Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Das ist kein Kartenspiel,...

    14.10.2009, Heiko Drawe, Germering
    ... das ist ein preiswertes Experiment.
    Es sollte durchgeführt und das Ergebnis veröffentlicht werden.
    Beste Grüße
    Heiko Drawe
  • "Missing Link"

    12.10.2009, Andrea Kamphuis
    Sehr geehrter Herr Jahn,

    vielen Dank für Ihre kritischen Anmerkungen zum Ida-Hype! Die Tendenz zur sensationalistischen Selbstvermarktung in den Naturwissenschaften erfüllt mich mit Sorge, weil so unter Umständen eine "PR-Rüstungsspirale" in Gang gesetzt wird und Forscher, die ebenfalls bedeutende, aber unspektakuläre Arbeit leisten, es immer schwerer haben, in der Öffentlichkeit und bei potenziellen Geldgebern Anerkennung zu finden. Gut zu wissen, dass andere solche Übertreibungen ebenfalls skeptisch sehen - (auch) dazu ist Wissenschaftsjournalismus da.

    Mit freundlichen Grüßen
  • Retroviren XMRV

    09.10.2009, Dr. Klaus Moll
    Sie schreiben, dass 3,7 Prozent der Gesunden den XMRV Virus in sich tragen, also demzufolge etwa 250 Millionen Menschen. Dann aber kommt an anderer Stelle eine Zahl für alle Retroviren von 10 Millionen Menschen. Woher dieser Unterschied?

    MfG
    Klaus Moll
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr Moll,



    entschuldigen Sie meinen Fehler. Die Forscher haben tatsächlich in 3,7 Prozent der untersuchten gesunden Probanden das Virus gefunden; die Kommentatoren Coffin und Stoye schlossen aus diesem Wert auf "rund zehn Millionen Menschen in den USA" und "vielleicht Hunderte von Millionen Infizierter weltweit". Letzteres trifft ganz gut die von Ihnen korrekt angemerkten etwa 250 Millonen Menschen. Ich war leider unaufmerksam und bin mit den Zahlen durcheinander geraten, ohne dann noch einmal darüber nachzudenken. Ich habe die Korrektur im Text eingefügt.



    Herzlichen Dank für Ihre Anmerkung,

    mit freundlichen Grüßen

    Jan Osterkamp (Redaktion spektrumdirekt)

  • Kooperation bei Marktgeschehen

    09.10.2009, Manfred Peters, Hamburg
    Die Autoren wollen die Evolutionstheorie zur Analyse und sogar Vorhersage von Marktgeschehen nutzen. Dabei wird die Evolution als das Zusammenspiel von Konkurrenz - Mutation - Auslese verstanden. M. E. fehlt darin ein wichtiges Element: Kooperation. Das erinnert mich doch ein bisschen an Sozialdarwinismus.

    Der Artikel ist aber sonst sehr schön!!!
  • Hirnloses Zufallsprodukt? - Frage zu Herrn Wollschläger

    09.10.2009, Prof. Paul Kalbhen, Gummersbach
    Zum Leserbrief von Herrn Dipl.-Ing. Peter Wollschläger habe ich folgende "kleine Anfrage":

    Die beiden zuerst genannten Komponenten fasst die Physik m. E. unter dem Begriff der statistischen Naturgesetzlichkeit zusammen - doch wer soll den Zufallsgenerator programmiert haben, oder soll er selbst ein "hirnloses Zufallsprodukt" sein?
  • Bitte um fundierte Recherchen

    09.10.2009, Prof. Dr. M. Gross
    Sehr geehrte Damen und Herren,

    In diesem Artikel wird u.a. auf die Röntgenkristallografie eingegangen, die "schon Watson und Crick" eingesetzt hätten. Jedem Wissenschaftsjournalisten sollte die Tatsache bekannt sein, dass diese Technik, die entscheidend zur Strukturaufklärung der DNA beigetragen hat, nicht von den beiden sondern von Rosalind Franklin und Maurice Wilkens eingesetzt wurde.
    Von den Artikeln, die auf dieser Plattform veröffentlicht werden, erwarte ich höhere Genauigkeit, als dies vielleicht in normalen nicht wissenschaftlich orientierten Medien der Fall ist.

    Mit freundlichen Grüßen

    M. Gross
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr Prof. Gross,



    vielen Dank für Ihren Hinweis. Natürlich haben Sie
    Recht: Die Beschreibung der DNA-Struktur vorn James Watson und Francis Crick beruht auf den röntgenkristallografischen Arbeiten von
    Rosalind Franklin und Maurice Wilkens. Ich habe die Passage im Artikel entsprechend angepasst.



    In unserem Dossier "50 Jahre Doppelhelix"haben wir 2003 die etwas tragische Rolle von Rosalind Franklin bei der Entdeckung der DNA-Struktur ausführlich dargestellt.



    Mit freundlichen Grüßen



    Andreas Jahn

    Redaktion spektrumdirekt
  • Ein Reflex?

    09.10.2009, Michael Kühnapfel
    Sexismus scheint in der Redaktion bei manchen Themen reflexhaft aufzutreten. An und für sich ein interessantes Thema der Technikgeschichte, von dem ich noch nie gehört hatte. Aber schon das Binnen-I ist nicht nur falsch, sondern überflüssig, es handelt sich ja um ausschließlich um weibliche Pioniere, also Pionierinnen.

    Gut, gedankenlose PC ist ja im Journalismus nicht selten. Den letzten Satz hätte man sich aber sparen können - da das Thema nun beim besten Willen keine Diskriminierung erkennen lässt, musste sie schnell noch unterstellt werden. Der längst widerlegte Mythos vom "Unterdrücker" Mann musste doch noch her.

    Das wäre nicht der Rede Wert, wenn Wissenschaft Online nicht wissenschaftsjournalistische Ansprüche für sich in Anspruch nehmen würde. Und gruselig, dass Sie lieber Glaubwürdigkeit aufgeben als Sexismus. Schade.
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr Kühnapfel,



    haben Sie herzlichen Dank für Ihren Leserbrief!



    In beiden Punkten möchte ich Ihnen allerdings widersprechen. Zu den "PionierInnen", auf die im Text eingegangen wird, zählen natürlich auch die beiden Männer Lovelace und Flickinger, die das Projekt unter hohem persönlichen Einsatz vorangetrieben haben.



    Dass man in der NASA durchaus nicht unglücklich darüber war, die "Frauen-Frage" so geschickt umgehen zu können, ist keine unbegründete Unterstellung. Im genannten Artikel zitieren die Autoren beispielsweise aus einem Brief Flickingers an Lovelace: "Der Konsens (mit der Air Force) war, (...) dass das Risiko schlechter Publicity bei einer Fortsetzung des Projekts zu groß würde. Der Widerstand wurde derart einhellig vorgebracht, dass ich mich nicht in der Lage sah, sie zu überstimmen." Die Ausführungen beziehen sich auf eine Frühphase des Projekts, an der die Air Force noch beteiligt war.



    Die Autoren schließen mit der Zusammenfassung: "Die kulturellen Normen und Geschlechterrollen dieser Zeit machten die Durchführung des Programms praktisch unmöglich."



    Mit freundlichen Grüßen

    Jan Dönges

    Redaktion spektrumdirekt
  • Es gibt keine Farben - Antwort auf Dr. Schleip

    08.10.2009, Harald Weiche, Garbsen
    Um das Bild der Farben aufzugreifen: Natürlich gibt es im physikalischen Sinne keine Farben. Elektromagnetischen Quanten läßt sich eine Wellenlänge zuordnen. Und es gibt Quanten aller Wellenlängen.

    Farben sind ein subjektiver Eindruck, der mit unsem Sehapparat zusammenhängt und in unserem Kopf entsteht. Die Gruppierung zu Farben rot, got, gold, schwarz hat teilweise nicht einmal eine Quantenentsprechung.

    Wie schön, wenn alles 597 bis 530 nm wird (grün).
  • Rassen statt Gradienten?

    07.10.2009, Dr. H. Schleip, Birkenfeld
    „Rassen gibt es nicht“, meint der Autor, sondern nur „Gradienten“, weil die „scharfe Abgrenzung“ fehle. Mit der selben Berechtigung ließe sich auch behaupten, es gebe keine Farben – bei Farbspektren sind die Übergänge von einer Wellenlänge zur anderen eher noch unschärfer. Und für das Spektrum der Wissenschaft gilt entsprechendes – gibt es deswegen keine Wissenschaften, sondern nur Gradienten?
    Die heute auch unter Wissenschaftlern verbreitete Distanzierung vom Rasse-Begriff hat ideologische als wissenschaftliche Gründe: Gegen Schimpansen-Unterarten hat niemand etwas einzuwenden, aber von Menschen-Rassen zu reden hält man für unanständig, weil man sie als Träger menschlicher Biodiversität nicht beachtet und in ihnen nur noch Quellen von Ungerechtigkeit und Gewalt sieht.

    Antwort der Redaktion:

    Sehr geehrter Herr Dr. Schleip,



    haben Sie herzlichen Dank für Ihre Zuschrift.



    Die Aussage, die Sie kritisieren, richtet sich gegen das früher übliche Schwarz-Weiß-Denken. Anthropologie und Genetik zeigen heute klar, dass zwischen den menschlichen Bevölkerungen keine scharfen Grenzen existieren, stattdessen aber fast überall nur „Übergangsbereiche“. Noch erstaunlicher: Genetisch unterscheiden sich alle Menschengruppen in dieser Hinsicht nur sehr wenig. Die paar Mutationen, die etwa die Hautfarbe verändern, fallen da kaum ins Gewicht.



    Wenn Systematiker Unterarten deklarieren, meinen sie damit dagegen deutlich verschiedenartige, auch genetisch abgrenzbare Populationen. Das Erbgut der Schimpansen hat m. W. tatsächlich eine wesentlich größere Bandbreite als das des Menschen. Das dürfte am viel höheren Alter von deren Populationen liegen und an ihrer offenbar lange getrennten Entwicklung. Im Übrigen fällt es den Biologen in manchen Fällen sogar schwer, bei Tieren Artgrenzen zu bestimmen. Wir möchten die Natur gern sortieren, nur macht sie uns das bei genauerem Hinsehen nicht leicht.



    Eine ausführliche Erörterung dazu finden Sie in dem Artikel von SdW im Mai-Heft 2005, S. 90: „Menschenrassen – eine Fiktion“.



    Freundliche Grüße



    Dr. Adelheid Stahnke
  • Commons sind kein Niemandsland

    06.10.2009, Stefan Meretz, Berlin
    Die Hardinsche Commons-Tragödie bezieht sich auf ein ungeregeltes "Niemandsland", nicht jedoch auf Commons, für deren Nutzung eine Gemeinschaft Regeln verabredet hat. In dem erwähnten Verhaltensexperiment nimmt die Kenntnis des Mitspielerverhaltens die (dürftige) Rolle der Kommunikation ein, die in echten Commons-Gemeinschaften die Grundlage des Handelns ist. Hätte das Spiel eine echte Kommunikation und die Verabredung von Regeln erlaubt, wäre die Bilanz vermutlich noch besser ausgefallen - ganz im Sinne der Commons. Die Moral ist also eine viel weitergehende: Wenn die Menschen über ihre Angelegenheiten und Ressourcen selbst entscheiden können, sind Commons eine lebendige Alternative zur Konkurrenzproduktion in der Marktwirtschaft. Wikipedia und Freie Software machen es vor.
  • Radioaktiven Müll in die Sonne schießen?

    06.10.2009, Dipl.-Ing. Daniel Schiller
    In seiner Antwort schlägt Prof. Gethmann vor, man könne den Atommüll "... mit Schlichtraketen in berstsicheren Behältern in die Sonne transportieren."

    Diese Idee geistert immer wieder mal durch die Köpfe der Menschen. Nur, sie geht komplett an der Realität vorbei. Raumfahrt ist teuer, aufwändig und unsicher.

    Der energetische Aufwand, um ein Kilogramm aus dem tiefen irdischen Potentialtopf der Erde in den Orbit zu bringen, ist bereits enorm. Um dann die Erde endgültig zu verlassen, muss nochmals deutlich mehr Energie aufgebracht werden. Und auch die Sonne erreicht man nicht zum Nulltarif (Mars ist einfacher zu erreichen), da man, einmal von der Erde befreit, enorm bremsen muss, um ins Innere des Sonnensystems zu "fallen". Nicht umsonst ist Merkur von unseren Sonden bisher noch wenig besucht worden.

    Raumfahrt ist auch alles andere als sicher, zumindest unter dem Aspekt "absoluter" Sicherheit. Fehlstarts werden immer einkalkuliert. Wer möchte schon "berstsichere" (schwere) Behälter in den 8 Minuten eines Starts über den halben Globus verteilen? Wer möchte die Trümmer suchen? Wer versichert das? Überhaupt, was sind Schlichtraketen? Billig? Einfach? Sicher?
  • Äquivalenzprinzip und Finanzmärkte

    05.10.2009, Dr. Hans Sauer, Veitshöchheim
    Zu einer Effizienzangabe gehört nach meinem Dafürhalten immer eine Zahl, die den Grad der Efffizienz angibt. Das Postulat der effizienten Märkte (oder nach G. Stix: Eckpfeiler der Finanztheorien), von E. FAMA vor über 40 Jahren aufgestellt, reicht dafür nicht mehr aus. Ich halte das inzwischen für wissenschaftlich bedenklich, zumal man inzwischen Alternativen hat, die tatsächliche Effizienz eines Finanzmarktes bestimmen zu können. Das von Weizsäcker begründete Äquivalenzprinzip von Information und Materie, angewandt auf Finanzmärkte, macht dies heute möglich. Man muss hier die Effizienz (oder Rationalität) nicht mehr postulieren, sondern kann sie aktuell berechnen. Z. B. beträgt die Effizienz des Dax® im Durchschnitt 55%. „Effizient“ wären in einem rationalen Marktkontext jedoch 82%. Soweit ein konkretes Rechen-Ergebnis, abgeleitet aus dem Weizsäcker’schen Äquivalenzprinzip.

  • 'Plan B' (als 'einziger Ausweg') mangelhaft

    05.10.2009, Jürgen Friedrich, Borstel-Hohenraden
    Die 'vier Teilziele' werden nachdrücklich und mit großem Ernst vorgestellt. Die Gleichstellung ihrer Dringlichkeit mit der Mobilmachung der USA für den 2.Weltkrieg ist (auch) beachtlich. Trotzdem: Das reicht nicht.

    Eine fünfte Position ist unerlässlich. Sie gehört eigentlich an die erste Stelle, weil 'im Handumdrehen' anwendbar. Und wirtschaftlich ist sie auch - verglichen mit konventionellen Methoden der Meerwasserentsalzung: In Trockenzonen der Erde schießen an den Küsten 'Wasserkanonen Seewassernebel in die trockene Luft'. Bei auflandigem Wind verdunstet es teils sofort, teils nach großflächigem Aufprall auf dem Erdboden. Die so 'künstlich' angefeuchtete Luft transportiert nicht nur zusätzlichen Regen ins Landesinnere. Über das Wechselspiel von Verdunstungskälte und Kondensationswärme kommt auch ein nachhaltiger energetischer Beitrag in die Gesamtrechnung.

    Überschusswasser spült das Salz zurück ins Meer.

    Der Pumpen- und Energieaufwand ist erheblich kleiner als beim Anzapfen von fossilem Grundwasser aus über 500 m Tiefe.

    Wichtiger als die Technik ist aber ein geistig-moralischer Antrieb. Von R. Messner stammt der Satz: "Die Berge, die es zu versetzen gilt, befinden sich in unserem Bewusstsein."

    Schon vor mehr als 2300 Jahren machte Epikur auf den tiefen Zusammenhang von Glückseligkeit und Gerechtigkeit aufmerksam, in dem er darauf hinwies, dass allein der „gerechte Mensch ... sich des Seelenfriedens erfreut, während der ungerechte übervoll ist von Unfrieden“. (Die USA haben in ihrer Verfassung 1776 diesen Anspruch festgeschrieben mit dem Recht auf PURSUIT OF HAPPINESS)
  • Ein gesunder Verstand braucht kein Placebo

    30.09.2009, Gerrit Dittrich, München
    Im vorletzten Abschnitt bedauert Herr Pöppe den bewussten Selbstmord seines Freundes. Für ihn wird es sehr schmerzlich gewesen sein, dass sein Freund auch in der – vermutlich gegenseitigen Freundschaft – keinen Beitrag zum Sinn seines Lebens finden konnte. Man sollte annehmen, dass zwischenmenschliche Beziehungen mit zum Wertvollsten und damit Sinngebendsten überhaupt zählen. Zitierter Hegel hat den Suizid wegen seiner gesellschaftlichen Auswirkungen verurteilt.

    Besagter Freund konnte scheinbar nichts im Leben mehr eine Wertschätzung entgegen bringen, was klinisch gesehen als depressiver Zustand gilt. Depressionen sind die Hauptursache für Selbstmord, weil sie uns den Sinn des Lebens nicht sehen lassen. Einem gesunden Verstand muss man den Sinn nicht in Form eines Placebos vorgaukeln. Und wenn ein Leben objektiv betrachtet inhaltsleer ist, so wird man den (Frei-)Tod auch nicht als tragisch, sondern als Erlösung erachten.
    Antwort der Redaktion:
    Die Geschichte ist schon lange her; aber sie hört nicht auf, mich zu beschäftigen, weil die üblichen Erklärungen (zum Beispiel die, die Gerrit Dittrich anführt) nicht zutreffen.

    Der Mensch war nicht depressiv; er hat seine Tat lange und sorgfältig vorbereitet, was mit der für die Depression typischen Antriebslosigkeit nicht zu vereinbaren ist. Er litt auch nicht unter einem Mangel an zwischenmenschlichen Beziehungen; vielmehr konnte er sich der Liebe seiner Frau und seiner Kinder sicher sein.

    Und was heißt es, dass ein Leben "objektiv betrachtet inhaltsleer" ist? Subjektiv betrachtet muss er es so empfunden haben. Von außen betrachtet ist das nicht nachzuvollziehen: Denen, die ihn kannten, sind hinterher jede Menge Wege eingefallen, auf denen er (ihrer Meinung nach) hätte Erfüllung finden können.

    Vielmehr sieht es so aus, als hätte er an den Sinn des Lebens so hohe Ansprüche gestellt, dass sein Leben, so wie er es vor sich sah, sie nicht mehr erfüllen konnte. Wenn das zutreffen sollte, dann wäre er, so makaber das klingt, im Endeffekt an einem philosophischen Denkfehler gestorben.

    Christoph Pöppe
  • Fehlerschutz für Erbgut ?

    29.09.2009, Gerald Spreitz, 30880 Laatzen
    Mit großem Interesse lese ich immer Artikel über Genetik, Evolution und DNS-Struktur. Als Nicht-Biologe bin ich stets beeindruckt von der Komplexität und Vielfalt des Lebens. Es fällt mir daher schwer, das in vielen Artikeln erwähnte Konzept des DNA-Schrotts zu glauben. Als Ingenieur für Nachrichtentechnik, wenn ich die Aufgabe hätte, Milliarden von Informationseinheiten, millionenfach (Anzahl der Zellen im Körper) zu kopieren und über einhundert Jahre auslesbar zu halten, würde ich einen sehr starken Code zum Erkennen und Korrigieren von Fehlern verwenden. Dieser könnte systematisch sein, d.h. die ursprüngliche Information, die für Proteine codiert oder Ablaufinformationen enthält, ist unverändert vorhanden. Sie würde dann beim Kopieren oder Auslesen durch Redundanzinformation geschützt. Mutationen wären weiterhin möglich. Entweder als Lücken im Coderaum oder gezielt erlaubt während der Rekombination der Eltern-DNS.

    Dies ist reine Spekulation, aber trotzdem wäre ich an Ihrer Meinung interessiert, ob es vielleicht Hinweise in dieser Richtung gibt.

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    Hello,

    With great interest I read always articles about genetic, evolution and DNA structure.
    As a no-biologist I am always impressed by the complexity of life. But this in mind I could not believe to concept of DNA-trash mentioned in a lot of articles.

    As a communication engineer, if I would have the task to handle billion bits of information, copy them several millions of times (number of cells in a body), and make them readably hundred years (possible lifetime of humans) I would use a very strong code to detect and correct errors.
    This could by systematic, that means the original information coding for protein or process information is available but protected for coping and reading by redundancy information. Still changes and mutations would be possible. Either as not covert places in the code, or explicitly possible during recombination of parent DNA.
    This is pure speculation but do you see any hints for thoughts like this ?
    I would appreciate your opinion.