Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • hat der autor eigtl ahnung wie stromerzeugung und verteilung funktioniert?

    13.03.2015, Michael M.
    "Und im Zweifelsfall ließen sich auch nachhaltige Kraftwerke wie Wind- oder Solaranlagen rasch herunterregeln oder vollständig abschalten. Derlei Schritte sind aber bisher nicht geplant. "

    ist dem autor zb bewusst, das der große anteil der PV-zufallsstromerzeuger vom netzbetreiber NICHT abgeschalten werden kann?
    ist dem autor bekannt, das die viele WKA auch heuto noch per telefonanruf 'abgeregelt' werden müssen?
    und was passiert eigtl bei einer flaute? da ist nix mit abregeln...

    für ein wissenschaftsmagazin ist dieser artikel ein super beispiel, wie man ein thema nicht erklären sollte

    traurig... und dabei zeigt spektrum bei themen, die nicht mit dem glauben an eine weltenrettung verbunden sind, immer wieder wie es geht!
  • nachfolgende studie sollte evtl. mit berücksichtigt werden:

    12.03.2015, Michael M.
    Francesca de Châtel (2014): The Role of Drought and Climate Change in
    the Syrian Uprising: Untangling the Triggers of the Revolution, Middle Eastern Studies, DOI:
    10.1080/00263206.2013.850076

    “Drought forms a structural part of this (semi-)arid climate, with cycles of wet and dry years. Over the last 50 years, from 1961 to 2009, Syria experienced nearly 25 years of drought, which represents over 40 per cent of the period. On average, the droughts lasted around four and a half years each, though a drought in the 1970s lasted ten consecutive years. A number of droughts of two or more years had a significant impact on agricultural production and livestock in the country’s north-east: a drought in 1961 resulted in the loss of 80 per cent of the camel population and 50 per cent of sheep. In the 1998–2001 drought, 329,000 people (47,000 nomadic households) had to liquidate their livestock assets, suffered food shortages and required urgent food assistance, which was ‘not an exceptional occurrence’.”

    “The link between climate change and drought in the Eastern Mediterranean region and in Syria has been highlighted in a number of studies based on climate models, which predict that the effects of climate change will lead to more frequent and harsher droughts, higher temperatures and lower and more unpredictable precipitation levels. However, other analysts point out that there is very little solid evidence to date of such changes. ‘The only available evidence that global warming will lead to more extreme weather events relies on modeling. Data do not really sustain this hypothesis so far.’”

    “Data collected in Syria shows that the overall frequency of droughts had not increased over the last 20 years, except in one of Syria’s five agricultural zones. Yet farmers and Bedouins in affected areas perceived an increase in droughts. ‘One possible explanation is that the impacts of droughts may have become more severe due to higher population densities and groundwater depletion.”

    “The Syrian uprising that started in March 2011 was sparked by a series of interrelated social, economic and political factors. While it is tempting to include ‘drought’ and ‘climate change’ in this list of triggers, it is important to keep a clear view of the correlations between the different causes and effects of events: 50 years of resource mismanagement and overexploitation caused the depletion of resources, which in turn led to growing disenfranchisement and discontent in Syria’s rural communities. The 2006–10 drought exacerbated an already existing humanitarian crisis. The government’s failure to adequately respond to this crisis was one of the triggers of the protests that started in March 2011, along with a host of political, economic and social grievances.”

    “The possible role of climate change in this chain of events is not only irrelevant; it
    is also an unhelpful distraction. In the context of the future of water management in
    Syria, it distracts from much more tangible and real problems; in the context of the
    uprising, it strengthens the narrative of the Assad regime that seizes every opportunity
    to blame external factors for its own failings and inability to reform.”
  • Kapazität der deutschen Pumpspeicherkraftwerke reicht nicht

    12.03.2015, Dr. J. Götz
    Den Beiträgen von Kudwien (und der redaktionellen Erwiderung von Herrn Lingenhöhl), dem Argonautiker, Lollipop und Stefan muss man leider Naivität bzw. Unkenntnis über die Funktionsweise der Stromübertragung bescheinigen.
    Die Kapazität aller deutschen Pumpspeicherkraftwerke liegt bei 6,5 GW.
    Der Leistungseinbruch - ungünstige Variante - bei Eintritt der Finsternis beträgt rund 13 GW. Insofern stimmt es nicht, dass - wie von Herrn Lingenhöhl erwidert -
    die deutschen PSW den Leistungseinbruch kompensieren könnten. Richtig ist aber, das in Verbindung mit Kohle-, Gas- , Kern- und anderen Kraftwerken sowie Importen der Leistungsabfall der Solaranlagen kompensiert werden kann. Ausserordentlich unterschätzt wird von den o.g. Kommentatoren aber der Leistungsanstieg bei der ungünstigen Variante am Ende der Sonnenfinsternis: dies wird an die Operatoren in den Schaltzentralen der Übertragungsnetze sehr hohe Anforderungen stellen. Insofern kann es (vor allem beim ungünstigen Fall) wegen des Gradienten und des Betrages der Änderung durchaus zu Abschaltungen kommen.
  • Protestaktionen starten

    12.03.2015, Marie
    bei soviel Mord darf doch keiner zusehen. Warum werden solche Länder nicht zur Verantwortung gezogen? Warum verzichten viele Urlauber nicht auf diese Länder? Wir sind verpflichtet unseren Kindern und Enkeln wenigstens noch etwas Natur zu hinterlassen, die " Heile Welt" ist schon lange kaputt. Sind genug Vögel getötet kommt die Giftspritze gegen das Ungeziefer, die natürlich Feinde, den Vogel, hat der Mensch beseitigt.
    Können wir nicht stolz auf uns sein, was wir so alles erfunden habe und die vielen Erleichterungen? Alles davon ob nützlich oder nicht zu lasten der Natur und keiner von uns ist unschuldig,
  • Sonnenfinsternis ist nicht dasselbe wie die Nacht

    12.03.2015, Stefan
    @Argonautiker

    Nachts sinkt Produktion und Verbrauch. Bei einer Sonnenfinsternis sinkt nur die Produktion aber nicht der Verbrauch. Das ist Problem.
  • Über Ideen längst hinaus

    12.03.2015, Eduard Kirschmann, Hannover
    Die Aufgabe der Paläoanthropologie beruht längst nicht mehr darin immer neue Ideen zu sammeln, sondern darin, die menschliche Evolution zu rekonstruieren, wobei alle bekannten Fakten - und deren gibt es inzwischen sehr viele - berücksichtigt werden müssen. Es geht nicht darum, wie es theoretisch gewesen sein könnte, sondern wie es tatsächlich war. Und hier kommen die inzwischen nachgewiesenen Anpassungen an das Werfen ins Spiel, bei denen es sich eben nicht mehr um Ideen handelt, sondern um Fakten, die berücksichtigt werden müssen, von Ian Tattersall aber nicht berücksichtigt wurden.
    Bei der Aussage dagegen, dass kulturelle Innovationen unseren Vorfahren Selektionsvorteile brachten, die wiederum das Gehirnwachstum vorantrieben, handelt es sich tatsächlich nur um eine Idee, die nicht zum archäologischen Befund passt und nach meiner Einschätzung unter Berücksichtigung der Anpassungen an das Werfen komplett überflüssig ist.
    Bei dieser Einschätzung handelt es sich wiederum nicht um eine Idee, sondern um eine falsifizierbare Hypothese, die es zu überprüfen gilt. Man muss dazu nur gründlich erforschen, wie das Gehirn beim Werfen funktioniert. Anfangen kann man mit der Überprüfung meiner Annahme, dass es eine Korrelation zwischen Gehirngröße und Leistungsfähigkeit beim gezielten Werfen gibt. Man müsste hierzu nur die Gehirngrößen der besten Werfer beim Baseball vermessen und mit einer geeigneten Kontrollgruppe vergleichen.
  • Es muss doch eine Lösung geben!

    12.03.2015, Lollipop
    Wir sind der Meinung, dass es eine Lösung für dieses Problem bei der Stromversorgung geben müsste. Die Sonnenfinsternis findet auch nicht sehr lange statt und es gibt doch jede Menge Stromreserven. Außerdem gibt es wenige Haushalte, die ausschließlich ihren Strom durch Fotovoltaik gewinnen.
  • Wer's glaubt

    12.03.2015, Argonautiker
    Soso, die Netze können eine Sonnenfinsternis nicht verkraften, weil die plötzliche fehlende Energie der Photovoltaiks zu extremen Schwankungen führt.

    Darf man da mal fragen, was die Netze machen, wenn es jeden Abend dunkel wird, wo ganz besonders viel Energie gebraucht wird, weil es dann jeder mit Strom hell haben will? Und am Morgen wird es dann auch ganz plötzlich wieder hell. Wer hätte das gedacht. Und zwar so plötzlich, wie es halt nun mal hell wird, also langsam. Und eine SoFi findet rechnerisch zwar zu einem Zeitpunkt statt. Sichtbar ist die jedoch vor Ort immer zu einer anderer Zeit, das heißt, der Kernschatten wandert langsam über die Erde hinweg, sodaß genau daß, was hier proklamiert wird, faktisch nie auftreten wird, also daß alle Anlagen zur gleichen Zeit nicht mehr einspeisen werden.

    Wenn es da also zu Ausfällen kommt, dann sicherlich nicht weil die Einspeisung der Photovoltaiks nicht beherrschbar wäre, sondern weil man das so will. Warum auch immer. Das kann natürlich sein, daß man das will, warum auch immer.

    Schönen Gruß aus Bremen
  • Unsinn

    11.03.2015, Kudwien
    Wikipedia stellt fest, dass diese Produktionsschwankung problemlos durch unsere Pumpspeicherkraftwerke wegegsteckt werden kann.
    Antwort der Redaktion:
    Lieber Kudwien,

    das steht auch so im Text.

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Lingenhöhl
  • unscharf

    11.03.2015, Gutmann
    Ich bitte um Nachsicht - aber warum ist der Schatten unscharf?
    Es gibt doch keine nennenswerte Atmosphäre, die das Licht streuen könnte und die Sonne ist, nur 150 Tage vor seinem nä. Periheldurchgang, auch geschätzte 1,24 AE entfernt. Kann mir da jemand auf die Sprünge helfen?
  • Nischen-Hypothesen

    11.03.2015, Paul Kalbhen, Gummersbach
    Ich verstehe Eduard Kirschmanns Replik auf meinen Leserbrief nicht so recht, was den "Nischengott" beziehungswesie das "Nischenkulturwesen" anbelangt. Die moderne Epigenetik hat doch völlig neue Perspektiven für die Rückkopplungen durch Anpassung zwischen menschlichem Genom und dessen Umwelt aufgezeigt. Ich zitiere einen führenden Humangenetiker, den Italiener L.L. Cavalli-Sforza: "Durch die Wirkung, welche die Sprache auf die Kultur ausübt und während der ganzen Entwicklung des Genus homo ausübte, verschaffte sie dem modernen Menschen einen großen Selektionsvorteil ..." ("Gene, Völker, Sprachen", Hanser Verlag, München 1999). Die Kultur wiederum fördert menschliches Sozialverhalten und menschliche Intelligenz; das sind für mich schon geistige Werte - jeder hat halt seine eigenen Ideen beziehungsweise "Nischen-Hypothesen".
  • Großversuch in globalem Maßstab

    11.03.2015, Dr. Dieter Meinert
    könnte man doch auf der Venus durchführen - vielleicht wird sie dadurch ja bewohnbar?
  • Die Studie greift zu kurz

    11.03.2015, Christian
    Wie so oft wurde auch bei dieser Studie der Fehler begangen, die Toxizität von Vitamin D für sich allein gestellt zu betrachten. Dabei ist aus Tierversuchen lange bekannt, dass die fettlöslichen Vitamine A, D und K(2!) zusammen synergetische Effekte haben und - wenn sie in ausreichender Menge und Verhältnis vorliegen (*) - auch bei hohen Dosen keine toxischen Effekte auftreten.

    Wird aber nur eins der fettlöslichen Vitamine durch Supplemente stark überhöht, wie in dieser Studie, dann sieht man toxische Effekte, wie z.B. erhöhtes Auftreten von koronarer Herzkrankheit bei einseitiger Überhöhung von Vitamin D oder Osteoporose bei einseitiger Überhöhung von Vitamin A. Vereinfacht gesagt sind das die Effekte eines aus der Balance geratenen Calciumkreislaufes. (wie auch schon von anderen Kommentatoren beschrieben)

    Leider wird aus diesen Einzelstudien dann oft geschlussfolgert, dass Vitamin XY böse sei und gemieden werden sollte (wie z.B. bei Vitamin A). Stattdessen sollte die Wissenschaft endlich mal Studien am Menschen durchführen, die die zusammenhängenden Effekte der Vitamin A, D und K2 gemeinsam berücksichtigt. Dort ist die Studienlage bis jetzt nämlich reichlich dünn.

    (*)Bei den optimalen mengen und Verhältnissen der Viatmin A, D und K2 steht die Wissenschaft noch am Anfang der Forschung. Einen aktuellen Überblick gibt z.B. Masterjohn in: http://www.westonaprice.org/blogs/cmasterjohn/is-vitamin-d-safe-still-depends-on-vitamins-a-and-k-testimonials-and-a-human-study/

  • Vitamin K2 als Menaquinone-7

    11.03.2015, JB
    Die hohe Aufnahme von Vitamin D3 befördert die Aufnahme von Calcium im Darm. Wird das Calcium nicht über aktiviertes Osteocalcin in den Knochen transportiert, steigen Ablagerungen in Weichgewebe, die zu Arterienverkalkung und Herz-Kreislaufleiden führen. Die Aufnahme von Vitamin D sollte stets mit Vitamin K2 als all-trans Menaquinone-7 kombiniert werden. MK7 aktiviert Osteocalcin und sorgt somit für die verbesserte Einlagerung von Calcium in Knochen. Zudem aktiviert (carboxyliert) MK7 das Matrix Gla-Protein (MGP), welches Calcium aus Weichgewebe freisetzt und einen kürzlich klinisch nachgewiesen positiven Effekt auf die Verringerung der Arterienverkalkung hat.
  • Keine Studie, nur eine Idee

    11.03.2015, Eduard Kirschmann, Hannover
    Ich möchte Paul Kalbhen widersprechen. Ich bin durchaus in der Lage Ian Tattersalls Aussagen zu überblicken, bei denen es sich nicht um eine neue Studie handelt, sondern darum, alten Wein in neuen Schläuchen zu verkaufen, auf denen das Modethema "Klima" aufgedruckt ist. Dass Klimaschwankungen die kulturelle Entwicklung und damit mittelbar das Gehirnwachstum beim Menschen vorangetrieben haben sollen, ist nicht das Ergebnis einer Studie. Es wird noch nicht einmal als eine für den Erkenntnisprozess nützliche, weil falsifizierbare Hypothese formuliert. Es ist lediglich eine Idee, wie man die Annahme, dass der Mensch von Natur aus ein Kulturwesen ist, vielleicht noch retten könnte, obwohl sie offensichtlich nicht zur Evidenz passt. In Analogie zum von der Wissenschaft verfolgten Nischengott könnte man hier von einem Nischenkulturwesen sprechen, das sich im archäologischen Befund da verstecken soll, wo man noch nicht recht nachschauen konnte.
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