speichergift

    23.08.2017, Reinhard Lauer
    Wie bei allen chronischen Giften beruht die Toxizität von Aluminium nicht auf der Exposition, sondern auf der Speicherung (oder Akkumulation, Retention) im Körper. Kurz gesagt: Die Dosis macht nicht das Gift. Bevor das Gift gespeichert wird, muss es aufgenommen werden. Das wird durch die Bioverfügbarkeit zum Ausdruck gebracht. Die Bioverfügbarkeit der einzelnen Al-Verbindungen ist sehr unterschiedlich. Deshalb ist es sinnlos, die zulässige Expositionsmenge von Al unterschiedlos zu regeln. Auch sind Statistik-Studien, die Bioverfügbarkeit und Speicherung des Al ignorieren, völlig wertlos. Auch wenn die Behauptung, Al sei nicht die Ursache von Demenz, Alzheimer oder Krebs, allein auf Statistik-Studien beruht, ist dies völlig nichtssagend und sinnlos.

    Um zu sinnvollen Ergebnissen zu kommen, muss also zunächst nach einzelnen biochemischen Bindungsformen unterschieden werden und dann festgestellt werden, wo und unter welchen Umständen das Al im Körper hinwandert und wie lange es dort bleibt (Halbwertszeit) und welche biochemischen Reaktionen dort stattfinden. Wichtig wäre auch zu wissen, von welchen Bedingungen die Al-Ausscheidung abhängt (Genetik, Säure-Basen-Haushalt, Vitamin- und Mineralien-Versorgung) und wie der einzelne Mensch die Ausscheidung beeinflussen (erhöhen) kann.
  • Logik = Mathematik?

    22.08.2017, Karl Hostettler, Aadorf (Schweiz)
    Wollen die Mathematiker das Perpetuum mobile beweisen? Beruht ihr Versuch, Logik als eine Art Mathematik zu behandeln, nicht einfach auf einer falschen Annahme? Delahaye schreibt: "Nach den Gödelschen Unvollständigkeitssätzen hat jede formale Theorie Lücken. Sie kann insbesondere die eigene Widerspruchsfreiheit nicht beweisen." Später: "Eine Theorie ist niemals stark genug ..."

    Das Problem der Rollen von Logik und Mathematik ist wirklich einfach zu lösen. Mathematik ist ein Regelsystem, von uns Menschen mit gütiger Mithilfe unserer Natur aufgestellt, das dazu dient, die Eigenschaften der Welt quantitativ zu erfassen. Schach ist ein anderes Regelsystem. Ist Schach widerspruchsfrei? Wer müsste das sagen? Das Schach? Das sagt nichts. Es spielt auch nicht. Schach enthält die Regeln, wie wir Menschen spielen sollen. Auch wir selbst müssten sagen, ob es widerspruchsfrei ist. Warum soll das bei der Mathematik anders sein? Nicht die Mathematik, nie eine Theorie, beweist ihre Widerspruchsfreiheit. Wir Menschen müssen es tun! Dazu brauchen wir unser logisches Denkvermögen.
    Das Problem mancher Mathematiker: Sie verwechseln Logik und Mathematik. Es sind etwa 100 Jahre her, da war dies grosse Mode. So hat zum Beispiel Gödel in seinem "Beweis" Zeichen verwendet, die nicht in die Mathematik gehören, sondern in die Logik. Wenn wir Logik und Mathematik klar trennen, klar als unterschiedliche Bereiche betrachten, dann lösen sich einige vermeintliche Probleme auf. So beweist Gödel nicht etwa die Unvollständigkeit der Mathematik, sondern die Falschheit der Annahme, Logik lasse sich als eine Art Mathematik betrachten.
    Ich kann nicht verstehen, weshalb die sog. geistige Elite der westlichen Welt gängige Auffassungen nicht einer einfachen kritischen Betrachtung unterziehen will.
    Stellungnahme der Redaktion

    Das angesprochene Problem scheint vorrangig sprachlicher Natur zu sein. Logiker sagen "Eine Theorie kann ihre eigene Widerspruchsfreiheit nicht beweisen" und meinen "Man kann die Widerspruchsfreiheit einer Theorie nicht mit deren eigenen Mitteln beweisen". Diese verkürzte Sprechweise ist üblich; aber es steckt mehr als nur Bequemlichkeit dahinter. Indem die Logiker die Person desjenigen, der beweist (oder eben nicht berweisen kann), weglassen, bringen sie zum Ausdruck, dass es auf diese Person nicht ankommt. Mehr noch: Die einzelnen logischen Schritte zu einem Beweis sollen in Manipulation von Zeichenketten bestehen, und es soll nicht notwendig sein zu verstehen, was diese bedeuten (so dass auch eine Maschine sie durchführen könnte).


    Wer "logisches Denkvermögen" für eine exklusiv menschliche Fähigkeit hält, steht vor dem Problem, dieses Vermögen in klare Worte zu fassen, und begibt sich damit auf ein intensiv umkämpftes philosophisches Schlachtfeld. Dem gehen die mathematischen Logiker mit ihrer "mechanistischen" Deutung des Beweisens aus dem Wege.


    Christoph Pöppe, Redaktion

  • Und eine ganze Menge falsch.

    22.08.2017, Hans Peter
    Der Film hat mir zu Beginn gefallen, verliert sich dann aber in Logiklöchern und dem Abarbeiten von den bekannten Alien-Horror-Klischees. Weder die Technik der Raumstation (Kommunikation der ISS mit der Erde soll nur über eine einzige Antenne möglich sein?), die Biologie des Aliens (irgendwas was es nicht kann nach Evolution auf dem Mars?) noch das Verhalten der Astronauten fand ich glaubwürdig.
    Unter dem Strich bleibt ein ziemlich durschnittlicher Film, der sich nicht entscheiden kann ob er sein Szenario als interessante Zukunftsvision oder doch nur als Kulisse für einen Horror-Shocker nutzen will
  • Zur kleinen Berichtigung

    22.08.2017, David M.
    „Kleine Berichtigung: Auch wenn die Zahl in populären Darstellungen beliebt ist: Das Gehirn besteht nicht aus 100 Milliarden Nervenzellen. Eine realistischere Zahl von 86 Milliarden lieferte diese Studie im Jahr 2009.“

    Das ist halt gerundet. Ich denke, so genau kennt man die Anzahl der Nervenzellen nicht (bzw. sie variiert stärker), dass eine genauere Angabe sich lohnen würde.