Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • Zugvögel

    06.03.2016, Arnd-Matthias Langner
    Mein Kommentar hat nicht direkt mit dem Inhalt des Artikels zu tun - die Redaktion möge es mir bitte nachsehen.

    Er wir ja viel über das angeblich böse "global warming" geschrieben. Nur was ich sehe, wenn ich mit offenen Augen durch die Natur wandere, dass einige typische Zugvogelarten sich bei den tatsächlich schnee- und frostarmen Wintern der letzten Jahre inzwischen entschlossen haben, den Winter in Deutschland zu verbringen. Dann bleiben sie vor den Vogelfängermethoden auch verschont!

    Ich spekuliere jetzt mal über Vater Darwin - natürliche Auslese. Wer bleibt, hat eventuell die besseren Überlebenschancen. Die genetischen Allele die den Zugtrieb auslösen, könnten in den Vogelfängernetzen jämmerlich verenden.
  • 5 Jahre nach dem GAU

    06.03.2016, Joseph Breitenbach
    Fudai hat den Tsumani also "unbeschadet" überstanden. Das Wort "unbeschadet" bedeutet offensichtlich das Gegenteil von "beschadet", wie die Vorsilbe "un-" nahelegt. Und "beschadet" ist das Pertizop Perfekt Passiv des Verbums "beschaden". Ein Verbum "beschaden" gibt es aber in der Deutschen Sprache nicht. In welchem Kindergarten hat denn der Autor dieses Artikels Deutsch gelernt?
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr Breitenbach,

    der Duden definiert: unbeschadet = ohne Schaden zu nehmen, ohne Beschädigung. Insofern hat der Kindergarten des Autors gute Arbeit geleistet.

    http://www.duden.de/suchen/dudenonline/unbeschadet

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Lingenhöhl
  • Überfischung durch Nicht-Meeresbewohner wäre auch eine wahrscheinliche Ursache

    05.03.2016, M. Brüstle
    Veränderte Meeresströmungen als Ursache der Seelöwen-Hungersnot?
    Aber würden die Seelöwen dann nicht dorthin schwimmen, wo die Fische sind?
    Hängt wohl eher mit der Überfischung der Weltmeere durch den Mensch zusammen.
  • Landentzug bei Nachweis von wiederholtem Vogelmord

    05.03.2016, M.Brüstle
    Eine Möglichkeit, die gesetzlichen Regelungen durchzusetzen, bestünde in der Androhung - und im Wiederholungsfall der tatsächlichen Enteignung des Landbesitzes, wo die Vögel gejagt wurden.
    Eigentum verpflichtet - auch zum verantwortlichen Umgang mit der Natur und den darin wild lebenden Tieren.
    Ganz schnell hätten die Vogelmörder keine geeigneten Gebiete mehr um ihre niederträchtige und kriminelle Jagd zu vollziehen. Wer will schon seinen Grund und Boden verlieren?
    Warum das von politischer Seite nicht viel stärker angegangen wird, kann ich nicht nachvollziehen.
    Wenn die Zyprer - oder wer auch immer - meinen, sie müssten Singvögel essen, dann sollen sie gefälligst welche züchten und nicht einfach durch billigen Raubbau an der Natur verdienen.
    Vogelmord an wilden, frei lebenden Vögeln ist so als würde einer den Fluss, der durch sein Stück Land geht, einfach komplett für sich benutzen, und bei den nachfolgenden Anrainern bleibt nur noch ein Rinnsal im trockenen Flussbett übrig, und irgendwann kommt gar nichts mehr an.
  • Schaden verursachen durch Falschinformation

    05.03.2016, Peter Weigl
    Geehrter Herr Dirk Eidemüller,

    wie Sie hier die IPPNW Propaganda weiterverbreiten halte ich für schädlich und gesundheitsgefährdend - sowohl die Wissenschaftler von UNSCEAR und der ICRP stellen ausdrücklich fest, dass solche Todeszahlrechnungen keine wissenschaftliche Basis haben, nicht durchgeführt werden sollten und dass durch solche falschen Zahlenangaben echte Gefährdung der Bevölkerung entsteht, die zu wesentlichen Gesundheitsschäden führt.

    Bitte lesen Sie den Bericht der ICRP Taskforce zu Fukushima"
    "Radiological protection issues arising during and after the Fukushima nuclear reactor accident"
    http://www.jsrtrps.umin.jp/pdf/130813_RPTE.pdf

    Die ICRP ist - mehr noch als UNSCEAR - völlig unabhängig von der Kernkraftindustrie und tradionell sehr konservativ bezüglich Strahlenschutz, was sich am Festhalten an der LNT Methode zeigt.
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr Weigl,



    ihr Einwand bestätigt hervorragend die Aussage in meinem Artikel, dass die „Bewertung der Strahlenbelastung umstritten ist“ und „verschiedene Institute ihre je eigene Informationspolitik besitzen“. Ich sehe mich als unabhängiger Journalist nicht an die Informationspolitik von USCEAR und ICRP gebunden, auch wenn ich deren wissenschaftliche Arbeit mit Interesse verfolge.



    Die Wissenschaftler dieser beiden Institutionen sprechen sich gegen eine Veröffentlichung von Opferzahlen aus, weil sie mehrere Dinge befürchten:

    Erstens Panikreaktionen in der japanischen Bevölkerung und einen Anstieg der ohnehin schon schwerwiegenden psychischen Probleme (deren Tragweite üblicherweise verschwiegen wird – auch von den Betroffenen, wer will schon als „schwach“ oder „verrückt“ gelten?)

    Zweitens eine Stigmatisierung der Anwohner der Region Fukushima. Fragen sie die „hibakusha“ genannten Überlebenden der Atombombenabwürfe in Hiroshima und Nagasaki, wie schwer es für sie war, einen Ehepartner oder einen dauerhaften Arbeitsplatz zu finden.

    Drittens sind in den Medien nach dem Unglück etliche Artikel aufgetaucht, die spekulativ von vielen hunderttausend Toten infolge des Unglücks ausgingen und die nicht seriös untermauert waren.



    Ich habe mich ganz bewusst dazu entschieden, die Zahlen des IPPNW in meinen Artikel aufzunehmen und möchte ihnen kurz die Gründe dafür aufführen:

    Erstens möchte ich als Wissenschaftsjournalist die wissenschaftliche Kontroverse darstellen, um es unseren Lesern zu ermöglichen, sich eine eigene Meinung zu bilden. Das setzt natürlich voraus, dass die Leser den Artikel aufmerksam lesen. Spektrum ist ein Portal mit hohem Anspruch, bei dem Leser auch solche kontroversen Thesen präsentiert bekommen und dies auch erwarten dürfen.

    Zweitens verbreite ich keine Propaganda, sondern zitiere die entsprechenden Studien und erläutere den wissenschaftlichen Hintergrund. Der Artikel weist ja ausdrücklich darauf hin, dass derzeit am Langzeitrisiko niedriger Strahlenbelastung geforscht wird und das genaue Risiko schwierig zu beziffern ist. Auch die Zahlen des IPPNW haben ja eine gehörige Schwankungsbreite. Wenn UNSCEAR nur Individual- und keine Kollektivdosen veröffentlichen will, ist das ihr gutes Recht. Ebenso wie es das gute Recht des IPPNW ist, aus Kollektivdosen Schlüsse über mögliche Erkrankungsraten zu ziehen.

    Drittens erscheint dieser Artikel nicht kurz nach der Katastrophe in Japan, sondern fünf Jahre später auf Deutsch.

    Viertens halte ich es gerade angesichts vieler unseriöser Berichte für richtig, wissenschaftlich belastbare Zahlen zu nennen und auf die Kontroverse hinter diesen Zahlen aufmerksam zu machen. Ein völliger Laie hätte sonst nämlich wenig Chancen, sich zu informieren, und wäre anfälliger gegenüber wilden Spekulationen oder Verschwörungstheorien.

    In Anbetracht dieser Umstände erscheint es mir durchaus angebracht, diese Zahlen samt Urheber im Artikel zu nennen. Als Wissenschaftsjournalist, der informieren und zum Diskutieren ermuntern will, kann ich ihren Einwand deshalb nicht teilen. Vielmehr sehe ich es als meine Pflicht an, die Breite der wissenschaftlichen Debatte – so gut es in der Kürze eines solchen Artikels eben geht – möglichst allgemeinverständlich, nüchtern und sachlich wiederzugeben. Meine Erfahrung in Sachen Kernenergie sagt mir: Solange die Kritik aus unterschiedlichen Richtungen kommt, ist mir dies halbwegs gelungen.


    Mit freundlichen Grüßen,
    Dirk Eidemüller
  • Größere Schäden durch Hauskatzen

    05.03.2016, C. Schuch
    zitiert nach Lingenhöhl, 2013: Bis zu 3,7 Milliarden Vögel und 20,7 Milliarden Säugetiere sterben jährlich in den USA durch Klauen und Zähne der Katzen, kalkulieren Scott Loss vom Smithsonian Conservation Biology Institute in Washington und seine Kollegen nach Auswertung Dutzender Studien zum Thema aus den unterschiedlichsten Regionen der USA und Europas sowie in verschiedenen Tiergruppen.
    Antwort der Redaktion:
    Da haben Sie schon Recht. Allerdings stehen Zugvögel gleich mehrfach unter Druck, weshalb sie überdurchschnittlich oft bedroht sind - da schmerzt jeder unnatürliche Verlust.
  • Einfach nur entsetzlich

    05.03.2016, Martin Wienand
    Seit 1990 gibt es in Europa über 450 Millionen Singvögel weniger.
  • Dubioser Artikel

    05.03.2016, Daniel Liebental
    Druckwasserreaktoren werden immer durch Borzugabe abgeschaltet, dies gehört zum vorschriftsmässigen Prozedere. Sie werden sogar im Betrieb fast ausschliesslich durch Borsäurezugabe oder Verdünnung im Reaktorkern kontrolliert, und Steuerstäbe kommen nur für kleine regulatorische Massnahmen zum Einsatz. Erhöht sich die Temperatur im Reaktorkern, so kommt es zu einer schlechteren Moderation der Neutronen und die Kettenreaktion wird von selbst eingedämmt - Druckwasserreaktoren sind so konstruiert, dass sie sich durch physikalische Effekte sicher rückkoppeln. Damit kann die Temperatur aus physikalischen Gründen nicht einfach aus dem Ruder laufen. Die Erwähnung von Borgranulat dürfte ins Reich der Märchen gehören. Völlig unklar ist im obigen Bericht, wieviele Steuerstäbe der zig Stäbe im Kern nicht gefahren werden konnten. Stuck rod conditions (stecken gebliebene Stäbe) werden bei der Betriebsplanung mit berücksichtigt und können auftreten. Natürlich werden Reaktoren bei der Beobachtung eines stuck rods sofort aus Sicherheitsgründen abgeahren.
  • Seeadler im Horst erschossen

    05.03.2016, Dr. Günther Essbach
    Vor drei Wochen wurde hier im Vogelschutzgebiet Nordkehdingen ein Seeadler mit einer großkalibrigen Jagdwaffe in seinem seit Jahren genutzten Horst erschossen. Ein Zusammenhang mit den expandierenden Windenergieanlagen wird von der Politik nicht für möglich gehalten.
  • Leute

    04.03.2016, Nikola Mühlfeld
    Heutzu tage werden SMS nur von gestrigen genutzt! Wenn ihr schon über neue Technologien schreibt, dann sprecht besser von Nachrichtendiensten,denn selbst Whatsapp,oder Messenger von Facebook usw. sind auf dem absteigenden Ast...
  • Niveau

    04.03.2016, H.Bachmann
    Schade, muss ich bei Spektrum jetzt zunehmend reißerische Überschriften lesen? Für mich keine Win-Win Sache. Wenn der Leser den Respekt verliert, verliert der Verlag seine Einnahmen.
  • E.O Wilson ist auch für massive Schutzgebiete: er fordert 50% der Erdoberfläche soll vom menschen in ruhe gelassen werden

    04.03.2016, thomas karl reis
    denkt sich mit E.O Wilson...wir müssen das nylon auf den meeren verbieten! also komplett auf die hochsee fischerei verzichten! ich würde so weit gehen und komplett alle motoren auf see verbieten um hier dem meer die notwendige ruhe zurück zu geben! denn nur mit weniger effizienz bei der fischerei wird es gehen und ein motor verbot ließe sich gut überwachen... http://www.nytimes.com/2016/03/01/science/e-o-wilson-half-earth-biodiversity.html?_r=0
  • veränderte strömung?

    03.03.2016, tobi
    die sache liegt wohl eher daran, das wir in den letzten 40 jahren über 70% der fische im meer weggefischt haben. tendenz steigend.

    auch das meer ist kein zaubertopf der sich immer wieder so mit brei füllt.
  • Keine echte Symbiose, nicht mal Kooperation.

    03.03.2016, Alfons
    Eine echte Symbiose ist es aber trotzdem nicht, der Alligator profitiert nur von einer Verhaltensweise die es ohne ihn genauso geben würde. Mal ganz abgesehen von der Tatsache, das der Alligator für die flüggen Jungvögel später eine echte Gefahr darstellt. Welcher Vogel würde sich schon die Mühe machen erst seine Jungvögel groß zu ziehen und sie dann an die Alligatoren zu verfüttern?
  • Grüner Alarmismus

    03.03.2016, Kronberg
    Auch die Lektüre solcher alarmistischer Texte, wie der über das Bier ist möglicherweise krebserregend. (grins)