Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Ein anderer Weg

    10.01.2018, U. Geiß
    Wieso haben wir denn diese Altersgrenzen?

    Ich gehe mal davon aus, das man bei der Festlegung der gesetzlichen Altersgrenzen die normale körperliche, geistige und soziale Entwicklung vorausgesetzt hat.
    Daher prüfen z.B. die Gerichte bei Prozessen auch, ob die Entwicklung dem Alter entspricht und Jugend- oder Erwachsenen-Strafrecht anzuwenden ist.

    So könnte in Zweifelsfällen die geistige und soziale Reife begutachtet und auf die sowieso ungenaue physische Altersbestimmung verzichten werden.
  • Das falsche Problem

    09.01.2018, Robert Orso
    Das Problem ist nicht, dass es notorisch schwer ist, das genaue Alter einer Person festzustellen. Das Problem ist, dass an dieser eigentlich wenig aussagekräftigen Zahl wichtige Entscheidungen hängen und zwar mit einer Schärfe von +/- 1 Tag. Mit 6574 Tagen noch ein schützenswürdiger Jugendlicher, mit 6575 Tagen ein selbstverantwortlicher Erwachsener.

    Ich kenne Menschen die deutlich über die 50 aber wesentlich unreifer sind als manche 15 Jährige. Es hat eine Zeit gegeben, da wurden die Schädel vermessen, um die jeweilige Intelligenz festzustellen. Selbst wenn die Messungen wirklich irgend etwas relevantes aussagen würden - wenn das Ergebnis in Wirklichkeit bedeutungslos ist, nützt es auch nichts, die Methoden zu verfeinern.

    An solchen Diskussionen zeigt sich, dass die Regeln für den beabsichtigten Zweck eigentlich ziemlich willkürlich sind und im besten Fall ein Konzept verdeutlichen können aber keine objektive Bestimmungskraft haben.
  • Wo bleibt das verdrängte Volumen?

    09.01.2018, U. Geiß
    Wenn man davon ausgeht, dass das Erdinnere nicht kompressibel ist, wird durch den höheren Druck auf den Meeresboden an anderer Stelle die Erdkruste aufgewölbt. Vermutlich wachsen dadurch die Alpen, der Himalaya und andere Gebirge um einige Millimeter, was weder den Fidschis, Holländern noch den Bangladeschern hilft.
  • zwischen artikel und kommentar unterscheiden

    09.01.2018, frank müller
    ich bin nicht mit dieser aufforderung einverstanden, im artikel soll so objektiv wie möglich beschrieben werden, daneben soll es einen kommentar haben, der die motivation und andere aspekte darlegt. aber nicht beides in einem. das ist genau das, was die glaubwürdigkeit und die nachvollziehbarkeit eines artikels unterwandert. lese ich den dazugehörigeh kommentar hilft es mir, den artikel einzuschätzen.
  • vielleicht einfach

    09.01.2018, rap
    mal in ein Buch von Viktor Schauberger gucken.
    In der Natur bewegen sich Fluide (und auch das meiste andere dreht sich irgendwie) am liebsten in Wirbeln.
    Siehe auch den "Pöpel Versuch".
  • Ausgewichen

    09.01.2018, Josef König
    Der vorige Beitrag hat eindeutig den Journalismus, inbesondere den Wissenschaftsjournalismus ins Zentrum der Betrachtung gerückt. Hier ist es aber die Wissenschaft selbst, und Journalismus wird eher als Nebensache betrachtet, wodurch der Eindruck entsteht, dass der Autor ausweicht und sich nicht der eigentlichen Kritik stellt, wie es mir einer sauberen Trennung von Nachricht und Bewertung bestellt sei.
    Außerdem bietet das gewählte Beispiel nur wenig „Angriffsfläche“. Interessant wäre zu sehen, ob die Argumentation bei sowohl gesellschaftlichen, politischen und wissenschaftlichen Themen trägt, etwa bei der Klimadiskussion, Tierversuchen etc., also dort, wo gerade Moral bzw. Ethik eine große Rolle spielt.
    Natürlich kann man „Objektivität“ für beide Bereiche reklamieren, wohlwissend, dass sie nur schwer erreichbar ist. Daher würde ich „Objektivität“ eher als eine regulative Idee im Sinne Immanuel Kants sehen wollen.

  • Der Kommentar ist ein wenig übertrieben

    09.01.2018, Andreas
    Ich finde das NetzDG ja auch nicht ganz glücklich, aber wie soll die Politik denn reagieren, wenn facebook und Co. es schlicht versäumen gegen Hasskommentare vorzugehen? Bei Porno schaffen sie es ja (aus freien Stücken) auch.

    Vom Staat zu erwarten (wie es einige Kritiker des NetzDG fordern), dass dieser die Kontrolle selbst übernimmt ist ja nett gemeint, aber dabei würden die Kosten für den Kontrollaufwand am Ende einfach an den Steuerzahler weitergereicht. Und zwar unabhängig davon, ob der Bürger nun facebook nutzt oder nicht. Dass es inzwischen so etwas wie ein digitales Gericht bräuchte, dass in Internetfragen entscheidet mag richitg sein, allerdings kann der Staat diese Instanzen lange nicht so schnell aufbauen, wie die IT Unternehmen aus dem Valley mit neuen Ideen um die Ecke kommen.

    Am Ende wird mit dem NetzDG auch nicht die Meinungsfreiheit beschnitten, sondern von den Unternehmen verlangt, dass sie von ihrem Hausrecht gebrauch machen, wenn sich Gäste in erheblichem Maße unverschämt verhalten und andere Menschen verletzen oder verleumden. Auf dem privaten Blog kann ja aber jeder auch weiterhin seine Meinung frei äußern. (Liest dann im Zweifel nur halt keiner.)
    Im halböffentlichen Raum (z. B. Bahnhof und Fußballstadion) gelten ja auch andere Regeln als hinter den eigenen vier Wänden.

    Der viel größere Aufreger ist für mich, dass YouTube kritische Äußerungen zu Produkten und Unternehmen für unzulässig erklärt hat, selbst wenn diese sachlich und begründet vorgetragen werden. Der YouTuber also z. B. Produkte testet und zu dem Schluss kommt, dass diese nicht immer empfehlenswert sind. Hier soll die öffentliche Meinung doch ganz klar in eine bestimmte Richtung gelenkt werden: Kauft mehr!

    Schade, dass die öffentliche Schelte der Journalisten an dieser Stelle bei nahezu null lag. Auf einem Auge blind?



  • Unsubjektivität ..

    09.01.2018, Axel Krüger
    Wie soll das gehen? Der Mensch ist, je nach Lebensalter, quantitativ von Einflüssen geprägt. "Erzieherischen" (Elternhaus, Schule, Beruf usw.), kulturellen, klimatischen, Erbanlagen. Das fließt in jeden Gedanken den man denkt ein, wie man auf Wahrnehmungen und Empfindungen reagiert, was man spricht und schreibt ..
  • Am wichtigsten sind Doppelblindheit und Transparenz. Ähnlich im Journalismus.

    09.01.2018, L.Schaber
    1. Ist es für das wissenschaftliche Handeln nicht weit wichtiger, dass das "Experimentaldesign" bis ins zum letzten Buchstaben bzw bit(dyte sauber und erhrlich dokumentiert ist, so dass mehrere konkurrierende oder wenigstens unabhängige Forscher(gruppen) in der Lage sind, die "Experimente" bzw "Untersuchungen" nachzu bauen? Und dass das alles völlig unzensiert öffentlich kontrolliert weden kann?
    2. An den Wissenschaftsjournalismus sollten die selben Anforderungen gestellt werden wie an den Journalismus generell:
    Faktentreue (z.B.durch Offenlegung der Ouellen) und Unabhängikeit von Interessen, die die Objektivität der Berichterstattung behindern könnten.
    Das gibt es aber im Printbereich (!) kaum mehr, da mehr oder weniger jeder Journalist Lohnsschreiber ist und fast nur noch ein Oligopol weniger Großverlage mit eigener (und ziemlich einheitlicher) weltanschaulicher oder politischer Agenda den Markt beherrscht. Es gibt also kaum noch Konkurrenz, schon gar nicht regional auf dem flachen Lande.
    Bleibt halt der online- Journalismus, der aber auch von Lohnabhängigkeit geprägt ist.
    Medienkritisch hat das hier einer auf den Punkt gebracht:

    https://neue-debatte.com/2017/12/24/der-leise-tod-der-oeffentlichen-debatte/
  • Haihaut-Effekt, Golfball-Effekt

    09.01.2018, Detlef Kroll
    beides basiert auf demselben Prinzip. Ich kann mir aber vorstellen, dass solche passiven Lösungen gegenüber den angesprochenen "geschickt platzierten Minirotoren" günstiger, weniger fehleranfälig und langlebiger sind und sich auch besser reinigen lassen, ohne das Rohr dabei zu beschädigen.
  • 2600 Untersuchungen zu DDR-Zeiten

    09.01.2018, illo
    Ärzte lehnen die Untersuchung der Hand bei minderjährigen Migranten ab wegen gesundheitlicher Schädigungen.

    Mich würden jetzt mal die Schäden der 2600 in der DDR untersuchten Jugendlichen interessieren.
  • Beschleunigte Expansion des Universums (Nachtrag)

    09.01.2018, Lutz Falkenberg
    Natürlich würde generell etwas dagegen sprechen, falls nämlich die Beschleunigung der Expansion des Universums regional und universell weitgehend homogen und gleichförmig ablaufen würde. Dann kämen regional relativ begrenzte "Expansions-Ereignisse" durch explodierende Schwarze Löcher als Ursache natürlich nicht in Frage. Leider finde ich auch dazu keine Informationen. Aber es interessiert mich sehr, was die sogenannte "Dunkle Energie" sein könnte. Die Antwort "Das ist nur ein Fantasiename für die Kosmologische Konstante.", die ich einmal bekommen habe, ist für mich irgendwie unbefriedigend.
    Übrigens: Dass die "Dunkle Energie" neuen Raum mit neuer "Dunkler Energie" entstehen lässt, klingt für mich nach "Perpetuum Mobile". Aber dazu fehlt mir wahrscheinlich nur der theoretische Hintergrund.
  • Ulrich Storr

    09.01.2018, Michael II
    Glückwunsch. ganz sachlich und konsequent dargelegt, was es bei diesem Thema zum aktuellen Journalismus zu sagen gibt. So würde man sich eben auch journalistische Beiträge wünschen. Bin ganz bei Ihnen. Leider sind „die“ Medien nicht einmal für diese Analyse offen.
  • Hologramme berechnen

    08.01.2018, Zathras
    Angenommen, man speichert die Bilder in digitaler Form. Könnte man dann nicht gleich ein Hologramm berechnen ohne ein reales Objekt zu benutzen? Also in dem Filmbeispiel gleich die belichtete Blidplatte durch Nanotechnologie erzeugen.
  • Unvollständig

    08.01.2018, Ulrich Heemann
    Leider wurde in der Untersuchung nicht die Variante berücksichtigt, in der die Studenten einen freien Zeitraum zum Erlernen des Inhalts haben. Wird ihnen diese (sicher etwas größere) Zeit gelassen, sollten sich das Verständnis der Inhalte nicht mehr sehr unterscheiden. Zudem haben sie zwar etwas mehr Zeit gebraucht, dabei aber auch mehr zur anderen Sprache gelernt, ein Lernvorteil, der in obiger Untersuchung kaum beachtet wurde, sich im späteren Berufsleben aber auch hinsichtlich des beruflichen (fachlichen) Erfolgs auswirken und die mittelfristig aufgetretenen Nachteile ausgleichen sollte. Weiterhin sollte sich im Rahmen eines längeren Studienzeitraums die zunehmend verbesserte (Fach-)Sprachenkenntnis wiederum in einem schnelleren Sprachverständnis zeigen und somit die obigen Ergebnisse (aus meiner Sicht) wertlos erscheinen lassen.