Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • Aussterben...

    26.06.2015, thomasca
    Soweit ich weiss sind in der gesamten Erdgeschichte bisher 99% aller Lebensformen ausgestorben, es gehört also zur evolutionären Entwicklung. Auch der Mensch hat beste Ausichten auszusterben, im nächsten Evolutionsschub haben wohl nach Ansicht der Wissenschaft die Waschbären beste Aussichten auf die nächste Entwicklungsstufe... also, alles kalr es geht immer weiter, halt ohne die Menschen in Zukunft...
  • Fehler im Artikel Die 10 wichtigsten Anwendungen der Wissenschaft

    26.06.2015, Karl Bednarik

    Abschnitt 6 Flüssigkristallbildschirme:

    Zitat:

    Zum einen nämlich können sich die Moleküle frei bewegen – und sich so bei Bedarf in einem Magnetfeld ausrichten.

    Korrektur:

    Flüssigkristallbildschirme verwenden elektrische oder sogar elektrostatische Felder, und keine Magnetfelder.

  • Abholzung im Amazonas geht zurück????

    25.06.2015, Martin

    Wie unterschiedlich die Meinungen und Aussagen über die Abholzung wirklich sind, zeigen die beiden Berichte aus den Jahren 2012 und 2013. Während Peru.com behauptet, dass die Rodung der Amazonaswälder um 28 % im Jahr 2013 gestiegen ist, http://peru.com/actualidad/internacionales/brasil-deforestacion-amazonia-crecio-28-ciento-advierten-noticia-209346.. ist bei Insight crime von 80 illegalem Holzschlag die Rede http://es.insightcrime.org/noticias-del-dia/brasil-crea-unidad-especializada-combatir-tala-ilegal und in der angesehenen Tageszeitung comercio Peru ist von den höchsten illegalen Abholzungszahlen in den vergangenen 13 Jahren überhaupt die Rede. http://elcomercio.pe/peru/pais/deforestacion-peru-niveles-maximos-13-anos-cop-20-noticia-1775741?ref=flujo_tags_13247&ft=nota_13&e=titulo
    jetzt muss nur noch gezeigt werden, wo die Rodung Tiefststände erreicht,, Und dann glaube ich das immer noch nicht....
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Martin,

    die Aussage zu Amazonien bezog sich auf Brasilien, wo u.a. das Soja-Moratorium die Abholzung auch nach Zahlen unabhängiger Beobachter stark reduziert hat - zumindest verglichen mit der Jahrtausendwende. Nun muss sich zeigen und Brasilien beweisen, dass es diesen Weg auch weitergehen kann und will.

    Mit besten Grüßen
    Daniel Lingenhöhl
  • "Ist alles hoffnungslos?"

    25.06.2015, Gregor Gerland
    Ein sehr ehrlicher Artikel. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, wie es so schön heißt. Gerne würde ich dem beipflichten, allein: mir fehlt der Glaube. Die erwähnten Beispiele für Artenschutz sind (als globales Modell) leider nicht überzeugend. Dem entgegen steht unter anderem, was Sie wenige Zeilen darüber selbst schreiben: "Die wachsende Weltbevölkerung und vor allem ihr wachsender Hunger auf Fleisch..." Die zerstörerischen Machenschaften der Fleischindustrie sind längst bekannt, doch außer der Modebewegung netter Veganer regt sich keinerlei Widerstand. Aussichtslos die Angelegenheit. Der Mensch wird seine Lebensgrundlagen zerstören. Ich sehe da kein Land.
  • Tausendstel Sekunde

    25.06.2015, Dr. Ulrich Haman
    Die Zeitabweichung beträgt laut Artikel pro Jahr durchschnittlich eine Tausendstel Sekunde. Wie kommt es dann, dass man zum Beispiel in diesem Jahrhundert bis zum 1. Juli, also innerhalb von 15 Jahren, die Uhr schon um volle vier Sekunden verstellt haben wird?
    Antwort der Redaktion:
    Lieber Herr Haman,

    im Text geht es um die Rotation der Erde um die eigene Achse. Diese sorgt für eine Zeitverschiebung von einer tausendstel Sekunde pro Tag und nicht pro Jahr.

    Herzliche Grüße
    Daniela Zeibig
  • Ausmaß der zeitlichen Verschiebung des Sonnenaufganges überschätzt?

    25.06.2015, Ralfus Germanicus
    Ich vermute, hier liegt eine ungenaue Rechnung des Ergebnisses (sinngemäß: "in einigen hundert Jahren würde die Sonne dann Mittag aufgehen") zugrunde oder aber eine falsche Prämisse (sinngemäß: Tag ca. eine Tausendstel Sekunde länger als 24Stunden").

    Gehen wir von der Prämisse aus, so beträgt die zeitliche Verschiebung des Sonnenunterganes also eine Tausendstel Sekunde am Tag. Folglich also circa eine Sekunde in drei Jahren. Eine zeiliche Verschiebung des Sonnenaufganges um ca. sechs Stunden (von morgens nach mittags) bedarf demnach ca. 6 mal 3600 mal 3 Jahre. Das sind knapp 65 Tausend Jahre. Also deutlich mehr als die -sinngemäß - "ein paar Jahrjunderte"
    Antwort der Redaktion:
    Vielen Dank für den Hinweis. Die Formulierung war unglücklich gewählt, wir haben sie bereits im Text korrigiert!

    Herzliche Grüße
    Daniela Zeibig
  • Sonnenaufgang

    25.06.2015, ngass
    ".... eine tausendstel Sekunde länger braucht, als die exakten 24 Stunden, die die Atomuhr misst. Das würde dazu führen, dass die Sonne in einigen hundert Jahren nach unserer Zeitrechnung irgendwann nicht mehr morgens sondern mittags aufginge. ".
    Bitte nachrechnen bevor sowas zu schreiben.

    365 Tage x 0.001 Sekunden pro tag = 0.365 Sekunden pro Jahr. Eine Stunde hat 3600 Sekunden so wird es 9863 Jahre dauern dass die Sonne eine Stunde später augeht. Damit die Sonne um Mittag aufgeht müsste man 9863 x 6 = 59178 Jahre warten.
    Antwort der Redaktion:
    Vielen Dank für den Hinweis. Die Formulierung war unglücklich gewählt, wir haben sie bereits im Text korrigiert!

    Herzliche Grüße
    Daniela Zeibig
  • Eine Vision für Jedermann!

    25.06.2015, Volker Müller
    Sehr geehrte Autoren des 5.Generation-Straße-Artikels,
    vielen Dank Ihnen für diesen ausführlichen und gut verständlichen Beitrag, ich bin begeistert von dieser Vision, die unser aller Leben tatsächlich mal positiv weiterentwickeln würde! Jeder ärgert sich über bestimmte Aspekte unserer heutigen Sraßen - hier werden viele sinnvolle Lösungen vorgestellt, aus denen dann Systeme für verschiedene Anforderungen zusammengestellt werden sollen.
    Mehr davon bitte!
  • Terror und Biowaffen ?

    25.06.2015, Hubert Mollert
    Das ganze hat doch sicher auch ein Potential für Biologische Waffen die dann auch von Terroristen hergestellt werden könnten. D.h sollte man in erwägung ziehen den Zugang zu dieser neuen Technik entsprechend gut zu kontrollieren und unter Aufsicht zu stellen.
  • Welche neuen Risiken?

    25.06.2015, Robert Cale
    Auch wenn die Methode "revolutionär" ist, kann ich nicht wirklich erkennen welche neuen Risiken hier entstehen. Wer sich mit den Risiken der Gentechnik bereits auseinandergesetzt hat trifft auch bei CRISPR auf Altbekanntes. Das Risiko, dass bei der Gentherapie nicht nur der Patient dem Arzneimittel (z.B. einem gentechnisch verändertem Virus, das als Vektor verwendet wird) ausgesetzt ist, ist hinlänglich bekannt und kann mit entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen reduziert werden.
    Die Debatte um "Grüne Gentechnik" wird durch das Argument "Da lässt sich nur schwer erkennen, ob es sich um eine natürliche Mutante handelt oder um einen gentechnisch veränderten Organismus" ad absurdum geführt, weil der zentrale Kritikpunkt aller bisherigen Methoden der gleichzeitige Transfer von Markergenen gewesen ist, z.B. von Resistenzgenen, deren mögliche Verbreitung in der Umwelt befürchtet wurde und stets ein (berechtigter) Kritikpunkt der Gentechnikgegner gewesen ist. Nun steht eine Methode zur Verfügung, die gänzlich auf Markergene verzichtet und einer induzierten Mutagenese in nichts nachsteht. Ein wesentlicher Kritikpunkt der Gentechnikgegner wurde damit ausgeräumt.
    In anderen Worten, man kann Manipulation nicht mehr von spontaner (natürlicher) Mutation unterscheiden. Diese Mutationen treten aber täglich in vermutlich milliardenfachen Ausmaß in der Umwelt auf! In jedem Organismus, ganz zufällig, ohne jegliches Zutun des Menschen. Das nennt man übrigens Evolution.
    Auch unsere konventionell, ohne Gentechnik hergestellten Lebensmittel sind einst so entstanden, z.B. so wurde der Ertrag nahezu aller auf dem Markt erhältlichen Getreidesorten gesteigert, imdem induzierte (d.h. chemische oder radioaktive) Mutagenese angewendet wurde (das ist keine Gentechnik, sondern Teil konventioneller Züchtung) und anschließend Pflanzen mit gewünschten Eigenschaften sekeltiert wurden. Wir essen täglich diese Pflanzen, ohne zu wissen, was im Genom der Pflanzen eigentlich passiert ist. Ein Risiko zu beschwören, weil man nun genau weiß welches Gen verändert wurde, erscheint mir deshalb absurd.
  • Stefan Trapp

    25.06.2015, Ich
    "aus der Sicht eines religiösen Menschen"
    Hahahahaha
    Dein lieber Gott wird es doch bestimmt nicht zulassen, dass seine Schöpfung manipuliert wird. Also chill doch.
    Und nur 25 Jahre Haft? Sehr großzügig, die Kirche hat früher solche Ketzer direkt umbringen lassen. Nächstenliebe und so halt.

    "Immer dann, wenn das verzweifelte Individuum nicht mehr weiter weiß bzw. wenn es die Zusammenhänge in seiner Umwelt nicht mehr verstehen kann, sehnt sich der Mensch nach einer spirituellen Hilfe, sucht er nach einem Gott. Gläubigkeit ist daher eine Folge von Unwissen und Unverständnis. Ein geringer Bildungshorizont erreicht bald die Grenzen des Nachvollziehbaren. Daher ist naturwissenschaftliche Bildung der größte Gegner aller Religionen. Die menschliche Hilflosigkeit im Nicht-Wissen und daher Nicht-Verstehen machen sich die christlichen Kirchen schon seit Anbeginn ihres Wirkens nutzbar. Ginge es nach der Kirche, insbesondere in der katholischen Version, würde man am liebsten die gesamte Geschichte der Aufklärung für ungültig erklären. Denn erst dann wären die Menschen wieder bereit, die alte Schöpfungsgeschichte anzunehmen, die ihnen heute zeitgemäßer vermittelt werden muss"
    http://hpd.de/artikel/11866
  • Kriminelle Aktion

    24.06.2015, Stefan Trapp
    Aus der Sicht des Ökologen, ebenso aus der Sicht eines normalen Menschen, und aus der Sicht eines religiösen Menschen gesehen finde ich, dass man Forscher, die an der "Veränderung oder gar Ausrottung einer ganzen Population" arbeiten, sofort für unbegrenzte Zeit einsperren sollte. Auch diejenigen, die solche Forschung fordern oder unterstützen, sollten mit 25 Jahren Zuchthaus bestraft werden.

    Selbst wenn es nur um "Moskitos" geht - wenn's nur ein klein bisschen schiefläuft, verändern diese "Forscher" die Welt für immer, und ziemlich sicher zum Schlechten für alle Lebewesen, nicht nur für uns Menschen.

    Wer sollte ihnen das erlauben? aj
  • Maßlose Ressourcenvernichtung

    24.06.2015, Peter Bauer
    Da ich immer nur ein halbes Jahr in Deutschland bin, geht mir ab und zu ein "Spektrum der Wissenschaft" durch die Lappen, so auch das Februarheft 2013. Daher kam ich erst heute dazu, es zu lesen.

    Den Titelbeitrag "Nukleare Alchemie" hätte ich so unreflektiert in diesem Blatt nicht erwartet. Die Befragung eines "Atomgegners" dazu war eher schwach. Er hat kaum mehr von sich gegeben, als im vorherigen Beitrag schon zur Genüge erörtert wurde. Wie stehen Sie heute zu diesem Thema? Da wird doch allen Ernstes seitenlang erklärt, wie mit einem Wahnsinnsaufwand einer der potentesten Energieträger, Plutonium, vernichtet werden soll und bedauert beinahe noch, dass dabei auch noch Wärme frei wird. Das einzig Positive daran sind die Erkenntnisse zur Wiederaufbereitung der abgebrannten Brennstäbe. Aber dieses Ansinnen passt in die Reihe der maßlosen Ressourcenvernichtung beim Versuch, Kernkraftwerke durch alternative Energieerzeuger zu ersetzen, wie Fotovoltaik und Windräder.

    Beides kann man noch als zusätzliche Lösung gelten lassen, wo ausreichende Effizienz gewährleistet und eine Energieversorgung aus dem Netz zu teuer oder zu schwierig ist. Ganz abgesehen davon, dass die versprochene CO2-Reduzierung und ein totaler Kern- oder Fossil-Reaktor Ersatz so nicht erreicht werden kann. Wenn wir weiter so mit unserer Umwelt umgehen, brauchen wir uns um die Endlagerung wirklich keine Gedanken mehr machen. In spätestens 100 Jahren werden unsere Kinder ganz andere Sorgen haben.

    Sicher, die, die von dem Raubbau profitieren, interessiert das dann nicht mehr, aber unsere Kinder müssen es ausbaden. Eine kleine Gruppe ideologisch Verblendeter liefert der Regierung und der Industrie die Argumente, um hemmungslos alles zu unternehmen, was Umsatz bringt. Dabei interessiert es kaum, dass wir mit unserer Form von Energiewende auf der Welt recht einsam da stehen. Wir machen uns lächerlich und sind auf unsere "Vorreiterrolle" auch noch stolz.

    Es stünde Ihrem Blatt, das mit wenigen Ausnahmen ganz hervorragende Beiträge liefert, die ich immer wieder mit Begeisterung lese, gut an, dieses Thema von wirklichen Fachleuten und ideologiefrei zu behandeln.
  • Trudeln?

    23.06.2015, FlgKpt. Franz Egon Drehmeier
    "...wenn die Maschine zum Beispiel wegen Treibstoffmangels in großer Höhe ins Trudeln gerate..."

    Warum sollte ein Flugzeug aufgrund von Treibstoffmangel ins Trudeln geraten? Wenn der Tank leer ist, gehen die Triebwerke aus. Wenn der Pilot dann richtig agiert, bringt er das Flugzeug in einen stabilen Gleitflug, aus dem heraus dann eine überlebbare Notlandung machbar ist. (wie bei Kapitän Sullenbergers Hudson-Notlandung, "Gimli-Glider" oder Air-Transat Flug 236)

    Wenn ein Flugzeug trudelt, schlägt es auch nicht senkrecht ein, sondern schräg seitlich oder sogar ganz flach.

    Schade, dass es anscheinend in keinem großen Nachrichtenverlag nicht wenigstens einen einzigen Luftsportler, Privatpiloten, Modellflieger oder auch nur Flightsimmer oder Planespotter gibt, der die Luftfahrt-Artikel auf die richtige Verwendung von Fachbegriffen hin korrekturlesen kann. Im nächsten Beitrag, der mich über ein Luftfahrt-Thema aufklären soll, startet das Flugzeug dann selbstverständlich wieder auf der Rollbahn ;-)



  • Was ist daran so datenintensiv?

    23.06.2015, Jared J. Myers
    Landsat 7 und 8 hatten bzw. haben Bodenauflösungen von 30 x 30 m in 6 Spektralbändern, 15 x 15 m in einem panchromatischen Band und 60 x 60 m in einem Thermal-Infrarotkanal. Obendrein arbeitet Landsat 8 mit 12 Bit je Kanal (Landsat 7 mit 8). Der Betrieb war bzw. ist ebenfalls kontinuierlich.

    Sentinel-2 hat Bodenauflösungen von 10 x 10 m in vier, 20 x 20 m in sechs und 60 x 60 m in drei Bändern, jedes 12 Bit breit.

    Je gleicher Fläche werden also von Sentinel 2 etwa 7,5 mal so viele Daten übertragen wie von Landsat 7 und etwa 5 mal so viele wie von Landsat 8. Für eine 300 km breite und 300 km lange Szene sind das etwa 9 GB.

    Sentinel 2 unterscheidet sich damit nicht weltbewegend von den Übermittlungsraten des Landsat-Systems. Allerdings ist durch die Häufigkeit der Überfliegungen bei 2 bzw. 4 Geräten eine zeitlich sehr engmaschige Beobachtung gegeben - und dank der günstigen Preise bzw. der kostenlosen Verfügbarkeit kann das in der Tat vielen Stellen eine Auswertung ermöglichen, die nicht das Geld hatten, teure SPOT-Szenen einzukaufen - zum Beispiel NGOs im Umweltschutz.