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Lesermeinungen - Spektrum der Wissenschaft - Seite 14

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  • Re: Falsche Überschrift

    04.05.2018, H. Meyer
    Als Sommermonat war der April für den Normalbürger vielleicht schön, das war aber auch schon alles. Es wird Zeit für Regen sonst schaut es für die landwirtschaftlichen Erträge eher schlecht aus. Sie blenden die negativen Seiten aber auch komplett aus. Es heißt im Deutschen inzwischen ja auch zu Recht KlimaWANDEL und nicht KlimaERWÄRMUNG. Die Extreme nehmen zu z. B. zu warmer April, viel Niederschlag in kurzer Zeit, lange trockene Kälteperiode im März...
  • Die „Dauerbrenner“ sind für eine sichere Stromversorgung unverzichtbar

    03.05.2018, Dr. Armin Quentmeier
    Der Artikel von Herrn Knauer ist leider voll von Wunschdenken und Überschätzung der erneuerbaren Energien. Zwar wird angedeutet, daß Wind- und Sonnenenergie nicht immer in ausreichendem Maß zur Verfügung stehen und Speichertechnologien entwickelt werden müssen, aber das Ausmaß dieses Problems wird nicht erkannt oder schöngerechnet.
    Bis zum Beginn der Energiewende war in Deutschland eine Stromversorgung aufgebaut worden, die in punkto Versorgungssicherheit zur Weltspitze gehörte. Einige Dutzend Braunkohlekraftwerke und zur besten Zeit ca. 20 Kernkraftwerke, eben die „Dauerbrenner“, dienten zur Abdeckung der Grundlast, die selbst in Sommer in tiefer Nacht nicht unter 40 Gigawatt (GW) absinkt und im Winter bei ca. 50 GW liegt. 40 GW entspricht 40 der modernsten großen Braunkohlekraftwerke – dieser Strom wird rund um die Uhr gebraucht, 24 Stunden. Zu den Spitzenzeiten – morgens, mittags und abends steigt die maximal benötigte Leistung (Spitzenlast) auch im Sommer auf 75 bis 80 fast so wie im Winter. Zur Abdeckung der Mittel- und Spitzenlast dient ein ausgefeiltes System aus Steinkohlekraftwerken, die schneller als Braunkohle- und Kernkraftwerke hoch- und wieder heruntergefahren werden können. Dazu kommen noch Gaskraftwerke und Pumpspeicherkraftwerke, die starke Schwankungen minuten- ja sekundengenau ausgleichen können. Alle diese Kraftwerke können völlig unabhängig von Wind und Wetter betrieben werden!
    Durch die massive Subventionierung der „erneuerbaren Energien“ Wind, Sonne und Biomasse wird die bisherige Stromversorgung in immer stärkerem Masse gestört, weil der Strom aus „Erneuerbaren“ immer bevorzugt abgenommen werden muß: also der unzuverlässigste Lieferant hat immer Vorrang, und das noch zu besten, garantierten Preisen! Das ist nicht nur Energie-Planwirtschaft in Reinkultur, sondern führt langfristig zum Verschwinden der Grund- und Mittellast-Kraftwerke, also der „Dauerbrenner“, weil sich deren Betrieb unter solchen Bedingungen nicht mehr lohnt. Allerdings sind die Grundlast-Kraftwerke bitter nötig, denn für jedes GW installierte Leistung von Wind- und Sonnenkraftwerken muß ein GW Stromerzeugungskapazität und Kern- oder Kohlekraftwerken als Reserve bereitstehen. Oft genug weht stunden- oder gar tagelang kein Wind und größere Mengen an Strom können nicht gespeichert werden!
    Zwei Beispiele der letzten Tage: am 1. Mai lag der Stromverbrauch um 13°° bei 62,4 GW, davon aus Erneuerbaren Quellen 58,4 GW, das entspricht beachtlichen 93,6%. Nur acht Stunden, um 21 Uhr, später lag der Stromverbrauch bei 51,96 GW – und die „Erneuerbaren“ lieferten nur noch 20,97 GW, also nur noch 40,3 %. Der starke Abfall der Leistungsabgabe von Wind- und Sonnenstrom innerhalb von acht Stunden um 31 GW, entsprechend der Leistung von 31 großen modernen Braunkohlen- oder Steinkohlenkraftwerken, muß natürlich durch ebendiese konventionellen Kraftwerke kompensiert werden, denn solche Strommengen können nicht mal ansatzweise aus Speichern bereitgestellt werden. Diese ständigen, mittlerweile fast täglichen „Lastwechsel“ belasten die „Dauerbrenner“-Kraftwerke übermäßig und die Anlagen verschließen viel schneller als im normalen, bis vor gut 10 Jahren üblichen Betrieb.
    Fazit: Die Energiewende macht die für eine hochentwickelte Volkswirtschaft absolut lebensnotwendigen Grundlast-Kraftwerke, die „Dauerbrenner“, unwirtschaftlich und verschleiß die Anlagen viel schneller. Und das Ganze ist letztlich ohne nennenswerten Effekt auf die CO2-Emissionen in Deutschland, denn gebracht hat die „Energiewende“ für unser Land praktisch nichts! Eine nennenswerte Reduktion der Treibhausgase ist nicht erfolgt.
    Dazu gab es vor einigen Monaten einen interessanten Artikel auf „Spiegel online“ vom 16. März 2017 („Problem Erderwärmung - Adieu Klimaziel“): in 2009 lagen die Treibhausgas-Emissionen in Deutschland bei 907 Millionen t., 2016 bei 906 Millionen t -ein kaum meßbarer Effekt der Energiewende, obwohl von 2009 bis 2016 die installierte Windkraftleistung um 80 % gestiegen ist und mittlerweile 28.000 Windmühlen unser Land von der Nordsee bis zum Alpenrand verschandeln. Die installierte Leistung für Solarstrom hat sich in dieser Zeit sogar vervierfacht – alles für die Katz! Aber die Subventionen für Strom aus Wind, Sonne und Biomasse betragen mittlerweile 25 Milliarden Euro. Das heißt, wir dürfen die Zerstörung der Grundlast-Stromerzeugung auch noch mit irrsinnigen Summen selbst bezahlen. Ein Industriestaat schafft sich ab!
  • Also doch eine Scheibe

    03.05.2018, Manuel
    Bei "gerade Strecke" musste ich doch erstmal an "Flache Erde" und so denken ;-)
  • Stichwort "Placebo"

    03.05.2018, Thomas Pruß
    Wie die Autorin, so teile ich mit ihr ebenfalls eine gewisse Abneigung gegen homöopathische Mittel. Einerseits.
    Andererseits sind diese Mittel in ihrer Wirkung oft mit der von Placebos zu vergleichen. Und da bin ich der Überzeugung: Wenn es heilt, ist es in Ordnung!
    Dass der Patient für diese Mittel recht viel bezahlen muss, steht auf einem anderen Blatt. Fast!
    Denn: Je teurer ein homöopathisches Medikament ist, desto schneller wirkt es.
    Was ich komplett ablehne: Homöopathie als allein seligmachende Therapieform anzupreisen. Denn das kostet im Ernstfall Menschenleben…
  • Mehr Daten und Fakten

    03.05.2018, Kathi Wachsmuth
    Sehr guter Artikel von Frau Grams. Ich rege eine spezielle SPEKTRUM Ausgabe zu den Studien über die Sinnhaftikgkeit von medizinischen Behandlungsmethoden im Vergleich zu den Leistungen unseres Immunsystems bzw. zu altbewährten Hausmitteln an. Auch wenn ich im Zweifel immer auf den Arzt meines Vertrauens hören würde, wäre eine ausgewogene Aufklärung äußert interessant und zudem wohl auch nötig.
  • Der Hund .. das Rudeltier

    03.05.2018, carten
    vielleicht kann eine Giftschlange einen Hund betäuben oder vergiften oder in einen Rauschzustand versetzen, aber die anderen Hunde des Rudels werden dann wohl die Schlange , wenn ihr Gift verbraucht ist, einfach gegessen haben ... Im Endeffekt wird wohl immer das Hunderudel gegen die Schlange gewinnen. Katzen dagegen sind ja außer den Löwen eher weniger Rudeltiere ..
  • Titel

    03.05.2018, Merdaaccidit
    Wäre als Titel die Frage nicht angemessener "Warum haben Hunde keine Angst vor Schlangenduft?"? Denn die Studie scheint ja höchstens zu belegen, dass Hunde keine Angst vor dem Geruch der Schlangen haben. Eine Biologin sagte mir mal, dass Zischlaute bei allen Säugetieren mit Angst verbunden ist (Fluchtreaktion) und deshalb so viele Hunde darauf reagieren, wenn sein Mensch meint das nachahmen zu müssen. Ob das tatsächlich stimmt, weiß ich nicht. Auf meinen Hund scheint es aber zu zutreffen
  • Falsche Überschrift

    03.05.2018, Robert Windhager
    Eine bessere Überschrift wäre gewesen: Darum war der April so schön!
    Denn wirklich heiß wurde es bestenfalls ganz vereinzelt. Die meiste Zeit herrschte wunderbares Frühlingswetter - genau wie man es sich wünscht.

    Bei solchen Überschriften (und zahlreichen anderen Artikeln über den Klimawandel) beschleicht mich der Verdacht, dass man die positiven Seiten des Klimawandels (es wird immer wärmer im kalten Deutschland und stabile Schönwetterphasen werden immer häufiger) gerne unterschlägt und totschweigt.
  • Segeln geht nicht geradlinig!

    03.05.2018, Peter Stein
    Nur eine kleine Verbesserung: gesegelt könnte diese Strecke nie werden, denn ein Segelschiff folgt niemals einer längeren Geraden. Das verhindern Wind und Meeresströmungen.
  • Eusozialität = Egoismus der Gene

    03.05.2018, Peter Stein
    Den Begriff "Eusozialität" habe ich hier zum (für mich) ersten Mal wahrgenommen. Mir scheint dies ein neuer Name für das alte Schlagwort vom "Egoismus der Gene" zu sein.
    Dieses Konstrukt geht wohl auf den Gedanken zurück, "Sinn" der Evolution sei die Weitergabe und Verbreitung der Gene. Evolution hat aber m.M.n. keinen "Sinn", den geben wir Menschen ihr. So kommen dann Formulierungen zu Stande wie "Verzicht auf Sexualität". Die Arbeiterinnen "verzichten" aber nicht. Nur wer so denkt, hält die Frage für entscheidend, ob die Königinnen zölibatär leben.
    Würde es nicht völlig ausreichen, den Erfolg der staatenbildenden Insekten im täglichen Leben als Erfolg zu sehen und die Ursprünge dann in Kooperation und ihrer Steigerungzu vermuten?
    Wie auch Herr Lehmann schrieb: Zumindest Bienenkönniginnen kopulieren mit mehreren Drohnen, und geben diese verschiedenen Gene an ihre Nachkommen weiter, was die enge Verwandtschaft im Staat doch deutlich schwächt.
    Stellungnahme der Redaktion

    Tatsächlich vertritt E.O. Wilson genau diese Sicht der Dinge.

    Zur Polyandrie bei Bienen: Tatsächlich gibt es einige soziale Insekten, in denen die Königinnen nicht monogam sind. Das betrifft allerdings nur Linien, in denen die Arbeiterinnen komplett steril sind, und es ist wohl ein nachträglich erworbenes Merkmal. Bei den Hautflüglern gilt wohl: »We found that mating with a single male, which maximizes relatedness, is ancestral for all eight independent eusocial lineages that we investigated. Mating with multiple males is always derived.«

  • Bitterseen

    03.05.2018, Walter Plinge
    Die Orthodrome von Staubisauger führt genau genommen nicht über den Suezkanal, sondern die Bitterseen (zwischen dem nördlichen und dem südlichen Kanal). Die Bitterseen sind natürliche Seen, und wenn die Autoren das Tote Meer als Landweg ausschließen, kann ich mir vorstellen, dass dies auch für die Bitterseen gilt. Damit wäre der Landweg Dakar-Danang keine Lösung des Problems.
  • Todesursache Nr. 1

    03.05.2018, Udo Schreck
    Es gibt immer eine Todesursache Nr.1.
    Sobald wir uns alle Laster abgewöhnt haben oder sie uns aberzogen wurde, rückt die nächste Todesursache zur Nr. 1 auf.
    Bald schon leben wir dann alle ziemlich lang und gesund, immer hübsch spartanisch und in Angst vor dem Leben, ohne wirklich jemals gelebt zu haben.
    Keine schönen Aussichten.
  • In der Notaufnahme auslegen

    03.05.2018, Florian Schmidt-Borcherding
    Diesen Text bitte in jeder Notaufnahme auslegen! Und bei jedem Kinderarzt!

    Tatsächlich scheint die Verunsicherung auf Seiten der Eltern riesig, nicht nur im medizinischen Bereich. Das fehlende Vertrauen in natürliche Entwicklungsprozesse führt nicht nur zu Fieberzäpfchen bei 38° obwohl es dem Kind sonst gut geht, sondern auch zu überpädagogisiertem kindlichem Spiel und Frühstförderung. Damit verlernt der Körper und der Geist, sich selbstständig mit der Welt und ihrem Problemen auseinanderzusetzen, erfolgreich zu bewältigen oder eben auch einfach mal auszuhalten. Wenn wir Eltern uns nicht mehr trauen, das zu vermitteln, woher sollen unsere Kinder dieses Vertrauen dann (wieder) bekommen?
  • Dakar-Suez-Danang (2)

    03.05.2018, Staubigsauger
    >Stellungnahme der Redaktion

    Die Autoren betrachten laut Veröffentlichung das Tote Meer als hinreichend großen Wasserkörper, um verschiedene derartige Strecken durch den Nahen Osten zu blockieren.
    <

    Die Orthodrome Dakar-Suez-Danang quert nicht das tote Meer,
    sondern verläuft vollständig über Land, es sei denn, man setzt die Bedingung, daß die Linie keine Flüsse oder Kanäle queren darf.
    Dann wäre allerdings aber auch die Linie Portugal-China nicht zulässig.
    Das tote Meer liegt 130 km nördlich der Linie.
    .
    Die Linie quert den (künstlich geschaffenen ) Suez-Kanal ca. 20 km nördlich der Stadt Suez:

    Dakar-Suez-Danang
    #inline2

    1

    -17.51557110847647,14.73271301802597,9.665307072254688 108.499725980324,15.66763055860836,2.057147781006674





    Kurzum:
    Bei der Berechnung der Kollegen dort - liegt ein Modellfehler vor - denn Afrika ist mit Vorderasien als Landfläche verbunden.

    mit freundlichem Gruß
    Staubigsauger.
    Stellungnahme der Redaktion

    Da ich das selbst nicht überprüfen kann, würde ich vorschlagen, dass Sie sich an die Autoren direkt wenden. Vermutlich ist die Wahl der Strecke recht empfindlich gegenüber den gewählten Randbedingungen.

  • Dakar-Suez-Danang

    02.05.2018, Staubigsauger
    "Die längste Strecke über Land führt von China nach Portugal und ist knapp über 11 000 Kilometer lang. Der Algorithmus fand sie in 45 Minuten."

    Ich habe 10 Minuten gebraucht um die Strecke Dakar-Suez-Danang
    mit 13206 km zu finden.
    Stellungnahme der Redaktion

    Die Autoren betrachten laut Veröffentlichung das Tote Meer als hinreichend großen Wasserkörper, um verschiedene derartige Strecken durch den Nahen Osten zu blockieren.