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Lesermeinungen - Spektrum der Wissenschaft - Seite 19

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Lernprozesse

    03.03.2018, Siegfried
    Farbwahrnehmung ist ein Lernprozess. Das beweisen schon verschiedene Naturvölker, die z.B. eine Vielzahl von Grüntönen unterscheiden und benennen können. Die Wahrnehmung eines Himmels als blau erfolgt, nachdem der Mensch gelernt hat, dass wir diesen Farbton "blau" nennen - was auch immer er dabei empfinden mag! Vielleicht lernt er an Hand anderer Dinge auch, was wir erfahrungsgemäß hellblau, dunkelblau, azurblau, marineblau usw. nennen, so ähnlich, wie wir beim Hören lernen (können), dass man einen bestimmten Ton c nennt. Was die Einzelnen dabei empfinden, mag unterschiedlich und schlecht beschreibbar sein.
    Was das Farberkennungsgerät betrifft - auch hier müsste jemand entscheiden, welche Frequenz (Frequenzbereich, Frequenzgemisch) mit welchem Namen belegt wird. Wichtiger noch ist - und das wird dem Blinden auch mit diesem Gerät fehlen - die gleichzeitige Wahrnehmung vieler verschiedener Bereiche in vielen unterschiedlichen Farben. Die Technik leistet es mit jedem Kamerachip, aber wie soll man dessen Signale einem Blinden vermitteln?
  • Noch Jahrzehnte warten, bis dann vielleicht gesicherte 100% Rückgang bestätigt sind?

    03.03.2018, Siegfried
    "Wertvolle Zeit, in der es gilt, Landwirtschaft und Landnutzung so umzugestalten..." vertun die Verantwortlichen, nur weil keine 100%ig sicheren Daten vorliegen. Die wird es vermutlich auch nie geben. Bereits das für jeden Offensichtliche sollte aber genügen, gegen den Insektenschwund, egal wie die Prozentwerte aussehen, Maßnahmen zu ergreifen, ansetzend an allen der erwähnten möglichen Ursachen.
    Man sieht eine Parallele zur "Bekämpfung" der Erderwärmung - angeblich keine verlässlichen Daten, aber dass sie stattfindet, zeigt sich an vielen Stellen (offensichtlich!), und auch hier sollte man an allen möglichen Punkten sofort ansetzen. Damit wäre man auch hier eher auf der sicheren Seite, denn wenn es erst mal zu spät ist...
  • Überschrift

    03.03.2018, Siegfried
    Die Überschrift suggeriert einen umgekehrten Ursache-/Wirkungszusammenhang als im Text beschrieben.
    Hatte schon an ein neues Insektizid gedacht.
  • Was wir über das Insektensterben wissen - und was nicht

    03.03.2018, Heinrich Graf
    Das Thema Lichtverschmutzung wird im Zusammenhang mit der sich verändernden Insektenpopulation nicht erwähnt. In Deutschland und in anderen wirtschaftlich hoch entwickelten Ländern gibt es immer mehr Laternen zur Straßenbeleuchtung. Mit jedem neuen Baugebiet nimmt auch die Straßenbeleuchtung zu. Dadurch werden Insekten in der Dämmerung und in der Nacht angelockt. Deren Räuber machen sich das zu Nutzen und fangen und fressen dadurch immer mehr Insekten. Das hier auch eine mögliche Quelle für den zunehmenden Insektenschwund liegen kann, sollte thematisiert und untersucht werden. Welchen möglichen Beitrag zum Insektenschwund der zunehmende Flugverkehr leistet, wird nicht thematisiert. Ebenso verhält es sich mit den Funkwellen durch den Mobiltelefoneinsatz. Es gibt hierzu auch keine Untersuchungen, ob hierdurch die Insektenpopulation beeinflusst wird. Ich vermute, dass es mehrere Einflüsse gibt, die letztendlich für die Veränderung von Insektenpopulationen verantwortlich zeichnen. Eine der Hauptursachen wird die derzeitige Populationsdichte des homo sapiens und der damit verbundene nicht nachhaltige Ressourcenverbrauch auf unserem Globus sein.
  • Korrektur

    03.03.2018, David Bruchmann
    Ich muss mich korrigieren, es war Mark Wahlberg, nicht Matt Damon.
  • Behauptungen ohne ausreichende Belege

    03.03.2018, F. Blücher
    Da das Thema "Insektensterben" bei Ihnen noch einmal angeschnitten wird, dazu von mir einige Bemerkungen. Ich habe vor vielen Jahren selbst einige Monate eine Insektenfalle beaufsichtigt und habe somit ein wenig Erfahrung. In jeder Falle kann man nur ein bestimmtes Spektrum der Insektenwelt fangen, für die die Falle ausgelegt ist. In der oben genannten Malaise-Falle fangen sich flugfähige Insekten, die möglicherweise noch von dem dort verdunstenden Alkohol angelockt werden. Insekten, die diesen Geruch meiden, werden weniger vertreten sein. Nicht vertreten sind alle flugunfähigen Insekten und jene, die aus nicht bekannten Gründen diese Falle umgehen. Es wird somit nur ein kleiner Teil des außerordentlich großen Insektenspektrums abgebildet. Da Insekten ein hohes Vermehrungspotential haben, schwankten die oben in den Beispielen dargestellten Fänge stark. Da mir die Daten bekannt sind, aus der die im Text zitierte Grafik erstellt wurde, muss ich leider Unwissenschaftlichkeit und falsche Darstellung unterstellen. Denn für die Jahre 1996, 1998 und 2002 lagen gar keine Daten vor. Außerdem lag die Fangmenge 2011 mit fast 5 g je Tag wesentlich höher als die Fangmenge von etwas über 3 g je Tag im Jahr 1991. Durch eine Verzerrung der oben abgebildeten Grafik wird diese Tatsache verschleiert. Warum ist man in der Darstellung in den Medien auf solche "Aufhübschungen" angewiesen? Weil die Datenbasis tatsächlich so dünn ist, dass keine wissenschaftlich begründeten Aussagen möglich sind. Aber saloppe Behauptungen gegen die Landwirtschaft lassen sich immer gut verkaufen. Wenn man tatsächlich Ursachen für mögliche Veränderungen ermitteln will, kommt man an konsequent wissenschaftlicher Arbeit nicht vorbei. Das mindeste ist zu ermitteln, wie sich das Artenspektrum verändert und die Anzahl der Individuen. Aber das erfordert tatsächliche entomologische Kenntnisse und wissenschaftliche Akribie. Und das ist teuer. Anhand der konkreten Lebensbedürfnisse der Insektenarten, die mehr oder weniger werden, könnte man ungefähr die Ursachen für ein mehr oder wenige abschätzen. Es könnten auch plötzlich ganz andere Ursachen infrage kommen. Was ist zum Beispiel mit der immer stärker um sich greifenden und inzwischen allgegenwärtigen Beleuchtung mit einem höheren kurzwelligen Anteil? (Energiesparlampen)
  • Pflanzliche Gifte

    03.03.2018, Rudi Knoth
    Nun das ist richtig, aber wenig bekannt. Soweit ich weiss enthält der Waldmeister auch Kumarin. Dies wurde ja vor Jahren zu Weihnachten in Zimtsternen festgestellt. Wenn die Leute dann sich bei der Maibowle dann treffen und über das Kumarin in den Zimtsterne unterhalten, klingt das irgendwie lustig. Und von den richtige Pflanzengiften (Magic Mushrooms) ganz zu schweigen.
  • Forschen braucht Zeit die wir nicht haben

    03.03.2018, Jörg Böhlke
    ...bereits in etlichen Artikeln in anderen Medien wird darauf hingewiesen, dass die Tendenzen eindeutig sind und auch weitgehend die Ursachen von seriösen ungekauften Wissenschaftlern ziemlich einhellig benannt werden. Und nicht nur der Artenschwund ist ein gewichtiges Argument, Agrar-, Bevölkerungs-, Bebauungs-, Verkehrs-, Energiepolitik und v.m. vollkommen zu verändern. Doch die Große Wende, die so offensichtlich dringend erforderlich ist, wird von allen Politikern weder angesprochen noch gedacht. Wenn wir wirklich etwas länger überleben wollen und das vielleicht sogar mit einer gewissen Art von Lebensqualität müssen wir Bürger so ziemlich alles selbst in die Hände nehmen: viel zu lange schon haben wir uns -vergeblicherweise- von den Falschen vertreten lassen.
  • Da ich davon ausgehe, dass auch Kabarettisten wie Vince Ebert dankbar für Streicheleinheiten sind:

    03.03.2018, Hans-Jürgen Steffens
    Ein ausgesprochen "süffiger" Artikel.

    Nur in einem, zugegebenermaßen marginalen Punkt, würde ich eine Ergänzung anmahnen: Der Beamte "stellt sich bei Gefahr nicht tot", er wählt die Harry Potter Lösung. Er tut so, als sei er gar nicht da... ;-)

    MfG H.-J. S.
  • Blödsinn

    03.03.2018, Fritz Kronberg
    Das erinnert an den "Beweis" für die Existenz des Klapperstorchs in SH als eine Zunahme der Storchenpopulation zufällig mit einer signifikanten Geburtenerhöhung zusammenfiel. Dieser Unsinn gehört genau wie die angeblich zusätzlichen Toten durch Feinstaub oder NOx in die Kategorie Mißbrauch von Statistik.
  • Erkennen und Erleben: Eine unüberbrückbare Differenz

    02.03.2018, Wolfgang Kuhl
    Erkennen ist nicht dasselbe wie Erleben. Für diesen Unterschied brauchen wir keine Anleihe bei einem Blinden. Wir erkennen, dass Blau eine elektromagnetische Schwingung ist, die die Nervenzellen im Auge erregt und die Impulse an das Gehirn oder an ein Farbenerkennungsgerät weiterleitet usw. Aber das Blau erleben wir nicht im Auge, nicht im Gehirn nicht in einem Farberkennungsgerät. Das Blau erleben wir am Himmel, auf einem Bild an einer Pflanze usw. Auch wenn der Hirnforscher experimentell bestimmte Nervennetze erregt, "sieht" der Proband nicht erregte Nervennetze sondern irgendwo blau. Wenn der Hirnforscher nicht Blau erleben könnte, wüsste er gar nicht, was er mit diesen, auf bestimmte elrktromegnetische Strahlen erregten Nervennetzen anfangen sollte.
  • Denkfehler Reboundeffekt

    02.03.2018, Korbinian Seidel
    Aus der Tatsache, dass 85% der Elektroautofahrer damit zur Arbeit fahren und nur etwa die Hälfte der Verbrenner zur Arbeit bewegt werden, wird ein Reboundeffekt geschlossen. Nämlich dass umweltfreundliche Fahrzeuge dazu verführen, mit dem Auto zu fahren, was man sonst nicht tun würde. Diese Logik ist falsch. Tatsächlich ist zurzeit das Elektroauto das ideale Gefährt für einen Pendler und wird speziell für den Arbeitsweg angeschafft. Als Garagensteher und Wochenendfahrzeug wie viele Verbrenner taugt es halt einfach zurzeit noch nicht. Da verwundern die 85% doch überhaupt nicht. Es werden Äpfel und Birnen verglichen.
  • Pestizide in Deutschland

    02.03.2018, G.Eckert
    Im Artikel werden 1000t Pestizide/Jahr in D genannt. Nach Angabe des Umweltbundesamteshttps://www.umweltbundesamt.de/daten/land-forstwirtschaft/pflanzenschutzmittelverwendung-in-der#textpart-2 sind es 49.000t also das fünffache!
    Stellungnahme der Redaktion

    Danke für den Hinweis - hier ist uns ein Fehler unterlaufen: Gemeint waren mit den 1000 Tonnen nur Insektizide und Akarizide (gegen Milben). Die gesamtmenge beträgt 48 000 Tonnen. Wir haben den Artikel korrigiert.

  • Wie wird dem begegnet werden?

    02.03.2018, Kirsten Braun
    Das ist ja mal ein Ergebnis. Nur wann landet es bei den Ärzten, tut es das überhaupt... Und wie wird mit der Erkenntnis umgegangen? Kein, aber wirklich kein Arzt wird in irgendeiner Weise Bemühungen anstreben, das Immunsystem des Patienten wieder zu stärken. Nein. Dem Patienten wird gesagt, dass er damit nicht alleine ist, und dass ganz viele gerade damit behaftet sind. Wie tröstlich! Und seit wann hat der Patient die Möglichkeit, sich heutzutage noch ins warme Bettchen zu legen, so wie andere Kommentarschreiber hier argumentieren?? Der Mensch legt sich, wenn es gar nicht mehr geht, mit einem schlechten Gewissen, das ihm das arbeitsmoral orientierte System angelernt hat, nieder. Zuvor hat er schon etliche Kollegen angesteckt. Um dann, möglichst schnell wieder zum Ort des Geldverdienens zurück zu kehren. Sch.... auf verheerende Erschöpfung, sch...auf eine evtl. Anklopfende Herzmuskelentzündung und sch.... Noch mehr auf schwelend übriggebliebenen Entzündungen im Gehirn. Die sieht man nicht, der Patient spürt die vielleicht aber MUSS sie übergehen..... Und schleichend kippt das Immunsystem und was bleibt, ist eine Autoimmunerkrankung.
    Diese Studie wird zu nichts führen. Kein Arzt wird den Patienten nach einer Influenza in ein CT legen.... Wie viele hunderte und tausende wären es denn nach der momentan herrschenden Epidemie?
    Es sei denn, irgend ein Pharmakonzern riecht hier Lunte und produziert irgendein Medikament, das möglicherweise hilft, aber dann ein neues Krankheitsbild produziert.

    Und die Moral von der Geschicht: infiziere Dich niemals nicht! Sei ein mündiger Patient, der seinen Körper pflegt und kennt, sein Immunsystem stets trimmt und keine Medikamente nimmt. AMEN
  • Myalgische Enzephalomyelitis

    02.03.2018, Leo
    Eine sehr interessante Studie und sicher ein weiterer Hinweis darauf das virale Infektionen mehr anrichten können als die Wissenschaft bisher vermutet bzw. bereit ist zuzugeben. Und eindeutig eine Antwort gegen die These, dass immer alles, das nicht erklärt werden kann, ausschließlich auf der Schädigung der Psyche basiert. Gerade beim o.g. Krankheitsbild ist dieser Forschungsansatz wegweisend, denn wenn eine virale Infektion die Tätigkeit des Gehirns beeinflusst und bei einer ungüstigen genetischen Disposition der Körper falsch reagiert dazu die Immunantwort außer Kontrolle gerät, dann landen wir in manchen Fällen bei dieser wunderbaren Diagnose.