Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • Das ist auch eine Dystopie

    08.04.2018, Thorsten Keller
    Der Artikel beschreibt auch eine Dystopie, deren zentraler Gedanke ist: Die Menschen sind sowieso zu blöd. Dabei bleibt unausgesprochen was genau mit „Wissenschaft“ im Artikel gemeint ist. Auf jeden Fall meint der Autor Wissenschaft sei das Heil und „Wissenschaftler machen unglaublichste Technologien möglich“. Am Ende mündet die Ausführung in Eine-Welt-Rhetorik und Gutmenschen-Appelle, wie sie auch auf jedem Kirchentag und Grünen-Parteitag gepredigt werden. Eine verpasste Gelegenheit zur Argumentation.

    Dabei wird die Welt nicht komplexer oder schneller. Die Menschen wollen nur immer mehr und das am besten alles sofort. Wissenschaft und Technologie führt dann immer mehr zur Aufblähung des Anthropozentrismus und Egozentrismus. Deshalb müssen wir nicht besser wissen „was wir tun“, sondern wer wir sind. Die „unangenehme Wahrheiten“ kommen dann ganz allein zum Vorschein. Das kann uns allerdings die Wissenschaft (in ihrer heutigen Form) nicht sagen, das muss jeder selbst herausfinden. Ich weiß, das ist jetzt harter Tobak für alle, die mit „wissenschaftlichem“ Social Engineering doch noch ihre Utopie erhalten wollen, aber man muss nur jede Utopie zu Ende denken, um deren unsinnigen Prämissen zu erkennen.
  • Leider wird auch hier wieder die volle Herausforderung ignoriert

    08.04.2018, Werner Riethmüller
    Der Autor hat immerhin schon einmal nicht nur die positiven Ausnahmezahlen aufgelistet. Wann nämlich unter besten Bedingungen wieviel % des verbrauchten Stromes aus regenerativen Quellen kam. Sondern auch ein bischen Zahlen geliefert wie es aussieht wenn die ausfallen und nur noch 0,x% des Bedrafs daraus gedeckt werden kann. Nun kann man viel Statistik betreiben und hochrechnen wieviel installierte Leistung man bräuchte wenn Wind und Sonne zu x oder y oder z Prozent verfügbar sind. Ob diese Anlagen überhaupt flächenmäßi zu installieren wären untersucht keiner mehr. Der Druck der Menschen nicht alles mit Windräder zuzupflastern wächst zudem.
    Aber es ist am Ende sowieso kein statistisches Problem. Sondern man muss wissen wieviel Strom im Minimum immer gebraucht wird. Da und dort, z. B. in Krankenhäusern kann man noch Notstromaggregate ausstellen. Aber in vielen Industriebetrieben geht das nicht. Wenn da auf einmal kein Strom mehr wäre würden jeweils Millionenschäden anfallen.
    Dieses Problem kann nur mit Speichertechnologien gelöst werden. Und noch haben wir keine die eine einigermaßen sinnvolle Energiedichte haben. Und selbst die die man andenkt werden erneut wohl kaum umsetzbar sein. Aus vielen verschiedenen Gründen.
    Ich bin ein absoluter Verfechter der regenerativen Energien. Aber so lange gerade auch von den "fanatischen" Vertretern nicht an Lösungen für eine bezahl- und realisierbare garantierte Stromversorgung im notwendigen Maße gearbeitet wird müssen andere Kraftwerke, die planbar Strom erzeugen können, im Mix bleiben. Auf das Wirtschafts- oder welches Ministerium auch immer zu schimpfen hilft da nicht. Das ist billig und löst keine Probleme, sei es die technischen, sei es Flächenbedarf, sei es Akzeptanz im allgemeinsten Sinne. Und darauf hoffen das im Fall des Falles irgendwo anders der Strom herkommt ist unseriös.
    Guys, macht eure Hausaufgaben und akzeptiert das das ein sehr komplexes Problem ist. Ansonsten fahrt ihr die Karre gegen die Wand, nicht andere.
  • Energiewandel.

    08.04.2018, Thomas Schipani
    Es wäre eventuell sinnvoll, die neuesten Gesetzesänderungen im EEG zu lesen, bevor man einen Artikel verfasst.
    Thema Wasserkraft: jede "Ertüchtigung oder Leistungssteigerung" ist sofort bei der Bundesnetzagentur anzumelden, dann ist auch für Eigenstromentnahme die EEG-Umlage fällig. ansonsten wird die Vergütung auf 0 gesetzt.
    demzufolge wird sich jeder Wasserkraft-Betreiber mit Eigenentnahme hüten,
    seine Anlage zu ertüchtigen (Ausnahme EVU).
    das Potenzial der kleinen und mittleren Wasserkraftwerke wird diesbezüglich sehr unterschätzt, (auch im Punkt: Optimierung) in den Statistiken erscheinen ja nur die eingespeisten kWh.
    in fast jedem Betrieb wird der Eigenstrom bestmöglichst verwertet.
    noch schlimmer ist die (auch nachträgliche ) Einführung der EEG-Umlage auf
    Eigenentnahme in KWK-Anlagen.
    die Wirtschaftlichkeit von KWK-Anlagen wird angesichts steigender Brennstoff-Kosten, steigender EEG-Umlage und gleichbleibender Vergütung
    negativ beeinflusst (höflich umschrieben)
    Viele mittlere und grössere Betriebe mit Strom-und Prozesswärmebedarf
    haben deshalb ihre Pläne für KWK auf Eis gelegt oder ihre vorhandenen Anlagen ab Bj. 2014 stillgesetzt oder runtergefahren.

    Motto: Atomstrom/Kohlestrom aus dem Ausland ist billiger.
  • Radwegebenutzungspflicht

    08.04.2018, Patrick
    Die Radwegebenutzungspflicht wurde nicht abgeschafft! Mit entsprechenden Schildern (Zeichen 237, 240, 241) markierte Radwege sind weiterhin zu benutzen. Bei Nichtbenutzung droht ein Verwarngeld.

    Als Rad- und Autofahrer kenne ich die Bedürfnisse beider Seiten. Für sichereres Vorwärtskommen wäre mehr gegenseitiger Respekt nötig. Der fängt mit der Beachtung der bestehenden Ordnung an (Radwege beachten, rote Ampeln, Abstände beim Überholen, Abstände vom Kreuzungen beim Parken, Parken auf Parkplätzen, ...). Gleichzeitig müssten die seit Jahren weitgehend untätigen Ordnungshüter wieder regelmäßig Verstöße ahnden. In Ruhrgebiet sehe ich da allerdings schwarz.
  • Kritischer Unterton

    08.04.2018, Roland Schröder
    Heinz Klaus Strick empfiehlt die Lektüre dieses Buches ebenso zu recht, wie er Schwächen - vor allem in der Übersetzung - bemängelt. Eine ehrliche Rezension-
  • Korrekt

    06.04.2018, Jessica K.
    Herr Cleeves, die 8,6.... g dann mal 2 nehmen. Die handelsübliche Menge Wein sind 200 ml nicht 100 ml.

    Ansonsten korrekter Artikel. Vielleicht zu wenig Quellen, was ihn aber nicht unkorrekt macht. Kann sich jeder selbst drüber informieren- z.b. bei der Deutschen Krebshilfe etc. Es m u s s ja keiner drauf verzichten der es nicht will. Aber auf alufreie Deos verzichten und kein Plastik verwenden aus Angst vor Krebs und sich dann jeden Abend Alkohol in den Kopf zu schrau
    ben ist naja, am Ziel vorbei geschossen... ;-)
  • Die Ruhemasse

    06.04.2018, Josef Münz
    Falls die Ruhemasse "nur" relativ ist, ist dann das Standardmodell nicht "nur" eine "quantifizierte" Insel im "Meer der Quasi-Unendlichkeiten" und ohne die Orts- und Impuls-Unschärfen, ohne das Messproblem und so kontinuierlicher und natürlicher als "gedacht"? Als Feldmassen aus Massefeldern, die -wie im kybernetischen Fließgleichgewicht- auch mal umkippen oder -zeitlich- "über-laufen" können. Als Energieerhaltung in dauernder Umwandlung; ohne Ewiges.
  • Steigende EEG-Umlage

    06.04.2018, Hannes Z. Allabauer
    Die Berechnung der EEG-Umlage beruht auf der Preisdifferenz zwischen dem billigsten und dem teuersten Stromerzeuger, also Solarstrom zu Kohle- bzw. AKW-Strom. Logisch: Je billiger der Grünstrom wird, um so höher die Umlage, um so weniger gibt der Strompreis nach. Folge: Der Fossilstrom bleibt im Geschäft und verdient Geld sogar im Export.
  • Schönfärberei

    06.04.2018, Peter Weigl
    Diese Schönfärberei und Phantasterei der EE-Lobby (dazu gehört auch Fraunhofer) wird nicht gut enden, wenn das unkritisch politisch umgesetzt werden sollte.
    Die im Artikel gepriesenen Rekorde sind keine - ganz im Gegenteil. An einem Tag extrem hohe EE Einspeisung ist keine Grund zum Jubeln, sondern eine rote Flagge.

    Deutschland hat sich mit dem Atomausstieg mittelfristig für fossile Stromerzeugung mit vorgehängter teurer pseudogrüner Fassade entschieden.
    Die CO2 Emissionen liegen - bei 42% EE-Anteil in der Stromerzeugung - immer noch bei ca 500 Gramm pro kWh Strom. Frankreich und Schweden und die Schweiz machen es seit drei Jahrzehnten mit 30 bis 60 Gramm.

    400 GW installierte EE (solar und wind) Leistung! Da lacht die EE- (und Gas-!) Industrie. 400 GW Leistung, an einem sonnigen und windigen Sonntag im Sommer, wenn gerade mal 30 GW Last anfällt - die dann anfallenden Negativpreise dürften phenomenal ausfallen! Aber die Herstellung des EE-Stromes wird ja angeblich von der Sonne bezahlt!

    Und in einer winterlichen Dunkelftlaute, da laufen halt dann die Batteriespeicher - schon mal ausgerechnet welche unvorstellbar große Kapazität die haben müssen? Vielleicht stellt uns die ja Wundermann Elon Musk frei hin?

    Dass solche Dunkelfarben nur selten vorkämen reicht nicht aus. Strom muss stets geliefert werden und mit einem guten Reservepolster.

    Am Ende des schönfärberischen Wetterdienst-Berichtes zu den Flauten, heißt es dort ganz nebensächlich:

    "Ein weiterer Ausbau erneuerbarer Energien erfordere deshalb zugleich Strategien, wie zum Beispiel durch Reservekraftwerke, Speicher oder großräumigen Stromaustausch die Netzstabilität garantiert werden kann."

    Die fluktuierenden EEs brauchen wegen ihrer manchmal praktisch gegen Null gehenden gesicherten Leistung einen vollständig die notwendige Kapazität abdeckenden Reservekraftwerkspark aus fossilen Kraftwerken und/oder Speichern. Beide sind derzeit technisch, finanziell und wirtschaftlich nicht vorstellbar oder sinnvoll oder nachhaltig. Gaskraftwerke, die zwei Tage im Jahr die Gesamtlast abdecken - das ist fürwahr eine rentable und nachhaltige Sache!

    Die vorgeschlagene Erweiterung von Solar und Wind auf 400GW ist ein Pipe-dream. Techniker wissen, dass fluktuierende Einspeiser nicht sinnvoll jenseits der Größe ihres Kapazitätsfaktors in ein Netzwerk integriert werden können, also bei Wind ca 25%, bei Solar ca 11%.

    Zu dieser Stunde macht Deutschland seinen Strom mit 382 g CO2 pro kWh, Frankreich mit 29 g.
    In Sachen Klimaschutz sind die Energiewende und der Atomausstieg ein Flop und Deutschland sollte in der Klimapolitik anständigerweise gar nicht erst mitreden.
    https://www.electricitymap.org/?page=country&solar=false&remote=true&wind=false&countryCode=DE
  • Enttäuschend

    05.04.2018, Stella Marten
    Ich habe den Film vorhin gesehen. - Aufgrund der Empfehlung hier. Ich schließe mich ihr nicht an. Gar nicht "intellektuell" sind im Film ein vorkommender Monsterbär und das Viech, das in der Hüte schließlich niedergeschossen wird, nachdem es eine Mitstreiterin zerfleischte: eine hässliche, Kreatur mit halb nacktem Schädelknochen und Schleimfäden zwischen den Zähnen ist wahrlich weder originell noch nötig in diesem Plot. Es ist einfach nur ein Element "von der Stange", wenn man Horror verbreiten will. Ich würde sagen: billig! Die Chefin der Truppe dringt - natürlich - bis ins Herz des Unverstehbaren vor und wird dort "fantastisch" aufgelöst. Ach ja. Höchstens mittelklassig ist zum einen die Tatsache, dass sie es auf jeden Fall mal bis dahin schafft, und zum anderen die bunten Lichtfetzen, in die sie sich verwandelt. Richtig öde ist das Ende: In den Augen des Paares Lena und Kopie Ihres Mannes sieht man die fremde Intelligenz leuchten. Wow, was für ein grandioser Einfall, der ist ja noch nie dagewesen ... Insgesamt ist es schade, denn der Film enthält originelle Ideen. Die werden aber nicht durchgehalten. An "Artificial Intelligence" kommt er nicht annähernd heran. Es reicht eben nicht, ein paar gute Ideen gekonnt in Szene zu setzen. Das macht noch keinen in sich guten Film aus, sorry.
  • Globale Ordnungsmacht ??

    05.04.2018, Gunter Schleife
    "Vielen Ländern, insbesondere den USA als globaler Ordnungsmacht, dürften diese Aussichten große Sorge bereiten"

    Die USA als "globale Ordnungsmacht" zu bezeichnen - darauf muss man erst mal kommen...
  • Dummheit

    05.04.2018, Wenk
    Tierisches Verhalten nach menschlicher Moral zu beurteilen zeigt die Dummheit des Journalisten in mehreren Wissensfeldern - wenn es Ironie gewesen sein sollte, wird der Text dadurch auch nicht besser. Größe, Verhalten, Farben und eine große Anzahl weiterer Eigenschaften einer Art entstehen über Ausleseprozesse, menschliche Charakterzüge und Bewertungen spielen in evolutionären Abläufen keine Rolle, sondern nur die Durchsetzungsfähigkeit in ökologischen Systemen.
  • Unendlich minus Unendlich = Pi?

    05.04.2018, Ralf Fischer
    Ein anderer Leser hat diese Aussage schon als Effekhascherei bezeichnet. Ich meine, sie suggeriert für einen Nichtmathematiker auch etwas Falsches! Warum? Auf der linken Seite der Gleichung steht einen Rechenoperation (minus) und auf der rechten Seite eine Zahl, nämlich Pi. Naive Gemüter könnten daraus vermuten, dass Unendlich einen ZAHL sei – und das ist falsch!

    Wenn Unendlich eine reelle Zahl wäre, dann müssten für sie die Gesetzte der Algebra gelten, d.h. aus Unendlich + 1 = Unendlich müsste folgen: 1 = 0, was ja wohl keiner für richtig hält!
  • Hund

    05.04.2018, Miri
    Ich sehe einen hund
    Stellungnahme:
    Das kann man wohl auch. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt! ;-)
  • Renormierung

    05.04.2018, K. Fönig
    Schöner Artikel.

    Hab selber nie verstanden warum bei der Motivation von Beyond-Standard-Model-Theorien soviel Wert auf "Natürlichkeit" gelegt wurde. Es gibt bessere Argumente dafür.

    Wenn ein Parameter der Theorie renormiert wird, ist
    "log(lambda) - log(lambda) = 0 für lambda gegen Unendlich" cool
    aber
    "lambda^2 - lambda^2 = 0 für lambda gegen Unendlich" soll mal garnicht gehen. Bei letzterem muss unbedingt ne neue Theorie her...