Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Diskussion oft zu pathetisch

    07.04.2014, Roland Tluk
    Ich möchte Folgendes zu bedenken geben. Wetter ist ein Phänomen, das makroskopisch vielleicht eine Regelmäßigkeit erkennen lässt, aber niemals ein Zustand eines Gleichgewichts wiedergibt. Ein Gleichgewicht ergäbe sich quasi in einem geschlossenen (totes) System - also kein Wetter. Inwiefern eine Abweichung von einer an sich unlogischen Vermutung eines Gleichgewichtszustandes sich ergibt, ist völlig aus der Luft gegriffen und entbehrt jeder Wissenschaftlichkeit. Zumal eine Fluktuation einiger Grad Celsius für einen Planeten (System) dieses Ausmaßes schon systemtheoretisch von einer üblichen Dreiprozentfehlertoleranz abgedeckt werden.
    Ich empfinde die Diskussion um einen "Klimawandel" oft zu pathetisch und wenig zielführend, da die Anhänger der Gleichgewichtsthese oft die einfachsten logischen Argumente nicht rekonstruieren können.
  • Religion und Gruppenselektion

    07.04.2014, Wilhelm von Eßen, Schloß Holte-Stukenbrock
    Der Artikel von Wolfgang Achtner ist lesenswert, doch wird die Frage, was Religion für die Gruppenselektion leistet, zwar angeschnitten, dann aber nur noch schüchtern und abstrakt abgehandelt.
    Schon das Alte Testament war da in den Büchern Moses sehr viel konkreter: Als das gelobte Land sich als bevölkert herausstellt, gibt der Herr seinem auserwählten Volk explizite Anweisungen zum Genozid.
    Die dunkle Seite der Religion durchzieht die Weltgeschichte. Ob Christenverfolgung oder Krieg unter dem Zeichen des Kreuzes, ob Kreuzzüge oder heiliger Krieg, „Missionierung“ und Dezimierung „heidnischer“ Völker in Afrika und Amerika, Antisemitismus bis hin zum Holocaust oder in jüngerer Zeit die „Ethnischen Säuberungen“, ebenso wie tausend kleinere Konflikte, in denen zahllose Menschen gestorben sind und noch heute sterben: Bricht ein Konflikt unter konkurrierenden Gruppen auf, nimmt sich immer die jeweilige Religion (die in der jüngeren Geschichte auch durch eine Ideologie ersetzt werden kann) der Aufgabe an, die Schwächung, Vertreibung oder Vernichtung des bösen Feindes zur heiligen Pflicht zu erklären.
    So liefert die Religion nicht unbedingt die Antwort auf die Frage, warum die Spezies Mensch so erfolgreich ist, vielleicht aber einen Lösungsansatz zu dem Rätsel, warum die genetische Vielfalt der Erdbevölkerung geringer ist als die der meisten anderen Tierpopulationen.

  • parts per billion

    07.04.2014, Karl
    Gerade bei den im Englischen und Deutschen divergierenden Bezeigungen jenseits der Million, sollte immer zusätzlich darauf hingewiesen werden, dass es sich hier im Deutschen um die Milliarde (bzw. Milliardstenstel) handelt. Auch gestandene Journalisten in Presse und Rundfunk/TV bringen das immer wieder durcheinander.
  • Zitat "Warum sollte man an etwas glauben, das man nicht sehen, fühlen oder messen kann?"

    06.04.2014, Jörg Storm
    Moin !
    Der oben zitierte, erste Satz dieses Artikels wird beantwortet mit ""Wir sehen die Wirkung ihrer Schwerkraft!"", was bedeutet, daß man messen kann, daß es entweder diese "Dunkle Materie" gibt - oder aber daß das Verständnis der Gravitationsentstehung weltweit überhaupt nicht verstanden worden ist. Dann aber im Namen der Wissenschaft an etwas zu "glauben" (und somit die Existenz von "Dunkler Materie" annehmen zu wollen), was überhaupt niemals detektierbar war und ist (MATERIE !!!!), obwohl unser Universum geradezu damit vollgestopft sein müßte, ist ein so dermaßen großer Schritt vor das Zeitalter der Aufklärung, daß mir fast die Spucke wegbleibt. Die Kirche wird sich freuen - sie hatte mit dem "glauben" als Mittel der Physik dann ja wohl doch recht. Aber "glauben" ist ja auch viel einfacher, als aufgrund von astronomischen Meßergebnisse zur Kenntnis nehmen zu müssen, daß alle Physiker/innen seit mehr als 2000 Jahren keine Ahnung hatten und haben, wie Gravitation aufgrund welcher Parameter in welchen Ausmaßen entsteht. Denn das würde jene Gilde natürlich von "over the top" zum "Treppenwitz der Wissenschaften" machen können.............und daran hat man sicherlich kein Interesse. Ist ja auch verständlich. Grüße Henri
  • Bandwurminfektion

    04.04.2014, Helmut Zahner
    Meines Wissens ist es ein großer Unterschied, wie man sich mit Bandwürmern infiziert, denn der Entwicklungszyklus von Bandwürmern erfordert einen Wirtswechsel.
    Die klassische Infektion erfolgt über finnenhaltiges (larvenhaltiges) Fleisch. Dann leben die Bandwürmer relativ harmlos im Darm, der Mensch ist (planmäßiger) Endwirt.
    Verzehrt der Mensch Bandwurmeier, dann ist er der (eigentlich falsche) Zwischenwirt mit entsprechend gravierenden gesundheitlichen Folgen, je nach Bandwurmart durchaus unterschiedlich.
    Diese sehr wichtigen Fakten sollten in der Bandwurmgeschichte auf jeden Fall Erwähnung finden.
  • Spätestens

    04.04.2014, Pterry
    seit Dr. House sollte sich das mit dem Bandwurm doch erledigt haben? Gleich die erste Episode (und dann später nochmal eine) zeigte doch die Gefährlichkeit.
  • Kälte verhindert Mückenattacken

    04.04.2014, Hans Kellermann
    Ein Kollege empfahl mir, gegen Stechmücken die Klimaanlage im Hotelzimmer kälter zu stellen.
    Denn Kälte mögen sie nicht und bleiben dann draußen.
  • Zecken

    04.04.2014, cassandra
    "... sollte ... seinen Körper auf verdächtige Achtbeiner kontrollieren. "

    Arachnoiden?
    Antwort der Redaktion:
    Ja, Zecken haben als Milbentiere tatsächlich acht Beine ;-)
  • Prostatakrebsfrüherkennung: Sind PSA-Tests sinnvoll?

    03.04.2014, Georg Langensteiner, Lyon (Frankreich)
    Oft wird Männern empfohlen, auf PSA-Tests zu verzichten, da diese zu unnötigen Eingriffen mit entsprechenden negativen Begleiterscheinungen führen können (Impotenz, Inkontinenz, etc.).
    Leider wird diese Empfehlung auf Diagnoseverzicht auf der Basis veralteter Diagnoseverfahren und veralteter Behandlungsverfahren gegeben, weshalb Männer darauf verzichten, eine eventuell lebensrettende Frühdiagnose durchzuführen. Nur eine rechtzeitige Behandlung kann Leben retten. Durch Umwelteinflüsse sind immer mehr Männer bereits ab 50 Jahren betroffen, was selbst bei langsam voranschreitender Krebsentwicklung zum verfrühten Tod innerhalb der Lebenserwartungszeit führt.
    PSA-Tests sind sehr sinnvoll und lebensrettend, wenn sie richtig eingesetzt werden. Der PSA-Test ist eine einfache Blutanalyse, die schnell und schmerzlos durchgeführt wird. Ist der PSA-Wert höher als 4, dann besteht Verdacht auf einen Tumor, es muss aber nicht sein.
    Wird regelmäßig jedes Jahr ab dem 50. Lebensjahr ein PSA-Test durchgeführt, dann bekommt man ein gutes Bild über die Anstiegsgeschwindigkeit, die zusammen mit den absoluten Werten Aufschlüsse auf ein potenzielles Problem ergeben. Verzichtet man auf mehrere PSA-Tests, dann verzichtet man auch auf diese Frühwarnung.
    Natürlich bedeutet ein hoher PSA-Wert nicht gleich, dass ein lebensbedrohender Tumor vorliegt. Eine Gewebeprobe ist nötig, um das Vorhandensein eines Tumors und dessen Aggressivität (Stichwort „Gleason-Score“) festzustellen.
    Der veraltete klassische Ansatz besteht nun darin, eine Biopsie durchzuführen, in der Gewebeproben an zufällig ausgewählten Punkten der Prostata entnommen werden. Kleine Tumoren werden auf diese Weise eventuell nicht mit den Gewebeproben erfasst, was dazu führt, dass weitere Biopsien durchgeführt werden müssen, falls der PSA-Wert nicht mit der Zeit sinkt oder sogar ansteigt.
    Der bessere Ansatz, und auch der teurere, ist ein so genanntes Prostata-MRT (magnetisches Resonanzverfahren ohne schädliche Strahlung), das Klarheit über die Ausdehnung eines Tumors gibt und falls nötig eine gezielte Gewebeentnahme ermöglicht.
    Oft wird darauf hingewiesen, dass Männer dazu neigen, aus Angst eine unnötige Operation auf sich zu nehmen, falls sie wissen, dass sie einen Tumor haben, selbst wenn dieser sich nur langsam entwickelt und wenig aggressiv ist. Dieses Argument sollte kein Grund sein, KEINE Frühdiagnose durchzuführen. Es sollte vielmehr darauf hingewiesen werden, dass es eine Frühdiagnose erlaubt, zum richtigen Zeitpunkt einzuschreiten, solange noch Behandlungsmethoden angewendet werden können, die geringe Nebenwirkungen haben, siehe unter anderem die Stichworte „DKFZ Prostatakrebs“ oder auch den interessanten Artikel „Mit Stromstößen gegen Krebs“,Spektrum der Wissenschaft 4/2014, S.40.
    Veraltete, klassische Prostatakrebsbehandlungen, wie die offene Prostatektomie (RRP), mit den zu erwartenden Nebenwirkungen, sind bei rechtzeitiger Diagnose nicht mehr zwingend notwendig.

    Grundsätzlich sind Männer für ihre Gesundheit selbst verantwortlich und PSA-Tests erlauben es ihnen, rechtzeitig die nötigen Schritte ohne Panik und Zeitdruck einzuleiten, um die für sie beste Behandlung im Fall eines Tumors durchzuführen. Schließlich ist die Wahrscheinlichkeit für einen Mann, an Prostatakrebs zu sterben, mehrmals höher als durch einen Autounfall. Man sollte auf diesen Sicherheitsgurt nicht verzichten, und die Diskussion sollte sich nicht auf den Sinn einer Frühdiagnose konzentrieren, sondern auf bessere Möglichkeiten, diese durchzuführen sowie auf eine Reduzierung von Nebenwirkungen im Fall von nötigen Behandlungen.
  • Chemische Stromspeicherung ist nur eine Variante

    02.04.2014, Robert Orso
    Wenn es nur darauf ankommt, die Intervall mäßig anfallende Energie aus Solar und Windkraftwerken zu speichern ist eine chemische Speicherung in einer "Batterie" nur eine der möglichen Varianten.

    Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Varianten Strom-Energie in andere Energie Formen umzuwandeln und so haltbar zu machen. Natürlich eignen sich die wenigsten auch nur annähernd für einen mobilen Einsatz, aber die Energiewende verlangt nicht zwingend nach "Batterien".
  • Guter Überblick und zugleich Absage an die Energiewende

    02.04.2014, Dr. J. Götz
    Der Artikel gibt einen guten Überblick zum Stand der Forschung. Die Schlußfolgerungen sind:
    1. es sind noch jahrzehnte Forschung und Entwicklung nötig, bis Energiespeicher großer Kapazität , die eine hohen Zahl Ladezyklen bei geringem Kapazitätsverlust aufweisen, zu akzeptablen Preisen vielleicht zur Verfügung stehen werden. Das Ergebnis aber kann auch sein, dass es solche Speicher als wirtschaftliche Massenspeicher nicht geben wird.
    2. Die "Energiewende" braucht zwingend solche billigen Massenspeicher, denn ohne sie sind die Schwankungen von Solar- und Windstromeinspeisungen nicht abzufangen - nicht mit Energiesparen und nicht mit Smart Grids. Wenn die erneuerbaren Energien Kohle und Kernkraft ersetzen sollen, wird eine kostengünstige Speicherkapazität in der Größenordnung von etwa 10 TWh gebraucht. Dem Artikel ist klar zu entnehmen, dass dies nicht in Sicht ist. Das ist die Realität, alles andere ist Wunschdenken.
  • Flexitarier Hunde

    02.04.2014, Christian Specht
    Auch ich habe bereits darüber nachgedacht meinen Westi auf eine vegane Ernährung umzustellen. Wenn man in den Hundeforen solche Meinungen äußert wird man allerdings dafür stets der Tierquälerei bezichtigt und aufs übelste beschimpft. Der Glaube an den Hund als reinen Carnivoren ist nach wie vor weit verbreitet. Fast so weit wie der Glaube, die Erde sei eine Scheibe, um mal meinen Vorredner zu zitieren. Im Moment jedenfalls bin ich selbst Vegetarier und ernähre meinen Odin ausschließlich Fleischreduziert mit FlexiDog. http://www.green-petfood.de/futter-zubehoer/flexidog-73.html Solche Artikel wie dieser hier unterstützen jedoch mein Vorhaben, meinen Westi komplett fleischfrei ernähren zu können.
  • Samen und Saatgut

    02.04.2014, Eckart Lefringhausen, Geldern
    In Ihrer vielseitigen und interessanten Aprilausgabe vermutet die Autorin in ihrem Aufsatz wohl zu Recht eine mehrmalige parallele Entwicklung des Landbaus innerhalb des Fruchtbaren Halbmondes. Diesem Geschehen muss meines Erachtens eine Entdeckung vorangegangen sein, die diese Neolithisierung vorangetrieben hat. Einen Ansatzpunkt dafür bietet kurioserweise der heutige Sprachgebrauch, und nicht nur im Deutschen. Man spricht von Samen, wenn man das Saatgut meint, obwohl es sich um befruchtete Eizellen handelt. Dieser Ausdruck ist wohl darauf zurückzuführen, dass die weibliche Eizelle erst spät im 17. Jahrhundert von der Wissenschaft entdeckt worden ist, nämlich die tierische vom Engländer William Harvey, und die pflanzliche vom Deutschen Camerarius. Vorher und lange danach ging man vom Samen als dem hervorragenden männlichen Beitrag zur Fortpflanzung aus. Der weibliche beschränkte sich demnach nur auf die Empfängnis. Aber auch dieser Zusammenhang musste einmal entdeckt worden sein, und ich vermute, dass dies vor oder im Zusammenhang mit der neolithischen Revolution geschehen ist.
  • Lithium-Ressourcen der Erde?

    02.04.2014, Wulf Krümpelmann
    Ich bekomme immer wieder Bauchweh, wenn von Lithium-akkus für Autos gesprochen wird. Die aktuellen Lithium-förderungen werden weitgehend aus Ressourcen in Südamerika geholt, und dort sind die Ressourcen begrenzt.
    Es gibt Abschätzungen, dass das Lithium bei heutiger Akkutechnik nur für einen sehr kleinen Prozentsatz der KFZ-Flotte reichen würde. Damit es reicht, müßte der Wirkungsgrad nicht mit einem Faktor 5, sonderndrastisch mehr steigen.
    Wie sieht es mit anderen Energiespeichertechniken ( Brennstoffzelle etc.) aus? Oder mit der Produktisierbarkeit von Natrium-Akkus?
  • Betrug durch beliebige Dehnbarkeit

    02.04.2014, Descartes
    Ich bin verwundert über die geduldigen, gemäßigten Reaktionen auf die - gelinde gesagt - lieblosen Tiraden des Kommentators Reinhard Warkentin.

    @Reinhard Warkentin
    "Jeder, der offene Augen und einen gesunden Verstand hat, kann doch nicht genug staunen über die Vielfalt und die wunderbare Ordnung und Schönheit von Gottes Werken!"

    Und alles Unordentliche, Schlimme und Häßliche in der Natur ist nicht Gottes Werk? So einfach geht das nicht. Schon das gegenseitige Ernähren (Fressen) ist doch unabdingbarer Bestandteil eines jeden Ökosystems. Wie stellen Sie sich eine Welt vor, die ohne gegenseitiges Auffressen auskommt?
    Weitere Beispiele, die zeigen, dass kein Konstrukteur am Werk war, sondern die Evolution, die stets vom bereits Vorhandenen ausgehen muss:
    - Rückläufiger Kehlkopfnerv bei Säugetieren, also auch bei Menschen. Besonders deutlich bei der Giraffe.
    - Netzhaut bei Säugetieren falsch herum, so dass Blutgefäße die Sicht behindern und sich die Netzhaut relativ leicht ablöst.

    "Wer eine minimale Ahnung von Physik hat, weiss, dass Ordnung NIE von selbst entsteht."

    Es braucht Energie und 'stupide' Naturgesetze. Die Sonne und radioaktive Elemente im Erdinnern liefern die Energie auf der Erde. Die Materie und ihre Chemie tun das übrige.

    'Wer auch nur den Aufbau einer biologischen Zelle studiert, kann doch nicht glauben, dass so etwas "von selbst" entsteht.'

    Das beobachten wir aber ständig. Wir müssen nur das Wachsen und Verändern von Pflanzen, Tieren und des eigenen Körpers feststellen.
    Oder zielen Sie auf die Abiogenese ab? So weit ist der Schritt gar nicht von den erstaunlichen, vor unseren Augen ablaufenden Lebensprozessen hin zur Vorstellung der schrittweisen Entstehung der biologischen Evolution aus der chemischen Evolution, denn schließlich ist die ganze Biologie letztlich auch "nur" Chemie, die wiederum letztlich wieder "nur" Physik ist.

    "Oder hat jemand ein Beispiel, wie ganz von selbst, ohne intelligenten Einfluss, ein Fahrrad oder eine Uhr entstanden ist????"

    Sie bezweifeln doch sicher nicht das natürliche (konkreter: nicht zauberhafte) Zustandekommen eines Fahrrads oder einer Uhr. Wir beobachten die natürliche Zeugung von Lebewesen. Wir wissen inzwischen sehr viel über die Entwicklung der verschiedenen Arten von Lebewesen. Wir wissen auch viel über Chemie und Physik, so dass es sogar erklärbar wird, WIE das alles innerhalb der Naturgesetze abgelaufen ist, ohne ein Zutun von Personen und ohne Abhängigkeit eines Willens. Warum zielen Sie dann auf Zauberei ab? Oder worauf?

    "Wenn es Evolution gegeben hat, dann war sie nur möglich durch die festgelegten physikalischen, chemischen und biologischen Gesetze, die Gott erschaffen hat."

    Also Lückenbüßergott. Wie weit zurück wollen Sie so argumentieren? Wenn die Evolution aufgrund der Naturgesetze stattfinden konnte, dann können auch die Naturgesetze stattfinden aufgrund des Urknalls, und so weiter. Gott wird dabei immer kleiner, bis er auch als Letztursache verschwunden ist. Des weiteren: Wäre Gott für die Einrichtung der Evolution verantwortlich, dann auch für alles Häßliche in der belebten Natur, also auch Krankheiten. Und es gab dann auch keinen Sündenfall...

    "...wenn Sie sich Gott nähern, denn ER hat versprochen, dass jeder, der IHN ernsthaft sucht, IHN finden wird!"

    Und wenn er Gott nicht findet, hat er nicht richtig ernsthaft gesucht, nicht wahr? Also immer wenn die These widerlegt zu werden droht, kann man auf den beliebig dehnbaren Begriff "ernsthaft" ausweichen. Und immer wenn jemand Gott findet, ist es die Bestätigung für die These. Genau diese Betrügerei ist es, die mit der wissenschaftlichen Methode überwunden wurde. "Zufällig" ist das auch genau der methodische Atheismus.

    "Gott ist lieb, sonst hätte er Sie schon längst weggepustet."

    You made my day. Die meisten Menschen sind dann auch so lieb wie Gott, vielleicht sogar lieber, schließlich würden wohl die wenigsten von uns die Menschheit inklusive der Kinder beinahe ausrotten wollen und das auch erbarmungslos durchziehen, um nur ein Beispiel zu nennen.