Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Die wirklich interessanten Fragen sind doch ganz andere...

    20.02.2017, Elke Schabedoth
    ...und zu denen hätte ich gerne mal einen wissenschaftlich fundierten Artikel.

    Ist es überhaupt möglich, die gesamte Weltbevölkerung vegetarisch oder gar vegan zu ernähren? Wenn ja, wie würde sich das auf den Einsatz von Kunstdünger auswirken? Würde das den Verbrauch von Phosphor noch weiter erhöhen und somit die "Phopsphorkrise" vorantreiben?
    Es gibt massenweise Gegenden, die sich für den Anbau von pflanzlichen Nahrungsmitteln überhaupt nicht eignen. Sollen die ab jetzt einfach der Natur überlassen bleiben, anstatt wie bisher zur Weidetierhaltung genutzt werden? Oder wie müssen wir uns das vorstellen?
    Das Thema hat so viele Aspekte, die ich jedenfalls noch nie schlüssig erklärt bekommen habe. Das wäre mal ne schöne Aufgabe.
  • Völlig überflüssiger Aktionismus

    20.02.2017, S. Thierfeldt
    Die im Textbeitrag angesprochene Initiative der EU, Roboter als "elektronische Personen" mit Rechten und Pflichten auszustatten, ist völlig überflüssiger Aktionismus. Er ist gegenwärtig ungefähr genau so relevant wie die Festlegung der Farbe der Griffe der Toilettenspülung in einer zukünftigen Marsstation. Wenn wir jemals einen Roboter konstruiert haben werden, der auch nur im Entferntesten in Intelligenz und Gefühlswelt einem Menschen gleichkommt, kann man über das Thema evtl. noch einmal nachdenken. Momentan ist es der blanke Unsinn. Was sollen "Menschenrechte" für einen Gegenstand, den man durch Ziehen des Netzsteckers (okay, und des Akkus) jederzeit abschalten kann? Dem man neue Komponenten einstecken kann? Dem man durch Neuprogrammierung eine andere "Persönlichkeit" verpassen kann?
    Da es aber viel leichter ist, über die Haar- und Augenfarbe, die Etikette, das Konfliktlösungsverhalten von Robotern und eben auch über "Roboterrechte" zu schwadronieren, als solche Maschinen selbst zu bauen, war es wohl nur eine Frage der Zeit, bis Politiker sich dieses Themas annehmen.
    Mein Rat: Thema wegpacken und in 30 Jahren wieder vorholen.
  • Normierung löst das Paradoxon auf

    20.02.2017, Markus Steiner
    Es ist schon sehr seltsam, dass Jean-Paul Delahaye die wichtigste und einfachste Methode zur Auflösung des Simpson-Paradoxons mit keiner Silbe erwähnt. Die (Re-)normierung der Daten muss immer dann gemacht werden, wenn 'schiefe' Datensätze wie in diesem Fall vorliegen. Dass unterschiedlich viele Männer und Frauen das Medikament bzw. Placebo bekommen haben, scheint Delahaye nicht zu stören – würde aber jedem seriösen Statistiker die Nackenhaare aufstellen. Eine Normierung beseitigt dieses Missverhältnis und damit auch das Paradoxon, wie jeder leicht mit wenig Aufwand nachrechnen kann.
  • Soja-Wahn

    20.02.2017, Andreas Effey
    Folgenden Satz aus obigem Artikel nehme ich mal als einen deutlichen Anhaltspunkt, dass irgendetwas gewaltig falsch läuft:

    "... Darüber hinaus wollen immer mehr Verbraucher ihre Schnitzel, Hähnchen und Eier ohne Gentechnik produziert wissen. ..."

    Entschuldigung, aber als normaler deutscher Verbraucher gehe ich einfach mal davon aus, dass die von mir genossenen Schnitzel, Hähnchen sowie Eier OHNE Gentechnik produziert worden sind! Ich "will" das nicht, sondern ich nehme es als selbstverständlich an.

    Die "Methionin-Lücke" im Protein der Fabaceae Glycine max (Leguminosae sind mitnichten zu Fabales geworden, sondern zu Fabaceae) wird im Artikel verschwiegen, ebenso wie die Tatsache, dass Ende des letzten Jahrhunderts auf Druck der US-amerikanischen Sojaproduzenten die FDA die Gleichwertigkeit von Sojaprotein und Lactalbumin festgeschrieben hat, ein Dienst zugunsten der Sojaindustrie!!

    Das ist nicht Spektrum der Wissenschaft, wie ich es von früher kenne, das ist Halbwissen um des Schreibens willen!
  • Kunstfleisch und der Fleisch-Hype

    19.02.2017, Martin Schlatter
    Ich bin sicher, dass es bald Kunstfleisch geben wird.
    Und ich bin sicher, dass mit dem Kunstfleisch auch der Hype ums Fleisch zu Ende gehen wird. Massenhaft verfügbares billiges Kunstfleisch wird dazu führen, dass die Menschen das Fleisch nicht mehr als etwas total wertvolles und besonderes ansehen. Der Fleischkonsum wird dann automatisch sehr zurückgehen.
  • Schade

    19.02.2017, Wolfgang Heinlein
    Schade auch! Eigentlich hatte ich "Spektrum.de" für eine seriöse Publikation gehalten. Nun stellt sich aber heraus, dass es vielmehr eine seröse Publikation ist. Serös, d.h., es sondert irgendwelche Sprechblasen nach Art eines eitrigen Geschwürs ab, die weder irgendwie witzig noch aufklärerisch noch sachlich richtig sind. Wieder einmal habe ich meine Zeit mit dümmlichen Texten vergeudet, verführt zum Lesen durch eine anreisserische Überschrift. Der Autor Vince Ebert ist Kabarettist. So, so, was sich da heutzutage alles Kabarettist nennt ... Aber nur durch Aneinanderreihung falscher Zusammenhänge wird kein Witz erzeugt und auch Humor sieht anders aus. Nicht nur hier, sondern auch im TV habe ich immer öfter den Eindruck, dass sich Kabaret und Comedy vermehrt durch Dummheit und Primitivität profilieren will.
    Übrigens: ". Das ist der Grund, weshalb in der Tierwelt die Pflanzenfresser intellektuell den Fleischfressern hinterherhinken." Nur ein kleines Beispiel von vielen falschen Aussagen hier: Zum Beispiel Elefanten - reine Pflanzenfresser - sind überaus intelligent, sozial und oft habe ich Zweifel, wer wem im Vergleich zwischen Mensch und Elefant an Intelligenz und Empathie überlegen ist.
  • Nachtrag: Gletscherschmelze Grönland durch Plume

    19.02.2017, Wolfgang Richter
    Zum vorhergehenden Kommentar hier noch ein Nachtrag, der fehlende Link zu der Aussage, dass ein "Plume", also eine wärmere geothermische Zone, unter Grönland eine Gletscherschmelze verursacht:
    http://www.gfz-potsdam.de/medien-kommunikation/meldungen/detailansicht/article/erdwaerme-verursacht-schnellen-eisfluss-und-gletscherschmelze-in-groenland/
    Laut der Studie, auf die sich der Bericht bezieht
    http://www.nature.com/ngeo/journal/v9/n5/full/ngeo2689.html
    ist diese geothermische Anomalie unter dem grönländischen Eisschild 1200 km lang und 400 km breit.
    Meine erste Angabe war nicht ganz korrekt: der Plume liegt in der Mitte Grönlands und hat seinen geothermischen wärmsten Bereich im Ostteil der Insel.
    Wie aus den Bildern der Studie im Vergleich mit den Schmelzraten-Karten des NSDIC https://nsidc.org/greenland-today/ für das Jahr 2016 gut zu erkennen ist, passen die Bereich Grönlands mit der höchsten Schmelzrate gut mit den Bereichen mit der geothermischen Anomalie und den tektonischen Anomalien zusammen.
  • Seegraswiesen schrumpfen

    19.02.2017, Marc
    Aktuell schrumpfen die Seegraswiesen weltweit: Nach Schätzung von Experten gehen seit 1990 jedes Jahr rund sieben Prozent verloren. Ausgehend von 100 blieben seit 1990 jetzt nur etwa 20 Prozent dieser Wiesen übrig! ist der Bestand wirklich so drastisch gesunken
  • Bewusstsein

    19.02.2017, Jens Zett
    Ein sehr interessanter Artikel, den ich gerade (etwas verspätet) gelesen habe. Ich würde jedoch widersprechen, dass eine solche Theorie von allem nicht beschreiben könnte, wieso Schokolade schmeckt. Die Beschreibung von Bewusstsein müsste in einer solchen Theorie ja enthalten sein, da dieses Phänomen offensichtlich Bestandteil des Universums ist. Problematisch ist dabei wohl eher die "Beschränktheit" des menschlichen Geistes zu erfassen, was ein Bewusstsein überhaupt ist und das obwohl wir es praktisch permanent erleben.

    Eine Theorie von Allem, die diese Essenz des Bewusstseins, seine Eigenschaften und Folgen nicht erfasst, wäre immer noch unvollständig bei der Beschreibung aller inhärenten Eigenschaften des Universums.
  • Na-ja :-(

    19.02.2017, Gregor Schulte
    Ich hatte schon die Befürchtung, dass Herr Ebert, den ich durchaus schätze, wenn er als Kabarettist auftritt, nicht aus seiner Haut kann, wenn er mal einen Artikel schreibt. Und tatsächlich: Dinge werden verallgemeinert, lustige Beispiele ohne thematisch hilfreichen Informationsgehalt verwendet, Hauptsache es führt zu einem Schmunzeln. An so einer Stelle wie hier ist das aber deplaziert, wo es um Wahrheit, Fakten und Zusammenhänge gehen sollte.

    Irreführung geht auch ohne glatte Lüge, z.B. (nur eines der vielen möglichen Beispiele aus dem Artikel) wenn man allen Ernstes als Beispiel für vegane Ernährung die Wiederkäuer anführt, die ihre eigenes Hochgewürgtes nochmal essen müssen, weil Pflanzen nicht so energiereich seien - was soll der Unsinn? Hier geht es um Menschen und kein menschlicher Veganer isst grünes Gras von der Weide! Aber Hauptsache einen Lacher erzeugen, da ist es doch Nebensache, wenn man andere auf irrige Gedanken bringt und damit (gewollt? ungewollt?) seinen Beitrag zur weiteren Desinformation über Veganer und deren Diffamierung leistet. :-(

    Ich schätze mal, es ist halt einfach anstrengender, sich in ein neues Thema gründlich einzulesen und ggf. sogar mit betroffenen Leuten darüber zu reden (es gibt doch keine Veganer, die sich in dem Thema auskennen - oder etwa doch?!), bevor man darüber schreibt - da bringt man doch lieber ein paar Faktenschnipsel, die man schon weiß und knüpft an verbreitete Vorurteile an, was einem ein Publikum sichert - fertig ist der Artikel!

    Einfach nur schade. Und das im Spektrum.
  • Ein Kabarettist, ach so

    19.02.2017, Bruder Bernhard
    Und ich hatte mir doch so erhofft, dass auch mal thematisiert wird, was denn mit den Nutztieren passiert, die ja durch 100% Vegetarismus einfach ausgerottet werden. Und ob das ethisch wirklich gerechtfertigt ist. Mich würde das eigentlich erstaunen.
  • Sehr enttäuschender Artikel

    19.02.2017, Manuel
    Im Anreißer steht "was würde das für uns und unsere Erde bedeuten?". Im Artikel steht überhaupt nicht dazu, nur Geschichten aus der Vergangenheit. Wie das Gehirn der Menschen so groß wurde und so. Das hat aber keinerlei Bedeutung für die Frage, was das für uns heute und in Zukunft bedeutet. Ich hätte erwartet, dass vielleicht wirklich mal modellhaft durchgerechnet wird, wie unsere Welt aussähe, würde absofort kein Mensch mehr Fleisch verzehren. Die aktuell existierenden Zuchttiere würden nach und nach auf natürliche Art sterben. Und danach? Wie viel Fläche bräuchte man denn um das nötige Gemüse als Ersatz anzubauen. Höchstwahrscheinlich wesentlich weniger aber wieviel denn genau? Und gibt es Gegenden auf der Erde, wo keine oder wenig praktische Pflanzen als Ersatz wachsen? Was könnte man da machen? Wieviel CO2 würde denn eigentlich eingespart werden? Würde das schon reichen gegen den Klimawandel? Und welche Auswirkungen auf die Ökosysteme hätte es, wenn dann die Zuchttiere nicht mehr da sind? Ganz viele offene Fragen aber im Artikel nur altbekanntes. Sehr schade.
  • Scharfer Blick für das Unwesentliche

    18.02.2017, zeitloss
    Sie sollten sich lieber mal Gedanken darüber machen, wie toll das für die Erde wäre, wenn wir endlich das Bevölkerungsproblem in den Griff bekommen würden. 1 Milliarde zusätzliche Fleichesser, Autofahrer, Kühlschrankbertreiber ... Kondome für die Dritte Welt!
  • Riß im Eisschelf hat nichts mit globaler Erwärmung zu tun

    18.02.2017, Wolfgang Richter
    Der Chefwissenschaftler des British Antarctic Survey BAS, Prof. David Vaughan, sagte in der BBC-Sendung "Science in Action" am 17.02.17, in der es um den oben berichteten Umzug der Halley-Station ging, dass dieser Umzug nichts mit dem Klimawandel zu tun habe, denn die Temperaturen in dieser Gegend hätten sich in den letzten 50 Jahren nicht verändert. Link zur aufgezeichneten Sendung:
    http://www.bbc.co.uk/programmes/p04p5zl2#play
    Über das Thema "global warming" wird ab 06:30 min geredet. Dabei sagt er;
    "I think it would be a mistake to connect this (Anmerkung: es geht um den Riß im Eisschelf) immediately with some kind of global warming signal. At Halley, where we have measured the temperature routinely on a daily basis for almost 50 years, we haven’t seen any evidence for climate change in that area." Er sagt weiter, dass es woanders schon etwas von der globalen Erwärmung festzustellen sei, aber eben nicht hier bei diesem Riß.

    In Grönland ist seit Oktober eine Massenzunahme des Eisschildes festzustellen, wie bisher noch nie gemessen, nachdem im Frühjahr 2016 eine ungewöhnlich frühe Eisschmelze beobachtet worden war.
    http://beta.dmi.dk/en/groenland/maalinger/greenland-ice-sheet-surface-mass-budget
    Zu sehen ist das in der Garfik "Acc. SMB (Gt)".
    Und hier auf dieser Seite: https://nsidc.org/greenland-today/
    ist über die Jahre von 1998 bis 2016 die Eisschmelze Grönlands auch in der Grafik "Greenland Average Melt Day Area Anomaly" gut erkennen, wie unterschiedlich die Eisschmelze dort bisher ablief, gespiegelt an der durchschnittlichen Schmelzrate: bis 1994 war es immer unter dem aktuellen Durchschnitt, 2012 war es dann weit darüber, und bis 2016 war es dann wieder viel näher am Durchschitt, d.h. es ist zwar eine Änderung ab 1995 bzw. 1997 zu sehen, aber eine laufende Steigerung, wie von den Klimatologen angekündigt, gibt es nicht. Es sieht eher nach zyklischen Schwankungen aus, wobei die Beobachtungszeit für einen kompletten Zyklus wohl noch nicht ausreicht.
    Außerdem ist bei Grönland zu berücksichtigen, dass festgestellt wurde, dass genau dort, wo jährlich die höchste Schmelrate ist, im Südosten Grönlands, der Boden durch eine Magmablase deutlich stärker erwärmt wird als im übrigen Grönland.

    Mein Resumee: Man weiß mangels ausreichender Beobachtungszeit, noch vielen offenen Fragen noch viel zu wenige über Antarktis und Grönland. Es kommen immer wieder neue Meßergebnisse und neue Forschungsergebnisse dazu, die das Bild verändern. Alleine dem CO2 die "Schuld" an Veränderungen im Wettergeschehen und im Klima zu geben, ist falsch. Der IPCC tut das ja auch nicht, denn er sagt im AR5 auch nur, dass mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit das von Menschen emittierte CO2 seit den 1950er-Jahren mit ca. 50% Anteil das Klima beeinflusst.
  • Sehr enttäuschender Beitrag

    18.02.2017, Christian
    Wieso soll vegan mit Religion zu haben, Fleischessen aber nicht?
    Steht nicht gerade in der Bibel bzw. dem Alten Testament, dass der Mensch über den Tieren steht und diese auch schlachten und essen soll? Vegan zu leben könnte man übrigens genauso als gelebte Nächstenliebe gemäß dem neuen Testament interpretieren. Allerdings habe ich noch nie gehört, dass jemand es mit seinem christlichen Glauben begründet.

    Ist der Glaube an Menschenrechte und die Verfassung eine Religion? Nein, die 10 Geboten, die fast niemand aufzählen kann und dessen erster Punkt auch nicht "Du sollst nicht töten" ist, ist nicht die Grundlage der Menschenrechte. Denn grundlegendes Moralverständnis gab und gibt es in jeder Kultur. Mord, Totschlag, Raub etc. galten in den wenigsten davon als tugendhaft. Dass trotzdem immer dagegen verstoßen wird und wurde, davon können sich auch das Christentum, Judentum und der Islam ausnehmen. Schon im alten Testament wird ja massenweise mit göttlichem Wohlwollen gegen alle moralischen Prinzipien des eigenen Glaubens verstoßen.

    Möglichst vegan zu essen bzw. zu leben ist eben keine Religion sondern ein Sieg des Verstandes und der Informationskultur. Heutzutage können wir unmittelbar sehen, was unser Lebensstil mit Erde und ihren Bewohnern anrichtet. Dabei wird so getan, als sei Fleischessen etwas urnatürliches, während wir das Fleischessen gleichzeitig absolut unnatürlich durchführen. Wir jagen eben schon lange nicht mehr, sondern züchten und schlachten Tiere in unglaublichen Massen. Dafür nehmen wir fast jeden Preis in Kauf. Sei es die Zerstörung von natürlichem Lebensraum anderer Tiere aber auch Menschen. Wir verschmutzen die Umwelt, bringen das Weltklima durcheinander, zerstören damit auf dekadente Weise den Lebensraum unserer Kinder und Kindeskinder. Es gibt eben nicht nur um die moralische Frage, ob man Tiere darf oder nicht. Mit dem Konsum von Fleisch, hängt nun einmal das Schicksal der gesamten Weltbevölkerung zusammen. Das kann man eigentlich nur in Ordnung finden, wenn man meint, man lebe in apokalyptischen Zeiten.

    Die Annahme "tierische Eiweiß ließ das Gehirn [...] anwachsen" ist lediglich eine steile These und durch nichts belegt. Es ist auch offensichtlicher Blödsinn. Denn viele Lebewesen haben und hatten deutlich größere Gehirne. Dass die größe eines Gehirnes wenig über die Intelligenz aussagt, ist lange bekannt. Es kommt vor allem auf die Komplexität Verschaltung der Synapsen an und nicht auf Masse. Vom Fleischessen wächst auch niemandem das Gehirn - ganz einfach beim Burgerbrater zu falsifizieren. Kürzlich erst hat eine Studie gezeigt, dass es ernährungstechnisch egal ist, ob Protein tierischen oder pflanzlichen Ursprungs ist. Der Mensch kann beides gleich gut verwerten.

    Ernährungstechnisch ist nicht Fleischessen sondern das Garen von Nahrung die große Leistung des Menschen, weil es Keime tötet und Nahrung besonders Protein besser verwertbar macht. Deshalb brauchen wir eben keinen zweiten Magen oder riesigen Verdauungsapparat. Das heißt nicht, dass man nicht auch rohe Nahrung essen kann und sollte.

    Veganer sind weder Fundis noch Extremisten sondern einfach nur konsequent.
    Menschen sind keine Fleischfresser sondern Allesfresser. Frei nach Dieter Nuhr: Das bedeutet nur, dass man alles essen kann aber nicht alles muss! Dass die historische Einteilung in Pflanzen-, Fleisch-, Allesesser überholt ist, kann man an vielen Beispielen festmachen auch z.B. am Panda, der sich von Bambus ernährt ohne biologisch daran angepasst zu sein.

    Interessant auch, dass am Ende von einer Kuh die Rede ist. Das meiste Rindfleisch stammt wohl eher von Bullen, da Kühe zum Milchgeben verwendet werden. Was wissen Kinder denn heute über Rinder? Wissen Sie darüber mehr als über Tiere, die wir nicht essen? Soll der letzte Satz andeuten, das Essen Tieren wäre ein Beitrag dazu deren Aussterben zu verhindern? Ganz schön absurd, denn würde diese nicht nachgezüchtet, hätten wir die meisten innerhalb weniger Monate vom Erdball verschluckt. Effizienter wäre es sie einfach nicht zu essen und ihnen einen gewissen Lebensraum zuzugestehen. Vielleicht einfach mal weniger Regenwald für Rindfleisch abholzen?