Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Optimierung und Experiment

    06.11.2017, Aurentian
    @2:
    Wie wollen sie durch Ausprobieren feststellen, dass die neue Packung optimal, aka die best mögliche, ist und nicht nur besser als die anderen die sie sich ausdenken können?
  • Falsches Argument

    06.11.2017, Otto Lotto
    "Anders sieht es aus, wenn man mit echtem Ökostrom rechnet. Dazu genügt es allerdings nicht, einen entsprechenden Tarif für den Privathaushalt zu bestellen und das Elektroauto in der eigenen Garage aufzuladen. Diese Elektrizität stammt oft aus konventionellen Kraftwerken und wird mit Zertifikaten etwa aus Norwegen umdeklariert."
    Das ist so nicht richtig. Bezahlt der Privatkunde Strom aus erneuerbaren Quellen ist sein ANTEIL aus ernauerbaren Quellen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die CO2 Einsparung in Norwegen stattfindet. Oder macht das CO2 etwa Halt an der Grenze? Da dürften die bei der Produktion eines Tesla entstandenen CO2 auch nicht mitgerechnet werden, denn die fallen ja in Amerika an.
    Man kann beruhigt davon ausgehen, das die Fahrer von E-Autos Wert darauf legen, aus erneuerbaren Quellen zu laden. Auch die öffentlichen Schnelllader werden, glaubt man dem Sticker, aus erneuerbaren Quellen gespeist.

    Und eine Batterie/Akku hält deutlich länger als 150.000 Kilometer. Es ist das am Besten bewachte und gepamperte Aggregat in einem E-Auto. Dafür gibt es ausreichende Einträge in den einschlägigen Internetforen.
  • Kritisches Hinterfragen II

    06.11.2017, G. H. Lichtenberg
    Den Kommentar von J.E.R. , Stichwort „Well to Wheel“, finde ich sehr erwähnenswert, da dieser Aspekt in jedem Artikel, den ich zu dem Thema Elektromobilität gelesen haben, ausgelassen wird.
    Die Ökobilanz des Stroms mit denen E–Autos betrieben werden, wird peinlichst untersucht, die Ökobilanz von Diesel oder Benzin nicht. Ist das Bequemlichkeit?

    Dazu fiele mir noch ein, sich auch einmal Gedanken über die Ökobilanz der notwendigen Infrastruktur beider Antriebsarten zu machen. Auf der einen Seite wäre ein flächendeckender Betrieb von Ladestationen erforderlich. Auf der anderen Seite frage ich mich, wie die Ökobilanz des Betriebes unseres Tankstellennetzes aussieht. Meines Wissens müssen Tankstellen z. B. in regelmäßigen Abständen grundsaniert werden. Dazu habe ich bisher auch noch keine Info gefunden.
  • Fahrverhalten wirklich verändert?

    05.11.2017, Joachim Falken
    Wenn in Norwegen viele E-Autos Zweitwagen sind und öfter genutzt werden als andere Autos, liegt das vielleicht vor allem daran, dass sich eben Haushalte mit zwei Autos häufiger ein E-Fahrzeug zulegen, und es vor allem dann machen, wenn sie auch täglich gewisse Pendelstrecken zurücklegen (und vorher auch schon fuhren), bei denen sich das auch finanziell lohnt - und damit auch der ökologische Rucksacks der Batterie schneller amortisiert ist. Vielleicht nutzen sie auch von ihren zwei Autos das E-Auto häufiger als den vorigen "Zweitwagen" und damit das andere Auto seltener.
  • Nicht Äpfel mit Birnen vergleichen - kleinere E-Autos ziehen in vielen Aspekten mit größeren Verbrennern gleich

    05.11.2017, Joachim Falken
    Es ist nicht unbedingt fair, ein E-Auto mit einem etwa gleich großen Verbrenner zu vergleichen. Etwa bei den Apekten:
    * Vibrationen und Lärm des Motors, die das Wohlbefinden des Fahrers beeinträchtigen: Schon bei einem sehr kleinen E-Auto kein Thema, man brächte als Referenz ein wesentlich größeres konventionelles Auto, um insoweit gleichzuziehen.
    * Beschleunigungsvermögen: Schon "normal" motorisierte E-Autos ziehen im Spurt übermotorisierten Verbrennern davon, und die verbrauchen mehr als die Grundausstattung
    * Kosten: Wer sich einen Verbrenner für 35.000 leisten kann, hat deshalb noch nicht das Geld für ein vielleicht ähnlich "großes" E-Auto für 60.000 €. Also wird ein "kleineres" Modell gekauft und gefahren.
    * Prestige, Alleinstellungsmerkmal: Mit einem kleinen E-Auto kann man in manchen Kreisen mehr angeben als mit einem dicken Verbrenner.

    In vieler Hinsicht ist also das E-Auto einer kleineren Kategorie die sachgerechte Alternative zu einem größeren Verbrenner. Daher ist es nicht sachgerecht, den Verbrauch eines E-Kleinwagens mit einem Benzin-Kleinwagen zu vergleichen, wobei das E-Auto nur geringeren Vorsprung hätte, sondern es muss mit der Kategorie vergleichen werden, die sonst gefahren würde bzw. in etwa ähnliche Komfortwerte (außer bei Laden/Tanken) bietet.
  • Herstellung von Benzin und Erdöl

    05.11.2017, A. Press
    Die Produktion der Treibstoffe verschlingt Unmengen Energie. Daher stehen fast alle Raffinerien direkt neben einem Kraftwerk (fossil oder atomar). Die Treibstoffe werden mit Diesel- LKW zu den Tankstellen gebracht. Das Rohöl wird mit Schweröl betriebenen Schiffen nach Deutschland gebracht. Die Förderung verbraucht ebenfalls Energie. Dieser Energieaufwand entspricht ungefähr dem, den ein E--Auto benötigt, um die entsprechende Strecke zu fahren wie ein Auto mit Verbrennungsmotor. Daher ist die Argumentation, dass die Umweltfreundlichkeit eines E-Autos von der Art der Stromproduktion abhängt völliger Humbug.
  • Aussuchen der Stromart

    05.11.2017, Dirk Heydhausen
    Wer glaubt er würde der Umwelt etwas gutes tun weil er Ökostrom nutzt hat sich einen Bären aufbinden lassen. Angenommen man könnte Strom trennen und er nützt tatsächlich Ökostrom, dann würden alle anderen, die den Mix nehmen, etwas weniger Ökostrom bekommen und dafür etwas mehr Kohlestrom. In der Summe wäre immer noch die gleiche Menge an Ökostrom verbraucht und die gleiche Menge an Kohlestrom. Daher halte ich es auch für eine großes Märchen, wenn die Bahn behauptet sie fährt mit Ökostrom oder aber jemand sagt wir verwenden den Strom den die Isländer produziert haben obwohl die Netze komplett getrennt sind.
  • Artikel unvollständig, denn wichtige Zutat wurde vergessen

    05.11.2017, Sebastian Starosielec
    Der Artikel ist zum Verständnis der "Fernwirkung" leider unvollständig.
    Eine Zutat die gerne vergessen wird: Spin lässt sich "up" und "down" nicht nur in einer Raumrichtung (sagen wir "vertikal") messen, sondern in jeder beliebigen Richtung - nehmen wir eine andere Richtung "horizontal" mit den möglichen Ergebnissen "right" und "left".

    Wenn beide entfernte Labore ihre jeweilige Raumrichtung (horizontal oder vertikal) (a) verschieden wählen, kommen zufällige Ergebnisse dabei heraus. Soweit nicht verwunderlich - das entspricht einer lokalen Kopenhagener Deutung.
    Der Witz ist aber: Wenn beide Labore (b) die gleiche Raumrichtung wählen, dann kommt stets das Paar "up/down", "down/up" bzw. "right/left" und "left/right" heraus.

    Das heisst im Klartext: Das was vorher (nach Kopenhagener Deutung) lokal völlig zufällig erschien, ist auf einmal im Kontext der Messung des entfernten Labores völlig deterministisch.

    Wenn sich also ein Spin in ein Labor nach Alpha Centauri verirrt, dorthin mit Lichtgeschwindigkeit 4 Jahre unterwegs ist, zum Auftreffpunkt vom ausserirdischen Physiker gemessen wird, und er mir nach weiteren 4 Jahren als Antwortmail schreibt "Falls Du horizontal gemessen hattest, müsstest Du 100%ig "left" gesehen haben" - und das dann auch noch mehr als zufällig erwartbar stimmt! - dann kann die lokale Kopenhagener Deutung (was ich messe ist zufällig) nicht korrekt sein.

    Was dann auch nicht sein kann, sind die versteckten Variablen, denn wenn meine Messung fertig ist, hat sich der Centaurianer nicht mal entschieden, ob er horizontal oder vertikal messen möchte.
  • Q-Bombe

    05.11.2017, Dr. Konrad Heck
    Man darf dann vielleicht (??) annehmen, dass irgendwann in der Zukunft Wissenschaftler in Rückendeckung durch einen Staat oder dessen Regierung sich erlauben, eine solche Superkernfusion zu einer Superbombe zu entwickeln. Und dies erinnert dann doch sehr an den Film "Die Maus, die brüllte (Originaltitel: The Mouse That Roared)" von 1955 (Filmautor Jack Arnold), ein sehr schöner satirischer Film über alles vernichtende Bomben, deren Wissenschaftler und die Politik! In weiser Vorahnung wurde dort eine "Q-Bombe" (wie Quarks) entwickelt! Na, es wird uns doch noch gelingen, die Erde in die Luft bzw. in das All zu jagen...
  • einfach ausprobieren

    05.11.2017, G.Peters
    .. wenn der Rechenknecht die optimale Verteilung ausgeknobelt hat, eine Kiste kaufen, runde Kugeln dazu und die Lösung ausprobieren. Entweder sie stimmt oder eben nicht.
  • Diesel macht weniger Feinstaub als Beziner

    05.11.2017, Hans Pagel
    Zitat:
    Nicht nur Mopeds, Dieselautos oder Verbrennungsanlagen belasten durch Feinstaub unsere Gesundheit, sondern auch bislang unterschätzte Gase aus der Landwirtschaft.
    Nach meinem Wissensstand erzeugt der Benzinmotor weit mehr Feinstaub als der Diesel. Das wurde doch vor Kurzem noch ständig in der Presse erwähnt.
    Ich finde so etwas schon wichtig im ständigen Kampf gegen Vorurteile.
  • Ist schon bewiesen

    05.11.2017, Jazzpirate
    Korrektur: "Hales arbeitet deswegen seit 2003 daran, einen formal vollständigen Beweis der keplerschen Vermutung zu erstellen." - das Projekt ist seit 2014 fertig, nennt sich Flyspeck und steht komplett auf Github.

    https://github.com/flyspeck/flyspeck

    Polemik: Ich trau keinem Mathematiker, der sich selbst mehr traut als einem Computer. Die Arroganz die dafür nötig ist sollte einen von jeglichem peer review ausschließen :D
  • Falsch

    05.11.2017, Jakob
    Hier wird wie so oft die Quantenmechanik und die Kopenhagener Deutung in einen Topf geworfen.
    Dass Teilchen keinen klar definierten Zustand hätten und erst durch Beobachtung auf einen zusammenfallen ist ja gerade die Behauptung, die Einstein mit der "spukhaften Fernwirkung" kritisiert hat.
    Die Drehimpulserhaltung zwischen verschränkten Teilchen hingegen wurde niemals von irgendjemanden angezweifelt.
    Das kann allerdings auch immernoch durch "verborgene Variablen" geschehen, wenn zum Beispiel der Spin bei der Verschränkung auf klassisch mechanische Weise erzeugt wird, so wie bei aufeinanderprallenden Billard-Kugeln.
    Wenn überhaupt, dann zeigt das nur, dass Einstein recht hatte und die Kopenhagener Deutung Quatsch ist, da das sonst gegen die Relativitätstheorie verstoßen würde. Aber im Endeffekt zeigt es überhaupt nix.
  • Natürlich wieder die Landwirtschaft....

    05.11.2017, Michael Schenk
    Sicherlich entstehen Ammonik-Emmissionen in der Landwirtschaft. Nicht nur in der Tierhaltung inklusive organischer Düngung, sondern auch bei der Mineraldüngung, besonders mit Harnstoff. Aber jetzt wieder einseitig auf die Landwirtschaft zu zielen passt gut in die allgemeine Stimmungslage.
    Jeder Landwirt ist schon selbst interessiert, die Ammoniakverluste möglichst zu reduzieren, da Stickstoffdünger teuer ist und mit der neuen Düngeverordnung die absolute Menge begrenzt wurde. Aber das geht nicht von heute auf morgen, da vielfältige technische und organisatorische Änderungen erforderlich sind, die Geld und Zeit kosten. Aber die Statistiken zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind.
    Allerdings darf das auch nicht einseitig nur in Deutschland erfolgen. Luftschadstoffe halten sich nicht an Grenzen, wenn nur die deutschen Landwirte Maßnahmen ergreifen verschwinden sie vom Markt.
    Außerdem gibt es Zielkonflikte. So sollen die Tiere in offenen Ställen und/oder auf der Weide gehalten werden, das gefällt den Verbrauchern. Hier lassen sich die Verluste aber kaum vermeiden.
    Insgesamt ist das ein komplexes Thema. Was aber vermieden werden sollte sind einseitige Schuldzuweisungen.
  • Deutsche Konkurrenz vergessen

    05.11.2017, Fabian P.
    In ihrem Artikel wird das deutsche Übersetzungstool DeepL nicht erwähnt, das auf Linguee basiert und derzeit allen Angeboten aus dem Silicon Valley überlegen ist. Schade!