Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Wissenschaftlicher Taeuschungsversuch

    20.04.2017, Rudy Drees
    Es spielt keine Rolle,ob die Oelpalmen genetisch manipuliert sind oder nicht.Es werden trotzdem immer Regenwaelder abgeholzt um Plantagen platz zu machen.Nur ein Rueckgang der Nachfrage kann das aendern.Wer Regenwaelder erhalten will und Orang Utans liebt,kauft einfach kein Palmoel.Olivenoel ist zwar teuerer,aber die einzige umweltftreundliche und gesuendere Alternative.
  • Die Überschrift...

    17.04.2017, mike
    ist weder korrekt, noch hat sie irgendwas grundlegendes mit dem Inhalt des Textes zu tun.
    Wenn schon denn schon "10 Jahre Iphone" oder was die Baustelle.

    Hier wird zwischen den Zeilen die alte Mär kultiviert, Steve Jobs hätte das Smartphone erfunden. Das erste Iphone war gemessen an vergleichbaren älteren(!) Smartphones von damals technisch ein ganz schlechter Witz.

    Und ja, das Iphone hat über die Marke(!) den Absatz und die Entwicklung aller Smartphones unbestritten vorangetrieben.
    Die "revolutionäre neue Technik" war es jedenfalls nicht.
  • Smartphone erst 10 Jahre???

    17.04.2017, Udo Brauch
    Warum denken so viele Leute, dass das Smartphone erst durch Apple erfunden wurde? Es gab schon lange vorher Smartphones, mit welchen man Mails abrufen und versenden konnte, auf welchen man Programme installieren konnte,...Das erste iPhone war weit hinter den Funktionen der anderen Smartphones. Das einzige, was Apple damals wirklich revolutioniert hat waren die Wischgesten....alles andere war längst bei anderen Anbietern anzutreffen. Man denke auch nur daran, dass das erste iPhone nicht einmal MMS versenden konnte...Smartphones gibt es schon seit 20 Jahren!!!!
  • Nachtrag

    15.04.2017, Pertti Valkonen
    Am 10. dieses Monats veröffentlichte die Universität Zürich einen Artikel, auf den ich durch einen Zeitungsartikel im Berliner Tagesspiegel aufmerksam gemacht wurde.
    http://www.tagesspiegel.de/wissen/hirnforschung-schummler-werden-ehrlich-gemacht/19654332.html
    http://www.media.uzh.ch/de/medienmitteilungen/2017/Ehrlichkeit-verst%C3%A4rken.html

    Probanden spielten ein Spiel, bei dem sie Geld gewinnen konnten. Der Spielaufbau war allerdings so aufgebaut, daß man problemlos schummeln konnte, um so mehr Geld zu erhalten. Dabei schummelten 8% der Probanden jedes Mal, wenn sie sonst nicht gewonnen hätten, aber viele schummelten auch kein einziges Mal. Etliche, wie es scheint die meisten, schummelten hingegen gelegentlich, wägten also jedes Mal ab zwischen"Ehrlichkeit" und "Vorteil".

    Der gesamte Test wurde wiederholt, doch diesmal wurde eine spezielle Hirnregion stimuliert. Das Ergebnis war, daß deutlich weniger geschummelt wurde - jedoch nicht bei den "notorischen Schummlern", sondern nur unter den in jedem Einzelfall abwägenden. Bei den konsequent Ehrlichen blieb das Ergebnis natürlich ebenfalls unverändert.

    Wenn wir das Verhalten der drei Probandengruppen mal als "Ethik" betrachten, also auch das Dauerschummeln der dritten Gruppe, das wir gemeinhin eher unethisch nennen würden, dann gäbe es zwei Gruppen mit normativer Ethik und eine mit situativer Ethik, bei der im Einzelfall abgewogen und - so Christian Ruffs Auffassung vom Willen - frei entschieden wird. Die Stimulierung der speziellen Gehirnregion nun macht aus der situativen Ethik eine normative; die Einzelentscheidung wird dem Probanden "abgenommen".

    Bezeichnenderweise aber nur in Richtung der Ehrlichkeit normierenden Ethik. Diese beiden Ethiken sind neurologisch also nicht gleichwertig, passend zu unserem Bauchgefühl, nur das eine Verhalten ethisch zu nennen, das andere jedoch nicht. Freud würde vielleicht sagen, daß das eine die Ethik des Überichs wäre und das andere die des Es, tatsächlich zwei Quellen des menschlichen Geistes zur Steuerung seines Verhaltens in ethischen Belangen.

    Wenn nun ein Pinguin einen Artgenossen ins Wasser schubst, so dürfte dies am ehesten der "Ethik" oder dem Verhaltenskodex des Es entsprechen. Wohin aber gehört die Blutspende-Mentalität unter Vampiren? Das, was Freud für das Überich hält, dürften wir schwerlich bei Vampirfledermäusen finden, speist es sich doch aus Quellen, die den Fledermäusen nicht zur Verfügung steht. (Am ehesten wäre dem Überich vergleichbar das Verhaltensrepertoire eines abgerichteten Hundes, wenn es a) eine ethische Komponente hätte und b) nicht von einem Kulturwesen antrainiert wäre.) Und in der Tat wurde in den Kommentaren zu recht darauf aufmerksam gemacht, daß die blutspendende Fledermaus für die eigene Not vorsorgt, hier also eher ein "eine Hand wäscht die andere" als einen kategorischen Imperativ evolutiv hervorgebracht hat. Ehrlichkeit statt gefahrlosen Schummelns ist da ne völlig andere Hausnummer als "tierische Ethik".

    Bei einem weiteren Test konnten die Probanden sogar schummeln, um anderen Menschen ein besseres Ergebnis zukommen zu lassen. Hier führte die Stimulierung jener Hirnregion zu keinem abweichenden Ergebnis. Da es hier um zwei ethische Inhalte ging, Ehrlichkeit und Altruismus, kann die Stimulation nur die ethische Motivation der Entscheidung verstärken, nicht aber die Entscheidung selbst.

    Wir wissen, daß die Inhalte einer Ethik kultureller Natur sind. Es gibt in jeder Kultur andere Sichtweisen, was richtig und was falsch ist, es gibt kein positives Recht, kein Naturrecht - weswegen es ja auch Streit um die Allgemeingültigkeit der Menschenrechte gibt. Die Inhalte einer Ethik werden kulturell geprägt, wie es denn auch bei der Sprache ist, die jeder Mensch erst einmal erlernen muß, und die eben nicht angeboren ist. Was angeboren ist, das ist die Fähigkeit zur Sprache. Ebenso wird unsere genetische ethische Veranlagung nur ,als Befähigung zur Ethik in uns stecken.

    Aber Ethik selbst ist uns ebenso wenig angeboren wie eine der zahlreichen menschlichen Sprachen. Beides ist kulturell erarbeitet. Und in Sachen Ethik kann Religion durchaus ein wesentlicher Antrieb gewesen sein. Das heißt nicht, daß es außerhalb von Religion keine Ethik geben kann. Nachdem es erst einmal Sprachen gab, können Menschen sogar Kunstsprachen bilden wie z.B. Volapük und Esperanto. Ohne voraufgegangene Sprachen wäre das jedoch nicht möglich gewesen. So wäre auch der Beitrag der Religionen zur Ethik, wenn es ihn gab, ein historischer und heute nicht mehr notwendig zum Bilden einer eigenen Ethik. Aber dennoch steht die Frage dieses Beitrages im Raum und kann nicht mit dem Verweis auf atheistische Ethik entkräftet werden. Und wie es aussieht, auch nicht mit Vampirfledermäusen.
  • Mutiges und richtiges Buch

    14.04.2017, Wolfgang
    Das AT stammt aus einer Zeit in der die Menschheit noch grausamer, wütender und widerlicher war als sie es jetzt ist.

    Und ja, es ist durchsetzt von rassistischen Fremdenhass.

    Wie heutzutage gebildete Leute noch von AT schwärmen können ist mir ein Rätsel. Es wird Zeit sich von diesem Wahnsinn zu distanzieren.

  • Korrelation und Kausalität

    14.04.2017, Jakob
    Es ist nicht nur ein Problem durch schlechte Trainingsdaten oder nicht optimal programmierte Algorithmen, das Problem ist noch viel fundamentaler: Computer können in ihren Mustererkennungen nur Korrelationen finden, aber nicht Kausalitäten. Die Gleichsetzung von beidem führt zwangsläufig zu Rassismen, Sexismen und Ähnlichem.
    Die Tatsache, dass die meisten Krankenpfleger weiblich sind, ist ja völlig unerheblich bei der Frage, ob eine bestimmte Person für den Job qualifiziert ist. Die Korrelation ist da, die Kausalität aber nicht, der Computer erkennt das jedoch nicht.
    Kinder lernen da auch nicht nur aus dem Kontext beim Zuhören, sehr vieles wird ihnen auch direkt erklärt, erst recht komplexere Sachverhalte. Dafür gibt es schließlich die Schule.
    Ein Computer, der sich selber alles beibringen kann ist einfach letzten Endes vollkommen illusorisch. Die Realität ist kein Go-Brett, man kommt nicht darum herum Computern alles händisch zu erklären, genauso wie auch Kinder sich nicht auf magische Art und Weise selbst erziehen.
  • Vorurteile entspechen der Logik jedes Erkenntnisgewinns

    14.04.2017, Drews
    Nehmen wir das Beispiel des kosmologischen Weltbilds und seine Fortentwicklung in der Wissenschaft. Jede einzelne der kopernikanischen Wenden wurde notwendig weil die vorherigen Theorien im Soziologendeutsch "Vorurteile" waren, die erst nach weiteren Erkenntnisfortschritten als falsch erkannt wurden.
    Meiner Meinung nach sind Vorurteile einfach ein Teil der Logik.
  • Wild auf Wild

    13.04.2017, Patrik Schulz
    Ist ja alles gut und schön, trotzdem werde ich natürlich auch weiterhin, von mir selbst erlegtes Wildbret konsumieren. Dafür ist auch kein Regenwald drauf gegangen und kein Tiertransport gefahren Es ist ein fantastisches, nachhaltiges, regionales Bio Lebensmittel, das auch noch hervorragend schmeckt. Kann ich nur empfehlen.
  • @Jakob

    13.04.2017, Heinz
    Ihr Beitrag ist so traurig, das es fast schon lustig ist.
    zu 1) Nein nicht ALLE Tiere werden in Massentierhaltung gehalten, aber bei Rindern Schweinen und Hühnern ist der Anteil der in "natürlichem" Umfeld aufwachsenden Tieren verschwindend gering. Der Großteil der Omnivore konsumiert nahezu ausschließlich tierische Produkte aus nicht "natürlichem Umfeld!
    zu 2) ist am Ende ja ihr Krebs, nur zu!
    zu 3) siehe eins und sehen sie sich ein paar Videos von oder so denn möglich einen Massentierhaltungsbetrieb von innen an, dann merken sie auch wie obszön es ist vom "Recht auf Leben" der Tiere zu sprechen!
    Ihr gesamter Kommentar hat sehr sehr wenig Substanz....
  • Vakuumzeppeline auf dem Mars

    13.04.2017, Hannes Birnbacher
    Die Luft auf der Erde wiegt ca. 1,2 Kilogramm pro Kubikzentimeter, die auf dem Mars soll 0,0006mal so dicht sein, also ein Eintausendfünfhundertstel davon. Nehmen wir mal an, eins durch 1200 = ein Gramm. (Die Marsatmosphäre besteht aber aus viel leichteren Gasen. Das berechnen wir hier gar nicht erst mit, "ein Gramm" ist so schön leicht zu rechnen).
    Zeppeline fliegen, weil sie innen leicht sind und die schwere Atmosphäre sich daher unter sie schiebt. Allerdings ist das Gewicht von allen Dingen auf dem Mars nur 37 Prozent von dem Gewicht auf der Erde. Nach meiner Rechnung bringt also ein Kubikmeter Luftschiff auf dem Mars 0,37 Gramm Auftrieb (in Wirklichkeit noch viel weniger, weil ich, wie gesagt, auf der sicheren Seite liege).
    Ein Zeppelin NT mit 7850 Kubikmeter entsprechend 7850 x 1 Gramm x 0,37 Verdrängung = kann also keine sechs Pfund hochheben. Auch, wenn man bedenkt, dass das Gewicht von Maschinen auf dem Mars nur ungefähr 37 Prozent von ihrem irdischen Gewicht ist, kommt mir das wenig vor. Wer kann schon einen Zeppelin NT samt Motor bauen, der auf der Erde nur 10 Kilogramm wiegen darf? Und wer spielt da Pilot - eine dressierte Ameise?!
  • An Jakob

    13.04.2017, Isa
    Jakob, Ihre Worte gegenüber der Vorposterin sind sehr hart ausgefallen. Ihre Argumentation reicht von verständlich, bis völlig unverständlich hin zu makaber. Während Sie im ersten Punkt die Schwarz-Weiß-Malerei noch kritisieren, verfallen Sie im dritten Punkt selber in eine Art Weißmalerei.
    Das machen jedenfalls solche emotional belasteten Dimorphismen wie " bizarre Veganer-Propaganda-Prospekte" deutlich.
    Leben bedeutet zerstören. Die Evolution nickt jetzt wohlwollend und runzelt daraufhin dann doch die Stirn. Denn, bis zu welchem Maß ist Zerstörung vertretbar und können wir diese Zerstörung als Lebewesen, die sich Ihrer Umgebung und ihrer selbst bewusst sind, damit überhaupt noch argumentieren? Denn wir haben uns bereits längst der Evolution in gewisser Weise enthoben, in dem wir der Selektion bewusst ein Schnippchen schlagen und uns unser eigenes künstliches System erschaffen, in dem wir permanent am Zerstören sind, wie es keine andere Spezies auf diesem Planeten tut.
    Besonders Ihre Ausführungen im dritten Punkt haben mich doch sehr erstaunt.
    Nach Ihren Aussagen zu urteilen, scheinen Sie zu glauben, dass Tiere bei Fleisch - und Milchproduzenten noch einen anderen Stellenwert haben als ihre marktwirtschaftliche Größe. Sie vertauschen die Rollen in Ihrer Argumentation und stecken hingegen einer vermeintlichen Veganerin diese Karte zu. Jene spricht jedoch den Tieren nicht das Leben ab, sondern argumentiert nur damit, dass das Leben der Tiere unter diesem Umständen kaum lebenswert ist und obendrein auch noch unserer Umwelt schadet, da die Art der Fütterung und der Haltung einen unnatürlich hohen Wasserverbrauch mit sich bringt.
    Ihre Worte erwecken den Eindruck, als glaubten Sie, dass die Lebensqualität der Tiere in den Betrieben durchaus zufriedenstellend ist und es eine Schlechtigkeit ist den Tieren dieses phänomenale Leben absprechen zu wollen.
    Auch denke ich, dass die Vorposterin nicht nur den hohen Wasserverbrauch in der Tierindustrie verurteilt, sondern ihn allgemein verurteilt.
    Ich denke also schon, dass ihr bewusst ist, wie viel Wasser sie selber verbraucht und das auch nicht gut heißt.
    Was verstehen Sie eigentlich unter "echter Fachliteratur"? Gerne würde ich mich weiterbilden. Vielleicht eröffnet sich mir dadurch die Möglichkeit Ihres Kommentars, der in vielerlei Hinsicht so fragwürdig anmutet, zu verstehen.

  • Körperbewusstsein?

    13.04.2017, Ulrich Heemann
    Wie kann aus diesem Test auf "Körperbewusstsein" gefolgert werden? Bei einem anderen Test mit Raben wurde ein Stück Fleisch durch ein Band mit dem Stock verbunden, auf dem diese saßen, so dass diese das Fleisch zunächst hochziehen mussten, bevor sie es fressen konnten. Wurden sie im Moment des verzehren wollens gestört, ließen sie das Fleisch fallen und flogen davon. Wurde das Fleisch nicht befestigt, nahmen sie es mit. Hat jemand daraus auf Körperbewusstsein gefolgert? Nein! Es handelt sich offensichtlich um die Befähigung, die Folgen einer körperlichen Verbindung vorauszusehen. Bei dem Test mit den Elefanten ist es doch ganz ähnlich – wie in vielen ähnlichen Tests mit mehreren anderen Tierarten auch.
    Der Vergleich mit dem Spiegeltest ist ebenfalls völlig falsch, da er eine ganz andere Zielrichtung hat. Und auch die Aussagekraft des Spiegeltestes ist sehr fraglich. Selbstverständlich muss jedes höhere Tier (und ich beginne hier bewusst bei z.B. einem Käfer) in der Lage sein, zwischen Tieren der glei-chen oder einer anderen Art zu unterscheiden und auch begrenzt deren Verhalten vorauszusehen. Dafür wurden zumindest bei Säugetieren (und Vögeln?!) offensichtlich die sogenannten Spiegel-neuronen erfunden. Sie sind schon in einem sehr frühen Evolutionszustand lebensnotwendig. Und zwischen den eigenen Zielen (z.B. Futter) und den Zielen der anderen Tiere zu unterscheiden, soll-te allen höheren Tieren ebenfalls (begrenzt) möglich sein. Kann sich jemand vorstellen, dass der Leithengst einer Wildpferdgruppe sich seiner besonderen Position (Eigenbewusstsein!) und Auf-gabe (Schutz für die Herde) nicht bewusst ist? Er könnte dieser Rolle sonst gar nicht gerecht wer-den. Ob er die zusätzliche Intelligenz besitzt, zu erkennen, dass das andere Tier im Spiegel mit sei-ner eigenen Person identisch ist, ist eine ganz andere und in der Tat viel schwierigere Aufgabe, widerspricht sie doch elementar der sonstigen Erfahrung.
  • Wollen wir den totalen Krieg?

    13.04.2017, Robert Orso
    Ich bin wirklich ein begeisterter Technokrat. Ich bin fasziniert davon, was der Mensch und die Technik zuwege bringen. Aber wollen wir wirklich mittels noch mehr Gentechnik GEGEN die Natur arbeiten? Es ist ein GEGEN, denn was wir als Schädlinge und Unkräuter bezeichnen ist ganz normale Natur, die sich für diesen Lebensraum optimal entickelt hat. Wir wollen das bloß hier und jetzt so nicht haben.

    Die Biologie macht seit 4 Milliarden Jahren nichts anderes, als die Fortpflanzungsfähigkeit der Organismen möglichst schnell an wechselnde und widrige Bedingungen zu optimieren. Wir stochern seit ein paar Jahren im Nebel und jubeln, wenn es uns gelingt, einen winzigen Lichtblick in die Funktionsweise zu erhaschen oder für sehr begrenzte Zeit einen kleinen Vorsprung heraus zu schinden.

    Egal was wir für technologische Verfahren aufbieten, um eine neue Waffe im Kampf gegen xxx zu bekommen, die Natur wird rasch ein Gegenmittel entwickeln. Unsere Technik hat einen Nachteil von 4 Milliarden Jahren, der nie aufholbar ist.

    Wir hatten ein paar Jahre Ruhe vor Infektionskrankheiten, weil wir einem kleinen Pilz sein Geheimnis abgetrotzt haben. Diese Zeit nähert sich bereits dem Ende und niemand hat eine echte Vorstellung davon, was danach kommt. Wir versuchen gerade den gleichen Trick mit Pflanzen- und Tier Giften und sehen auch da, wie sich die Natur binnen weniger Jahre anpasst.

    Einen Krieg menschliche Gentechnik gegen natürliche Selektion können wir nicht gewinnen. Jede Waffe die wir uns ausdenken wird binnen ein paar Jahren stumpf. Die Organismen haben wieder einen neuen Trick gelernt. Einen weiteren, den sie ihrem eigenen Arsenal an Abwehrmechanismen hinzu gefügt haben. Was werden wir so bekommen? Super Organismen, die jedem Gegenmittel trotzen. So funktioniert genetische Selektion und die Natur ist außerordentlich gut darin. Jeder Sieg den wir scheinbar davon tragen rächt sich in sehr kurzer Zeit doppelt und dreifach, sobald sich die Natur von dem Schlag erholt - und das tut sie immer.

    Nicht weiteres Hochrüsten wird unser Überleben garantieren, sondern ein ausgeglichenes Miteinander. Anderenfalls erschaffen wir uns mit jedem Durchgang eine Natur die uns gegenüber noch feindlicher eingestellt ist als bisher.

    Wir müssen JETZT beginnen, mit der Natur wieder in ein Gleichgewicht zu kommen, ehe wir sie durch unsere permanenten Angriffe so weit optimiert haben, dass wir selbst darin nicht mehr lebensfähig sind.
  • Was ist daran neu?

    13.04.2017, Christian Krippenstapel
    Die Antwort hat im Grunde schon Hugh Everett 1957 mit seiner "Viele-Welten-Interpretation" der Quantemechanik geliefert, nach der bei Superpositionen stets mehrere Paralleluniversen existieren, von denen jedes einen der erlaubten Quantenzustände repräsentiert.
    Demnach wird durch die Messung also keine ominöse "spukhafte Fernwirkung" induziert, sondern lediglich festgelegt, in welchem der Paralleluniversen die Messung stattfindet.
  • Ein ganz anderes Weltbild ist erforderlich, allerdings ein uraltes.

    13.04.2017, Kurt Gminder
    Teilchen in Raum und Zeit eingelagert gibt es nicht, Strukturen im IST-Zustand des Gesamt-Kontinuum und deren Überlagerungen sind vorhanden. Eine Ontologie ist in Wirklichkeit und es muss Abschied genommen werden von einem etwaigen Anfang von etwas. Nicht etwas geriet auf den Zeitzug, sondern etwas Bewegliches entwickelte eine Gänglichkeit .Ein Ist-Zustand wird nicht aus einem womöglichen halben- ist- zusammengesetzt , noch ist so ein Seiendes in ein nicht Seiendes zunegieren. Das ist der klassische Atomismus,weder gezeugt noch vergänglich.
    Photonen sind lediglich zufällige Überlagerungen von ausgedehnten Strukturen, welche so gebündelt sind dass die Umgebenden darauf reagieren. Das tun sie aber nur wenn diese Strukturenknoten intensiv genug sind und auch langanhaltend genug zusammen bleiben. Das Planksche Wirkumsquantum muss erfüllt sein, das bedeutet aber nicht dass nur "Photonen" unterwegs wären. Nur unvoluminöse flächige 2-d Strukturen können Elementar "gegeben" sein, nichts einander ausschließendes voluminöses kann elementar sein. In Richtung Brahnen Theorie geht es also , zurück zur Archai und zum Apeiron.