Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • Nein?

    16.11.2015, S. N.
    Also bei aller Liebe, ganz selten hab ich etwas gelesen, dass wissenschaftlich noch weniger fundiert war. Aber gut, ich kann mir ja auch eine hübsche Geschichte über die Evolution der Sprache ausdenken, vielleicht wird sie dann ja auch veröffentlicht und ich werde eine große "Forscherin"?
  • Es ist ein Tag wie jeder andere auch.

    16.11.2015, Igor Imre
    Es ist ein Tag wie jeder andere auch.
  • Keine geheimen Untersuchungen

    15.11.2015, Martin Lüthi
    Dass der von Menchen verursachte Klimawandel masive Auswirkugen auf den Planeten hat war auch 1978 nicht geheim. In einem Artikel in Nature mit dem Titel "West Antarctic ice sheet and CO2 greenhouse effect: a threat of disaster" beschrieb J.H. Mercer was uns erwartet, wenn der Verbrauch von fossilen Brennstoffen nicht reduziert wird. Dieser Arikel liest sich wie eine Prophezeihung, die zu lesen mir jedesmal Hühnerhaut einjagt.
  • Das Gottkönigtum

    15.11.2015, Gottfried Heumesser
    geht zurück auf Amenophis III, der erste Pharao, der sich als göttlich verehren ließ. Daher waren auch die Ptolemäer Gottkönige. Und auch Kleopatra stand in diesem Rang. Ihre Attraktivität dürfte wohl etwas unter der von Liz Taylor gelegen sein, aber dem Reiz, mit einer leibhaften Göttin zu schlafen, konnten weder Caesar noch Marc Anton widerstehen. Und kaum hat Octavian die Reihe der Bürgerkriege beendet, wird er selber der göttliche Augustus. Wäre wohl interessant, diesen Zusammenhang zu untersuchen, jedoch dürfte die Quellenlage das nicht erlauben. Die Einfügung eines weiteren Gottes war im Polytheismus kein Problem, der römische Götterhimmel absorbierte so gut wie alle Götter der neu eingegliederten Völker. Außerdem waren die Pharaonen ebenso wie die vorchristlichen Kaiser nicht nur Herrscher, sondern auch Oberpriester.
    Die Transformation zum christlichen Monotheismus machte das jedoch unmöglich: Der Kaiser war nicht mehr göttlich, sonder "von Gottes Gnaden", und auch auf das Amt des Oberpriesters (Pontifex Maximus) musste er verzichten.
    Daher scheint es erstaunlich, sich bei der Untersuchung des Kaisertums auf die christlichen Kaiser zu beschränken.
  • viel zu eingeschränkt

    15.11.2015, Walter Weiss
    Die von der Verfasserin begonnene rote Linie zieht sich erkennbar durch die gesamte bekannte Geschichte weiter - nach 'unten' und nach 'oben', also bis heute mit unserem menschenverachtenden Kapitalismus (nett als Neoliberalismus benannt), vereint mit dem freien Willen paralysierender Frömmelei - wie sie das jüngste Gesetz über die Sterbehilfe zeigt. Gar nicht zu reden von den außerhalb der europäischen Kultur vorherrschenden Verhältnissen. zB absoluter Staat und absoluter Gottesbegriff beim IS.
  • Wie Exxon den Klimawandel entdeckte - und leugnete

    14.11.2015, Heinrich Rott
    Die Wurzel ALLEN Übels sind die BWL'er. Sie haben von Naturwissenschaften absolut NULL Ahnung und würden ihre eigene Großmutter als Jungfrau auf dem Markt verkaufen. Sie leben nur nach dem Motto, Geld scheffeln und dann den nächsten Job, wenn die Firma kaputt ist. Zu Zeiten der Patriarchen - die sie erfolgreich dank der Hilfe von Gewerkschaften vertrieben haben - arbeitete man mit Nachhaltigkeit, weil es um das eigene Geld ging.
    Mein Chemieprofessor sagte schon 1966 im 1. Semester Grundstudium: 'Jede Mark, die man nicht für Energie ausgeben muss, ist eine gute Mark'.
    Und dem ist nichts hinzuzufügen und würde allen - außer den Ölfirmen und -ländern - helfen.
  • Soso

    14.11.2015, F.Brockmann
    Königreiche hatten also viel gemeinsam. Politik nimmt auf Glaubensfragen Einfluss. Wirklich neue und spannende Erkenntnisse.
  • die 13 als Glückszahl

    13.11.2015, Dr. Bernd Walter
    Ich hatte im 2. Studienjahr die Arbeitsplatznummer 13. An einem Freitag, dem 13., hatte ich die Analyse 13, 14 und 15 richtig. Und ich habe an einem Freitag, dem 13., noch nie Unglück gehabt. Zwar ist der heutige Tag noch nicht vorüber, aber ich bin nicht ängstlich.
  • Ach ja, endlich wieder einmal eine Apokalypse

    13.11.2015, Fritz Kronberg
    Sowohl dieses "Manifest", als auch die bisherigen Reaktionen sind zu eindimensional im Denken, und das kann auch gar nicht anders sein, denn der Mensch ist nun einmal so strukturiert. Von wirklicher künstlicher Intelligenz sind wir noch meilenwert entfernt, und ein Algorithmus kann nicht herrschen. Er kann nur Lösungen für genau definierte Problem liefern. Herrschen können Menschen, eventuell mit seiner Hilfe. Auch Supercomputer funktionieren noch nach dem Gigo-Prinzip (garbage in - garbage out). Von künstlicher Intelligenz kann man erst reden, wenn der Rechner in der Lage ist, Müll zu erkennen und zu ignorieren. Einer solchen Maschine würde ich dann allerdings mehr trauen, als einer noch so wohlwollenden Regierung. Trotzdem ist natürlich eine menschliche Kontrollinstanz unerläßlich. Zur Zeit jedenfalls hat es jeder selbst in der Hand, wieviel an Beeinflussung er sich aussetzen möchte, und wie er seine Informationsquellen wählt.
  • Lunisolarkalender auch heute noch aktuell

    13.11.2015, Erich Rückl
    "... Die Lunisolarkalender beispielsweise mussten nach mehreren Jahren regelmäßig einen 13. Monat einfließen lassen, um sich an das tatsächliche Sonnenjahr anzupassen." Der jüdische Kalender, der heute noch gilt, kennt die Regel, dass innerhalb einer Periode von 19 Jahren es sieben Jahre geben muss, die einen 13. Monat als Schaltmonat einschieben. Es ist also kein Wunder, dass die "13" auch heute noch bei den Juden als Glückszahl gilt.
  • Bilderkennung durch kuenstliche Intelligenz

    13.11.2015, Jan Günyel
    Ich halte den Ansatz, den Computer auf den reinen Pixelmischmasch loszulassen fuer absolute Verschwendung von Zeit und Ressourcen. Wir werden hier erst dann gewuenschte Ergebnisse erziele, wenn die dritte Dimension mit ins spiel kommt. Der Rechner kann damit sehr viel schneller Formen erkennen. Minimale perspektivische Verschiebungen machen eindeutige Zugehoerigkeit einzelner Bildpunkte zu einem Objekt, einer grundlegenden Kategorien sehr viel schneller eindeutig.
  • Es gibt auf der Erdoberfläche auch solche auffällig ähnlich große Rundformen

    12.11.2015, Kurt Gminder
    Mit einem Halbmesser von etwa 2000 Km gibt es viele fast Kugelrunde Formationen, Afrikas Westteil, der Südzipfel, der Amerikanische Gebirgsteil, die Bogenkette von Alaska bis Vietnam wobei die glatte Rundform von Chinas Küste besonders charakteristisch ist, der Himalaya Bogen, die zwei Batzen von Australien und die Batzenform von der Antarktis.
  • Die Katastrophe ist jetzt schon da

    12.11.2015, S. Kächele
    Ich möchte Herrn Schulze beipflichten und weitere Akzente setzen. Je komplexer die Systeme werden, desto fehleranfälliger werden sie. Das sieht doch jeder im Umgang mit seinem PC, Tablet, Smartphone, aber auch daran, was passiert, wenn ein Ampelsystem, das Stromnetz oder bei einem grossen Anbieter wieder mal das Netzwerk ausfällt (z.B. neulich Skype oder die Ausfälle des NYS).

    Mit offenen Augen passiert das überall dauernd und täglich. Mit grösserer Vernetzung und Pseudo-Intelligenz werden die GAUs einfach nur NOCH grösser. Der Turmbau von Babel lässt grüssen.

    In diesem Zusammenhang sehe ich die Rückkopplung der gewachsenen Datenflut in einer starken Qualitätsverschlechterung der Veröffentlichungen. Die Menschen leben in einem enormen Kommunikationsdruck, unter dem die inhaltliche Qualität leidet. Das beobachte ich seit Jahren und auch hier bei dem digitalen Angebot von Spektrum. Das wiederum wirkt sich auch auf die Qualität des Denkens und der Lösungssuche aus. Ich halte deshalb viele Ansätze und Schlussfolgerungen der Autoren einfach für falsch, bzw. auf falschen Voraussetzungen aufgebaut.

    Als momentan Wichtigstes erscheint mir dem einzelnen Bürger in Deutschland (und auch der EU) seine direkte politische Entscheidungsmöglichkeit in Form Direkter Demokratie auf Bundesebene zurückzugeben, durchaus auch als digitale Wahlmöglichkeit. Dann erübrigt sich vieles von selbst, weil dann doch einige Bürgerentscheide zu einer Menge von Themen anstünden, die nun mal kein Supercomputer lösen kann, (weil niemand ihn damit beauftragt oder er die interne Berechtigung dazu nicht hat).
    Falls das (Direkte Demokratie) nicht geschieht, passieren weiterhin täglich all die strunz-idiotischen Dinge, die man seit Jahren und derzeit an politischen Entscheidungen, Fehlentscheidungen und Nicht-Entscheidungen beobachten kann und keine digitale Intelligenz wird daran etwas ändern.
  • Entschleunigung

    12.11.2015, Jürgen Schulze
    Was wir benötigen - aber nicht mehr bekommen werden - ist eine Entschleunigung in der gesellschaftlichen Diskussion und Problemfindung.
    Entscheidungen, die in Sekunden und dann, weil man annimmt, es so besser zu machen, in Bruchteilen von Sekunden von Maschinen auf Grundlage von Massendaten getroffen werden, können vielleicht Ampeln 99,9% der Zeit optimal steuern. Aber wehe ein Wagen steht quer und die Kamera ist ausgefallen. Dann geht nichts mehr.
    Ich habe früher bei einem internationalen Dienstleister gearbeitet, der sich auf die Verarbeitung von Kosumgüterdaten spezialisiert hat. Und da sind mir schnell zwei Schwachpunkte aufgefallen:
    1. Schrott rein, Schrott raus - Wenn die zu verarbeitenden Daten falsch gemessen oder falsch erhoben wurden, sei es technisch falsch oder semantisch falsch, dann taugen auch terabytegroße Datenbestände nichts.
    2. Es wurden die falschen Fragen gestellt - Zum großen Teil wurden "den Daten Fragen gestellt", die nur eine gefilterte aber niemals eine neue Sichtweise zeigte. Es wurde ermittelt, was man "eh schon wusste" oder nur noch einmal bestätigt haben wollte. Das hätte ich auch mit Papier und Bleistift erledigen können.
    Nein, Probleme lassen sich nicht mit noch mehr Maschinen sondern nur mit weniger Maschinen lösen. Und mit Zeit im politischen Diskurs.
    Aber wer heute von Amazon noch am selben Tag beliefert wird, der möchte auch für das Flüchtlingsproblem eine Lösung noch vor der Mittagspause haben. Aber das funktioniert nicht.
  • Wir haben schon verloren

    12.11.2015, Jürgen Schulze
    Meine persönlichen Erfahrungen aus 30 Jahren IT und 20 Jahren Internet zeigen, dass es keine Systeme gibt, die nicht fehleranfällig wären. Was passieren kann, passiert auch, irgendwann.
    Ich kann innerlich nur lachen, wie leichtfertig heutzutage von künstlicher Intelligenz geredet wird, wenn es doch nur um die massenhafte Verarbeitung von Daten auf vorgegebenen Algorithmen-Pfaden geht. Das hat mit Intelligenz nichts zu tun. Intelligenz ist für mich definiert als das kreative Reagieren auf unbekannte Probleme. Eher gelingt die kalte Fusion als eine "wirkliche" KI.
    Nur der Mensch in all seiner Unvollkommenheit hat es bisher geschafft, am Leben zu bleiben und sich zu entwickeln.
    Big Data schafft eine Pseudo-Genauigkeit, die letztlich fehleranfällig ist. Nur sind in einer unlösbar vernetzten Welt die Konsequenzen aus Fehlern katastrophal. Wer sich nur auf scheinbar intelligente Maschinen verlässt, wird irgendwann einmal ein furchtbares Schicksal erleiden.
    Und sei es auch nur, dass trotz Fitness-Armband (die freiwillige Rückkehr in Mutter-Kind-Strukturen) der Kassenbeitrag erhöht wird, weil die Daten mit amerikanischen Dezimalpunkt statt deutschen Dezimalkomma gesendet wurden. Ihr glaubt das nicht? Wir haben 2015 und noch heute gibt es keine 100% zuverlässigen Systeme, die Datumsangaben immer korrekt verarbeiten können. Und so einem Big Beta System soll ich meine Gesundheit, meine Zukunft oder auch nur mein Geld anvertrauen? So kann doch nur ein unmündiger Dummkopf handeln.