Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Wie man`s macht, macht man`s verkehrt

    26.03.2015, Julia Krämer
    Leider sind an solchen "Auswüchsen" zu einem großen Teil die Helikopter-Eltern Schuld, die uns Lehrer mit Forderungen, Ängsten, Tipps, Belehrungen, Vorhaltungen, Drohungen, etc. bedrängen.
    Ich unterrichte an einem Gymnasium, an dem die Möglichkeit bestand, die Sonnenfinsternis gemeinsam zu betrachten.
    Leider war der Himmel sehr wolkenverhangen. Wäre es nicht so gewesen und wäre trotz unserer sehr guten Vorkehrungsmaßnahmen und Organsiation im Kollegium und auf dem Schulgelände irgendein Schüler zu Schaden gekommen, weil er - um sich kurz rebellisch oder mutig vor den anderen hervorzutun - ohne Schutzbrille in die Sonne geguckt hätte, dann hätten aber sofort die Eltern auf der Matte gestanden und geklagt. Und dann hätte man auf die fehlende Verantwortung der Pädagogen geschimpft.
    Das habe ich mittlerweile gelernt: Wie wir`s machen, machen wir`s verkehrt. Aber egal. Dafür haben wir - trotz einiger Eltern - auch den tollsten Job der Welt!! :-)
  • Vor 16 Jahren ...

    26.03.2015, Michael S.
    ... wurden Sonderzüge organisiert, damit Schülerinnen und Schüler aus NRW die totale Sonnenfinsternis im Süden erleben konnten: Link
    Welch ein Gegensatz!
  • Logische und nachvollziehbare Reaktion

    26.03.2015, Johannes Meier
    Mir scheint das eine logische und nachvollziehbare Reaktion von Eltern, Lehrern und Schuldirektoren darauf zu sein, dass die Journalisten zum einen fortwährend Panik erzeugen und zum anderen bewiesenermaßen lügen.

    Gerade erst gab es eine Sendung von Günter Jauch, in der er und seine Redaktion eine dermaßen unverschämte Verfälschung der Aussage des griechischen Finanzministers gezeigt haben, dass man sich als des logischen Denkens und Englischen mächtiger Deutscher nur schämen konnte.

    Das Niveau auch der sogenannten Qualitätspresse sinkt immer mehr, die Menschen haben gelernt, dass sie sich auf nichts und niemanden mehr verlassen können.

    Dagegen anzukämpfen und aufzuklären ist natürlich schwer. Physiklehrer und Eltern, die sich gut genug mit der Sonnenfinsternis und dem notwendigfen Schutz davor auskennen, hatten es sicher nicht leicht. Ähnlich sieht es aber bei Politik, Sprachen oder anderen Naturwissenschaften aus.
  • WIssenschaftlich gesehen ist Zweifel (fast) immer gut :)

    26.03.2015, MaLu
    Leider sind die angemeldeten Zweifel und andere Statements im ersten Kommentar ziemlich unwissenschaftlich und scheinen eher eine Art negatives Wunschdenken auszudrücken.
    Ein wenig Nachlesen hätte darüberhinaus ergeben, dass die Korrektur menschlicher Fehler eben doch (einigermaßen) funktionieren kann. Ein Beispiel dafür wird im Artikel genannt: Campbell Island.
  • Tja, der Elfenbeinturm...

    26.03.2015, Christian
    ... ist eine wunderbare Sache. Wohl dem, der darin -entrückt vom wirklich wahren Leben- ein warmes, gut dotiertes Plätzchen ergattert hat, von dem er auf die Irdischen mit ihren so fernen Problemen herabzürnen kann.

    An unserer Schule wurden übrigens die jüngeren Schüler komplett mit SoFi Brillen ausgestattet. Entstehung und Gefahren der SoFi wurden vorher im Unterricht ausführlich thematisiert. Alle Schüler durften nach eindringlicher Warnung in den Pausen nach draußen.

    Als sich dann die Sonnenfinsternis aufgrund von Wolken/Hochnebel jeglicher Beobachtung entzog, waren alle Verantwortlichen sehr erleichtert. Aber für derartige Empfindungen gibt es im Elfenbeinturm natürlich keinerlei Verständnis.
  • Ratten

    26.03.2015, Ulrich Schulz
    Was ein "toller" Leserbrief bezüglich der Ratten! Dann laßt uns mit der Bekämpfung der Ratte generell aufhören, ist ja alles nur Romantik! Schöne neue Welt demnächst.

    Ich hatte während des Lesens des Artikels mit mir gewettet, daß genau so eichn Leserbrief am Ende stehen würde. Gewonnen! Was sind wir doch für böse Menschen, der Natur so ins Handwerk zu pfuschen! Ne ne ne!
  • so ein quatsch!

    25.03.2015, shumil
    'wo sie für die Verdauung von Kohlenhydraten zuständig zu sein scheinen'

    diese steinzeitmenschen waren keine getreideesser - wem nützt dieser völlig substanzlose artikel?

    firmen wie kraft, heinz und nestle, damit die menschen bloss nicht auf die idee kommen, von deren fast-food abstand zu nehmen!

    Antwort der Redaktion:

    Liebe(r) Leser(in),
    vielen Dank für Ihre Zuschrift. Die Aussage "für die Verdauung von Kohlenhydraten zuständig" bezieht sich im Artikel zunächst einmal nur auf Schweine. Ob Treponema im menschlichen Darm diese Aufgabe übernimmt, ist noch nicht geklärt.
    Darüber hinaus ist es zwar richtig, dass die menschliche Ernärung in der Altsteinzeit kohlenhydratärmer war als unsere heutige, es wäre jedoch ein Irrtum anzunehmen, dass diese Menschen gar keine Kohlenhydrate zu sich genommen haben. Die entsprechende Ausstattung dazu, sogar zur Verdauung von Stärke, war jedenfalls vorhanden - möglicherweise mit Unterstützung von Treponema.

    Beste Grüße, jd / Red

  • Haftungsfreistellung

    25.03.2015, Friedrich Lauterbach
    Ich habe von Schulen gehört, die sich eine Haftungsfreistellung der Eltern unterschreiben haben lassen. Gleichzeitig mussten die Eltern für geeignete Schutzbrillen sorgen, ansonsten durften die Kids nicht nach draußen. Ich frage mich einfach, was lernen die Schüler dabei? Wie die Natur funktioniert oder wie man sich juristisch absichert? Weils mich aufgeregt hat habe ich mir innerhalb von 10 Minuten eine einfachste Projektion nach dem Lochkamera-Prinzip aufgebaut und ein paar schöne Bilder gemacht, s. hier: http://heliosoph.mit-links.info/how-i-watched-the-solar-eclipse-low-cost-and-safe

    Wenn man im Physikunterricht in der Schule auch mal aufpasst und im späteren Leben in der Lage ist, sein Hirn zu benutzen finden sich oft sehr einfache Lösungen; die vorherrschende Panikmache brauchts dann nicht mehr.
  • Journalisten, Lehrer, Erzieher...

    25.03.2015, verwundert
    Ich plaudere jetzt ein bisschen aus dem Nähkästchen: an MEINER Schule haben so viele besorgte Eltern angerufen, die Angst hatten, dass sich die Kinder um das Augenlicht bringen, dass tatsächlich aufgerufen wurde, die Fenster zu verdunkeln.
    Hysterie auf Elternseite, mangelnde Souveränität auf ministerieller & schulischer Seite.
  • Pädagogische Angsthasen.

    25.03.2015, Dr. Thomas G.
    Wir bauen die besten Autos, haben die besten Ingenieure und Wissenschaftler, sind ein Hightech-Land und wohl alles andere als Stolz darauf. Ein Land der Dichter sind wir vielleicht noch. Ein Land der Denker aber nicht mehr. Ein Land von ungebildeten Angsthasen werden wir in wenigen Jahren sein.

    Auch die Schule einer meiner Töchter hat wohl den Kinder nicht erlaubt die SoFI zu sehen. Als Physiker und Physiklehrer fand ich es Unmöglich. Ein astronomisches Ereignis, das wir erst wieder in 11 oder 12 Jahren erleben können , zu verpassen ist verantwortungslos. Zum Glück ging es meine Tochter in der Nacht vor der SoFi nicht gut, so dass sie die SoFi mit uns sehen konnte. Sie war begeistert und will Astronomin werden.
  • Sind die Pauker noch zu retten?

    25.03.2015, Bernhard Schmidt
    Da bekommen die Kinder permanent auch in der Schule eingetrichtert, dass Sonnenenergie gut und Kernkraft ganz arg böse ist. Aber keiner erklärt ihnen, dass Sonne Kernkraft pur ist. Und dann signalisiert ihnen der Leerkörper auch noch, dass die Sonne gefährlich ist. Ja, wisst ihr überhaupt noch, wo oben und unten ist, ihr Pauker?

    Solch unterschiedlichen Interpretationen eines einfachen und im galaktischen Maßstab noch nicht mal herausragenden Himmelskörpers ist ein sehr deutliches Indiz, wie die grüne Ideologie in den vergangenen Jahrzehnten die Bildungsrepräsentanten komplett verwirrt und für ihre Aufgabe eigentlich disqualifiziert hat. Aber es zeigt auch, wie sich die grünen Feindbilder langsam verirren: auf einmal sind Windräder, Stromtrassen und die Sonne die Bösen. Hoffentlich zerbricht diese verquaste ideogische Verklärung der Naturrealiäten endlich an ihren inneren Widersprüchen.
  • No risk, no fun?

    25.03.2015, Lothar Weiß
    sie schreiben viel Richtiges, aber die Frage ist folgende:
    Sollten Sie die Verantwortung für 30 Kinder haben, von denen nur ein kleiner Teil jene Brillen hat, die vor Augenschäden schützen, würden Sie das Risiko eingehen, dass eines der Kinder zu lange in die Sonne blickt? Sie werden niemals alle Kinder im Blick haben können! Also wenn Sie mich fragen, ich finde die Lösung gar nicht so dumm, immer nur mit "bebrillten" Kindern in Gruppen eine Weile hinaus zu gehen (das heißt ja nicht, dass nicht alle die Gelegenheit haben, die Sonnenfinsternis zu sehen. Man kann ja abwechseln). Genauso würde ich mit Lochkameras und ähnlichen Gerätschaften verfahren: immer nur in kleinen Gruppen und nicht zu lange, damit alle drankommen. Sie schreiben von "absolut sicheren Methoden", doch sicher ist nur, dass das eine oder andere Kind zur Sonne schauen wird, wenn sie stundenlang, möglicherweise unbeaufsichtigt, ohne Schutzbrille im Freien sind. Wäre ich Lehrer, dann würde ich auch lieber als Spielverderber dastehen, als eines der Kinder zum Augenarzt bringen zu müssen. Ob nun das zitierte Schreiben ("von diesen Lichtstrahlen bestrahlt") authentisch ist oder nicht, sicherlich ist so etwas eher die Ausnahme. Ich bin mir sicher, die meisten Schulen haben den Schülern, im Rahmen ihrer Möglichkeiten, ermöglicht die Sonnenfinsternis mitzuerleben.
  • Im Grunde ist es gleich, ob der Archaeopterix ein Vogel war oder nicht.

    25.03.2015, Nikola Mühlfeld
    Dinosaurier sind NICHT ausgestorben. Das sollte endlich raumgreifend begriffen werden. Erst recht,wenn Vögel schließlich als Dinosaurier gelten. Mich stört es immer, wenn in wissenschaftlichen Artikeln selbiges, also das Aussterben immer wieder gesagt wird,auch in Spektrum. dabei handelt es sich um ein Massensterben, bei dem einige Dinoarten wohl ausstarben, aber die Vogelartigen eben nicht. Und schließlich sollte genau dieses mal untersucht werden.
    Dass Federn nicht zum Fliegen entstanden,liegt dabei doch gerade zu auf der Hand. Natürlich waren sie zur Balz da und natürlich zum Wärmen.
    Wenn Fledermäuse mit ihrer Fellhaut fliegen können, bestreitet doch niemand, dass Fell wärmt und dazu konzipiert wurde, sowie der Mensch das Fell nicht mehr benötigt.
  • Völlig sinnlos

    25.03.2015, Gunther Z.
    Ich bezweifele, dass sich dort die Ratten wirklich komplett ausrotten lassen. Zumal ja auch immer wieder Nachschub von Ratten anlandet, auf welche Art auch immer. Aber das ist ja dann auch wieder in ein paar Jahren eine schöne Gelegenheit, dort erneute sinnlose Aktivitäten zu entfalten usw., also wieder einmal ein Perpetuum mobile der Ökobranche. Bewundernswert.

    Ich bezweifele ferner, das es überhaupt sinnvoll ist, dort die Ratten auszurotten oder auch nur zu dezimieren. Im Artikel heißt es: "(...) dass sich das Ökosystem demnächst wieder erholt." Das ist doch nichts weiter als Ökoromantik, genauso wie der unbeweisbare Ausdruck "ökologisches Gleichgewicht". Doch es gibt kein ökologisches Gleichgewicht, denn damit ist doch bloß gemeint: So wie wir uns Ökologie vorstellen, also ganz niedlich und lieb, so mit zwitschernden Vögelchen und kleinen süßen Tieren mit samtweichem Fell. Also Wunschdenken. Die Ratten dort, egal wie sie hingekommen sind, sind eine erfolgreiche Art. Das ist Ökologie, Erfolg oder Misserfolg. Und weder Ratten noch irgendeine andere Art können sich übermäßig vermehren, denn sobald dies geschieht, verhungert der Überschuss durch Nahrungsmangel. Das ist das real existierende Gleichgewicht der Ökologie: Abwechslung von Erfolg und Misserfolg. Dazu gehört selbstverständlich auch die Verdrängung von anderen Arten. Ökoromantiker sollten da nicht eingreifen.

    Hierüber im Artikel weiß man dann endgültig nicht, soll man lachen oder weinen:
    „(…) andererseits müsse man aber bedenken, dass auch die Küken der Seevögel auf unangenehme Weise ums Leben kommen, meint Martin: Sie würden häufig bei lebendigem Leib von den Ratten gefressen.“
    Das sind ja Neuigkeiten. Ja, Ratten sind auch Raubtiere. Schlimm.
  • Noch eine Möglichkeit

    24.03.2015, Jutta Paulus
    ...die ich gerne verwende: für jedes Portal merke ich mir einen eingängigen Satz, bspw. für ebay: "Hier kaufe und verkaufe ich meinen Plunder seit 2005". Daraus wird unter Verwendung der Anfangsbuchstaben das Passwort Hk&vimPs2005. Das ist natürlich nur ein Beispiel, es braucht niemand zu versuchen, sich mit diesem Passwort einzuloggen :-)