Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Kylonischer Frevel

    21.08.2016, Wilhelm Wolff
    "Doch die Machtübernahme scheiterte an der athenischen Aristokratie, die den so genannten 'Kylonischen Frevel' postwendend niederschlug und die Putschisten zu Tode steinigte." Der Kylonische Frevel bestand nicht im Putsch, sondern in der Tötung der Putschisten, da die Putschisten in einem Tempel Schutz gesucht hatten und ihre Tötung somit einen Bruch des Asylrechts darstellte.
    Insgesamt aber ein interessanter Artikel, danke dafür!
    Antwort der Redaktion:

    Danke für den Hinweis, Sie haben Recht - wir haben die Textstelle jetzt geändert.

    Viele Grüße, jd/Red

  • Das Elementarquantum Dunkler Energie

    21.08.2016, Peter Pohling
    Riess und Livio stellen auf Seite 14 die Frage: „Warum ist die Vakuumenergie so gering?“ Hier meine Lesermeinung zu der brisantesten Frage des Artikels:
    Einen Fingerzeig zu deren Beantwortung könnten uns möglicherweise die Feldkonstanten der Kräfte geben. 1898 berechnete Max Planck mit Newtons G, mit c und dem Wirkungsquantum eine erste Längenkonstante der Natur. Mit der Länge von 4∙10^-35 m ergibt sich die extreme Planck-Energie von 4,9∙10^9 J. Den Wert der hier gesuchten geringen Vakuumenergie liefert eine Verwandte von G. Das ist die Coulomb-Konstante im Coulombschen Gesetz. Deren Strukturgleichung ist gegenüber der von G noch einfacher. Sie besteht nur aus den Quadraten von h und einer zweiten Längenkonstante. Analog zu Plancks Intention ergibt die Coulomb-Konstante eine elektrische Elementarlänge von 5∙10^38 m und – was die Kosmologen besonders freuen dürfte - die extrem geringe, „fast euklidische“ Krümmung des Kosmos. Diese Minimal-Krümmung liefert nicht nur eine Erklärung für die innere Struktur der Elementarladung. Das Elementarquantum h∙c/l(E) der Dunklen Energie füllt ein Raumelement von der Größe des Elektrons. Meine Vermutung deckt sich mit den Erwartungswerten der Kosmologen für die Dichte der Dunklen Energie und für die Relation zwischen den Elektron- und den Proton-Radien unter www.naturkonstanten.de Aus dem Wert 3,9∙10^-64 J des Quantums Dunkler Energie folgen sowohl die Energiedichte des Skalarfeldes der Dunklen Energie als auch der Zahlenwert für die kosmologischen Konstante. Vielleicht bauen uns die Eigenschaften der Partikel eine Brücke für das Verständnis der „brisanten“ Dunklen Energie.
  • Verhulst und Poincaré

    21.08.2016, Detlef Kroll
    Die Bifurkation geht auf meinen Lieblingsmathematiker Henri Poincaré zurück, der dies schon im Jahre 1885 beschrieb (und den Begriff prägte) und der wiederum die logistische Gleichung von Verhulst aus dem Jahre 1837 aufgegriffen hatte, beide sollten in diesem Zusammenhang nicht unerwähnt bleiben.

    Chaosmathematik ist in letzter Zeit etwas aus der Mode gekommen, vielleicht liegt es am Namen. Man muss es einmal selbst nachgerechnet haben, um die Faszination daran zu begreifen. Denn was dabei geschieht, scheint dem "gesunden Menschenverstand" zu widersprechen, selbst dem von Mathematikern. Wo wir eine proportionale Abhängigkeit erwarten, emergiert beim iterativen Rechnen ein völlig unerwartetes Systemverhalten.

    Daher freue ich mich sehr über diesen Artikel, der hoffentlich weiteres Interesse an diesem wichtigen Thema weckt.
  • Was spricht gegen den Kauf eines Elektroautos? Eigentlich alles!

    20.08.2016, Dr. Armin Quentmeier
    Jeder Normalbürger, der beim Autokauf sorgfältig rechnen muß (im Gegensatz zu unseren Politikern mit fünfstelligen Monatseinkommen), wird die Finger von einem Elektroauto lassen. Ca. 10.000 Euro mehr als ein vergleichbares Auto mit Verbrennungsmotor, aber dafür nur ein Bruchteil der Reichweite – da muß es einem schon sehr gut gehen, am besten so gut, dass man sich noch ein Fahrzeug mit Benzin- oder Dieselantrieb leisten kann. Elektroautos sind ein teures Spielzeuge für Reiche: nicht nur die hochgelobten Teslas, auch die kleinen Modelle.
    Eigentlich spricht alles gegen ein Elektroauto: die geringe Reichweite, der Mangel an Ladestationen (wie soll das überhaupt funktionieren bei den Millionen Autobesitzern, die ihr Gefährt mangels Garage jeden Abend am Straßenrand parken müssen?) und die negativen ökologischen Folgen (hoher Rohstoff- und Energiebedarf bei der Herstellung). Die Hoffnung auf eine nennenswerte CO2-Einsparung durch Elektroautos ist reines Wunschdenken, ebenso wie die ganze Energiewende (s. u.!). Jegliche Förderung der Elektroautos ist eine Verschwendung von Steuergeldern. Bitte sofort beenden!
    Die Politiker wollen bis 2020 eine Million Elektroautos auf deutschen Straßen und glauben, so einen Beitrag zum Klimaschutz leisten zu können. Die CO2-Einsparung, die damit erreicht werden kann, ist für Deutschland lächerlich gering: da es über 40 Millionen KfZ, vom „Smart“ bis zum 40 t-LKW gibt, würden eine Million Elektroautos die Emissionen im automobilen Bereich um höchstens 2,5 % senken, also ein vernachlässigbarer Betrag. 2013 betrugen die CO2-Emissionen in Deutschland 840 Millionen t, davon entfielen auf den Verkehr (inkl. Flug-Schiff- und Bahnverkehr) 158 Millionen t; d.h. auf den PKW-Verkehr entfallen ca. 100 Millionen t. 2,5 % Einsparung davon sind 2,5 Millionen t CO2 – und dafür sollen die Steuerzahler gleich Milliarden Euro ausgeben, um reichen Bürgern ihre neuen Spielzeuge zu subventionieren? Geht´s noch?

    PS. Wie sieht die Ökobilanz für Elektroautos aus; wie viel Energie erfordert allein die Batterieherstellung - und deren Entsorgung nach wenigen Jahren Nutzung? Vielleicht hilft ein geneigter Leser mit einer ehrlichen Bilanz, aber bitte „cradle to cradle“ - und wie wird der benötigte Strom für die Herstellung aller Komponenten und für die Batterieladungen erzeugt?
  • Freier Wille

    20.08.2016, Fritz Kronberg
    Die oben erwähnten naturwissenschaftlichen Experimenten, die zeigen, daß eine bestimmte Handlung bereits im Gehirn festgelegt ist, bevor sie bewußt wird, widersprechen nicht der Willensfreiheit. Die Vertreter der gegenteiligen Meinung vergessen, daß die Persönlichkeit eines Menschen, sein Ich, im Gehirn liegt; ja, praktisch gesehen das Gehirn ist. Wenn das also eine Entscheidung trifft, habe ich sie getroffen, ob bewußt oder nicht.
  • Pandos oder Pindos?

    20.08.2016, Peter Heim
    Meinten Sie das Pindos-Gebirge? Zu Pandos findet man nichts.
    Antwort der Redaktion:
    Japp.
  • Bohrkern?

    20.08.2016, Eduard Heinrich Alfons Jolmes
    Die haben den Baum angebohrt?

    Hoffentlich übersteht er den nächsten Orkan mit dieser Wunde.
    Antwort der Redaktion:
    Ja. Man verwendet dazu einen Hohlbohrer, der dünne Kerne ausschneidet.
  • Doping

    20.08.2016, Chris
    "Dopingfälle ... weil den griechischen Athleten die passenden Mittelchen fehlten"
    Das ist so nicht richtig. Die Mittelchen fehlten nicht (wenn auch nicht in der heutigen Auswahl), nur das Verbot fehlte.
    Auch den alten Griechen waren aufputschende, schmerzstillenede, leistungssteigernde (etc.) Mittelchen schon bekannt und sie wurden auch benutzt. Sie waren nur nicht verboten. Und die alten Mittel stehen i.d.R. auch heute (unter Umständen als chemische Formel bzw. "chemische Bezeichnung des Wirkstoffs") auf der Verbotsliste.
    Alkohol ist übrigens auch heute noch weitgehend "nach WADA" erlaubt.
  • Falscher botanischer Name

    19.08.2016, Jochen Emrich
    Die Schlangenhaut-Kiefer heißt Pinus heldreichii, nicht P. heidenreichii.
    Antwort der Redaktion:
    Ups. Freud'scher Vertipper. Vielen Dank für den Hinweis.
  • Unangemessene Berichterstattung

    19.08.2016, Heinz
    Sehr geehrter Herr Könneker,

    vielleicht kennen Sie ihn nicht, aber hier noch einmal zur Erinnerung ein Auszug aus dem Pressekodex (http://www.presserat.de/pressekodex/pressekodex/)

    Ziffer 14 – Medizin-Berichterstattung
    Bei Berichten über medizinische Themen ist eine unangemessen sensationelle Darstellung zu vermeiden, die unbegründete Befürchtungen oder Hoffnungen beim Leser erwecken könnte. Forschungsergebnisse, die sich in einem frühen Stadium befinden, sollten nicht als abgeschlossen oder nahezu abgeschlossen dargestellt werden.
  • marienglas

    19.08.2016, Jörg Stange
    Seite 81 werden Materialien für frühes Fensterglas aufgeführt, neben dünn geschliffenem Alabaster und Marmor auch " nahezu durchscheinender Glimmer" (ebenfalls als Marienglas bekannt)" Meiner Meinung nach wird der Begriff Marienglas nur für eine Varietät des Gips CaSO4 verwendet. Ansonsten hat sich das Buch flüssig gelesen und ist dem interessierten Laien zu empfehlen.
  • Interessante Forschungsansätze

    19.08.2016, Dr. Werner Thurner
    und Zusammenhänge mit Vitamin D3. Danke.
    Bezüglich der Aussagen zu Impfungen ist es m.E. notwendig zu differenzieren zwischen absolut sinnvollen Impfungen (gegen Krankheiten, die eine hohe Mortalität und/oder Komplikationsrate haben), gegen die sich kein vernüftiger Arzt stellen wird, und weniger sinnvollen Impfungen, wozu z.B. auch die HPV-Impfung gehört. Für diese Impfung gibt es nach wie vor noch keinen Beleg, dass sie Gebärmutterhalskrebs verhindert.
    Vgl. hierzu
    https://www.individuelle-impfentscheidung.de/index.php/29-kongresse/122-steigerung-der-hpv-impfquoten-das-deutsche-krebsforschungszentrum-ist-in-jeder-hinsicht-dabei
  • Infektiöse DNA in Babynahrung?

    19.08.2016, Karl H. Westphal
    Eine offensichtlich wichtige Frage ist, ob die entsprechenden verdächtigen DNA Sequenzen auch in Babynahrung enthalten sind, bzw. ob die untersucht wurde bzw. untersucht wird.

    Dies wäre ein früher und effektiver Weg der Infektion, weil das Immunsystem der Säuglinge noch nicht vollständig entwickelt ist.

  • Es gibt auch noch Züge und Flugzeuge

    18.08.2016, Kessi
    Und zumindest letztere werden immer häufiger auch dort benutzt, wo man früher das Auto nahm, wie ein Urlaub in Spanien oder Italien, oder ein Städtetrip. Die Reichweite scheint mir also ein mehr als nur vorgeschobenes Argument zu sein. Spannend daran ist, dass das Flugzeug das größte Ökomonster ist. Züge und insbesondere Autozüge scheinen hingegen die reinsten Nischenprodukte zu werden.

    Die Frage sollte meines Erachtens nicht einfach lauten, ob ein Ostseeurlaub mit dem E-Auto drin ist, sondern eher, ob man da überhaupt hin will.
    *Nach Mallorca fliegt man schließlich ohnehin, wenn auch nicht mehr so gerne, seit da alles voll mit deutschen Touristen ist.*
  • 2. Lob

    18.08.2016, Anonyma
    Sehr schön, auch die letzten Sätze.