Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • "hängt noch im Mittelalter fest"

    22.07.2015, Einar
    Man muss nicht immer gleich übertreiben!

    Somit schadet man mehr, als man sich zu nützen (Aufmerksamkeit) erhofft.
    Wer nicht weiß, was Deutsche Liebe ist, sollte sich hier einmal schlau machen.
    (Bitte nicht vom Titel irre machen lassen!)

    http://www.amazon.de/SCHWANZRASUR-oder-Brainstorming-eines-Rasenden-ebook/dp/B00PYJGS5I
  • Völlig korrekt. Entspricht aber nicht dem Zeitgeist!

    22.07.2015, Marc Hofer
    >>> Auch Frauen üben Gewalt aus, auch Frauen mißbrauchen Kinder, Recht und die gehobene Position als Mutter. Stellen Sie bitte die Frauen nicht pauschal als Engel dar, es widerspricht der Realität.<<<

    "Frauen schlagen mindestens so häufig zu wie Männer. ... Alle Studien belegen aber, dass Gewalt nichts typisch Männliches ist, sondern dass Frauen wie Männer in Konflikten irgendwann mit Worten nicht mehr weiterkommen und stattdessen die Fäuste sprechen lassen. ... Und in der Kategorie der schweren Gewalt sind es Angriffe mit Messern, Schlagen, Würgen, Boxen mit der Absicht, den anderen körperlich zu verletzen etc. Auch in der Unterscheidung von schweren und leichten Gewaltformen besteht zwischen Männern und Frauen Symmetrie – eben kein Unterschied."

    http://www.welt.de/debatte/article10847107/Frauen-schlagen-mindestens-so-haeufig-zu-wie-Maenner.html

    SUMMARY: This bibliography examines 286 scholarly investigations: 221 empirical studies and 65 reviews and/or analyses, which demonstrate that women are as physically aggressive, or more aggressive, than men in their relationships with their spouses or male partners. The aggregate sample size in the reviewed studies exceeds 371,600.

    http://web.csulb.edu/~mfiebert/assault.htm
  • Interessante Kommentare

    22.07.2015, Bedem
    Der erste Kommentar hat also Schwierigkeiten ein "Nein" zu akzentieren und möchte sich lieber darüber hinwegsetzen denn es wäre ja nicht so gemeint. Der zweite Kommentar lenkt von dem erläuterten Problem mit den Standartkommentar ab dass Frauen ja auch "bösartig" seien.

    Ist es so schwer einem Menschen aufgrund eines "falschen" Geschlechts Respekt zu erweisen?

  • Feedback

    22.07.2015, Antalolij Antonow
    Sehr geehrte Frau Wolfangel,

    einen derart guten Artikel habe ich lange nicht mehr gelesen. Überaus interessant. Vielleicht berichten Sie zukünftig noch intensiver über dieses Thema, würde mich sehr freuen.

    Freundlicher Gruß
    Antalolij Antonow
  • Und wo ist der Bezug oder der Vergleich mit dem Mittelalter ?

    22.07.2015, Ralf Bauer
    Reisserischer Aufmacher ... und dann juristisches Neukleinklein ... diesen Artikel hätte man sich sparen können. Der Bezug zum Strafrecht im Mittelalter fehlt komplett .... womit musste ein Vergewaltiger damals rechnen? Ich vermute, die Strafen waren drakonisch.
  • Nein heißt nicht unbedingt Nein

    22.07.2015, Marc Blesser
    "Nein" muß jede Frau sagen, die nicht als "Schlampe" gelten will. Also kann es auch "kommt darauf an..." heißen, z.B. "...wieviel Geld du hast", "...wie gebildet du bist", "...wie groß dein Schwanz ist", "...ob du treu bist" oder "...ob du Kinder willst". Würden Sie bitte in Ihren wunderbaren Paragraphen noch mit aufnehmen, daß es der Frau verboten ist, Spielchen mit den Männern zu treiben? Wo ist der Passus, der die Männer vor bösartigen Falschaussagen der Frauen schützt? Gehört das nicht zu einem Rechtsstaat? Auch Frauen üben Gewalt aus, auch Frauen mißbrauchen Kinder, Recht und die gehobene Position als Mutter. Stellen Sie bitte die Frauen nicht pauschal als Engel dar, es widerspricht der Realität.
  • Da fehlt aber etwas

    22.07.2015, Bettina
    Was nicht im Interview erscheint ist die Problematik des "Nein heißt nicht immer dauerhaft Nein", was z.B. in der Zeit von Herrn Prof. Fischer einmal sehr gut zerlegt wurde. Da geht es niht darum, dass das "Nein" dann ignoriert und Gewalt angewandt wird, usw, es geht insbesondere darum, dass Menschen ihre Meinung ändern, was z.B. gerade im sexuellen Bereich öfter vorkommt. Das banale Beispiel wäre z.B. die Szene aus "Mondsüchtig", in der die ältere Dame ihrem Gatten sagt "was willst du? Nein..." und dabei doch recht lustig kichert. Das heißt, in diesem Fall ist das "Nein" eben kein ernstgemeintes Nein. Das würde man in funktionierenden Beziehungen ja auch bemerken, wenn es ernstgemeint ist, nur würde man dafür letztendlich das "Nein" dann eben ggf. ignorieren müssen um zu testen "war das nun Spielerei oder nicht". Die "Nein, nein, doch..."-Spiele sind ja in vielen Beziehugen auch Bestandteil des Zusammenlebens und sid auch Teil der spielerischen Beziehungsstruktur, die eben nicht nur aus "Entschuldigung, f***?" "Ja, aber ich hab nur zehn Minuten Zeit." besteht. Wie in vielen nicht sexuellen Bereichen gibt es auch im sexuellen Bereich eben auch den Fall, in dem sich Menschen zwar anfangs mit "Nein" äußern, aber letztendlich dann doch überreden lassen. Würde jetzt "Nein heißt Nein" wirklich komplett umgesetzt werden, wäre jedes "Wirklich nicht?", verbunden z.B. mit Streicheln usw. schon als Belästigung oder Nötigung angesehen werden können. Frauen wie auch Männer müssten insofern dann die Verführungsspielchen vergessen und würden auf "Na, wollen wir uns nicht eine nette Nacht machen?" und die Antwort "Nein" mit "Okay." reagieren, wobei dann erwartet wird, dass der Neinsager mitteilt, ob er von selbst seine Meinung geändert hat. Dies dürfte nicht nur zu den erwähnten Beweislastschwierigkeiten führen, sondern würde auch eine ganz neue Beziehungskultur erfordern.
  • Das mit Alkohol und Drogen klingt problematisch

    22.07.2015, gdh
    Das Interview lässt bei mir einige Fragen offen.

    Etwa heist es "Der Paragraph 179 schützt solche Personen besonders und soll jetzt weiter gefasst werden. In Zukunft soll er beispielsweise auch Frauen, die unter Alkohol- oder Drogeneinfluss stehen, mit einschließen."

    Ich gehe erstmal davon aus, dass "Frauen" hier generisch gemeint ist und grundsätzlich Angehörige beiderlei Geschlechts meint (wenn nicht, wäre ich auf die Erklärung gespannt - die Häufigkeit, in der die Angehörigen der beiden Geschlechter Opfer werden kann ja keine Unterscheidung bei der Strafbarkeit rechtfertigen).

    Was ist, wenn zwei Menschen betrunken miteinander Geschlechtsverkehr haben und hinterher meinen, das in Wirklichkeit nicht gewollt zu haben? Haben sich dann beide strafbar gemacht?

    Oder ganz allgemein: Was muss man bei solchen Regeln vor dem Geschlechtsverkehr tun um sicher zu sein, dass man sich nicht strafbar macht (falls z.B. der Partner einen Sinneswandel hat und im Nachhinein eine Schutzlosigkeit durch Drogeneinfluss geltend macht)?

    "Nein heisst Nein" finde ich sofort einleuchtend (das Beweisproblem auch aber es gilt ja für alle Straftaten, dass sie in der Praxis nur verfolgbar sind, wenn Beweise vorliegen - ist also nichts neues). Allerdings lässt auch das einen großen Spielraum uneindeutiger Situationen: So kann bei grundsätzlich einvernehmlichem Geschlechtsverkehr ja schonmal ein Partner an irgendeiner Stelle (über eine ganz bestimmte Teilhandlung) sagen "das will ist nicht" oder "stopp" oder so. Wird diese Handlung dann unwidersprochen im weiteren Verlauf nochmal begangen, liegt dann eine Straftat vor?

    Bei [Menschen], "die sich aus Angst nicht wehren, weil sie also ein so genanntes "empfindliches Übel" fürchten" kann es ja auch nur darum gehen, ob ein Täter gewusst hat (oder hätte wissen müssen), dass der andere sowas fürchtet. Schließlich muss ausgeschlossen bleiben, dass man sich strafbar macht ohne das (zumutbar) vorher wissen zu können. In so fern habe ich (an der Stelle) nichts gegen die Formulierung, aber erwarte mir (bei rechtsstaatlich einwandfreier Anwendung) auch wenig davon.
  • Ja heißt Ja

    22.07.2015, Keks
    Mit diesem Konzept würde jede sexuelle Handlung erstmal als eine Straftat angesehen werden und erst wenn beide eine, wahrscheinlich auch noch enthusiast vorzutragene, Zustimmung gegeben haben, wird diese Handlung legal.

    Für Sex in einer Beziehung scheint mir das unpraktikabel. Wahrscheinlich daten daher auch immer mehr Männer an den Unis der USA keine Kommilitoninnnen. Man hat dort schon zu viele Geschichten gehört, bei dem einvernehmlicher Sex nachträglich, also Monate oder Jahre danach, in denen beide teilweise noch mehrmals Sex miteinander hatten, von den Frauen in eine Vergewaltigung umgedeutet wurde. Ein faire Behandlung können die Männer bei den Uni-Tribunalen nicht erwarten und selbst wenn diese die Unschuld feststellen, ist deren gesellschaftliches Leben meistens zerstört.

    http://www.theatlantic.com/magazine/archive/2015/07/sex-on-campus-consent/395246/

    Das hier ist auch schön: Studenten sollen nur Aufgrund einer Beschuldigung als Vergewaltiger gebrandmarkt werden:

    http://reason.com/blog/2015/07/15/dc-legislators-want-to-brand-accused-stu

    Natürlich soll jeder Vergewaltiger gefasst werden und jedem klar sein dass das ein schweres Verbrechen ist, aber den Mann völlig rechtlos machen? Das kann es doch nicht sein?

    Das finde ich auch toll:

    "In Zukunft soll er beispielsweise auch Frauen, die unter Alkohol- oder Drogeneinfluss stehen, mit einschließen. Und Frauen, die sich aus Angst nicht wehren, weil sie also ein so genanntes "empfindliches Übel" fürchten."

    Wie soll das bewiesen werden? Und wieso nur Frauen unter Drogeneinfluss? Kann der Mann sich besinnungslos saufen und ist immer noch voll verantwortlich für seine Handlung. Während die Frau nur ein Bier trinken muss und vor dem Gesetz ihre Zurechungsfähigkeit verliert? Denn so wird es in den USA an den Campus gehandhabt. Findet ihr das gerecht gegenüber den Männer?

    Übrigens:

    "In 40 % aller Sorgerechtsstreitigkeiten wird der Vorwurf des sexuellen Missbrauchs erhoben. 95 % der in Sorge­rechts­streitig­keiten erhobenen Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs erweisen sich als falsch." - Prof. Siegfried Willutzki, Familienrichter und Vorsitzender des Familiengerichtstages

    Naja, das Anwält für diese Gesetzesänderung sind, kann ich mir gut vorstellen...

    Ich denke es wird nicht bei dem "Nein heißt Nein" bleiben. Das wird den feministischen Organisation, die hier in DE für das "Nein heißt Nein" kämpfen, nicht reichen. Erst wenn jeder Sex erstmal als eine Vergwaltigung angesehen wird, sind sie vielleicht zufrieden. So war es in den USA und so ist es jetzt nun auch in GB. Warum sollte es in DE anders werden?

  • Nomenklatur

    21.07.2015, Schmidt
    Sehr geehrte Verfasser, als frischgebackener Vater kann ich im Ergebnis nur zustimmen. Was mich aber wundert, ist, dass in einem wissenschaftlichen Beitrag Gewichtseinheiten wie "Pfund" genutzt werden und nicht das bei uns übliche Gramm bzw. Kilogramm. Und wenn die Studie aus den USA stammen sollte, wurde dann exakt umgerechnet? Mir Kommen da Zweifel.
    Antwort der Redaktion:
    Lieber Herr Schmidt,

    wir haben die Pfundangaben inzwischen durch Kilogrammangaben ersetzt.

    Herzliche Grüße
    Daniela Zeibig
  • Weyl Fermionen in der Natur

    21.07.2015, Marco Drewes
    Das ist zum Teil natürlich eine Frage der Wortwahl...

    Ich denke, die folgende Aussage ist korrekt: Es wurden zum erstem Mal (Quasi)Teilchen gefunden, die sich im Labor tatsächlich wie Weyl Fermionen verhalten.

    Das links- und rechtshändige Elektron sind auf "fundamentaler" Ebene eigentlich Weyl Fermionen. Und das Elektron wurde natürlich auch schon entdeckt...
    Elektronen verhalten sich aber im Labor nicht wie Weyl Fermionen. Der Grund ist, dass ihre Eigenschaften durch die Kopplung an das Higgs-Feld verändert werden (sie bekommen eine Dirac-Masse). Ihre "wahre" Natur als Kombination aus zwei Weyl Fermionen bleibt somit im Alltag verborgen und ist erst durch die Entdeckung des Higgs-Mechanismus wirklich bestätigt worden.
  • Drittniedrigste Ausdehnung?

    21.07.2015, Werner Kohl
    Sehr geehrter Herr Lingenhöhl,
    die interaktive Grafik auf der von Ihnen verlinkten Seite des NSIDC zeigt aber für den Juli in den Jahren 2007, 2010, 2011, 2012, 2013 und 2014 eine niedrigere Ausdehnung als 2015.
    Der Juli 2015 sollte daher die siebtniedrigste Ausdehnung seit Beginn der Satellitenaufzeichnungen aufweisen.

    Der Verlauf von 2009 ist übrigens seit Juni vom derzeitigen Verlauf kaum unterscheidbar.
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr Kohl,

    guter Punkt - und mein Fehler. Denn gemeint war der Juni 2015, wovon das National Snow and Ice Data Center ja durchgehend als dem drittniedrigsten Stand seit Beginn der Satellitenaufzeichnungen spricht. Und das ist auch korrekt, wenn man sich alle Kurven ansieht. Danke für den Hinweis, ich habe den - wohl hitzebedingten - Fehler ausgebessert.

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Lingenhöhl
  • Maschinen werden erst dann wirklich intelligent

    21.07.2015, Neo
    wenn sie diese Intelligenz für ihre eigenen Zwecke einsetzen.
  • Arrrgh...endlich mal wieder eine neue Weisheit!

    20.07.2015, Dr dy
    Fast so erwiesen , wie dass Benzin zu Unfällen führt, ca 80% aller Unfälle geschehen unter Benzin Einfluss...
    Evtl ist es ja durchaus recht wahrscheinlich, dass Psychosen nicht unbedingt von Geburt an bestehen... Im Rahmen der Entwicklung psychischer Erkrankungen kommt es sicherlich bei den meisten zu einem gewissen Leidensdruck, Menschen mit Leidensdruck greifen zu Bonbons, aka Zigaretten, dass die da nicht helfen steht außer Frage, die erste psychiatrische Vorstellung und Diagnose erfolgt sicherlich erst NACH Entwicklung eines Leidensdrucks mit entsprechenden begleithandlungen...
    Am Ende führt Nikotin gar auch zu Depressionen, sicher weit mehr als die Hälfte rauchen depressiven rauchen...
    Mit andern Worten , wer leidet raucht!
    Es ist nicht sehr verwunderlich , aber riesig abgespaced mit dopamin und anderen hochtrabenden Strukturen des biochemieunterrichts, dass bei leidenden Menschen vermehrt psychische Erkrankungen diagnostiziert werden ...
  • Künstliche Intelligenz?

    20.07.2015, J- Timm
    Ein Beitrag aus Schilda... Es handelt sich immer um menschliche Intelliganz, die ihr Verhalten auf Maschinen übertragen hat, d.h. die Maschine handelt in den Variationen, die der Mensch vorgegeben hat. Wenn eine Maschine über ein selbstständiges Hirn verfügt und aus EIGENEM Antrieb handelt, dann handelt es sich wohl um Intelligenz, aber davon sind wir wohl noch Lichtjahre entfernt. Auch die Anwendung/Programmierung von Algorhytmen hat nichts mit Künstl. Intelligenz zu tun.