Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Faltige Luftballons @ Nicolas Ziegler

    27.02.2012, Kai Hiltmann
    Gummi besteht aus langen Fadenmolekülen, die hier und da mit einander verbunden sind. Normalerweise sind sie einigermaßen verknäuelt; wird das Material aber langgezogen, dann werden die Moleküle dabei ausgerichtet. Nimmt man die Spannung weg, sind sie quasi untereinander verklemmt und können sich nicht mehr leicht verknäueln. Bei Erwärmung steigt aber die Beweglichkeit der Moleküle, und sie legen sich im mikroskopischen Maßstab wieder in Falten. Das Material wird dann kürzer.

    Wenn Sie den Luftballon anhauchen oder sonstwie erwärmen, ziehen sich die Runzeln der Oberfläche ebenfalls wieder glatt.
  • eigenes Nachdenken erwünscht

    27.02.2012, Peter Geffert
    Ein klein wenig selber Nachdenken hilft doch bei der Klimadiskussion auf die Sprünge.

    Kein Mensch wird doch heutzutage den Treibhauseffekt verleugnen. Ohne ihn wäre es auf der Erde bitterkalt. Die Treibhausgase Wasserdampf, Kohlendioxid, Methan, Lachgas, etc. erhöhen die mittlere Erdtemperatur um 33°C (von eisigen -18°C auf doch wohlige +15°C).
    Niemand wird wohl im Zeitalter des Verbrennens von fossilen Energieträgern in Abrede stellen, dass der Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre stark angestiegen ist. Es ist sogar mit Hilfe des Radiokohlenstoffs messbar, wie groß der menschengemachte Zuwachs ist. Da CO2 ein Klimagas ist (immerhin für ca. 8°C der 33°C verantwortlich), kann man doch wohl nicht in Abrede stellen, dass die Erdtemperatur sich erhöhen wird (wie viel es letztlich sein wird ist mit so einfachen Überlegungen natürlich nicht vorhersagbar), und vermutlich wird es schnell gehen.

    Einige eigene kleine Überlegungen können also dazu führen, diese grässliche Klimadiskussion zu entschärfen. Statt Diskutieren sollten wir alle endlich mal anfangen zu handeln.
  • Gekämpft wird mit allen Mitteln

    27.02.2012, Anonym
    Guten Tag,

    dieses "Vergehen" als schändlich abzutun, lenkt doch vom eigentlichen Problem ab. Es gibt genug Lobbyisten, die den Klimawandel lange Zeit leugneten und es noch heute tun. Es wird Zeit, dass sich die Vernünftigen Menschen dieser Welt nicht mehr an der Nase herumführen lassen. Sehen sie sich doch diesen Quatsch an:
    http://cei.org/op-eds-and-articles/carbon-dioxide-your-friend

    Eine Organisation die für freie Märkte kämpft, die behauptet CO2 ist gut. Was will man solch einer Lobby entgegensetzen?

    Allerdings ging es auch sachlicher in Fachzeitschriften z.B.. Nur, haben die das gleiche Publikum wie z.B. obige Organisation?

    Siehe:
    http://cei.org/media-appearances

    Mit freundlichen Grüßen,
    Anonym
  • Faltige Luftballons

    27.02.2012, Nicolas Ziegler, Karlsruhe

    Seit langen Jahren lese ich im Abonnement Spektrum der Wissenschaft. Eine besondere Freude sind dabei insbesondere auch die Beiträge von Joachim Schlichting. Vielleicht wäre Herr Schlichting so nett und in der Lage, für das folgende Symptom eine wissenschaftliche Erklärung zu finden:

    Wenn Luftballons mit der Zeit ihre Luft verlieren, fangen sie langsam an zu "schrumpeln". Schaut man genauer hin, erfolgt dies aber nicht gleichmäßig, sondern es bleiben partiell straffe Bereiche. Der Ballon erinnert dann mehr und mehr an eine Kartoffel. Der eigentlich faszinierende Effekt findet statt, sobald man einen solchen Ballon mit dem Finger berührt: Er beginnt sich an der berührten Stelle zu straffen. Greift man den Ballon an ganz vielen Stellen an, glättet er sich mehr und mehr und sieht schließlich fast wieder wie neu aus, vorausgesetzt, der Luftverlust ist noch nicht allzu weit fortgeschritten.

    Insbesondere der letztgenannte Effekt ist es, den ich mir bis heute nicht erklären kann. Könnte Herr Schlichting mir hier weiterhelfen? Gerne auch in Form eines Artikels in einer der nächsten Ausgaben von Spektrum der Wissenschaft.

  • Keine Verschandelung der Umwelt

    27.02.2012, Kevin Rupek
    Ich danke für diese neue Serie, welche mir neue Argumente an die Hand gibt in der Diskussion um die Zukunft der Energiegewinnung. Irritiert werde ich jedoch immer wieder durch das ebenfalls angeführte Argument gegen die Windkraft, welches im ersten Abschnitt erwähnt wird, die
    Windkrafträder seien nicht schön anzusehen. Mein Alter ist noch als jung einzustufen und ich bin mit diesen großen Rädern aufgewachsen und ich finde sie deutlich schöner, als zum Beispiel die alten Hochspannungsmasten die sich abertausende Kilometer durch unser Land ziehen. Ich bin der Meinung, die kommenden Generationen werden sich an diesen Anblick gewöhnen. Dass man sie als störend empfindet, wenn man in direkter Nachbarschaft wohnt, kann ich gut nachvollziehen, und ich stimme da voll zu, dass man durchaus die Anwohner schützen muss und Auflagen einzuhalten sind. Das Argument der Verschandelung der Umwelt finde ich haltlos.
  • Peinliche Religionspropaganda

    27.02.2012, Werner Borho, Karlsruhe
    Im Titel Ihres Januarheftes werfen Sie oben genannte Frage auf. Die Antwort ist ein alter Hut und natürlich nein.
    Sie können das vielen Ihrer Leserbriefe entnehmen, oder zusammengefasst nachlesen etwa in Dawkins' Gotteswahn.
    Schwer vorstellbar, dass Ihnen das nicht bekannt sein sollte.

    Nur: auf einen entsprechenden sauber recherchierten Artikel, der den tatsächlichen Wissensstand zum Thema auch einmal einem größeren Publikum präsentiert, wird man bei Ihnen wohl lange warten müssen. Siehe hierzu auch Ihren meisterhaft selektiven Umgang mit Leserbriefen.
    Denn stattdessen betreiben Sie in regelmäßiger Wiederholung offensichtliche - und im jüngsten Fall geradezu peinliche - Religionspropaganda. Da argumentativ nichts auszurichten ist, verfallen Sie hierzu auf die altbekannten Pfaffenmethoden der Verwirrung, im Wesentlichen aber der Ermüdung.

    Wie läuft das eigentlich bei Ihnen?
    Erhalten Sie direkte Order aus dam Hauptquartier oder haben Sie einfach den richtigen Riecher den man halt so braucht um in neuerer Zeit im "Wissenschaftsjournalismus" gegenüber den Herrschenden "erfolgreich" zu sein?
  • Landwirtschaft ohne Dünger?

    27.02.2012, Fabian Cundano Maltez, Erfurt
    "Reste" wie Stängel und Blätter spielen in der Landwirtschaft eine entscheidende Rolle: als direkter Dünger (unterpflügen) oder indirekter Dünger (via Tierfutter und Gülle). Daher müsste bei ausgebauter Biokraftstofferzeugung der zweiten Generation (d. h. auch Integrierung von anderweitigem Nutzpflanzenanbau) die Regeneration des Bodens auf sämtlichen landwirtschaftlichen Anbauflächen zu 100 Prozent durch Einsatz künstlicher Dünger erfolgen - und dies bei (durch optimierte Anbaupflanzen) noch deutlich intensivierter Bodenbeanspruchung.

    Die langfristigen ökologischen Folgen wären überhaupt nicht abzusehen, aber aller Wahrscheinlichkeit nach katastrophal.
  • Wenigstens ein Kreislauf

    26.02.2012, Markus Flad
    Die Energie wird ja auch wieder abgegeben - bei Atomkraft etc. wird zusätzlich zur Sonneneinstrahlung Wärmeenergie in die Atmosphäre eingetragen. Ob das allerdings einen Einfluss aufs Klima hat, ist fraglich...
  • Viele Menschen interessieren sich..

    25.02.2012, hergie
    ..für ihr Genom. Ich werde manchmal von Bekannten gefragt, was denn dieses oder jenes Ergebnis von einer 23andme-Analyse oder einer "genetischen Abstammungs-Firma" zu bedeuten habe. Die Leute schicken eine Speichelprobe für ein paar Euro ein, und wundern sich dann über das mehr oder weniger verständliche Resultat. Vielleicht ist der ganze Hype ja eine High-tech-Variante der Jahrtausende alten Forderung: "Erkenne Dich selbst!"? Und wenn unser Genom uns mit einer Fähigkeit versehen hat, dann mit der, auf neue Situationen mit Lernen zu reagieren. Naja, ein bisschen nervös macht mich die Geschwindigkeit natürlich auch, mit der die Technologien und Geräte einem um die Ohren gehauen werden.
  • Beängstigende Euphorie

    25.02.2012, Norbert Stephan
    Schon während des Lesens dieses Artikels hat sich bei mir ein recht bedrückendes Gefühl bemerkbar gemacht. Mit einer Euphorie ohnegleichen werden Techniken "marktreif" gemacht, die uns eher ängstigen denn begeistern sollten. Diese Techniken sind ganz besonders dazu geeignet, dass sie missbraucht werden - und alle Erfahrungen in der Menschheitsgeschichte zeigen, dass jede neue Technik ihren Missbrauch findet.

    Die Erbgutsequenzierung, die kostengünstig - quasi im Vorbeigehen - möglich ist, macht nicht nur den Menschen hinsichtlich seiner Erbanlagen durchsichtig sondern auch entsprechend manipulierbar. Denn der nächste logische Schritt ist das Einschleusen von veränderter oder völlig fremder DNA auf dem in diesem Artikel beschriebenen Weg. Mit der Integration solcher Techniken in polizeiliche Ermittlungen wird es weitergehen, um dann bei (ungewollten?) Therapien und vollkommener staatlicher Kontrolle zu enden.

    Auch bei Befürwortern sogenannter "wertfreier" Forschung müßten diese Möglichkeiten massivste Bedenken auslösen. Ich bin gespannt,ob dies in künftigen Artikeln diskutiert werden wird.
  • GPS-Daten?

    25.02.2012, Mader Justin
    Wenn aber die "GPS-Daten 60 Nanosekunden weniger für die Strecke durch das Kabel brauchten als erwartet", bedeutet dies aber, dass die tatsächliche Messstrecke länger war als vermutet!
    Dann aber wären die Neutrinos noch schneller gewesen als vermutet. Ein Logikfehler?
    Siehe auch http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/0/0,3672,8481088,00.html
  • Energieentzug durch Windkraft?

    24.02.2012, Dr. Wolfgang Lehmann
    Regentropfen entziehen der Atmosphäre Energie, interessant. Auch Windkraftanlagen entziehen der Atmosphäre Energie - wo sollte sie sonst herkommen? Und beides hat, wie wir für ersteres im Artikel lesen konnten, mit dem Klimawandel zu tun. Nun ist bekannt, dass der Energiebedarf der Menschheit rein rechnerisch aus Windkraft gedeckt werden könnte, man müßte nur genügend Windräder bauen und betreiben. Da fragt sich der Interessierte: Wird denn so via Wind der Atmosphäre nicht zuviel Energie entzogen, mit entsprechenden unangenehmen Nebenwirkungen? Es könnte ausgehen, wie schon geschehen: Wenn der Mensch in die Natur eingreift, richtet er Chaos an.
  • Wechselwirkung des Biosystems

    24.02.2012, Peter Kainhofer
    Die Diskussion über die globale Erwärmung bezieht sich hauptsächlich auf die Mittelwerte und selten auf die Temperaturschwankungen (dynamisches Verhalten der Energieverteilung). Die Zusammenhänge mit unserem Biosystem werden kaum diskutiert. Das exponentielle Schmelzen des Polareises und der Festlandgletscher hat eine weitaus größere Auswirkung auf die Energieverteilung und unser gesamtes Biosystem als man bisher angenommen hat.
    Es wäre wünschenswert, die neuesten Forschungsergebnisse aus der Klimaforschung mit denen der Forschung aus der Biologie zusammenzulegen, um die Wechselwirkungen genauer zu analysieren.
    Vor allem sollten die Medien mehr Verantwortung übernehmen, und die von der Wirtschaft gesteuerten Falschinformationen kritisch hinterfragen.
  • Verwirrende Zahlen von G. Samulat

    24.02.2012, Dr. Michael Rückert
    Enercon schreibt auf seiner Website, dass die 7,5Mw-Anlage im Jahr 14 Millionen kWh erzeugen soll. Diese 14.000 MWh geteilt durch die Nennleistung ergeben zirka 1900 Nennleistungsstunden. 14 Mio kWh geteilt durch 4500 kWh (Energieverbrauch eines Haushalts) ergibt zirka 3000 Haushalte - und nicht wie der Autor schreibt zirka 15.000. Ich finde es enttäuschend, dass eine Wissenschaftszeitschrift diese im Bereich regenerativen Energietechniken oft anzutreffenden unzulässigen Berechnungen akzeptiert. Ich bin k e i n Gegner der regenerativen Energietechniken, finde es aber schade, wenn Entscheidungsträgern auf der Basis falscher Berechnungen Entscheidungen treffen.
    Hier ist das eräwhnte Link zu Enercon:
    http://www.enercon.de/de-de/1207.htm
    Antwort der Redaktion:
    Bitte beachten Sie die Stellungnahmen des Autors: Kommentare 12, 18 und 19!
  • Ist das Heartland Institut nun seriös oder ein gesponserter Lobbyisten Verein?

    24.02.2012, Ralph Dihlmann
    In der Huffington Post, 20. Februar schreibt Gleick:

    ' I can explicitly confirm, as can the Heartland Institute, that the documents they emailed to me are identical to the documents that have been made public. I made no changes or alterations of any kind to any of the Heartland Institute documents or to the original anonymous communication. '

    http://www.huffingtonpost.com/peter-h-gleick/-the-origin-of-the-heartl_b_1289669.html

    Ich habe nun folgende Fragen:

    A. Warum sollte das Heartland Intitute Herrn Gleick gefälschte Dokumente schicken?
    B. Hat Gleick die Dokumente sie selber gefälscht und lügt?
    C. Oder sind die Dokumente doch nicht gefälscht, und es handelt sich um eine Schutzbehauptung des Heartland Instituts?

    Gleicks unlauterer Vorgehensweise hat zu Recht zu seinem Rücktritt geführt. Aber solange diese Fragen nicht geklärt sind kann man sich wohl schwerlich eine Meinung bezügliche des Heartland Instituts bilden.
    Will es seriös arbeiten, oder ist es ein reiner Lobbyisten Verein?