Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Kennen wir die Schuldigen?

    05.01.2017, Günter Hess, München
    Entsetzt und fassungslos stehen wir vor den Abstimmungsergebnissen für einen Brexit und für die Wahl von Donald Trump. Zum Glück haben Herr Springer und auch andere Medien bereits die Schuldigen gefunden: Es sind die „hoffnungslos zurückgebliebenen“ und die „stark abgekapselten“ Bürger. Dieselben Medien, die sich bei diesen beiden Abstimmungen so stark geirrt haben, kennen jetzt bereits die Schuldigen. Für mich zeugt das von einer großen Arroganz und Ignoranz. Anstatt eine offene und faire Berichterstattung zu führen, wird immer mehr Meinungsmache betrieben. Die Medien sollten eigentlich die vierte Stütze in einer Demokratie bilden. Meines Erachtens wird diese Pflicht von vielen Medien stark vernachlässigt. Das macht mir mehr Angst um unsere Demokratie als irgendein unberechenbarer Präsident der USA, dessen Machteinfluss doch beschränkt ist. Denn sonst hätte Herr Obama doch sicherlich Guantanamo abgeschafft, oder?
  • Klingt beinahe einleuchtend

    05.01.2017, Werner Kohl
    Wie erklären sich aber die Autoren die Tatsache, dass in der ersten Hälfte (und insbesondere zu Beginn) des Holozäns der Süßwassereintrag in die Golfstromregion durch abschmelzende Gletscher ungleich höher war als heutzutage? Wieso ist damals der Golfstrom nicht zusammengebrochen?
    Mir erscheint das diskutierte Szenario als reine Spekulation.

    In diesem Zusammenhang fällt mir erneut auf, dass zur Schaffung von "Horrorszenarien" praktisch immer das RCP8.5 verwendet wird, das das extremste - aber unplausible - Emissionsmodell in den diversen Modellrechnungen darstellt. Steckt da nicht ein bisschen zuviel Politik dahinter?
  • In wie weit ist der Effekt spezifisch für Smartphones?

    05.01.2017, Marcus Gröber
    Ich würde mich auch fragen, ob der Effekt sich wirklich als Smartphone-spezifisch erweist, wenn er gegen andere Objekte als einen Block geprüft wird, oder ob das eine weitere Studie ist, die den Effekt von Smartphones in irgendeiner Situation untersuchen will, aber in Wirklichkeit etwas ganz anderes misst.

    Grund: ein herumliegendes Smartphone erscheint mir als wertvoller, persönlicher Gegenstand ein besonders hohes "Aufmerksamkeitspotenzial" zu haben, im Gegensatz zu einem Allerwerts-Artikel wie einem Schreibblock, den man in einem Labortest ja durchaus als normalen Teil der Umgebung sehen könnte.

    Ein Smartphone dagegen schreit doch geradezu nach der Frage: wozu liegt das hier? Hat das jemand vergessen? Soll ich damit etwas tun?

    Die bessere Kontrolle schiene mir daher ein ähnlich wertvoller persönlicher Gegenstand, etwa ein Portemonnaie, eine Armbanduhr oder eine Kamera.

    Und, nur sicherheitshalber, würde ich auch mal gegen eine Gurke testen (wegen der nachgewiesenen Wirkung auf Katzen).
    Stellungnahme:
    Da mag was dran sein. Neben meinem Bildschirm steht eine Schale Radieschen und ich komm zu nix!
  • Das ist doch eigentlich ganz gut

    05.01.2017, Ralph Fischer
    Wenn das stimmt wird die Nordhalbkugel wesentlich kälter und damit würde sich das Eis wieder aufbauen.

    Die Eisbären werden sich freuen.
  • Abfallprodukte? Speicherung des Synthesegases

    04.01.2017, Daniel
    Vorneweg: ich bin kein Wissenschaftler :)

    Ich bin gerade auf diesen Beitrag gestoßen und Frage mich, ob zum Beispiel bei der Vergasung organischer Biomasse Reststoffe bleiben? Vergleichbar mit Asche beim Verbrennen.
    Außerdem frage ich mich, ob sich das entstehende Synthesegas (vergleichbar mit Erdgas) speichern lässt und zu einem anderen Zeitpunkt verarbeitet werden kann.

    Wäre super wenn sich hier jemand findet, der hier etwas mehr Wissen besitzt als ich :)
  • Der Test greift sehr kurz

    04.01.2017, Bernd Klane
    Die Aufgabe, am Computer eine gestellte Aufgabe zu lösen, beansprucht den Menschen eher roboterhaft. Das menschliche Bewusstsein ist jedoch noch vielfach komplexer aktiv. Und ich vermute dabei auch noch erheblich sensibler für "Störungen" wie ein fremdes Smartphone. Z.B. wäre die Frage interessant, wie die Fähigkeit einer einfühlsamen Wahrnehmung eines Objektes in der Umwelt leidet und die Wahrnehmung der Welt auf Mechanistisches reduziert wird.
    Weitehin:
    Auch fände die Analyse des untersuchten Vorganges wichtig:
    Was ist der Einfluss des fremden Smartphones selber und worin besteht der Einfluss eines Menschen in meiner Umgebung, der durch Smartphone-Benutzung "in einem vorgegebennen Modus" funktioniert?
  • Relativierung

    04.01.2017, Dr. Mike Härtel
    Obwohl ich bezüglich des Buchinhalts größtenteils Hr. Löser zustimme, möchte ich hiermit seine Rezension aus meiner Sicht etwas relativieren.

    Schwab beschreibt hauptsächlich die Entwicklung unserer Gesellschaft in den nächsten zehn Jahren und wie wir, d.h. der Staat, die Familie, Interessengruppen und auch jeder Einzelne damit umgehen könnten bzw. sollten. Es ist seiner Ansicht nach möglich, dass positive und negative Effekte der bevorstehenden tiefgreifenden Veränderungen sich die Waage halten könnten und die Auswirkungen von uns selbst abhängen werden.

    Meiner Meinung nach sind die genannten Gefahren für die Allgemeinheit allerdings größer als die sich ergebenden Chancen.Bezüglich des Arbeitsmarktes scheint es unumgänglich, dass bestimmte Wirtschaftszweige so gut wie komplett automatisiert werden. Das betrifft hauptsächlich den Zuliefer- und Transportsektor sowie Verkäufer, Juristen, Buchhalter, Versicherer, Ärzte…

    Im recht ausführlich behandelten Thema 3D-Druck erwähnt er, dass ja zum Beispiel neue Arbeitsstellen im Bereich des Zustellbetriebes von Druckergrundstoffen entstehen. Werden diese dann aber nicht auch sofort automatisiert? Die Gewinner werden IT-Profis sein. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass jemand, der sein ganzes Leben als LKW-Fahrer oder in einem Laden gearbeitet hat, in den nächsten fünf Jahren zum IT-Ingenieur avanciert.

    Es wird behauptet, dass viele Menschen dann eben auf ein breiteres Betätigungsfeld ausweichen, das heisst, mehrere Tätigkeiten ausführen müssten. Das hieße, es könnte Milliarden Taxifahrer für Uber, Milliarden Supermarkteinkäufer für Instacart usw. geben. Eine Zukunft hätten Start-up-Unternehmen, die neue und zukunftsweisende Lösungen und Technologien anbieten, oder ständig für alle möglichen Aufgaben einsetzbare, versierte Selbständige. Das bedeutete, dass mehrere Milliarden Menschen innerhalb kürzester Zeit innovative Ideen haben und diese in die Tat umsetzen müssten.

    Im Großen und Ganzen denke ich, die Kluft zwischen Gewinnern und Verlierern wird immer größer und die finanzielle Basis der Gesellschaft wird einbrechen. Oft wird erwähnt, wie viele Smartphones oder „Wearables“ schon weltweit in Umlauf sind und wie viele Millionen mehr in den nächsten Jahren. Ich frage mich allerdings, wo all die nötigen Ressourcen dafür herkommen sollen. Außer von erneuerbaren Energien beruht der gesamte materielle Reichtum der Menschheit auf den Ressourcen der Erde, also zum Beispiel Elementen, Erzen, Holz, Wasser, Nahrung. Bergwerke auf dem Mond oder gar Mars wird es nicht geben, da dort höchstwahrscheinlich aufgrund fehlender Tektonik Anreicherungsprozesse ausgeblieben sind.

    Das Buch krankt meiner Meinung nach auch an zu häufigen Wiederholungen. Viele Problematiken werden zwei- bis dreimal angesprochen. Besonders nervig ist der häufige Gebrauch der Wendung „Industrielle Revolution“ (hauptsächlich vierte)- insgesamt mindestens 157-mal in diesem kleinen Buch – warum konnte das nicht auf 3. IR oder 4. IR abgekürzt werden? Im Layout eines modernen wissenschaftlichen Artikels (sog. „Paper“) und ohne die vielen Wiederholungen wäre das kleine Buch wahrscheinlich nicht viel mehr als eine sehr ausführliche Informationsbroschüre.

    Ich glaube zudem eher, dass das Buch nur einen low impact auf die Welt erzielen wird. Zu vieles klingt für mich nach Blabla oder Augenwischerei. Es wird zwar ständig betont, was getan und wie den Veränderungen begegnet werden sollte, aber es wird keine übergeordneten Institutionen geben, die dies lenken oder überwachen könnte. Schwab erwähnt in seinem Buch selbst zum Beispiel, dass 2015 in der Fachzeitschrift Nature ein Artikel veröffentlicht wurde, der schwerwiegende Bedenken bezüglich der ethischen und sicherheitsbezogenen Auswirkungen der Forschung an der Genomeditierung anmeldet, wohingegen schon einen Monat später Forscher einer chinesischen Universität einen wissenschaftlichen Artikel zur Veränderung der DNS menschlicher Embryonen veröffentlichten.

    Ich fürchte, auch Schwabs Warnungen und Empfehlungen werden unbeachtet verhallen, da es immer ambitionierte und erfolgshungrige Menschen geben wird, die eine Nasenlänge voraus sein wollen. Bestimmte Entwicklungen lassen sich eben auch mit dem besten Willen nicht aufhalten.

    Zuletzt wäre noch anzumerken, dass Schwab die Bedeutung des Begriffs „Quantensprung“ geläufig sein sollte. Allerdings benennt er die bevorstehenden Veränderungen als solchen, was bedeuten würde, es würde so gut wie gar keine Veränderung geben.

    Insgesamt beschreibt das Buch tatsächlich sehr aufschlussreich die zu erwartenden Veränderungen, aber die Art und Weise hat mir nicht gefallen. Ich würde dem Buch aber trotzdem drei von fünf Sternen geben, schon allein für die Recherchearbeit und dass Schwab es schafft, mir mit jeder Seite ein ungutes Gefühl zu bereiten, trotz dass ich als Geologe wahrscheinlich weniger Angst vor einer Automatisierung meines Berufes haben müsste.
  • Welchen Beitrag hat die Wissenschaft am Anthropozän?

    04.01.2017, P.K. Hugo Lueders, Brüssel
    Mit Interesse habe ich hierzu den ersten Artikel von Prof. Jan Zalasiewicz gelesen und warte nun gespannt auf die folgenden Beiträge. Bei diesem ersten Teil ist mir aufgefallen, dass politische Bezüge nur indirekt und nachgeordnet am Rand durch Begriffe wie Industrialisierung oder unsere Zivilisation (?) angesprochen werden. Die angekündigten weiteren Beiträge geben die Möglichkeit, diese Hinweise zu erweitern und zu vertiefen.

    Dabei wird es meines Erachtens nicht nur um die gesellschaftspolitischen wie kriegerischen Auseinandersetzungen um die Industrialisierung und die damit verbundenen Erkenntnisinteressen gehen, sondern um die Wissenschaft selbst, wie sie diese Industrialisierung überhaupt erst ermöglicht hat und zusammen mit ihr weiter gewachsen ist. Dies scheint mir eine willkommene Herausforderung gerade für eine Zeitschrift wie "Spektrum der Wissenschaft" zu sein.

    Naturwissenschaftlich mag es berechtigt sein, den möglichen Übergang vom Holozän zum so genannten Anthropozän in die Zeit nach der Weltkriegsepoche 1914 bis 1945 zu legen, kulturgeschichtlich wird man diesen Übergang wohl wesentlich früher anzusetzen haben. Nicht nur, dass sich in den Wissenschaften, quasi in den Köpfen der Wissenschaftler, dieses Anthropozän schon lange vorher ankündigte, sondern es wird gleichermaßen in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft ein dramatisches Umdenken erforderlich sein, um mit einer anderen Art im Umgang mit den Ressourcen der Erde die Anthropozängefahren, wenn überhaupt, noch abzuwenden.

    Die Anthropozändiskussion betrifft somit unmittelbar die Wissenschaften und damit auch "Spektrum der Wissenschaft" selbst.

    Ich würde mich deshalb freuen, wenn in einem der kommenden Anthropozänartikel auch dieser Zusammenhang wie vorhandene Alternativen thematisiert werden.

    Nochmals vielen Dank für die wie immer anregenden Artikel im "Spektrum der Wissenschaft".
  • Ähnliche Arbeiten

    03.01.2017, Valentin
    Ähnliche Arbeiten werden auch an der TU Berlin unter Prof. Kai Nagel durchgeführt: http://www.vsp.tu-berlin.de/menue/forschung/projects/2016/shared_autonomous_taxis/
    Hier wird allerdings (auch) mit Simulation gearbeitet, d.h. eine dynamische Nachfrage, die auf das Angebot an Verkehrsinfrastruktur reagiert, wäre möglich.

    Ein Ergebnis ist, dass die private Fahrzeugflotte Berlins (ca. 1 Mio Fahrzeuge) durch 100.000 autonome elektrische Fahrzeuge erzetzt werden könnten (ohne Ridesharing, ohne Ausweicheffekte).
  • kleine Schönheitsfehler

    03.01.2017, Jörg
    Schöne Aussichten mit kleinen Schönheitsfehlern:
    1. zukünftige autonome Fahrzeuge werden elektrisch angetrieben, und die wollen geladen werden. Die Flotte muss also entsprechend größer sein.
    2. Staus werden reduziert oder ganz vermieden - damit steigt die Motivation, das eigene Auto zu nehmen.
    3. Es könnte nicht nur zu mehr Verkehr führen, das wird ganz sicher passieren. Warum sollte man dann für relativ kurze Strecken die Metro nehmen?
  • Was bin ich? fossiler Biofilm

    03.01.2017, Andreas Reiß
    Möglich, dass auf den fossilierten Wellenrippeln genannten Gebilden auch ein Biofilm zu finden ist. Im Bereich der Aktuogeologie kann ein jeder im Wattenmeer durch Wellen erzeugte Rippeln sehen, die je nach Ausrichtung und Geometrie Rückschlüsse auf die Wellenrichtung geben. der befriff fossiler Biofilm ist so gar nicht nachvollziehbar.
  • Fahrgelegenheiten

    03.01.2017, gnaddrig
    ediglich etwa zwei Prozent aller Fahrtwünsche lassen sich nicht mit einer praktikablen Mitfahrgelegenheit abdecken, so die Simulation.

    Naja, damit es überhaupt Mitfargelegenheiten gibt, müssen Leute ja erstmal Taxis für Fahrten von A nach B bestellen. Ohne solche "ursprünglichen" Fahrten gibt es keine Mitfahrgelegenheiten, die das System nutzen könnte.

    Oder das System nimmt alle Fahrtwünsche auf und berechnet daraus die optimale Zahl und Route von Fahrten und die Verteilung der Fahrgäste auf die entsprechenden Autos. Das wären dann aber keine Mitfahrgelegenheiten in der herkömmlichen Bedeutung.

    Die Befürchtung, eine so ausgestattete, gut funktionierende Taxi könnte dem ÖPNV Kunden abgraben und so zu mehr Verkehr führen, halte ich für übertrieben - es dürfte nicht jedermanns Sache sein, sich zu fremden Leuten in Autos zu setzen. Wenn Kleinbusse als Großraumtaxis eingesetzt werden, wird es eher akzeptiert werden, bei herkömmlichen Taxis würde ich erwarten, dass viele Leute das nicht gern machen. Dem könnte man aber dadurch entgegenwirken, dass Busse (evtl. mit flexibleren Fahrtstrecken als bisher) in das Konzept eingebunden werden.

    So oder so eine spannende Sache...
  • Link Zum Paper

    03.01.2017, Olaf Geibig
    Der Link zum Paper funktioniert nicht. Würde ich gerne lesen.
    Stellungnahme:

    Das Journal hat leider den Artikel noch nicht freigeschaltet, dies sollte in den nächsten Stunden erfolgen. Die Studie ist dann unter dem angebenen Link einsehbar.


    Beste Grüße, jd/Red


  • Schöne Lösung! Aber will der Mensch das?

    03.01.2017, nozomi07
    Die Idee gefällt mir! Das wäre auch bei Privat-PKW sinnvoll.

    Ist es nicht ein Irrsinn, dass in jedem Auto immer nur ein einziger sitzt, gerade im Berufsverkehr? Fahrgemeinschaften würden den Verkehr locker halbieren - Staus wären unbekannt. Mit moderner Vernetzung ein lösbares Problem, wie der Artikel zeigt.

    Ich denke nicht, dass Ridesharing den ÖV schädigt. Der ist in vielen Metropolen ohnehin überlastet; erst in dieser Kombination könnte man überhaupt mehr Verkehr vom platzraubenden Ein-Personen-PKW abwerben.

    Aber scheitert es nicht an der Eitelkeit des Menschen? Das Auto ist nun mal Statussymbol, ein Heiligtum, für das wir verstopfte Städte offenbar in Kauf nehmen. Erst wenn der Mensch so intelligent ist wie die Technologie, werden wir die Verkehrsprobleme lösen.
  • Reaktion auf andere Kommentatoren

    02.01.2017, Tegres
    @Dr. Hans Christ:
    Wieso sollte es keinen Placebo-Effekt bei Tieren geben können?

    @Ronnie:
    Antimasturbationsgürtel =/= Keuschheitsgürtel. Letzterer scheint eher eine Erfindung des Barock und der Romantik beziehungsweise ein in der Frühen Neuzeit bereits genutztes Sexspielzeug zu sein (also genau das Gegenteil von dem, was es dem Namen nach scheint).
    Im Übrigen: Zu Zeiten des Antimasturbationsgürtels wütete die Pest nicht mehr in Europa. Auch kann der Antimasturbationsgürtel schlecht vor Geschlechtskrankheiten schützen, ist er doch für Kinder und Jugendliche gedacht, die sich auch einfach im Erwachnsenenalter mit Syphilis und Co. anstecken konnten. Der medizinische Nutzen ist damit Null. Er kann sogar als negativ angesehen werden, da Masturbation eine wichtige Rolle bei der sexuellen Entwicklung spielen kann, und daher nicht unterbunden werden sollte.

    Den Satz "In der prähistorischen Zeit und Antike wurde fast so gut geheilt und behandelt wie heute." würde ich gerne mit Quellen belegt sehen.
    Allein wenn man schon an Antibiotika denkt, wird klar, dass da nicht stimmen kann. Auch im Hinblick auf das gewachsene Wissen in der Medizin wäre es sehr unlogisch, wenn es dadurch nicht auch eine deutliche Verbesserung der allgemeinen Gesundheit gäbe. Und das es diese gibt, kann man leicht an der gestiegenden Lebenserwartung erkennen.

    @Harald Sommerschmitt:
    Das mit dem ach so finsteren Mittelalter sehe ich ähnlich.
    Denn neben den oben beschriebenen teils lächerlichen Heilmethoden gab es ja genügend brauchbares, wie Wissen um Heilkräuter.