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Lesermeinungen - Spektrum der Wissenschaft - Seite 20

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Die Ruhemasse

    06.04.2018, Josef Münz
    Falls die Ruhemasse "nur" relativ ist, ist dann das Standardmodell nicht "nur" eine "quantifizierte" Insel im "Meer der Quasi-Unendlichkeiten" und ohne die Orts- und Impuls-Unschärfen, ohne das Messproblem und so kontinuierlicher und natürlicher als "gedacht"? Als Feldmassen aus Massefeldern, die -wie im kybernetischen Fließgleichgewicht- auch mal umkippen oder -zeitlich- "über-laufen" können. Als Energieerhaltung in dauernder Umwandlung; ohne Ewiges.
  • Steigende EEG-Umlage

    06.04.2018, Hannes Z. Allabauer
    Die Berechnung der EEG-Umlage beruht auf der Preisdifferenz zwischen dem billigsten und dem teuersten Stromerzeuger, also Solarstrom zu Kohle- bzw. AKW-Strom. Logisch: Je billiger der Grünstrom wird, um so höher die Umlage, um so weniger gibt der Strompreis nach. Folge: Der Fossilstrom bleibt im Geschäft und verdient Geld sogar im Export.
  • Schönfärberei

    06.04.2018, Peter Weigl
    Diese Schönfärberei und Phantasterei der EE-Lobby (dazu gehört auch Fraunhofer) wird nicht gut enden, wenn das unkritisch politisch umgesetzt werden sollte.
    Die im Artikel gepriesenen Rekorde sind keine - ganz im Gegenteil. An einem Tag extrem hohe EE Einspeisung ist keine Grund zum Jubeln, sondern eine rote Flagge.

    Deutschland hat sich mit dem Atomausstieg mittelfristig für fossile Stromerzeugung mit vorgehängter teurer pseudogrüner Fassade entschieden.
    Die CO2 Emissionen liegen - bei 42% EE-Anteil in der Stromerzeugung - immer noch bei ca 500 Gramm pro kWh Strom. Frankreich und Schweden und die Schweiz machen es seit drei Jahrzehnten mit 30 bis 60 Gramm.

    400 GW installierte EE (solar und wind) Leistung! Da lacht die EE- (und Gas-!) Industrie. 400 GW Leistung, an einem sonnigen und windigen Sonntag im Sommer, wenn gerade mal 30 GW Last anfällt - die dann anfallenden Negativpreise dürften phenomenal ausfallen! Aber die Herstellung des EE-Stromes wird ja angeblich von der Sonne bezahlt!

    Und in einer winterlichen Dunkelftlaute, da laufen halt dann die Batteriespeicher - schon mal ausgerechnet welche unvorstellbar große Kapazität die haben müssen? Vielleicht stellt uns die ja Wundermann Elon Musk frei hin?

    Dass solche Dunkelfarben nur selten vorkämen reicht nicht aus. Strom muss stets geliefert werden und mit einem guten Reservepolster.

    Am Ende des schönfärberischen Wetterdienst-Berichtes zu den Flauten, heißt es dort ganz nebensächlich:

    "Ein weiterer Ausbau erneuerbarer Energien erfordere deshalb zugleich Strategien, wie zum Beispiel durch Reservekraftwerke, Speicher oder großräumigen Stromaustausch die Netzstabilität garantiert werden kann."

    Die fluktuierenden EEs brauchen wegen ihrer manchmal praktisch gegen Null gehenden gesicherten Leistung einen vollständig die notwendige Kapazität abdeckenden Reservekraftwerkspark aus fossilen Kraftwerken und/oder Speichern. Beide sind derzeit technisch, finanziell und wirtschaftlich nicht vorstellbar oder sinnvoll oder nachhaltig. Gaskraftwerke, die zwei Tage im Jahr die Gesamtlast abdecken - das ist fürwahr eine rentable und nachhaltige Sache!

    Die vorgeschlagene Erweiterung von Solar und Wind auf 400GW ist ein Pipe-dream. Techniker wissen, dass fluktuierende Einspeiser nicht sinnvoll jenseits der Größe ihres Kapazitätsfaktors in ein Netzwerk integriert werden können, also bei Wind ca 25%, bei Solar ca 11%.

    Zu dieser Stunde macht Deutschland seinen Strom mit 382 g CO2 pro kWh, Frankreich mit 29 g.
    In Sachen Klimaschutz sind die Energiewende und der Atomausstieg ein Flop und Deutschland sollte in der Klimapolitik anständigerweise gar nicht erst mitreden.
    https://www.electricitymap.org/?page=country&solar=false&remote=true&wind=false&countryCode=DE
  • Enttäuschend

    05.04.2018, Stella Marten
    Ich habe den Film vorhin gesehen. - Aufgrund der Empfehlung hier. Ich schließe mich ihr nicht an. Gar nicht "intellektuell" sind im Film ein vorkommender Monsterbär und das Viech, das in der Hüte schließlich niedergeschossen wird, nachdem es eine Mitstreiterin zerfleischte: eine hässliche, Kreatur mit halb nacktem Schädelknochen und Schleimfäden zwischen den Zähnen ist wahrlich weder originell noch nötig in diesem Plot. Es ist einfach nur ein Element "von der Stange", wenn man Horror verbreiten will. Ich würde sagen: billig! Die Chefin der Truppe dringt - natürlich - bis ins Herz des Unverstehbaren vor und wird dort "fantastisch" aufgelöst. Ach ja. Höchstens mittelklassig ist zum einen die Tatsache, dass sie es auf jeden Fall mal bis dahin schafft, und zum anderen die bunten Lichtfetzen, in die sie sich verwandelt. Richtig öde ist das Ende: In den Augen des Paares Lena und Kopie Ihres Mannes sieht man die fremde Intelligenz leuchten. Wow, was für ein grandioser Einfall, der ist ja noch nie dagewesen ... Insgesamt ist es schade, denn der Film enthält originelle Ideen. Die werden aber nicht durchgehalten. An "Artificial Intelligence" kommt er nicht annähernd heran. Es reicht eben nicht, ein paar gute Ideen gekonnt in Szene zu setzen. Das macht noch keinen in sich guten Film aus, sorry.
  • Globale Ordnungsmacht ??

    05.04.2018, Gunter Schleife
    "Vielen Ländern, insbesondere den USA als globaler Ordnungsmacht, dürften diese Aussichten große Sorge bereiten"

    Die USA als "globale Ordnungsmacht" zu bezeichnen - darauf muss man erst mal kommen...
  • Dummheit

    05.04.2018, Wenk
    Tierisches Verhalten nach menschlicher Moral zu beurteilen zeigt die Dummheit des Journalisten in mehreren Wissensfeldern - wenn es Ironie gewesen sein sollte, wird der Text dadurch auch nicht besser. Größe, Verhalten, Farben und eine große Anzahl weiterer Eigenschaften einer Art entstehen über Ausleseprozesse, menschliche Charakterzüge und Bewertungen spielen in evolutionären Abläufen keine Rolle, sondern nur die Durchsetzungsfähigkeit in ökologischen Systemen.
  • Unendlich minus Unendlich = Pi?

    05.04.2018, Ralf Fischer
    Ein anderer Leser hat diese Aussage schon als Effekhascherei bezeichnet. Ich meine, sie suggeriert für einen Nichtmathematiker auch etwas Falsches! Warum? Auf der linken Seite der Gleichung steht einen Rechenoperation (minus) und auf der rechten Seite eine Zahl, nämlich Pi. Naive Gemüter könnten daraus vermuten, dass Unendlich einen ZAHL sei – und das ist falsch!

    Wenn Unendlich eine reelle Zahl wäre, dann müssten für sie die Gesetzte der Algebra gelten, d.h. aus Unendlich + 1 = Unendlich müsste folgen: 1 = 0, was ja wohl keiner für richtig hält!
  • Hund

    05.04.2018, Miri
    Ich sehe einen hund
    Stellungnahme der Redaktion

    Das kann man wohl auch. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt! ;-)

  • Renormierung

    05.04.2018, K. Fönig
    Schöner Artikel.

    Hab selber nie verstanden warum bei der Motivation von Beyond-Standard-Model-Theorien soviel Wert auf "Natürlichkeit" gelegt wurde. Es gibt bessere Argumente dafür.

    Wenn ein Parameter der Theorie renormiert wird, ist
    "log(lambda) - log(lambda) = 0 für lambda gegen Unendlich" cool
    aber
    "lambda^2 - lambda^2 = 0 für lambda gegen Unendlich" soll mal garnicht gehen. Bei letzterem muss unbedingt ne neue Theorie her...
  • Zeitangaben im Artikel

    05.04.2018, Michael Klein
    Da muss etwas durcheinander gegangen sein.
    "Datiert werden die Wirbeltier-Fossilien auf die Epoche des späten Holozäns, vor etwa 4200 bis 1000 Jahren. "
    "Aus dem späten Pleistozän (vor etwa 11 500 Jahren) "
    Klingt ein wenig creationistisch.
    mfg
    M. Klein
    Stellungnahme der Redaktion

    Klingt komisch, ist aber so ... Die hier erwähnten Fossilien sind tatsächlich nur wenige tausend Jahre alt - und damit nur wenig älter als der Artikel selbst ;)

    Beste Grüße, jd/Redaktion

  • Fehler?

    05.04.2018, Florian A.
    Soweit mir bekannt nimmt das Elektron beim Sprung auf ein höheres Energieniveau Energie auf und gibt diese beim Rücksprung auf das Ursprungsorbital wieder in Form eines Photons ab. Sind Sie sich sicher, dass dies Energieabgabe bei Antimaterie bereits bei Aufnahme der Energie geschieht?
    Stellungnahme der Redaktion

    Danke für den Hinweis - die Passage war in der Tat etwas verknappt und missverständlich. Wir haben sie nun ausführlicher formuliert, der Text sollte jetzt korrekt sein.

  • Eine Studie hat ergeben ...

    05.04.2018, Robert Orso
    Ich bin wirklich ein unbedingter Befürworter von guter wissenschaftlicher Arbeit, aber bei manchen Studien frage ich mich schon, ob sie wirklich nötig für einen nachhaltigen Erkenntnisgewinn sind.

    Die Affen baden also, weil sie sich dabei wohl fühlen. Wie überraschend.

    Ist eigentlich die Schlussfolgerung "aus den gleichen Gründen wie die Menschen" bereits ausreichend wissenschaftlich belegt, oder fußt die "Entspannungs Hypothese" beim badenden *Menschen* nur auf einer subjektiven Einzelmeinung?

    Die nächste Studie soll bestimmt ergründen, warum diese Affen Nahrung zu sich nehmen und was die Gründe für oder gegen die Wahl eines bestimmten Nahrungsmittels sind.

    Ein Blick in meine Kristallkugel zeigt: Sie sind hungrig und Nahrungsaufnahme verbessert diesen Zustand. Dabei werden bestimmte Nahrungsquellen bevorzugt, weil sie besser schmecken oder leichter verträglich sind.

    Aber so eine wilde Spekulation ist natürlich unwissenschaftlich und muss erst durch mehrere unabhängige Studien bewiesen werden, ehe man sie ernsthaft in Erwägung ziehen kann.
    Stellungnahme der Redaktion

    Nicht so viel Sarkasmus bitte. Es wäre zum Beispiel auch denkbar gewesen, dass die heißen Bäder die Affen zwar stressen, aber gegen Parasiten helfen.

  • was ist mit dem Raum?

    05.04.2018, mhwse
    es geht um Teilchen ob man diese besser als Feld (vermutlich) betrachten sollte - um punktförmige Massen (Elektron ..) um Quanten im Kern "Glounen" und Quarks - die durch ihre Eigenbewegung - dort die Masse festlegen.

    Die Frage ist aber hier schon - wird das stillschweigend akzeptiert? - dass die Quarks Teilchen sein sollen, die sich durch den Raum bewegen - und dabei nur Masse vermitteln - ohne Energieverlust.

    Jedes Elektron verliert Energie wenn es im Raum(!) schwingt - das ist Elektromagnetismus - das überträgt Information und ist die Grundlage der Relativitäts-Theorie.

    In der Informatik beschäftigt man sich ja wenig mit Feldgleichungen.
    Dafür aber mit Algebren.

    In vielen Algebren - wird - zuallererst(!) die Dimension in der z.B. Objekte bewegt werden können - festgelegt.

    Anders als der Physiker - offensichtlich - darf der Informatiker den Raum nicht vernachlässigen - muss ihn festlegen - die Granulariät definieren ..

    was ist unterhalb der Granaularität - dürfen Objekte "herausfallen".

    Darf es Objekte geben, die 2 Orte zugleich inne haben?

    in einer "guten" Algebra nicht, denn solche Objekte könnte man nicht mehr einzeln handhaben z.B. einzeln "löschen". (man würde implizit immer beide löschen ..) - in der (Quanten-)Physik (eine Sonderalgebra ..) ist das möglich!

    Was die Physiker immer vernachlässigen: ist die Eigenschaft Raum.
    Man nimmt den Raum als "Gottgegeben" - was in einer Naturwissenschaft einen grundsätzlichen Fehler darstellt.

    Erst wenn man den Raum versteht in dem die Felder wirken - kann man begründen warum die Felder so sind, wie sie sind ..

    Es ist also nicht die Frage, ob oder warum Felder in kleinen Abständen aus dem Rahmen laufen "Grenzwertproblem der Numerik" - sondern, (und das ist eigentlich offensichtlich) - ab welchen Grenzwerten - die Frage nach den in mikroskopischen Abständen weniger werdenden Raumpunkten (Plancklänge! wie ja richtig im Artikel erwähnt ..) die die Berechnung zwangsweise zur Ungenauigkeit zwingen ..

    Wenn man eine bessere (vorhersagbarere) Formelsammlung will, muss man nach der Definitionsmenge für den Raum fanden .. und dessen Algebra erforschen .. ggf. gibt es für Gravitation und (bzw. ist das nur eine andere Art von - Gravitation) dunkle Materie eine Art "Raumdeformation ohne "sichtbare" Teilchen" - dann eine weit bessere Erklärung ..
  • Beinflussung der Masse des Higgs-Teilchens durch die Messapparatur

    05.04.2018, Thomas Reinert
    Hat schon jemand überlegt, ob die Größe und das Format der Messapparate einen Einfluss auf die gemessene Energie der Higgs-Bosonen hatte? "Kleiner" Apparat - kleine Energie. "Großer" Apparat - wie im Artikel beschrieben - große Energie? Könnten Higgs-Teilchen auch in anderen Anlagen gemessen werden, die kleiner als CERN sind? Und wenn ja - welche Energie würden sie da haben? Hat man ggf. schon welche entdeckt aber wegen der Masse an anderer Stelle verortet? Ich bin kein Physiker, aber finde die Teilchenphysik faszinierend genug um auch als Laie in Zeiten der Suche nach Lösungen eine Idee vorzutragen.
  • Verwirrt

    05.04.2018, Michael W
    Ich bin kein Befürworter der Homöopathie und somit verstehe ich Ihre Stellungnahme zu meinem Kommentar nicht. Haben Sie meinen Kommentar verstanden?
    Stellungnahme der Redaktion

    Wir haben nicht verstanden, was Sie mit "Erfolgen" bzw. "teilweise vorhandenen Erfolgen" der H. meinen. Daher ja auch unsere Nachfrage. Eine belegbare Wirksamkeit über den Placeboeffekt etc. hinaus meinen Sie offensichtlich nicht. Was aber dann? Dass die Patienten das oft ausführliche Gespräch beim H. als wohltuend empfinden und dies positive Wirkungen hat? Um das zu erklären, braucht man keinen "gesteigerten Placeboeffekt".

    Mit freundlichen Grüßen, d. Red.