Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • RNA Schalter erkennt Ebola Virus

    15.08.2015, Jelu
    Hallo und viele Dank für diesen spannenden Artikel!

    RNA ist wirklich eines der faszinierensten Forschungsgebiete und tatsächlich entwickelt die Synthetische Biologie bereits die ersten Anwendungen dazu.

    In unserem offenen Wiki auf www.synbio.info sammeln wir die spannendsten Anwendungen dieses neuen Bereiches und haben auch einen kleinen Artikel, bei dem Wissenschaftler des WYSS Institute in Harvard einen RNA Schalter entwickelt haben, der sobald er eine spezielle RNA Sequenz in der Umgebung vorhanden ist, ein bestimmtes Gen aktiviert (z.B. eines das leuchtet oder die Farbe ändert). Mehr dazu finden Sie hier: http://www.synbio.info/display/synbio/Programmable+paper+detects+Ebola+Virus

    Nun würde mich aber sehr interessieren, ob jemand noch weitere Anwendungen von RNA gefunden hat?

    Mit besten Grüßen,

    Jelu
  • Lächerlich ...

    15.08.2015, Pieter
    Wenn ich meine Masterarbeit mit nur 19 Probanden durchgeführt hätte wäre sie abgeschossen worden ...
  • Zur möglichen Bedeutung von "+NDXOXCHWDRGHDXORVI+"

    14.08.2015, Matthias Hoffmann
    Meinen Versuch für den Blog der British Library kann ich dort leider nicht mehr einstellen, darum stelle ich ihn hier einmal ein. Ich hoffe, es stört nicht, dass der Beitrag nun auf Englisch geschrieben wurde:

    The meaning of the inscription "+NDXOXCHWDRGHDXORVI+" on the Witham-Sword

    Proposed reading:

    + (in) N(omine) D(ei) X(rist)O, X(ristu)C H(allelujah), V(ale), V(ale),
    D(eo) R(egi) G(loria) H(allelujah), (in) D(eo) X(rist)O R(ege)
    Vi(nces) +

    In general, inscriptions (and also runic inscriptions) on weapons often have an apotropaic meaning, commonly asking for divine help for protection of the person who wears the item with the inscription. (Cp. for instance the runic inscription on a scabbard [the so-called "Scheidemundblech von Eichstetten"] in T. BIRKMANN; M. DIEKE, Runen in Südbaden. Freiburg 2005, pp. 19–20 or the allusions to the "Hail Mary" on a wooden knife handle, cp. W. LAUR, Runendenkmäler in Schleswig-Holstein und Nordschleswig. Schleswig 2009, pp.
    44–45.) The crosses ("+") of the Witham-Sword inscription and the occurrences of the letter "X" therefore strongly suggests a Christian apotropaic meaning of the writing on the blade.

    - +ND is almost certainly an abbreviation of "in nomine dei". A similar inscription ("in nomine Jesu") is possibly present in the Karlevi Runestone on the Swedish Island Oland, also including the "+".

    - XO could be an abbreviated Greek form of "Christo". Such abbreviations of "holy" names can, for instance, commonly be observed in Greek New Testament manuscripts (as contractions of "nomina sacra"), where often only the first and last letter are written. The last letter then changes with the use of the grammatical case.
    In case of the sword's inscription such use of abbreviations might have been used (maybe without understanding the meaning entirely). Notably, this form of abbreviation is then only applied to Christ's name here!
    Generally, the syncretism of languages is, however, not entirely unusual: In some Old Norse "Magic" texts one can see Latin, Greek and even Hebrew formulas and abbreviations combined in one text, cp. e.g. MCKINNELL, John; SIMEK, Rudolf; DÜWEL, Klaus (eds.). Runes, Magic and Religion. A Sourcebook. SMS 10. Wien 2004, pp. 147–161. Prominent examples for abbreviated formulas are "PNA" for the Latin "pater noster amen" or "AGLA" for the Hebrew phrase "atta gibbor le-olam adonai" ("You, God, are mighty for eternity").

    -XC could also represent a Greek abbreviation of "Christus" or "Christos", the capital "C" often represents an "s" in Greek (Bible) manuscripts.

    - H could in light of the apotropaic prayer-like character if the inscription means "Hallelujah".

    - W can hardly be explained. If the letter really is a "w" once can only assume that either a name or (less likely) a Hebrew abbreviation, which would be hard to get into context. The "w" could possibly also be interpreted as a double "v" (digraph), which could be interpreted as various Latin abbreviations. I propose a double "vale" (not meaning farewell, but rather "be strong" from "valeo"), which could perfectly fit into an apotropaic context.

    - DRG could probably mean "deo regi gloria" (Glory to God, the King), although I know of no evidence for the use of this exact abbreviation.

    - H for "Hallelujah" (see above).

    - DXOR could eventually be "deo Christo rege", an Ablativus meaning "with Christ, God", or better "in Christ, God", the "o" pointing towards an Ablativus.

    - VI maybe stands for "vinces", similarly to the well known phrase "in hoc signo vinces" (in context of the prophecy given to Constantinus).

    Subsequently, the inscription could possibly be read as:

    "In the Name of God, Christ,
    Christ Hallelujah,
    be strong, be strong,
    Glory to God the King, Hallelujah,
    in Christ the King you will be victorious."
  • Traditionen und Kulturimport

    14.08.2015, Andreas
    Eine andere Überlegung, die es vielleicht wert ist, ist in den "älteren" deutschen Dialekten (Althochdeutsch z.B.) zu schauen. Die berühtem Merseburger Zaubersprüche z.B. waren in der Sprache verfasst. Die sind zwar 400 Jahre älter - aber im traditionsbewussten Mittelalter erscheint es mir nicht unmöglich, dass der "richtige Segensspruch" über eine solche Zeitspanne im Handwerk "vererbt" wird, gerade wenn der Schmied des Lesens nicht oder nur rudimentär mächtig war (und die Sprache starb ja auch nicht 2 Tage nach Niederschrift der Zauber aus).

  • Sinn?

    14.08.2015, Axel Ackens
    Warum immer von komplizierten Vermutungen ausgehen.
    Kann es nicht einfach sein das wirklich kein wörtlicher Sinn dahintersteht, sondern der Hersteller einfach ein Kette Buchstaben als Schmuck appliziert hat?
    Es ist schon viel sinnloseres gemacht worden.
  • or

    14.08.2015, Marianne
    or stammt vom lateinischen wort orere (brennen) und bedeutet (2. Pers. Sg. Imperativ Aktiv): brenne !

    vi passt KNG-mäßig nicht zu or. oder? von vis: Kraft, Gewalt usw.

    Beides Worte, die durchaus mit kriegerischen Auseinandersetzungen verbunden werden können.
  • Chachapoya

    14.08.2015, Thomas Miller
    @ Steffen Seidel:

    Ihre Quellen "Chachapoya groß und hellhäutig" von den Konquistadoren wurden von Tourismusanbietern, Laienforschern und Laienautoren wie Kaufmann Doik oder Erich von Daeniken umgedeutet zu fantastischen Geschichten. Da es in der Region kaum richtige Archeologie gibt, haben diese Geschichten bis heute Nachwirkungen.

    Dazu gibt es eine sehr gute Doku "Die versunkene Stadt der Wolkenmenschen". Da wird u.a. mit dem Keltenmythos von Kaufmann Doik aufgeräumt. Wie Sie schon richtig schrieben, wurden die Chachapoya von den Inka nach der Eroberung teilweise zwangsumgesiedelt. Es gibt noch in der Nähe des Titicaca-See eine Sieldung namens Chachapoya. Da müsste man die Nachfahren der großen, hellhäutigen und blauäugigen Chachapoya finden.

    In Wirklichkeit sind die spanischen Chroniken nur schwer zu entziffern, was damit gemeint sein könnte. "Hellhäutig und groß" kann man auch so interpretieren: Die Bewohner im Urwald sind aufgrund besserer Ernährung teilweise größer als die Bergbewohner. Manche Inka waren sicher dunkelhäutiger aufgrund der intensiven Sonneneinstrahlung in den Bergen als Urwaldbewohner, die sich sehr oft im Schatten aufhielten. Wir sprechen bei den Unterschieden von brauner Hautfarbe und dunklerer brauner Hautfarbe, von sehr klein und breit gebaut und nicht ganz so klein und etwas schlanker gebaut. Aber das ist dann natürlich total unpassend für Kelten- und UFO-Theorien.

    Die Chachapoya waren, wie in der Dokumentation gezeigt wird, keine Kelten, sondern aus dem Amazonas-Tiefland in die Nebelwälder und Ost-Anden eingewandert. Dafür gibt es viele Indizien.

    Im Übrigen haben Sie damit das Thema verfehlt. Das Thema wäre gewesen, ob es eine Urbevölkerung in Südamerika gab, die vor den Einwanderern über die Landbrücke während der letzten Eiszeit schon dort lebte und mit dem Schiff von den pazifischen Inseln kam. Genauso wie die Legende, dass ein Inka zu den Osterinseln segelte. Das ist eigentlich schon sehr gewagt und schwer beweisbar. Wenn man von blonden und blauäugigen Indianern redet, sollte man auch in der Lage sein, vielleicht mal irgendwelche Nachfahren aufzuspüren. Auch Schädel, die man findet, werden oft vorschnell als europäisch interpretiert oder die deformierten Schädel aus vielen indigenen Kulturen wurden von Leuten wie Daeniken als Alien-Schädel verkauft.

    Ich verstehe auch nicht, warum man unbedingt eine europäische Einwanderung nach Südamerika vor Kolumbus nachweisen muss? Warum ist das so wichtig, aber eine andere von den Indizien her eher passende Einwanderung von den australisch/pazifischen Ureinwohnern passt nicht? Da schwingt doch auch Ideologie mit. Es erinnert an Nazi-Expeditionen zu Ureinwohnern, wo man Parallelen suchte zwischen der germanischen Herrenrasse und den Urmenschen, bzw. je nachdem wie man es brauchte, entweder auf die Indigenos herabsah oder Ähnlichkeiten fand, immer mit einem sehr rassistischen Unterton.

    Ich halte Einwanderung über Hochsee-Schifffahrt auch nicht für ausgeschlossen. Allerdings, wäre die in der Zeit der Wikinger oder Kelten geschehen, müsste man schon irgendwo deutliche Spuren finden. Wikinger in Grönland und Neufundland wurden nachgewiesen. Allerdings recht gut dokumentierte keine Gruppen in christlichen Kroniken, z.B unter Erik dem Roten, und nicht so wie sich das die Verfechter von blonden und blauäugigen Sioux vorstellen. Da müsste es heute auch noch Nachfahren geben - komisch, habe noch keinen gesehen und nie etwas gehört.
  • iuro

    14.08.2015, fab_fab
    Anders herum gelesen könnte IVRO - iuro heißen, was aus dem lateinischen übersetzt "ich schwöre" heißt
  • Ein Kind, Zwei Namen, wenn Politik Wissenschaft macht

    14.08.2015, Hans
    Wenn ich das recht verstehe geht es nicht einmal darum wer recht hat von inhalt sondern man will nur seine form wahren auch wenns viel gerede um den heizen Brei gibt. Recht bekommen, was natürlich wiederrum den veröffentlicher eine neue bühne bietet (PR für im neues Geld) im endefecket wird eine künstlicher neuer bereich geschaffen wo man denn seine aufmerksamkeit kriegen kann. Will sagen, nein wir brauchen keine neue, es reicht wenn wie diese Theorie anpassen an das neu errungene Wissen wie auch alle anderen Theorien überarbeitet, oder umgeworfen werden, es ist naiv zu glauben etwas ist so und auch so auf dauer bleibt. Natürlich ist die Evloutuionstheorie von Darwin in gewisser weise veraltet, vorallem auch vom Sprachgebrauch, das ändert aber nichts daran das die idee, umwelt form organismus weil organismus sich der umwalt anpassen muss zum überleben, im kern richtig ist.
  • Sehr guter Artikel

    14.08.2015, G. Reinboth
    Endlich jemand, der sich intensiv und kritisch mit dem frei verfügbaren Paper von Reeves auseinandersetzt! Vielen Dank dafür!

    Ich meine noch eine weitere Schwäche in Reeves' Argumentation entdeckt zu haben. Lt. Reeves (wie oben beschrieben) sind die Figuren an der Nordwand einer älteren Phase zu zuordnen, die Darstellungen des toten Königs sollen ursprünglich die Nofretete zeigen. U.a. begründet er es damit, dass die senkrechten Falten am Mundwinkel ein Merkmal der älteren Nofretete sind. Nun meine ich auf den Factum-Arte Scans am Mund des Königs auf der Südwand (zwischen Anubis und Hathor) genau die gleiche senkrechte Falte (der Schimmel macht's nicht einfach) zu sehen. Da die Südwand zur zweiten Phase (in der gleich auf Gelb gemalt wurde) gehören soll, sollte dieses Abbild direkt als Tutanchamun gemalt worden sein. Die Falte wäre also fehl am Platz. Das das "Baby-Doppelkinn", das Reeves am mundöffnenden Pharao sieht, hier fehlt, ist für mich akzeptabel. Tutanchamun sollte hier 10 Jahre älter sein und der Babyspeck hat sich verwachsen.
    Antwort der Redaktion:

    Liebe(r) Leser(in), zu Ihrem Kommentar erreicht uns folgende Anmerkung des Autors:
    "Aus Platzgründen war es mir leider nicht möglich, in meinem Beitrag noch näher auf die stilistischen Argumente von Reeves einzugehen, unter denen die Ausführungen bezüglich der angeblichen Wangenfalten der Nofretete in mehrerlei Hinsicht auf wackeligen Füßen stehen. Es ist schon einmal problematisch, Rundplastiken mit Wandmalereien zu vergleichen (im Münchner Ägyptischen Museum befindet sich bspw. ein Amarna-Relief mit einer Frauendarstellung, die aufgrund ihres mürrisch wirkenden Gesichtsausdrucks mit herabgezogenen Mundwinkeln, wie man ihn bspw. von einem Köpfchen aus Berlin kennt, lange als Darstellung der Teje galt, bis man das Anschlussstück in Boston entdeckte, das die Namenskartusche der Nofretete trägt). Und eine eindeutig Tutanchamun zeigende rundplastische Darstellung des Königs, bei der diese Falten sogar durch aufgemalte Linien an den Mundwinkeln verstärkt wurden, liegt bspw. in Gestalt eines größerformatigen hölzernen Aufseher-Uschebtis (Kairo JE 60830) vor, das laut Aufschrift vom Armeegeneral Nacht-Min für den königlichen Grabschatz gestiftet worden ist, und der dafür sicher kein usurpiertes Stück umgewidmet hat.
    Mit freundlichen Grüßen J. Willeitner"

  • Kein geeignetes habitat für Großraubtiere

    14.08.2015, Hartmuth Staffler
    Nicht nur unbemannte Drohnen, sondern auch bemannte Hubschrauber, knatternde Motorräder auf Waldwegen, Mähmaschinen auf Almwiesen usw. sind purer Stress für Bären. Der Stress macht sie dann zu Problembären, die sich nicht so verhalten, wie es in den Lehrbüchern steht. Unsere Welt ist nun einmal kein besonders geeignete Habitat für derartige Großraubtiere.
  • XOX und XO

    13.08.2015, Alexander
    Wenn XOX ein Symbol für die Dreieinigkeit sein könnt, wie im Artikel beschrieben, könnte es doch sein, dass XO für Vater und Sohn steht. Laut Bibel / Gebet sitzt der Sohn zur Rechten Gottes (Vater).
  • unsinn

    13.08.2015, Hinnerk Albert
    erstens wird die wahrscheinlichkeit dass es von leonardo ist auf höchstens 80% geschätzt und zweitens wenn das lächeln das der mona lisa sein soll bin ich ab heute albert einstein
  • Ein paar gedankliche Ansätze

    13.08.2015, Mareike
    Zur Inschrift selbst:
    +NDXOXCHWDRGHDXORVI+
    Das soll die offzielle "Entzifferung" sein. Ich würde aus der Inschrift des Schwertes aber folgendes lesen:

    +NDXOXGHMDRNCHDXORVI+

    Bei den Buchstaben 7 und 12 bin ich mir gar nicht so sicher, ob das wirklich C und G und nicht G und C/G und G/C und C darstellen soll (meine Tendenz: G und C). Wer sagt mir denn, dass, wenn der "Kringel" unten ist, ein C darstellt? Schließlich ist bei dem normalen G auch eine Art "Kringel" unten, während es beim C keinen gibt. Zur Unterscheidung hätte man natürlich auch ausmachen können, dass "Kringel" unten = G und "Kringel" oben = C darstellen könnte. Das wäre zumindest für mich logischer als umgekehrt.
    Der 11 Buchstabe erinnert mich ein bisschen an das kleine N bei der geschriebenen Sprache. Da es ja scheinbar auch schon ähnliche Vergleiche gibt, könnte es wirklich ein N sein.

    Die Kreuze am Anfang und am Ende der Inschrift wirken ähnlich den heute bekannten "Templerkreuzen" (Tatzenkreuz) mit leichten Abänderungen (zwei Gravierungen in Richtung der Inschrift). Die Gründungszeit würde eventuell zur Datierung des Schwertes passen, auch besaßen die Templer Landbesitz u.a. in England.


    Zur Sprache:
    Weiterhin ist mir aufgefallen, dass wir hier eventuell sogar drei oder mehr Sprachen gemischt haben könnten:
    - das Schwert wurde wahrscheinlich in Deutschland geschmiedet (mittelhochdeutsch wurde im 13. Jahrhundert in Deutschland gesprochen)
    - es wurde in England gefunden (mittelalterliches Englisch; erinnerte mehr an Deutsch als an das heutige Englisch)
    - die meisten Segenssprüche o.ä. waren in mittelalterlichem Latein verfasst
    - sollte es wirklich ein Schwert der Templer sein (Theorie von oben), dann könnte es jedoch auch im nahen Osten graviert worden sein. Dadurch würden sogar noch ganz andere Sprachen in Betracht kommen.

    Sollte die Gravur in Deutschland passiert sein, dann war es ziemlich unwahrscheinlich, dass es der Schmied selbst gemacht hat (aus schon genannten Gründen). Und vor allem, wo wurde es gemacht! Dann könnte man eventuelle Einflüsse von Außen mit einberechnen. Falls es in Deutschland gemacht wurde, ist die Frage: Mittelhochdeutsch oder mittelalterliches Latein?
    Wurde die Inschrift jedoch in England eingraviert, dann ist es unwahrscheinlicher, dass ein Ritter es gemacht hat. Also blieb ja nur noch ein Schreibkundiger, dann die gleiche Frage: mittelalterliches Englisch oder mittelalterliches Latein?
    Wenn man jetzt aber davon ausgeht, dass die einzigen Menschen, die damals Lesen und Schreiben konnten, Mönche waren, bleibt im Endeffekt nur das mittelalterliche Latein übrig. Da sich an 9. Stelle ein W und an 18. Stelle ein V befindet, frage ich mich, ob nicht alles Latein ist. Im Lateinischen gibt es keine Unterscheidung zwischen W und V, denn das V wird wie das W ausgesprochen. Daher könnte es nur ein M sein, welches jedoch auf dem Kopf steht. Einem schreibkundigen Mönch wäre dieser Fehler niemals unterlaufen, sodass wieder die Theorie, dass es sich jemand abgeschaut hat, wieder zu trage kommen würde.
    Bezieht man die Templer-Theorie noch in Betracht, dann könnte es sogar noch viel komplizierter werden...
  • Kein "G"?

    13.08.2015, Michael
    Nach weiteren Vergleichen der Inschriften mit dem oben verlinkten Fachbeitrag (siehe dort das Alphabet in Abbildung 29), ist zweifelhaft, ob es sich bei dem 11. Buchstaben auf dem Schwert tatsächlich um ein "G" handelt. Laut benanntem Fachaufsatz dürfte es eher ein "C" sein, was mit dem folgendem "H" auf CHristus hinweisen könnte.

    Damit ändert sich das Rätsel noch einmal wie folgt:

    +NDXOXCHWDNCHDXORVI+