Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • Fleisch macht schlau? Das Gehirn bezieht seine Energie nur aus Glucose...

    08.03.2017, E.K.
    Dass das menschliche Gehirn durch Fleisch wuchs, macht doch rein logisch gar keinen Sinn. Unsere nächsten Verwandten sind Primaten - Frugivoren. Sehen Sie sich eine Tabelle an, die verschiedene Gebisse von Herbivoren, Frugivoren, Omnivoren und Karnivoren vergleicht. Der Mensch hat kaum etwas mit Omni- und Karnivoren gemeinsam...
    Das einzige, was das Essverhalten der Menschen tatsächlich von anderen Tieren unterscheidet, ist zwar das Kochen - aber dabei ist das kochen von stärkehaltigen Lebensmitteln entscheidend. Kartoffeln, Süßkartoffeln, Mais, Reis, Getreide und Hülsenfrüchte bilden die Basis aller großen Völker der Erde. Sie enthalten langkettige Kohlenhydrate, die mehr Energie als Obst und Gemüse enthalten. Das Gehirn kann NUR mit Glukose arbeiten - was soll es mit Eiweiß anstellen? Essen Sie vor einer Prüfung einen Eiweißriegel? Hoffentlich lieber Traubenzucker! Denn Proteine helfen beim Denken nicht. Wie also sollte das Gehirn durch diese wachsen?
    Zudem zeigen aktuellste Studien, dass tierisches Eiweiß und saturiertes Fett für alle Zivilisationskrankheiten verantwortlich sind (Diabetes, Krebs, Herzkrankheiten, ...).
    Lesen Sie "The China Study" und "The Starch Solution" - es hört sich vielleicht blöd und missionarisch an, aber Sie werden es tatsächlich nicht bereuen. Denn ohne tierische Lebensmittel muss man nicht seine Portionen kontrollieren und ständig Diäten oder Entschlackungskuren machen ;-)
  • Wissenschaft und gefühlte Wirklichkeiten

    08.03.2017, Stephan Behrendt
    Die meisten der Kommentatoren unter diesem Artikel haben offenbar nicht ganz verstanden, dass hinter diesen Aussagen stets auch Studien stehen, die Belege (keine unumstößlichen Wahrheiten) für die getätigten Interviews liefern. Die (Natur- und Sozial-) Wissenschaften arbeiten mit entsprechenden Methoden, die für eine gewisse Objektivität sorgen und eben nicht von subjektiven Eindrücken auf das Große und Ganze schließen.
    Vielleicht wäre es angemessener, sich zuvor einmal mit den Grundprinzipien der Wissenschaft auseinander zu setzen, anstatt angesehenen Wissenschaftlern hier ins Wort zu fallen oder Vorwürfe zu machen. Der wissenschaftliche Diskurs ist wichtig und nützlich, aber dann bitte auch mit entsprechenden wissenschaftlichen Belegen und nicht aus dem Bauch heraus...
  • Verantwortung

    08.03.2017, Uwe Rübenkamm
    Die Schlussfolgerungen sind ja interessant, besonders die sich auf Sozialisierung beziehen, doch wer trägt dafür die Verantwortung, wer sozialisiert die Kinder?
    Mütter, Erziherinnen und Lehrerinnen, das aber wird nicht genannt im Artikel!
  • Bizarre Behauptung:

    07.03.2017, Rene Macon
    "Kulturell gesehen wird man nicht als Mann oder Frau geboren, sondern im Laufe seines Lebens dazu gemacht und beim Essen: dazu gezwungen."

    Diese Hypothese widerspricht doch dem danach aufgelisteten empirischen Befund diametral! Dass man aus Gründen der politischen Korrektheit bei uns noch immer so tun muss, als ob derartige Nonsense-Behauptungen aus dem Bereich der sogenannten "Geisteswissenschaften" irgendeine Bedeutung haben könnten, zeigt unter welchem sozialen Druck die Forschung in unserem Land derzeit steht. Das ist furchteinflössend!
  • Thesen zur omnivoren Ernährung von Homo sapiens

    07.03.2017, Holger Westermann
    a) Die evolutionionäre Gehirnhypertrophie mit dem entsprechenden Steigerung der Energiezuuhr war nur durch das kochen der nahrung möglich (so weit Zustimmung zum Text), da ansonsten der Konsum der notwendigen Pflanzenmenge zu viel Zeit beansprucht hätte und zuviel Alkaloide mit sich gebracht hätte (Rohköstler, die ausschließlich unkultivierte Pflanzen verzehren, sollten große Gesundheitsprobleme bekommen); zudem verzehrt der Mensch kein frisches Fleisch (dafür ist das Gebiss gar nicht geeignet) sondern durch kochen/braten aufbereitetes Aas (Fleisch von bereits seit längerem toten Tieren).
    b) Vegetarier überleben in Mitteleuropa nur dank moderner Logistik, die auch im Winter große Mengen ineffektiver Energielieferanten heran schafft. In subtropischen oder tropischen Regionen ist es leichter als Vegetarier zu überleben. Mitteleuropäer mit aktiven Neandertaler-Genen (Erkenntnis ebenfalls des MPI Leipzig, AG Pääbo) sind hie rohnehin eine andere "Sorte Mensch".
    c) Selbst in Vegetarierhaushalten gieren pubertierende Knaben nach Fleisch. Dieser Befund korrespondiert jedoch nicht mit der Gender-Hypothese
  • There are no more Sakis

    07.03.2017, Don Campino
    I can not believe that there are still Sakis on the earth. Can I see a photo, please? Otherwise I can't believe it. I think there are no more Sakis on earth, because I've never saw a Saki in the jungle where I live.
    Antwort der Redaktion:
    well, just look at the image at the top of the article ;-)
  • Es ist eigentlich ganz einfach

    07.03.2017, Bernd Kammermeier
    Vince bringt mit klaren Worten zum Ausdruck, dass uns das richtige Denken weiter bringt als blinder Glaube. Er hätte vielleicht auch noch stärker den Fokus darauflegen können, dass es auch noch Spaß macht. Gibt es ein größeres Glücksgefühl, als etwas selbst herausgefunden zu haben? Und wenn es nur das Bier im Kühlschrank ist.

    Und obwohl er im Grunde keine neue Erkenntnis vermittelt, machen es sich viele Mitmenschen unnötig schwer, diesem einfachen Prinzip empirischer Forschung zu folgen. Warum? Wir haben kulturell gelernt, dass "glauben" bequemer ist. Da gab es einst gefeierte Popstars, die himmlisch überhöht wurden, die uns in dicken Büchern aufschrieben, wie angeblich die Welt funktioniert. Das wurde dogmatisiert und fortan durfte nur noch ein Song von Michael Jackson gespielt werden. Neukomposition bei Todesstrafe verboten!

    Natürlich ist das Leben einfacher, wenn man immer das gleiche anzieht, das gleiche isst, hört, liest - glaubt... Doch es ist auch eintöniger und stagnierender, verhindert jede Entwicklung. Streben nach Wahrheit gelingt nicht, indem man sich im Besitz selbiger wähnt, sondern indem man nach ihr strebt, sie immer wieder infrage stellt. Das Bessere ist des Guten Feind. So hat uns die Evolution hervorgebracht, so hat der Mensch Kultur, Schrift und Literatur entwickelt - bis eine bestimmte Abart der Religion glaubte den damals aktuellen Stand der Dinge für alle Ewigkeit einzufrieren.

    Den Bequemen reicht das. Doch nicht denen, die mehr wollen, die neugierig sind, die ihr Leben nicht in sinnlosen Formeln vergeuden, sondern neue Formeln finden wollen, um die Welt besser zu erklären. Leute wie Vince öffnen uns die Augen dafür. Gerade jene, die ihre Augen noch verschlossen halten, sollten ihm für diesen Versuch wenigstens danken - und vielleicht irgendwann mal zu Blinzeln anfangen. Die Wirklichkeit ist wunderbar, nicht nur wegen des Bieres, das man dabei findet...
  • Wissenschaft = Forschung ?

    07.03.2017, Rainer2507
    Ein knuffiger Artikel, gefällt mir. Das Wörtchen Wissenschaft wird hier aber etwas zu überstrapaziert. Wissenschaftler behaupten, Forscher finden heraus. So ist es m.E. zutreffender.
  • Der Beitrag pauschalisiert zu sehr

    06.03.2017, Reiner Rhem
    Ich esse als Mann sehr gern Kartoffelbrei und auch Quark, natuerlich auch sehr gern Fleisch. Meine Freundin, sie selbst ist aus Nordchina, ißt lieber Fleisch als Gemuese, wenn sie vor der Wahl steht, was ich kochen soll, meint sie haeufig Fleisch und Eier. Und sie kauft sehr oft sehr viel Fleisch ein, wuerde ich nicht ab und an Gemuese mit zubereiten,sier wuerde nur Fleisch essen.
    Kenne sehr viele Frauen , die ebenfalls sehr viel Fleisch und Wurst konsumieren.

    Ich weiß nicht was das fuer einseitige Studien waren, aber irgendwie fuehlen die sich nicht sehr repraesentativ an.
  • Guter Artikel

    06.03.2017, Gnampf
    Um mal nicht nur zu meckern: ein ausgewogener Artikel, danke dafür! Es ist eben nicht alles nur Biologie oder nur Kultur.
  • hier fehlt aber vieles

    06.03.2017, bettina hammer
    hier fehlen imho sehr viele Aspekte - warum wurde der Hausherr zuerst bedient? Doch nicht nur um seiner selbst willen, sondern weil er derjenige war, der durch die Erwerbstätigkeit oder aber durch die Arbeit auf dem Feld usw. nicht zuletzt dafür sorgte, dass die Familie versorgt wurde. Schlichtweg und brutal gesagt: aus dem gleichen Grund bekam auch das Schwein vor dem Huhn etwas, es brachte nämlich mehr Fleisch usw. mit sich. Auch das Trinken aus der Flasche hatte nicht nur einen "ich schaff das"-Hintergrund, sondern es zeugte auch von Gemeinsamkeit und verringerte den Aufwand in Bezug auf Abwasch, es wirkte natürlich auch "männlicher" im Sinne von "ich bin stark, leg dich nicht mit mir und meiner Familie an", der Hausherr wirkte auch als Schutz der Familie.

    Die Frauen, die übrigens auch beim Grillen usw. durchaus früher mithalfen bevor sich einige darauf kaprizierten, lieber das Fleisch den anderen zu überlassen bzw. sich vor Feuer zu fürchten, waren früher da auch nicht so gesundheitsbewusst wie jetzt - sofern man dies so nennen kann, denn es ging gar nicht, dauernd zwischen "das ist für dich, das ist für uns" zu unterscheiden".


  • Wie geht denn das?

    06.03.2017, Ralf Seyfried
    "Frauen ernähren sich gesünder, leiden aber häufiger unter Essstörungen."
    Ich finde diesen Satz paradox. Als ob Essstörungen keine Krankheiten wären.
    Frauen haben andere essensbedingte Krankheiten. Das fänd´ ich passender.
  • Liebe Autorin, können Sie ihre Pauschalisierungen bitte korrigieren?

    06.03.2017, Erna
    ... Wenn ein größerer Anteil Frauen eher Salat isst und ein größerer Anteil der Männer eher Fleisch, braucht es hier noch lange nicht auf Klischees heruntergebrochen werden.

    "Ordnen Sie folgende Lebensmittel Männern oder Frauen zu: Steak, Gemüsequiche, Bier, Yogi-Tee, Schweinshaxe, Früchtequark. Kinderleicht?"
    Nein. Ich zum Beispiel bin Frau, esse trotzdem auch Fleisch und trinke gern Bier. Ich kenne Frauen, die oft Fleisch und gern Schweinshaxe essen. Und Männer, die gern Schokolade essen.

    "Auch Frauen verhalten sich gewissermaßen typisch weiblich beim Essen: "Sie essen kleinere Portionen, kauen langsamer und nippen am Weinglas", [...] "
    Klingt eher nach dem Frauenbild, das einem durchs Fernsehen vermittelt wird. Ich kenne genug Frauen, die so essen, wie es im Text "den Männern" zugeschrieben wird.

    ""Frauenlebensmittel" wie Gemüse, Quark und Fisch sind weich und können auch ohne Kauen leicht geschluckt werden – [...]""
    Weiches Gemüse? Rohes Gemüse und weich???
    Zähes Fleisch? Mögen selbst Männer nicht.

    Weiterer möglicher Faktor: Einige Frauen, die eine Schwangerschaft in Erwägung ziehen, versuchen sich des gewünschten Nachkommens wegen bewusst gesünder zu ernähren. Denn sie sind ja zeitweilig für die Gesundheit zweier Menschen verantwortlich.
  • Wissenschaft?

    06.03.2017, Reinhard Heisterhagen
    Erstaunlich, wie dezidiert die Ernährungswissenschaftlerin Christine Brombach sagt: "Unser Essverhalten ist sozial konstruiert." Und dann erfahren wir, dass das falsch ist: es ist zwar 'sozial beeinflusst' aber auch auch von biologischen Einflüssen abhängig.
    Nach Wissenschaftler kling Frau Brombach nicht.
  • Gäbe es die Wissenschat nicht...

    06.03.2017, Karl
    ...wäre ein Gott dafür verantwortlich dass Wasser immer bergab fließt.