Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Fatal! - Wörtlich gemeint

    17.09.2014, Horst Wieland
    Es gab mal einen Bericht, dass Ohrenschmalz auch eine Art Antibiotikum enthielte. Mir gruselte schon damals bei dem Gedanken, dass dies in einem Medikament verwendet wird.

    Leute lasst die Finger von der wirtschaftlichen Verwertung unserer eigenen Schutzmechanismen. Dies wird garantiert missbraucht im Sinne von übermäßiger anwendung und erzeugt damit zwangsläufig Resistenzen die uns wehrlos machen. Der mögliche globale Schaden überwiegt garantiert jeden kurzfristigen wirtschaftlichen Nutzen einzelner. Wir evoluieren nicht so schnell, dies kompensieren zu können aufgrund zu langsamer Generationenfolge.
  • Das Standardmodell der Kosmologie und der Quantenmechanik gehört auf den Misthaufen der Geschichte

    17.09.2014, Hans Ulrich Wolter, Zweibrücken
    Die Arbeit von Dr. Lykken ist bemerkenswert. Das ist also der lang erwartete Paradigmenwechsel in der Physik und eine große und gute Bestätigung für den Mathematiker und Physiker Dr. Alexander Unzicker, München und sein brisantestes Buch des Jahres 2010 "Vom Urknall zum Durchknall"! Desgleichen auch die Bestätigung für den Nobelpreisträger und Physiker Prof. R. Laughlin, USA und sein Buch "Abschied von der Weltformel"!
    Gut, dass die alternative Kosmoserklärung endlich gefunden worden ist! Siehe Fernsehsendung "Sonde-Technik-Wissenschaft" Baden-Baden.

  • Gefährdung von Netzen

    16.09.2014, Gottfried Heumesser
    "Über Erdungskabel könnten GICs in Hochspannungstransformatoren eindringen, dort die Wellenform des Netzstroms stören oder sogar Transformatorspulen überhitzen und durchbrennen lassen."

    Ob eine derartige Feststellung jemanden zum Experten macht? - Jedenfalls nicht für elektrische Energietechnik und Hochspannungstechnik. Möchte damit absolut nicht die Gefährdung unserer diversen Netze durch GICs und NEMPs (Nuclear electromagnetic pulses) herunterspielen, aber sicher ist auch, dass eine auf Kleinspannung ausgelegte Telegrafenleitung von 1850 weniger aushält als eine moderne Hochspannungsleitung. Weiter unten wird ja auch festgestellt, dass ein Grossteil der Probleme durch (Fehl-) Auslösungen der Schutzeinrichtungen verursacht wurde. Es ist leider so, dass der Überspannungsschutz unserer Hochspannungsnetzte zwar mit Flankensteilheiten im Mikrosekunden-Bereich fertig wird (typisch Blitz), nicht aber im Nanosekunden-Bereich, wie sie etwa auch bei Überschlägen in SF6-Anlagen entstehen.
  • da fehlt doch was

    16.09.2014, Liane Mayer
    Mir fehlt bei dieser Aufzählung die Theorie der Kontinentalverschiebung von Alfred Wegener - hat es da nicht ebenfalls sogar beträchtlichen Widerstand dagegen gegeben? Oder war der Widerstand hier anders geartet, sodass diese Theorie nicht in die Reihe der anderen aufgezählten Arbeiten passt?
  • Kurzfristige Maßnahmen

    15.09.2014, Leyla Cimen, Bremen
    Der Artikel hat mir die Augen darüber geöffnet, wie unverantwortlich und gefährlich mit unserer Natur umgegangen wird.

    Statt den Ursachen für zunehmende Dürren und Hitzewellen auf den Grund zu gehen (Ausstoß von Treibhausgasen, Veränderungen der globalen Strömungssysteme der Luft und der Meere durch die Erderwärmung usw.), werden kurzsichtige Maßnahmen ergriffen, die sicher zu neuen und schlimmeren Problemen führen werden. Die frühere Auflösung der Wolken könnte vielleicht zur Folge haben, dass es im Amazonas-Gebiet weniger regnet. Auf jeden Fall senkt es ihr Reflexionsvermögen von Sonnenstrahlen.

    Eine ähnlich kurzsichtige Methode ist das SRM (Solar Radiation Management), mit dem künstlich Aerosole in die Stratosphäre eingebracht werden zur stärkeren Reflexion des Sonnenlichts. Das Max-Planck-Institut in Hamburg hat für solche Methoden bereits herausgefunden, dass es dadurch in Europa und Nordamerika um 15 Prozent trockener, im Amazonasgebiet sogar um 20 Prozent weniger regnen würde!
  • Forschung um jeden Preis?

    15.09.2014, Pascal Müller
    Irgendwie hinterlässt der Artikel "Primatenforschung in Europa" zusammen mit dem erst gerade aufgetauchten Material aus dem Max-Planck-Institut einen faden Geschmack. Der Artikel zielt darauf ab uns mitzuteilen, wie (übertrieben) hart die Gesetze hier in Europa sind und wie viele Forscher daher ihre Forschung, zumindest teilweise, im Ausland vollenden müssen.

    Sicherlich ist es nicht recht, wenn ein Forscher bedroht wird, doch gleicht es nicht einer Diffamierung der Tierschutzvereine, wenn man sie nur an den militanten Beispielen thematisiert? Der Artikel tendiert, wie ich finde, relativ stark in Richtung "Forschung um jeden Preis". Wenn die Forschung so betrieben wird wie im Max-Planck-Institut, muss man sich eingestehen, dass etwas schiefläuft und es etwas zu ändern gilt.

    Begrüsst hätte ich einen kritischen Artikel über Tierversuche. Einer welcher Fragen behandelt wie: Wie sieht es zur Zeit aus? Wie weit darf der Mensch gehen? Inwiefern helfen wir den Menschen wirklich, wenn dahinter ein riesiger Konzern steht? und am allerwichtigsten: Was sind die Alternativen und wieso werden sie nicht gebraucht? Ich spreche hier zum Beispiel von In-Vitro-Systeme. Natürlich ist der Eingangsfall im Artikel clever gewählt, zumal man tatsächlich keine neuronale Forschung außer an Lebewesen machen kann. Doch ermächtigt dies zu derartigen Mitteln? Wäre es nicht möglich, erst gerade gestorbene Patienten an der Maschine weiterleben zu lassen, um die Stoffe an Ihnen zu testen? Immerhin sind die Stoffe ja auch für uns.

    Ich bin nicht vom Fach, nein, möchte ich auch nicht sein. Ich würde Sie einfach gerne bitten, einen etwas differenzierteren Aritkel zu schreiben, einer, welcher die ideologische und menschliche sowie philosophische Komponente betrachtet und inwiefern man diese in der Realität umsetzten kann. Weiter sollte man auch die Thematik der Tierversuche in nicht medizinischen Kontexten erläutern.

    Zuletzt möchte ich noch wissen, ob die Vorgehensweise des Labors aus welchem das Material kam, wirklich den heutigen Standards entspricht. So oder so ist es unfassbar, dass man bei sowas den Leuten überhaupt auf die Finger schauen muss.
  • Bis 280 000 Ebola-Infizierte bis Ende 2014?

    15.09.2014, H. Glättli
    Im obigen Artikel wird versucht, mit einer ungenügend definierten Reproduktionszahl zwischen 1.4 und 1.7 die Zahl der Ebola-Infizierten bis Ende 2014 abzuschätzen. Dazu müsste aber bekannt sein, innerhalb welcher Zeit 1 Ebola-Infizierter 1.4 bis 1.7 weitere Ansteckungen bewirkt.

    Bitte diesen Artikel zurück an die Absender zwecks Vervollständigung!
  • Neue Antibiotika - wie schön!

    15.09.2014, Ulrich Heemann
    Große Freude: Wir verfügen selbst über Antibiotika, die man auch pharmazeutisch nutzen kann. Wir können sie in Ersatz zu bisherigen Antibiotika, die ihre "Lebensdauer" erreicht oder überschritten haben, einsetzen. Vielleicht für 40 oder 50 Jahre, wenn's gut geht. Danach finden sich ja noch mindestens 2999 weitere Antibiotika, die man nacheinander nutzen kann. Vielleicht sind darunter auch welche, die den dauerhaft wirkungslos gewordenen Selbstschutz der Vagina (z.B.) irgendwie ausgleichen können. Der Pharmaindustrie wird diese Aussicht in jedem Fall weitere goldene Jahre garantieren. Und Arbeitsplätze - Arbeitsplätze werden auch garantiert.
    Toll!
  • Endlich!

    14.09.2014, Guido Nicolaus Poliwoda
    Hummeln gehören zum Faszinierendesten in der Insektenwelt und waren bisher so ein wenig als der "Willi" zur schlauen Biene Maja eingestuft worden. Zudem bietet das Buch nicht nur die von ihm erwarteten Informationen - Goulson versteht es, den wissenschaftlichen Blick zurückzunehmen und Hummeln als das anzusehen, was sie eben auch sind: kleine, dicke, geschäftige Flieger, die das Herz erfreuen...
  • Und die Alternativen ?

    14.09.2014, Horst
    Schon bei der Kurzrezension wirft sich doch die Frage nach den Alternativen auf. Bei der katastrophalen therapeutischen Lage in Deutschland mit Wartezeiten von bis zu einem Jahr und überfüllten Kliniken wirft sich doch schlicht die Frage auf: Soll man dann lieber gar nichts machen? Ich bin ein Gegner von Psychopharmaka, auch weil ich nicht darauf reagiere (Non-Responder) - nur die Wünsche, die die Autorin hat, wären in einer idealen Welt mit idealer Versorgung ideal. Die haben wir aber nicht. Wieder einmal Wunschdenken aus dem wissenschaftlichen Elfenbeinturm.


  • Schleichwerbung pur ohne jede kritische Distanz

    14.09.2014, Holger Schaal
    Der "Artikel" ist Schleichwerbung pur für wissenschaftlich nicht haltbare Thesen und einen von ihm selbst entwickelten Test des Heilpraktikers Hans-Heinrich Jörgensen, der sich primär auf die Anwendung von Schüßler-Salzen (und Pferderennsport) spezialisiert hat (siehe auch die Nachrufe auf http://www.nam.de/89.html, abgerufen am 13.09.2014) - im Körper entsteht z.B. nie freie Schwefelsäure, und Paradontotitis (umgangssprachlich Paradontose) hat primär nichts mit dem Puffersystem des Körpers zu tun. Das Ganze gipfelt dann im letzten Satz in der Empfehlung eines konkreten Produktes (man befrage Google nach Basica - hier die Homepage: http://www.basica.de/). Nach den Kriterien des Medien-Doktors (den es zur Zeit der Veröffentlichung des Artikels noch nicht gab) für gut recherchierte Artikel (http://www.medien-doktor.de/medizin/bewertungen/die-kriterien/) fällt diese Arbeit vollständig durch. Der Artikel ist nicht sorgfältig recherchiert, nichts darin gegengeprüft, nichts darin hinterfragt - es handelt sich um eine reine Wiedergabe der Ideen von Herrn Jörgensen. Eine einfache Nachfrage bei einem Physiologen, Lebensmittelchemiker oder Biochemiker hätte da korrigierend wirken können. Vielleicht sei noch angemerkt, dass es sich beim "Biochemischen Bund Deutschlands" mitnichten um einen Bund von Biochemikern handelt - es ist vielmehr ein Bund von Anhängern der Schüßler-Salze. Mir ist nicht klar, wie so etwas vollkommen unkommentiert so lange auf den Seiten von Spektrum stehen kann.
  • Lactobacillus gasseri und sein Lactocilin ist in seiner Wirkungsstätte der Vagina gut aufbewahrt.

    13.09.2014, Susi Parthener
    Kurzfristige, dicke Gewinne und steigende Aktienkurse zwilichtiger Einrichtungen stehen hier wohl an erster Stelle. Nicht auszudenken was passiert wenn sich aufgrund von Missbrauch Resistenzen gegen diesem "natürichen" Schutz entwickeln.

    Die wirtschafliche Verwertung ist ein solcher Missbrauch - und diese Verwertung ist schonungslos sowie grenzenlos solange sich damit einpaar Mäuse verdienen lassen.
  • Andreas Nieder und seine grausamen Tierversuche

    12.09.2014, gegen solche Tierversuche
    Solchen Wissenschaftlern solte keine Platform für ihre Forschungen gegeben werden: Nieder und Mitarbeiter forschen über das Zählvermögen von Rhesusaffen. Über einem Bohrloch im Schädel werden den Tieren eine Kammer für Elektroden sowie ein Metallbolzen auf dem Kopf implantiert. Die Tiere müssen jeden Tag mehrere Stunden in einem Primatenstuhl sitzen und Punkte und Zahlen auf einem Bildschirm erkennen. Ihr Kopf ist dabei mit dem Bolzen unbeweglich an ein Gestell geschraubt. Gleichzeitig werden über die Elektroden Hirnströme gemessen. Lässt der Affe einen gedrückten Hebel im richtigen Moment los, erhält er über einen Schlauch im Mund etwas Saft. Außerhalb der Experimente gibt es nichts zu trinken. Für einen Tropfen Saft tun die durstigen Affen alles, was von ihnen verlangt wird. Das Leid dieser Tiere erstreckt sich oft über viele Jahre. Quelle: aerzte-gegen-tierversuche.de/de/?option=com_content&view=article&id=227:affenqual-in-tuebingen&catid=55:tierversuche-an-affen&Itemid=65
  • Sehr gefährliches Vorgehen

    12.09.2014, Jakob Demir
    Nehmen wir an, die Pharmaindustrie findet einen Weg solche Antibiotika künstlich herzustellen.

    Dann wäre das Produkt zuerst ein Meilenstein in der Medizin. Sehr verträglich, da praktisch vom menschlichen Körper bekannt.

    Wie bei jeder intensiver Verbreitung von Antibiotika wäre die Gefahr vorhanden, dass Keime Resistenzen bilden.

    Das Problem ist nun, dass nun der eigene Körper kein Mittel mehr hat, sich gegen resistente Keime zu wehren.

    Wir beschleunigen gerade in immer schnellerem Zyklus die Evolution.
    Leider auch der Erreger und Keime.

    Ich wäre persönlich dagegen solche Mittel außerhalb von Kliniken einzusetzen, da unsere heutiges Antibiotika-Problem vornehmlich durch Nichteinhaltung der Vorschriften entstanden ist, bzw. durch unverantwortliche Entsorgung über die Kanalisation.

    Grüße
    DJ
  • Wie das?

    12.09.2014, Balu
    Wie kann das Verhältnis von Wasserstoff zu Deuterium etwas aussagen?

    Die Erde ist ja vor 4,5 Milliarden Jahren aus dem selben Material entstanden wie 67P/Tschurjumow-Gerasimenko und all die anderen Kometen. Von daher sollte das Verhältnis von Wasserstoff zu Deuterium in der Erde ohnehin mit dem der Kometen übereinstimmen, ob es nun bei der Entstehung schon da war oder im nachhinein durch Kometen auf die Erde gebracht wurde.
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