Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • KeePass

    26.10.2015, Torsten Paulsen
    Wieso das Passwort selber erstellen (was zwangsweise nach irgendwelchen Mustern passiert), wenn man sich auch eines errechnen lassen kann.

    KeePass ist eine Passwortdatenbank und erzeugt Passwörter.

    http://keepass.info/
  • Ziemlicher Nonsens

    26.10.2015, Dr. Thomas Hartung
    Ich bin seit mehr als 25 Jahren bekennender Vegetarier ohne jeglichen Anspruch auf Missionierung anderer. Mein Vater ist Landwirt, Rinder-, Schweine-, Schaf- und Kleintierzüchter. Ich bin also keineswegs der "naturentfremdete Stadtmensch", wie es in einem anderen Posting zu lesen ist, sondern mit Tierhaltung, -schlachtung und -verzehr aufgewachsen.

    Ebenso wenig bin ich Vegetarier aus irgendeiner Ideologie heraus oder wegen der ökologischen Folgen. Ich bin Vegetarier, weil ich ganz persönlich den Umgang der Menschen mit den Tieren, nicht allgemein verbrämt sondern ganz konkret, für erbärmlich und unwürdig halte.

    Ich habe bei einem Freund, der es mir mit einem verschmitzten Lächeln gereicht hat, dieses Buch gelesen und ich kann nur sagen, es betrifft mich überhaupt nicht. Das (von mir polemisch verkürzte) Postulat, alle Vegetarier wären Ideologen, die keine Ahnung hätten, was sie der Gesellschaft und ihrer Gesundheit antun, ist Nonsens.

    Ich empfehle den Autoren, einmal darüber nachzudenken, welche Wirkung es hätte, wenn jeder Mensch, der Fleisch essen möchte, sich den Werdegang seines Steaks mal ansehen müsste (nur so zum Thema naturentfremdete Städter). Damit meine ich nicht die Endverarbeitung der Rinderhälften im fast sterilen Fleischereifachbetrieb, sondern beginnend bei der Verladung der Tiere im Stall bis zum Zerlegen im Schlachthof. Und das ganze bitte nicht als geplante Führung, sondern durch versteckte Kamera o. ä. Die Zahl der Vegetarier würde sprunghaft steigen. Die alltägliche, teils sadistische Gewalt, die den Tieren regelhaft von Leuten, denen der ungehinderte Ablauf des Jobs wesentlich wichtiger ist, als die fühlende Kreatur, würde, glaube ich, wirksamer sein, als jede Polemik. Wer, wie ich, gesehen hat, wie eine Kuh, die sich beim Verladen noch im Stall ein Bein gebrochen hat, mit dem Gabelstapler auf den LKW geworfen, dann im Schlachthof mit dem Bagger abgeladen - wobei ihr ein Bein fast abgetrennt wurde - und aus drei Metern Höhe auf den Beton fallen gelassen worden ist, bevor man sie an dem gebrochenen Bein in die Schlachthalle geschleift hat und - endlich - das Leiden beendet hat, wird vielleicht nachdenklicher. Gesehen habe ich das übrigens nicht vor 25, sondern vor 3 Jahren.

    All dies findet sich nicht, zumindest nicht beantwortet in diesem Buch. Auch zum Thema Fleischessen und Gesundheit erlaube ich mir als Arzt und Bauchchirurg eine dezidiert andere Meinung, als die dargestellte.

  • Lesegenuss vom Feinsten

    26.10.2015, Adalbert Nussbaumer
    Eine Rangliste dieser Art wünscht man sich doch öfters auf Spektrum. Ein wahrer Lesegenuss. Hochinteressantes locker aufgebaut und dargestellt sorgt förmlich für Freude beim Lesen.

    Adalbert Nussbaumer
  • Ein weiteres unnützes Buch

    25.10.2015, Walter Weiss
    Der Rezensent berührt das wirkliche Thema nur sehr schonend, fast nebenbei - als wolle er den Verfasser schonen: Die Probleme, die der Verfasser dem Rezipienten VERSTÄNDLICH machen möchte (mit immer neuen Vergleichen, die niemals völlig passen können!), sind nun einmal UNVERSTÄNDLICH, denn verstehen können wir mit unserem Gehirn nur solche Vorgänge, die sich in der Reichweite unserer körperlichen Sinne im Bereich der 'Klassischen Physik' abspielen. Alles andere, was die moderne, d.h. über diese Reichweite hinausgehende naturwissenschaftliche Forschung an Ergebnissen erzielt, können wir lediglich BERECHNEN.

    So hören die begrifflich völlig vergeblichen Versuche, gleichwohl Verständnis zu erzielen, einfach nicht auf - weil offenbar gerade Naturwissenschaftler (und Philosophen) diese simplen Zusammenhänge nicht sehen oder nicht sehen wollen.

    Verkaufsträchtig sind derartige Versuche allerdings allemal!
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr Weiss,

    was Sie anmerken, steht bereits in der (Film-, nicht Buch-) Rezension. Absatz 4: "Unser Vorstellungsvermögen ist darauf ausgelegt, klassisch-physikalische Erscheinungen zu verarbeiten; bei Quanteneffekten versagt es."

    Das ist so. Aber das heißt ja nicht, dass man nicht darüber reden darf und dass man sich nicht um Vermittlung bemühen darf.

    Mit freundlichem Gruß
    Frank Schubert
  • Falschinformation

    24.10.2015, Rüdiger Kuhnke
    Nein, es ist keine bestätigte Krebserkrankung. Der Mitarbeiter erfüllt lediglich die formalen Kriterien zur Anerkennung einer Berufskrankheit. Seine 19,8 mS liegen knapp unter dem Jahresgrenzwert für strahlenexponierte Personen.
    Antwort der Redaktion:
    Ich verstehe nicht was Sie mir sagen wollen. Ziehen Sie in Zweifel, dass der Mann an Krebs erkrankt ist?
  • Montreal-Protokoll 1987 nicht 1997

    24.10.2015, Adolf Schmitthuber
    An die Redaktion:
    Der Text liest sich etwas missverstaendlich, denn das ursprüngliche Montreal-Protokoll wurde 1987 nicht 1997 abgenommen, trat 1989 in Kraft und wurde 1997 (Montreal) zum vierten mal aktualisiert.
    Quelle:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Montreal-Protokoll
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr Schmitthuber,

    Zahlenfehler sind leider immer die bedauerlichsten. Vielen Dank für Ihren Hinweis, ich habe die Jahreszahl ausgebessert.

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Lingenhöhl
  • Stangen suchen und Fotojagd

    23.10.2015, Gina Winter
    Sehr interessanter Artikel. Ich weiss nicht, wie es mit der Wilderei in der Schweiz genau steht, doch sind hierzulande 'Fotojäger' ein zunehmendes Problem für Bartgeier und Steinadler. Um tolle Bilder zu bekommen, gehen sie leider immer öfter viel zu nah an die Horste ran. Die Vögel sind gestört, geben den Horst auf und brüten nicht mehr.
    Ein weiteres Problem im Schweizer Mittelland sind durch vergiftete Köder getötete Falken. Hinter den Attacken werden Taubenzüchter aus dem Balkan vermutet. Aus Angst fremdenfeindlich dazustehen, ermittelt die Polizei leider nicht konsequent.
    Ein weiteres Problem ist das Suchen von Stangen (abgeworfenes Geweih von Hirschen). In der Szene für chinesische Medizin werden dafür ordentliche Preise (CHF 200.- / Stück) bezahlt. Es werden dafür zwar unmittelbar keine Tiere getötet, doch sorgen die Sucher für Störungen. Stangensuchen ist zwar illegal, aber kaum nachweisbar.
  • es crasht bereits..

    23.10.2015, Stephan Schwan
    die globale Durchschnittstemperatur folgt bekanntlich dem globalen CO2-Gehalt. Dieser bewegte sich in den letzten 800.000 Jahren zwischen ca. 200 und 300 ppm. Aber heute liegt er bei 398 ppm!(http://www.esrl.noaa.gov/gmd/ccgg/trends/#global)

    Das heißt, die heutigen Stürme, Starkregen und Überschwemmungen sind erst der Anfang. Die Menschheit fährt gerade gegen die Wand, wir merken es nur nicht, weil es in Zeitlupe passiert, die Stoßstange wird gerade erst eingebeult.
  • xkcd: Password Strength

    23.10.2015, Dominic
    Ich kann hier nur wieder mal wärmstens folgenden Comic empfehlen:
    https://xkcd.com/936/

    Dazwischen ein paar Sonderzeichen und schon ist man viel besser dran als nach den "üblichen" Regeln.
  • Überlichtschnell!

    23.10.2015, Hasko Eckhardt
    Laut Beschreibung des Bilds des Monats bewegen sich die beobachteten Filamente in 1/4 Sekunde bis zum Mond, der meines Wissens etwas mehr als 1 Lichtsekunde von der Erde entfernt ist (im Mittel 384 400 km).
    Ganz schön schnell, kann ich da nur sagen!
    Antwort der Redaktion:
    Lieber Herr Eckhardt,

    da haben Sie sich offenbar verlesen - in der Bildbeschreibung ist von einer "Viertelstunde" die Rede, nicht von einer Viertelsekunde.

    Entschleunigte Grüße,
    Mike Beckers
  • Ein altbewährtes Verfahren

    23.10.2015, Jutta Paulus
    ...ist auch die Verwendung der Anfangsbuchstaben eines Merksatzes.
    Beispielsweise für eine Online-Auktionsplattform:
    HkuvJiaK-s2012
    Hier kauft und verkauft Jutta ihren alten Krempel - seit 2012.
    Der wichtigste Hinweis fehlt jedoch im Artikel:
    UNBEDINGT verschiedene Passwörter für verschiedene Log-Ins verwenden!
  • Wilderei und Trophäenjagd

    23.10.2015, Tom Schulze-Helmke
    Vielen Dank für diesen ausführlichen Artikel mit vielen neuen Informationen. Wolfsfreunde diskutieren dieses Thema auch in der Facebookgruppe "Schützt die Wölfe in Deutschland"
  • Der Energiebedarf des menschlichen Gehirns

    23.10.2015, Prof. Dr. med. Dieter Böning, Berlin
    Im Artikel taucht wieder die gängige Behauptung auf, dass das große menschliche Gehirn besonders viel Energie verbraucht. Es handelt sich um etwa 20% des Ruheenergieumsatzes (Greger R., Windhorst U. Comprehensive Human Physiology , !996, S. 585, Tabelle 29.1) in Körperruhe bei einem Gewichtsanteil von nur etwa 2%. Dabei wird aber übersehen, dass Fett (10–20% der Körpermasse), Bindegewebe und Knochen nur einen sehr niedrigen Stoffwechsel haben und dass auch die untätige Muskulatur (35–40% der Körpermasse) bis auf Atemmuskeln und Herz sehr wenig Energie verbraucht. Der Anteil am Gewicht der tätigen Organe dürfte also 4-6% betragen.

    Wenn man sich bewegt, steigt der Energieumsatz der Muskeln stark an, während das Gehirn nur wenig mehr verbraucht. Der Tagesenergieumsatz eines Mannes ohne anstrengende körperliche Arbeit beträgt etwa 9600 kJ (2400 kcal). Der Umsatz des Gehirns beträgt in dieser Zeit etwa 1500 kJ (360 kcal), also 16% des Gesamtumsatzes. Bei intensiver Muskelarbeit, wie man sie bei einem laufenden Jäger in der Steinzeit annehmen kann, verdoppelt sich der Umsatz, der Hirnanteil sinkt auf 8%.

    Des Weiteren verbraucht das Gehirn fast nur Traubenzucker, deshalb ist für den laufenden Energiebedarf Pflanzenkost vorteilhaft, vor allem Früchte und Körner. Fleisch fressende Raubtiere finden Kohlehydrate nur als Muskelbestandteil (Glykogen, zirka 1-2% des Muskelgewichts beim ausgeruhten Beutetier) und im Darminhalt der Beute.

    Ein Vorteil bei Fleischverzehr ist der hohe Eiweiß- und Lipidanteil der Beutetiere, der den Aufbau der Körperstrukturen erleichtert, und der geringere Aufwand für Nahrungsaufnahme und Verdauung.
  • Bitte was?

    23.10.2015, Christian
    Neurotransmitter, die in so hohen Dosen freigesetzt werden, dass sie die Nervenzellen killen? Welcher Idiot designt denn sowas? Das ist als hätte man einen Verstärker, der die Kabel schmilzt, wenn man ihn voll aufdreht. Ich wäre für eine Sammelklage gegen die Evolution. Lausige Arbeit. Hätte so nie releast werden dürfen.
    Antwort der Redaktion:
    Das ist die allgemeine Verrohung der Sitten. Früher hatte man noch Betatester. Heute lassen die Entwickler ihren verbuggten Kram auf die Nutzer los, und dann muss man noch mal ewig auf n Patch warten.
  • Tinnitus als akustischer Parkinson ?

    23.10.2015, Peter Johnen
    Leider fehlt dem Artikel letztlich ein Erklärungsansatz, worin genau der über die fehlenden Hochtöne hinausgehende Informationsmangel im Sprachverständnis besteht, der durch die abgestorbenen auditorischen Nervenfasern verursacht würde. Was sind denn "komplexere Schallmuster" der Sprache gegenüber der Musik und wieso können Nerven gerade die nicht mehr übertragen? Ich kann hier nur einen reinen Leistungsabfall bei der komplexen semantischen Informationsverarbeitung im auditorischen Kortex des alternden Gehirns erkennen.

    Allerdings würde zu einem Zusammenhang des Absterbens der auditorischen Nervenfasern und dem Entstehen von Tinnitus passen, dass es heute Theorien gibt, die davon ausgehen, dass Tinnitus durch 'unbeschäftigte' Nervenzellen entsteht, die aufgrund ihrer 'Beschäftigungslosigkeit' in eine regelmäßige autogene 'Schwingung' geraten. Es gibt wohl Erkenntnisse aus der allgemeinen Hirnforschung, die diese Theorie der durch Isolation oder Reizmangel in autogene Schwingungen geratenden Hirn- bzw. Nervenzellen bzw. Zellsysteme nahelegen (Parkinson; Oszillation; www.brainlinks-braintools.uni-freiburg.de/material/gug_2013_5_s68.pdf).

    Der vorliegende Artikel liefert insofern eine interessante Erklärung für diese Störung im auditorischen Regelkreis, denn die Neurone sind ja nicht alle gleichzeitig mit den ihnen vorgeschalteten auditorischen Nervenfasern abgestorben. Dies würde Tinnitus als einen Riss in der Informationskette und daraus resultierende 'durchdrehende' Neurone oder auch nachgelagerter Hirnzellen erklären, die dann eben sinnlose und falsche Information (einen virtuellen Piepton, eben „akustischen Parkinson“) generieren bzw. weitergeben.

    Ich bin übrigens Informatiker, nicht Naturwissenschaftler, soll heißen: grau ist alle Theorie...