Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • Und die Käufer?

    23.02.2016, Ich
    Aber von wem werden die Verkäuferinnen denn nun benachteiligt? In der Studie, oder zumindestens hier im Artikel fehlt leider jeder Hinweis auf das Geschlecht der Käufer. Waren die über eine Millionen Käufer vorwiegend männlich oder eher weiblich? Gab es überhaupt Zahlen dazu? Werden Frauen eher von weiblichen Käufern benachteiligt oder von männlichen?
    Antwort der Redaktion:

    Lieber Leser,

    ob ein Käufer männlich oder weiblich war, hatte den Auswertungen der Forscherinnen zufolge keinen durchgehenden Einfluss auf das erzielte Verkaufsergebnis. Bei dem Versuch mit dem fiktiven Kauf eines Gutscheins ergab sich dasselbe Bild, es gab hier ebenfalls keine solchen Unterschiede.

    Beste Grüße, jd/Red

  • Das Problem an

    23.02.2016, Martin Schmidt
    "Sauerbraten mit Spätzle oder Currywurst mit Pommes"
    sind weniger der Sauerbraten oder die Currywurst, sondern die Spätzle (KH) und die Pommes (KH) mit dem Ketchup (Zucker).

    Eine spannende, real existierende und erfolgreiche "nordische Diät" ist übrigens LCHF (=Low Carb High Fat), in Schweden seit einigen Jahren sehr erfolgreich und populär und immer größere Kreise ziehend.
    http://www.dietdoctor.com/swedish-expert-committee-low-carb-diet-effective-weight-loss

    Die Dänen sind leider noch nicht so weit, vor einer Weile wollten sie sogar eine Buttersteuer einführen. In Schweden und Finnland dagegen gab es sogar kurzzeitig eine Butterknappheit, auch aufgrund des Erfolges von LCHF.
  • Kommerziell = automatisch schlecht?

    22.02.2016, Mario Herger
    Was ich hier witzig finde ist, dass der Autor als Befürworter für Digitalisierung auftritt, und dann im letzten Satz selbst in die eigene Negativitätsfalle tappt. Zuerst noch die Fackel der Positivität hochhalten:
    "Gesundheitsfürsorge und Verbrechensbekämpfung sind nur ausgewählte positive Beispiele von vielen."
    gefolgt von der Negativität:
    "Skepsis ist immer dort angebracht, wo Nutzer über eine beabsichtigte, intransparente (zum Beispiel kommerzielle) Verwertung ihrer Daten im Unklaren gelassen werden."

    Warum zum Teufel ist der kommerzielle Zweck automatisch schlecht und intransparent? Gerade Regierungen haben in letzter Zeit Daten sehr negativ und intransparent verwendet. Und es gibt nicht diese Schwarzweissmalerei hier gut - dort schlecht.
  • noch zeitgemäß?

    21.02.2016, Lorenz von Haselberg
    Meine eine Oma stammte aus Russland, die andere aus den Niederlanden, ich in Argentinien geboren, in Nord- und Süddeutschland aufgewachsen. Die Migration ist heute so weit verbreitet, dass es für immer weniger Menschen einfach sein dürfte, die "passende" Ernährung zu finden. Auf der anderen Seite erfinden gerade die so genannten Vollwert-Köche immer neue Gerichte mit von fern importierten Getreiden wie Quinoa und Ähnlichem ,dass doch so überhaupt nicht zu unsere, Genom passen kann.
  • Mich

    21.02.2016, Nikola Mühlfeld
    erinnert das ganze an die Homöopathie, wo ja auch je höher die Potenzierung ist, also je weniger Wirkstoff sich im Wasser befindet, desto größer die Heilwirkung sein soll. Auch da geht es letztlich darum, dass das Wasser sich erinnert. Und diese Erinnerung dann den Heilprozess anstubst. Wie belebtes Wasser eben, oder rechts drehendes Wasser/links drehendes Wasser... Und die Gläubigen dieser jeweiligen Belebung führen an, dass es den Tieren ja auch helfen würde. Dabei ist es die "Kümmerung": Das Tier bemerkt die besondere Hinwendung und weiß oft ja aus Erfahrung, dass der Mensch hilft. Ja, auch bei Tieren wirkt Placebo, besonders wenn Mensch dran glaubt.
  • Es muss sich um einen Messfehler gehandelt haben!

    21.02.2016, Siegfried Marquardt
    Es muss sich bei dem vermeintlichen Nachweis von Gravitationswellen der amerikanischen Physiker um einen Messfehler gehandelt haben! Denn es wäre ein Auflösungsvermögen von 2,8*10-18 m (1/1000 des Durchmessers eines Wasserstoffprotons) notwendig gewesen. Das höchste Auflösungsvermögen, das jemals im optischen Bereich mit einem Interferometer erzielt wurde, konnte von Joos 1930 mit einer Apparatur, die in den Jenaer Zeisswerken konstruiert wurde mit 1/1000 der verwendeten Wellenlänge (ca.5,5*10-10 m) registrieren. Laserinterferometer haben nur ein Auflösungsvermögen von maximal/minimal einigen 10-7 m und liegen damit „Galaxien“ vom erforderlichen Leistungsvermögen entfernt. Mit leistungsstarken Elektronenmikroskopen kann man ein Leistungsvermögen im Pikobereich erzielen (10-12m). Nach Lindner (Das Moderne Bild der Physik, Uraniaverlag, Leipzig, Jena, Berlin, 1973) soll das erzielbare Auflösungsvermögen von Elektronenmikroskopen sogar 10-15 m bei 15.000 V betragen. Und die Energie, die aufgrund der Fusion der beiden schwarzen Löcher und auf die Atmosphäre der Erde treffen würde, betrüge rund 1010 J (EE= ESL: [(16*ASL:AE)* (R²:RE²]= 5,4*1047 J: [(16*0,5*1012): (41*106)]*[(1,44*1044: 0,5*1012)] ≈ 9*109 J=9*109 Ws=9*109 Nm) und würde auf der Erde überhaupt keine Wirkung ausüben bzw. erzielen können, weil durch die Atmosphäre der Erde die Energie völlig absorbiert werden würde. Interessant wäre noch die Frage, wie sich das Gravitationsfeld der Erde in Folge der Fusion verändern würde. Die Änderung würde gerade einmal 17 N (∆F= γ*ME*3*MSL:r²= 6,76*10-11* 6* 1024 * 2* 1030*3 N : 1,44*1044 ≈ 17 N) betragen und könnte in der Messapparatur überhaupt keine mechanische Änderung bewirken! Dies kann nun jeder Oberschüler der 10. Klasse in Brandenburg berechnen und nachweisen.
    Siegfried Marquardt, Königs Wusterhausen
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr Marquardt,
    es ist fraglos eine herausragende experimentelle Leistung, genau genug zu messen, um Gravitationswellen nachzuweisen, und dabei alle Störfaktoren herauszurechnen - aber es ist gelungen. Wir können darauf vertrauen, dass die Reviewer des angesehenen Fachjournals PRL, bei dem die Arbeit mit ihren Methoden frei zugänglich nachzulesen ist (http://journals.aps.org/prl/abstract/10.1103/PhysRevLett.116.061102#fulltext), mindestens so ein gutes Verständnis der physikalischen Zusammenhänge haben wie ein Brandenburger Oberschüler. Bei den SciLogs hat Markus Pössel auch noch einmal viele Informationen und Links zum Nachweisprinzip zusammengestellt: http://www.scilogs.de/relativ-einfach/gravitationswellendetektoren-wie-sie-funktionieren-gw-teil-2/
  • Wasserheilungen?

    21.02.2016, G. Scholzen
    Das einzige "Heilwasser" in der heutigen Gesellschaft, von dem sogar 'Experten' meinen, dass es wirkt, ist vor die Homöopathie.
    Wann wird den Homöopathen (=Placebo-Quacksalber) endlich das Handwerk gelegt?
  • Quantenphysik der Gravitation - wir sitzen auf der Lösung

    21.02.2016, Joachim Blechle
    Wenn man seine Brille sucht, sollte man an erster Stelle mal schauen, ob man sie nicht schon auf der Nase sitzen hat oder vielleicht darauf sitzt.

    Das interessante an der Relativitätstheorie ist, dass man unter primärer Beachtung und exakter Würdigung des materiellen Befundes in ihr selbst und nicht in der Quantenphysik einen Großteil der mathematischen Grundlagen der Quantenphysik der Gravitation und damit die ersehnte Antwort findet.

    Man muss sozusagen hinter die Mathematik der Relativitätstheorie schauen und ihre quantenphysikalischen Relevanzen erkennen!

    Einiger weiterer „Zutaten“ aus der Quantenphysik bedarf es außerdem zwingend.
    Im Ergebnis der Erkenntnisse ist dann die Quantenphysik zu erweitern.

    Man muss an erster Stelle nur wollen! Interessenten bitte melden!

    Mit freundlichen Grüßen
    Joachim Blechle
  • Der Zorn der Wölfe

    21.02.2016, Gunther Willinger
    Wer sich für die Zusammenhänge von Grasland, Wölfen und dem traditionellen Leben der Nomaden interessiert, dem sei der Roman "Der Zorn der Wölfe" von Jiang Rong empfohlen.
  • "kristallines Wasser aus dem Erdmantel..."

    20.02.2016, Christian Lipp
    ...wäre wörtlich Eis aus dem Erdmantel.

    Dies sollte vielleicht etwas sorgsamer übersetzt werden. Allerdings würde hier selbst das Wasser, das bei einer Subduktion freigesetzt wird, aus der ozeanischen Lithosphäre und dabei in erster Linie aus der ozeanischen Kruste austreten.
  • fachwissen ist gefragt

    20.02.2016, hansjürg hess
    wäre interessant wenn ihr mal bücher lesen würded von persönlichkeiten wie z.bsp. von biochemikerin dr. joan s.davis welche auch über 30jahre an universitäten über wasser gelehrt hat...
    eines ihrer werke :Ist Wasser mehr als H[zwei]O? Verlag Hans Erni-Stiftung, 1995
    eine anmerkung zu ihrer perönlichkeit.
    Bisweilen hat sie unkonventionelle Ansichten zu subtilen physikalischen Einflüssen auf das Wasser und zum Gedächtnis des Wassers vertreten, die nicht von allen ihren Forscherkolleginnen und –kollegen geteilt wurden. Doch ihrem profunden Wissen und ihrer grossen Emphathie für alle Menschen rund um sie ist es zu verdanken, dass sich niemand aus einer Diskussion mit ihr stehlen konnte, ohne selbst ins Nachdenken gekommen zu sein.
  • Verlage und Contentverwalter

    20.02.2016, Planloser
    "Die Situation in der Wissenschaft ist komplett anders als die in der Kunst- & Musikszene. In der Wissenschaft machen die Forscher.innen die Arbeit und die Steuerzahlenden bezahlen sie oft."

    Also das sehe ich leider ganz anders, den die Film und Musikszene wird ebenfalls zu einem gut Teil vom Staat gefördert und auch die Wissenschaftsverlage selbst zahlen einige Studien. Zu welchen Teilen, darüber lässt sich sicherlich streiten.

    Das Problem befindet sich in der irrsinigen Annahme dass, wenn man alles über finanzielle Anreize sprich über "Märkte abwickelt sich alles von alleine löst. Früher haben sich Forscher mit erlangen der Professur quasi zur Ruhe gelegt, nicht alle aber eine Minderheit schon - genug um das ganze zu instrumentalisieren, heute können Forscher ohne zusätzliche Gelder kaum noch forschen. Daher kommt es dazu das einige fast 50% ihrer Zeit nur mit dem Geld eintreiben beschäftigt sind die dann über teils ausbeuterische Helfer letztlich realisiert werden. Dabei werden natürlich eher Kundenwünsche akzeptiert und nicht das was nach Sicht des Forschers sinnvoll ist.

    Ähnlich verhält es sich in der Musik und Filmindustrie. Da wird noch nach Geld gegriffen wenn der Künstler schon lange Tod ist und beruht sich damit auf das Urheberrecht - etwas was durchaus vor 30 Jahren noch sinnvoll war um Risiken und Kosten abfedern zu können. Heute hat man keine Grenzkosten mehr - wer berühmt sein will muss letztlich nur gut sein und dann vertreibt sich das alles ohne Werbung sofern Algorithmen und Betreiber der Webseiten (z.B. Google bei Youtube) es zulassen.

    Ebenfalls ist es für Forscher ein Einfaches eine globale Datenbank zu erstellen worauf sich jeder beziehen kann und als sein Eigentum auch darüber verfügen darf - ähnlich wie ich bei Youtube natürlich meine eigenen Videos löschen, monetarisieren oder verstecken kann.

    Ich verstehe daher nicht welche Funktion Contentverwalter und Verlage bieten außer eventuelle Gewinne für die Forscher und Künstler zu schmälern und Werbung zu betreiben die lediglich fokussierend wirkt aber nicht animiert. Es sind eigentlich nur noch gigantische Verwaltungen die auf ihre Sinnhaftigkeit bestehen.
  • Über-konfessionelles Weihwasser ???

    19.02.2016, Badhofer
    Liebe Redaktion
    Bedeutet das also, dass nichts dagegen spricht, mit konfessionellem Weihwasser Schindluder zu treiben? Konfessionelles Weihwasser ist immerhin ein wesentlicher Bestandteil des größten Multi-Billiardengeschäftes aller Zeiten.
  • Zahlen

    19.02.2016, Manuel Bonik
    Die Trafficzahlen im Artikel weichen stark ab von dem, was wir gemessen haben: Im Januar lag der Traffic von sci-hub bei mehr als 110.000 unique visitors pro Tag. Da hat sich der Autor wohl ein wenig zu sehr auf das verlassen, was in Nature (gleichfalls falsch bzw. veraltet) stand. Das Wachstum liegt, schon seit Monaten, bei ca. 25% im Monat! Es gab einen kurzen Einbruch nach dem Domain-Wechsel, aber der war innerhalb weniger Tage ausgeglichen.
  • Weihwasser?

    19.02.2016, Badhofer
    Wie verhält sich das beim Weihwasser? Weihwasser wird an kath. Universitäten unter dem Fach "Liturgie" unterrichtet.
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr Badhofer,

    zum Thema Weihwasser äußert sich der Autor vorsichtig, wohl um auf religiöse Gefühle Rücksicht zu nehmen. Heiliges oder Weihwasser sei im Rahmen ritualisierter Segnungen als Symbol zu verstehen, bei dem keine stoffliche Veränderung eintrete. Bergmann kritisiert allerdings, im Internet werde mit dem Verkauf von "überkonfessionellem Weihwasser" Schindluder getrieben.

    Mit freundlichem Gruß, d. Red.