Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Stellungnahme zu "Die antike Mathematik"

    14.11.2014, Peter Jonke
    Im Heft "Spektrum der Wissenschaft" 5/14 wird auf Seite 95 das oben erwähnte Buch vom Rezensent Heinz Klaus Stick sehr gelobt. Ich kann nur der Aussage, dass dieses Buch gute Bilder enthält, zustimmen. Leider sind sehr viele Fehler in Formeln enthalten und die in der Beweisführung gewählten Bezeichnungen (von Punkten, Strecken, Winkeln) passen mit der in den Zeichnungen enthaltenen nicht zusammen. Ich habe den Eindruck, dass die Texte diktiert und nicht immer richtig verstanden wurden. Eine Auflistung von Fehlern in Stichworten bis zur Seite 176 hat bei mir bereits 4 Seiten einer WORD-Datei gefüllt. Weder vom Rezensenten des Verlags noch vom Herrn Strick kann das Buch wirklich gelesen worden sein. Ich hoffe, dass andere Beiträge besser recherchiert bzw. gelesen wurden. Ansonsten finde ich immer viele gute Artikel in jedem Spektrum-Heft!
  • Bei Nebel

    13.11.2014, Gottfried Heumesser
    könnte auch schon eine Infrarot-Kamera helfen. Techniker könnten ja auch außerhalb des menschlichen Spektrums schauen, Wie dabei allerdings die Verkehrzeichen aussehen wäre noch zu erforschen. Eine IR-Kamera würde auch mehr bringen als allfällige Rückfahr-Kameras in diversen "Nobel-Hobeln".
  • Autonome Bahn am "Musterbeispiel" autonomer Autos?

    13.11.2014, Artikelvergleicher
    In dem oben verlinkten Artikel bzgl autonomen Fahren von Autos steht u.a.
    "Aber die wachsende Rolle von Assistenzsystemen berge auch Gefahren, warnen Psychologen: Sie nehmen den Spaß am Fahren und senken damit die Aufmerksamkeit. Der Fahrer der näheren Zukunft muss sein Auto zumindest noch überwachen."

    - Die naheliegendste Folgerung aus der Passage scheint mir ein vom Fahrer zu betätigender Überwachungsmechanismus zu sein, ähnlich wie er aktuell bei Lokführern Verwendung findet ... gegen den sie sich hier aber aussprechen.
    Beißt sich das nicht etwas gegenseitig?


    "Autos fahren schon heute autonom auf der Autobahn, wenngleich vorerst nur im Probebetrieb. Aber technologisch gilt das als gelöst."

    - Unter Optimalbedingungen mag es wohl weitreichend klappen.
    Zum einen äußert sich selbst der von Ihnen verlinkte Beitrag aber selbst etwas kritischer dazu, zum anderen erweckt auch einer der neuesten Artikel hier einen etwas anderen Eindruck:
    http://www.spektrum.de/news/kaum-chancen-bei-regen/1318141
  • Eurosklerosis?

    13.11.2014, Paul R. Woods
    Glückwunsch an ESA und an alle Beteiligten!
    Ist die erfolgreiche Ankunft von Rosetta und die ebenfalls geglückte Landung von Philae nicht der endgültige Nachweis, dass an den von manchen gern angeführten "Eurosklerosis" nichts dran ist? Und das eine Vielzahl von Institutionen aus vielen Ländern dennoch erfolgreich zusammenarbeiten kann?
  • sifa

    12.11.2014, Sifatastendrücker
    Die Sifa nimmt keinen Raum da die Betätigung als automatismus funktioniert. ICE fahren kann jeder da es Technisch einfach ist bzw der Zug immer die gleichen vorhanden Bremshundertstel hat. Könnte auch ein PC da gebe ich ihnen recht jedoch nur im regelmäßigen Bahn Betrieb bei unregelmäßigen wohl kaum realisierbar. Fahren sie doch mal im Güterverkehr mit auf einer Baureihe 232 (Bestand aus der UdSSR) mit einem Kesselzug. (Bei einem beladenen Kesselzug versagt auch bei Neubau Lokomotiven die AFB weil es die Technik nicht schafft. Der Tf schon). Und eine U-Bahn mit der normalen Bahn zu vergleichen ist eine Unsitte
  • Falsche Zahlen

    11.11.2014, Walter Reich
    Der Vorteil von Ebola ist, dass es erst im Endstadium der Krankheit wirklich richtig ansteckend ist. Dann aber richtig. Deshalb infizieren sich vorallem die Menschen die den Kranken pflegen oder transportieren. Deshalb ist die Ansteckungsrate auch so gering. Lustig ist, dass die Model mit ganz falschen Zahlen erstellt wurden. Es gibt nämlich einen Unterschied zwischen der Gesamtmenge aller Infizierten und der aktuell Infizierten. Die Zahl der aktuell Infizierten beträgt nämlich nicht 13.000, sondern etwa 500-1.000 (offiziell erfasste). Wobei diese Infizierten für die Berechnung nur eine untergeordnete Rolle spielen, weil die meisten von diesen offiziell registrierten Infizierten ja bereits in einer Ebola-Krankenstation versorgt werden und somit weit unter der 1,5er Ansteckungsrate liegen sollten. Gehen wir davon aus, dass die Dunkelziffer 2x so hoch ist, also etwa 1.000 Infizierte, dann brauch es noch eine ganze Weile bis wir bei 47.000 aktuell Infizierten ankommen (Ansteckungsrate x1,5 und Inkubationszeit 10 Tage). Letztlich hilft so oder so nur der Impfstoff.
  • Quelle surprise...

    11.11.2014, S. Hancker
    Wer hätte das gedacht. Wenn Menschen zu einem Wahrsager gehen, nimmt Sie - zu Recht - niemand ernst. Aber wenn Menschen ihre Vorhersagen über die Zukunft auf Berechnungen stützen und mit Fachbegriffen aus Pseudowissenschaften um sich werfen, dann soll man diese ernst nehmen? Wohl kaum. Schön sind auch immer derartige Vorhersagen, wenn die Autoren noch anfügen "Wenn alles so bleibt..." - wann ist denn mal alles so geblieben wie es gerade ist?

    Derartige Studien mögen fachlich korrekt ausgeführt sein und ich möchte auch nicht bezweifeln, dass sich die entsprechenden Wissenschaftler etwas bei ihren Modellen gedacht haben und damit versuchen wollten, die Öffentlichkeit besser auf das vorbereiten zu können, was eventuell auf sie zu kommt. Aber diese Studien kann man als denkender Mensch doch nicht ernst nehmen. Niemand kann voraussehen, wie sich solche Krankheiten verbreiten, niemand kann absehen, wie gut oder weniger gut Hilfsmaßnahmen greifen oder nicht (oder gar welche Hilfsmaßnahmen überhaupt ausgeführt werden) - es ist schlicht unmöglich. Und selbst wenn dann ein Vorhersageergebnis eintritt - die Ebola Epidemie ist das perfektes Beispiel: Bei derartig vielen Vorhersagen mit derartig verschiedenen Ausgangsszenarien ist es dann auch kein Wunder, wenn ein Ergebnis die Realität trifft. Auch im Lotto gewinnt immer mal wieder ein Teilnehmer...
  • Woher kommt das Eisen?

    11.11.2014, Alex. Lokowand
    Um wirklich einen Effekt auf das Klima zu erzeugen, müssen gigantische Mengen Eisen für die "Düngung" verwendet werden. Woher soll dieses Eisen kommen? Laut Wikipedia ist Eisensulfat ein Abfallstoff der chemischen Industrie. Geht es hier wirklich um das Klima / die Wissenschaft? Oder soll ein Abfallstoff billig verklappt werden?

  • Sifa

    11.11.2014, Sifatastendrücker
    Netter Beitrag der doch wieder einmal beweist wie wenig über den Beruf des Tf bekannt ist. Dazu sollte man auch betrachten wie viele Richtlinien und Konzern Richtlinien bzw Weisungen sich ständig im Kopf eines Tf "befinden" Was mehreren hundert 100 Vorschrift sind (z.b 408, 301, 915.01, 936.95 um nur ein Bruchteil zu nennen) . Sonst wäre es wohl keine 3 jährige IHK Ausbildung zum EiB l/t wenn man nur ein pedal bedienen muss. Nebenbei zur Verdeutlichung: Die Sofa muss im Vorbereitungsdienst je nach Bauart und Tfz Art geprüft werden. Aber halt ich habe vergessen das der Tf nur einen Sicherheitsfahrschalter bedient und sonst glotzt. Das aber scheinbar immer noch mehr Arbeit darstellt als dieser schlechte Bericht.
    Antwort der Redaktion:
    Lieber Herr, liebe Frau...,

    es ist nicht meine Intention, den Beruf des Lokführers zu diskreditieren. Ich weiß sehr wohl, dass viel Verantwortung auf Ihnen lastet. Dass die Technik diese Aufgaben übernehmen kann, bedeutet ja nicht, dass Sie profan sind. Im Gegenteil. Ich hatte übrigens vor einiger Zeit die Gelegenheit, für eine Recherche eine Tag lang im Führerstand eines ICE mitzufahren und weiß von daher, wie viel Raum diese Sicherheitsfahrschaltung im Alltag eines Lokführers einnimmt.

    Mit freundlichen Grüßen
    Eva Wolfangel
  • Deutschland zappelt schon in dieser Falle

    10.11.2014, Hoffmann
    Viele (nicht alle!!!) bayerischen Jungingenieure (FH-Absolventen) können keine Bruchrechnung und keine Gleichungen auflösen. Stellt man ihnen eine Dose mit Ravioli hin und fragt wieviel Blech man dafür braucht, wird man fassungslos angeschaut. An einer vergleichbaren Prüfungsaufgabe im Masterstudium einer bayerischen FH ist die Mehrzahl der Teilnehmer gescheitert.
  • Kartographie

    10.11.2014, Paul
    Wie habe ich das zu verstehen: "Hinter den mysteriösen Quantenphänomenen auf mikroskopischer Ebene stecken Kollisionen von Welten mit klassischer Physik"?
    Demnach liefert mir also der Blick auf die Quantenwelt eine Übersicht über bzw. Vorgangsbeschreibung des Verhaltens von Welten im Sinne von Paralleluniversen???
  • Plural von Penis

    08.11.2014, Dr. Bernd Krause
    Die Reduzierung "von zwei auf eins" war eine evolutionsbiologischer Vorgang, den wohl niemand wirklich beeinflussen konnte. Bedauerlich ist allerdings, dass neben dem zweiten Geschlechtsteil inzwischen auch dessen ursprüngliche verbale Pluralform zu verschwinden scheint. "Penes" wäre hier sicherlich angebracht, auch wenn "Penisse" inzwischen (leider) im Duden als korrekte Alternative angeboten wird.
    Klar, auch Sprache entwickelt sich, aber von "Kaktussen" will ja auch niemand was wissen...
  • Riesenviren schon früher bekannt

    06.11.2014, Rolf Michel und Dieter Müller, Melsbach
    Mit großem Interesse haben wir den Artikel von Johannes Sander mit dem Titel "Virengiganten aus dem Permafrost" gelesen. Was wir allerdings bei der Lektüre vermisst haben, ist die Tatsache, dass derartige morphologisch identische Riesenviren bereits wesentlich früher in Deutschland entdeckt und morphologisch ausführlich beschrieben wurden - ohne damals ihre Identität als Riesenviren benannt zu haben (Hoffmann et al. 1998; und Scheid et al. 2003). Diese damaligen Befunde wurden auch von den französischen Autoren Philippe et al.,(2013) sowie Legendre et al. (2014) zitiert und gewürdigt. Deshalb ist es für uns nicht nachvollziehbar, wenn diese frühen Entdeckungen in Deutschland in der deutschsprachigen Ausgabe des "Scientific American" übersehen wurden.
  • Melanchthon, Osiander und Kepler

    06.11.2014, Gerhard Ackermann, Berlin
    In dem Artikel spielen die oben genannten Wissenschaftler des 16. und 17. Jahrhunderts eine bescheidene oder gar keine Rolle. Dabei sind sie zum Verständnis sehr wichtig.
    Melanchthon, Professor unter anderem für Theologie und Astrologie in Wittenberg war über die Theorie Kopernikus' sehr erbost und nannte ihn einen "unverschämten Neuerer". Melanchthon blieb in seinen Vorlesungen über Astronomie bei dem alten geozentrischen System. Osiander schlug vor, ein Vorwort zu Keplers Werk zu schreiben, in dem er sinngemäß darstellte - ohne seinen Namen zu nennen -, dass es sich bei dem Werk um eine neue Methode zur einfacheren Berechnung der Planeten-Ephemeriden handele, aber nicht um ein neues Weltbild. Da Osiander seinen Namen nicht daruntersetzte, musste jeder Leser annehmen, dass dieses Kopernikus' Meinung war.
    Kepler wurde von Brahe eingestellt, um aus dessen sehr genauen Beobachtungen mit Hilfe der kopernikanischen Theorie die Ephemeriden der Planeten noch einmal zu berechnen, wobei vor allem der Mars "nachgerechnet" werden sollte. Die bisher gefundenen Abweichungen zwischen Theorie (Kopernikus, Kreisbahnen) und Beobachtung durch Brahe waren zu groß. Die Zusammenarbeit währte nur kurz, weil Brahe 1600 starb. Kepler aber forschte mit dem Material Brahes weiter. 1609 veröffentlichte Kepler (lange von der Familie Brahes daran gehindert) die Ergebnisse in der "Astronomia nova". Er ersetzte die Kreisahnen durch Ellipsen. Das führte zu dauerhaft guten Ephemeriden. Das geozentrische System war endgültig etabliert.
  • Wir sind nicht untergegangen :)

    06.11.2014, Eli
    Es leben immer noch Millionen assyrer auf der Welt :)
    Antwort der Redaktion:
    ... und das ist auch gut so! ;-)

    (Natürlich war das alte Assyrer-Großreich der Antike gemeint ...)

    Allerbeste Grüße an alle Überlebenden - übrigens auch die Maya! - in der Welt,

    Jan Osterkamp,
    Redaktion Spektrum.de