Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • Was die Quantentheorie zu einer Wahrscheinlichkeitstheorie macht und was sie mit dem Higgsfeld verbindet.

    15.07.2012, Beier Karl - Heinz
    Es scheint, dass die Vermutung David Bohms richtig ist, dass hinter den Gleichungen der Quantenphysik eine bisher noch nicht beobachtbare Reaktion des Vakuumfelds mit den materiellen Erscheinungen abläuft, welche wir aber über die Quantentheorie feststellen, wenn wir einen Messvorgang abschließen. Diese verborgenen Reaktionen im Untergrund, welche zwischen den Quanten und so genannten verborgenen Parametern abläuft, können wir immer nur als Eingriffe in das kontinuierlich ablaufende Wechselspiel zwischen dem Vakuumfeld und den materiellen Erscheinungen, sichtbar machen. Dabei sind wir selbst und unsere Messaperate mit einbezogen, in dieses verborgene Geschehen, welches in so kurzzeitigen Intervallen immerfort abläuft, dass wir nur Bruchstücke wahrnehmen. Das Vakuumfeld sollte negative Beschleunigung und deshalb negative Energie in die Materiepartikel einschleusen, derart dass beides, die negative Energie und die Materiefelder, zu einem gemeinsamen Wechselfeld (dem elektromagnetischen Feld ) wird, welches sich im Planckpunkt zur Planckmasse konzentriert. Durch diese Vereinigung des Vakuumfelds mit den Materiefeldern wird das Vakuumfeld kontinuierlich entspannt. Durch diese Dichteabnahme des Vakuumfelds, die im gesamten Universum durch diese Vakuum- Materiewechselwirkung immerfort abläuft, können die Planckmassen nicht in den Planckpunkten verbleiben, und dehnen sich bis an die Teilchenobeflächen aus, die das Vakuumfeld und alle anderen Teilchen vorgeben. Bemerkbar wird das über die virtuellen Vakuumwechselwirkungen, welche wir feststellen können (virtuelle Positronen und Elektronen welche sich kurzzeitig bilden und wieder verschwinden). Im gesamten Universum und zu allen Zeiten laufen diese Vakuum-Materiewechselwirkungen ab, so dass von einer Sekunde zur anderen nicht mehr genau die selben Bedingungen herrschen. Das ist der eigentliche Grund, dass im Mikrokosmos keine kausalen Messergebnisse möglich sind, da sich das universale Gesamtsystem in der Zwischenzeit, um einen für uns nicht feststellbaren Betrag verändert hat. Zwischen den Messakten, kann es eine Unmenge Vakuumwechselwirkungen mit allen möglichen Quantenobjekten, im Umfeld schon gegeben haben, ehe der nächste Messakt eingeleitet wird. So dass ein objektives Geschehen daraus nicht abzuleiten ist. Statistisch erfasst die Wahrscheinlich
    keitsdichte gleicher Teilcheneigenschaften die Möglichkeit in einem Raumvolumen in einer bestimmten Zeitfolge, ähnliche Messwerte zu erhalten, innerhalb eines Grenzwerts, der für alle ähnlichen Messungen gelten soll.

    Ich habe mir darüber Gedanken gemacht, und kam zu folgenden Ergebnis. Es müsste zwei voneinander unabhängige verborgene Parameter geben. Die verborgenen Parameter des Vakuums sind negativ und ich gebe ihnen das Zeichen - & v und ihre Energie ist - 1,86107244728 x 10 hoch minus 45 Erg sec. Die verborgenen Parameter der Materie bezeichne ich ebenfalls mit & ,ihre Massen sind 2,0702236279 x 10 minus 66 g sec. Mit den Quanten sind die verborgenen Parameter mit der Universalzeit ab Uranfang, als sich die Materie vor dem Urknall in einer Singularität gebildet hatte, verbunden. Für das Vakuumquant gilt dann
    T uranfang = 5,66656427287 x 10 hoch 17 Sekunden so dass - (h : 2 Pi ) = - & E x T uranfang =
    - 1,86107244728 x 10 hoch minus 45 Erg sec x 5,66656427287 x 10 hoch 17 sec =
    - (h : 2 Pi ) =- 1,054588664 x 10 minus 27 Erg sec. Das gleiche Prinzip gilt für das Materiequant über das Lichtgeschwindigkeitsquadrat. (h : 2 Pi) = (& x C Quadrat) x T uranfang =
    (h : 2 Pi) = 2,07072236279 x 10 hoch minus 66 g sec x 8,987551787 x 10 hoch 20 cm sec Quadr.
    =1,86107244728 x 10 hoch min 45 Erg sec x 5,66656437287 x 10 hoch 17 sec =
    = 1,054588664 x 10 hoch minus 27 Erg sec. Die beiden Quanten wechseln in unterschiedlichen Intervallen einmal zu einem Energiequant und dann wieder zu einem Massenquant, die in Richtung zum Plankpunkt konzentriert werden und so immer schwerer werden, je tiefer wir in die Materie eindringen. Als nächstes werde ich den Higgsmechanismus beschreiben,aus der Sicht der verborgenen Parameter, und weshalb die Vakuumparameter die Dunkle Materie darstellen könnten.
  • Intelligenz ist angeboren, wenn man etwas daraus macht

    15.07.2012, Dr.med. Eugen Knöpfle
    Dass ein überwiegender Grundstock der Intelligenz angeboren ist, dürfte langsam gesichert sein. Möglicherweise spielt hierbei das X-Chromosom eine sehr wichtige Rolle, bekanntlich beim Genotyp Frau mit XX zweifach und beim Mann mit XY einfach vorhanden. Das Chromosom Y ist verkümmert und trägt zur Intelligenz quantitativ kaum bei. Ob beim X jeweils die besseren Merkmale vom mütterlichen oder die vom väterlichen X sich durchsetzen, ist Zufall.
    Aber ebenso entscheidend ist die Förderung der Hirnentwicklung in den frühen Jahren der Kindheit, beginnend spätestens nach der Geburt, wahrscheinlich auch schon vorher.

    Die Förderung der angeborenen Anlagen ist ausgesprochen wichtig und entscheidet darüber, wie intelligent, gebildet und fähig ein Mensch werden kann. Welche Verknüpfungen (Neuronenanlage und -neubildung, Synapsenverknüpfungen, spezielle Hirnregionen mit unterschiedlichen Aufgaben) gefördert werden, hängt vom Umgang der Erziehenden und der ganzen Umwelt ab, aber nicht erst in der Schulzeit, sondern schon lange vorher. Wie werden die diversen Fähigkeiten (Sprache - Hören, Sprechen, Singen, Lesen, Schreiben, optische Leistungen - , logisches Denken, Umgang mit Natur, Technik, emotionale Qualitäten, Umgang und Kontakt zu und mit anderen Menschen, körperliches Können und Fertigkeiten) gefördert, ist grundlegend für Intelligenz im weitesten Sinne.
    Wird dem Kind vorgelesen, mit ihm gesprochen, gesungen, Sachen erklärt, gezeigt, geübt oder lässt man es im Laufstall alleine oder besonders dann vor dem Fernseher hocken und versumpfen, ist wegweisend.

    Aus den angeborenen Grundlagen der Genetik kann man viel oder gar nichts machen, aber das muss in der frühen Säuglingszeit begonnen und kontinuierlich weitergefördert werden, bis der junge Mensch von sich aus aus purer Freude am Lernen und Neugier weiterforschen und erkunden will. Das Gehirn bringt die wesentlichen Voraussetzungen jedenfalls mit, es will nichts mehr und lieber als Lernen, nichts bereitet ihm größere Freude, und damit natürlich dem Menschen als Ganzem. Auch eine noch so hohe Intelligenz bleibt kümmerlich und stumpf, wird sie nicht breit gefördert ohne Verzetteln und mit einer ausgewogenen Mischung aus Wissenserwerb, Ruhe, Entspannung und Nachdenken, auch mittels Kunst, Musik, fremden Kulturen, Bewegung, Ortswechsel, Gemeinschaft und Alleinseinkönnen.

    Der Titel "Ist Intelligenz erblich?" ist berechtigt, führt aber in die Irre, wenn die weiteren Schritte und Gedanken nicht gemacht und gedacht werden.
  • Voreingenommen?

    13.07.2012, Holger Schoening
    Zitat: "Zusätzlich hatten sie statistisch den Einfluss europäischen und afrikanischen Erbguts herausgerechnet"

    Soll das heißen, es wurde von vornherein ausgeschlossen, dass die Einwanderer aus Europa oder Afrika kamen? Weiter unten im Text wird die Möglichkeit einer Einwanderung aus Europa diskutiert.
    Aber wie soll eine Studie das entscheiden, wenn alle europäischen genetischen Spuren ignoriert werden?
    Oder sehe ich da was falsch ?
    Antwort der Redaktion:

    Lieber Herr Schöning,

    für Anhänger einer eiszeitlichen Einwanderung aus Europa stellt dieser Punkt in der Tat ein interessantes Problem dar. Allerdings wäre diese These ohnehin nicht durch die Gen-Untersuchungen belegt worden, hätten sich die Forscher dazu entschieden, den europäisch/afrikanischen Einfluss nicht herauszurechnen. Denn es gibt ein durchaus nennenswertes europäisch/afrikanisches Erbe im Genom der Ureinwohner, aber man kann nicht umhin, es einer Einwanderung seit 1492 zuzuschreiben. Belege für eine eiszeitliche Einwanderung aus Europa - sollte sie tatsächlich stattgefunden haben - können daher nur DNA-Analysen von präkolumbischen Proben bringen.

    Frühere genetische Untersuchungen beispielsweise der mtDNA haben aber eindeutig nahegelegt, dass der Ursprung der heutigen amerikanischen Ureinwohner in Asien liegt. Insofern würde ich nicht von Voreingenommenheit sprechen; es ist eher eine wissenschaftlich solide Ausgangshypothese.

    Mit besten Grüßen, jd

  • Geschichte umschreiben

    13.07.2012, Johann Springer
    Warum gibt es eigentlich für neue Erkenntnisse in der Geschichte nur noch die stereotype Formulierung "man muß die Geschichte umschreiben"? Könnte man sich nicht mal einen anderen Ausdruck ausdenken?
  • Es gibt noch ein paar andere Aspekte ...

    13.07.2012, Jörg Kampmann, Physiker
    Großartiger Artikel. Die Umwandlung von CO2 in Methan bzw. Methanol hat ja vielleicht auch in Deutschland den Vorteil, dass diese Fabriken dort angesiedelt werden können, wo der "Ökostrom" entsteht, z.B. an der Nordsee. Das setzt natürlich voraus, dass es Verfahren gibt, die CO2 aus der normalen Atmosphäre herausfiltern können. Soweit mir bekannt ist, wird auf diesem Gebiet am Helmholtz-Zentrum in Geesthacht geforscht (http://www.hzg.de/institute/polymer_research/index.html.de). Auch forscht das Fraunhofer Institut in Kassel auf diesem Gebiet (http://www.fraunhofer.de/de/presse/presseinformationen/2010/04/strom-erdgas-speicher.html) ... Prof. Michael Sterner (inzwischen in Regensburg) hat auf dieses Gebiet sehr intensiv bearbeitet.

    Wenn es also gelänge, diese Verfahren in der notwendigen Breite einzusetzen, hätte Niedersachsen und Schleswig Holstein auf längere Sicht die Chance, aus dem politisch nicht sehr geliebten Transferprozess (Süd nach Nord) auszusteigen. Ein weiterer Aspekt wäre auch, dass der Versauerung der Ozeane mit den unübersehbaren Folgen für die Biodiversität Einhalt geboten werden könnte, vielleicht sogar zurückgefahren werden kann. Allerdings müsste schon darauf geachtet werden, dass die "Entnahme" von CO2 aus der Atmosphäre nicht so stark ist, dass die Pflanzenwelt kein CO2 mehr hat. Ein Wert von ca. 280 - 350 ppmv für die Konzentration von CO2 in der Atmosphäre wäre sicher sinnvoll ...
  • Na-Dené und Amerind

    13.07.2012, Manfred Polak
    Ist Chippewa wirklich eine Na-Dené-Sprache? Laut Wikipedia gehört es zu den Algonkin-Sprachen, also (im umstrittenen System von Greenberg) Amerind und nicht Na-Dené. Das würde dann allerdings weniger gut zu Greenbergs Theorie passen.
    Antwort der Redaktion:

    Lieber Herr Polak,

    danke für den Hinweis! Es handelt sich hier schlicht um einen dummen Übersetzungsfehler meinerseits. Die von Reich et al. untersuchten Personen gehören zu den Chipewyan, die ich fälschlicherweise mit den Chippewan identifizierte.

    Wir haben das jetzt im Text korrigiert.

    Beste Grüße, jd

  • Heuchelei?

    12.07.2012, Olaf Schlüter
    Edgar Dahl, der ja auch schon mal den Begriff der Menschenwürde mangels Inhalt verwarf, nimmt das PID-Gesetz kritisch unter der Lupe. Mit starken Worten und reichlich moralinsauren Gestus wird jede Einschränkung der Verfügungsfreiheit der Eltern über den Nachwuchs widersprochen. Ich nehme jetzt nur mal Stellung zum Vorwurf der "Heuchelei", in dem Zusammenhang wird ja auch der Abtreibungsparagraph erwähnt.

    Abtreibung ist rechtswidrig, aber straffrei, und diese merkwürdige Regelung findet sich auch bei der PID. Es gibt einen Grund dafür, und den sollte man wenigstens betrachten, bevor man polemisch wird. Denn der von Dahl unterstellte Automatismus, dass Unrecht stets sanktioniert gehört, den gibt es nicht. Strafrecht ist nur ein Mittel, Unrecht zu verhindern. Und nicht stets das opportune. Bei der Abtreibung hat sich das Strafrecht als untaugliches Mittel erwiesen, das Lebensrecht des ungeborenen Kindes zu schützen. Abtreibungstourismus und die mitunter lebensgefährlichen Dienste von "Engelmachern" waren die Folge. Es ist auf diese Weise wohl nie ein Leben gerettet worden. Deshalb hat der Gesetzgeber die strafrechtliche Verfolgung von Abtreibungen verworfen und setzt stattdessen auf Beratung und Hilfe. Damit bleibt er in jeder Beziehung im Bereich der Verfassung, die ihm eine Schutzpflicht für das ungeborene Leben auferlegt. Nirgendwo indes findet sich im Grundgesetz eine Verpflichtung, diesen Schutz strafrechtlich durchzuführen.

    Den gleichen Weg will der Gesetzgeber nun bei der PID gehen, und aus verfassungsrechtlicher und auch ethischer Sicht ist ihm gar kein anderer Weg möglich, auf jeden Fall verbietet es sich, PID nicht als Unrecht aufzufassen. Wir bräuchten eine neue Verfassung, die das Lebensrecht auf Geborene beschränkt, erst dann wäre das möglich.

    Das es ein Widerspruch ist, die PID einerseits als Unrecht aufzufassen, andererseits mit staatlichen Mitteln zu fördern, stimmt.
  • Die Kausalkette: "Leaky gut" Theorie

    12.07.2012, Dr. Kurt Lucas
    Sie zitieren Normann:“ Die Verbindung zwischen Stress und Depression sei viel stärker belegt als die zwischen Entzündung und Depression“.
    Sehr wahrscheinlich hängen Stress, Entzündung und Depression nach Gárate et al. 2011 in folgender Kausalkette zusammen. Anhaltender Stress verursacht, dass der Darm für bakterielles Lipopolysaccharid (LPS) durchlässig wird. LPS gerät über die Blutbahn in das Gehirn. Im Gehirn verursacht LPS Entzündung. LPS aktiviert den Toll-like Receptor 4 (TLR4) des angeborenen Immunsystems.
    Diese „leaky gut“ Theorie ist im Wesentlichen inzwischen durch weitere Publikationen gestützt. Damit liegt eine lupenreine Erklärung für die Entstehung einer Stress-induzierten Depression vor. Die wird hierzulande gerne als Burnout bezeichnet. Allerdings bin ich der Meinung, dass nicht die Depression, sondern noch stärker die chronische Erschöpfung im Vordergrund dieser Erkrankung steht.
    Gárate et al. 2011, Origin and consequences of brain Toll-like receptor 4 pathway stimulation in an experimental model of depression. J Neuroinflammation. 2011 Nov 3;8:151.
    Maes M et al. 2012, Increased IgA and IgM responses against gut commensals in chronic depression: Further evidence for increased bacterial translocation or leaky gut. J Affect Disord. 2012 Mar 11
  • Alles Ente ...oder was?

    12.07.2012, Anette Breuer
    Mit großem Interesse habe ich diesen informativen Artikel gelesen. Er ist jedem zu empfehlen, der wie ich vor 1,5 Jahren über die sensationelle Entdeckung der Nasa gestaunt hat!

    Mit freundlichen Grüßen

    Anette Breuer
  • Danke

    12.07.2012, Garuda Wördemann
    Ökologie ist machbar, Frau Nachbar!
    Ein sehr interessanter Forschungsansatz, wie ich finde.
    Wir müssen mit den Lebewesen um uns herum zusammenleben, besser ist das!
  • Biodiversität bei der Honigbiene

    12.07.2012, J. Peter Neyer (Imker "Skipper")
    Auf meinem Bienenstand habe ich Carnica, Buckfast und die Dunkle Biene. Alle Rassen haben ihre "Vor- und Nachteile", sofern diese Begrifflichkeiten in der Natur überhaupt zulässig sind. An allen Arten habe ich Spaß, aber mein Herz gehört der Mellifera Mellifera (Dunkle Biene).

    Von der "Rassen-Aufregung" halte ich überhaupt nichts. Wenn ein Imker gesteigerten Wert darauf legt, dass "seine" Rasse "rein" bleibt, dann soll bzw. muss er mit seinen Jungköniginnen zu geeigneten Belegstellen fahren oder künstlich besamen lassen. Bei den vielen derzeitigen unkontrollierten Bienenimporten und damit zwangsläufig im ganzen Land vorhandenen Kreuzungen und Rassen ist eine kontrollierte Standbegattung unmöglich, oder man ist mit dieser Form der Biodiversität einverstanden.
  • Everetts Dissertation

    11.07.2012, Dr. Wolfgang Klein
    Ich habe mir die Langversion von Everetts Dissertation besorgt. Nach stichprobenhaftem Lesen stelle ich fest: Zumindest die Einleitung ist unterhaltsamer und verständlicher als das umständliche mit inhaltlichen Wiederholungen gespickte Gelaber von Byrne (von den massiven Schreibfehlern der deutschen Übersetzung mal ganz abgesehen - sind solche auch in der englischen Ausgabe drin?).

    Was mich an der ganzen Sache immer noch irritiert: Die Eigenvektoren g hängen ja vom Operator der jeweiligen Observablen ab (Spektralsatz). Die gemessenen Werte der Observablen treten mit Wahrscheinlichkeit |(f,g)|**2 auf, wobei f der Zustandsvektor des beobachteten Systems ist. Geht man jetzt von einer universellen Wellenfunktion aus, die (natürlich) auch alle Beobachter enthält, gibt es eigentliche keine Anwendung von Operatoren mehr, weil sich das Gesamtsystem nur noch nach der Schrödinger-Gleichung entwickelt.

    Vielleicht findet sich eine Antwort in Everetts Arbeit. Bei Byrne wird man sie sicher nicht finden, denke ich.
  • Genetische Sicherheitsforschung, Kinderarbeit

    11.07.2012, Hubert Kreft
    Bei der Darstellung des Projekts vermisse ich Hinweise darauf, wie und ob erforscht werden soll, wie sich die wahrscheinlich hergestellten genetisch veränderten Kakaopflanzen auf die "begrenzte genetische Vielfalt" dieser Pflanze auswirkt.
    Ebenfalls vermisse ich Anmerkungen darüber, wie denn die Selbstverpflichtung des Marskonzerns auf den Verzicht von Kindersklavenarbeit vorangeschritten ist. Es ist keineswegs so, dass nur "die Farmer die Kakaofrüchte mit Messern" abschneiden, sondern fast nur Kinder unter erheblichen Verletzungsgefahren. Das Internet ist voll von derartigen Berichten.
    Warum nimmt Mars nicht am fairen Handel jetzt schon teil? Der Artikel dient eher der Imageverbesserung des Konzerns. Etwas mehr Kritik seitens der Spektrumredaktion hätte ich eigentlich erwarten können.
    Antwort der Redaktion:
    Besten Dank für Ihr Schreiben. Es geht im Artikel nicht um gentechnische Veränderung, sondern um konventionelle Züchtung. Auch war nicht der gesellschaftspolitische Aspekt des Kakaoanbaus das Thema, sondern der wissenschaftliche. Kinderarbeit ist natürlich ein sehr wichtiges Thema, das sogar einen eigenen Artikel verdient, der aber dann eher in ein anderes Magazin gehört.
  • Verbindung der beiden Entdeckungen

    11.07.2012, Martin
    Guten Tag

    Ich finde diesen Beitrag darum interessant, weil ich bis anhin davon ausgegangen bis, dass die Amygdala am schnellen Reagieren in einer "gefährlichen" Situation (z.B. Flucht) beteiligt ist. Offenbar ist sie mehr an der Relevanz einer ankommenden Wahrnehmung interessiert und filtert bedeutungsvolle Signale aus der Summe der eingehenden Signale. Für mich ist der Zusammenhang zur "Wohlfühlzone" nahe liegend, denn das Individuum braucht einen entsprechenden Abstand, um die Umwelt nach bedeutungsvollen Signalen scannen zu können. Es wäre natürlich interessant, die Hirnregion zu kennen, die tatsächlich für instinktives Reagieren in Gefahrensituationen verantwortlich ist.

    Mit freundlichen Grüßen
  • Unverständliche Symbole

    10.07.2012, Raimund Zopp, Neubau (Österreich)
    Ich fand den Artikel recht interessant, allerdings fiel es mir als Nichtmathematiker manchmal schwer, ihn zu lesen, da Symbole vorkommen, die ich nicht kenne. Das seltsam schnörkselige "D"-artige Zeichen für die Kreisscheibe fand ich nicht einmal im allwissenden Internet. Es macht einen Stoff echt schwer lesbar, wenn darin Symbole vorkommen, die nicht verbalisierbar sind. Für ein breites, wissenschaftsinteressiertes Publikum wird der Artikel damit echt mühsam. Sehr schade!
    Antwort der Redaktion:

    Das schnörkselige D-artige Zeichen ist einfach ein D. Entsprechendes gilt für das schnörkselige C-artige Zeichen. Offenbar sind die Zeichen so schnörkselig geraten, dass man sie nicht auf Anhieb erkennt. Tut mir leid – diese Erschwernis hätte nicht sein müssen.

    Warum hat die Autorin diese Schriftart gewählt (und warum bin ich ihr darin beim Bearbeiten gefolgt)? Weil aus der Schriftart schon die Art des Objekts hervorgehen soll. So schreibt man in der Geometrie Punkte groß, Geraden klein, Winkel mit kleinen griechischen Buchstaben und so weiter. Ein Raum ist nichts von alledem, also müssen, in der Logik der Autorin, Räume mit einer neuen Sorte Buchstaben bezeichnet werden.

    Das Prinzip "Jeder Sorte mathematischer Objekte ihre eigene Schriftart" ist allgemein üblich, die Durchführung sehr uneinheitlich. Es gibt halt nicht genug Schriftarten, um die ungeheuer vielen Objekte auseinanderzuhalten, die Mathematiker sich ausdenken können.

    "C" für Kreis (wie englisch circle, französisch cercle) und "D" für Scheibe (disk, disque) sind wieder allgemein üblich. Wenn ich die zu K und S eingedeutscht hätte, wäre es verwirrend für die Leser der Fachliteratur gewesen.

    Christoph Pöppe, Redaktion