Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Zerstörung aus Habgier

    29.06.2012, Michael Schmidt
    Strom ist eine Vorraussetzung für technologische Entwicklung. In einer Region wie Kenia oder Äthiopien sollten sich ausreichend Alternativen wie Photovoltaik, Wind, Wasser und Erdwärme zur Stromerzeugung einsetzen lassen. Hier wird ein weiteres Großprojekt zur zentralen Stromerzeugung aufgebaut, weil ein paar große Konzerne und vielleicht der Staat Äthiopien selbst sich davon viel Profit erhoffen.
    Es wird wieder ein Beispiel für die Ohnmacht der von dem Fluss lebenden Zivilisationen, sich natürliche Ressourcen nachhaltig zu sichern. Würde die dezentrale Energieerzeugung in ihrer ganzen Vielfalt gefördert, ist in der Region Wohlstand und Frieden gesichert - aber wen interessiert das ?
  • Ätzend

    29.06.2012, Christoph Bollinger
    Es ist wundersam, immer die Ausländer und speziell die Weißen wissen alles besser. Über Jahrtausende haben sie ihre Natur versemmelt und umgebaut und zerstört und plötzlich müssen sie anderen Völkern Vorschriften machen, wie es besser geht, Motto: Ist erst mal alles ruiniert, dann zerstört sich's gänzlich ungeniert.
  • Der Heizkörper Europas

    28.06.2012, Peter
    Alles (viel) auf eine Karte zu setzen war schon immer risikoreich. Auch abhängig zu sein von anderen, ist in Krisenzeiten schwierig.
  • Schauerstoff?

    28.06.2012, Wendelin Wichtelmann

    einen in die Blutbahn injizierbaren Schaum, der die Schauerstoffspeicher des Körpers kurzfristig auffüllen kann.


    Sollte bestimmt Sauerstoff heißen... :)

    Aber ich kenne das auch: Man denkt an sauerstoffhaltigen Schaum und raus kommt ein schauerstoffhaltiger Saum :)
    Antwort der Redaktion:

    Lieber Herr Wichtelmann,

    ertappt - da hatten wir wohl alle Schaum vor den Augen, aber zum Glück nicht vor dem Mund. Wir haben den Fehler ausgebessert.

    Mit besten Grüßen
    Daniel Lingenhöhl
    Redaktion Spektrum.de

  • Komma statt Punkt -> Röntgen- statt Infrarotstrahlung

    28.06.2012, Jörg Michael, Hannover
    In der Juli-Ausgabe steht auf S. 19 oben in der dritten Spalte eine Wellenlänge "von exakt 1,539 milliardstel Meter".
    Statt 1,539 (mit Komma) muss es offenbar 1.539 (mit Punkt) heißen (Röntgenstrahlung vs. Infrarot).
    Antwort der Redaktion:
    Sie haben Recht. Im Deutschen ist das Komma Dezimaltrennzeichen. Die Angabe "1,539 milliardstel Meter" entspricht darum der Größenordnung milliardstel Meter und damit Röntgenstrahlung. Im Artikel ist aber Infrarotstrahlung gemeint. Wir hätten daher den Punkt in seiner Funktion als Tausendertrennzeichen verwenden müssen. Die Angabe "1.539 milliardstel Meter" wäre korrekt gewesen, sie entspricht einer Größenordnung von millionstel Meter und damit dem infraroten Bereich.
  • Da sind mindestens zwei Espresso fällig!

    28.06.2012, Reinhard Funk
    Ich habe mich in der Eile auch verrechnet, ich wiederhole die Rechnung:

    4 Nanometer Durchmesser => r=2*10-9m=2*10-8dm
    das Volumen beträgt dann: V=4/3*r^3 = 3,35*10^-23 dm^3 = 3,35*10^-17 Mikroliter

    Wir sind also immer noch weit von einer konsistenten Bildunterschrift entfernt.
    Antwort der Redaktion:
    Guten Morgen nochmal,

    offenbar habe ich den Kaffee dringend selbst gebraucht (das ist jetzt immerhin erledigt); nun habe ich die Orginalveröffentlichung aus der Ablage gekramt bekommen und noch einmal selbst nachschauen können. Das hätte ich wohl besser früher gemacht: Tatsächlich geben die Forscher die Größe der Kügelchen mit bis zu 4 Mikrometer an, den den Sauerstoffgehalt aber pro Deziliter (Schaum)suspension. Ein Deziliter ihres Schaumprototyps enthalte demnach 50 bis 90 Milliliter (sic!) Sauerstoffgas. Über das Volumen der Kügelchen lassen sich die Forscher nicht aus, aber da hätten wir ja nun Ihre Rechnung.

    Ich hab da gleich offensichtlich gleich mehrere Sachen durcheinandergebracht. Ein Grund mehr sich daran zu halten, nie mehrere Sachen zugleich anzupacken.

    Entschuldigung an alle Leser (und mindestens zwei Espresso für Sie, Herr Funk). Ich gelobe Besserung und bessere gleich mal weiter an der Bildunterschrift herum.

    Viele Grüße,
    Jan Osterkamp (Redaktion Spektrum.de)

  • Laienfrage

    28.06.2012, Karl Bednarik
    "Die bis zu 4 Nanometer großen Mikrosphären aus einem Lipidmonolayer umhüllen bis zu 90 Milliliter reinen Sauerstoffs"

    Worauf sind die 90 Milliliter bezogen?

    Antwort der Redaktion:
    Hallo Herr Bednarik,

    das war leider ein Fehler von mir. Die 90 Milliliter beziehen sich auf einen Deziliter Schaumsuspension - nicht auf eine Mikrosphäre. Ich ändere die Bildunterschrift noch einmal.

    Sorry für meine Unachtsamkeit.

    Viele Grüße,
    Jan Osterkamp


    [Alte (und falsche Version) meiner Antwort, aus Transparenzgründen dokumentiert]:

    gut aufgepasst - die "Milliliter" waren natürlich ein Fehler: In die im Durchmesser bis zu 4 Mikrometer großen Lipidkügelchen passen bis zu 90 Mikroliter (nicht Milliliter) [Anm.: das war auch falsch, in einem Deziliter lipidkügelchenhaltigen Schaum sind zwischen 50 bis 90 Milliliter (!) Sauerstoff enthalten.] In meinem alten Uni-Labor müsste ich jetzt in die Kaffeekasse zahlen. [Anm.: und der Preis steigt]

    Danke für's Aufmerksammachen - ich habe den Lapsus mittlerweile in der Bildunterschrift vertuscht.


  • 90 Milliliter?

    28.06.2012, Reinhard Funk
    Im Text unter dem Diagramm heißt es "Die bis zu 4 Nanometer großen Mikrosphären aus einem Lipidmonolayer umhüllen bis zu 90 Milliliter reinen Sauerstoffs"; das kann ich nicht ganz glauben. Ein Kügelchen von 4 Nanometer Durchmesser enthält ein Volumen von etwa 3,4*10^-14 ml, d.h. der Kompressionsfaktor läge dann bei ca. 3*10^15.
    Antwort der Redaktion:
    Hallo Herr Funk,

    gut nachgerechnet!

    [Anm.: Rest meiner Antwort wegen Fehler meinerseits in de Antwort nachträglich gekürzt. Siehe unten und weitere Leserdiskussion. (jo/Spektrum.de)]

    Entschuldigen sie den Fehler, die Bildunterschrift habe ich wohl zu flüchtig getextet und nachredigiert. Der Fehler ist verbessert.

    Viele Grüße und vielen Dank für das aufmerksame Lesen,
    Jan Osterkamp
  • Lob der Lüge

    28.06.2012, Dagmar Hering
    Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang, dass Volker Sommer bereits 1993 (!) ein Buch über dieses Thema beim Verlag C. H. Beck veröffentlicht hat: "Lob der Lüge - Täuschung und Selbstbetrug bei Tier und Mensch".
  • Krähentrick

    28.06.2012, Thomas Giehl
    Der Artikel deckt sich mit meiner Beobachtung einer Krähe, die mich regelmäßig zur Erdbeerreife "besucht".

    Ich habe einen Blumenkasten voll mit Erdbeeren auf meiner Dachterrasse stehen, die anscheinend einen Leckbissen für eine Krähe darstellt. Ich habe Sie in der Vergangenheit regelmäßig verscheucht, allerdings wurde Sie mit der Zeit immer dreister. Von meinem Wohnzimmer aus kann ich auf Terrasse schauen, habe auch den Erdbeerkasten im Blick.
    Kommt die Krähe nun angeflogen, setzt sie sich mittig auf die Brüstung, genau so, das sie mich sehen kann. Solange ich rausschaue und sie beobachte bleibt sie dort sitzen und schaut überall hin, nur nicht Richtung Erdbeerkasten.
    Wende ich meinen Blick jedoch etwas länger ab (Fernsehen, Laptop...) hüpft sie langsam Richtung Erdbeeren, um diese genüsslich zu verspeisen. Schaue ich auf, hüpft sie wieder nach links und das Spiel beginnt von vorne.
  • Nachsatz zu Gilbert Brands - Bürokratie

    27.06.2012, Hans Tappeiner
    Die Philosophin Hannah Arendt schrieb im Jahre 1958: "Was uns bevorsteht, ist eine Gesellschaft, der die Arbeit ausgeht, das Einzige, worauf sie sich noch versteht." Sie folgerte weiter: "Es kommt zum Phänomen der Massengesellschaft mit der Herrschaft der Bürokratie."

    Vergleichen wir diese Aussagen mit dem, was rund um uns passiert und was auch Herr Brands beschreibt, dann müssen wir zugeben: wahrlich weise Vorhersagen.
  • Bremsen, Bahnsteige und Energie

    27.06.2012, Adrian Indermühle
    Elektrisch gebremst wird schon seit Jahren und mit Sicherheit auch beim ICE. Als Lokführer muss ich allergings beobachten, dass es durchaus Kollegen gibt, die trotzdem die Luftbremse benutzen... Aber wie schon gesagt, ist die maximale Bremskraft der elektrischen Bremse durch die Haftreibung Rad-Schiene begrenzt. Bei nassem Wetter also sehr stark. Bei trockenem Wetter wird aber schon heute ein großer Teil der Energie zurückgewonnen (bei entsprechendem Verhalten des Lf).

    Dass die Türen das Nadelöhr sind stimmt vielleicht für einen ICE. Für IC-Doppelstöcker in der Schweiz sind es aber die Treppe im Zug und die Bahnsteigbreite (weshalb der neue Tiefbahnhof in Zürich viel breiter gebaut wird). Die Treppenbreite im Zug kann kaum verändert werden. Türen im oberen Stockwerk zu bauen soll übrigens aus statischen Gründen nicht möglich sein.

    Nun aber noch zum eigentlichen Artikelthema. Ich finde es unnötig Züge mit 400 km/h fahren zu lassen. Schon bei Tempo 200 braucht man auf Grund des Luftwiderstands etwa doppelt so viel Energie wie bei Tempo 140. Klar kann man besser, effizienter, stromsparender bauen. Aber auch so braucht unsere Mobilität einfach viel zu viel Energie!
  • Erde und Sonne

    27.06.2012, Reinhard Funk
    Ich habe Probleme mit dem Satz "Im Juni, wenn Erde und Sonne sich relativ zur Galaxis in die gleiche Richtung bewegen, müssten mehr Partikel der Dunklen Materie eintreffen als im Dezember, wenn Erde und Sonne sich in entgegengesetzter Richtung bewegen". Bei der Erde ist mir die jahreszeitlich bedingte Änderung der Geschwindigkeitskomponente relativ zur Milchstraße klar, aber unsere Sonne sollte doch weitgehend die großräumige Bewegung unserer Milchstraße mitvollziehen und kleinere Abweichungen davon würden wohl kaum mit dem Erdumlauf synchronisiert sein.
    Antwort der Redaktion:

    Sehr geehrter Herr Funk, sehr geehrter Herr Bednarik, sehr geehrter Herr Neelen,

    vielen Dank für Ihre Anmerkungen. Sie haben Recht, der Satz ist etwas missverständlich. Wir haben ihn nun umformuliert.

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Lingenhöhl
    Redaktion Spektrum.de

  • Kleine Anmerkung

    27.06.2012, Bernard Neelen


    Sie sagen: ....“.Im Juni, wenn Erde und Sonne sich relativ zur Galaxis in die gleiche Richtung bewegen, müssten mehr Partikel der Dunklen Materie eintreffen als im Dezember, wenn Erde und Sonne sich in entgegengesetzter Richtung bewegen.“

    .....Nur die Erde bewegt sich relativ in gegengesetzter Richtung, die Sonne setzt unverändert ihre Bewegung fort.
  • Fehler:

    27.06.2012, Karl Bednarik

    Zitat:

    "Im Juni, wenn Erde und Sonne sich relativ zur Galaxis in die gleiche Richtung bewegen, müssten mehr Partikel der Dunklen Materie eintreffen als im Dezember, wenn Erde und Sonne sich in entgegengesetzter Richtung bewegen."

    Korrektur:

    Nur die Erde verändert während eines Jahres relativ zur Galaxis wesentlich ihre Geschwindigkeit, maximal um rund 60 Kilometer pro Sekunde.

    Die Sonne verändert während eines Jahres relativ zur Galaxis ihre Geschwindigkeit nur minimal.

    Selbst der gemeinsame Schwerpunkt von Jupiter und Sonne liegt nur bei rund 107 Prozent des Sonnenradius, und wird von der Sonne nur in rund 12 Jahren umrundet.

Anzeige