Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Fragen bleiben dennoch offen

    04.07.2014, Steffen Grunewald
    Danke für diesen Beitrag - der auch in einer endokrinologischen Fachzeitschrift abgedruckt werden sollte! Ich werde ihn ausdrucken und meinem Arzt mitnehmen.
    Zwei Punkte finde ich (noch) nicht berücksichtigt:
    - einmal die Rolle von rT3: da musste sogar mein Facharzt passen (Reduzierung von T4, Blockierung von T3-Rezeptoren, was noch?)
    - andererseits die Entstehung von Labor-Normwerten: leider (noch) nicht aus einem quantitativen Verständnis der Prozesse
    Kurz, ich wünsche mir eine Fortsetzung des Themas!
  • Ein "Leugner" meldet sich zu Wort

    04.07.2014, Roland Tluk
    Sehr geehrte Damen und Herren,

    Ich spreche mein Bekenntnis: Ich sehe kein menschengemachten Klimawandel.

    Gestützt durch 16 Jahre nachgewiesenen konstanter Temperatur, seit 50 Jahren gemäßigten ruhigen Wetter und mehrfach widerlegte Studien, Thesen und absurde Theorien.

    Seit die PR-Maschine auf Hochtouren durch alle Medien geistert und uns mit Untergangsszenarien unterhält, glaube ich kein Wort mehr. Vielmehr will die Politik einen neuen Motor für die stagnierende Wirtschaft erkannt haben, Lobbyisten freuen sich auch Subventionen für ihre unbrauchbaren Technologien und angebliche "Wissenschaftler" wollen ein gemachtes Nest für den Lebensunterhalt sehen. Die Abgründe gehen soweit, dass die Anhänger der Untergangsszenarien sogar die Demokratie aufheben wollen und am liebsten eine Weltregierung schaffen möchten.

    Großreichgedanken sollten uns frösteln, aber Weltreichfantasien sollten uns schockieren.

    Die Frage an den von mir geschätzten Verlag der Spektrum der Wissenschaft: Wollen Sie ernsthaft in das gleiche absurde Horn blassen, indem Sie solchen Gehinrgespinsten ein Podium geben?

    Mit freundlichen Grüßen
    Roland Tluk
  • Kultur?

    04.07.2014, Olaf Schlüter
    Ich denke, der dargestellte Versuch kann nicht zeigen, welche kulturellen Einflüsse zum beobachteten Verhalten beitragen. Er wäre mit Mitgliedern anderer Kulturen, auch mit Naturvölkern, zu wiederholen.
  • Leitsungsangabe dieser Laser

    04.07.2014, Stefan Kächele
    Es wäre gut, wenn der Artikel auch eine Leistungsangabe der eingesetzten Laser liefert, damit der Leser weiß, ob diese tatsächlich harmlos für das menschliche und tierische Auge sind.
    Der Schlußsatz:"Die eingesetzten grünen Laser schädigen zudem nicht das Auge und entsprechen den häufig verwendeten Laserbeamern." ist leider völlig undifferenziert und suggeriert, dass grüne Laser generell nicht schädlich seien (natürlich völlig falsch). Und unter dem Begriff "Laserbeamer" findet man bei einer Internetsuche keinen Sachzusammenhang.
    Ganz konkret können Laser aller Farben über 5mW bereits bei kurzer Einwirkung die Netzhaut schädigen, vom Blenden ganz zu schweigen. Ich möchte also nicht von einer benachbarten Anhöhe plötzlich in einen solchen horizontalen Laser schauen müssen! Bitte z.B. die Wikipedia zum Thema Laserpointer und dort auch Lidschlussreflex konsultieren.
    Das Thema wird m.E. extrem verharmlost, gerade auch dann, wenn man weiss, wie hoch die Leistungsstreuung bei der Herstellung der einfachen und preiswerten Diodenlaser in Laserpointern, bzw. deren Lasermodulen sein kann. Da kann ein deklarierter 1mW-Laser schnell auch mal real 2mW und ein 5mW-Laser auch schonmal 10mW tatsächliche Leistung haben.
  • Big Brother steht vor der Tür

    04.07.2014, Erik Kaufmann
    Der letzte Satz in diesem Artikel beschreibt das, was auf uns zukommt, sehr zutreffend. Wir werden in ein "Big-Brother"-Zeitalter kommen, gegen das "1984" der reinste Kindergeburtstag ist. Jeder mit den entsprechenden techniscnen und/oder finanziellen Mitteln wird von allen BürgerInnen, von der Wiege bis zur Bahre, alles wissen. Und das, je nach Gusto, Perfide oder Beruhigende daran ist, dass wir es nicht merken.
    Mein Zuruf an kommende Generationen ist: Sorgt euch nicht um die Gegenwart, es wird alles nur noch viel schlimmer werden. Nichts und niemand wird diese Entwicklung aufhalten.
  • Gewichtsverlust

    03.07.2014, Adelheid
    Ein Gewichtsverlust ist nicht zwingend bei einer Überfunktion. Während meiner Hyperthyreose hatte ich alle symptome bis auf den Gewichtsverlust. Das lag wohl einfach daran, dass ich immer wie ausgehungert war und teilweise bis zu 6000 kcl in mich reingestopft habe, drei Tafeln Schokolade hintereinander hinterließen kein Sättigungsgefühl!
  • The Ocean Cleanup

    03.07.2014, Ramona
    Hoffen wir mal, dass dieses Projekt von Boyan Slat http://www.theoceancleanup.com/ funktioniert!!!
  • Was ist real?

    03.07.2014, Maria Müller, Köln
    Als fleißiger Spektrum-Leser fand ich besonders diese Artikel sehr interessant … und er­schre­ckend.
    Ich arbeite für ein Software-Unternehmen und programmiere KIs für EgoShooter und andere Spiele. Meine KIs "denken", dass alles um sie herum Realität ist … und dennoch sind es nur die Bündel von Eigenschaften der virtuellen Objekte, die sie das glauben lassen … so wie den Menschen vor dem Monitor. Welche Rolle spielt es da noch, auf welcher Seite oder unter welchem Helm man sitzt?

    In dieser Welt entstehen alle "Teilchen" aus dem Nichts (Vakuum), in das sie am Ende auch wieder vergehen … es ist eben Software und woraus besteht die schon …
    Natürlich denkt jetzt jeder an Matrix und Konsorten … darum geht es mir aber nicht. Mich erschreckte, wie gut dies auch auf diese Quantenphänomene passt … selbst die spukhafte Verschränkung.
  • Realismus ? vs. WIRKLICHKEIT

    03.07.2014, Daniel Hage, Weil am Rhein
    Mir scheint, diesem Artikel liegt von allem Anfang an der Wunsch und das Bedürfnis zu Grunde, den philosophisch-"kosmologischen" "Realismus" zu schützen und zu retten - obwohl es da angesichts unzähliger Befunde der vergangenen Jahre nichts mehr zu retten gibt … Nichtlokalität zum Beipiel ist mit "herkömmlichem Realismus" unvereinbar (A. Zeilinger), vor allem aber ist "Realismus" Statisch-Seinsversessen anstatt der fließenden unablässigen Entstehung/Vergehung/Entwicklung den Vorzug zu geben - das ist der Unterschied von WIRK-lichkeit gegenüber "Realität"! Und in dem ich dies schreibe und mich zu solchem Bilde bekenne, lächelt mir und uns vielleicht auch der unlängst verstorbene Prof. Hans-Peter Dürr zu - ihm zu Ehren ich diese kritischen Zeilen auch geschrieben hab!
    “Denn das was "ist"- ist nicht weil wir es fühlen
    Und ist nicht "Nicht" wenn wir es nicht mehr fühlen
    Weil "es ist" "sind" auch wir- und sind wir so beständig"…
    So ist denn ALLES "Sein" ein Einzig "Sein"
    Und das "es" weiter "ist", wenn einer stirbt, sagt dir…
    Dass "er" und "es", nicht aufgehört- zu "sein" …"

    (Ganz leicht abgewandelt nach Erwin Schrödinger - den ich sehr verehre!)

    Und wenn wir hier jetzt noch "sein" durch werden und wirken ersetzen - dann kommen wir der WIRK-lichkeit, so denke ich, doch recht nah - soweit es uns Menschen überhaupt verstattet ist!
  • Meisterleistung auch des Präparators!

    03.07.2014, C. Glarner
    Das ist hohe Kunst- ohne solch aufwändige subtile Präzisionsarbeit wären wissenschaftlich profunde Deutungen kaum möglich!
  • Elektronen im Elektronengas

    03.07.2014, Andreas Peylo, Schwerte
    Hat jemand einen Link oder eine Erklärung, aus der hervorgeht, wie schnell sich die Elektronen im Elektronengas in den verschiedenen Leitern bewegen? Nicht gemeint ist die Driftgeschwindigkeit der Leiterelektronen im Leiter, die bei hundertstel Millimeter liegt und welche sich auf die Eigengeschwindigkeit der rund 1000 km/s schnellen Leiterelektronen überlagert.

    Ihr Bericht erklärt, dass die Elektronen im Kupfer gut 1500 km/s schnell sind. Damit ist doch sicher die Geschwindigkeit der freien Leiterelektronen gemeint und nicht die knapp 28 Elektronen, die jeweils noch schneller um den Atomkern kreisen?

    Wie groß ist die Eigengeschwindigkeit der freien Leiterelektronen in den verschiedenen Metallen wie Platin, Gold, Silber, Kupfer, Blei, Nickel, Bismut u.a. Hier muß es doch so etwas wie eine leitermetallabhängige spezifische mittlere Geschwindigkeit geben? Diese Geschwindigkeiten hätte ich gern erfahren. Darum dreht es sich mir.

    Können Sie mir helfen, eine Antwort zu finden?
  • Milchmädchenrechnung

    02.07.2014, F. Blücher
    So kann man nicht rechnen. Es gibt - die nicht von der Hand zu weisende - These, dass alle Kosten für die Herstellung eines Gegenstandes letztendlich Energiekosten sind, weil alle Kosten sich in ihrer Entstehung bei einer Rückverfolgung auf die Aufwendung von Energie reduzieren lassen.
    Eine 2 MW Windturbine kostet bei ihrer Errichtung und Inbetriebnahme onshore mindestens 3,2 Mio EURO. Letztendlich sind das auch die erforderlichen Energiekosten.
    Unter mittleren Küstenbedingungen erzeugt sie ca. 3.710.000 kWh Strom der mit ca. 0,088 EURO je kWh vergütet wird, macht 326.480 EURO im Jahr. Davon gehen ca. 125.000 EURO laufende Betriebskosten ab. Der Rest von 201.480 EURO dient der Bezahlung der getätigten Investition. Wenn man keine Zinsen für die Investition berücksichtigt (die aber unbedingt berücksichtigt werden müssten) dauert es 16 Jahre, bis die Investition bezahlt ist. Bei 2,5% Zinsen ca. 20 Jahre.
    Bei der im Artikel dargestellten Energiebilanz kommt nur Unfug heraus. Die Zukunft wird es leider zeigen.
  • Woher die helle Haut kommt

    01.07.2014, Bernhard Schröck
    Auf welche Weise soll denn das Filaggrin in Urocansäure zerfallen? Ist da etwas anderes gemeint?
    Antwort der Redaktion:
    Hallo Herr Schröck,

    danke für Ihrer Leserbrief. In der kurzen Nachricht habe ich den Zusammenhang, den die Forscher in ihrer Veröffentlichung andeuten, etwas arg knapp (und demnach dann schon tatsächlich halb falsch) zusammengefasst.

    Die Autoren haben zunächst einmal nur beobachtet, dass eine Konzentrationsabnahme von Urucansäure in der Haut mit dem mutationsbedingten Ausfall des Filaggrin-Proteins korreliert. Der Rest ist auch in der Veröffentlichung etwas spekulativ: Sie gehen davon aus, dass das Histidin-reiche Protein Filaggrin in der Haut von Protease-Enzymen in seine Aminosäurebestandteile zerlegt wird, diese werden dann weiter abgebaut (deaminiert), wobei auch verschiedene Polycarbonsäuren anfallen. Und bei diesem Prozess entsteht aus Histidin (häufig im Filaggrin, s.o.) eben tatsächlich trans-Urocansäure.

    Ich habe die Textstelle nun aber nachträglich noch einmal leicht umgeschrieben, um Unklarheiten möglichst zu vermeiden.

    Viele Grüße,
    Jan Osterkamp
    (Redaktion Spektrum.de)
  • ohne mich!

    01.07.2014, Liane Mayer
    Ich hoffe doch, dass das Aufkleben und Auslesen dieser Dinger auf freiwilliger Basis geschehen soll, dann mache ich nämlich nicht mit!

    Es ärgert mich jetzt schon, wenn ich kaum mehr ein Restaurant betreten kann, ohne mit ohrenzerfetzender Musik begrüßt zu werden. Wenn ich Musik hören möchte, soll dies bitte nicht von außen gesteuert werden. Und Werbung möchte ich genau dann sehen oder hören , wenn ich die Absicht habe, etwas zu kaufen. Dann möchte ich sagen: "Zeigt her, was ihr zu bieten habt, damit ich mir etwas davon aussuchen kann!"

    Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass aus meinem Hautzustand - ob Gänsehaut oder nicht - die Betreiber der Musikanlage oder der Werbedurchsagen - Anlage den richtigen Schluss ziehen: "Aha, die will es jetzt lieber still haben, drehen wir ab, bis sie weg ist!". Noch mehr Werbung und Musikbeschallung - nein danke!
  • Gute Bedingungen für Leben?

    30.06.2014, Erik Kaufmann
    Um Leben, wie wir es verstehen, auf Exomonden zu ermöglichen, muss um den Exoplaneten auch ein habitable Zone sein. Wenn also der Exomond sich in der habitablen Zone aufhält, muss seine Bahn um den Planeten annähernd kreisförmig sein. Bei rotationsgebundener Umlaufbahn wird es keine nennenswerte Gezeiten geben. Sollte der Exomond eine Eigenrotation aufweisen, wird bedingt durch die Nähe zum Mutterplanet regelmäßig ein Flutberg über den Mond fegen, gegen den unsere Gezeiten ein müdes Badewannengeplätscher sind. Ob das gute Bedingungen für das Leben sind, wage ich zu bezweifeln.