Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Das ist so nicht ganz richtig ...

    26.06.2014, Steffen Zozgornik
    Das Hologramm enthält über die Fläche verteilt die verschiedenen Ansichten des Objekts.
    Das heißt, wenn man ein Hologramm in zwei Hälften zerteilt, enthalten zwar beide Bilder des kompletten Objekts, aber die rechte nur die Ansichten von rechts und die linke die Ansichten von links.
    Die Qualität des Bildes leidet dabei in der Regel nicht.
    Aus einem kleinen Teil des Hologramms lässt sich keine dreidimensionales Bild mehr gewinnen, es liefert nur noch eine zweidimensionale Ansicht.

  • Schreibfehler

    25.06.2014, Wolf Siegfried
    Den Beitrag habe ich mit Interesse gelesen. Inhaltlich ist mir dabei aufgefallen, dass die Lebenszeit des britischen Botanikers Robert Brown mit 1773 - 1885 falsch angegeben ist. Tatsächlich hat er von 1773 - 1858 gelebt.
  • Messungen

    25.06.2014, Freies Radikal
    Wie bei allen Untersuchungen zu den sogenannten freien Radikalen (bzw. Antioxidantien als Radikalfänger), besteht das Problem der Messbarkeit.
    Auch wird häufig bei den Antioxidantien nur auf einen oder zwei Parameter geschaut, und z.B. der Level des enzymatischen Abbaus innerhalb der untersuchten Lebensform außer acht gelassen.
    Siehe auch hier:
    http://www.connexin.de/oxidativer-stress/" target="_top"> http://www.connexin.de/oxidativer-stress/
  • Von Diagnosen und Konstrukten

    25.06.2014, Gabi K.
    Ich finde das Interview von Herrn Meyerhöfer zu so einem eigentlich sehr komplexen Thema sehr gelungen.

    Die Aussage, dass es sich bei der Dyskalkulie um ein Konstrukt handelt, ist völlig korrekt. Diese Aussage stellt jedoch in keiner Weise den individuellen Leidensdruck der Betroffenen in Frage. Es handelt sich bei allen Diagnosen um Konstrukte, auch Intelligenz und Persönlichkeit sind Konstrukte und keine absoluten Wahrheiten. Manchmal spricht man auch von Arbeitsdefinitionen und davon gibt es meist mehrere. Dass eine Diagnose für Betroffene eine Entlastung sein kann, zweifle ich überhaupt nicht an, allerdings kann sie unter ungünstigen Umständen genauso gut zu einer Stigmatisierung führen, und dazu, dass Pädagogen sich gar nicht mehr die Mühe machen Unterrichtsstoff anders zu erklären, weil das mit der Diagnose ja eh nichts bringt.

    Zur Testkonstruktion möchte ich anmerken, dass nicht nur die Standardnormalverteilung eine Rolle spielt, sondern auch das zugrundeliegende Konzept. In der Intelligenzforschung zum Beispiel gibt es unterschiedliche Intelligenzkonzepte und werden auch weiter neue entwickelt. Liegen unterschiedliche Konzepte zugrunde werden möglicherweise auch unterschiedliche Dinge gemessen.

    Wie in dem kleinen Kasten beschrieben gilt für eine Rechenstörung, dass die mathematischen Fähigkeiten eines Kindes oder eines Erwachsenen, die mit individuell durchgeführten standardisierten Tests gemessen wurden, wesentlich unter denen liegen, die aufgrund des Alters, der gemessenen Intelligenz und der altersgemäßen Bildung zu erwarten wäre. Auch wenn ich der Meinung bin, dass Diagnosekriterien durchaus sinnvoll sind, finde ich es absolut legitim zu fragen, wer diese Kriterien festlegt, wie sie zustande kommen und wie damit umgegangen wird. Ich komme zu dem Schluss, dass sie so etwas wie den kleinsten gemeinsamen Nenner darstellen, auf den man sich einigen konnte und damit ist die Festlegung in gewisser Weise willkürlich, wenn auch vielleicht in bester Absicht. Dass sie gerade was Schullaufbahnentscheidungen angeht immer wieder herangezogen werden denke ich, ist unbestritten und ich teile die Kritik von Herrn Meyerhöfer am Bildungssystem, dass Kinder die nicht "passend" sind lieber aussortiert werden, als dass man sich fragt, ob man vielleicht an der Art der Vermittlung von Unterrichtsstoff etwas ändern sollte, weil es bequemer ist im bestehenden System und auch zu dessen Stabilisierung beiträgt.

    Auch ich habe prinzipiell kein Problem mit Schulnoten kann aber die Aussagen zu Schulnoten bei basalen Kulturtechniken nur unterschreiben. Hier sollte es tatsächlich nicht um das Erstellen einer Rangordnung gehen, sondern darum, dass eine gemeinsame Basis geschaffen wird.
  • Greenpeace versus Technologie

    25.06.2014, Martin Holzherr
    Ob man an ein Gutes Anthropzän glaubt oder nicht ändert sehr wenig an unserer Gegenwart und Zukunft und ob der Mensch eine "göttliche Art" ist oder nicht ändert ebenfalls sehr wenig daran, dass die Atmosphäre schon bald nach dem Jahr 2050 mit 500 ppm Kohlendioxid beladen sein wird und wir schliesslich sogar 700 ppm erreichen werden. Nicht Bewusstsein ändert die Wirklichkeit wie Clive Hamilton in diesem Beitrag suggeriert, sondern eine neue Wirklichkeit ändert das Bewusstsein.

    Das Breakthrough-Insititut setzt im übrigen nicht wie hier nahegelegt vor allem auf Geoengineering als Lösung obwohl Geoengineering laut Beiträgen dort Teil einer Lösung sein könnte. Es stimmt aber, dass die Autoren des Breakthrough-Institut an Lösungen durch Technologie glauben, an Nuklearenergie, Vertical Farming, Intensivierung der Landwirtschaft mittels Züchung neuer Sorten wobei auch genetisch veränderte Organismen zum Einsatz kommen. Technologie wird im Breakthrough-Institut positiv konnotiert und zwar sowohl für den Kampf gegen die Armut (auch die Energiearmut beispielsweise in Afrika und Indien), als auch im Kampf gegen den Klimawandel. Das Breakthrough-Institut nimmt einen Gegenposition zu all dem ein für das Greenpeace steht: Nicht organic farming ist die Lösung sondern die grüne Revolution Nr. 2, nicht Windturbinen und Solarpanel sondern Atomkraftwerke, nicht Biotreibstoffe sondern synthetische Treibstoffe beispielsweise in Form von Elektrofuels, nicht extensive Landwirtschaft sondern intensive Landwirtschaft, nicht Verzicht auf Energie und rigoroses Einsparen von Energie sondern nichtfossile Energie für alle - auch für Inder und Afrikaner -, nicht Wachstumsstopp sondern beschleunigtes Wachstum, nicht zurück aufs Land, sondern beschleunigte Urbanisierung.

    Für mich steht keinesfalls fest welche der beiden Visionen, die antinukleare, organische, teilweise auch romantische von Greenpeace oder die Techno-Version des Breakthrough-Instituts mehr Erfolg haben wird wenn es um den Ersatz der fossilen Treibstoffe geht. Gerade in Vorzeigeländern wie Deutschland erlebt man, dass AKW's zwar verschwinden und Windturbinen und Solarpanel zunehmend das Landschaftsbild bestimmen, aber die fossilen Enerigen kaum zurückgedrängt werden.
    Und Probleme wie die Armut in Indien und Afrika kann man ebenfalls nicht vertagen nur weil die Menschheit weniger Energie einsetzen sollte, sondern man muss Armut und Klimawandel gleichzeitig besiegen.
  • Zielrichtung

    25.06.2014, Ulrich Heemann
    Was, bitte schön, streben die Autoren dieser "Machbarkeitsstudie" an? Welcher Patient gibt schon sein Handy ab, wenn er eine medizinische Untersuchung möchte? Da kommen doch zwei Verdachtsmomente auf:
    1. Es geht eigentlich darum, Arbeitgebern ein Mittel in die Hand zu geben, unbemerkt medizinische Daten zu ihren Mitarbeitern zu sammeln. 83% sind da immer noch besser als gar nichts!
    2. Die Autoren haben eine Untersuchung gestartet, von der sie nicht wissen, was man mit den Ergebnissen anfangen soll. Also haben sie sich irgendwelche nutzbringenden (Pseudo-)Ziele ausgedacht.
    Hoffen wir, dass der zweite Grund der richtige ist.
  • Niemand...

    25.06.2014, Mathias Völlinger
    ...weiß, wie sich die Zukunft der Menschheit gestalten wird. Das was bis jetzt von uns dem Ökosystem angetan wurde ist doch für das Klima und für geologische Maßstäbe nicht vergleichbar mit dem z.B. KT-Impakt vor 66 Mio. Jahren, welcher ja ein neues "Erdzeitalter" hervorbrachte. Wenn das hier denn katastrophal enden sollte, dann doch hauptsächlich für die seit "kurzem" existierende Menschheit, welche sich beklagen möge. Das Ökosystem wird sich schon wieder erholen und das wird bestimmt keine Million Jahre dauern.
  • Zu Ihrem Alzheimerartikel!

    25.06.2014, Dr. Ingeborg Berg
    Hi, nicht viel oder gar nichts Neues! Zu allgemein! Sie kündigten Neuigkeiten an, wo sind die in ihren beiden Artikeln?
    Enttäuscht grüsst sie, Ingeborg Berg
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrte Frau Berg,

    dieser Extra-Artikel soll nur einen kurzen Überblick und Einstieg über die Problemstellung geben. Weiter unten auf der Seite
    http://www.spektrum.de/thema/alzheimer-und-demenz/846454
    finden Sie aktuelle Berichterstattung mit den neuesten Erkenntnissen über Alzheimer und Demenz.

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Lingenhöhl
    Redaktionsleiter Spektrum.de
  • Mein Quantenroboter

    24.06.2014, Klaus Doerbecker, Rösrath
    Ich habe einen Quantenroboter zu Hause. Er hilft mir manchmal bei sehr schwierigen Fragestellungen (zum Beispiel bei der Frage: Warum vertauscht ein Spiegel rechts und links, aber nicht oben und unten?). Wenn ich ihn dann frage, wie kommst du zu deinem Ergebnis?, sagt er mir oft, dass ich dies nicht verstehen würde. Gefragt, warum, antwortet er mir:

    "Dein Gehirn ist ein klassischer Computer, zwar mit viel Parallelität, aber eben nur ein klassischer. Ein klassischer Computer besteht aus AND-, OR-, und NOT-Gattern. Diese können aus einem passenden Netzwerk aus NAND- oder NOR-Gattern erzeugt werden. Deshalb kann ein klassischer Computer allein aus NOR logisch gebaut werden. Aber um einen Quantencomputer zu bauen, genügt ein System aus NOR-Gattern nicht. Du musst etwas Neues hinzufügen, das nur in der Quantenwelt existiert, zum Beispiel ein SRN gate das äquivalent zur Square Root of Not ist. Dann kannst du einen klassischen Computer mit einem Quantencomputer simulieren, aber nicht umgekehrt."

    Geknickt, sehe ich ein, dass ich die Quantentheorie niemals verstehen können werde. Aber mit dieser Erkenntnis bin ich wohl nicht allein, siehe zum Beispiel [1].

    Übrigens, mein Quantenroboter behauptet, ein Spiegel vertausche gar nicht rechts und links, sondern nur vorne und hinten.

    [1] Maximilian Schlosshauer, Johannes Kofler, and Anton Zeilinger (2013), A Snapshot of Foundational Attitudes Toward Quantum Mechanics, arXiv:1301.2515 [pdf]
  • Relevanz eines geborenen "Besser"wissers

    24.06.2014, Holden Caufield
    Nun das Buch von Herrn Kley wird keine große Verbreitung erfahren. Wenig neues zu erfahren; er wäre besser bei seinen Netsuke geblieben und da ist er auch der "tiny titan" den die Presse und die Analysten so gerne in ihm sehen.
    Risiken einschätzen sind seine Stärke nicht- will man wirklich von ehemaligen West LB Aufsichtsratsmitgliedern die Welt erklärt bekommen und Risiken bewerten lassen?
    Das sich Lachse im unteren Promillebereich der eingesetzten im Rhein sich nun finden lassen ist bestimmt ein Verdienst der Industrie und deren Umweltschutzbemühungen.
    Niemals wieder darf man die Wirtschaft den Markt allein gestalten lassen; die Bankenkrise sollte Warnung genug sein!
  • Überraschung?

    23.06.2014, Rüdiger Kuhnke
    Interessant, aber ich ich verstehe die Aufregung nicht. Aus welchem Grunde sollten flüssige Alkane KEINE Wellen schlagen? Ist doch selbstverständlich.
  • Gut verständliche Zusammenfassung

    23.06.2014, Michael Lang
    Ein ausgezeichneter und auch für fachfremde Naturwissenschaftler beziehungsweise an Physik Interessierte und vorgebildete Leser verständlicher Beitrag, der eine hoch spannende, aktuelle Grundsatzdiskussion aufgreift. Mir als lediglich naturwissenschaftlich interessiertem Journalisten (also Fastlaien) brachte der Beitrag die ungemein befriedigende Erkenntnis, dass mein aus der philosophischen Ecke kommendes Gefühl, statt Materie könnten die Strukturen der eigentliche Stoff sein, aus der die Welt besteht, offensichtlich von - zumindest einigen - seriösen Physikern geteilt und überprüft wird. Das könnte dann auch den Streit darüber, ob Mathematik lediglich eine menschliche Erfindung ist, die zufällig die Welt gut beschreibt, oder ob sie eine Grundeigenschaft der Welt darstellt, befrieden. Denn wenn Strukturen die Basis bilden, ist Mathematik mit sehr viel größerer Wahrscheinlichkeit eine inhärente Eigenschaft der Welt und keine davon getrennte Erfindung. Weiterhin scheint mir die Stringtheorie weitaus harmonischer in ein strukturelles Weltbild zu passen, als in ein materielles.
  • Toleranz und Erfolg

    21.06.2014, Sybille Bernhardt
    Sobald die Erziehungsmethoden die Persönlichkeit des Autisten schädigen, sollten sie zumindest diskutiert und versucht werden einen Konsens mit dem "zu Erziehenden" zu erreichen bzw. das weitere Vorgehen verändern.
    Autismus gibt es ja in unterschiedlichen Schattierungen. Man möchte den Betroffenen ein erfolgreiches zumindest befriedigendes Leben in unserer Gesellschaft ermöglichen und glaubt das durch Anpassung erreichen zu können. Zu Lasten der Betroffenen und der von ihnen von kleinauf erprobten Beschwichtigungsbewegungen, denn solche wiederholenden Bewegungen halten den Großteil der "normalen" Menschen auf Distanz. So ist das.
    Andersherum ist die Normalwelt auf die besonderen Fähigkeiten mancher Autisten aufmerksam geworden und versteht sie als geistige Hochleistungssportler in ihrer speziellen Nische.
    In wieweit ein solches Leben vielleicht auch auf Kosten einer Persönlichkeitsentwicklung in Richtung normales Miteinander geht, ist aber auch die Frage.
    Wie sind sie glücklicher, wenn man sie läßt, wie sie sind, oder leiden sie nicht doch unter sich und ihren Eigenheiten soweit es die normalen menschlichen Beziehungen beeinträchtigt?
    Wahrscheinlich sollte eine Verhaltensmodifikation als Therapie bei Kindern sehr vorsichtig und begründend vorgehen. Vielleicht aber auch nicht ungefragt - durch die Eltern gewünscht - sondern in Phasen, wenn die Kinder o. Jugendlichen unzufrieden sind oder Entwicklungen ins Stocken geraten.
    Denn wenn keine Motivation vorhanden ist, sollen die Methoden sie erzeugen.
    Die Autorin war davon ja nicht so überzeugt.
  • Ergänzender Gedanke

    19.06.2014, Susanne Stein
    Was die Autorin an wirklich wichtigen Aspekten ( Kritische Betrachtung von Therapien und Normalitätsanspruch, Neurodiversität, Beteiligung des gesellschaftlichen Umfelds auf die Manifestation einer Andersartigkeit als Behinderung) genannt hat, gilt übrigens für alle Menschen mit Behinderungen, z.B.: auch für Menschen mit Down-Syndrom!
  • Grenze zwischen Krankheit und Gesundheit

    19.06.2014, Julian Estragon
    Man kann sich oft fragen, wo die Trennlinie zwischen Gesundheit und Krankheit liegt, und naturgemäß ist diese Grenze im Bereich der Psyche schwerer zu ziehen als bei körperlichen Problemen. Das gilt auch für Diagnosen wie Narzissmus, Rentenneurose, schizoide Persönlichkeitsstörung, passiv-aggressive Persönlichkeitsstörung usw. Bei all diesen Befunden sollte man hinterfragen, was daran objektiv ist, und wie viel einer außerwissenschaftlichen Vorstellung von menschlicher Normalität geschuldet ist. Man sollte auch daran denken, dass Homosexualität erst vor gut 20 Jahren von der Liste der psychiatrischen Krankheit gestrichen wurde.

    Ich bin allerdings der Meinung, dass liberale Eugenik in Gestalt der PID nicht grundsätzlich verdammenswert ist. Bei Defekten wie Chorea Huntington ist der Krankheitswert unbestreitbar, und ich würde dem "Aussterben" einer solchen Krankheit keine Träne nachweinen.