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Lesermeinungen - Spektrum der Wissenschaft - Seite 162

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Zusammenhang mit der indoeuropäischen Sprachfamilie

    04.08.2017, Andreas Meyer
    Mir scheint, ein wichtiger Bestandteil des Originalartikels ist in dieser Darstellung untergegangen: der "relativ geringe Einfluss seit der minoischen Zeit", der die Mykener von den Minoern unterscheidet, lässt sich auf eine Zuwanderung aus der pontischen Steppe zurückführen, von der vermutet wird, dass mit ihr die indoeuropäische Sprache - hier also die Frühform des heutigen Griechisch - ins Land kam. Die Auseinandersetzung darum, wie die indoeuropäischen Sprachen sich ausgebreitet haben, ist doch gerade besonders spannend und wird hoffentlich in der nächsten Zeit durch Entschlüsselung von immer mehr aDNA noch besser beleuchtet werden.
  • Die Politik will gar nicht dass...

    04.08.2017, Glaser
    Fakt ist, dass das ganze Theater nur veranstaltet wird, dass Benziner/Diesler verboten werden, dann kommt die Erkenntnis, dass das mit Elektro gar nicht in dem Masse geht und schon hat der Staat (die Ideologen der grün denkenden in allen Parteien) die Basis, um das Autofahren komplett zu verbieten.

    Städtefahrverbote werden nichts bringen, genauso wie die Umweltvignette nichts brachte (nachgewiesenermassen) aber die Ideologen boxen das durch in der Hoffnung, dass es dann keine Mobilität mehr braucht.
    Die Gesellschaft wurde 40 Jahre lang eingelullt, dass alle fast glauben, dass Mobilität etwas schlechtes ist und schon fast schlechte Gewissen haben.
    Aber die Rechnung geht nicht auf.
  • Das Wesentliche sehen

    04.08.2017, Ernst Sauerwein, München
    Man sollte die Frage, ob Viren leben, nicht überbewerten. Ich persönlich würde ebenfalls bei der bisherigen Sprachregelung bleiben. Wir müssen uns aber im Klaren sein, dass das Leben nicht auf einen Schlag begonnen hat, sondern in einem Prozess. Und an diesem Prozess waren Viren maßgeblich beteiligt. Vielleicht nimmt, wenn man an die Anfänge zurückgeht, der Unterschied zwischen Viren und zellulären Organismen immer weiter ab. Das würde sich decken mit der Auffassung, dass in den Anfängen der laterale/horizontale Gentransfer eine mindestens ebenso große Rolle spielte wie der vertikale (Vererbung). Und der laterale Gentransfer kann durch Viren vermittelt werden.

    Wesentlich wichtiger scheinen die beiden Hypothese von "Out-of-Virus" zu sein:

    (1) Eukaryonten stammen von Archaeen ab (moderne Version der Eocyten-Theorie):
    Bei der Entstehung der Eukaryonten waren neben Alphaproteobakterien (->Mitochondrien) Riesenviren beteiligt (->Zellkern)
    Ob man jetzt wie Tom Cavalier-Smith ein Taxon Neomura (Archeaeen+Eukaryonten) einführen will oder die Eukaryonten gleich bei den Archaeen eingliedert (nahe "Asgard"-Gruppe), so wie man heute taxonomisch die Vögel bei den Dinos (Theropoden) eingliedert, wird sich zeigen.

    (2) Bakterien einerseits und Archaeen+Eukaryonten andererseits haben unabhängig voneinander die Fähigkeit zur Speicherung der Erbinformation in DNA erworben, und zwar jeweils von Viren. Das passt zur Vorstellung, dass Ribosomen der primordialen zellulären Organismen ursprünglich (in der RNA-Welt) selbstreplizierende Systeme waren (also die Erbinformation!), erst später zur Leistungsverbesserung Proteinsynthese betrieben (zu dieser Zeit Evolution/Optimierung des genetischen Codes). Mit den Viren kam dann die Speicherung der Erbinformation in DNA ('vererbt' auf die zellulären Organismen - zweimal!) und den Ribosomen blieb ihre heutige Aufgabe.

    Das sind zwei 'steile' Hypothesen, freilich.
    Aber wenn sich das alles bewahrheiten sollte, würde vieles was jetzt noch im Dunkeln liegt, beleuchtet und die Entstehungsgeschichte des Lebens endlich in weiten Teilen klar.
  • Jüngere Partner machen glücklich!

    04.08.2017, Asuki
    Stimmt! Bei uns beträgt der Altersunterschied 33 Jahre. Wir sind seit 14 Jahren glücklich. Tag für Tag und Nacht für Nacht. Zur Nachahmung empfohlen!
  • Mir fehlt die Zukunftsorientierung in de Diskussion

    04.08.2017, Stephan Goldmann
    Leider fehlen mir auch folgende Aspekte:
    - Gibt es Diesel/Benzin umsonst? Nein? Also zahlen wir doch auch da eine Rechnung, nicht wahr?
    - Gibt es Diesel/Benzin unendlich? Nein? Dann wird mit zunehmender Ressourcenknappheit der Preis sogar noch steigen, nicht wahr?
    - Potential: Der Verbrennungsmotor ist auf das Verbrennen festgelegt. Hier werden im Augenblick fossile Brennstoffe (Öl, Gas) benötigt. Wasserstoff wurde kurz diskutiert. Welche Alternativen gibt es also statt oder für Verbrenner noch?
    - Elektrizität kann hingegen aus vielen Quellen erzeugt werden. Nehmen wir an, dass wir es tatsächlich schaffen die Kernfusion als Energiequelle zu erschließen. Wäre dann der Mix aus Wasser, Wind und Kernfusion nicht eine wesentlich interessantere Möglichkeit?

    Ganz konkret: Haben wir den überhaupt auf die nächsten 50 bis 100 Jahre gesehen eine Wahl, müssen wir nicht auf E-Mobilität setzen? Oder sind unsere fossilen Brennstoffe unendlich?
  • Oh 140 neue Kraftwerke?

    04.08.2017, Uwe Sengewald
    Das im Artikel genutzten Beispiel hoert sich jetzt echt erschreckend an, 140 neue Kraftwerke.
    Was ich viel erschreckender finde ist die Tatsache das der Autor davon ausgeht das jedes einzelne der 60Millionen Autos am Tag 500km bewegt wird, also ueber 200000km pro Jahr oder mind. 5 Stunden jeden Tag.
    Ein Volk von Taxi- und LKW-Fahrern.
    Nein, in so einer Welt will ich ganz bestimmt nicht leben.

    Mit realistischen Zahlen gerechnet erhöht sich unser Gesamtenergiebedarf um noch nicht mal 10% wenn alle Autos auf Elektro umgestellt wuerden.
  • Keine Sorge,...

    04.08.2017, Bitbändiger
    diese "Riesentsunamis" durch Gletscherabbrüche sind nur ein vorübergehendes Phänomen. Sie hören schlagartig auf, wenn das Inlandeis abgeschmolzen und Grönland von Ananasplantagen bedeckt ist.

    Vertrauen Sie einfach dem segensreichen Wirken genialer Politprofis, von Trump bis Dobrindt.
  • Desigenerbaby

    03.08.2017, David M.
    „Die Ergebnisse deuten also nicht nur darauf hin, dass Keimbahnmanipulation in Zukunft beim Menschen möglich ist, sondern auch darauf, dass diese Möglichkeit zuerst in sehr spezifischen Situationen funktionieren wird: wenn eben eine erbliche Erkrankung von einer fehlerhaften Genvariante auf einem Chromosom ausgeht. Dann nämlich steht ein gesundes Gegenstück des Gens zur Verfügung, das als Vorlage für die Reparatur dient.“

    Oder das entfernte Stück ist nicht krank, sondern das Gegenstück ist einfach besser. Das beschränkt die über die Krankheitsbekämpfung hinausgehende Manipulation zwar, schließt sie aber nicht aus.
  • Plädoyer für den Konstruktivismus

    03.08.2017, Dipl. Ing. Hauk Alfred
    Wenn man wie Esfeld alle „Konstruktivismen“ in einen Topf wirft, dann handelt er wie ein Koch, der unverträgliche Zutaten mischt, feststellt, dass sein Gericht nicht schmeckt, und dann alle Zutaten statt seine eigene Komposition verwirft.
    Wenn man über „Konstruktivismus“ urteilt, sollte man schon so fair sein und nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.
    Für mich ist es unverständlich, dass Esfeld konsequent die Erkenntnisse der Hirnforschung in den letzten Jahrzehnten ignoriert. Tut man das nämlich nicht, dann ist sein Satz „Die Naturwissenschaft beschreibt die Welt im Wesentlichen so, wie sie ist“ geradezu eine Absurdität.
    Unser Gehirn konstruiert eine innere Welt (Gerhard Roth nennt sie „Wirklichkeit“ im Gegensatz zur äußeren „Realität“), die mit der Realität etwa so viel zu tun hat wie die Gestalt des Icons am Bildschirm mit dem zugehörigen Programm.
    Wir werden daher die „Realität“ niemals „erkennen“ können und zwar aus dem gleichen Grund, aus dem eine Ameise oder eine Maus die Realität niemals erkennen wird können. Was wir letztlich tun, ist nichts anderes, als die Metaphern unserer inneren „Mittelwelt“ auf die Mikro- und Makrowelt auszudehnen (Beispiel: Quanten = Teilchen) und damit zu versuchen, einen Zufallstreffer zu landen oder auf einen nicht zu übersehenden Wink der Realität zu stoßen (Beispiele: die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit; die Existenz diskreter Spektren; die Verschränkung von Quanten).
    Für den Wissenschafts-Alltag ist es völlig egal, ob man Realist oder Konstruktivist ist. Der konstruktivistische Standpunkt ist allerdings solider und vielleicht in der Zukunft, wenn wir mehr über die Funktion unseres Gehirns wissen werden, sogar erkenntnistheoretisch vorteilhaft.
    Stellungnahme der Redaktion

    In der Kürze des Artikels konnte ich auf den Konstruktivismus nur pauschal eingehen und nicht zwischen verschiedenen Varianten unterscheiden. Zur Hirnforschung möchte ich aber darauf hinweisen, dass diese, was die verwendeten Theorien betrifft, angewandte klassische Physik ist (klassische Mechanik und klassische Elektrodynamik). Man kann also nicht Realist in Bezug auf die Hirnforschung sein, ohne auch Realist in Bezug auf die Physik zu sein, die dieser Forschung zu Grunde liegt.


    Michael Esfeld

  • minus oder plus

    03.08.2017, F, Raab
    sind die vielen Suizide in Grönland und im arktischen Kanada ebenfalls den den erhöten Temoeraturen geschultet ?
  • Die Rechnung kommt nicht vom Solarstromanbieter

    03.08.2017, Jens Vau
    Wunderbarer Artikel, der viele Fakten, die leider in der politischen Diskussion total ausgeblendet werden, auf den Punkt bringt. Bis auf den letzten Satz. Denn die Rechnung kommt nicht vom Solarstromanbieter. Die kommt vom Netzbetreiber, der dieses für Elektro-Autos zu dimensionierende Stromnetz bauen und betreiben muss. Und viel schlimmer: Die Rechnung geht mal wieder an die Umwelt, die den Raubbau an der Natur bezahlen muss. Nur weil bei dem Auto keine Abgase aus einem Auspuff kommen, ist es eben leider noch lange nicht umweltfreundlich. Sondern kann die Welt sogar stärker belasten als das, was wir heute schon fahren. Oder fahren könnten (zum Beispiel CNG).
  • Scheinproblem?

    03.08.2017, Helmut Zinner
    Das im Artikel beschriebene Konzept: "Die Welt besteht aus punktförmigen, eigenschaftslosen Teilchen..." ist nicht konsistent mit der üblichen Sichtweise der Ontologie: Die Welt besteht aus "realen Dingen", nämlich den Elementarteilchen (einschließlich der Austauschteilchen), die gewisse Eigenschaften "besitzen".
    Eigenschaften müssen demnach von etwas (nämlich von den Dingen) "getragen" werden. Eine Eigenschaft ist eine Fähigkeit, andere reale Dinge zu beeinflussen oder von ihnen beeinflusst zu werden. Handelt es sich hierbei um ein Scheinproblem? Die Folgerungen aus den beiden Sichten sind nämlich identisch: Die Gesetze beschreiben die Beziehungen zwischen den Eigenschaften.
    Stellungnahme der Redaktion

    Genau, “Eigenschaft ist eine Fähigkeit, andere reale Dinge zu beeinflussen oder von ihnen beeinflusst zu werden”. Deshalb kann man Eigenschaften als Beziehungen zwischen den Dingen verstehen, statt als etwas, das einzelnen Dingen unabhängig von ihren Beziehungen unnewohnt.

    Michael Esfeld

  • Wahrheit ist einigermaßen kompliziert

    03.08.2017, Walter Weiss
    Wie zufällig spielt der Begriff ’Wahrheit’ gerade jetzt auch in der Politik und in der Gegenwartsgeschichte eine große Rolle (Stichworte ’Trump’, ’Erdogan’, ’fake news’) – aber während in Politik und Gegenwartsgeschichte die Definition des Begriffs letzten Endes auf genügend gründliche Recherche zurückzuführen ist, ist die Sache in den Naturwisenschaften ungleich schwieriger, wie die beiden Artikel ja zeigen.

    Was sie bringen, leuchtet wohl unmittelbar ein – gerade deshalb aber FEHLT eine entscheidende Deduktionsvoraussetzung: Sowohl Michael Esfeld (SdW 8/17, S. 12) als auch Michael Krämer (S. 19) benutzen die uns geläufige deutsche Sprache und damit auch die darin enthaltenen Wort- und Satzbedeutungen; Sprache indessen ist nichts anderes als die Abbildung des Denkens (auf das akustische Medium, bei Niederschrift auch auf sachliche Medien), und in so grundlegenden Artikeln hätte man doch als Einleitung und überhaupt als logische Grundlage der Darlegungen eine Definition dessen verlangen können, was die Verfasser als ihr ’Denken’ zu Grunde legen wollen. Das vermisse ich – vielleicht wäre bei einer so vorangestellten Definition ja manch ein Teilproblem durchaus als Scheinproblem entlarvt worden.

    Dreht man die menschliche Evolution in Gedanken einmal zurück, so müsste für deren Erfolg ein möglichst weitgehendes und abstrahiertes Bild der Umwelt entscheidend wichtig (gewesen) sein. Legt man eine genetische Anlage zugrunde, wäre dafür die Mindestzahl von Jahren anzusetzen, die nach allgemeinen Überlegungen notwendig ist, um eine genetische Prägung zu entwickeln. Das wäre dann offenbar eine Zeitspanne, die weit vor den ’Out-of-Africa’-Termin zu setzen ist, d. h. eine Umgebung, die wohl eher Steppen- und Savannen-Charakter gehabt haben dürfte als Wald-Charakter.

    Es sollte daher ein abstrahiertes Bild der Umgebung aus der damaligen Zeit ein entscheidend wichtiger Bestandteil des menschlichen Denkens geworden sein und – da dieser Bestandteil ja nur die statische Seite darstellt – ein ebenso abstrahiertes Abbild der typischen Bewegungsabläufe (im Sinn der klassischen Physik).

    Aufgenommen haben diese beiden Komponenten aus der Umwelt allein die menschlichen Sinne, so dass deren Begrenzung (in jeder Hinsicht) ebenfalls immanenter Bestandteil des Denkens sein dürfte.

    Mit diesen Koordinaten ergibt sich, was wir unter naturwissenschaftlicher Forschung und naturwissenschaftlichen Erkenntnissen zu verstehen haben: Alles, was sich AUSSERHALB der Reichweite unserer körperlichen Sinne (die sich ja in den letzten paar MIllionen Jahren kaum erweitert haben dürften) befindet und bewegt, können wir mit diesem soeben in seinen wesentlichen Komponenten Denkvermögen nicht ’verstehen’. Alle diese Dinge und Geschehnisse außerhalb dieses Bereichs können die Naturwissenschaftler also nur – mehr oder weniger dürftig – beschreiben, im Idealfall durch mathematische Formeln einengen und umreißen. Ob solche mathematische Formeln dann zur Beschreibung solcher Dinge und Geschehnisse außerhalb des genannten Bereichs geeignet sind oder nicht, kann im Idealfall durch Wiederholungs-Experimente oder Beobachtungen evident gemacht werden.

    Die naturwissenschaftliche ’Wahrheit’ ist also doch einigermaßen kompliziert - zwar womöglich in vielen Fällen eindeutig, in vielen aber auch zumindest unbestimmt oder gar mehrdeutig. Zumal ein wirkliches ’Verstehen’ immer nur im sehr begrenzten Bereich der Reichweite unserer Sinne möglich ist – darüber hinaus kann man zwar nicht allein glauben, aber immerhin im Idealfall durch mathematische Formeln definieren.
    Stellungnahme der Redaktion

    Naturwissenschaftliche Wahrheit ist sicherlich einigermaßen kompliziert. Aber seit der Antike gibt es die Kosmologie, also die Wissenschaft des physikalischen Universums als Ganzes, und von der Antike zur Quanten-Kosmologie sind auch in diesem Bereich sehr bedeutende Erkenntnisfortschritte erzielt worden. Unsere Erkenntnisfähigkeit ist nicht auf die Reichweite unserer Sinne begrenzt.

    Michael Esfeld

  • Metaphysik!

    03.08.2017, Prof. Dr. Timm Grams, Fulda
    Wer eine Ontologie wie beispielsweise die des wissenschaftlichen Realismus hat, wer das Wesen der Dinge erkannt zu haben glaubt, der kann den Naturgesetzen Wahrheit zumessen. Der Wissenschaftler verlässt damit den relativ stabilen Grund seiner prüfbaren und bewährten Theorien und begibt sich ins Reich der Metaphysik. Dort geht es, anders als in der Wissenschaft, um Bekenntnisse. Die gute Gesinnung verdrängt die wissenschaftliche Argumentation; Abweichlern droht die Moralkeule: „Wer in dieser Hinsicht Konstruktivist ist, schadet sogar der Menschheit“, schreibt Michael Esfeld.

    Diese Haltung spielt, entgegen der hehren Absicht, den Faktenmanipulatoren in die Hände: Wahrheiten stehen gegen andere Wahrheiten – unentschieden. Der erkenntnisfördernde Diskurs leidet. Das schadet letztlich der Aufklärung, auch dem Kampf gegen den Klimawandel. Denn: Um Wahrheit geht es nicht. Es geht um Entscheidungen nach bestem Wissen.
    Stellungnahme der Redaktion

    In der Naturwissenschaft geht es, wie der Name sagt, um die Erkenntnis der Natur. Die Naturwissenschaft hat Methoden entwickelt, um die entsprechenden Erkenntnisansprüche zu prüfen und gegebenenfalls zu korrigieren, das heißt eine Theorie durch eine andere zu ersetzen. Die Aussage beispielsweise, dass Wasser aus Atomen zusammengesetzt ist, statt ein Urstoff zu sein, ist wahr.


    Michael Esfeld

  • Cherrypicking..

    02.08.2017, Matthias Schuster
    ... ist eine häufige Art, die Dinge unsachgemäß darzustellen:

    " Vielmehr ließe sich per Beweidung und Futtermittelanbau Boden nutzen, der sich zum Kultivieren anspruchsvollerer Pflanzen überhaupt nicht eigne. Auch würde der komplette Verzicht auf Nutztiere der Landwirtschaft schaden, und zwar vor allem dem Bio-Anbau, weil dann der Kuhmist als wichtige Düngemittelquelle fehlte."

    1) Danke Permakultur wachsen hier im Hochland Früchte, Getreide und so weiter: http://www.krameterhof.at/cms60/index.php?id=51

    Das Tiere ein Teil des Ökosystems sind, ist unbestritten. Das ist jedenfalls etwas anderes, als sie systematisch auszubeuten und überhaupt Produkte aus ihren Ausscheidungen und Fleisch herzustellen.

    Wir Menschen sind anatomsich und stoffwechselbezogen evolutionär Fruchtesser, wie unsere nächsten Verwandten, die Bonobos:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:ShalokShalom/Ern%C3%A4hrung_des_Menschen

    2) Es gibt Bio Meiler und vieles andere. Kühe sind die einzigen Tiere, die für den Boden eine Bereicherung sind, alle anderen laugen ihn mehr aus, als sie ihn bereichern. Das bezieht sich natürlich auf die Tiere in der Massentierhaltung. Andere wie bestimmte Insekten etc fügen sich da den Kühen an.

    Kühe wieder weisen einen extrem niedrigen Wirkungsgrad auf, wenn es um die Umwandlung der Nährstoffe geht.