Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Das Bessere ist der Feind des Guten

    26.03.2014, Robert Orso
    Beweise gibt es nicht für gar nichts. Endgültige Gewissheit gibt es nur für eine einzige Erkenntnis:

    Ich denke, also bin ich.

    Bereits die Existenz einer Welt außerhalb von mir ist nur eine Theorie, wenngleich auch eine in sich recht schlüssige und konsistente. Ich könnte mir allerdings das ganze Universum um mich nur ausgedacht haben um in der Einsamkeit nicht wahnsinnig zu werden. Der Einfachheit halber halte ich jetzt aber einmal an dieser Theorie fest dass ein Universum existiert. Diese Vorstellung ist doch bedeutend interessanter als die Alternative.

    Zum Glück gibt es Menschen die versuchen zu ergründen wie diese Welt funktioniert, Menschen die Wissen schaffen. Sie versuchen herauszufinden welche Regeln das Werk am Laufen halten, selbst wenn es vielfach nur darum geht es zu WISSEN. Die Suche nach Wissen ist Nahrung für den Geist. Das ist das Einzige was Menschen von Tieren unterscheidet.

    Hätten unsere frühen Vorfahren die Theorie, dass ein gerader Stock sich gut zum Jagen eignen würde für unnütze Verschwendung von Lebenszeit gehalten, würden wir immer noch nackt durch die Savanne streifen. Zeiten in denen die Menschen freiwillig oder unter Zwang aufgegeben haben neue Fragen zu stellen und alte Gewissheiten gegen neue Ideen einzutauschen waren in der Menscheitsgeschichte immer sehr dunkle Zeiten.

    Für manche mag die Erfüllung der primären Grundbedürfnisse nach Nahrung, Kleidung und Wohnung schon genug sein. Es sind vielfach Menschen die von der Komplexität der Welt überfordert sind und die sich möglichst einfache, leicht zu verstehende Regeln wünschen und die unversöhnlich gegen alle kämpfen, die an diesen Gewissheiten rütteln wollen.

    Einzugestehen, dass man jahrelang leider einer scheinbar doch nicht funktionierenden Sache nachgespürt hat und sich freudig auf die neue Chance zu stürzen ist ein Zeichen von wahrer Größe. So funktioniert Wissenschaft. Im Gegensatz zur Religion ist hier eine Gewissheit nur so lange gewiss, bis sie durch neue Erkenntnisse überholt wird. Alles darf hinterfragt werden und jede Kleinigkeit muss sich immer wieder als "immer noch gültig" beweisen.
  • Reinigung?

    26.03.2014, Eva Baumgartner
    ... und die Gemälde auch gereinigt worden sind
  • Aktuell zur Epigenetik

    26.03.2014, Stefan Pschera
    Dies wird den Darwin Puristen (siehe Beiträge oben) nicht passen ,
    siehe http://www.spektrum.de/alias/epigenetik/vaters-erbsuende/1258600

    Wohl kein Kommentar notwendig oder?

    www.straktur.de
  • Stärker bei Regen

    26.03.2014, Roland Minde
    Hallo Olaf, den Effekt kenne ich auch, aber nur am Anfang eines Regen, weil die Regentropfen von allen Oberflächen den abgesetzten Staub losschlagen und aufwirbeln insbesondere bei den Staubproduzenten selbst. Nach einem Tag Regnen ist der Heuschnupfen dann vorbei, weil die Feuchtigkeit die Luft ausgewaschen hat und weil die Staubproduzenten pausieren bis zum Ende des Regens.
    Gruß Roland
  • So läuft das halt...

    26.03.2014, MHermann
    Wie will man Grundlagenforschung betreiben, wenn nicht mit zig Theorien? Man stolpert beim Einkaufen im Supermarkt leider zu selten über bahnbrechende, kosmische Entdeckungen.
    Wenn bei 50 Theorien auch nur eine einzige Bewiesen werden kann oder es sich bestätigt, das eine einzige in die richtige Richtung geht, hat sich die Zeit, die in alle 50 Investiert wurde, ausgezahlt.

    Zum Glück besitzen wir Menschen Fantasie. Ich bin froh, dass die Erde keine Scheibe ist.
  • Das schöne an neuen Theorien

    26.03.2014, Gert Weigelt
    sind die Arbeitsplätze die dadurch geschaffen werden. Schließlich gibt es nun wieder viel Geld für die "nächsten Schritte" Also sehen wir es positiv - unsere Nachfahren wollen auch was zum Staunen über unsere Kreativität und auch was zum Lachen über unsere Naivität haben.

    Den Spektrum-News-Redakteuren wünsche ich weiterhin so viel Mut zur Veröffentlichung derartiger Artikel - und vor allen auch weiterhin den Mut, kritische Kommentare dazu freizuschalten. Es ist dann das Verdienst der Redakteure und der kritischen Zeitgenossen, das unser wissenschaftlicher Ruf bei unseren Nachfahren nicht ganz im Keller landet.
  • Multiversen

    26.03.2014, Baumann Eduard
    Multiversen: absurd!
  • Die winzigkeit des Seins.

    26.03.2014, Manfred Eberling
    Wenn man diese "Seifenblasen" ruhig betrachtet, kann man Vieles nicht mehr verstehen:
    Zum Beispiel:
    Bin ich wirklich um CHF 100'000.- reicher, als mein Nachbar?
    Diese schlimme Beule an meinem Auto nervt mich so!
    Was nutzt es mir, wenn ich die Krim auch noch habe?
    Soll ich nun Arzt oder Bänker studieren?
    Warum kann ich einfach NIE Erben?
    Wäre es jetzt nicht besser, mit dem Rauchen aufzuhören?
    Es ist gut, wenn sich die Menschheit über ihre nähere und weitere Umgebung Gedanken macht.
    Ein bischen Hirntraining hat noch niemandem geschadet.
    Wenn mich mein Vorgesetzter noch EINMAL, mit seinem Merz überholt, dann ....
    Warum hat mich diese Frau sitzen gelassen?
    Bin ich wirklich nicht schön und intelligent genug?

    Vergesst doch all diese unwichtigen Sachen und macht es euch so bequem wie möglich in eurer Seifenblase. Das Ganze dauert sowieso nicht all zu lange.
  • Stringtheorie weiterhin hochbrisant.

    26.03.2014, Michael K. Eichbaum
    Der erklärende Sinn des Universums führt zwangsläufig im Gedankenmuster zum expandierenden Wachstum eines lebendigen Organismus. Auch deren selbstorganisierenden Prozesse bedürfen bestimmter Anordnungen, die letztlich aus kugelförmigen Variablen polymere Strukturen bilden, wie wir sie in der DNA/RNA erkennen. Es ist also durchaus anzunehmen, weitere stringartig vereinigende Teilchen sowohl im Mikro-, als auch im Makrobereich anzutreffen. Die Strintheorie wird wohl noch auf ewig Leben, ansonsten wäre es wohl eine Wahl gegen das Leben.
  • Streifschuß ?

    26.03.2014, Ralf Wagner
    Eine Kollision mit einem Militärjet könnte alles erklären.
    Frage: Welche Nationalität hatte die Flugstaffel ?
  • Vielen Dank - endlich!

    25.03.2014, J. Welz
    Danke Spektrum,

    das ist der erste sachliche, mit offensichtlich fundierten Fakten und Sachkenntnissen geschriebene Artikel über dieses Unglück. In den Mainstreammedien erfährt man sachlich rein garnichts - nur "tränendrüsen-spekulierendes-unwissensgesabber".
    Ich bin durchaus nicht unbedarft, was Luftfahrt und deren Überwachung betrifft, allerdings nur ein Amateur. Aber was man an sogenannten "Fakten" und luftfahrtechnischem "Wissen" aus den allgemeinen Medien serviert bekommt ist der blanke Hohn.

    Trotz alledem kann ich nicht so ganz verstehen, wie ein rund 300 Tonnen schwerer, über 60m langer und breiter Flieger, der kurz vor dem "Verschwinden" bereits auf seiner Reiseflughöhe von über 30.000ft (FL300 or higher) war, UNBEMERKT so schnell so tief sinken kann, dass er von jedwedem AKTIVEN Radar nicht erfasst wird, was alle Militärs benutzen und ständig! Ich kann einen solchen Airliner aus dieser Höhe nicht einfach auf ca. 1000ft über Grund "runterfallen" lassen.

    Naja, es bleibt dabei, dass da irgendwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Es wäre ja auch nicht das erste Mal, dass irgend jemand an solch einer "Sache" irgendein Interesse hat und der "dummen" Menschheit wieder irgendwelche Stories aufgetischt werden - mit viel Träne und Schmackes!

    Gott segne die Opfer, Hinterbliebenen und alle "Beteiligten"
  • Gemäldealterung?

    25.03.2014, Werner Grzemba
    Ja, wenn denn sichergestellt ist, dass die Farbstoffe "während der letzten fünf Jahrhunderte" stabil geblieben sind, ist das natürlich ein interessanter Ansatz.
  • Warum?

    25.03.2014, Peter Altreuther
    Unbefriedigend bei all dem Hin und Her ist, dass anscheinend noch niemand gefragt hat, warum dieser Absturz so abgelaufen sein sollte. Warum sollten 2 erfahrene Piloten den Kurs wechseln?
    Wenn das Flugzeug nicht entführt wurde, gab es dazu keinen vernünftigen Grund.Wenn es entführt wurde, warum hätten 2 erfahrene Piloten nicht ziemlich genau ausrechnen können, wann es abstürzen würde?Welchen Grund hätten die beiden denn haben sollen, das Flugzeug samt den Passagieren in diese Lage zu bringen? Welche Terroristen hätten denn die Piloten zu einem Selbstmordattentat zwingen können?
    Bis jetzt glaube ich von den offiziellen Mutmassungen kein Wort!
    Es würde mich wundern, wenn die Maschine da läge, wo sie jetzt vermutet wird.
    Peter Altreuther.
  • Theorien... bis zur nächsten!

    25.03.2014, Ralf Semmelhofer
    Auf diesen Artikel fällt mir nur eins ein, alles Theroie bis es Beweise gibt.

    Und wenn noch hunderte Theorien folgen die vorgehende, ganz oder teilweise, als "ad absurdum" hinstellen wird die Menscheit im Dunklen tappen.

    Ich zitiere "Auf dieser Grundlage müssen wir jetzt die nächsten Schritte unternehmen."
    Die Grundlage ist, leider, keine Ahnung und das wird wohl oder übel so lange Standard sein bis wir unser Universum verlassen, oder seine Grenzen sehen, können.

    Die Zeit, Energie, Material und vor allem Intelligenz die für Theorien verschwendet wird steht nie wieder zur Verfügung und solange darauf aufgebaut wird ist es Verschwendung die sich potenziert.
  • Was ist fundamental? Teilchen oder Wellen?

    25.03.2014, Michael Engels, Krefeld
    Der Autor schreibt, dass die Wellenfunktionen fundamental sind und nicht die Teilchen. Damit steht er im Widerspruch zur üblichen Wahrscheinlichkeitsdeutung der Wellenfunktionen.

    Mir erscheint die Interpretation des Autors wesentlich naheliegender. Die Annahme tatsächlich punktförmiger Teilchen, die sich nach Vorgabe der Wellenfunktion an einem Ort durch Messung materialisieren, halte ich für zumindest problematisch. Die Energie um die Ladung von Elektronen auf einen Punkt zu pressen ist unendlich. Außerdem ist ein punktförmiges Teilchen kleiner als sein Schwarzschild-Radius und damit ein Schwarzes Loch.

    Aber auch die Interpretation, dass die Wellenfunktionen fundamental sind, hat eine Lücke, solange man nicht den Mechanismus findet, der dafür sorgt, dass man im makroskopischen letztendlich beobachtbare Teilchen findet (die man dann auch an dem Ort findet, die die Wellenfunktion vorgibt). Auch Dekohärenz erklärt dies nur teilweise, da Überlagerungszustände durch die Linearität der Gleichungen erhalten bleiben.

    Vielleicht hängt dieser Mechanismus ja auch mit den besonderen Eigenschaften der schwachen Wechselwirkung zusammen. Man hat in verschiedenen Experimenten beeindruckende mesoskopische Überlagerungszustände erzeugt. Dies waren aber vermutlich Versuche, in denen die schwache Wechselwirkung keine Rolle gespielt hat.