Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Bei ´Zeitreise´ geht nur die Uhr anders

    27.02.2016, Kinseher Richard
    Der Astronaut Sergei Krikaljow ist nach Berechnungen der Relativitätstheorie 1/48 Sekunde weniger gealtert als ein Mensch auf der Erde. In der Sprache der Physik wäre dies eine ´Zeitreise´.
    Wenn Zeit eine echte Dimension wäre - dann hätte er eigentlich aus der Gegenwart verschwinden müssen! Da er aber nicht verschwand, ist dies ein Beleg dafür, dass bei schnellen Bewegungen im All nur die Uhren anders gehen.
    Dass sich bei hohen Geschwindigkeiten im All nur die Ganggeschwindigkeit der Uhren verändert, kann man auch an den GPS-Satelliten erkennen: Deren Uhren müssen dauernd nachgestellt werden, damit die Position von Objekten auf der Erde richtig berechnet werden kann.
  • Ich verstehe die ganze Aufregung nicht.

    27.02.2016, E.Bieski
    Jeder Bürger mit nur annähernd normalem Kenntnisstand muss doch mit bekommen, dass interessierte Kreise laufend versuchen angeblich wissenschaftliche Erkenntnisse jeder Art zur Manipulation von uns als Käufer,
    ja sogar ganzer Wähler-Scharen usw. zu nutzen. Als Helfer dienen dazu dann Medien, oft auch noch Politiker mit bestimmten politischen Interessen. Diese alle verfügen aber kaum über ein erforderliches spezielles Wissen, noch über einen genügenden Zeitrahmen, um entsprechende genauere Recherchen und oft auch erforderliche Gegenmeinungen vor Veröffentlichungen einzuarbeiten. Auch die tiefe Einsicht all unserer Bundestagsabgeordneten, wie in einem vorherigen Beitrag hier beschrieben, bleibt zumindest manchmal zu hinterfragen. Wer ist schon allwissend? So werden dann Teilwahrheiten, sogar Unwahrheiten und unbewiesene Sichtweisen Einzelner in eine sensationshaschende Welt, als unumstößliche Wahrheit entlassen. Dort dann von einer noch viel weniger wissenden und an die Unfehlbarkeit der Presse glaubenden und beeinflussbaren Menschenmasse und oft ohne Diskussion vereinnahmt. Schlimm wird es besonders dann, wenn nicht nur wenige ökonomische, sondern fragwürdige und weitreichende politische Interessen und Entscheidungen dadurch sehr schnell umgesetzt werden sollen. Beispiele mit zum Teil verheerenden Folgen politischer Fehlentscheidungen haben wir genug davon bereits hinter uns. Leider ist eben auch eine Demokratie von bestimmten und nicht immer demokratischen Interessengemeinschaften gezeichnet. Eigentlich sollte ein jeder davon ausgehen, dass besonders im zunehmend digitalem Zeitalter, nur Selbst erlebtes noch eine annähernd für ihn unumstößliche Wahrheit abbilden kann und alles andere immer mehrfach zu hinterfragen ist.
    Das aber nun gerade beim angeblich wissenschaftlich erkennbaren Vergiften von Bier in Deutschland eine größere Resonanz erkennbar wird, hat wohl eine besondere Bedeutung.
    Chemiker behaupten ja, alles was der Mensch sich zuführt ist Gift. Ob es als solches wirkt, ist immer von der Menge abhängig.
    Darum Prost bei Einem guten Bier!
  • Philip Hummel

    26.02.2016, Rüdiger Cordes
    Die Frage, ob Glyphosat nu gefährlich ist oder nicht, lasse sich erst nach eventuellen Zulassung entscheiden? Ich glaube, als Einschätzung, wann eine allseits anerkannte Einigkeit über Glyphosat eintreten könnte, ist das durchaus realistisch.

    Aber für eine Zulassung sollte die Reihenfolge andersherum sein: erst Klarheit und dann Zulassung. Sollte doch bei den vorliegenden seriösen Untersuchungen nicht schwierig sein, oder?

    Es reicht ein Bier, wenn darin Glyphosat in besorgniserregender Menge gefuden wird, dann ist dem nachzugehen! Und bei 14 Bieren ist allein durch die verschiedene Herkunft wohl eine deutliche Aussage gegeben, dass entweder alle 14 Biere manipuliert wurden oder in Deutschland flächendeckend von einer Belastung auszugehen ist.

    Ich weiß nicht, wo der Autor seine Kindheit verbracht hat. Vielleicht in der Großstadt. Zu meiner Zeit gab es in dem Dorf, 9n dem ich lebte, braunes Wasser in den Gräben. Ursache: unzählige Wasserflöhe, die Nahrung ebensovieler Stichlinge waren. Gehe ich heute an diesen Ort, wohlgemerkt ein Schutzgebiet, dann ist dort, obwohl die Landschaft nicht verändert wurde, kein einziger Fisch mehr im Wasser! Braun ist es nach wie vor, aber jetzt wegen Braunalgen.

    Also: bevor man schreibt, das Maß an Beschäftigung mitbringen, dass man der Studie des Umweltinstitutes abspricht! Nicht das Umweltinstitut muss nachweisen, dass jeder Bürger nach dem Konsum von diesem Bier innerhalb eines Jahres zuverlässig stirbt, sondern Studien von Monsanto müssen nachweisen, dass es bei keinem Menschen so ist.

    Das Umweltinstitut ist das Resultat von Vorgängen, die gegen den Souverän in Deutschland gerichtet sind. Und das ist das Volk. Die Atomindustrie ist nicht in der Lage, Endlager vorzuweisen. Die Politik auch nicht. Was ist denn da falsch gelaufen?

    Giftcocktail von Dioxinen in Xylamon. Versehen des Herstellers? Unwissenheit?
    Da Ihr Alter sicher unter meinem liegt, empfehle ich Ihnen den Gebrauch einer Suchmaschine. Ich selbst hatte 7 Jahre lang Nasenbluten. Dann habe ich ein anderes Zimmer bewohnt. Ergebnis: kein Nasenbluten. Wissenschaftliche Aussagekraft gegen null, weil statistisch nicht ausreichend abgesichert. Aber als Indiz, woran es gelegen haben dürfte, mir persönlich vollkommen ausreichend.

    Wann fängt die Polizei an, eine verdächtige Person zu vernehmen? Wenn alle sagen, das ist der Täter, oder wenn es einen einzigen Hinweis darauf gibt?

    Und wenn Sie schon die Suchmaschine bemühen: DDT wäre auch zu empfehlen.
    Hersteller? Finden Sie es raus. Grundlage der Zulassung? Finden Sies raus. Hersteller? Tipp: der Name beginnt mit M. Zumindest ist diese Firma der Nachfolger.
  • Visuelle Reisen in die Vergangenheit sind möglich

    26.02.2016, Ich
    Ein Blick in unsere eigene Vergangenheit ist möglich, wenn auch technisch etwas schwierig. Gesetzt der Fall, man installiert in einem Lichtjahr Entfernung einen entsprechend großen Spiegel, der so ausgerichtet ist, dass er die Position der Erde vor zwei Jahren spiegelt, so kann man heute das Spiegelbild der Erde von vor zwei Jahren beobachten. Installiert man einen passend ausgerichteten Spiegel in 100 Millionen Lichtjahren Entfernung könnte man also die Erde zur Zeit der Dinosaurier beobachten.
  • Glyphosat im Bier - die Klickmaschine

    26.02.2016, Gerhard Füchsle
    Lieber Herr Hummel,
    ihre (gespielte) Empörung ist doch genau das was Sie anprangern. Erzeugen von Klicks indem Sie auch auf diesen Zug springen.
    Das Münchner Umweltinstitut hat doch genau dargelegt wie und was getestet wurde und erhebt gar keinen Anspruch auf eine "wissenschaftliche" Studie. Ihr Artikel ist bringt leider keine neuen Aspekte in diese Diskussion, aber Hauptsache "Klicks".
    Und natürlich steht jetzt die Abstimmung an und klar war das taktisches Kalkül. Was ist daran so verwerflich? Die Gegenseite (Monsanto und seine Lobbyisten) kämpft doch auch mit harten Bandagen und allen möglichen Tricks.
    Ich persönlich finde - ungeachtet der genauen Bewertung wie schädlich Glyphosat für unsere Umwelt ist - dieses Gift hat auf unserem Planeten nichts verloren und wer braucht es außer Monsanto?
    Reden Sie mal mit Biobauern oder Imkern. Warum ist denn - Gott sei Dank - der Grenzwert für Wasser so niedrig? Und wie will man denn krebserregende Stoffe genau dingfest machen? Es ist doch oft die Summe aller Belastungen und Glyphosat ist ein Mosaiksteinchen auf das die Menschheit vollkommen verzichten kann.
    Aber gut, ich bin seid Jahren begeisteter Spektrum Leser (Magazin, Online Newsletter) aber in letzter Zeit merke ich immer mehr einen Abfall an Qualität, wenn gedrucktes von Redakteuren kommt. Aber das ist wohl der Schnellebigkeit unserer Zeit und den "Klicks" geschuldet.
    An dieser Stelle möchte ich allen, die Interesse haben wie Entscheidungen im Parlament zustande kommen das Buch von Roger Willemsen "Das Hohe Haus" ans Herz legen. Die analytische Schärfe und der Umgang mit deutscher Sprache dieses leider viel zu früh verstorbenen deutschen Autors sollte die Meßlatte vieler redaktioneller Beiträge darstellen - sie ist hoch.
  • Aha, Tetmethode ist Müll...

    26.02.2016, Peter Frei
    ... und daher (wahrscheinlich) kein Glyphosat in "bedenklichen" Konzentrationen im Bier (wenn ich den Autor richtig verstehe) und die Studie damit ausschließlich Agitation.
    Die Studie ist Agitation? Na und? Sie dient der Sensibilisierung für eines der größten Probleme der modernen Ökologie, na und? Der Autor kann mir auch nicht schwören, dass die Ergebnisse der Studie nicht reproduzierbar sind - er bemängelt lediglich die Qualität.

    Der Autor hat sich mutmaßlich in nur geringem Maße mit der Geschichte der Glyphosatzulassung und der besonderen Rolle des BfR befasst. Kann der Autor eine Studie des BfR zu Glyphosat benennen, die auf BfR-eigenen direkten Untersuchungen beruht und nicht allein auf Metastudienbasis (der Autor darf gern die Herkunft der Usprungsstudien umfassend recherchieren) zusammen gebastelt? Hat sich der Autor auch mit den sonstigen Studien zu Glyphosat kritisch auseinandergesetzt? Wahrscheinlich nicht.
    Glyphosat ist eines der größten ökologischen Probleme, die wir in unserer intensiven Landwirtschaft derzeit haben.Daran ändert sich auch dann nichts, wenn Bier mit Glyphosat saufen Leberschäden minimiert - wird noch kommen die Gegenstudie - abwarten ;-).

    Meine Sicht:
    1.) Zu Glyphosat existieren äußerst unterschiedliche Studien in Bezug auf potenzielle Gesundheitsgefährdung. Der größte Teil dieser Studien ist "lobbygeprägt" da unmittelbar oder mittelbar von Firmen beauftragt, die vom Glyphosateinsatz leben, natürlich auch Monsanto. Die WHO-Studie benennt Glyphosat als wahrscheinlich krebserzeugend. Wenn das BfR allein auf Metastudienbasis (siehe oben) das Risiko als "kalkulierbar" einschätzt, zeugt dies lediglich von einer Hybris, die möglicherweise behandlungsbedürftig ist.

    2.) Glyphosat wäre das erste Pflanzenvernichtungsmittel, welches im Laufe seiner "Karriere" nicht irgendwann als massiv gesundheitsgefährdend eingeschätzt würde. Insofern wäre es erstaunlich, wenn es nicht in Kürze dahingehend einen Durchbruch gibt. Die Statistik der Pflanzenvernichtungsmittel gibt Glyphosat also keine guten Chancen.

    3.) Es ist mehr als unwahrscheinlich, dass im Braumalz aus konventionellem Anbau keine Glyphosatrückstände zu finden sind. Das gilt insbesondere dann, wenn die Witterung des Gerstenproduktionsjahres zu einem Einsatz von Roundup als Reifebeschleuniger geführt hat, wie im letzten Jahr großflächig passiert. Somit ist die Studie wenig überraschend und durchaus glaubwürdig.

    4.) Die Ergebnisse der langjährigen regelmäßigen Prüfung des Braumalzes auf Glyphosatrückstände seitens der Brauereiunternehmen hat der Autor scheinbar eingesehen. Kritisch hinterfragt hat er diese jedenfalls nicht.

    5.) Jeder Veröffentlichungszeitpunkt von (pseudo-)wissenschaftlichen Studien mit politischer Breitenwirkung ist politisch motiviert, es sei denn, es handelt sich um z.B. jährlich wiederkehrende Studien. Insofern sehe ich da nichts verwerfliches.

    6.) Die Studie dürfte eine ähnliche wissenschaftliche "Qualität" haben, wie die Untersuchungen der Stiftung Warentest - mithin ausreichend, um einen Anfangsverdacht zu benennen und zu sensibilisieren.

    7.) Selbstverständlich haben alle abstimmenden Mitglieder des Bundestages tiefe Einsicht in die komplexen Zusammenhänge der Glyphosatanwendung und die Auswirkung dieses Wundermittels auf die menschliche Gesundheit und sind keinesfalls durch irgendwelche Lobbyisten beeinflusst. Die Abgeordneten haben ein reines Gewissen und korrekt entschieden. Das hat der Autor vergessen zu erwähnen.
  • Messung des Glyphosat Gehalts in der Muttermilch hat das grüne Labor gelogen

    26.02.2016, Hans Brandl
    Die Notwendigkeit der Angabe des Labors bei Meldungen die aus der grünen Medien- und Empörungsmaschine stammen, ist deshalb notwendig weil diese sich sehr oft als nachweisbar manipuliert oder verlogen herausstellen. Das ist besonders aus der Angstkampagne der Grünen-Partei zu Glyphosat in der Muttermilch zu erkennen. Dies vor allem weil es gleichzeitig sehr einfach und niederträchtig ist , bei schwangeren Frauen Angst zu erzeugen. Bereits einige Wochen nach dieser verdammenswerten grünen Hetze konnte man in den einschlägigen Qualitätsforen und auf der Webseite der BfR nachlesen, dass Messwerte wie die behauptet bei Auflösungen gemäß ELISA in Fettemulsionen nicht möglich sind . Wie aus der Beschreibung des verbesserten Messverfahrens hervorgeht, hat das entsprechende Labor im Auftrag der Grünen ganz einfach und penetrant gelogen. ( Analytica-world.de, 25.02.2016, J. Agri. Food Chem.; January 25, 2016; just accepted manuscripts).
    Der Unterschied zum BfR ist der, dass das BfR in der Fachwelt Vertrauen geniesst und einen Ruf zu verlieren hätte, der Ruf der grünen Hetzer aber insbesondere bei deren Anhängern gefestigt ist.
  • Jenseits der Aufregung um Glyphosat-Konzentrationen in Nahrungsmitteln...

    26.02.2016, Jared J. Myers
    ... möge man die reguläre Anwendung dieses Herbizids betrachten und daraufhin abschätzen, wie nützlich oder schädlich für die Menschheit es ist. Sein Einsatz tötet jede Pflanze, es sei denn, sie trüge ein Resistenzgen. Eben diese Kombination massiver Herbizideinsatz / Einsaat transgener Nutzpflanzen sorgt für eine Vielzahl ökologischer Probleme aufgrund der sich ausbreitenden Monokulturen z.B. in Argentinien und Brasilien. In einer Zone, die auf diese Art und Weise bewirtschaftet wird, ist es aufgrund der Verdriftung und Wasserkontamination durch Glyphosat nicht möglich, auf seinen eigenen paar Hektar z.B. einen Gemüsegarten anzulegen.
    Die vom Hersteller angegebenen Halbwertszeiten waren bisher maßgeblich für den großflächigen Einsatz, denn ein Herbizid, welches nach wenigen Wochen praktisch zu 100% mineralisiert ist, kann keine dauerhaften Schäden (über die Abtötung sämtlicher Pflanzen hinaus) mehr bewirken. Die vom Umweltinstitut München beschriebenen Konzentrationen in Nahrungsmitteln belegen jedoch, dass Glyphosat zumindest in einigen Milieus länger konserviert wird - ein Umstand, der nach unabhängiger Falsifikation oder Bestätigung - und in diesem Zusammenhang nach einer Neubewertung ruft.
  • Resistenz gegen Genmais - die Natur kann es besser

    26.02.2016, Rainer Mache
    Unter natürlichen Bedingungen bedient sich der Mais eines viel intelligenteren Verfahrens: Er sendet Duftstoffe aus, die Nematoden anlocken, und diese Nematoden bohren sich in die Käverlarven. Die Landwirtschaft der Zukunft (oder besser die Landwirtschaft mit Zukunft) sollte die Natur nachahmen und nicht die Natur immer stärker unter Druck setzen, wie das im Augenblick geschieht. In der Natur gibt es keine Schwarzbrache; in der Natur gibt es keine Monokulturen; in der Natur gibt es keine Pflüge; in der Natur gibt es keine tierfreien Äcker; in der Natur gibt es keine Totalherbizide; in der Natur gibt es keine tonnenschweren Erntemaschinen. Die besseren Konzepte können Sie auf meiner Homepage ich-mache-boden-gut.de nachlesen.
  • Zeitreisen sind nicht möglich

    26.02.2016, Kinseher Richard
    1) der Buddhismus seit 2500 Jahren und Bischof Augustinus (im Buch ´Bekenntnisse´) vor 1600 Jahren - gehen davon aus, dass es weder Zukunft noch Vergangenheit gibt - und die Gegenwart nur eine imaginäre Grenzlinie, ein Übergangszustand ohne Dauer ist.
    Damit stellt sich schon das erste Problem: Wohin kann man denn überhaupt reisen, wenn es nur die imaginäre Gegenwart gibt?

    2) Zeit ist relativ bzw. für die Physik ist ´Zeit´, was die Uhr anzeigt. Oder anders gesagt: Wenn ich es schaffe, die Taktgeschwindigkeit des Uhr-Pendels zu verstellen, dann vergeht die Zeit auf dieser Uhr anders - und im physikalischen Sinne wäre dies dann eine Zeitreise. (Wer noch einen mechanischen Wecker hat, kann auf der Rückseite die Pendelgeschwindigkeit mit ´+´- ´-´ verstellen - und dadurch eine Zeitreise machen. )
    Und dies ist das zweite Problem: Wenn Zeit nur dadurch ´relativ´ wird, weil man die Ganggeschwindigkeit der Uhr verstellt, dann beruht die Idee der ´Zeitreise´ nur auf einem Denkfehler.
    Bischof Augustinus schrieb dazu schon vor 1600 Jahren in seinem Buch ´Bekenntnisse´, 11. Buch, Kapitel 18: "Wenn zukünftige und vergangene Dinge sind, dann will ich wissen, wo sie sind. Kann ich das jetzt noch nicht, dann weiß ich doch, dass sie dort, wo immer sie sein mögen, nicht zukünftig oder vergangen, sondern gegenwärtig sind. Denn wenn sie auch dort zukünftig sind, sind sie noch nicht dort, und wenn sie dort vergangen sind, sind sie nicht mehr dort. Wie immer sie also sind, was auch immer sie sind. sie sind nur als gegenwärtige." (Zitat aus Augustinus, Bekenntnisse, Reclam ISBN: 978-3150027929)
  • Glyphosat im Urin - ist doch ein gutes Indiz

    26.02.2016, Micha
    @Martin Ziebell
    Wenn Glyphosat im Urin nachweisbar ist (und das ist es zweifellos), ist es doch ein gutes Indiz dafür, dass es zumindest für den Menschen vermutlich relativ ungefährlich ist. Das unveränderte Vorhandensein eines Stoffes in Stoffwechselendprodukten bedeutet nämlich, dass der Körper diesen nicht matabolisiert hat. Bedeutet unterm Strich, dass das Glyphosat im Körper einfach nur auf 36,5°C aufgewärmt wird und dann den Körper unverändert wieder verlässt.
    Theoretisch wäre es möglich, dass Glyphosat katalytisch wirken könnte - tut es aber nach derzeitiger Kenntnis nicht.

    Sorgen würde ich mir allerdings machen, wenn man im Urin Stoffe nachweisen würde, die auf eine Metabolisierung des Glyphosats hinweisen würden.
    Das ist glücklicherweise nicht zu erwarten, da Glyphosat sehr dezidiert auf einen Matabolismus zugreift, den es ausschließlich bei Pflanzen gibt.

    Nichtsdestotrotz bin ich natürlich der Ansicht, dass der Einsatz von Pestiziden und Herbiziden drastisch eingeschränkt gehört. Insbesondere bei Glyphosat, was ein sehr stark wirksames und vor allem auch unselektives Herbizid ist. Profan ausgedrückt killt Glyphosat einfach alles was irgendwie nach Pflanze aussieht.

    Der Punkt bei Glyphosat ist aber eigentlich ein ganz anderer. Die Firma, die das Zeug auf den Markt gebracht hat und m.W: auch die Patente darauf hält, ist nicht unbedingt für eine besonders ethisches Geschäftsgebahren bekannt geworden. Monsanto ist beispielhaft für eine besonders perverse Auslegung eines kapitalorientierten Geschäftmodells und somit nicht ganz zu Unrecht am Pranger.
    Mit dieser Firma und ihren Produkten kann man sehr plakativ auf Fehlentwicklungen in der Agrarindustrie hinweisen und - leider - auch sehr viel Stimmung verbreiten.

    Glyphosat ist, nach allem was man derzeit weiß (und man weiß über Glyphosat vergleichsweise viel, da schon seit vielen Jahrzehnten im Einsatz ist) zumindest für Mensch und Tier vermutlich relativ ungefährlich. Wie gesagt, nur für Mensch und Tier, für den Rest der Umwelt ist das Zeug ne Katastrophe und gehört schon deshalb, wenn nicht verboten, dann mindestens äußerst stark reguliert.

    Jetzt Glyphosat im Bier?
    Ja, total schrecklich.
    Im Bier sind zwischen 3,5-6% Alkohol. Ein erwiesenermaßen krebserregendes, hoch toxisches Nervengift mit sehr hohem hohem Suchtpotential.
    Das hindert die Leute nicht daran, sich jeden Abend literweise Bier in den Hals zu kippen. Dass man nun, oh Wunder, auch Glyphosat im Bier gefunden hat, reitet auf einer Hysteriewelle, um auch mal in die Medien zu kommen. Vor lauter Nazis kann man sich ja zur Zeit kaum noch medial Gehör verschaffen...
  • Glyphosat im Bier

    26.02.2016, Martin Ziebell
    Sehr geehrter Herr Hummel,
    wenn Sie das vorgehen des Umweltinstituts München als unseriös beschreiben, weil das Labor aus ersichtlichen Gründen nicht genannt wird, dann müssen Sie auch die Studie des BFR für unseriös halten, denn die BfR gibt für Ihre Beurteilung von Glyphosat ihre Quellen ebenfalls nicht preis. Obwohl das BfR kein Risiko eingeht Aufträge zu verlieren. Obwohl die Einschätzung des BfR eine riesige Tragweite hat, nämlich dass die nächsten 10 Jahre dieses Gift weiter auf unsere Böden ausgebracht wird. Hier (!) sollte man totale Offenheit und Veröffentlichung der Quellen anmahnen. Das Umweltinstitut hat einen "ist"-Zustand festgestellt, der jederzeit nachgeprüft werden kann und dieser ist erschreckend. Fest steht damit, dass Glyphosat entgegen der gängigen Behauptungen der Industrie nicht nach 2-3Wochen zerfällt und sich in unserer Nahrungskette in erheblichen Maße verteilt hat. Testen Sie doch einmal Ihren Urin!
  • Audiocast zum Thema: "Gibt es außerirdisches Leben?":

    26.02.2016, Volker Hoff
    Ich empfehle zu diesem Thema den sehr interessanten Audiocast Folge 505 des ComputerClubs2 zum Sonderthema "Gibt es außerirdisches Leben?":

    http://www.cczwei.de/index.php?id=issuearchive&issueid=596#a983
  • Der Referenzwert des Wassers taugt für Lebensmittel nicht

    26.02.2016, Bernhard Keim
    Wasser ist das am strengsten überwachte Lebensmittel in Deutschland, aber seine Grenzwerte taugen nur bedingt um die Güte anderer Lebensmittel zu testen. Jedes Mineralwasser müsste aus dem Handel gezogen werden, wenn man nur noch die Grenzwerte des Wassers gelten ließe. Natriumcholrid, gemeinhin als Kochsalz bekannt, ist halt nun einmal Bestandteil in den meisten Wässern. In geringen Dosen notwendig, in hohen Dosen tödlich. Dasselbe trifft aber aber auf die meisten Stoffe zu. Die alte Weisheit, dass die Dosis das Gift macht, wurde hier ausser Kraft gesetzt.
    Lebensmittel ohne antimikrobakerielle Stoffe sicher zu machen, ist fast unmöglich. Lieber Chlordioxid, als Keime auf dem Hühnerfleisch. Lieber Herbizide, als Mutterkorn im Getreide etc. Natur pur ist nicht immer ganz so bekömmlich, wie mancher dies mit oft religiöser Inbrunst behauptet.
  • Substitution

    26.02.2016, Dirk Patze
    Das es wirklich dazu kommt, dass sich Lobbyisten über Lobbyarbeit aufregen. Die Chemie- , Pharma- und Lebensmittelindustrie inkl. Landwirte machen natürlich NIEMALS Lobbyarbeit... und falls doch, sind sie dabei immer ehrlich, zuvorkommend und moralisch aufrecht!

    Wirklich erstaunlich, dabei ist durch den Nachweis eben auch die Langlebigkeit des Wirkstoffes in den Expositionspfaden nachgewiesen. Da sollte doch im Rahmen des hochwertigen QMs, das unsere Wirtschaftsprimaten .. Verzeihung --- Prioren durchführen die Frage auftauchen, inwieweit sich das direkt in die Umwelt abgegebene Gift über mehrere Expositionspfade zurück in den Menschen begibt, und wie es sich verhält nachdem es schnell wieder ausgeschieden wurde. G. ist nur langsam biologisch abbaubar. (2% in 28d) Wenn Glyphosat in den Kreislauf in der Umgebung des Menschen, der Pflanzen und der Nutztiere gelangt, wie wird ausgeschlossen, dass nicht durch einen kontinuierlichen Rückfluß über Gülle / Substratausbringung, Abwassereinleitung usw. nicht ein dauerhaft erhöhter Spiegel an Glyphosat und seiner Abbauprodukte im Körper gehalten wird, da Spuren von G. dann auch in (unbefleckten) Lebensmitteln auftauchen können? Ein erhöhter Spiegel, der bedingt durch die Wirkung von G. neben der potentiellen Karzinogenität auch zu einem Mangel der Spurenelemente Mangan und Kobalt führen kann (http://gmoevidence.com/wp-content/uploads/2013/09/Glyphosat-D%C3%A4nemark.pdf). Vielleicht nicht beim 40 jährigen gut genährten Lobbyisten, aber wie sieht es mit Kleinkindern oder Senioren aus?